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Taktqenerator
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Die Erfindung betrifft einen Taktgenerator gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
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Zum Stabilisieren eines Taktsignals mit genauer Periodenzeit sind
Phasenregelkreise bekannt, bei welchen die Frequenz eines Funktionsgenerators mittels
eines Referenzoszillators stabil gehalten wird. In der Zeitschrift "Elektronik",
Heft 12, 1983, S. 68, ist dazu angegeben, das Ausgangssignal des Funktionsgenerators
über eine einstellbare Frequenzteilung und das Ausgangssignal eines quarzgesteuerten
Referenzoszillators einem Phasendetektor zuzuführen, dessen Ausgangsspannung integriert
und als Regelspannung für den Funktionsgenerator verwendet wird.
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Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, einen Schaltkreis der o.g.
Art anzugeben, mit welchem die Flanken des Taktsignals mit größter Genauigkeit einsteilbar
sind. Ferner lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Genauigkeit der Periodenzeit
zu erhöhen.
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Diese Aufgabe wird gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1
gelöst. Die Erfindung zeichnet sich durch einen einfachen und kostengünstigen Aufbau
aus, der linear kaskadierbar ist.
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Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles
weiter beschrieben.
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Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild eines Taktgebers Fig. 2 zeigt schematisch
eine Einzelheit der Fig. 1 Fig. 3 und 4 zeigen jeweils ein Schaltungsbeispiel zu
Fig. 2 Fig. 5 zeigt ein Impulsdiagramm zu Fig. 1.
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Das Blockschaltbild in Fig. 1 besteht aus zwei Phasenregelkreisen.
Der erste Kreis besteht aus einem quarzgesteuerten Referenzoszillator 1, aus einem
nachgeschalteten ersten Frequenzteiler 4 mit einem Teilerfaktor Y, aus einem ersten
spannungsgeteuerten Oszillator 2, aus einem nachgeschalteten zweiten Frequenzteiler
7 mit einem Teilerfaktor X1, aus einem zwischen den beiden Frequenzteilern liegenden
ersten Phasendetektor 5, dessen Ausgangsspannung über einen als Tiefpaß ausgebildeten
ersten Integrator 6 und einen ersten Spannungsregelkreis 12 an den ersten Oszillator
2 gelegt ist.
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Der zweite Kreis besteht aus einem zweiten Phasendetektor 10, welcher
über einen ersten, zwischen dem ersten Phasendetetor 5 und dem ersten Frequenzteiler
4 liegenden Referenzknotenpunkt 14 mit dem ersten Kreis verbunden ist.
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Ferner weist der zweite Regelkreis einen zweiten spannungsgesteuerten
Oszillator 3, einen nachgeschalteten dritten Frequenzteiler 9 und einen als Tiefpaß
ausgebildeten zweiten Integrator 8 zwischen dem Ausgang des zweiten Phasendetektors
10 und einem zweiten Spannungs regelkreis 13 am Steuereingang des zweiten spannungsgesteuerten
Oszillators 3 auf.
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Zwischen den Ausgängen des ersten und zweiten spannungsgesteuerten
Oszillators 2, 3 liegt ein Flip-Flop 11, dessen Setzeingang S mit dem Ausgang des
einen und dessen Rücksetzeingang R mit dem Ausgang des anderen Oszillators
verbunden
ist.
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Die Phasen zwischen der mit dem Faktor Y heruntergeteilten Referenzfrequenz
des Referenzoszillators 1 und der mit dem Faktor X1 heruntergeteilten frei laufenden
Frequenz des ersten Spannungsgesteuerten Oszillators 2 wird vom ersten Phasengenerator
5 verglichen. Eine gegebenenfalls auftretende Phasendifferenz wird in einen Spannungswert
gewandelt und dieser vom Tiefpaßfilter integriert.
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Dieser liefert eine erste Phasenspannung VI PLL Nach einer bestimmten
Einschwingzeit sind die beiden Frequenzen an den Eingängen A, B des Phasendetektors
5 gleich. Es bleibt jedoch ein Phasenunterschied bestehen, welcher die erste Phasenspannung
VI PLL aufrecht hält.
