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Gewichtsanzeiger für unterbrochen oder ununterbrochen aufeinanderfolgende
Lasten an Waagen. ., Zur Anzeige ,desGewichts von Lasten; welche unterbrochen oder
auch ununterbrochen über eine Waage laufen, dient in bekannter Weise, wie z. B.
bei Transportbändern, Conveyer-Ketten, Gleis- und Hängebahnschienen usw., die normale
Waage. über dieselbe werden :lie Transportmittel hinweggeführt und bewegen entsprechend
dem jeweiligen Gewicht die Wiegehebel im Verhältnis zu der Lastgröße. Die Aufgabe,
die Anzeigevorrichtung einer solchen Waage möglichst genau zu bedienen, ist bei
dem Gegenstand vorliegender Erfindung in folgender Weise gelöst: Das Transportmittel,
welches die Last über die Waage bewegt, setzt ein Zählwerk, entweder kontinuierlich,
z. B. bei endlosen Transporteinrichtungen, wie Bänder und Ketten, oder stoßweise
in Bewegung, wie bei Gleisfahrzeugen usw. Die Bewegung wird von den Transportmitteln
im ersten Falle durch eine entsprechende Vorlegewelle von der Bewegung des Transportmittels
selbst übertragen, im zweiten Falle durch passende Sternräder, die die passierenden
Transportmittel stoßweise bewegen. Im letzteren Falle ist der fortschreitende Weg
am Zählwerk, ausgelöst durch
dieses Sternrad, so groß, daß bei jeweiligem
Fortschritt die größte vorkommende Last angezeigt werden kann.
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Das jeweilige Gewicht, welches die Waage passiert, beeinflußt das
fortschreitende Zählwerk nun in der Weise, daß das Zahnrad des Zählwerks, welches
die "Zeiger oder das Zählrad treibt, in eine der Konstruktion nach berannte Staffeltrommel
eingreift, die verschiebbar auf ihrer Achse gelagert ist und durch einGestänge vomWiegebalken
aus verschoben wird. Entsprechend der Höhe des Gewichts der zu wiegenden Last gibt
die Trommel dein Zahnrad des Zählwerks eine größere oder kleinere Umdrehungszahl.
Ein mit der Welle der Staffeltrommel verbundenes Zählwerk kann gleichzeitig durch
gesonderten Antrieb die über die Waage gelaufenen Einzellasten zählen und neben
dein Gewicht registrieren. Das geschieht von einem Stirnrad aus, welches durch die
fortschreitenden Einzellasten angetrieben wird. Es sind also zwei Antriebsgruppen
vorhanden. Die eine Gruppe bringt entsprechend der passierenden Last ein in gleichen
Schritten fortschreitendes Zahlenrad in Bewegung und zählt daher in der einfachen
Zahlenreihe die Lasten. Die zweite Gruppe treibt entsprechend den Gewichten der
passierenden Einzellasten durch die verschiedene Einstellung der Staffeltrommel
eine Gruppe Zahlenräder ungleichmäßig, d. h. mehr oder weniger vorwärts, und addiert
dadurch infolge der Eichung der Zahlenräder auf Gewichtseinheiten die Gewichte der
Einzellasten. Der Apparat kann natürlich auch Gewicht und Anzahl der Wägungen durch
Einbau bekannter Elemente schriftlich registrieren. Die schriftliche Registrierung
kann in der Weise erfolgen, daß statt der Zahlenräder ein Schreibzeiger auf geeicht
eingeteiltem, auf eine Trommel aufgezogenem Papierstreifen eine Zähl-und eine Wägekurve
schreibt. Sie kann auch dadurch erfolgen, daß von einem Typenrad auf einen Papierstreifen
Abdrucke ider Wiegezahlen und Zählzahlen bewirkt werden.
