-
-
Vorrichtung zur Übertragung von Kräften zwischen metallischen An-
-
schlußstücken und den Enden von stabförmigen Strukturelementen aus
kohlenstoffaserverstärkten Kunststoffen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung
zur Übertragung von Kräften zwischen metallischen Anschlußstücken und den Enden
von stabförmigen Strukturelementen aus kohlenstoffaserverstärkten Kunststoffen.
-
Im Leichtmaschinenbau werden stabförmige Strukturelemente eingesetzt,
die aus Hartschaumkernen mit einem Mantel aus in Stabrichtung verlaufenden unidirektionalen
Kohlefasern und einem weiteren Mantel aus spiralförmig um den Kern angeordneten
Kohlefasern bestehen.
-
Diese Strukturelemente werden vorwiegend im Flugzeugbau an Stelle
von Leichtmetallrohren eingesetzt. Gegenüber Leichtmetallrohren weisen Strukturelemente
aus kohlenstoffaserverstärkten Kunststoffen bei gleicher Festigkeit ein geringeres
Gewicht auf.
-
Probleme treten bei diesen Strukturelementen auf, wenn Kräfte auf
Metallteile übertragen werden sollen. Bei einer Verklebung zwischen den Enden der
Strukturelemente und metallischen Anschlußstücken lassen sich nur geringe Kräfte
übertragen. Um die Festigkeit der
kohlenstoffaserverstärkten Kunststoffe
voll ausnutzen zu können, wurden besondere Vorrichtungen entwickelt, die größeren
Beanspruchungen standhalten als reine Klebeverbindungen. Eine bekannte Vorrichtung
enthält einen in das von Kunststoffschaumkern befreite Ende des Strukturelementes
eingefügten drehsymmetrischen Körper, dessen Umfang eine ringförmige Ausnehmung
aufweist, in der die unidirektionalen Fasern mit einem in Umfangsrichtung gewickelten
Kohlefaden festgehalten sind. Der drehsymmetrische Körper enthält eine zentrische
Gewindebohrung, in die ein Metallbolzen eingeschraubt ist, auf den ferner eine Mutter
aufgeschraubt ist, mit der eine topfförmige Hülse, deren Zylinderwand das Ende des
Strukturelementes umgibt, gegen den Körper angedrückt ist (DE-Z: "Flugrevue" Nr.
1, Januar 1984, Seite 64).
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine konstruktiv einfache,
wirtschaftlich herstellbare Vorrichtung zur Übertragung von Kräften zwischen metallischen
Anschlußstücken und den Enden von stabförmigen Strukturelementen aus kohlenstoffaserverstärkten
Kunststoffen zu entwickeln, die großen Kräften standhält.
-
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Enden der
Strukturelemente jeweils durch mindestens ein radial sich erstreckendes Teil gegen
Hülsen angepreßt sind, die die Enden umgeben. Mit diesen Merkmalen läßt sich eine
feste Verbindung zwischen den kohlenstoffaserverstärkten Kunststoffen und den metallischen
Anschlußstücken erreichen. Die Verbindung hat neben ihrer Festigkeit eine gewisse
Elastizität.
-
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß ein vorzugsweise
bis an die Stirnseite mit Hartschaumkern ausgefülltes Strukturelement von einer,
einen radial nach außen vorspringenden freien Abschnitt aufweisenden Hülse umgeben
ist, daß der Abschnitt mit einem ausgehärteten Kunststoffkleber, der vorzugsweise
ein Gemisch aus Kurzschnittfasern und Kleber ist, ausgefüllt ist, der fest an Kohlefasern
haftet, und daß auf die Außenseite der Hülse eine
topfförmige Hülse
aufschraubbar ist, deren Boden gegen den Kunststoffkleber und die Stirnseite der
Hülse andrückbar ist.
-
Diese Vorrichtung zeichnet sich durch einen besonders einfachen Aufbau
aus. Das Strukturelement aus kohlenstoffaserverstärkten Kunststoffen enthält auch
an seinem Ende den Schaumkern, der sich bis an die Stirnseite erstreckt. Damit entfallen
aufwendige Arbeitsschritte, um das Ende des Strukturelementes in eine für die Verbindung
mit einem metallischen Anschlußstück geeignete Form zu bringen.
