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Titel: Elevator
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Elevator Die Erfindung betrifft Elevatoren zum Fördern von landwirtschaftlichen
Gütern insbes. Wurzel früchten,wie z.B.
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Zuckerrüben. Hierbei wird das Gut vom Boden oder einer bodennahen
Stelle über einen Zuförderer dr umlauFenden Förderkette, dem umlaufenden Förderband
oder derg 1. Fördervorrichtung des Elevators aufgegeben, hochgefördert und an einen
Bunker oder d ergl . abgegeben.
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Derartige Elevatoren sind für das Ernten bzw. Laden von Zuckerrüben
bekannt, und zwar sowohl in stationärer Ausführung als auch bei selbstfahrenden
Rübenerntemaschinen. Die bekannten Elevatoren sind als Ringelevatoren ausgebildet,
d.h. sie arbeiten im geschlossenen Umlauf, nehmen die Rüben z.B. von einem Zuförderer
im unteren waagrechten Abschnitt auf, fördern die Rüben im vertikalen Abschnitt
nach oben und werfen in ihrem oberen waagrechten Abschnitt die Rüben auf einen innerhalb
des Ringelevators angeordneten ratzboden eines Rübenbunkers ab, der mit dem Elevator
gekoppelt ist.
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Der Elevator stellt dabeiin der Regel den hinteren Teil des Rübenbunkers
dar. Der Rübenbunicer weist 1 unteren ocier Bodenbereichein getrenntes Rübenentladeband
auf, über das die qebunkerten Rüben aus dem Bunker ab- und auf einen Transportwagen
oder dergl. überladen werden. Die Notwendigkeit eines gesonderten Entladebandes
für das Abfördern bzw.
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Überladender Rüben aus dem Bunker ist kostenaufwendig, kompliziert
und belastet das Gewicht der Anordnung aus Bunker und Elevator. Des weiteren ist
ein derartiges Entladeband sperrig und umständlich in der Handhabung.
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Aufgabe der Erfindung ist es, einen Elevator der nattunnsqemäßen Art
so auszugestalten, daß mit ihm ein ijberladen von Rüben oder dergl. entweder aus
dem Bunker oder direkt über
den Elevator auf ein LadeFahrzeug ohne
Verwendung eines zusätzlichen Entladebandes möglich ist, und daß ein Teil des Elevators
selbst als Überladeförderer arbeiten kann.
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Gemäß der Erfindung wird dies mit den Merkmalen des Kennzeichens des
Anspruches 1 erreicht. Weitere Ausgestaltungen der Erfindungen sind Gegenstand der
Unteransprüche.
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Der Elevator nach vorliegender Erfindung ist im Gegensatz zu den bekannten
Ringelevatoren nicht ein aeschlossener, sondern ein offener Elevator, der in rorm
eines etwa um 90° gedrehten U ausgebildet ist, dessen oberer Schenkel kürzer ist
als der untere. Das Förderelement des Elevators ist als Siebkette, Siebband oder
dergl. ausgebildet, das auf der Förderseite Mitnehmer für das zu befördernde Gut
aufweist.
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Das Siebband, die Siebkette oder dergl. Förderelement ist als Endlos-Fördervorrichtung
ausgebildet und besitzt an den Endstellen sowie an den Eckpunkten Antriebswalzen,
Umlenkwalzen und Gegendruckwalzen, die mit dem Rahmen des Elevators befestigt sind
und die die Siebkette, das Siebband oder dergl. Fördervorrichtung tragen und führen.
Der Elevator ist entweder als selbstfahrendes, als gezogenes, oder als Anbaugerät
an Erntemaschinen, z.B. Rodern, oder Mehrzweckschleppern ausgebildet und weist im
Bereich des vertikalen Abschnittes mit dem Rahmen (oder mit dem Bunker) verbundene
ührungs - bzw. Begrenzungsblecheoder dergl. auf, die beim Hochfördern der Rüben
ein Her ausfallen der Rüben aus den Mitnehmern verhindern, und die ferner am Übergang
von dem vertil<alen E n d e in den in den oheren horizonta3en Abschnitt die Riiben
führen, bevor sie auf den darunterliegenden Kratzboden odc rdergl. abgeworfen werden.
