DE174786C - - Google Patents
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- DE174786C DE174786C DENDAT174786D DE174786DA DE174786C DE 174786 C DE174786 C DE 174786C DE NDAT174786 D DENDAT174786 D DE NDAT174786D DE 174786D A DE174786D A DE 174786DA DE 174786 C DE174786 C DE 174786C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M1/00—Substation equipment, e.g. for use by subscribers
- H04M1/02—Constructional features of telephone sets
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Telephone Set Structure (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 174786 .-KLASSE 21 a. GRUPPE
ROBERT BINES in CHICAGO (V. St. A.).
Induktionsspule für Fernsprechzwecke. Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. März 1905 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Induktionsspule für Fernsprecheinrichtungen mit
langen Drahtleitungen, welche sich dadurch auszeichnet, daß außer einem mit Polschuhen
versehenen Eisenkern zwischen den Enden dieser Schuhe und magnetisch von ihnen isoliert, ein zweiter Eisenkern zur Anwendung
gelangt, welcher die Kraftlinien des ersteren unterbricht und ablenkt. Beide Kerne
• ίο sind mit je einer primären und einer sekundären
Spule versehen, wobei sowohl die beiden primären Spulen als auch die beiden
sekundären zu einander parallel geschaltet sind. Die Wicklungen jeder der beiden sekundären
Spulen bestehen aus zwei Teilen, die zu beiden Seiten der inmitten des Kernes sitzenden
primären Wicklung angeordnet sind, damit die erwähnte Unterbrechung der Kraftlinien
in dem sekundären Stromkreis, in den der Empfänger eingeschaltet ist, eine verstärkte
Kraftwirküng zur Folge hat, um der Spule
eine Übertragungsfähigkeit der Sprechlaute auf größere ■ Entfernungen zu verleihen.
Ein Geber bekannter Art ist in den primären Stromkreis eingeschaltet, während
gegenüber den Polen der Induktionsspule ein Pol wechsler sitzt, mit dessen Hilfe der Anruf
der fernen Station erfolgt.
Fig. ι zeigt eine schematische Darstellung der Stromkreise und Einrichtungen für eine
Telephonstation,
Fig. 2 eine Ansicht der Induktionsspule mit den Wicklungen in schematischer Darstellung
und
Fig. 3 eine Seitenansicht von Fig. 2.
In Fig. ι sind die verschiedenen Teile und Stromkreise von nur einer Endstation der
Leitung dargestellt, da sie sich bei der entfernten Station genau wiederholen.
Die Induktionsspule der Fig. 1 ist in Fig. 2 in vergrößertem Maßstabe wiedergegeben.
Sie ist mit zwei Eisenkernen A, B versehen, wovon Eisenkern A zwei magnetisch leitend
mit ihm verbundene Polschuhe Al trägt, zwischen
welchen der Eisenkern B sich befindet, der von den Polschuhen A1 und Eisenkern A
magnetisch isoliert ist, z. B. durch Isolationsstücke B1, welche vorteilhaft eine Art Kappe
über den Enden des Eisenkernes bilden.
Die Polschuhe sind zweckmäßig mit entsprechenden Vertiefungen ausgestattet, und die
Eisenkerne nehmen die in Fig. 3 veranschaulichte Stellung ein. Jeder Eisenkern ist in
mehrere Abschnitte eingeteilt, und es enthält der eine die parallel geschalteten und mit der
Batterie D verbundenen Primärspulen A2, B2.
Zu beiden Seiten dieser Abschnitte befinden sich weitere Abschnitte für die Sekundärspulen
As, Bs, welche parallel geschaltet und
mit der Linienleitung verbunden sind. Die Polschuhe A1 sind in beliebiger Weise, z.B.
durch Bolzen C fest miteinander verbunden. Mit der Induktionsspule . ist zur Zeichengebung
eine Stromumschaltvorrichtung in Verbindung gebracht. Diese besteht aus einem Magneten, welcher derart angeordnet
ist, daß die äußeren Enden gleiche Polarität aufweisen, z.B. Nordmagnetismus (Fig. 1).
Dies wird dadurch erreicht, daß entgegen bisher bekannten Selbstunterbrechern zwei
permanente Magnete an einem drehbaren Hebel E derart befestigt sind, daß ihre äußeren
Enden gleiche Pole aufweisen. Der Drehzapfen dieses Hebels E1 ist am Gestell der
Induktionsspule gelagert und besteht aus nichtmagnetischem Material oder ist von
diesem magnetisch isoliert. Eine Rückzugfeder P ist an dem Verbindungsstück E befestigt.