-
Eine zweckmäßige Ausführungsform besteht darin, daß das Strukturelement,
das mit einem Hartschaumkern ausfüllbar ist, der in einer gegen die Stirnseite des
Endes nach innen verschobenen Wölbung endet, im Raum zwischen den Kohlefasern vor
der Wölbung einen sich in Richtung der Stirnseite verjüngenden kegelstumpfförmigen
Einsatz aufweist, daß der Raum zwischen dem Einsatz und der Innenwand des Endes
des Strukturelementes mit ausgehärtetem Kunststoffkleber (vorzugsweise Kurzschnittfaser-Kleber-Gemisch)
ausgefüllt ist, und daß eine topfförmige Hülse, deren zylindrische Seitenwand das
Ende umgibt, mit dem Boden gegen den Kunststoffkleber andrückbar ist.
-
Bei dieser Vorrichtung können mit einem spitzen Scheitelwinkel des
kegelstumpfförmigen Einsatzes auf die Kohlenstoffasern Einspannkräfte mit relativ
niedrigen Zugkräften auf den Einsatz ausgeübt werden. Es läßt sich demnach eine
sehr hohe Klebefestigkeit erreichen.
-
Bei einer anderen zweckmäßigen Ausführungsform ist vorgesehen, daß
der Einsatz als Stufenkegel ausgebildet ist. Bei dieser Ausführungsform läßt sich
der Einsatz wirtschaftlicher herstellen, da keine durchgehende Kegelstumpffläche
erzeugt werden muß.
-
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform besteht darin, daß das Strukturelement,
das mit Hartschaumkern ausfüllbar ist, der in einer gegen die Stirnseite des Endes
des Strukturelementes nach innen zurückgesetzten Wölbung endet, im Raum zwischen
den Kohlefasern vor
der Wölbung einen sich in Richtung des Endes
verjüngenden Einsatz aufweist, daß die Außenseite des Endes von einer Hülse umgeben
ist, die eine sich in Richtung der Stirnseite erweiternde Aussparung enthält, daß
der Raum zwischen den Kunstoffasern des Endes und dem Einsatz sowie der Hülse mit
ausgehärtetem Kunststoffkleber (Gemisch-Faser-Harz) ausgefüllt ist und daß eine
Platte gegen den vom Einsatz und der Hülse nicht bedeckten Bereich des Kunststoffklebers
angedrückt ist. Bei dieser Vorrichtung wird sowohl auf die Innenfläche als auch
auf die Außenfläche des vom Schaumkern freien Endes des Strukturelementes eine einstellbare
Kraft ausgeübt. Wenn beide Kräfte gleich groß eingestellt werden, treten keine radialen
Verformungen der Kohlenstoffasern auf.
-
Ergänzend sei bemerkt, daß die zuvor beschriebenen Merkmale zur Herstellung
einer Verbindung CFK-Metall untereinander kombinierbar sind, wodurch die Vielfalt
der Lösungsmöglichkeiten angedeutet ist.
-
Ferner zeigen die Lösungsvorschläge den Vorteil, daß es sich bei den
Metallelementen um automatisch herzustellende Drehteile handelt, die eine kostengünstige
Herstellung und damit Verwendung sicherstellen.
-
Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß
das Strukturelement, das mit Hartschaumkern ausfüllbar ist, der in einer gegen die
Stirnseite des Endes des Strukturelementes nach innen zurückgesetzten Wölbung endet,
im Bereich des Enden von einer eine gewölbte Aussparung (Verformungsmulde) aufweisenden
Hülse umgeben ist, daß das Strukturelement in diesem Bereich in Längsrichtung verlaufende
Schlitze aufweist, und daß die Kohlefasern mittels eines Druckrings, der über eine
axiale Vorspannung radial derart ausdehnbar ist, -und zwar die geschlitzten Abschnitte
des Strukturelementesin die Aussparung gedrückt werden.
-
Da zusätzlich in der Aussparung vor der Verformung ein Kunststoffkleber
einbringbar ist, der beim Verformen die Schlitze durchdringt, ist nach der Aushärtung
eine sichere Verbindung gewährleistet. Auch bei dieser Ausführungsform sind Hülse,
Innenkern, Stützring, Verform-
ring etc. vorgefertigte Drehteile,
die ein schnelles und paßgenaues Zusammenwirken gewährleisten.