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Aufgrund der offenen Bauweise des Elevators nach der Erfindung kann
der Elevator in der Weise ausgebildet werden, daß er wahlweise auf den rtzboden
oder dergl. eines Bunkers fördern oder aber als Überladeförderer arbeiten kann.
Dies wird dadurch erreicht, daß der obere horizontale Abschnitt des Elevator aus
der Stellung, in der die Rüben
auf einen Kratzboden innerhalb eines
Bunkers oder dergl.
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abgegeben werden, um eine horizontale Achse des Elevators an der Stelle,
an der der vertikale Abschnitt und der obere horizontale Abschnitt ineinander übergehen,
um einen einstellbaren Winkel in eine Position verschwenkt wird, in der der Elevator
als Entladeband arbeitet. Die Verschwenkung kann dabei entweder mechanisch über
Kurbeltrieb oder dergl.
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oder aber mit Hilfe eines Motorgetriebes, über Hubzylinder oder dergl.
von einem Zugfahrzeug aus steuerbar erfolgen.
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In weiterer Ausgestaltunq der Erfindung ist der Elevator am Übergang
zwischen den unteren horizontalem Abschnitt und dem vertikalen Abschnitt ebenfalls
um eine horizontale Achse verschwenkbar, so daß damit der Elevator im Querschnitt
anstatt einer U-rorm in eine Z-rorm bzw. eine verschobene Z-Form beliebiger Neigung
gebracht werden kann. Es ist hierdurch möglich, den Elevator auch als normale Fördervorrichtung
zu betreiben, indem der ursprünglich vertikale Abschnitt des Elevator einen beliebigen
Winkel zur ertikalen einschließen, in Extremfall sogar in die horizontale Richtung
gebracht werden kann, während gleichzeitig der obere Abschnitt des El evators in
gewünschter Weise verschwenkbar ist und im Extremfall somit die drei Abschnitte
des El evat or 5 zu e irie m horizontalen Förderer ijmgeschwenk t werden können.
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Eine derartiqe Ausgestaltung erfordert lediglich an den Umlenkstellen
jeweils eine drehbare Umlenktrommel an der Schwenkstelle, die angetrieben ist und
um die die beiden gegenläufigen Trume der Siebkette, des Siebbandes oder dergl.
geführt sind, sowie auf entgegengesetzten Seiten jeweils eine Gegendrucicwalze,
die das Band, die Kette oder dergl. gegen die UmlenkroJle drückt. Ferner ist an
einer Stelle der Siebkettt e oder des Siebbandes eine Spannvorrichtung für das Band,
die Kette oder dergl. erforderlich, die dafür sorgt, daß die Fördervorrichtung des
Elevator stets straff gespannt ist. Dererticle Spannvorrichtungen sind an sich bekannt.
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Der Elevator nach der Erfindung kann entweder zum Beschicken eines
Bunkers verwendet werden, indem die Rüben auf einen vom Elevator teilweise umschlossenen
Kratzboden abgeworfen werden, oder er kann bei Verschwenkung des oberen Abschnittes
als Überladoband verwendet werden, mit dem ein getrennter Ladewagen oder dergl.
beschickt wird, wenn der Elevator über eeinen Zuförderer mit Gut gespeist wird,
so daß dieses Gut unmilt(?lhar vor d('.r Zuforderstelle ijber den Elevator an den
Ladewagen übergeben wird, oder aber der Elevator kann als Entladeband in Verbindung
mit der Bunkerung so eingesetzt werden, daß das über das Entladeband auf ein Ladefahrzeug
abgegebene Gut teilweise direkt von einem Zuförderer in den Elevator eingeführt
und teilweise über den Kratzboden in einem Bunker dem unteren waagrechten Abschnitt
des Elevators aufgegeben wird und die beiden Gutströme miteinander vereinigt werden.
