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Die vorliegende Erfindung betrifft formschlüssige Krafteinleitungselemente in faserverstärkten rohrförmigen Bauteilen.
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Bei dem Einsatz von faserverstärkten Rohren besteht häufig das grundsätzliche Problem, Kräfte in diese Struktur einzuleiten. Meistens werden dazu Gewindeelemente verwendet, die in den Rohren eingelassen werden. Für die problematische Verbindung von Gewindeelementen und faserverstärkten Rohren gibt es eine Vielzahl an Lösungen. Derartige Streben mit rohrförmigen Körpern aus Faserverbundwerkstoff zeichnen sich insbesondere durch ihr, im Vergleich zu metallischen Streben, geringes Gewicht aus.
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Üblich ist, die Krafteinleitungselemente am Ende derartiger Streben metallisch auszuführen. In den meisten Fällen werden Krafteinleitungselemente aus Aluminium eingesetzt. Diese sind üblicherweise stoffschlüssig durch Verklebung oder formschlüssige mit dem rohrförmigen Körper aus Faserverbundwerkstoff verbunden. Nachteilig sind hierbei die aufgrund unterschiedlicher Ausdehnungskoeffizienten zwischen Krafteinleitungselement und rohrförmigen Faserverbundrohrs induzierten Spannungen, die starre Verbindung, die sich nachteilig auf Stoßbelastungen in der Krafteinleitung auswirken, das schlagartige Komplettversagen bei Erreichen einer Grenzlast, die schlechte Korrosionsbeständigkeit, die aufwändige Qualitätskontrolle insbesondere bei der Klebverbindung und die hohen Herstellungskosten. Häufig weisen die in das Faserverbundrohr eingebrachten Krafteinleitungselemente stark abweichende thermische Ausdehnungskoeffizienten zu dem umgebenden Faserverbundmaterial auf welches sich insbesondre bei Temperaturbelastungen nachteilig auswirken kann.
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Gerade im Flugzeugbau, in dem derartige Streben auch als Verstrebungen, Verbindungsstangen oder Zug-Druck-Stangen bezeichnet werden, dienen die Streben insbesondere zur Führung und mechanischen Lagerung bzw. zur Abstützung (engl. „Struts” oder „Tierods”), sind extremen Temperaturschwankungen sowie mechanischen Belastungen ausgesetzt und müssen höchste Qualitätsstandards erfüllen. Streben dieser Art umfassen im Allgemeinen einen im Wesentlichen rohrförmigen Körper, an dessen Ende sich jeweils ein Element (Krafteinleitungselement) zur Montage der Strebe befindet.
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Diese Streben kommen in Flugzeugen in erheblichen Stückzahlen vor, wobei sich ein Strebentyp insbesondere durch Variation der Länge auszeichnet. Die Variation der Länge wird im Wesentlichen durch Veränderung der Länge des im Allgemeinen rohrförmigen Körpers der Strebe erreicht. Die Krafteinleitungselemente sind bei einem Strebentyp im Wesentlichen gleich, so dass insbesondere die Krafteinleitungselemente in einer hohen Stückzahl vorkommen.
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An derartige Streben werden besonders hohe Ansprüche an die Festigkeit der verwendeten Materialien bei gleichzeitig geringem Gewicht, an Reproduzierbarkeit und Qualitätssicherung, Wirtschaftlichkeit und auch an die Korrosionsbeständigkeit gestellt. Zudem müssen die Streben extrem widerstandsfähig gegen mechanische sowie umgebungsbedingte Beanspruchungen sein.
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Die steigenden Anforderungen an Gewichts- und Kosteneinsparung führen an die Grenzen des Potentials bekannter Bauweisen für Streben mit rohrförmigen Körpern aus Faserverbundwerkstoffen.
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Im Fall der
EP 0841490 wird ein Gewindeelement verwendet, in das eine geschlitzte CFK-Hülse zwischen zwei Anschlägen eingefügt wird. Da die geschlitzte Hülse dabei sehr genau gefertigt sein muß, um möglichst spielfrei in das Gewindeelement eingepasst zu werden, ergibt sich hier ein erhöhter Fertigungsaufwand sowie ein Problem der Qualitätssicherung.