-
Eine weitere Möglichkeit, CFK-Elemente wie zum Beispiel Rotoblätter
mit Metallhalterungen wie Anschlußmuffen zu verbinden, zeichnet sich dadurch aus,
daß ein stabförmiger Strukturelementabschnitt eine umlaufende Ausbuchtung aufweist,
daß ein geteilter Stützring den Bereich der Ausbuchtung umschließt, daß der Stutzring
sich konisch verjüngt und daß über den Stützring von dem verjüngten Ende her ein
Außenring verschiebbar ist, der seinerseits an seinem unteren Ende eine umlaufende
Stufe aufweist. Durch eine entsprechende Konstruktion ist auf einfache Weise eine
zugfeste Verbindung hergestellt, wobei der geteilte Stützring von ausschlaggebender
Bedeutung ist.
-
Schließlich besteht die Möglichkeit, einen Knotenpunkt für ein Raumgitter
aus CFK-Rohren nach dem gleichen Lösungsprinzip auszubilden.
-
So kann ein CFK-Rohr im Bereich eines Knotenpunkts eine umlaufende
Verstärkung erfahren, die von einer geteilten Metallhülse umschließbar ist, mit
der seinerseits Endteile von weiteren CFK-Rohren wechselwirken, wobei jene mit diesen
nach der zuvor beschriebenen Art verbunden sind.
-
Auch sei ergänzend darauf hingewiesen, daß die Länge der Klebestelle,
also des mit der Hülse wechselwirkenden Teils des Strukturelements, zum Durchmesser
des Strukturelementes ein Verhältnis von etwa 3:2 bis 4:2 aufweisen sollte, um so
eine geringe Scherbeanspruchung der Klebestelle und eine hohe Stabilität der Verbindung
zu erzielen.
-
Vorzugsweise wird als Kunststoff ein Epoxidharz verwendet. Epoxidharz
geht mit den Kohlenstoffasern eine gute Haftverbindung ein. Es ist günstig, ein
Epoxidharz mit der Werkstoffkennzahl 5.03200.01, das von Ciba-Geigy unter der Bezeichnung
Araldit LY 564/HY 560 hergestellt und vertrieben wird, oder ein Epoxidharz mit der
Werkstoffkennzahl 5.03203.01 zu benutzen, das von Bakalite unter der Bezeichnung
Rytapox L20/VE 2896 hergestellt und vertrieben wird.
-
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in einer Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert, aus denen sich weitere Merkmale sowie Vorteile
ergeben.
-
Es zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Vorrichtung zur Übertragung
von Kräften zwischen metallischen Anschlußstücken und den Enden von stabförmigen
Strukturelementen aus kohlenstoffaserverstärkten Kunststoffen, Fig. 2 einen Längsschnitt
durch eine andere Ausführungsform einer Verbindungsvorrichtung zwischen den Enden
stabförmiger Strukturelemente aus kohlenstoffaserverstärkten Kunststoffen und metallischen
Anschlußstücken, Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine dritte Ausführungsform einer
Verbindungsvorrichtung zwischen metallischen Anschlußstücken und den Enden stabförmiger
Strukturelemente aus kohlenstoffaserverstärkten Kunststoffen, Fig. 4 einen Längsschnitt
durch eine vierte Ausführungsform einer Verbindungsvorrichtung zwischen metallischen
Anschlußstücken und den Enden stabförmiger Strukturelemente aus kohlenstoffaserverstärkten
Kunststoffen, Fig. 5 einen Längsschnitt durch eine fünfte Ausführungsform einer
Verbindungsvorrichtung zwischen metallischen Anschlußstücken und den Enden stabförmiger
Strukturelemente aus kohlenstoffaserverstärkten Kunststoffen, Fig. 6 ein Längsschnitt
und ein Ausschnitt einer Verbindung zwischen einem aus kohlenstoffaserverstärktem
Kunststoff bestehenden Propeller und einem Anschlußstück und Fig. 7 ein Knotenpunkt
von aus kohlenstoffaserverstärktem Kunststoff bestehenden Rohren.