Die ist besonders zweckmäßig, wenn die Zuförderung zum Elevator nicht kontinuierlich
erfolgt, so daß zu Zeiten geringerer Zuführung die Kapazität des Elevators für den
Entladebetrieb dadurch ausgenutzt werden kann, das n im daß im Bunker vorhandenes
Gut au f den E 1 eva tor auscebracht und d mit dem von dem Zuförderer von außen
zugeführten Gut vereinigt wird. Auf diese Weise kann der Gutstrom im Elevator geregelt
werden. für einen derartigen Betrieb ist der Kratzboden des Bunkers so ausgebildet,
daß er sich nur über den Bereich des Bunkerbodens bis zum Elevator erstreckt, damit
von dem Kratzbo-den Gut auf den Elevator übergeben werden kann. Damit bei der Stellung
des oberen Elevatorabschnittes, bei der eine Bunkerung vorgenommen wird, das geförderte
Gut nicht laufend auf den unteren Abschnitt des Elevators fällt und damit lediglich
eine Umwälzung des Gutes erreicht würde, ist im Bunker eine Abdeck- u n<I Dos
L 0 rwand angeordnet, die vorzugsweise an der gemeinsamen Riickwand von Bunker und
Elevator befestigt, i risbes. dort schwenkbar gelagert ist und sich durch den Elevator
hindurch erstreckt. Diese Abdeck-und Dosierwand ist, z.B. mit Hilfe eines Zylinders
so einstellbar, daß die Öffnung zwischen freiem Ende der Wand und darunterliegendem
Kratzboden
innerhalb vorgegebener Werte eingestellt werden kann. Mit Hilfe dieser Wand wird
somit verhindert, daß gefördertes Gut im Bunkerungsbetrieb von der oberen Abgabestelle
des Elevators auf den unteren Abschnitt fällt, und sichergestellt, daßdas Gut auf
dieser geneigten Wand in den Bunker rutscht oder rollt, und daß beim Entladebetrieb
durch die Einstellung des Abstandes zwischen dem vorderen Ende dr Wand und dem Kratzboden
die von Krat7hoden auf den Elevator abgegebene Riìbenmenge auf den crforderlici-lerl
b7v. gewünsct0-ten Wert dosierbar ist. Die Dosierung bzw. die Einstellung der Neigung
der Abdeck- und Dosierwand kann entweder von Hand oder fernbedienbar, z.B. von einem
Schlepperfahrzeug aus, oder aber in Abhängigkeit von der Zuführung des Gutes über
den Zuführförderer in den Elevator selbsttätig gesteuert werden, indem z.B. in Abhängigkeit
von der festgestellten Zuführmenge zum unteren Abschnitt des Elevators eine Höheneinstellung
der Abdeck-und Dosierwand und eine gleichzeitige Einschaltung des Kratzbodens vorgenommen
wird, wobei die Summe der beiden Gutströme stets etwa den qleichen Wert haben soll.
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Um eine Verschwenkuno des oberen Abschnittes des Elevators einwandfrei
vornehmen zu können, kann es erforderlich sein, die im Bunker befindliche Förderschnecke
in der Höhe verstellbar auszuführen, was beispielsweise durch Verschwenken der Schnecke
mit Hilfe eines Hubzylinders oder dergl., oder aber durch Höhenverschiebung der
Schnecke, ebenfalls z.B. über Hubzylinder, erreicht werden kann. Die rörderschnecke
ist an der vorderen und der hinteren Bunkerwand gelagert und kann dabei in in diesen
Wänden angebrachten Schlitzen über Lagerstellen angehoben und abgesenkt werden.
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Der Einsatz eines derartiqen Elevators ist besonders zweckmäßig in
Verbinduny mit einem Rüberllariegeriit, das entweder als selbstfahrendes Gerät oder
als schleppergezogenes Gerät ausgebildet ist und das einen Förderer aufweist, der
unmittelbar in (ien unteren Abschnitt des Elevators
fördert. Hierbei
ist der Elevator mit seine Rahmen an diesem selbstahrenden oder schleppergezogenen
Ladegerät befestigt oder wird von diesem Ladegerät aus angetrieben.
