DE3414375A1 - Meser zum zerkleinern von tierischen rohstoffen, vorzugsweise in fleischwoelfen - Google Patents
Meser zum zerkleinern von tierischen rohstoffen, vorzugsweise in fleischwoelfenInfo
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Description
34U375
Patentanmeldung
Anmelder: VEB Kombinat NAGEMA
DDR - 8045 Dresden Breitscheidetr, 46 - 56
Titel: Messer zum Zerkleinern von tierischen Rohstoffen, vorzugsweise in Fleischwölfen
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Schneidmesser zum Zerkleinern von tierischen Rohstoffen, vorzugsweise
in Fleischwölfen, das, von einer Habe als Aufnahme für den Messerzapfen ausgehend, einen oder mehrere sich zu
ihrem Ende hin verjüngende Messerflügel besitzt.
Zum Zerkleinern von verschiedenen Verarbeitungsgütern, insbesondere
von tierischen Rohstoffen, wie Fleisch, Fett, Fisch u. a·, in Fleischwölfen sind verschiedene Messer mit unterschiedlichem
Aufbau, verschiedener Gestalt und Geometrie bekannt .
In der OS 30 34 296 ist ein Messerstern beschrieben, dessen Messerflügel als flache, schräggestellte Blätter ausgebildet
sind.
Ferner sind mehrflügelige Schneidmesser bekannt, deren Flügel mit auswechselbaren Messerklingen bestückt sind (OS 16 32 118),
die auch federnd gelagert sein können (AS 16 57 228).
Es ist auch schon bekannt, die Messerflügel geringfügig verjüngt auszubilden (OS 26 01 953, OS 29 01 112). Diese Messer
haben den wesentlichen Mangel, daß sie nur geradlinige Schneidkanten besitzen und damit das Prinzip des ziehenden Schnittes
beim Trennen der Verarbeitungsgüter nicht verwirklichen. Das Gut wird vielmehr durch Abscheren oder Zerreißen zerkleinert,
wodurch eine Qualitätsminderung eintritt. Desweiteren sind an den Messern keine Mittel vorgesehen, die den Anteil der Mikroschneidvorgänge
beim Trennvorgang durch lutzung der Drehschwingungen
des Messers erhöhen.
Ebenso haftet diesen Messern der Mangel an, daß sie nur an einer Schneidebene wirksam werden. Zur Intensivierung des Zerkleinerungsvorganges
.ist es jedoch notwendig, daß die Messer, insbesondere wenn sie zwischen zwei Lochscheiben oder zwischen
einer Lochscheibe und dem Vorschneider zum Einsatz kommen, an zwei Schneidebenen einen exakten Schneidvorgang realisieren.
Nachteilig ist ferner, daß die bekannten Messer einen relativ hohen Überdeckungsgrad aufweisen, d. h. daß das Verhältnis der
vom Messer projizierten Fläche zur Gesamtfläche im Strömungs-
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-ι,'. ' " ' 34H375
querschnitt sehr groß ist. Dieses ungünstige Verhältnis hat hohe Strömungswiderstände zur folge, die sich nachteilig auf die
Produktqualität und den Durchsatz der Fleischwölfe auswirken.
Ziel der Erfindung ist bei der Zerkleinerung von tierischen Rohstoffen,
insbesondere in Fleischwölfen, durch Minderung oder Vermeidung der Nachteile der bekannten Messer die Qualität des
zerkleinerten Gutes zu verbessern und die Effektivität des Zerkleinerungsvorganges
zu erhöhen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, durch vorteilhafte Gestaltung der Messer zu erreichen, daß ein ziehender Schnitt verwirklicht und
der Anteil der Mikroschneidvorgänge erhöht wird und daß ferner der Strömungs- und Fließwiderstand im Wirkungsbereich des Messers
vermindert wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch verwirklicht, daß die
Messerflügel krummlinige, einer Exponentialfunktion, vorzugsweise,
einer logarithmischen Spirale, entsprechende Schneidkantenbahnen aufweisen, wobei die Messerflügel mit zwei parallel
zueinander verlaufenden Schneidkantenbahnen versehen sind, jede Schneidkantenbahn einen keilförmigen Querschnitt besitzt und
die inneren Schneidflächen beider Sehneidkantenbahnen zur Messernabe
hin V-förmig verjüngt sind. Die Flügel des Messers sind hinter den äußeren Schneidflächen gegen die Fließrichtung des
Verarbeitungsgutes in Richtung der Messerstege hinterschnitten.
Der Verlauf der Schneidkantenbahnen der Messerflügel kann zweckmäßig auch nach einer arithmetischen Spirale gestaltet sein.