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Sinngemäß vollzieht sich derselbe Vorgang im zweiten Regelkreis mit
einer zweiten Phasenspannung V2PLL.
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In die beiden Regelkreise wird zusätzlich jeweils eine Phasenregelspannung
Ei ph bzw. V2ph eingekoppelt. Diese externen Spannungen werden zu den Phasenspannungen
VlPLL bzw. V2pLL in den zwei Spannungsregelkreisen 12 bzw. 13 addiert. Bei einer
Veränderung der Phasenregelspannung V1 und/oder V2 werden die beiden Systeme unter
pn pn Beibehaltung des Frequenzzustandes durch eine Veränderung einer ersten Regelspannung
V1VCO und/ oder V2VCO einer zweiten Regelspannung V2VCO nachgeregelt, die jeweils
in den Spannungs regelkreisen abgeleitet und den jeweiligen spannungsgesteuerten
Oszillatoren 2 bzw. 3 zugeführt werden.
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Im eingeregelten Zustand entspricht die Frequenz am Eingang A des
Phasendetektors 5 der Frequenz am Eingang B.
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Unter dieser Voraussetzung ist eine Frequenzeinstellung mit der Periode
T0 möglich, wobei Tg = Y/ fosc ist. Mit osc ist die Frequenz des Referenzoszillators
1 bezeichnet.Wenn der Teilerfaktor X1 und die Referenzfrequenz
fosc
konstant gehalten werden, kann die Frequenz des ersten Regelkreises durch Ändern
des Teilerfaktors X1 verändert werden.
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Ist f osc beispielsweise 100 Hz, so kann bei Intervallen von Y= 100,
101, 102, 103 usw. die Zeit in Schritten von jeweils einer Nano-Sekunde geregelt
werden. Der maximale Regelbereich wird von der kleinsten möglichen Frequenz des
spannungsgesteuerten Oszillators 2, dem Regelbereich des ersten Phasengenerators
5 und dem maximalen Teilerfaktor Y bestimmt. Das System ist dadurch einfach kaskadierbar,
daß eine Referenzfrequenz am Referenzpunkt 14 abgegriffen wird.
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Fig. 2 zeigt die Ausbildung des Spannungsregelkreises 12, dessen Aufbau
im übrigen identisch mit dem Spannungsregelkreis 13 ist. Er weist zwei Spannungsaddierer
15, 16 auf, die auf einfache Weise mit jeweils einem Operationsverstärker realisierbar
sind. Der Wirkungssinn einer angelegten Spannung ist durch ein "+" bzw. - gekennzeichnet.
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Am ersten Spannungsaddierer 15 liegt mit positivem Wirkungssinn die
erste Phasenspannung V1PLL an. Sein Ausgang mit der ersten Regelspannung V1VCO ist
mit negativem Wirkungssinn auf den zweiten Spannungsaddierer 16 zurückgeführt. Dieser
ist ferner mit der ersten Phasenregelspannung VlPh mit positivem Wirkungssinn beaufschlagt.
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Die hier erzeugte Spannungsdifferenz liegt mit negativem Wirkungssinn
am ersten Spannungsaddierer 15.
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Dieser Spannungsregelkreis wirkt in der Weise, daß die Phasenregelspannung
V1ph im eingeregelten Zustand gleich der Phasenspannung VIPLL ist. Da diese ein
Maß für die Phasendifferenz der Referenzfrequenz f osc und der Frequenz des ersten
spannungsgesteuerten Oszillators 2 darstellt, kann durch eine Veränderung der Phasenregelspannung
Vlph die Phase verschoben werden.
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Fig. 3 zeigt eine Ausführung eines Spannungsregelkreises mittels dreier
Differenzverstärker 15", 16", 23. Die Verschaltunyist ohne weiteres aus der Figur
heraus verständlich, insbesondere da das Schaltungsschema aus Fig.
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2 entnehmbar ist.