-
Ein stabförmiges Strukturelement 1 (auch CFK-Rohr genannt) besteht
grundsätzlich aus einem Hartschaumkern 2 aus Kunststoff, um den in Stabrichtung
verlaufende Kohlefasern 3 in Form eines Mantels angeordnet sind. Über den unidirektionalen
Kohlefasern 3 ist ein Kohlefaserschlauch 4 angeordnet, der aus einem Gewebe bestehen
kann, dessen Kohlefasern ungefähr einen Winkel von 450 mit der Längsachse des stabförmigen
Strukturelementes 1 bilden. Das Strukturelement 1 aus kohlenstoffaserverstärktem
Kunststoff ist mit seinem Ende 5 an metallischen Anschlußstücken 6 befestigt, die
einen Gewindebolzen 7 enthalten, der in eine nicht näher bezeichnete zentrische
Bohrung einer topfförmigen Metallhülse 8 eingeschraubt ist. Die Metallhülse 8 ist
an ihrem zylindrischen Teil 9 mit Innengewinde versehen. Das Teil 9 ist auf eine
mit Außengewinde versehene zylindrische Hülse 10 aufgeschraubt, die das Ende 5 des
Strukturelementes 1 umgibt. Die Hülse 10, die zu den Anschlußstücken 6 gehört, weist
einen ausgesparten Abschnitt 11 auf, der gegen die Metallhülse 8 und das Ende 5
hin offen ist. Außerhalb des Abschnitts 11 steht die Innenwand 12 der Hülse 10 in
geringem Abstand dem Strukturelement 1 gegenüber.
-
Der Abschnitt 11 ist mit einem aushärtbaren Gemisch 13, das aus einem
Kunststoffkleber und CFK-Kurzschnittfasern bestehen kann, gefüllt, das sowohl am
Kohlefaserschlauch 4 als auch an der Hülse 10 gut anhaftet. Als Kleber wird vorzugsweise
ein Epoxidharz verwendet.
-
Ein besonders geeignetes Epoxidharz mit der Werkstoffkennzahl 5.003200.01
wird unter der Bezeichnung Araldit LY 564/HY 560 vertrieben. Es wird von der Firma
Ciba-Geigy hergestellt. Ein besonders geeignetes Epoxidharz wird auch unter der
Bezeichnung Rytapox L 20/VE 2896 von der Firma Bakalite hergestellt und vertrieben.
Dieses Epoxidharz hat die Werkstoffkennzahl 5.03203.01.
-
Zur Montage der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung kann die Hülse
10 über das Ende 5 des Strukturelementes 1 geschoben werden, bis die Stirnseiten
beider Teile in einer Ebene liegen. Danach wird das Epoxidharz in den Abschnitt
11 eingefüllt. Anschließend härtet das Epoxidharz aus und haftet dabei fest am Kohlefaserschlauch
4 und an
der Hülse 10. Nach dem Aushärten wird die Metallhülse
8 auf die Hülse 10 aufgeschraubt. Die Hülse 10 und die Metallhülse 8 bestehen vorzugsweise
aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung. Die Metallhülse 8 wird so fest aufgeschraubt,
daß auf die Hülse 10 und den ausgehärteten Kunststoffkleber 13 in axialer Richtung
des stabförmigen Strukturelementes 1 eine Druckkraft ausgeübt wird, durch die sich
die Hülse 10 und der Kunststoffkleber 13 in sehr geringem Maße axial zusammenziehen.
Durch dieses Zusammenziehen wird über den auch in ausgehärtetem Zustand noch eine
gewisse Elastizität aufweisenden Kunststoffkleber 13 eine radiale Anpreßkraft auf
das Ende 5 ausgeübt, das damit fest im Anschlußstück 6 eingespannt wird.
-
Die in Fig. 1 dargestellte Verbindungsvorrichtung hat einen konstruktiv
einfachen Aufbau. Die Elemente wie Hülsen 8, 10 sind vorzugsweise Automatendrehteile,
also reproduzierbar und kostengünstig herstellbar.
-
Für die Montage sind nur wenige, einfache Handgriffe erforderlich.
-
Daher läßt sich die Verbindungsvorrichtung wirtschaftlich fertigen.
-
Kräfte werden bei der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung von dem
Gewindebolzen 7, dessen Ende in ein verstärktes Mittelstück der Metallhülse 8 eingeschraubt
ist, auf die Metallhülse 8 und von dieser auf die Hülse 10 übertragen. Die Hülse
10 leitet die Kräfte über den Kunststoffkleber 13 in das Ende 5 des Strukturelementes
1 ein. Eine Kraftübertragung kann auch auf dem umgekehrten Weg stattfinden.
-
Sofern das CFK-Rohr 1 keinen Hartschaumkern aufweisen sollte, besteht
die Möglichkeit, einen Stützring 50 an dessen Innenwandung anzuordnen.
