DE3490272C2 - - Google Patents
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- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K9/00—Arc welding or cutting
- B23K9/06—Arrangements or circuits for starting the arc, e.g. by generating ignition voltage, or for stabilising the arc
- B23K9/067—Starting the arc
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Description
Die Erfindung betrifft ein elektronisches Steuerungsver
fahren für den durch den Schweißstromkreis geleiteten Strom bei
der WIG-Schweißung gemäß Gattungsbegriff des Anspruchs 1.
Die bekannten Schweißsysteme für WIG-Schweißung lassen
sich, je nach der Art der Einleitung des Schweißvorganges in
zwei Arten aufteilen. Die erste Art verwendet eine Reibzündung,
bei welcher der Lichtbogen dadurch entsteht, daß die Elektrode
an dem Schweißwerkstück entlang gerieben wird, bis ein Funken
entsteht. Bei dieser Art tritt in dem Material zu Beginn und am
Ende ein "Sog" auf, und an dem Schweißmaterial bleibt Wolfram
zurück, was bedeutet, daß die Schweißung nicht fachgerecht er
scheint. Hinzu kommt, daß die Schweißelektrode häufig herausge
nommen und geschliffen werden muß. Bei der zweiten Art findet
eine kontaktlose Einleitung mit Hilfe eines Hochspannungsgene
rators statt, der durch Funkenüberschlag zu dem Schweißwerk
stück den Lichtbogen auslöst. Ein Nachteil eines solchen
Systems besteht darin, daß der Funken sich auf dem Schweißwerk
stück in einem Kreis bewegt und man es nicht genau in der Hand
hat, wo die Schweißung beginnt. Dazu noch ist dieses System
sehr teuer.
Aus der GB-OS 20 54 293 ist ein Schweißsystem bekannt, mit
dem man den Nachteilen der Reibzündung beikommt. Bei diesem
System erreicht man eine weiche Einleitung des Schweißvorganges
durch Anlegen einer Hochspannung von beispielsweise 400 V über
eine eigene Transformatorwicklung an einen zugehörigen Gleich
richter, der mit der Hauptfrequenz synchronisiert ist, wonach,
wenn der Lichtbogen entstanden ist, auf elektronischem Wege auf
einen normalen Anstiegs-Stromkreis mit einem anderen Gleich
richter umgeschaltet wird. Indessen ist dies ein ziemlich kost
spieliger Weg zur Verbesserung der Reibzündung, worin auch eine
teure Drosselspule auftritt. Auch besteht die Möglichkeit, daß
der Benutzer, sofern er Füllmetall verwendet, einen elektri
schen Schlag erhält.
Schließlich ist aus der DE-OS 24 59 309 ein Verfahren ge
mäß Gattungsbegriff des Anspruchs 1 bekannt, bei dem von der
Schweißstromquelle zunächst ein niedriger Kurzschlußstrom ge
liefert und dann aus der Unterbrechung dieses niedrigen Kurz
schlußstromes beim Abheben der Elektrode ein Signal für die
Steuerung der Schweißstromquelle in solcher Weise gewonnen
wird, daß diese den Strom im Schweißstromkreis augenblicklich
auf den für den betreffenden Schweißvorgang voreingestellten
Wert bringt. Bei diesem Verfahren kann es jedoch zu einem unzu
reichenden Anstieg des Schweißstromes für eine einwandfreie
Zündung des Lichtbogens und infolgedessen wiederum zu Wolfram-
Verunreinigungen an dem Werkstück kommen. Wenn nämlich an der
Schweißstromquelle sehr niedrige Schweißstromwerte eingestellt
werden, so ist infolge der verwendeten Phasenanschnittssteue
rung trotz des überlagerten Kurzschlußstromes der resultie
rende Strom recht unregelmäßig, was zu unregelmäßiger Funken
bildung und zu Wolframspitzen führen kann. Wird die Elektrode
von dem Werkstück abgehoben, so verhindert die unregelmäßige
Funkenbildung in Verbindung mit dem für die erforderliche
thermionische Emission von der Elektrodenspitze unzureichenden
Stromanstieg eine ordnungsgemäße Zündung des Schweißlicht
bogens.