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Im Fall der
DE 10 2006 039 565 A1 wird ein erhöhter Fertigungsaufwand umgangen. Zudem wird der Ansatz verfolgt, Teile des Krafteinleitungselements aus Faserverbundwerkstoff auszuführen. Nachteilig ist, dass diese Ausführungsform als Klebeverbindung ausgeführt ist und dadurch ein Problem der Qualitätssicherung darstellt.
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Bei dem Einsatz formschlüssig eingebrachter Krafteinleitungselemente ergibt sich in einigen Anwendungsfällen insbesondere die bereits angeführte Problematik aufgrund von Unterschieden in den thermischen Ausdehnungskoeffizienten und schlagartiger Krafteinleitung zwischen Krafteinleitungselement und dem faserverstärkten Rohr sowie die Problematik extrem aufwändiger Qualitätssicherungsmaßnahmen. Diese Problematik tritt insbesondere bei Einsatz der Struktur in einem weiten Temperaturbereich auf.
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Alle bisher bekannten Bauweisen für Streben mit rohrförmigen Körpern aus Faserverbundwerkstoffen sind entweder zu aufwändig und damit zu kostenintensiv in der Herstellung und/oder halten den Anforderungen bezüglich geringen Gewichtes, Korrosionsfreiheit, Sicherheit der Verbindung, Spielfreiheit bei Temperaturschwankungen und/oder mechanischer Beanspruchungen nicht stand.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Krafteinleitungselemente für rohrförmige Streben aus Faserverbundwerkstoffen derart weiterzubilden, dass die dem heutigen Stand der Technik entsprechenden Nachteile vermieden werden.
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Die Aufgabe wird durch eine Krafteinleitungsbaugruppe dadurch gelöst, dass das formschlüssige Krafteinleitungselement (1), welches auch mehrteilig ausgeführt sein kann und mindestens einen konischen Verlauf des Krafteinleitungselements (1) zum Endstück (5) des faserverstärkten Rohres (2) aufweist und im Folgenden bei beispielsweiser zweiteiliger Ausführung mit Krafteinleitungselement (1) und Zug-/Druckauge (7) bezeichnet wird, formschlüssig in ein faserverstärktes Endstück (5) des faserverstärkten Rohrs (2) integriert wird, wobei erfindungsgemäß zwischen Krafteinleitungselement (1) und Endstück (5) des faserverstärkten Rohrs (2) eine Zwischenschicht (3) eingebracht ist und diese Zwischenschicht (3) erfindungsgemäß gebildet durch eine Vielzahl von Materialerhebungen oder -vertiefungen wie Oberflächenrauhigkeiten, Rillen, Riefen, Noppen, Spitzen oder Stege mit einer Höhe bzw. Tiefe, gemessen vor Montage der Baugruppe, zwischen 0,04 mm und 10 mm über bzw. unter der Bauteilbasis (4) des Bauteils, an dem oder in dem sich die Materialerhebungen oder -vertiefungen befinden, wobei diese entweder am Krafteinleitungselement (1) oder am Endstück (5) des faserverstärkten Rohrs (2) oder an beiden Bauteilen vorhanden sein können.
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Durch diese Bauweise ergeben sich folgende wesentlichen Vorteile gegenüber dem Stand der Technik.
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Spannungen die beispielsweise aufgrund von unterschiedlichen thermischen Ausdehnungskoeffizienten des Krafteinleitungselements (1) und des faserverstärkten Rohres (2) entstehen, können erheblich reduziert werden, so dass die Krafteinleitungsbaugruppe bei Einsatz in einem weiten Temperaturbereich weitestgehend spielfrei und spannungsfrei funktioniert. Ein weiterer Vorteil ergibt sich bei stoßartigem Eintragen von Kräften über das Krafteinleitungselement (1) in das Endstück (5) des faserverstärkten Rohrs (2), da die Zwischenschicht (3), mit der geringeren Steifigkeit als die umgebenden Materialien, die stoßartige Belastung dämpft und für eine gleichmäßige Kraftübertragung in die umliegenden Bereiche führt. Zudem lassen sich die Krafteinleitungsbaugruppen auf diese Weise sehr effizient und kostengünstig fertigen.
