DE3408579A1 - Kraftstoff-einspritzduese fuer brennkraftmaschinen - Google Patents
Kraftstoff-einspritzduese fuer brennkraftmaschinenInfo
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Description
R. 18UTT i.P. , ^T-
22.2.198U Ki/Le
ROBERT BOSCH GMBH, TOOO STUTTGART 1
Kraftstoff-Einspritzdüse'für Brennkraftmaschinen
Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einer Kraftstoff-Einspritzdüse
nach der Gattung des Hauptanspruchs. Bei bekannten Einspritzdüsen dieser Gattung ist die
Dämpfungskammer in einer Kappe gebildet, welche auf einen den Dämpfungskolben bildenden zylindrischen
Ansatz der Ventilnadel aufgesteckt ist und sich bei deren Öffnungsbewegung an einer gehäusefesten Schulter
abstützt (DE-A1-32 20 398). Der die Kappe tragende zylindrische Ansatz der Ventilnadel ragt in eine
stromauf der Schließfederkammer angeordnete weitere Kammer zur Aufnahme der Kappe hinein, die gegen die
Schließfederkammer durch einen nach innen gerichteten
Flansch eines zwischen Düsenhalter und Düsenkörper eingespannten Ringkörpers abgeteilt ist, welcher
auch die Stützschulter für die Kappe bildet. Diese Ausführung ist sehr betriebssicher, bedingt jedoch
eine von den gebräuchlichen Ausführungen abweichende Ventilnadelkonstruktion.
Vorteile der Erfindung
Die erfindungsgemäße Anordnung mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs ist einfach und verschleißarm und zeichnet sich außerdem dadurch
aus, daß die Ventilnadelausführung einer herkömmlichen
Einspritzdüse ohne jede Abänderung übernommen werden kann.
Durch die in den Unteransprüchen enthaltenen Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen des Gegenstandes
des Hauptanspruchs möglich.
Der in die Dämpfungskammer führende Drosselkanal kann
im Düsenkörper bzw. -halter verlaufen und gegebenenfalls durch Einstellmittel im Querschnitt veränderbar
sein. Eine besonders einfache Ausführung ergibt sich, wenn der Drosselkanal den auslenkbaren Wandabschnitt
der Dämpfungskammer durchsetzt.
Der auslenkbare Wandabschnitt der Dämpfungskammer kann durch, ein Ventilschließglied gebildet sein,
welches von einer Feder in Strömungsrichtung des Kraftstoffs gegen einen Ventilsitz gedrückt ist,
der einen nicht drosselnden Durchgangsquerschnitt der Verbindungsbohrung umgibt und von dem in die
Dämpfungskammer führenden Drosselkanal überbrückt ist. Der Drosselkanal kann in diesem Fall in einer
in die Verbindungsbohrung eingesetzten Ventilsitzplatte vorgesehen sein.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn erfindungsgemäß
der auslenkbare Wandabschnitt der Dämpfungskammer
durch einen in der Verbindungsbohrung verschiebbar gelagerten Kolben gebildet ist.
Bei dieser Anordnung läßt sich durch entsprechende Bemessung und Abstimmung der Rückführfeder für den
Kolben und des Querschnittes des Drosselkanals erreichen, daß die Dämpfung der Ventilnadelbewegung
erst nach, dem Einspritzbeginn einsetzt und daß sich die Verzögerung· des Dämpfungsbeginns gegenüber dem
Einspritzbeginn bei verschiedenen Betriebspunkten selbsttätig auf einen günstigen Wert einstellt. Im
Prinzip ist eine solche Funktion aus der DE-A1-32 21 kk2 bekannt. Der Kolben weicht beim Schließhub
der Ventilnadel entgegen der Kraft seiner Rückführfeder aus, so daß das von der Ventilnadel in der
Dämpfungskammer verdrängte Kraftstoffvolumen ohne
nennenswerten Widerstand von dem vom zurückweichenden Kolben freigegebenen Abschnitt der Verbindungsbohrung geschluckt wird. Danach schiebt die Rückführfeder
den Kolben in die Ausgangsstellung zurück, wobei das vorher geschluckte Kraftstoffvolumen über
den Drosselkanal in den Durchströmkanal des Kraftstoffs verdrängt wird. Wenn dieser Vorgang bei Beginn
des nächsten Öffnungshubs der Ventilnadel noch nicht beendet ist, läuft ein erster Teilhub des
nächsten Öffnungshubs der Ventilnadel ungedämpft ab. Eine einfache Ausführung ergibt sich, wenn der in
die Dämpfungskammer führende Drosselkanal mindestens teilweise durch das Spiel zwischen Kolben und
Führungsbohrung gebildet ist.
