DE3418117A1 - Verfahren zur herstellung einer hinterluefteten bauplatte - Google Patents
Verfahren zur herstellung einer hinterluefteten bauplatteInfo
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Description
- Verfahren zur Herste einer hinterlüfteten Bauplatte
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer hinterlüfteten Bauplatte mit einer ersten Platte und einem zweiten aus wärmedämmenden Material bestehenden Plattenkörper, wobei Platte und Plattenkörper durch zwei parallel zueinander verlaufende Randstege und durch mindestens einen Mittelsteg miteinander verbunden sind, welche Luftkammern zwischen Platte und Plattenkörper seitlich begrenzen.
- Der DE-AS 12 27 630 ist eine hinterlüftete Bauplatte entnehmbar, welche an ihren Außenseiten Asbestzementschichten aufweist, welche über aus Kunststoff bestehende Stege miteinander verbunden sind. Innenseitig ist jede Asbestzementschicht verbunden mit einer thermoplastischen Hohlfadenschichtfi zwischen denen Luftkammern vorhanden sind.
- Die einzelnen Teile dieser Bauplatte können nur mit Klebstoff miteinander verbunden werden, was die Herstellung einer solchen Bauplatte verteuert.
- Die aus der DE-OS 26 23 355 bekannten Bauplatte weist einen Plattenkörper aus Hartschaum auf, der an einer Seite mit längs und parallel zueinander verlaufenden Kanälen versehen ist1 die durch Stege des Plattenkörpers voneinander getrennt sind. Auf diese Seite ist eine Platte aus Aluminium mit den Stegen verklebt. Auch hier ist der Nachteil zu verzeichnen, daß die einzelnen Bestandteile der Platte miteinander verklebt werden müssen.
- Es besteht die Aufgabe,eine aus mehreren Teilen unterschiedlichen Materials bestehende Verbundbauplatte so herzustellen, daß Klebeverbindungen entfallen können.
- Gelöst wird diese Aufgabe bei einem Verfahren der eingangs genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprchen entnehmbar.
- Ausführungsbeispiele werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 bis 5 die Verfahrensabläufe bei einem ersten AusfUhrungsbeispiel; Fig. 6 einen Teilschnitt durch eine bei der Herstellung der Bauplatte verwendeten Form zur Darstellung einer Ausführungsvariante; Fig. 7 einen der Fig. 6 entsprechenden Teilschnitt zur Darstellung einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens und Fig. 8 eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens.
- Bei dem Verfahren gemäß den Fig. 1 bis 5 wird eine Form 1 verwendet, welche an zwei Längsseiten nach unten in die Ebene der Form 1 abklappbare Seitenwände 2 aufweist. Auf diese flache Form 1 und auf die abgeklappten Seitenwände 2 wird eine Schicht 3 aus glasfaserverstärktem Zement aufgebracht. Auf diese Zementschicht 3 werden gemäß Fig. 2 in definiertem Abstand zueinander zwei Hohlformen 4 aufgelegt. Nach dem Auflegen der Hohlformen 4 auf die Glasfaserzementschicht 3 werden gemäß Fig, 3 die beiden Seitenwände 2 nach oben geklappt. Der hierbei auf den Seitenwänden 2 aufgebrachte Zement läuft hierbei in den Spalt 5 zwischen der jeweiligen Seitenwand 2 und einer Innenform 4.
- Gemäß Fig. 4 werden dann die Teile des Plattenkörpers 6 in die Form eingesetzt, Diese bestehen aus zwei randseitigen Mineraifaserstegen 7, einem Mineralfasermittelsteg 8 und zwei Minderalfaserplatten 9. Beim Einsetzen dieser Teile in die Form 1, 2 wird der Glasfaserzement, der im oberen Bereich der Seitenwände 2 aufgebracht wurde, nach unten in den Bereich zwischen den Seitenwänden 2 und der Form 4 geschoben und bildet dort die Randstege 10 der Bauplatte. Der Mittelsteg der Bauplatte wird durch den Mineralfasermittelsteg 8 gebildet.
- Nach Einsetzen des Plattenkörpers 6 wird die flache Form 1 gerüttelt.
- Nach dem Rütteln wird auf den Plattenkörper 6 eine weitere Glasfaserzementschicht 11 aufgebracht.
- Nach Aushärten der Glasfaserzementschichten 3,11 werden die Innenformen 4 ausgeformt.
- Wird eine Form 1 mit starren Seitenwänden 2 verwendet, dann wird auf den Boden dieser Form 1 zuerst die Glasfaserzementschicht 3 aufgebracht, danach die Innenformen 4 eingelegt und sodann in einem separaten Arbeitsgang Glasfaserzement in die Spalte 5 eingebracht zur Bildung der Randstege 10.
- Das Anbringen von Nuten an den Randstegen 10 kann bewirkt werden durch verschiebbare Seitenwände 2' gemäß Fig. 6.
- Eine solche Seitenwand 2' ist an Verschiebebolzen 12 gelagert, die verschiebbar in der flachen Form 1 gelagert sind. Beim Entformen werden die Seitenwände 2' voneinander weggeführt. Die Erhöhung 13 in der Seitenwand 2' bildet hierbei die längs des Randstegs 10 verlaufende Nut.
- Die randseitigen Mineralfaserstege 7 und der Mineralfasermittelsteg 8 des Plattenkörpers 6 weisen eine Raumdichte von 100 bis 150 Kg/m3 auf. Die Mineralfaserplatten 3 weisen dagegen ein Raumgewicht von 30 bis 70 Kg/m3 auf.
