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Antriebsvorrichtung für Motorschlepper. Die Erfindung bezieht sich
auf Motorschlepper, deren Rahmen vom Motorgehäuse und dem damit verbundenen Getriebegehäuse
gebildet wird, und betrifft eine besondere Anordnung des Ausgleichgetriebes, die
bei einfacher Bauart allen Beanspruchungen des praktischen Betriebes gewachsen ist.
Die Erfindung besteht in der Hauptsache darin, daß das Ausgleichgetriebe zusammen
mit einem darauf einwirkenden Übersetzungsgetriebe und mit Trieben, die mit den
Zentralrädern des Ausgleichgetriebes verbunden sind, in einem am hinteren Ende des
Hauptgetriebegehäuses abnehmbar angeordneten Gehäuse untergebracht ist. Dabei stehen
die genannten Triebe mit Zahnrädern in Eingriff, die auf den in das Hauptgetriebegehäuse
hineinragenden inneren Enden der die Wagentriebräder tragenden Wellen sitzen, deren
Lagerkörper an den Seiten des Hauptgetriebegehäuses abnehmbar angeordnet sind.
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Auf der Zeichnung ist Abb. r eine Seitenansicht eines gemäß der Erfindung
ausgeführten Schleppers, Abb. a eine Aufsicht in größerem Maßstabe, Abb. 3 eine
Teilansicht der hinteren Achse und der Verbindungen zur Bewegungsübertragung auf
-die Triebräder, teilweise im Schnitt nach der Linie 3-3 der Abb. 4,
Abb.
4 ein Längsschnitt durch den Hauptgetriebekasten und das daran befestigte Ausgleichgetriebegehäuse,
Abb. 5 ein Schnitt durch das Ausgleichge-@- triebe nach der Linie 5-5 der Abb. 4.
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Gemäß der Abb. i und 2 bildet das Getriebegehäuse io im wesentlichen
die hintere Hälfte und das damit durch Bolzen 12 verbundene Motorgehäuse =i im wesentlichen
die vordere Hälfte des Fahrzeugrahmens. Beiderseits am Getriebegehäuse io (Abb.
2, 3 und 5) sind die die Triebräder tragenden Kästen 14 durch Bolzen 13 befestigt,
während am hinteren Ende des Kastens io ein zylindrisches Gehäuse 16 lösbar befestigt
ist, das das Ausgleichgetriebe, das erste Geschwindigkeitsübersetzungsgetriebe und
die Triebe der Endübersetzung trägt. Das Ausgleichgetriebegehäuse 16 (Abb. 4) hat
einen Ringflansch ig, der zum Zwecke der Zentrierung genau in einen Ringflansch
2o am hinteren Ende des Hauptgehäuses io paßt.
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Von der mit dem Motor gekuppelten Welle 31
erfolgt durch Vermittlung
des Wechselgetriebes 26 der Antrieb der Hauptwelle 39 dieses Getriebes. Von
dieser wird mittels einer eine lösbare Kupplung bildenden Hülse 35 die die Schnecke
41 tragende Antriebswelle 4o des Ausgleichgetriebes mitgenommen. Die Welle 4o liegt
vollständig innerhalb des abnehmbaren Gehäuses 16 und ruht in Lagern 43, 44 an dessen
entgegengesetzten Enden. Das äußere Ende des Gehäuses 16 ist durch eine Schraubkappe
45 verschlossen. Die Schneckenwelle 40 wird in dem zylindrischen Teil 42 gelagert,
bevor die Kappe 45 aufgeschraubt wird, die dazu beiträgt, die Lager und dadurch
die Welle 40 in ihrer Lage zuhalten.
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In Eingriff mit der Schnecke 41 steht ein Schneckenrad 46, das im
Verein mit der Schnecke die erste Geschwindigkeitsübersetzung bildet. Das Schneckenrad
ist auf ein zweiteiliges Ausgleichgetriebegehäuse 48, 49 gesetzt und mit ihm durch
Bolzen 47 (Abb. 5) verbunden. Das Gehäuse 48, 49 trägt in Büchsen 58 die Zapfen
57 der Ausgleichkegelräder 5o des Ausgleichgetriebes, die mit den die Zentralräder
dieses Getriebes bildenden Kegelrädern 51 an dem einen Ende einer jeden von zwei
Hülsen 52 in Eingriff stehen. Die auf einer Achse 55 drehbaren Hülsen 52 erstrecken
sich in entgegengesetzten Richtungen und tragen an den äußeren Enden Triebe 53,
die auf die Zahnräder 54 treiben.
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Das Gehäuse 48, 49 ruht mit äußeren ringförmigen Ansatzhülsen 6o in
Kugellagern 61 innerhalb ringförmiger Teile 62 (Abb. 4). Diese werden in der richtigen
Lage innerhalb des Gehäuses 16 durch Bolzen 64 gehalten, die durch obere und untere
Ansätze 65 der Ringteile 62 und durch das Gehäuse 16 gehen. Die Ringteile 62 haben
oben und unten Ansätze 63, die zwischen Vorsprüngen 63' am Gehäuse 16 liegen.,
wodurch das ganze Ausgleichgetriebe gegen senkrechte Bewegung festgehalten wird.
Das Ausgleichgetriebe und die erste Übersetzung einschließlich der Schnecke 41 und
des Schnekkenrades 46 sowie auch die Triebe 53 sind als Ganzes mit dem Gehäuse 16
vom Getriebegehäuse io abnehmbar. Dies wird durch die Gleitkupplung (Hülse) 35 zwischen
den Wellen 39 und 40 ermöglicht.
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Die im Getriebegehäuse io untergebrachten großen Zahnräder 54 sind
j e an einem Radstern 66 (Abb. 3) befestigt, der in seiner Nabe eine innere Verzahnung
67 zur Herstellung einer Kupplung mit einem hineingreifenden verzahnten Teil 68
am inneren Ende der Welle 73 des zugehörigen Triebrades 21 besitzt. Zwischen den
Enden 69 der beiden Wellen 73 ist ein Abstandsstück 7o angeordnet. Die Enden
69 der in den Gehäusen 14 in Lagern 72 ruhenden Wellen 73 und das Abstandsstück
7o werden gewöhnlich durch Ringe 71 zusammengehalten. Durch Lösen der Bolzen 13
kann jedes der Radgehäuse 14 mit dem zugehörigen Triebrad 21 und Zahnrad 54 als
Ganzes vom Getriebegehäuse io abgenommen werden, indem man das zwischen den beiden
Wellen angeordnete Abstandsstück 7o mit der einen oder- anderen Einheit herausnimmt.