[go: up one dir, main page]

DE34651C - Verfahren und Apparate zum Telegraphiren mittelst Induktions-Ströme - Google Patents

Verfahren und Apparate zum Telegraphiren mittelst Induktions-Ströme

Info

Publication number
DE34651C
DE34651C DENDAT34651D DE34651DA DE34651C DE 34651 C DE34651 C DE 34651C DE NDAT34651 D DENDAT34651 D DE NDAT34651D DE 34651D A DE34651D A DE 34651DA DE 34651 C DE34651 C DE 34651C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coils
induction currents
electromagnet
pole
armature
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT34651D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. HEW-STON JR. in Mills Seminary Post Office, Grafschaft Alameda, California, und L. A. GARNETT in San Francisco, California, V. St. A
Publication of DE34651C publication Critical patent/DE34651C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L25/00Baseband systems
    • H04L25/02Details ; arrangements for supplying electrical power along data transmission lines
    • H04L25/0264Arrangements for coupling to transmission lines
    • H04L25/0266Arrangements for providing Galvanic isolation, e.g. by means of magnetic or capacitive coupling
    • H04L25/0268Arrangements for providing Galvanic isolation, e.g. by means of magnetic or capacitive coupling with modulation and subsequent demodulation

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Magnetic Treatment Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und die dazu nöthigen Apparate, mittelst Inductions-Ströme zu telegraphiren, und zwar werden die Inductionsströme nicht durch die bekannten Inductionsspulen oder durch elektrische Maschinen irgend welcher Art erzeugt, sondern die Erzeugung t geschieht durch eine besondere Anordnung 'von Inductionsspulen zwischen permanenten Magneten und einem Elektromagneten, wodurch starke und hochwirksame Inductionsströme erzielt werden. Diesen Strömen entsprechend sind auch die Empfangsapparate construirt.
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 den Stromerzeugungsapparat in perspectivischer Ansicht, Fig. 2 und 3 von. der Seite bezw. von vorn gesehen dar, während Fig. 4 und 5 in Seiten- und Oberansicht den Empfangsapparat, Fig. 6 ein Schema des Stromlaufes und Fig. 7 einen Stromumkehrungsschlüssel zeigen.
In den Fig. 1, 2 und 3 sind zwei permanente Stahlmagnete A und A' in Hufeisenform auf einer Grundplatte B angeordnet. Dieselben werden einestheils durch eine Platte b aus Holz oder anderem nichtmagnetischen Material, anderentheils durch Zugstangeny und Querstegej^' in der richtigen Entfernung von einander gehalten. Jeder. Pol dieser Stahlmagnete, die sich mit ihren ungleichnamigen Polen gegenüber stehen, ist mit einer Verlängerung α aus weichem Eisen versehen, so dafs die Verlängerungen in einer Linie liegen und zwischen sich ein stark magnetisches Feld bilden. Jede Polverlängerung α ist von einer Spule C mit feinem Draht, der etwa die Stärke des Morse-Relaisdrahtes hat, umgeben. Die Spulendrähte jedes Magneten, sind mit ihren inneren Enden und die beiden Paare mit ihren entsprechenden äufseren Drahtenden durch den Drahte verbunden, so dafs die Spule an dem einen Südpole mit ihrem Aufsendrahtende, mit dem Aufsenende der Spule an dem anderen Südpole verbunden ist. Die äufseren Enden der anderen beiden Spulen sind an Erde E bezw. an die Linie L gelegt. Die Spulen sind alle gleich grofs und durch die beschriebene Verbindung fliefsen die in den Spulen gleichzeitig erzeugten Inductionsströme alle nach einer Richtung.
Ein Elektromagnet D mit dickem Draht ist mit seinem hinteren Verbindungsstück d an der Platte b befestigt und die vorderen Polenden/, die etwas abgeflacht sind, reichen bis zwischen die Polstücke α der Stahlmagnete hinein, wobei die Berührung mit diesen Polstücken α durch dünne zwischengelegte Plättchen g von Isolirmaterial, z. B. Hartgummi, Holz, Papier u.'dergl., verhütet wird.