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Fig. 4 zeigt ein weiteres Schaltungsbeispiel, in welchem Schaltungsteile
insbesondere zu Fig. 2 im einzelnen erläutert sind. Der hier wiedergegebene Spannungsregelkreis
12 ist so aufgebaut, daß die Phasenregelspannung Vlph als binärkodiertes Datenwort
über einen Datenbus 22 von einer Recheneinheit (nicht dargestellt) eingebbar ist.
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Der Spannungsregelkreis besteht aus einem Abtast- und Halteglied 17,
aus zwei Analog-Digital-Wandlern 18, aus einem Digital-Analog-Wandler 19, aus einem
von einem Oszillator 21 angesteuerten sog. one-shot-Oszillator 20, und aus einem
digital arbeitenden ersten und zweiten Addierer 15', 16'. Die erste Phasenspannung
V1pLL liegt am Eingang des Abtast- und Haltegliedes 17, dessen Phasen vom Oszillator
20 bestimmt sind. In der Haltephase wird die aufgenommene Spannung mit dem Analog-Digital-Wandler
18 in einen Binärwert gewandelt, welcher parallel der zweiten Additionsschaltung
16' mit positivem Wirkungssinn zugeführt wird. An dieser zweiten Additionsschaltung
16' liegt ferner parallel und mit negativem Wirkungssinn der Ausgang der ersten
Additionsschaltung 15' an. Die Differenz der beiden Binärwerte wird über einen Digital-Analog-Wandler
19 in die erste Regelspannung V1vCo gewandelt, die über den einen Analog-Digital-Wandler
18 zur Ansteuerung des ersten spannungsgesteuerten Oszillators 2 und zur Rückführung
auf die erste Additionsschaltung 15' dient.
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Dort wird der entsprechende Binärwert von dem Binärwert subtrahiert,
welcher als erste Phasenregelspannung V1Ph über den Datenbus 22 mit positivem Wirkungssinn
anliegt.
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Aus dem Impulsdiagramm der Fig. 5 sind über der Zeit jeweils - in
der Reihenfolge von oben nach unten - die Spannungsverläufe an den Ausgängen des
Referenzoszillators 1, des ersten Frequenzteilers 4 am Referenzpunkt 14, des zweiten
Frequenzteilers 7, des dritten Frequenzteilers 9, der beiden Phasendetektoren 5,
10 und der beiden spannungsgesteuerten Oszillatoren 2, 3 für ein Beispiel wiedergegeben,
bei welchem der Teilerfaktor Y = 4 und die Teilerfaktoren X7 = 2, X2 = 2 gewählt
sind. Ferner ist die Phasenregelspannung Vlph beispielhaft um den Faktor 6 kleiner
bemessen als die Phasenregelspannung V2ph. Alle Phasenverschiebungen sind für den
eingeregelten Zustand dargestellt.
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Ausgehend von der Referenzfrequenz wird am Referenzpunkt 14 ein Signal
mit der Periode TO erhalten. Diesem gegenüber weist das vom zweiten Frequenzteiler
7 abgegriffene Signal eine Phasenverschiebung von 450, und das Ausgangssignal des
dritten Frequenzteilers 9 die Phasenverschie-0 bung von 270 auf. Diese beiden unterschiedlichen
Phasenverschiebungen bewirken in direkter Abhängigkeit den Verlauf der Ausgangsspangen
der Phasendetektoren 5 bzw. 10.
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Es ergibt sich ferner, daß die durch die anschließende Integration
erhaltenen Phasenspangen V1 PLL und V2pLL jeweils genau so groß sind wie die zugeordneten
Phasenregelspannungen VlPh bzw. V2ph.
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Die von den beiden Spannungsregelkreisen 12, 13 abgeleiteten Regelspannungen
Vivo0 und V2vCo bewirken - in diesem 0 Beispiel - die beiden Phasenverschiebungen
T1 von 90 bzw. T2 von 1800, so daß also ein genau einstellbarer Phasenunterschied
zwischen beiden Regelkreisen erzeugt wird, der zur Ansteuerung des Flip-Flops 11
ausgenützt wird.
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5 Patentansprüche 5 Figuren
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