In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß der Kolben am Umfang mit mindestens einer Längsnut
versehen ist, welche von der der Dämpfungskammer zugekehrten Stirnseite des Kolbens ausgeht
und kürzer als der Kolben bemessen ist.
Dadurch kann das maximale Schluckvolumen des Kolbens und seiner Führungsbohrung auf einen vorgegebenen
Wert begrenzt.und der ungedämpfte Teil des nächsten
Öffnungshubes der Ventilnadel auf einen für das Verbrennungsgeräusch vorteilhaften Wert beschränkt
werden.
In manchen Fällen kann es vorteilhaft sein, wenn der Drosselkanal durch das Radialspiel der Ventilnadel
in der Führungsbohrung des Düsenkörpers im Bereich einer Überdeckung zwischen dem Druckraum und der
Dämpfungskammer gebildet ist.
Zur Begrenzung der Dämpfung der Öffnungsbewegung der ·
Ventilnadel auf einen Teilhub wird weiter vorgeschlagen, daß die Ventilnadel mit einem aus dem
Druckraum herausführenden Kanal versehen ist, der
am Mantelumfang der Ventilnadel an einer Stelle ausmündet, die nach einem vorbestimmten Teilhub der
Ventilnadel mit einer Bohrung im Düsenkörper zur Überdeckung kommt, welche in die Schließfederkammer
führt.
Die Anordnung kann auch so getroffen sein, daß sich schon in der Schließlage der Ventilnadel die am Mantelumfang
der Ventilnadel liegende Mündung des aus dem
Druckraum herausführenden Kanals bzw. unmittelbar
die den Druckraum bildende Ringnut der Ventilnadel und die in die Schließfederkammer -weiterführende
Bohrung im Ventilkörper ein wenig überdecken und so einen Drosselkanal bilden, so daß eine Drosselbohrung
im Ventilschließglied der Dämpfungseinrichtung oder ein definiertes größeres Radialspiel
der Ventilnadel in der Führungsbohrung des Düsenkörpers entfallen kann. Diese Anordnung hat auch
den Vorteil, daß durch entsprechende Querschnittsgestaltung der Ausmündung des Kanals in der Venti'lnadel
und/oder der weiterführenden Bohrung im Düsenkörper die Dämpfung der Ventilnadel auf
einen Teilhub begrenzt und außerdem der Querschnitt des Drosselkanals über den Hub- bzw. Teilhub der
Ventilnadel hinweg veränderlich gemacht werden kann,
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist vorgesehen, daß die zwischen Dämpfungskammer und dem
Druckraum liegende Führungsbohrung des Düsenkörpers einen kleineren Durchmesser als die dem Ventilsitz
zugeordnete Druckschulter der Ventilnadel hat.
Durch diese Maßnahme entsteht eine Differenzfläche,
an welcher der ungedrosselte Kraftstoffdruck in Öffnungsrichtung der Ventilnadel angreift. Der
Kraftstoffdruck in der Dämpfungskammer wirkt nurmehr
als zusätzliche Teilkraft auf die Ventilnadel ein, wodurch erreicht ist, daß auch in den hohen
Drehzahlbereichen der Maschine bereits am Einspritzbeginn eine zur Beschleunigung der Ventilnadel ausreichende
Kraft unverzögert zur Verfügung steht.
BeSechs Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in
der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Die Figur 1 zeigt
einen Längsschnitt durch das erste Ausführungsbeispiel
und in den Figuren 2 und 3 sind Varianten der Dämpfungsmittel nach Figur 1 dargestellt. Figur
h ist ein vergrößerter Teilschnitt durch das zweite Ausführungsbeispiel und in den Figuren 5a.
bis 5<i sind mehrere Varianten gemäß einem Schnitt
nach Linie V - V in Figur k gezeigt. In den Figuren 6, T und 8 sind Einzelheiten des dritten, vierten
und fünften Ausführungsbeispiels dargestellt. Figur zeigt ein Funktionsschaubild der Ausführung nach
Figur 8 und in Figur 10 ist ein Teilschnitt durch das sechste Ausführungsbeispiel· dargestellt.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
Die Einspritzdüse nach Figur 1 hat einen Düsenkörper
10, der durch eine Überwurfmutter 12 an einem Düsenhalter
1U festgespannt ist. Im Düsenkörper 10 ist ein Ventilsitz 16 gebildet und eine Ventilnadel 18 verschiebbar
gelagert, deren Dichtkegel 20 von einer Schließfeder 22 gegen- den Ventilsitz 16 gedrückt
ist. Die Schließfeder 22 stützt sich am Düsenkörper 10 ab und greift über eine Flanschbuchse 2k an
einem Federteller 26 an, der sich an einer Schulter 28 der Ventilnadel 18 abstützt.