Der eine Nordpol N befindet sich gegenüber dem Südpol S des einen Polschuhes
.4', während der andere Nordpol
gegenüber dem Nordpol N des anderen PoI-scliuhes
A1 liegt. Daher sind beide Pole bestrebt , den beweglichen Arm E in derselben
Richtung zu bewegen, und zwar die sich gegenüberliegenden Nord- und Südpole durch
Anziehung und die sich gegenüberliegenden beiden Nordpole durch Abstoßung.
Mit dem beweglichen Arm E sind Kontaktfederstücke E2, Ez verbunden, welche mit
den Kontakten /?*, /T5, En, E7 zusammen
arbeiten. Die beiden Kontakte E5, E6 stehen mit dem Lokalstromkreis der Batterie D
mittels Leitung E8 in Verbindung. Die beiden Kontakte E4", E1 sind unter sich und gleichzeitig
mit dem lokalen Stromkreis durch Leitung E9 verbunden. Eine Leitung F zweigt
vom Kontaktstück E2 ab und eine Leitung Fa
' vom Kontaktstück E3. Ein Umschalterknopf F6
beherrscht eine Reihe von Kontakten F1, F2,
G1, G2, G3, die mit Federstücken verbunden
sind, und ferner den Stromkreis durch das Läutewerk G5. Der Empfänger bezw. Hörer L
ist gewöhnlich an dem Empfängerhaken / angehängt, welcher an die Nebenleitung H1
der Hauptleitung angeschlossen ist und außerdem eine Reihe von Kontakten J'2, L'2, P, /*,
P, P beeinflußt. Das Mikrophon D1 wird beim Abheben des Hörers durch die von der
unterhalb befindlichen Feder veranlaßten Aufwärtsbewegung des Hakens / in den lokalen
Stromkreis eingeschaltet. Der Empfängerhaken J ist in der Stellung gezeichnet, welche
er bei angehängtem Hörer einnimmt.
Wird jetzt von der entfernten Station angerufen, so fließt der Strom zunächst durch
die Signalvorrichtung, hier Glocke G5, indem er von Leitung/ifdürch Leitung Ge, Glocke G5,
Leitung G4, Kontakte G3, G2, Leitung J3,
Haken J nach der NebenleitungH1 der Hauptleitung
und dann zurück zur Aufgabestation geht.
Soll dagegen die entfernte Station angerufen werden, so wird gegen den signalgebenden
Schaltknopf F5 gedrückt, welcher sich gegen das isolierende Stück Ji legt, wodurch
einerseits die beiden Kontaktstücke G2 und G8 getrennt werden und die Glocke G5
ausgeschaltet wird, andererseits Verbindung zwischen den Kontakten G2 und G1 bezw. F1
und F'2 hergestellt wird. Dadurch ist ein durch Batterie D und die Primärspulen gehender
Stromkreis gebildet, und zwar verläuft dieser vonD durch Leitungen/2 und E8, Kontakt
E'', Kontaktfederstück E~, Leitung F,
Kontakte F1 und F2, Leitung Fs, Primärspulen
A2, -B2 (Fig. 2), Leitungen Z74 und F°,
Kontaktfederstück Es, Kontakt E1, Leitungen
/T9 und Z1 zurück zur Batterie. Ein Strom
durchläuft jetzt die Primärspulen und induziert einen zweiten Strom in den Sekundärspulen,
welcher durch die Streckenleitung nach der Signalvorrichtung der entfernten Station geht und hierbei, von den sekundären
Spulen durch Leitung G, Kontakt G1, G2, Leitung J3,. Haken J, Zweigleitung H1 von da
zur entfernten Station und zurück durch Leitung H zu den Sekundärspulen fließt.
Der durch die Primärspulen geschickte Strom erregt die Polschuhe A1 und die auf
dem drehbar gelagerten Hebel sitzenden Magnete werden entgegen der Spannung der Feder durch Anziehung des linken und Abstoßung
des rechten bewegt.
Hierbei bewirken die Kontaktstücke E2 und E3 eine Unterbrechung des Stromkreises,
der dann bei Berühren der Kontakte/?5 und FP wieder geschlossen wird. Der Strom fließt
nunmehr von Batterie D durch P, Es, E5, EB,
Fr>, jF4, dann durch die Primärspulen (Fig. 2)
F3, F2, F1, F, E2, E7, E9 und /' nach der
Batterie zurück. Nunmehr wird der Strom durch die Primärspulen gewendet und auch
die Polarität der Polschuhe A gewechselt, wodurch auch die Zurückführung der genannten
Magnete in die gezeichnete Stellung bewirkt wird. Diese Tätigkeit wird sich so lange wiederholen, wie der signalgebende
Druckknopf gedrückt wird, und bei jedem Schließen und Unterbrechen des Stromes der
Batterie D wird ein Stromstoß in die Hauptleitung geschickt.