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Der Erfindungsgegenstand ist in beispielsweiser Ausführungsform in
der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine Gleiswaage mit aufgefahrenem
Wagen, Abb. 2 einen Schnitt nach A-B der Abb. i, Abb. 3 ein Transportband mitWiegeeinrichtung,
Abb. q. einen Querschnitt nach C-D der Abb. 3, Abb. 5 einen Sternradantrieb in,
größerem Maßstab.
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Die Gleiswaage nach Abb. i besteht aus der Brücke i, welche auf dem
Waagebalken .2 ruht und die aufgefahrene Last mittels des I@ommutatorhebels
3 durch Zugstange auf den im Podestständer ¢ ruhenden Wiegebalken 5 überträgt.
Dieser Wiegebalken, welcher das Gegengewicht 6 trägt; hat entsprechend dein Gewicht
der auf die Gleisbrücke aufgefahrenen Last einen ganz bestimmten Aus= schlag, den
er mittels der Stange; und dem Winkelhebel 8 mit Ausgleicher 9 auf die auf der Vierkantachse
io verschiebbaren sogenannten Staffeltrommel i i überträgt. Die Staffeltrommel hat
in bekannter Ausführung eine gleichmäßige Zahnteilung, abEr eine verschiedene Zahnbreite,
und zwar so angeordnet, daß jeder Zahn um ein gleichmäßiges Stück breiter ist als
der vorhergehende, so verteilt, daß am einen Ende die volle Kreisteilung und dementsprechend
am ganzen Umfange die Zähne vorhanden sind, während am entgegengesetzten Trommelende
nur noch ein Zahn am Umfang vorhanden ist. In diese verschiebbare Staffeltrommel
greift das Zahnrad 12 ein, welches bei einer einmaligen Umdrehung der Staffeltrommel
je nach ihrer durch die Last eingenommenen Stellung mit mehr oder weniger Zähnen
vorgetrieben wird. Dieses Vortreiben überträgt das Zahnrad 12 durch die Welle i3
auf das Zählwerk 1q..
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Die Bewegung der Staffeltrommel, und zwar bei jedesmaligem Vortrieb
um eine volle Umdrehung, erfolgt nun durch die auf die Gleiswaage auffahrende Wagenlast.
Die Wagen besitzen einen Mitnehmer 15, welcher beim Passieren der Brücke gegen einen
Arm 16 des Stern- oder Steuerrades stößt und dies um eine Vierteldrehung, beispielsweise
bei einem vierarmigen Sternrad, vortreibt. Die Bewegung wird durch Zahnrad 17 und
Zahnrad 18 und Kettenrad i9 mittels Kette 2o und Kegelantrieb 21 auf die Vierkanttrommelwelle
übertragen. Die Übersetzung ist so gewählt, daß bei einmaligem Anschlag des Wagens
an das Sternrad die Staffeltr ommel genau eine Umdrehung macht.
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Da eine Ungenauigkeit in der Höhenlage des Wagenanschlages und eine
unkorrekte Stellung des Sternraides eine ungenaue Trominelumdrehung und falsche
Wiegezählung hervorrufen könnte, ist nur ein Teil der Drehung des Sternrades ausgenutzt,
indem das Zahnrad 17, entsprechend der Anzahl der Sternarme nur eine entsprechende
Anzahl Zahngruppen trägt. Eine Zahngruppe besorgt genau eine Staffeltrommelumdrehung.
Hierdurch ist die Fehlerquelle des ungenauen Auffahrens eines Wagens ausgeschaltet.