Der Düsenhalter 1U enthält eine Zulaufbohrung 30,
die in eine Kammer 32 führt, welche den stromaufliegenden
Abschnitt der Ventilnadel 18, die Schließfeder 22, die Flanschbuchse 2h und den Federteller
26 aufnimmt. Von der Zulaufbohrung 30 ist ein Kanal 3U abgezweigt, der mit einer Ringnut 36 im Düsenkörper
10 korrespondiert. Die Ringnut 36 ist über eine Bohrung 38 mit einem Druckraum hO verbunden,
der zwischen der Wand der Ventilnadelbohrung-im Düsenkörper
10 und dem Mantelumfang eines im Durchmesser verkleinerten Abschnitts U2 der Ventilnadel 18 gebildet
ist und unmittelbar bis vor den Ventilsitz 16 reicht. Der Druckraum k0 ist stromauf von
einer Schulter kk der Ventilnadel 18 begrenzt.
Zwischen der Flanschbuchse 2k und dem Düsenkörper
ist in der dargestellten Schließlage ein Abstand h vorhanden, welcher dem Hub der Ventilnadel 18 entspricht.
Die Ventilnadel 18 wird - wie nachstehend noch näher beschrieben - vom Kraftstoffdruck entgegen
der Kraft der Schließfeder 22 nach außen in Öffnungsrichtung verschoben, bis die Flanschbuchse 2k am
-\ Düsenkörper 10 anschlägt. Beim Schließen des Ventils
führt die Schließfeder 22 die Ventilnadel 18 nach innen in die dargestellte Schließlage zurück.
Die Zulaufleitung 30 hat stromab der Abzweigung des
Kanals 3^ einen Gewindeabschnitt U6, an welchen sich
ein im Durchmesser verkleinerter Bohrüngsabschnitt kQ anschließt. Dieser geht an einer Ringschulter
in einen noch engeren Bohrungsabschnitt 52 ü"ber, welcher unmittelbar in die Kammer 32 mündet. Im
Bohrungsabschnitt kQ ist eine Ventilplatte 5^· verschiebbar
geführt, welche einen zentralen Drosselkanal 56 enthält. Die Ventilplatte ^k ist von einer
Feder 58 gegen die Ringschulter 50 gedruckt, welche
im Zusammenwirken mit der Ventilplatte 5h einen
Ventilsitz in der Zulaufbohrung 30 bildet. Die Feder 58 stützt sich an einer Gewindebuchse βθ ab,
die in den Gewindeabschnitt k6 der Zulaufbohrung eingeschraubt ist.
Im Betrieb der Einspritzdüse gelangt der von der
Einspritzpumpe geförderte Kraftstoff über die Zulaufbohrung 30, den Kanal 3^·, die Ringnut 36 und
die Bohrung 38 in den Druckraum kO und dort direkt
an den Ventilsitz 16. Die vom Kraftstoff im Druckraum
Uo auf die Ventilnadel 18 ausgeübte resultierende
Kraft ist gleich Null, solange die Ventilnadel 18 geschlossen ist. Über den Drosselkanal 56 in der Ventilplatte 5^ ist auch die Kammer 32 mit Kraftstoff gefüllt,
welcher darin auf die Ventilnadel 18 eine Kraft ausübt, die sich aus dem spezifischen Kraft stoffdruck
mal der Querschnittsfläche der Ventilnadel 18 in der
Führungsbohrung des Düsenkörpers bemißt. Solange diese Kraft die Vorspannkraft der Schließfeder 22
und die vom Brennraumdruck auf die Ventilnadel 18 ausgeübte Schließkraft nicht zu überwinden vermag,
bleibt die Einspritzdüse geschlossen.