Soll gesprochen werden, so wird der signalgebende Druckknopf Fh wieder losgelassen;
er wird sich, da er an einer Feder sitzt, in die in Fig. 1 gezeichnete Stellung zurückbegeben
und die Lösung der Kontakte F1 und F'2 und G1, G" und die Verbindung der
Kontakte G2 und G3 bewirken. ■ Wird nun der Hörer vom Haken J abgenommen, wodurch
letztere durch Federkraft aufwärts bewegt wird, so werden die beiden Kontakte J*
und P durch Eindrücken des Knopfes J1 auseinander gespreizt, wobei/4 sich gegen/8 und/6
sich gegen /s legt. Der Haken J hebt sich außerdem von J2 ab und legt sich gegen das
Kontaktstück L2. Das Mikrophon D1 befindet
sich jetzt in gleichem Stromkreise mit der primären Spule und Batterie D. Wenn
der Anrufende in den Apparat D1 spricht, -
wird sich die Stromstärke in diesem Stromkreise auf die bekannte Weise verändern,
wobei letzterer wie folgt verläuft:
Von Batterie D durch Leitungen P, I, Sprechapparat D1, Leitung /9, Kontakte 78, P,
Leitungen P, F^, von da durch die primären
Spulen A2, B2 (Fig. 2), ferner durch Leitungen
F3, P, Kontakte/4,/3 und Leitung/2
zurück zur Batterie D. Die Änderung der Stromstärke in den Primärspulen erzeugt
einen Sprechstrom in den Sekundärspulen, dessen Stromkreis wie folgt verläuft.
Von den Sekundärspulen A3, B3 (Fig. 2)
durch Leitung G, Hörer L, Leitung L1, Kontakt
L2, Haken /, Nebenleitung H1 nach dem
Instrument der anderen Station, dann zurück durch Nebenleitung H nach den Spulen ^L3, B3.
Der Empfänger der anderen Endstation tritt dann in Tätigkeit und gibt die Mitteilung
genau wieder.
Claims (3)
- Pate nt-An Sprüche:i. Induktionsspule für Fernsprechzwecke mit zwei Wicklungen, deren primäre mit dem Mikrophon und einer Batterie hintereinander zu schalten ist, <· während die sekundäre mit dem Fernhörer und der Linienleitung hintereinander geschaltet wird, gekennzeichnet durch einen Eisenkern (A) mit daran sitzenden Polstücken (A1, A1J, zwischen denen zur Unterbrechung und Ablenkung der Kraftlinien des ersteren (A) ein zweiter Eisenkern (B) magnetisch isoliert angeordnet ist, wobei beide Eisenkerne (A, B) mit einer primären und einer sekundären Spule umgeben sind, zum Zwecke, zufolge der eintretenden Unterbrechung der magnetischen Kraftlinien in dem sekundären Stromkreis eine verstärkte, zur Lautübertragung auf sehr weite Entfernungen geeignete Kraftwirkung zu erzielen.
- 2. Ausführungsform der Induktionsspule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf jedem der beiden Eisenkerne (A, B) die Wicklungen (A2, B2) der primären Spule in der Mitte und diejenigen (A3, B3) der sekundären Spule in zwei Gruppen zu beiden Seiten der ersteren angeordnet und die Spulen bezw. Spulengruppen beider Eisenkerne hierbei parallel geschaltet sind.
- 3. Die Ausbildung der Induktionsspule nach Anspruch 1 zur Hervorrufung. von durch Selbstunterbrechung im primären Kreise entstehenden Induktionsströmen im sekundären Kreise, die zum Anrufe der entfernten Fernsprechstelle dienen, dadurch gekennzeichnet, daß gegenüber den Polstücken (A1, A1) der Induktionsspule ein schwingbar befestigter Magnet angeordnet ist, welcher zwei Kontaktstücke (E2, E3) trägt, die mit vier festen Kontakten (E*, Eh, Ee\ E7) beim Hin- und Herschwingen des Magneten im Sinne der Selbstunterbrechung zusammenwirken.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE174786C true DE174786C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE174786C (de) |
-
0
- DE DENDAT174786D patent/DE174786C/de active Active
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