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Nachstechend wird die Erfindung in Verbindung mitder Ze ichnurig anloan
d eines Ausführungsbeispieles erläutert. Es zeigt: Fig. 1 eine Darstellung des Elevators
nach der Erfindung im Bunkerungsbet rieb, Fig. 2 den oberen Teil des Elevators nach
Fig. 1 im Entladebetrieb, Fig. 3 schematisch den Entladebetrieb, Fig. 4 eine schematische
Darstellung der Verschwenkung der Förderschnecke des Bunkers, Fig. 5 eine schematische
Darstellung der Verbindung des Elevator mit einem RübenauSnahmegerät, und Fig. 6
in schematischer, seitlicher Ansicht (aufgeschnitten) Bunker und Elevator mit Abdeck-
und Dosierwand.
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Der Elevator 1 besteht aus einem unteren horizontalen Abschnitt 2,
einem mittleren, vertikalen Abschnitt 3 und einem oberen horizontalen Abschnitt
4. Die Abschnitte 2, 3 und 4 werden von einer kontinuierlichen, geschlossenen Siebkette,
Siebband oder drl. Förder- bzw. Transporteinrichttrig 5 dargestellt. Diese Förder-
bzw. Transporteinrichtung weist ein inneres Trum 6 und ein äußeres Trum 7 auf, die
beide zu der Endloskette bzw. dem Endlosband verbunden sind. Die Kette bzw. das
Band 5 läuft um Umlenkwalzen bzw. Umlenkrollen 8, 9, 10 und 11, die zumindest teilweise
angetrieben sind, wobei der Antrieb von einem den Elevator 1 aufnehmenden Fahrzeug
stammt oder ein unabhängiger Antrieb (nicht dargestellt) ist. Der Umlenkwalze bzw.
-rolle
10 ist sowohl auf dem inneren Trum 6 als auf dem äußeren Trum 7 Kie eine Gegendruckrolle
12, 13 zugeordnet, die die Kette bzw. das Band an die ilalze bzw. Rolle 10 andrücken;
entsprechend ist der Umlenkwalze 9 mindestens eine Gegendruckrolle 14 zugeordnet
(in Fig. 1 sind mehrere derartiger Rollen 14 angedeutet.) Diese Kette bzw. das Siebband
ist auf der äußeren, d.h. der Arbeitsfläche, mit in gleichmäßigem Abstand voneinander
angeordneten Mitnehmern 15 versehen, die dazu dienen, die Rüben oder dergl. weiterzubefördern
und mitzunehmen. Derartige Mitnehmer 15 sind bei Ringel evatore n in analoger Weise
bekannt. Dem inneren T r um der Siebkette bzw. des Siebbandes 5 ist im vertikalen
Abschnitt sowie im Übergang aus dem horizontalen in den vertikalen und aus dem vertikalen
in den horizontalen Abschnitt ein Halte-, Führungs- oder Begrenzungsblech 16 zugeordnet,
das z.B. mit dem Rahmen des Elevators starr verbunden ist, das wahlweise aber auch
mit dem Bunker bzw.
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der Bunkerwand 17verbunden sein kann. Dieses Blech hat die Aufgabe,
die Rüben beim Hochfördern im vertikalen Abschnitt an einem Herausfallen aus den
Mitnehmern zu hindern. Der Bunker selbst ist in rig, 1 mit B angedeutet. Unmittelbar
über dem Boden des Bunkers B ist ein Kratzboden ].R angeordnet, auf dem die in den
Bunker abgegebenen Riib(>n aufliegen und gesammelt werden. Jnnerhalb des Bunkers
ist in dessen oberem Bereich eine förderschnecke 1 9 vorgesehen, die den Bunker
in seiner Längsachse durchsetzt und die bewirkt, daß die sich in der Nähe des Elevators
im Bunker ansammelnden Rüben zum vorderen (vom Elevator abgewandten)Teil des Bunkers
gefördert werden. Mit 20 ist eine Spannvorrichtung für die Siebkette bzw. das Siebband
5 angedeutet, die bei 21 am El evatorrahmen, am Bunkerrahmen oder an einem anderen
feststehenden Teil sowie an der Achse der Umlenkwalze 8 befestigt ist. Eine Feder
22 ist zwischen Spannvorrichtung und Rahmen eingesetzt und spannt die Vorrichtung
2(1 so vor, daß die Siebkette, das Siebband oder dergl. straff gespannt ist.