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Als weiterer positiver Nebeneffekt kann bei entsprechender Ausführung ein mehrstufiges Versagen, mindestens zweistufiges Versagen, im Bereich der Kraftübertragung durch die Zwischenschicht (3) erreicht werden. In der ersten Stufe versagt die Zwischenschicht (3), ohne dass es zu einem Versagen des Krafteinleitungselements (1) und des Endstück (5) des faserverstärkten Rohrs (2) kommt. Dies wird für den Anwender durch eine Anzeige in Form einer deutlichen Verlängerung der Krafteinleitungsbaugruppe deutlich sichtbar. Frühestens in einer zweiten Stufe und auf einem höheren Kraftniveau im Vergleich zu dem Versagen der ersten Stufe kommt es dann zu einem Versagen des Krafteinleitungselements (1) und/oder des Endstücks (5) des faserverstärkten Rohrs (2) und/oder des faserverstärkten Rohrs (2).
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In einer weiteren Bauweise der Krafteinleitungsbaugruppe befindet sich im Bereich der Zwischenschicht (3) eine oder mehrere Zwischenlagen (6), mit einer mindestens 10% geringeren Steifigkeit – jeweils gemessen vor Montage der Baugruppe bei Raumtemperatur – als die des Endstücks des Faserverbundrohres (5) und des Krafteinleitungselements (1). Die Steifigkeit beschreibt den Widerstand eines Körpers gegen elastische Verformung durch eine Kraft und hängt von der Elastizität des Werkstoffs (E- oder G-Modul) und von der Geometrie des Bauteils ab. Die Zwischenlage kann dabei aus Gummi, Schaum, Kunststoff, Elastomer, Holz, Metall, Nichtmetall, Gel und/oder Kork bestehen.
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Das faserverstärkte Rohr (2) und das Endstück (5) des faserverstärkten Rohrs (2) bestehen vorzugsweise, aber nicht ausschließlich, aus kontinuierlichen Glas-, Kohlenstoff-, Basalt- und/oder Kunststofffasern in Verbindung mit einem Kunststoff, vorzugsweise aber nicht ausschließlich Epoxyd-, Phenol-, Polyester- und/oder Vinylesterharz oder einem Thermoplasten wie PP, PA, ABS, PEI, PPS- oder PEEK-Matrix.
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Das Krafteinleitungselement (1) besteht vorzugsweise, aber nicht ausschließlich, aus Metall (z. Bsp. Stahl, Aluminium, Titan), Glas-, Kohlenstoff-, Basalt- und/oder Kunststofffaserverstärktem Kunststoff in Verbindung mit einem Kunststoff, vorzugsweise aber nicht ausschließlich Epoxyd-, Phenol-, Polyester- und/oder Vinylesterharz oder einem Thermoplasten wie PP, PA, ABS, PEI, PPS- oder PEEK-Matrix bzw. einer Kombination aus den oben aufgeführten Materialien.
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Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben.
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Es zeigt:
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1 einen schematischen Schnitt durch die Krafteinleitungsbaugruppe, bestehend aus dem formschlüssigen Krafteinleitungselement (1) welches hier mehrteilig ausgeführt dargestellt ist, wobei das Krafteinleitungselement (1) zwei konische Verläufe in Form eines Doppelkonus zum Endstück (5) des faserverstärkten Rohrs (2) hin aufweist. Das externe Krafteinleitungselement hier in Form eines Zug/Druckauges (7) dargestellt ist in dieser Ausführungsform durch ein Gewinde mit dem Krafteinleitungselement (1) verbunden. Durch den Doppelkonus des Krafteinleitungselements (1) ist dieses sowohl in Zugrichtung als auch in Druckrichtung formschlüssig mit dem Endstück (5) des faserverstärkten Rohrs (2) verbunden.
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Zwischen Krafteinleitungselement (1) und Endstück (5) des faserverstärktem Rohrs (2) befindet sich eine Zwischenschicht (3). Die Zwischenschicht (3) ist gebildet durch eine Vielzahl von Materialerhebungen oder -vertiefungen wie Oberflächenrauhigkeiten, Rillen, Riefen, Noppen, Spitzen und befindet sich in dieser beispielhaften Ausführungsform am Krafteinleitungselement (1).