Wenn zu Beginn eines Einspritzvorganges der Kraftstoffdruck
ansteigt und die auf die Ventilnadel 18 ausgeübten Schließkräfte überwindet, kann der Kraft-
stoff infolge der Drosselung im Drosselkanal 56 nur
verzögert in die Kammer 32 gelangen, so daß die Ventilnadel 18 nur entsprechend langsam öffnen kann.
Beim Schließen der Ventilnadel 18 wird die Ventilplatte 5^ "von der Ringschulter 50 abgehoben, so
daß die beim Öffnungshub in die Kammer 32 eingetretene Kraftstoffmenge ungehindert in die Zulaufbohrung
zurückweichen und die Ventilnadel 18 entsprechend schnell schließen kann.
Anstelle der Ventilplatte 5^ kann auch ein gemäß
Figur 2 ausgebildeter Schließkörper TO vorgesehen sein, der ebenfalls mit der Ringschulter 50 als
Ventilsitz zusammenarbeitet und mit einem in den Bohrungsabschnitt 52 eintauchenden Ansatz 72 versehen
ist, welcher mehrere Längsnuten T^- zum ungedrosselten
Hindurchtreten des Kraftstoffs bei abgehobenem Schließkörper 70 hat und diesen führt.
Bei der Variante nach Figur 3 ist in den Bohrungsabschnitt UQ eine Ventilsitzplatte 76 eingepresst,
welche zentral eine Bohrung 78 mit nicht drosselndem
Durchgangsquerschnitt und daneben einen Drosselkanal
80 enthält. Als Ventilschließglied dient eine Kugel 82, welche von der Feder 58 gegen den als
Ventilsitz ausgebildeten oberen Mündungsrand der Bohrung 78 gedruckt ist.
Beim Ausführungsbeispiel nach Figur h ist die
Dämpfung der Öffnungsbewegung der Ventilnadel 18
auf einen Teilhub h beschränkt. Die Ventilnadel 18 hat zu diesem Zweck eine schrägverlaufende
Bohrung Qk, die vom Druckraum kO in eine Ringnut 86
im Mantelumfang der Ventilnadel 18 führt, welche
ein Stück weit oberhalb des Abschnitts U2 der Ventilnadel
18 angeordnet ist. Der Düsenkörper 10 hat eine Querb thrung 88, die aus der Führungsbohrung
für die Ventilnadel 18 in die Kammer 32 führt. Die Querbohrung 88 ist so angeordnets daß in der dargestellten
Schließlage der Ventilnadel 18 zur Ringnut 86 hin eine dem Teilhub h -entsprechende Überdeckung
vorhanden ist. Die in der Zulaufbohrung 30, kQ, 52 angeordnete Teile der Dämpfungseinrichtung
stimmen mit einer der vorbeschriebenen Ausführungen überein und sind daher nicht dargeestellt.
Nachdem die Ventilnadel 18 bei der Öffnungsbewegung
den Teilhub h zurückgelegt hat, wird über die Bohrungen 8U und 88 eine Verbindung vom Druckraum kO
zur Kammer 32 aufgesteuert, über welche der Kraftstoff
schließlich ungedrosselt in die Kammer 32 gelangt. Durch entsprechende Querschnittsformung der
Bohrung 88 kann die Aufsteuerung dieser Verbindung nach einem gewünschten Gesetz erfolgen. In den
Figuren 5& bis 5c sind verschiedene Querschnittsformen 88a bis 88c dargestellt, bei denen ein linearer
bzw. mehr oder weniger progressiver Zusammenhang zwischen Ventilnadelweg und Steuerq.uerschnitt
erhalten wird.
Beim Ausführungsbeispiel nach Figur k könnte auch der
Drosselkanal der Dämpfungseinrichtung in das entsprechend
zu bemessende Radialspiel zwischen Ventilnadel 18 und Führungsbohrung im Düsenkörper 10 im
Bereich der Überdeckung h verlegt werden. Der Drosselkanal 56 in der Ventilplatte 5^ (Figur 1) bzw. dem
Schließkörper TO (Figur 2) bzw. der Ventilsitzplatte 76 (Figur 3) könnte dann entfallen. Eine andere
Möglichkeit besteht darin, der Bohrung 88 gemäß Figur 5d einen Querschnitt 88d zu geben, bei welchem
eine schlitzartige Erweiterung 90 in Schließlage
der Ventilnadel· 18 bis in den Bereich der Ringnut 86 reicht. Die Anordnung könnte aber auch so getroffen
sein, daß bereits in der Schließlage der Ventilnadel 18 eine die gewünschte Drosselwirkung
ergebende geringe Überdeckung zwischen der nach Figur 5a· bis c ausgebildeten Bohrung 88 und der
Ringnut 86 vorhanden ist.