Durch die beanspruchte Erfindung wird ein elektronisches
Steuerungsverfahren für die WIG-Schweißung geschaffen, bei dem
ohne Verwendung von Hochspannung ein Elektrodenabbrand weitest
gehend vermieden und zudem zu Beginn des Schweißvorganges eine
zuverlässige, punktgenaue Zündung erreicht wird.
Nach dem beanspruchten Verfahren kann die Schweißelektrode
wiederum auf das Werkstück aufgesetzt werden, ohne daß sogleich
ein Schweißlichtbogen entsteht, da zunächst nur der Grundstrom
von 3 bis 8 A in die Elektrode gelangt. In dem Augenblick aber,
wo die Elektrode von dem Schweißwerkstück abgehoben wird,
steigt der Grundstrom auf beispielsweise den doppelten Wert des
voreingestellten Schweißstromes an, wodurch nun genügend Ener
gie für die zur Zündung des Schweißlichtbogens erforderliche
thermionische Emission zur Verfügung steht. Danach fällt der in
dem Schweißstromkreis fließende Strom auf einen Normalwert zu
rück, wie ihn etwa eine Anstiegsfunktion in der Steuerung für
diesen Zeitpunkt vorschreibt, und von da weg regelt die An
stiegsfunktion den Strom auf den voreingestellten Schweißstrom
wert ein.
Die Unteransprüche geben vorteilhafte Ausgestaltungsmög
lichkeiten des im Anspruch 1 niedergelegten Verfahrens an. So
ermöglicht das Merkmal des Anspruchs 2 unter Beibehaltung der
mit Anspruch 1 erzielten Vorteile ein sofortiges Wiederzünden,
wenn die Elektrode während eines Schweißvorganges einmal verse
hentlich das Werkstück berührt hat. Anspruch 3 gibt eine vor
teilhafte Bemessung des mit dem Abheben der Elektrode eingelei
teten Stromanstiegs für den Fall eines verhältnismäßig niedrig
eingestellten Schweißstromwertes an, und das Merkmal des An
spruchs 4 verhindert das Auftreten von Wolframspritzern auch
bei Beendigung des Schweißvorganges.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines in der Zeich
nung in Form eines Blockschaltbildes dargestellten Schweißsy
stems für die Durchführung des beanspruchten Verfahrens weiter
erläutert.
Das betreffende Schweißsystem ist, wie die Zeichnung
zeigt, mit einem thyristor-gesteuerten Schweißgleichrichter
verbunden, der einen internen Grundstromkreis aufweist. Die je
weilige Schweißart wird mittels eines MODE-Schalters 11 angege
ben, der sich für das hier betrachtete Verfahren in der Posi
tion "WIG-Schweißung" befindet.
Zur Einleitung eines Schweißvorganges wird die Wolfram
elektrode 6 der Schweißpistole auf das Werkstück aufgesetzt und
der Schalter 1 an der Schweißpistole bedient, wobei ein Hal
teschaltkreis 2 betätigt wird. Daraufhin wird von einem Gasaus
trittsschaltkreis 4 ein Magnetventil 3 betätigt, womit ein
zeitweiliger Schutzgasaustritt eingeleitet wird. Nach Beendig
gung des Schutzgasaustritts wird ein Ein-Aus-Schalter 5 für den
Grundstromkreis betätigt, womit der Grundstrom an die Elektrode
6 angelegt wird. Wird nun die Elektrode ein klein wenig von dem
Werkstück abgehoben, um den Schweißlichtbogen zu zünden, so
tritt ein Leerlaufspannungsregler 7 in Funktion, was zur Betä
tigung eines Startimpulsschaltkreises 8 führt. Dies wiederum
hat zur Folge, daß ein Schweißstromschaltkreis 9 den Schweiß
strom kurzzeitig anhebt auf einen Wert, der größer ist als der
an einer Steuerung 12 eingestellte Schweißstromwert, um so
einen stabilen Schweißlichtbogen entstehen zu lassen. Ist dies
geschehen, so fällt der Strom auf einen für diesen Zeitpunkt
geltenden Normalwert oberhalb des Grundstromwertes zurück.