- Die Innenformen 4 können entfallen bei einer Verfahrensvarianten nach Fig. 7, Der Plattenkörper 6 weist bei diesem Ausführungsbeispiel Stege 14 auf, wodurch die Randstege 10 innenseitig begrenzt werden. Beim Einsetzen des Plattenkörpers 6 in die Form wird im Bereich der Seitenwände 2 der Zement zur Bildung der Randstege 10 zusammengeschoben, welche außenseitig durch die Seitenwände 2 und innenseitig durch den Steg 14 begrenzt sind. Die Fig. 7 zeigt die Stellung des Plattenkörpers 6 kurz vor Erreichen seiner endgültigen Stellung. Die Stege 14 und auch der Mittelsteg 8' können hierbei jeweils einstückig sein zum Plattenkörper 6. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel wird sodann eine weitere Glasfaserzementschicht 11 auf die Oberseite des Plattenkörpers 6 aufgebracht.
- Die Fig. 8 zeigt eine Fertigungsanlage zur Durchführung der anhand der Fig. 1 bis 5 erläuterten Arbeitsweise.
- Auf einem Transportband 15 liegen die flachen Formen 1 mit den herabgeklappten Seitenwänden 2 auf. Mittels einer Sprühdüse 16 wird die Faserzementschicht 3 auf die Formen 1 und auf die Seitenwände 2 aufgebracht. Bei jeder Form 1 werden danach die Innenformen 4 auf die Schicht 3 aufgelegt. Danach werden die Seitenwände 2 nach oben geschwenkt und anschließend der Plattenkörper 6 eingesetzt.
- Als nächster Arbeitsschritt wird die Form 1 gerüttelt und danach mittels einer Düse 17 die rückseitige Glasfaserzementschicht 11 auf die Rückseite des Plattenkörpers 6 aufgebracht. In einer letzten Station wird mittels einer Walze 18 die Glasfaserzementschicht 11 angewalzt und anschließend mittels eines Schabers 19 geglättet.
- Die Form 1 kann mit einer halbsteifen strukturierten Folie ausgekleidet werden, um die Außenseite der Glasfaserzementschicht 3 eine entsprechende Strukturierung zu geben. Diese Folie kann sich über die Seitenwände 2 hinweg erstrecken und die Erhöhung 13 mit umfassen, wobei diese Erhöhung 13 ggfs. im Innern eine Versteifung aufweist.
Claims (6)
- Ansprüche 1. Verfahren zur Herstellung einer hinterlüfteten Bauplatte mit einer ersten Platte und einem zweiten aus wärmedämmenden Material bestehenden Plattenkörper, wobei Platte und Plattenkörper durch zwei parallel zueinander verlaufende Randstege und durch mindestens einen Mittelsteg miteinander verbunden sind, welche Luftkammern zwischen Platte und Plattenkörper seitlich begrenzen, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß auf eine flache Form (1) mit zwei parallel zueinander verlaufenden, die zu bilden den Rand stege (10) außen -seitig begrenzenden Seitenwände (2) eine erste Faserzementschicht (3) aufgebracht wird, auf diese Faserzementschicht (3) sodann mindestens eine die zu bildenden Randstege (10) innenseitig begrenzende Innenform (4,14) aufgelegt wird, in den Spalt (5) zwischen den Seitenwänden (2) und der Innenform (4,14) die Randstege (10) aus Faserzement gebildet werden und nach dem Einlegen des den Mittelsteg (E,8') aufweisenden Plattenkörpers (6) in die Form (1), wobei dieser mit den Randstegen (10) und sein Mittelsteg (S,S') mit der ersten Faserzementschicht (3) in Kontakt gebracht wird, auf diesen Plattenkörper (6) eine zweite Faserzementschicht (11) aufgebracht wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Randstege (10) durch Einbringen von Faserzement in die Spalte (5) gebildet werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß nach dem Einlegen des Plattenkörpers (6) und vor dem Aufbringen der zweiten Faserzementschicht (11) die Form (1) gerüttelt wird.
- 4, Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß beim Aufbringen der ersten Faserzementschicht (3) die Seitenwände (2) in die Ebene der Form (1) abgeklappt sind, auf diese Seitenwände (2) Faserzement zusammen mit der ersten Faserzementschicht (3) aufgebracht wird, danach die Seitenwände (2) nach oben geklappt werden und sodann der auf den Seitenwänden (2) befindliche Faserzement zur Bildung der Randstege (10) in Richtung der ersten Faserzementschicht (3) zusammengeschoben wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß das Zusammenschieben des Faserzements zur Bildung der Randstege (10) beim Einlegen des Plattenkörpers (6) erfolgt.
- 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Innenform (14) zusammen mit dem Plattenkörper (6) eingelegt wird, wobei diese Innenform (14) Teil des Plattenkörpers (6) bildet.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN115805650A (zh) * | 2021-09-15 | 2023-03-17 | 重庆建工建材物流有限公司 | 一种制造透光混凝土的装置及其方法 |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1227630B (de) * | 1963-06-26 | 1966-10-27 | Kapillarplastik G M B H & Co D | Verbundbauplatte |
| FR2209319A5 (en) * | 1972-12-05 | 1974-06-28 | Bouygues Sa | Concrete slabs with low density cores - using inverted hollow cores to ensure core locations |
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1984
- 1984-05-16 DE DE19843418117 patent/DE3418117C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
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| DE3418117C2 (de) | 1995-05-18 |
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