Beim Ausührungsbeispiel nach Figur 6 ist anstelle eines Ventilschließgliedes ein Kolben 92 im
Bohrungsabschnitt 52 verschiebbar gelagert, welcher
von der Feder 58 gegen die gehäusefeste Ringschulter
50 gedrückt ist und eine durchgehende Drosselbohrung 9h enthält. Der Kolben 92 füllt bis
auf das notwendige Bewegungsspiel den Bohrungsabschnitt 52 voll aus, der dadurch die Funktion eines
Zylinders erhält.
Beim Öffnungshub der Ventilnadel 18 tritt der Kraftstoff
ähnlich wie bei den Ausführungsbeispielen nach den Figuren 1 bis 3 über die Drosselbohrung 9^· verzögert
in die Kammer 32 ein, wodurch die Öffnungswegung gedämpft erfolgt. Der Schließhub der Ventilnadel
18 wird dagegen praktisch nicht behindert,
weil der nach oben ausweichende Kolben 92 das von der Ventilnadel 18 aus der Kammer 32 verdrängte Kraftstoffvolumen
in den Bohrungsabschnitt 52 treten läßt. Nach Beendigung des Schließhubs wird der
Kolben 92 vqn der Feder 58 gegen die in Figur 6 gezeigte Ausgangsstellung zurückgeführt.
Bei kleinen Nadelhüben und/oder längeren Spritzpausen hat der Kolben .92 seine Ausgangsstellung
schon vor Beginn des nächsten Öffnungshubes der Ventilnadel erreicht, so daß dieser Öffnungshub
von Anfang gedämpft erfolgt. Die Kraft der Feder 58 und der Querschnitt der Drosselbohrung
9^· sind so bemessen und aufeinander abgestimmt,
daß bei größeren Nadelhüben und/oder kürzeren Spritzpausen der Kolben 92 bei Beginn des nächstfolgenden
Öffnungshubs seine.Ausgangsstellung nocht nicht erreicht hat. Das hat zur Folge, daß der nächstfolgende
Öffnungshub über eine erste Teilstrecke hinweg ungedämpft erfolgt, weil dabei der ansteigende
Kraftstoffdruck im Bohrungsabschnitt kQ ungedrosselt
über den Kolben 92 und das Kraftstoffpolster in
der Kammer 32 auf die stromauf liegende Stirnseite der Ventilnadel 18 übertragen wird. Erst wenn der
Kolben 92 an der Ringschulter 50 angelegt hat, tritt die Dämpfungswirkung ein.
Bei der vorbeschriebenen Anordnung wird die unverzögerte Teilstrecke des Öffnungshubes der Ventilnadel
umso größer, je größer der Ventilnadelhub und/oder je
kürzer die Spritzpausen werden. Bei entsprechender Auslegung
läßt sich erreichen, daß sich die Verzögerung des Dämpfungsbeginns gegenüber dem Einspritzbeginn bei
verschiedenen Betriebspunkten oder in einem ganzen Bereich des Betriebskennfeldes selbstständig den Anforderungen
anpaßt.
In Figur 7 ist eine Variante zur Ausführung nach Figur 6 dargestellt. Bei dieser ist ein Kolben 96 vorgesehen
und der Drosselkanal ist durch das entsprechend bemessene Radialspiel 98 zwischen Kolben 96 und Bohrungsabschnitt 52 gebildet. Zum Verbinden des Radialspiels
98 mit dem Bohrungsabschnitt U8 ist eine Ausnehmung
100 in einem mit der Ringschulter 50 zusammenarbeitenden
Bund 102 des Kolbens 96 vorgesehen .
Das Ausführungsbeispiel nach Figur 8 hat einen Kolben
IOU, der ebenfalls ein den Drosselkanal bildendes
Radialspiel I06 gegenüber dem Bohrungsabschnitt 52
aufweist. Das Radialspiel IO6 ist über Bohrungen 108 im Kolben IOU mit dem Bohrungsabschnitt U8 verbunden.
Ferner ist der Kolben 10.U am Umfang mit mehreren Längsnuten 110 versehen, die bis auf den
Abstand a an einen Bund 112 des Kolbens 10U hermax
anreichen.