Gleichzeitig mit dem Enstehen des Lichtbogens beginnt der
Leerlaufspannungsregler 7 mit der Regelung des Lichtbogens, in
dem er einen Rampenfunktionsgenerator 10 veranlaßt, eine An
stiegsfunktion zu bilden. Das wiederum hat zur Folge, daß der
Schweißstrom in kurzer Zeit auf den an der Steuerung 12 vorein
gestellten Wert anwächst.
Soll der Schweißvorgang beendet werden, so wird der Schal
ter 1 an der Schweißpistole ausgeschaltet, wodurch der Rampen
funktionsgenerator 10 nun eine Abfallfunktion zu erzeugen be
ginnt, um über den Schweißstromkreis 9 den Schweißstrom herun
terzuregeln. Ist die Regelung bis herab zu dem Grundstromniveau
erfolgt, so wird der Halteschaltkreis 2 rückgestellt, und der
Ein-Aus-Schalter 5 des Grundstromkreises schaltet den Grund
strom in dem Schweißgleichrichter ab. Zur selben Zeit wird der
Gasaustrittsschaltkreis 4 für einen zeitweiligen nachträglichen
Schutzgasaustritt tätig.
Wie der vorherige Schutzgasaustritt den Start erleichtert,
so wird durch den nachträglichen Schutzgasaustritt ein Oxidie
ren der Elektrode beim Abkühlen vermieden.
Bei Verwendung des Systems zum Heftschweißen wird der
MODE-Schalter in die Position "Heftschweißen" gebracht. Die
Schweißung erfolgt in der gleichen Weise wie bei "WIG-
Schweißung" bis auf den Unterschied, daß die Anstiegs- und Ab
fallzeiten sich auf Millisekunden verkürzen.
Bei Verwendung des Systems zum Stabelektrodenschweißen
wird der MODE-Schalter in die Position "Elektrodenschweißung"
gebracht. Dies bedeutet, daß der Grundstromkreis dauernd in
Funktion bleibt. Die Verbindung zwischen dem Rampenfunktionsge
nerator 10 und dem Gasaustrittschaltkreis 4 ist dabei unterbro
chen. Nun kann ungeachtet des vorausgehend beschriebenen
Systems eine normale Stabelektrodenschweißung erfolgen.
Claims (4)
1. Elektronisches Steuerungsverfahren für den durch den
Schweißstromkreis geleiteten Strom bei der WIG-Schweißung,
wobei zur Einleitung des Schweißvorganges eine Wolframelektrode
mit dem zu schweißenden Werkstück kurzzeitig in Kontakt ge
bracht wird, wobei während dieses Kontakts ein verhältnismäßig
niedriger Kurzschlußstrom von z. B. 3 bis 8 A durch den Schweiß
stromkreis geleitet wird und wobei beim Abheben der Elektrode
von dem Werkstück zwecks Zündung ein Signal für die Auslösung
des Schweißstromes gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schweißstrom auf das Abheben der Elektrode hin zunächst
kurzzeitig auf einen Wert oberhalb des für den betreffenden
Schweißvorgang vorgegebenen Wertes angehoben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ir
gend ein späterer Kontakt der Wolframelektrode mit dem zu
schweißenden Werkstück während des gleichen Schweißvorganges
dazu benutzt wird, den vorgenannten Einleitungszustand wie
derherzustellen, indem die Schweißstromquelle veranlaßt wird,
den Schweißstrom augenblicklich auf den niedrigen Kurzschluß
stromwert von beispielsweise 3 bis 8 A zu reduzieren.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß, insbesondere für verhältnismäßig niedrige voreingestellte
Schweißstromwerte, die Schweißstromquelle durch die Unterbre
chung des Kurzschlußstromes so gesteuert wird, daß der in dem
Schweißstromkreis fließende Strom zunächst etwa das Doppelte
des voreingestellten Schweißstromwertes erreicht.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Beendigung eines Schweißvorganges der
Schweißstrom zunächst allmählich auf den niedrigen Kurzschluß
stromwert von beispielsweise 3 bis 8 A abgesenkt und erst dann
die Stromversorgung abgeschaltet wird.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DK274283A DK152413B (da) | 1983-06-15 | 1983-06-15 | Svejsesystem til tig-svejsning |
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