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Der Abschnitt 3 und der Abschnitt 4 sind miteinander so verbunden,
daß sie gegeneinander verschwenkbar sind, derart, daß der Abschnitt 4 um die Achse
23 in Pfeilrichtung beweglich ist. Dieser Schwenkvorgang wird entweder mechanisch
über Getriebe, hydraulisch, z.B. über einen Ölmotor, oder pneumatisch, z.B. über
Hubzylinder, bewerstelligt, wobei der Schwenkvorgan g um die Achse 23 vorgenommen
wird.
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In ähnlicher Weise ist der Abschnitt 3 gegenüber dem Abschnitt: 2
verschwenkbar ausgebildet, wobei der Schwenkvorgang tim eine Achse 24 erfolgt, und
zwar ebenfalls mechanisch, hydraulisch oder pneuma tisch. In Fig. 3 ist eine derartige
Verschwenkung des Abschnittes 3 gegenüber dem Abschnitt 2 schematisch im Einsatz
dargestellt. Hierbei ist der Elevator 1 mit dem Abschnitt 2 auf einem fahrbaren
Gestell 25 angeordnet. Mit 26 ist ein Zuführförderer dargestellt, der das zu befördernde
Gut anliefert und auf den unteren horizontalen Abschnitt 2 des Elevators übergibt,
von wo das Gut über den Abschnitt 3 und den Abschnitt 4 auf einen darunter abgestellten
Ladewagen 27 abgegeben wird.
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Fig. 2 zeigt den Elevator in einer Stellung, in der der Abschnitt
4 aus der Stellung nach Fig. 1 um 1800 verschwenkt ist.
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Die im Bunker 17 gelagerte Förderschnecke 19 ist, wie in Fig. 4 schematisch
andeutet, aus der unteren in die obere Position 19 anhebbar. Hierzu ist die Förderschnecke
19 am vorderen und hinteren Ende z.B. über einen Arm 28 an einer ortsfesten Stelle
des Bunkers gelenkiq gelagert. Am Arm 28 greift die Kolbenstange 29 eines Hubzylinders
30 an, der die rörderschnecke 19 am Arm 28 anhebt bzw. absenkt. Anstelle dieser
Ausführungsform kann der Hubzylinder 30 am vorderen urld hinteren Ende der Schnecke
1 9 auch direkt an der Schnecl<enwelle angreifen und die Schnecke an den Lagerstellen
in der vordereri und hintererl Bunl<erwand innerhalb einer schlitzartiqen F tih
run g in dieser Wand anheben und nl)senken, so daß die Ffirderschnecke aus dem Bewegungsbereich
des Abschnittes 4 bei dessen Verschwenkung herausgeführt werden kann.
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Bei der schematischen Darstellung nach Fig. 4 ist eine spezielle Anwendungsform
der Erfindung dargestellt. Die Elevatorabschnitte 2, 3 und 4 sind entsprechend der
Darstellung nach Fig. 3 ausgelegt, wobei der Abschnitt 4 gegenüber dem Abschnitt
3 zusätzlich um eine vertikale Achse verdrehbar ist, damit ohne Positionswechsel
des gesamten Elevators ein wesentlicher Teil der Ladefläche des Ladewagens 27 überstrichen
werden kann. Der Elevatorabschnitt 2 wird über einen Zuförderer 26 gespeist, der
Teil eines Ladegerätes bzw. Rübenaufnahmegerätes 31 ist, das in Pfeilrichtung gegen
einen Rübenhaufen verfahren wird und die zu verladenden Rüben über eine Siebkette,
ein Siebband oder dergl. Förderer aufnimmt und an die Querförderer 32 abgibt, die
die aufgenommenen Rüben auf das Förderband 26 übergeben.