Durch die Anordnung der Längsnuten 110 wird die maximale Auslenkung des Kolbens 101+ beim Schließhub
der Ventilnadel· 18 auf den Weg a begrenzt.
° max
Nach Zurücklegung dieses Weges wirkt der Kolben 10U wie ein Ventilschließglied, welches das aus der Kammer
32 verdrängte Kraftstoffvolumen ungehindert in den
Bohrungsabschnitt U8 zurücktreten läßt. Durch entsprechende
Wahl des Abstandes a kann der unge-
IUEX
dämpfte Teilhub des nächstfolgenden Öffnungshubes
der Ventilnadel 18 auf einen für das Verbrennungsgeräusch vorteilhaften Wert beschränkt werden.
Diese vorteilhafte Wirkung ist im Schaubild nach Figur 9 verdeutlicht, in welchem über der Zeitachse
t nach oben die Ventilnadelhübe h und nach unten die Auslenkungen a des Kolbens 10^ aus der in
Figur 8 gezeigten Ausgangsstellung aufgetragen sind. Der Verlauf der Ventilnadelhübe ist mit einem vollen
Linienzug und jener der Auslenkungen des Kolbens *\θΗ
mit einem gestrichelten Linienzug dargestellt.
Zum Zeitpunkt t. hat die Ventilnadel 1-8 ihren dem jeweiligen
Betriebspunkt entsprechenden vollen Öffnungshub h zurückgelegt, wo.bei der Kolben lOh noch in- der
Ausgangsstellung verharrt. Beim Schließhub der Ventilnadel 18, der zum Zeitpunkt t_ beendet ist, wird der
Kolben 101+ nach oben verschoben, bis er den Weg a zurückgelegt hat. In dieser Stellung verbleibt der
Kolben 10U, bis die Ventilnadel 18 zum Zeitpunkt t„
ihre Schließstellung erreicht hat. Von diesem Zeitpunkt ab schiebt die Feder 58 den Kolben 10U gegen
die Ringschulter 50 zurück, was sich in Figur 9 durch
die Linie a. darstellt. Zum Zeitpunkt t beginnt
der nächstfolgende Öffnungshub, der zuerst ungedämpft erfolgt, bis zum Zeitpunkt t. der Kolben 10U seine
Ausgangsstellung erreicht hat und die Dämpfungsmittel mittel wieder wirksam werden.
Der strichpunktierte dritte Linienzug in Figur 9 gibt
den Hubverlauf des Kolbens 1OU wieder, wenn dieser nicht mit den Längsnuten 110 versehen wäre. Man erkennt,
daß der ungedämpfte Teil des nächstfolgenden Öffnungshubes bis zum Zeitpunkt t'. reichen
würde und daß durch die Anordnung der Längsnuten 110
im Kolben 10U eine Begrenzung des ungedämpften Teils des Öffnungshubes der Ventilnadel erfolgt.
Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 10 ist die Ventilnadel
18' in einem Bohrungsabschnitt 11h des Düsenkörpers
10 geführt, dessen Durchmesser D1 etwas
kleiner als der Durchmesser D der brennraumseitigen Druckschulter 116 der Ventilnadel 18' ist. Dadurch
ist eine Differenzfläche gebildet, an welcher der
ungedrosselte Kraftstoffdruck im Druckraum Uo zusätzlich
eine in Öffnungsrichtung wirkende Kraft auf
die Ventilnadel 18' ausübt. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß auch in den hohen Drehzahlbereichen
der Maschine bereits am Einspritzbeginn eine zur Beschleunigung der Ventilnadel ausreichende Kraft
unverzögert auf die Ventilnadel einwirkt. Im unteren Drehzahl- und Einspritzmengenbereich kann die Ventilnadel
auch bis zu größeren Nadelhüben wirkungsvoll gedämpft bzw. verzögert werden, ohne daß die Spritzdauer
bei höheren Drehzahlen zu lang wird.