-
Bei der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung reicht der Hartschaumkern
2 des Strukturelementes 1 nicht bis an die Stirnseite 14 des Endes 5 des Strukturelementes
1 heran. Gleiche Elemente sind in den Fig. 1 und 2 mit den gleichen Bezugsziffern
versehen. Der Hartschaumkern 2 ist gegen die Stirnseite 14 nach innen zurückgesetzt
und an seinem Ende als Wölbung 15 ausgebildet, die konvex gegen das Ende 5
vorspringt.
In dem vom Hartschaumkern 2 freien Ende 5 des Strukturelementes 1 befindet sich
ein Einsatz 16 aus Metall, zum Beispiel aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung.
Der Einsatz 16 hat eine nicht näher bezeichnete Basisfläche, die an die Form der
Wölbung 15 angepaßt ist und an diese angrenzt. Im übrigen ist der Einsatz 16 als
Kegelstumpf ausgebildet, der sich in Richtung der Stirnseite 14 verjüngt. In der
Mitte des Einsatzes 16 befindet sich eine Gewindebohrung 17. Über das Ende 5 des
Strukturelementes 1 ist eine topfförmige Hülse 18 geschoben, deren zylindrische,
nicht näher bezeichnete Innenwand an den Kohlefaserschlauch 4 angrenzt. Die Hülse
18 weist eine zentrische Bohrung 19 auf, die mit der Gewindebohrung 17 des Einsatzes
16 fluchtet. Die Innenseite des Bodens der Hülse 18 liegt an der Stirnseite 14 an.
-
Der Raum zwischen dem Mantel aus unidirektionalen Fasern 3 und der
Seitenwand des Einsatzes 16 ist mit einem Kunststoffkleber 20 ausgefüllt, der mit
dem in Verbindung mit der Fig. 1 erläuterten Kunststoffkleber 13 übereinstimmt.
Bei der Montage wird der noch flüssige oder pastenförmige Kunststoffkleber 20 nach
dem Einschieben des Einsatzes 16 in das Ende 5 in den Raum zwischen dem Einsatz
16 und dem Mantel aus den unidirektionalen Kohlefasern 3 eingefüllt.
-
Dieser Raum hat einen keilförmigen Querschnitt. Danach härtet der
Kunststoffkleber 20 aus. Wenn die Aushärtung vorüber ist, wird ein Gewindebolzen
21 in die Bohrung 17 eingeschraubt. Anschließend wird die Hülse 18 über das Ende
5 geschoben. Mit einer Mutter 22 und einer Unterlegscheibe 23 wird die Hülse 18
gegen die Stirnseite 14 gedrückt. Durch eine Drehung des Gewindebolzens 21 wird
auf die Hülse 18 und den Einsatz 16 eine Kraft ausgeübt, die die Hülse 18 gegen
den Kunststoffkleber 20 und den Einsatz 16 bewegt. Über den Kunststoffkleber 20
wird dabei eine hohe Anpreßkraft auf das Ende 5 ausgeübt, das gegen die zylindrische
Innenwand der Hülse 18 angedrückt wird. Das Ende 5 wird auf diese Weise fest zwischen
der Hülse 18 und dem Einsatz 16 eingespannt. Diese feste Einspannung ermöglicht
die Übertragung hoher Kräfte zwischen dem Strukturelement 1 und dem Gewindebolzen
21. Die Hülse ]8, die zum Beispiel aus
Aluminium oder einer Aluminiumlegierung
besteht, zusammen mit dem Einsatz 16, dem Gewindebolzen 21, der Mutter 22 und der
Unterlegscheibe 23 bilden die metallischen Anschlußstücke 24 für das Ende 5 des
Strukturelementes 1. Der Scheitelwinkel des kegelstumpfförmigen Einsatzes 16 bestimmt
bei vorgegebener Anzugskraft zwischen der Hülse 18 und dem Einsatz 16 die Größe
der auf das Ende 5 des Strukturelementes 1 ausgeübten Anpreßkraft. Durch diese Anpreßkraft
wird die zylindrische Wand der topfförmigen Hülse 18 in radialer Richtung beansprucht.