Ferner können die Messerflügel hinter den äußeren Schneidflächen beidseitig mit einem Hinterschnitt versehen sein. In weiterer
Ausbildung der Erfindung können die inneren V-förmig angeordneten Schneidflächen in regelmäßiger bzw. unregelmäßiger Folge,
vorzugsweise in radialer Richtung verlaufende, rillenartige EinEinkerbungen aufweisen.
Durch die erfindungsgemäße Gestaltung der Messerkantenbahnen
tritt an den Schneidkanten beim Eindringen in das zu zerkleinernde Gut eine Relativbewegung auf, wodurch' ein ziehender Schnitt
verwirklicht wird, durch den, wie durch den vergrößerten Anteil
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' S - 3A14375
der Mikroschneidvorgänge eine wesentliche Qualitätsverbesserung
des Gutes erreicht wird. Insbesondere beim Fleisch wird eine erhöhte Zellzerstörung vermieden, was sich vorteilhaft auf das
Wasserbindevermögen des zerkleinerten Gutes auswirkt.
Die erfindungsgemäße Ausbildung der zwei Schneidkanten trägt insbesondere beim Einsatz des Messers zwischen zwei Lochscheiben
bzw. zwischen einer Lochscheibe und einem Vorschneider zur Verbesserung des Schneidvorganges und zur Effektivitätssteigerung
bei.
Durch die nach der Erfindung gewählte Messerfbrm ist der Überdeckungsgrad
verhältnismäßig gering. Dadurch, sowie auch durch den Hinterschnitt der Messerflanken, werden die Fließ- und Strömungswiderstände
im Wirkungsbereich des Messers vermindert, was sich energiesparend und positiv auf die Produktivität der
Fleischwölfe sowie auf die Qualität des Gutes auswirkt.
Die Erfindung wird in nachstehendem Ausführungsbeispiel näher erläutert:
Die Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: eine Draufsicht eines vierflügligen Messers für Fleischwölfe;
Fig. 2: die Vorderansicht des Messers;
Fig. 3: einen Querschnitt durch einen Messerflügel nach der
Linie A-A
Das erfindungsgemäße Messer 1 besteht aus einer Wabe 2, die mit einer Aufnahme 3 für den Messerzapfen versehen ist. Das Messer 1
besitzt im Ausführungsbeispiel vier Messerflügel 4» die sich,
ausgehend von der Habe 2, zu ihrem Ende hin stark verjüngen. In Drehrichtung sind die Messerflügel 4 mit zwei parallel zueinander
verlaufenden krummlinigen Schneidkantenbahnen 5 versehen. Die Schneidkantenbahnen 5 entsprechen in ihrem Verlauf einer logarithmischen
Spirale. Während die äußeren Schneidflächen 6 der Schneidkantenbahnen 5 parallel zueinander verlaufen, sind die innen
liegenden Schneidflächen 7 zur Nabe 2 hin geneigt und zueinander V-förmig angeordnet. Durch diese Anordnung der Schneidflä-
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chen 6; 7 zueinander wird eine vorteilhafte Schneidengeometrie mit keilförmigem Querschnitt erreicht, wie das aus Fig. 3 deut-
- lieh erkennbar ist. Die Messerflügel 4 sind ferner hinter den äußeren Schneidflächen 6 beidseitig mit Hinterschnitten 8 versehen.
Die inneren V-förmig angeordneten Schneidflächen 7 sind in regelmäßigen
Abständen mit in radialer Richtung verlaufenden Einkerbungen 11 versehen.
Bei der nachstehend beschriebenen Wirkungsweise des erfindungsgemäßen
Messers in einem Fleischwolf wurde dieser zeichnerisch nicht dargestellt, da die Art der Anordnung derartiger Messer
in Fleischwölfen allgemein bekannt ist.
Das erfindungsgemäße Messer 1 wird in üblicher Weise mit seiner Wabe 2 auf dem Messerzapfen eines Fleischwolfes gelagert und von
diesem Messerzapfen angetrieben. Stirnseitig liegt es, je nach
Schneidsatzkombination, zwischen zwei Lochscheiben oder zwischen einer Lochscheibe und dem Vorschneider bzw. beim Vorliegen
nur einer Schneidkante, beispielsweise zwischen Verarbeitungsschnecke und Vorschneider, an.