Leerseite -
Claims (10)
- 22.2.I98U Ki/LeROBERT BOSCH GMBH, TOOO STUTTGART 1AnsprücheAy Kraftstoff-Einspritzdüse für Brennkraftmaschinen, mit einem Düsenkörper, in -welchem ein Ventilsitz gebildet und eine Ventilnadel verschiebbar gelagert ist, die von einer Schließfeder und entgegengesetzt dazu vom Kraftstoffdruck beaufschlagt ist und sich beim Öffnungshub in Strömungsrichtung des Kraftstoffs bewegt, ferner mit einem Kraftstoff-Durchströmkanal, der von einer Anschlußbohrung 'in einen den Ventilsitz vorgelagerten Druckraum'in der Ventilnadelbohrung des Düsenkörpers führt, welcher axial von zwei entgegengesetzt gerichteten Druckschultern der Ventilnadel begrenzt' ist, und außerdem mit einem die Öffnungsbewegung der Ventilnadel verzögernden Dämpfungskolben, der eine mit Kraftstoff gefüllte Dämpfungskammer begrenzt, die über einen Drosselkanal mit dem Durchströmkanal verbunden ist und einen beim Schließhub der Ventilnadel gegen die Kraft einer Rückführfeder auslenkbaren Wandabschnitt hat, dadurch gekennzeichnet, daßdie Dämpfungskammer durch die Schließfederkammer (32) und der Dämpfungskolben durch den in die Schließfederkammer (32) hineinragenden Abschnitt der Ventilnadel (18) gebildet ist, und daß ferner der auslenkbare Wandabschnitt (5U, TO, 82, 92, 96, 10*0 der Dämpfungskammer (32) in einer vom Durchströmkanal (30, 3^, 38) zur Schließfederkammer (32) führenden Verbindungsbohrung (U8, 52) angeordnet und von der Rückführfeder (58) gegen eine gehäusefeste Schulter (50) gedrückt ist.
- 2. Einspritzdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Drosselkanal (56) den auslenkbaren Wandabschnitt (51+, TO, 92) der Dämpfungskammer (32) durchsetzt.
- 3· Einspritzdüse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der auslenkbare Wandabschnitt der Dämpfungskammer (32) durch ein Ventilschließglied (5U, TO5 82) gebildet ist, welches von einer Rückführfeder (58) in Strömungsrichtung des Kraftst.offs gegen einen Ventilsitz (50, T6) gedrückt ist, der einen nicht drosselnden Durchgangsquerschnitt (52, 78) der Verbindungsbohrung (U8, 52) umgibt und von dem Drosselkanal (56, 80, 90) überbrückt ist.
- h. Einspritzdüse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Drosselkanal (80) in einer in die Verbindungsbohrung (U8, 52) eingesetzten Ventilsitzplatte (76) gebildet ist.
- 5· Einspritzdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der auslenkbare Wandabschnitt der Dämpfungskammer (32) durch einen in der Verbindungsbohrung (1+8, 52) verschiebbar gelagerten Kolben (92, 96, \0k) gebildet ist.
- 6. Einspritzdüse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der in die Dämpfungskammer (32) führende Drosselkanal (98, 106) mindestens teilweise durch das Spiel zwischen Kolben (965 IOU) und Führungsbohrung (52) gebildet ist.
- 7. Einspritzdüse nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (10U) am Umfang mit mindestens einer Längsnut (110) versehen ist, welche von der der Dämpfungskammer (32) zugekehrten Stirnseite des Kolbens (IOU) ausgeht und kurzer als der Kolben ( 1 OU ) bemessen ist.
- 8. Einspritzdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Drosselkanal durch das Radialspiel der Ventilnadel (18) in der Führungsbohrung des Düsenkörpers (1O) im Bereich einer Überdeckung (h ) zwischen dem Druckraum (UO) und der Dämpfungskammer (32) gebildet ist.
- 9. Einspritzdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilnadel (18) mit einem aus dem Druckraum (kO) herausführenden Kanal (8U) versehen ist, der am Mantelumfang der Ventilnadel (18) an einer Stelle ausmündet, die nach einem vorbestimmten Teilhub (h ) der Ventilnadel (18) mit einer Bohrung (88) im Düsenkörper (10) zur Überdeckung kommt, welche in die Dämpfungskammer (32) führt.
- 10. Einspritzdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen Dämpfungskammer (32) und dem Druckraum (kO) liegende Führungsbohrung (11U) des Düsenkörpers (1O) einen kleineren Durchmesser (D1) als die dem Ventilsitz (16) zugeordnete Druckschulter (116) der Ventilnadel (18) hat.
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|---|---|---|---|
| DE19843408579 DE3408579A1 (de) | 1983-04-02 | 1984-03-09 | Kraftstoff-einspritzduese fuer brennkraftmaschinen |
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