Ein Ende der Drahtbewickelung des Elektro-" magneten ist mit einer Klemme jp, das andere mit der Klemme p' verbunden. Die Klemmep steht mit dem einen Pol einer kleinen Batterie X in Verbindung, deren änderer Pol mit dem Ambos oder dem Stromschliefsungscontact eines gewöhnlichen Tasters i£ verbunden ist, welcher
seinerseits wieder an die andere Klemmep' für den Elektromagneten D angeschlossen ist.
Läfst man nun durch die Windungen des Elektromagneten einen Strom hindurchgehen, so wird sowohl bei der Stromschliefsung als bei dem Oeffnen des Stromes ein Inductionsstrom in den vier Spulen C erzeugt, der an Stärke den auf die bekannte Weise erzeugten Strömen bedeutend überlegen ist. 'Diese Ströme werden noch verstärkt, wenn man nicht Stromschliefsungen und Unterbrechungen in dem ■ Elektromagneten herstellt, sondern Stromumkehrungen anwendet.
Die Stärke dieser Ströme hängt von der Stärke der permanenten Magnete, dann von der Feinheit des Drahtes auf den Spulen C und drittens von der Kraft der verwendeten Batterie ab. Je stärker der Magnet und je feiner der Draht, desto gröfser ist die Intensität der Ströme. Ein einfaches Chromelement ist im Stande, Ströme zu erzeugen, die mehr als 40 000 Ohm Widerstand zu überwinden vermögen.
Bei Verwendung von Stromumkehrungen im Elektromagneten ist ein entsprechendes Empfangsinstrument nöthig. Ein solches ist in den Fig. 4 und 5 dargestellt. Ein permanenter Stahlmagnet M in Hufeisenform ist mit einem Schenkel auf der Grundplatte m befestigt. An dem vorderen Ende des anderen Schenkels ist das Verbindungsstück zweier Kerne eines Elektromagneten O mit den beiden Spulen q q' angebracht. Infolge dessen sind die Kerne stetig magnetisirt. Vor den Polen des Elektromagneten schwingt ein Anker R an einer verticalen Stange S, die unten bei t und oben in einem Arm V der Säule T gelagert ist. -An dem einen Ende des Ankers R ist eine justirbare Contactschraube u in einem Säulchen TJ angeordnet. Die Säule T steht durch einen Draht, Fig. 5, mit einer Klemme ρ 3, die Säule U mit der Klemme ρ 2 in Verbindung. An diese Klemmen ρ2p 3 schliefsen sich die Drähte einer Localbatterie X1 und ein Klopfer 5', Fig. 6. Die beiden Drähte der Elektromagnetbewickelung stehen mit den Klemmen p*p& in Verbindung, von denen p5 an die Linie L angeschlossen ist, ρ 4 zu einem kleinen Umschalter J führt, dessen einer KnopfJ1 an Erde gelegt ist, während der andere j2 erst nach Passirung der Spulen C des Aufgabeapparates zur Erde E führt.
Der Anker R des Relais besteht aus weichem Eisen und ist daher völlig indifferent. Der Anker liegt ziemlich dicht vor den Polen des Elektromagneten; er wird mit einem Ende an einem der Pole anliegen, so lange kein Strom durch die Elektromagnetwickelung hindurchgeht.
Die Apparate der Aufgabe- und der Empfangsstation, No. ι und No. 2, Fig. 6, sind dieselben; jede Station erhält einen Stromerzeugungs- und einen Stromempfangsapparat, einen Taster und eine damit verbundene Localbatterie, sowie ein Relais mit Localbatterie und Umschalter. Nach dem Schema 'Fig. 6 werden die Relais beider Stationen durch den Liniendraht L mit einander verbunden. Wenn die Linie nicht in Thätigkeit ist, werden die Umschalter J so gestellt, dafs die Verbindung mit dem Knopf jl vorhanden ist, wodurch die Relais an Erde gelegt sind und die Spulen des Stromerzeugungsapparates von der Linienleitung ausgeschlossen sind. Will nun Station 1 nach Station 2 eine Depesche senden, so wird der Umschalter J in Station 1 auf den Knopf;2 gestellt und der Stromerzeuger dadurch in die Linie eingeschaltet. Durch Operiren mit dem Taster K in Station 1 kann ein Anrufsignal an das Relais der Station 2 abgegeben werden. Nachdem dies geschehen, wird der Stromerzeuger wieder aus der Linie ausgeschaltet (obgleich dies nicht unbedingt nöthig ist) und die Antwort der angerufenen Station abgewartet. Nachdem diese eingetroffen, wird der Stromerzeuger wieder eingeschaltet und nun durch den Taster K die Depesche etwa nach dem Morse-System abtelegraphirt. Wenn ein gewöhnlicher Taster K verwendet wird, so wird bei jedem Niederdrücken desselben der Strom der Batterie X geschlossen, die Spulen des Elektromagneten D