-
Die in Fig. 3 dargestellte Vorrichtung zur Übertragung von Kräften
zwischen metallischen Anschlußstücken 27 und dem Ende 5 eines stabförmigen Strukturelementes
1 aus kohlestoffaserverstärkten Kunststoffen zeigt bis auf die Gestalt eines Einsatzes
25 und die vom Einsatz 25 abhängige Form des Kunststoffklebers 26 den gleichen Aufbau
wie die Vorrichtung gemäß Fig. 2. Gleiche Elemente sind daher in den Fig. 2 und
3 mit den gleichen Bezugsziffern versehen.
-
Die metallischen Anschlußstücke 27 bestehen bei der Vorrichtung gemäß
Fig. 3 aus der Hülse 18, dem Gewindebolzen 21, der Mutter 22, der Unterlegscheibe
23 und dem Einsatz 25, der die Gestalt eines Stufenkegels hat. In Fig. 3 sind drei
nicht näher bezeichnete Abschnitte des Stufenkegels dargestellt. Diese drei Abschnitte
haben unterschiedliche Durchmesser. Die Übergänge zwischen den verschiedenen Abschnitten
können abgeschrägt zur Längsachse des Einsatzes 25 verlaufen. Entprechend der Ausbildung
des Einsatzes 25 als Stufenkegel hat der Kunststoffkleber 26 die Form eines Zylinders
mit Abschnitten von unterschiedlichen Durchmessern. Der Kunststoffkleber 26 hat
im übrigen die gleiche Zusammensetzung und die gleichen Eigenschaften wie der Kunststoffkleber
13. Die Vorrichtung gemäß Fig.
-
3 wird auf die oben im Zusammenhang mit der Vorrichtung gemäß Fig.
-
2 beschriebene Weise montiert. Nach dem Zusammenbau wird durch eine
Drehung des Gewindebolzens 21 die Hülse 18 in Richtung des Einsatzes 25 verschoben.
Dabei wird auf den Kunststoffkleber 26 Druck ausgeübt, wobei der Kunststoffkleber
26 aufgrund einer gewissen
Elastizität gegen den Mantel aus unidirektionalen
Kohlefasern 3 und gegen die Wände des Einsatzes 25 gepreßt wird. Dabei wird das
Ende 5 zwischen der zylindrischen Seitenwand der Hülse 18 und dem ausgehärteten
Kunststoffkleber 26 bzw. dem Einsatz 25 eingespannt, so daß größere Kräfte zwischen
dem Gewindebolzen 21 und dem Strukturelement 1 über die Mutter 22, die Unterlegscheibe
23 und die Hülse 18 übertragen werden können.
-
Die in Fig. 4 dargestellte Vorrichtung zur Übertragung von Kräften
in ein oder aus einem Strukturelement 1 weist metallische Anschlußstücke 28 auf,
die aus einem Gewindebolzen 21, einer Mutter 22, einer Unterlegscheibe 23, einem
als Stufenkegel ausgebildetem Einsatz 25, einer Platte 29, einer Hülse 30, Spannbacken
31 und Schrauben 32 bestehen. Da die Vorrichtung symmetrisch in Bezug auf die Längsachse
33 ausgebildet ist, ist nur die eine Hälfte dargestellt. Gleiche Elemente sind auch
bei der Vorrichtung gemäß Fig. 4 mit den gleichen Bezugsziffern versehen wie in
den Fig. 1 bis 3.
-
Die Hülse 30 hat eine stufenkegelige Aussparung 34, die im Querschnitt
gleich oder in etwa gleich dem Querschnitt zwischen dem Einsatz 25 und dem Ende
5 ist. Auf der Außenseite enthält die Hülse 30 einen Absatz 35, gegen den das umgebogene
Ende 36 der Spannbacke 31 angedrückt wird. Im Ende 36 ist eine nicht näher bezeichnete
Bohrung vorgesehen, durch die die Schraube 32 hindurchragt, deren Gewinde in eine
nicht näher bezeichnete Gewindebohrung in der Platte 29 eingeschraubt wird. Die
Hülse 30 umgibt das Ende 5 des Strukturelementes 1 von außen. Die Aussparung 34
befindet sich dabei in Höhe der Stufenkegelabsätze des Einsatzes 25. Sowohl in den
Raum zwischen dem Einsatz 25 und dem Ende 5 als auch in den Raum zwischen den Wänden
der Aussparung 34 und dem Ende 5 ist Kunststoffkleber 37 eingefügt.