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Mit 33 sind Bodenräder bezeichnet, auf denen der Förderer 26 angeordnet
und verfahrbar ist. Der Förderer 26 kann jedoch auch starr mit den Querförderern
32 an dem Ladegerät 31 befestigt sein.
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In Fig. 6 ist schematisch ein Mehrzweck-Schlepperfahrzeug dargestellt,
dessen Fahrerkabine 34 und dessen Rübenbunker 35 auf dem Fahrzeugrahmen 36 angeordnet
sind. Vorzugsweise ist der Bunker 35 ein Wechselaufbau. Die dem Förderer 26 entsprechende
Fördereinrichtung 37 wird bei diesem Fahrzeug zwischen den Rädern 38 hindurchgeführt,
so daß die am vorderen Ende des Fahrzeuges aufgenommenen Rüben über den Förderer
37 unterhalb des Fahrzeuges nach hinten zum Elevator 1 gefördert werden, der die
Rüben auf den Abschnitt 2 des Elevators 1 (nach Fig. 1) abgibt. Der Bunker 35 nimmt
bei dieser Ausführungsform den Elevator auf. An seinem Boden ist ein Elevator 18
angeordnet, der sich über die Bodenfläche des Bunkers bis zum Elevator erstreckt.
Die Förderstrecke 19 durchsetzt den Bunker 35 von der Vorderwand bis zur Rückwand
und ist in beiden Wänden, vorzugsweise höhenverstellbar, gelagert.
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An der Bunkerrückwand ist eine Abdeck- und Dosierwand 39 bzw. 39 schwenkbar
bei 4n befestigt, die sich über die Breite des Elevators 1 hinaus geringfügig in
den Bunkerraum erstreckt. Die Wand 39 ist von der Gelenkstelle 40 aus nach unten
geneigt, so daß die vom Elevatorabschnitt 4 abgebenen Rüben auf der Wand 39 nach
abwärts in den Bunker rollen und dort auf dem Kratzboden angesammelt werden. Damit
wird verhindert, daß die von dem Abschnitt 4 abgegebenen Rüben nach unten auf den
Abschnitt 2 des Elevators fallen und somit in einen kontiniuierlichen Umlauf gebracht
werden. Die Wand 39 hat die wesentliche Aufgabe, die bei laufendem Kratzboden 18
aus dem Bunker in den Elevator abgegebene Rübenmenge zu dosieren. Je weiter die
Wand 39 nach unten gesenkt wird, desto weniger Rüben gelangen von dem Kratzboden
in den Elevator. Die Platte 39 ist z.B. über einen Hubzylinder 41, der bei 42 am
Bunker bzw. am Elevatorrahmen festgelegt ist, in ihrer Neigung und in ihrem Höhenabstand
über dem Kratzboden einstellbar. Wenn somit die Rübenzufuhr vom Förderer 26 geringer
ist als der Kapazität des Elevators entspricht, kann aus dem gebunkerten Rübenvorrat
über dem Kratzboden die zur Auslastung der Kapazität erforderliche Rübenmenge in
den Elevator abgegeben werden. Es kann mit dem erfindungsgemäßen Elevator auch nur
gebunkert werden, wenn der Abschnitt 4 die in Fig. 1 gezeigte Position einnimmt,
und es kann andererseits so gearbeitet werden, daß die über einen Förderer 26 zugeführten
Rüben - bei einer Position des Abschnittes 4 in der Überlade- bzw. Entladestellung
- ohne Bunkerung durch den Elevator geführt und unmittelbar an den Ladewagen 27
überladen werden, so daß ein gesondertes Entladeband vollständig entfallen kann.
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