Beim Austritt des zu zerkleinernden Verarbeitungsgutes aus dem Vorschneider bzw. der Lochscheibe in die durch die freien Flächen
des Messers 1 sich bildenden Räume 9, wobei auch die konisch hinterschnittenen Bereiche 8 des Messers 1 gegen die Fließrichtung
derartige freie Flächen bilden, erfolgt durch die gegen die Fließrichtung liegende Messerkante 5 der brennvorgang an der
Schneidebene zwischen Lochscheibe bzw. Vorschneider und Messer
Gleichzeitig erfolgt durch die entgegen der Fließrichtung liegende
Messerkante 5 ein weiterer Trennvorgang an der Schneidebene zwischen Messer 1 und nachfolgender in Fließrichtung liegender
Lochscheibe. An beiden Schneidebenen wird durch die krummlinig gestalteten Schneidkantenbahnen 5 ein ziehender Schnitt vollzogen.
Wie bereits erwähnt, zeigt Fig. 3 die keilförmige bzw. V-förmige Gestalt beim Vorliegen von zwei Messerkanten 5 und den in diesem
Ausfuhrungsbeispiel vorhandenen zweiseitigen konischen Hinterschnitt 8, wobei nur der gegen die Fließrichtung liegende koni-
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":-: W- :-' : 3A14375
sehe Hinterschnitt 8 für das zu zerkleinernde Verarbeitungsgut
eine zusätzliche freie Fläche bildet.
Der sich zwischen diesen geneigten Flächen des Hinterschnittes 8 und der Schneidebene ergebende Raum bildet einen Speicher für
das einfließende, noch nicht zertrennte Verarbeitungsgut, so daß der Fließvorgang in diesem Drehwinkelbereich des Messers im
wesentlichen nicht unterbrochen wird.
Aus Gründen einer gleichmäßigen Beanspruchung des Messers wurde der konische Hinterschnitt 8 im vorliegenden Ausführungsbeispiel
zweiseitig und in symmetrischer Anordnung gewählt.-
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Aufstellung der Bezugszeichen
1 Messer
2 Nabe
3 Aufnahme
4 Messerflügel
5 Schneidkantenbahn
6 äußere Schneidfläche
7 innenliegende Schneidfläche
8 Hinterschnitt
9 Raum zwischen den Messerflügeln
10 Messersteg
11 Einkerbung
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Claims (4)
1· Messer zum Zerkleinern von tierischen Rohstoffen, vorzugsweise in Fleischwölfen, das, von einer Wabe als Aufnahme
für den Messerzapfen ausgehend, einen oder mehrere sich zu ihrem Ende hin verjüngende Messerflügel besitzt, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Messerflügel (4) krummlinige, einer Exponentialfunktion,
vorzugsweise einer logarithmischen.Spirale; entsprechende
Schneidkantenbahnen (5) aufweisen;
- daß die Messerflügel (4) mit zwei parallel zueinander verlaufenden
Schneidkantenbahnen (5) versehen sind, jede Schneidkante einen keilförmigen Querschnitt besitzt und die inneren
Schneidflächen (7) beider Schneidkantenbahnen (5) zur Messernabe (2) hin V-förmig verjüngt sind;
- und daß die Flügel (4) des Messers (1) hinter den äußeren Schneidflächen (6) gegen die Fließrichtung des Verarbeitungsgutes in Richtung der Messerstege (1O) hinterschnitten sind.
2. Messer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidkantenbahnen
(5) einer arithmetischen Spirale entsprechen.
3. Messer nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die 'Messerflügel (4) hinter den äußeren Schneidflächen (6) beidseitig
mit einem Hinterschnitt (8) versehen sind.
4. Messer nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß die inneren V-förmig angeordneten Schneidflächen (7) in regelmäßiger
bzw. unregelmäßiger FoI ge, vorzugsweise in radialer Richtung verlaufende rillenartige Einkerbungen (11) aufweisen.
5- Messer nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Messerflügel (4) nur mit je einer Messerkantenbahn (5) versehen sind.
Hierzu 1 Bl. Zeichnungen
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843414375 DE3414375A1 (de) | 1984-04-16 | 1984-04-16 | Meser zum zerkleinern von tierischen rohstoffen, vorzugsweise in fleischwoelfen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843414375 DE3414375A1 (de) | 1984-04-16 | 1984-04-16 | Meser zum zerkleinern von tierischen rohstoffen, vorzugsweise in fleischwoelfen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3414375A1 true DE3414375A1 (de) | 1985-10-17 |
Family
ID=6233745
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843414375 Withdrawn DE3414375A1 (de) | 1984-04-16 | 1984-04-16 | Meser zum zerkleinern von tierischen rohstoffen, vorzugsweise in fleischwoelfen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3414375A1 (de) |
Cited By (7)
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-
1984
- 1984-04-16 DE DE19843414375 patent/DE3414375A1/de not_active Withdrawn
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| ITRM20130192A1 (it) * | 2013-04-03 | 2014-10-04 | Evoluzione Srl | Lame da taglio flessibili. |
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