-
Zur Befestigung der metallischen Anschlußstücke 28 wird der Einsatz
25 bis an die Wölbung 15 geschoben. Danach wird die Hülse 30 über das Ende 5 geschoben,
bis die Stufen der Aussparung 34 in gleicher
Höhe wie die entsprechenden
Stufenkegel des Einsatzes 25 liegen.
-
Anschließend wird Kunststoffkleber 37 in die Hohlräume zwischen dem
Einsatz 25 und dem Ende 5 sowie in die Aussparung 34 eingefüllt.
-
Sodann härtet der Kunststoffkleber 37 aus, bei dem es sich vorzugsweise
um einen Kleber handelt, wie er oben in Verbindung mit Fig. 1 beschrieben wurde.
Nach dem Aushärten des Kunststoffklebers 37 wird die Platte 29 auf die Stirnseite
14 gesetzt. Dabei schiebt sich eine Nase 38, die vom Ende der Hülse 30 vorspringt
in eine Öffnung der Platte 29. Im Anschluß daran werden die Spannbacken 31, von
denen zum Beispiel drei längs des Umfangs der Platte 29 angeordnet sein können,
gegen den Absatz 35 gelegt. Die Schrauben 32 werden in die Platte 29 eingeschraubt
und so weit angezogen, bis die Schraubenköpfe an den Enden 36 anliegen. Danach wird
der Gewindebolzen 21, zum Beispiel mit bereits aufgesetzter Unterlegscheibe 23 und
aufgeschraubter Mutter 22 in die Gewindebohrung 17 eingeschraubt, bis die Unterlegscheibe
23 an der Platte 29 anliegt. Anschließend werden der Gewindebolzen 21 und die Schrauben
32 gleichmäßig angezogen, so daß die Hülse 30 und der Einsatz 25 auf den ausgehärteten
Kunststoffkleber 37 gleichmäßig Druck ausüben. Aufgrund einer gewissen Elastizität
wird der Kunststoffkleber 37 gegen den Mantel aus Kohlefasern 3 und den Kohlefaserschlauch
4 angepreßt. Damit wird eine feste Verbindung zwischen dem Einsatz 25, der Platte
29 und der Hülse 30 mit dem Ende 5 des Strukturelementes 1 hergestellt. Diese feste
Verbindung erlaubt die Übertragung hoher Kräfte zwischen dem Strukturelement 1 und
dem Gewindebolzen 21. Mit der Anordnung gemäß Fig. 4 wird auf das Ende 5 von außen
und von innen Druck ausgeübt. Damit können einseitige Beanspruchungen des Endes
5, die zu radialen Ausdehnungen der Kohlefasern 3 und des Kohlefaserschlauches 4
führen, vermieden werden.
-
Fig. 5 zeigt eine Vorrichtung, bei der ebenso wie bei den Vorrichtungen
gemäß Fig. 1 bis 4 ein CFK-Rohr 1 mit seinem Ende 5 mit metallischen Anschlußstücken
39 verbunden ist, wobei allerdings neben einer Verbindung durch Kleben auch ein
Formschluß zwischen CFK-Rohr 1 und einer Metallhülse 40 erfolgt. Die Anschlußstücke
39 weisen die
Metallhülse 40, zum Beispiel aus Aluminium oder einer
Aluminiumlegierung auf, die das Ende 5 umgibt. In der Innenwand der Metallhülse
40 ist eine bogenförmige Aussparung oder Ausbuchtung 41 vorgesehen, in dessen Bereich
das Gemisch aus CFK-Fasern und Kleber eingebracht ist. Sofern der Hartschaumkern
2 vorgesehen ist, endet dieser im Abstand zum CFK-Rohr.
-
Im Innenraum des CFK-Rohrs 1 befindet sich ein zylinderischer Innenkern
42, der eine Stufe 43 umfaßt. Die Stufe 43 liegt vor Herstellen des Formschlusses
zwischen CFK-Rohr 1 bzw. 4 und der Hülse 40 oberhalb der Ausbuchtung 41. Unterhalb
der Ausbuchtung 41 befindet sich zwischen der Innenwandung des Rohres 1 bzw. 4 und
dem Innenkern 42 ein Stützring 44. Zwischen diesem und der Stufe 43 ist ferner ein
Verformring 46 angeordnet, der so ausgebildet ist, daß dieser bei Krafteinwirkung
der Stufe 43 in Richtung des Stützringes 44 sich nach außen -also in die Ausbuchtung
41 hinein- verformt.