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2 einen vergrößerten Ausschnitt des schematischen Schnitts durch die Krafteinleitungsbaugruppe, bestehend aus Krafteinleitungselement (1) und Endstück (5) des faserverstärkten Rohrs (2) mit einer Zwischenschicht (3) an dem Krafteinleitungselement (1), gebildet durch eine Vielzahl von Materialerhebungen oder -vertiefungen mit einer Höhe bzw. Tiefe, gemessen vor Montage der Baugruppe über der Bauteilbasis (4) des Krafteinleitungselements (1). Die Höhe bzw. Tiefe würde in diesem Ausführungsbeispiel zwischen oberem Ende der Zwischenschicht (3) des Krafteinleitungselements (1) und der Bauteilbasis (4) des Krafteinleitungselements vor Montage der Baugruppe gemessen werden.
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3 einen schematischen Schnitt durch die Krafteinleitungsbaugruppe, bestehend aus dem formschlüssigen Krafteinleitungselement (1) welches hier ebenfalls mehrteilig ausgeführt dargestellt ist, wobei das Krafteinleitungselement (1) wieder zwei konische Verläufe in Form eines Doppelkonus zum Endstück (5) des faserverstärkten Rohrs (2) hin aufweist. Das externe Krafteinleitungselement hier in Form eines Zug/Druckauges (7) dargestellt ist in dieser Ausführungsform wieder durch ein Gewinde mit dem Krafteinleitungselement (1) verbunden. Zwischen Krafteinleitungselement (1) und Endstück (5) des faserverstärktem Rohrs (2) befindet sich eine Zwischenschicht (3). Die Zwischenschicht (3) ist gebildet durch eine Vielzahl von Materialerhebungen oder -vertiefungen wie Oberflächenrauhigkeiten, Rillen, Riefen, Noppen, Spitzen und befinden sich in dieser beispielhaften Ausführungsform an beiden Bauteilen, am Krafteinleitungselement (1) sowie am Endstück (5) des faserverstärkten Rohrs (2).
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4 einen vergrößerten Ausschnitt des schematischen Schnitts durch die Krafteinleitungsbaugruppe, bestehend aus Krafteinleitungselement (1) und Endstück (5) des faserverstärkten Rohrs (2) mit einer Zwischenschicht (3) an dem Krafteinleitungselement (1) und an dem Endstück (5) des faserverstärkten Rohrs (2) gebildet durch eine Vielzahl von Materialerhebungen oder -vertiefungen mit einer Höhe bzw. Tiefe, gemessen vor Montage der Baugruppe über bzw. unter der Bauteilbasis (4) des Krafteinleitungselements (1) bzw. der Bauteilbasis (4) des Endstücks (5) des faserverstärkten Rohrs (2). Die Höhen bzw. Tiefen der Materialerhebungen am Krafteinleitungselement (1) würden in diesem Ausführungsbeispiel zwischen oberem Ende der Zwischenschicht (3) des Krafteinleitungselements (1) und der Bauteilbasis (4) des Krafteinleitungselements vor Montage der Baugruppe gemessen. Die Höhen bzw. Tiefen der Materialerhebungen am Endstück (5) würden in diesem Ausführungsbeispiel zwischen unterem Ende der Zwischenschicht (3) des Endstücks (5) und der Bauteilbasis (4) des Endstücks (5) gemessen.
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5 einen schematischen Schnitt durch die Krafteinleitungsbaugruppe, bestehend aus dem formschlüssigen Krafteinleitungselement (1) welches hier einteilig ausgeführt dargestellt ist, wobei das Krafteinleitungselement (1) zwei konische Verläufe in Form eines Doppelkonus zum Endstück (5) des faserverstärkten Rohrs (2) hin aufweist. Zwischen Krafteinleitungselement (1) und Endstück (5) des faserverstärkten Rohrs (2) befindet sich eine Zwischenschicht (3). Im Bereich der Zwischenschicht (3) befindet sich eine Zwischenlage (6), mit einer mindestens 10% geringeren Materialsteifigkeit – jeweils gemessen vor Montage der Baugruppe bei Raumtemperatur – als die des Endstücks des Faserverbundrohres (5) und des Krafteinleitungselements (1).
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6 einen vergrößerten Ausschnitt des schematischen Schnitts durch die Krafteinleitungsbaugruppe, bestehend aus Krafteinleitungselement (1) und Endstück (5) des faserverstärkten Rohrs (2) mit einer Zwischenschicht (3) an dem Krafteinleitungselement (1) gebildet durch eine Vielzahl von Materialerhebungen oder -vertiefungen und einer weichen Zwischenlage (6).