werden in den Stromkreis eingeschaltet und die Eisenkerne werden magnetisirt. Dadurch wird ein Inductionsstrom in den Spulen C erzeugt, welcher durch den Liniendraht zur Erde wieder zurückkommt. Wird der Taster geöffnet, so durchläuft ein Inductionsstrom in umgekehrter Richtung die Linie und die Spulen. Es sei nun vorausgesetzt, dafs in den Relais die Spulen O an dem Nordpol des permanenten Magneten M befestigt sind. Dadurch sind selbstredend auch die beiden Kerne der Spulen q q' nordmagnetisch. Hat der ankommende Linienstrom nun eine solche Richtung, dafs die Spule q Nord- und die Spule q' Südpolarität erhält, so wird die Spule q verstärkt, die Spule q1 geschwächt, wenn nicht ganz neutralisirt, so dafs die stärkere Anziehung auf den Anker R bei der Spule q sich befindet. Indem der Anker sich also an die Spule q anlegt, schliefst er zugleich durch Anschlag an die Contactschraube u die Localbatterie, und die Klopfer beider Stationen gerathen in Bewegung. Trotzdem der Inductionsstrom nur von äufserst kurzer Dauer ist, wird der Anker des Relais doch in seiner Stellung so lange verharren, bis der Taster in Station 1 wieder hochgeht, die Kerne des Elektromagneten D entmagnetisirt werden und ein Strom in umgekehrter Richtung durch: Linie und Relais hindurchgeht. Der Anker R wird, da jetzt Spule ql gestärkt, q dagegen geschwächt wird, von q 1 angezogen, hebt den
Contact bei u auf, die Localströme werden geöffnet und die Klopfer machen Rückwärtsbewegung. Auf diese Weise können die Punkte und Striche des Morse-Alphabets genau wiedergegeben werden.
In dem angegebenen Relais ist zum Unterschiede von den bekannten Relais nur ein Pol des permanenten Magneten benutzt. Der Anker des Relais darf auch nicht magnetisch sein, weil sonst die angegebene Wirkung nicht statthaben könnte. Das Relais kann auch direct als Klopfer verwendet werden.
Anstatt den Elektromagneten des Stromerzeugungsapparates abwechselnd zu magnetisiren und entmagnetisiren, kann man auch den Localstrom für diesen Elektromagneten in seinen Richtungen jedesmal umkehren; die Wirkung ist dieselbe. Fig. 7 zeigt einen hierfür geeigneten Taster, dessen Construction ohne weitere Beschreibung verständlich ist.
An dem Wesen der Erfindung wird nichts geändert, wenn statt der zwei Paar Polverlängerungen an dem Stromerzeuger nur ein Paar oder mehrere Paare angeordnet werden, nur mufs der angegebene Stromlauf innegehalten werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Zur Erzeugung elektrischer Inductionsströme ein telegraphischer Aufgabeapparat, bestehend aus zwei permanenten Magneten A A1 (Fig. ι bis' 3) in entsprechender Entfernung von einander, auf deren einander gegenüberstehenden Polverlängerungen a Spulen C sich befinden, deren Drahtbewickelung und Drahtverbindung derart angeordnet ist, dafs die erzeugten Inductionsströme die Spulen hinter einander durchlaufen, ferner bestehend aus einem Elektromagneten D, dessen Polenden f zwischen die Polverlängerungen α der Magnete AA1 reichen, so dafs bei Unterbrechungen oder bei Umkehrungen eines durch den Elektromagneten D geleiteten Stromes in den Spulen C Inductionsströme entstehen, welche zum Telegraphiren oder für ähnliche Zwecke benutzt werden können.
    Ein Empfangsapparat oder Relais für den unter 1. gekennzeichneten Aufgabeapparat, bestehend aus einem permanenten Magneten M (Fig. 4 und 5), auf dessen einem Pol zwei Spulen q q1 befestigt sind, vor deren Kernen ein weicher Eisenanker R dadurch oscillirt, dafs durch die ankommenden Inductionsströme je nach ihrer Richtung eine der beiden Spulen q q1 stärker magnetisirt wird als die andere, und wobei durch die Oscillationen des Ankers R eine Localbatterie mit den entsprechenden Apparaten in Thätigkeit versetzt wird oder der Anker selbst als akustischer Empfänger dient.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT34651D Verfahren und Apparate zum Telegraphiren mittelst Induktions-Ströme Expired - Lifetime DE34651C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE34651C true DE34651C (de)