-
Gleichzeitig weist das CFK-Rohr 1 bzw. 4 in diesem Bereich nicht dargestellte
Längsschlitze auf, in die beim Verformvorgang das Faser-Klebstoff-Gemisch gedrückt
wird, um dann auszuhärten. Um den Innenkern 42 in Richtung auf den Boden der Hülse
40 verschieben zu können, weist jeder ein Innengewinde 47 auf, das mit dem Außengewinde
eines den Boden durchsetzenden Bolzens oder Schraube 21, der bzw. die ihrerseits
mittels einer Mutter 43 axial bewegbar ist.
-
In Fig. 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt, wie ein
rohrförmiger Abschnitt eines aus CFK bestehenden Gegenstands wie zum Beispiel Flugzeugpropeller
52 mit einer metallischen Anschlußmuffe 53 problemlos verbunden werden kann. Im
Ausführungsbeispiel weist der Abschnitt 51 eine Ausbuchtung 54 auf. Diese kann dadurch
hervorgerufen werden, daß an der Innenwandung des Abschnitts 51 ein hohlzylindrischer
Stützring 55 angeordnet ist und in den Zwischenraum zwischen diesem und der Ausbuchtung
54 mittels des schon mehrfach erwähnten Gemisches aus CFK-Kurzschnittfasern und
Harz eingebracht ist. Nach dem Aushärten dieses Gemisches ist sichergestellt, daß
die Ausbuchtung 54 ihre Form beibehält.
-
Um nun die Anschlufmuffe mit dem Abschnitt 51 zu verbinden, wird dieser
von einer sich konisch in Richtung der Propellerspitze verjüngenden geteilten Hülse
56 umgeben, deren Innenwandung dem Verlauf der Außenform des Abschnitts 51 entspricht.
Da die zweigeteilte Hülse 56 den Abschnitt 54 des Rohrs 51 umgibt, ist dadurch sichergestellt,
daß ein unkontrolliertes Lösen der Verbindung nicht erfolgt.
-
Über die zweigeteilte Hülse 56 wird sodann eine konisch verlaufende
Außenhülse 57 geschoben, und zwar von der verjüngten Seite der geteilten Hülse 56
aus. Diese Hülse 57 wird vor Anordnen der Innenhülse 56 über den Rohrabschnitt 57
in Richtung der Propellerspitze verschoben. Aus diesem Grund muß der minimale Innendurchmesser
der Hülse 57 geringfügig größer als der Durchmesser im Bereich der größten Ausbuchtung
57 sein. Nach Herstellung dieser Verbindung kann sodann die Außenhülse an einem
Metallträger befestigt werden, zum Beispiel über einen Ringflansch 58, der mit einer
Stufe 59 am unteren Ende der Außenhülse 57 in Wechselwirkung tritt.
-
In Fig. 7 soll verdeutlicht werden, daß nach den zuvor aufgezeigten
Lösungsprinzipien auch ohne Schwierigkeiten ein Knotenpunkt für Raumgitter zur Verfügung
gestellt werden kann, die aus CFK-Rohren bestehen. Um an einem Ort 60 eines CFK-Rohres
61 einen Knotenpunkt herzustellen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß in diesem
Bereich das Rohr verstärkt wird. Diese Verstärkung 62 kann durch ausgehärteten Kunststoffkleber
bzw. das ausgehärtete Gemisch aus CFK-Kurzschnittfasern und Kleber erzielt werden.
Der Bereich 60 bzw.
-
62 wird sodann von einer geteilten Metallhülse 63 umgeben, die aus
Abschnitten 64 und 65 besteht und die mittels Schrauben 66, 67 miteinander verbunden
werden kann. Dabei ist die Innenform der Hülse 63 bzw. der Abschnitte 64 und 65
der Außenform des Rohres 61 im Bereich der Verstärkung 60 bzw. 62 angepaßt. Auf
diese Weise ist sichergestellt, daß die Hülse 63 nicht unkontrolliert zu dem Rohr
61 verschoben werden kann. Von der Hülse 63 gehen sodann Metallanschlußstücke 68,
69 aus, die ihrerseits in einer Art, wie sie im Zusammenhang mit den Fig. 1 bis
6 beschrieben sein kann, mit weiteren CFK-Rohren verbunden sind.
-
- L e e r s e i t e -