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7 einen schematischen Schnitt durch die Krafteinleitungsbaugruppe, bestehend aus dem formschlüssigen Krafteinleitungselement (1) welches hier zweiteilig ausgeführt dargestellt ist, wobei das Krafteinleitungselement (1) zwei konische Verläufe in Form eines Doppelkonus zum Endstück (5) des faserverstärkten Rohrs (2) hin aufweist und mit einem Zug-/Druckauge (7) über ein Gewinde verbunden ist. Zwischen Krafteinleitungselement (1) und Endstück (5) des faserverstärktem Rohrs (2) befindet sich eine Zwischenschicht (3). Im Bereich der Zwischenschicht (3) befindet sich eine Zwischenlagen (6), mit einer mindestens 10% geringeren Materialsteifigkeit – jeweils gemessen vor Montage der Baugruppe bei Raumtemperatur – als die des Endstücks des Faserverbundrohres (5) und des Krafteinleitungselements (1).
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8 einen vergrößerten Ausschnitt des schematischen Schnitts durch die Krafteinleitungsbaugruppe, bestehend aus Krafteinleitungselement (1) und Endstück (5) des faserverstärkten Rohrs (2) mit einer Zwischenschicht (3) an dem Krafteinleitungselement (1) gebildet durch eine Vielzahl von Materialerhebungen oder -vertiefungen und einer weichen Zwischenlage (6).
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9 einen schematischen Schnitt des durch eine Zugkraft (F) belasteten Zug-Druckauges (7). Über das Gewinde des Zug-Druckauges (7) wird die Kraft auf das Krafteinleitungselement (1) übertragen. Von dort auf die Zwischenschicht (3) und die Zwischenlage (6), die sich aufgrund der im Vergleich zu den umgebenden Bereichen geringeren Steifigkeit auf der linken Konusseite komprimieren. Trotz des Kollabierens der Zwischenschicht (3) werden die Kräfte weiterhin über das Endstück (5) zum faserverstärkten Rohr (2) hin übertragen.
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Das Kollabieren der Zwischenschicht (3) wird für den Anwender durch eine Anzeige in Form einer deutlichen Verlängerung der Krafteinleitungsbaugruppe (Δs) deutlich sichtbar.
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10 einen vergrößerten Ausschnitt des schematischen Schnitts des durch ein mit hoher Zugkraft (F) belasteten Zug-Druckauges (7) im Bereich der Kraftübertragung zwischen dem formschlüssigen Krafteinleitungselement (1) und dem Endstück (5) sowie der Zwischenlage (6).
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11 den Kraft (F) — Weg (s) Verlauf bei Belastung der Krafteinleitungsbaugruppe gemäß 9 durch eine Zugkraft (F). Bis zur ersten Stufe, bevor die Zwischenschicht (3) kollabiert zeigt, sich in dem Kraft-Weg Verlauf eine stetige Zunahme der Kraft. Mit dem Kollabieren der Zwischenschicht (3) fällt die Kraft ab, bis es dann zu einem zweiten Anstieg des Kraftverlaufs zu einem erheblich höheren Kraftnieveau kommt. Bei Erreichen der Maximalkraft am Ende der zweiten Stufe kommt es dann zu einem Versagen des Krafteinleitungselements (1), des Zug-Druckauges (7), des Endstück (5) und/oder des faserverstärkten Rohrs (2).
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12 den Kraft (F) — Weg (s) Verlauf bei Belastung der Krafteinleitungsbaugruppe durch eine Zugkraft (F) für den Fall, dass es zu keinem signifikanten Kollaps der Zwischenschicht (3) und/oder der Zwischenlage (6) kommt. Bis zur ersten Stufe im ersten Teilstück des Kurvenverlaufs (8) wird die Zwischenschicht (3) und die Zwischenlage (6) komprimiert. Ab einem gewissen Weg (s) steigt der Kraftbedarf (F) im Bereich des zweiten Teilstücks (9) des Kurvenverlaufs an, da sich die Zwischenschicht (3) und die Zwischenlage (6) kaum weiter komprimieren lassen. Der Bereich der zweiten Stufe (9) beginnt ab dem ersten Knick des Kurvenverlaufs. Bei Erreichen der Maximalkraft am Ende der zweiten Stufe kommt es dann zu einem Versagen des Krafteinleitungselements (1), des Zug-Druckauges (7), des Endstück (5) und/oder des faserverstärkten Rohrs (2).