Family

ID=310548

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT34651D Expired - Lifetime DE34651C (de) Verfahren und Apparate zum Telegraphiren mittelst Induktions-Ströme

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE34651C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE34651C (de) Verfahren und Apparate zum Telegraphiren mittelst Induktions-Ströme
DE872063C (de) Elektromagnetisches Geraet zum Umwandeln von elektrischen Schwingungen in mechanische Schwingungen und umgekehrt, insbesondere Telegraphenrelais
DE623800C (de)
AT20475B (de) Schaltung für Wechselstromtelegraphen.
DE52033C (de) Apparat zur Erzeugung von Inductionsströmen mittelst schwingender Körper
DE33007C (de) Methode, um Galvano - Elektrizität auf eine niedrigere oder höhere Spannung zu bringen und die hierzu bestgeeigneten Wechselströme herzustellen
DE134995C (de)
DE506165C (de) Elektromagnet fuer Fernmelde-, insbesondere fuer Fernsprechanlagen
AT20476B (de) Schaltung für Wechselstromtelegraphen.
DE205355C (de)
DE231917C (de)
DE49421C (de) Vorrichtung an Tastern zur Beförderung von Morseschriftzeichen mittelst Volta-Induktionsströme
AT18310B (de) Apparat zur elektrischen Übertragung und Aufnahme von Nachrichten.
AT88121B (de) Telephonstation mit einem als Anrufstromquelle dienenden Gleichstrom-Wechselstromumformer.
DE968340C (de) Anordnung zur Erzeugung saegezahnfoermiger Spannungen
DE1056172B (de) Schaltungsanordnung fuer Fernschreibteilnehmerstellen mit Einfachstrombetrieb
DE151149C (de)
AT122870B (de) Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Gesellschaftsleitungen.
DE174786C (de)
AT8460B (de) Schaltungseinrichtung zum Telegraphieren zwischen zwei durch eine Centrale miteinander verbundene Telephonstationen.
DE260809C (de)
DE270067C (de)
DE127475C (de)
DE177659C (de)
DE213013C (de)