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Durch die vorstehend beschriebene Kombination der Drehung und Verschiebung
der Staffeltrommel ist folgendes erreicht: Der Wagen fährt mit seiner Last auf -die
Wiegebrücke, stellt entsprechend seinem Nettogewicht .(die Tara ist zweckmäßig ausgeglichen
)
die Staffeltrommel ein. Beim Vorfahren des Wagens dreht dieser mittels des Sternrades
die Staffeltrommel um eine Drehung und das Zahnrad 12 addiert im entsprechend geeichten
Zählwerk f4 die je-N@,eilige Wägung. Mit der Vierkantwelle io ist gleichzeitig ein
zweites Zählwerk 22 verbunden, das die einzelnen aufeinanderfolgenden Wagenlasten,
welche die Wiegebrücke passieren, zählt. Die meisten Waagen dieser Art verwiegen
einzelne sich stark in ihrer Höhe ähnelnde Lasten. Deshalb können bei Einzellasten,
die um ein bestimmtes Hundert von Kilo wiegen, die Hunderter und diese in Zehnerschritt
an die Tausender angeschlossen, direkt mit der Vierkanttrommelwelle verbunden werden,
so daß das bestimmte Hundert bei je einer Wagenladung, die die Wiegebrücke passiert,
im Zählwerk 14 von der Vierkantwelle io vorgetrieben wird, also nicht vom Zahnrad
12. Diese Anordnung ermöglicht es, daß die Staffeltrommel nur für die Zehner und
Einer, evtl. auch noch für Zehntel, ausgenutzt «-erden kann, ohne die Zähnezahl
auf der Trommel wesentlich zu vergrößern.
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Hier sei noch erwähnt, daß die üblichen Aufhaltevorrichtungen vor
der Wiegebrücke, wenn dieselbe besetzt, und eine zweite Sperre hinter der Brücke,
wenn richtige Wägung und Zählung nicht stattgefunden hat, in der Zeichnung fortgelassen
sind, um dieselbe nicht imübersichtlich zu machen. Aus gleichem Grunde ist die Druckvorrichtung
zum Abdrucken der Wiegezahlen auf fortlaufendem Streifen nicht eingetragen sowie
eine Dämpfvorrichtung etwa in Form eines Ölbremszylinders, die die Wiegebalkenschwingungen
dämpft.
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Die Anwendung der Erfindung auf - eine Einrichtung zum Anzeigen der
Gewichte von Lasten, die auf endlosen Transportbändern oder Ketten bewegt werden,
ist in Abb. 3 dar gestellt mit dem zugehörigen Schnitt C-D gemäß Abb. 4.. Das Transportorgan
ist hier ein endloses Band, dessen oberer Trumm 23 die Last befördert, und dessen
unterer Trumm 2.1 leer zurückläuft. Ein Teil der Gurttragrollen 2..1a ruht auf der
Wiegebrücke 25, die mit den Zugstangen 26 an den Wagebalken 27 angreifen. Die Last
wird weiter auf dem Kominutatoxhebe128 übertragen. Die Hebel 27 und 28 entsprechen
den Hebeln 2 und 3 der Wiegeeinrichtung nach Abb. i und 2 und bewirken auch dieselbe
Staffeltrommelbewegung. Die Drehung der Staffeltrommel erfolgt durch den rücklaufenden
Leertrumm 24, indem derselbe über die Spannrollen 29 sich auf die Reibrolle 3o niederlegt.
Letztere überträgt mittels Kettenrad 31 und Kette 32 die Drehung auf einen gleichen
Kegeltrieb 21 wie in Abb. i. Bei dieser Anzeigevorrichtung erübrigt sich ein Zählwerk
22, da eine Zählung der Einzellasten nicht erforderlich ist. Das Gewicht der fortschreitenden
Last wird kontinuierlich abgewogen und am Zählwerk addiert. Ein gleicher Gewichtsanzeiger
läßt sich nun auch für Becherketten und Hänge- und Seilbahnwagen verwenden, indem
über eine bewegliche Schiene, die etwa der Wiegebrücke 25 nach Abb.3 entspricht,
die Becher bzw. Wagen hinwegrollen und mit einem Sternrad, wie in Abb. i und 5 dargestellt,
die Staffeltrommel drehen. Hier ist zweckmäßig das Zählwerk 22 wieder einzuschalten,
um die Einzelbecher oder Wagen, die den Apparat passiert haben, zu zählen.