DE346316C - Kuenstliches Fussgelenk - Google Patents
Kuenstliches FussgelenkInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
- Künstliches Fußgelenk. Durch das Patent 318075 ist ein künstliches Fußgelenk geschützt, welches aus einem halbkugelförmigen Zapfenlager besteht und allseitig beweglich ist.
- Nach der Erfindung soll dieses Fußgelenk eine weitere Verbesserung erfahren, die darin besteht, daß dasselbe durch Federkörper an Stelle von Stahlfedern nach allen Richtungen abgefedert wird.
- Es sind bereits künstliche Fußgelenke bekanntgeworden, bei denen in der Knöchelgegend quer durchgehende Federpolster angeordnet sind.
- Derartige Federpolster haben den großen Nachteil, daß sie den Fuß durch ihren großen Umfang unnötig schwer machen und auch teuer sind. Ein weiterer Nachteil dieser Konstruktion besteht noch darin, daß durch die weite Entfernung der federnden Polster vom Gelenkdrehpunkt ein größerer Ausschlag des Gelenkes, wie er für die Plantarflexion absolut notwendig ist, gar nicht möglich ist; ferner ist durch die weite Entfernung der Federkörper vom Gelenkdrehpunkt die Verdrängung derselben (z. B, bei Gummi) so stark, daß die Federpolster einem -raschen Verschleiß unterworfen sind und das Gelenk dadurch wackelig wird.
- Bei der vorliegenden Erfindung sind die Federkörper, welche aus Gummi oder sonstigem elastischen Material bestehen können, in einem über der Lagerkapsel angeordneten Kasten sowie im Innern der Lagerkapsel gelagert, wobei die Federkörper dem Gelenkdrehpunkt so nahe gerückt sind, daß deren Verdrängung auch bei einem größeren Ausschlag. des. Gelenkes minimal und der Verschleiß ein äußerst geringer ist.
- Durch die eigenartige Einbettung der Federkörper wird deren Elastizität bedeutend -gesteigert und somit eine zuverlässige Abfederung nach allen Richtungen erzielt; ferner bleiben durch diese Einrichtung die Gelenkteile vor Bruch und starkem Verschleiß bewahrt, weil das Körpergewicht beim Abwickeln des Kunstfußes von den Federkörpern allein aufgenommen wird.
- Mittels der leicht auswechselbaren Federkörper ist dem Amputierten noch die Möglichkeit gegeben, dem Gelenk selbst nach Belieben eine stärkere oder schwächere Abfederung zu geben, indem er Federkörper von entsprechender Festigkeit einsetzt.
- Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
- Abb. i und i a zeigen das Fußgelenk mit der neuen Abfederung.
- Abb. i ist ein sagittaler, Abb. i a ein frontaler Schnitt.
- Die halbkugelförmige Lagerschale b ist aus Gründen der Billigkeit und Leichtigkeit fortgelassen. Der Fuß Bist halbkugelförmig oder annähernd halbkugelförmig ausgehöhlt, in welchem der Kugelabschnitt a. allseitig bewegbar, gelagert ist. Der Lagerdeckel d ist mit dem Fuß B fest verschraubt. Für die Elastizität des Gelenkes in sagittaler, frontaler und in der Längsrichtung des Kunstbeines, sowie zur Haltung des Gelenkes in seiner normalen Stellung, ist der Gelenkbolzen g von einem Federkörper l umgeben, welcher in einem offenen, mit dem Lagerdeckel d fest verbundenen Kasten oder Gehäuse h gelagert ist. Um den Federkörper Z rasch auswechseln zu können, wird derselbe zweckmäßig mit einer Schlaufe lx versehen. Zur weiteren Abfederung des Gelenkes nach allen Richtungen, als auch zur Pressung des Gelenkteils a gegen die konkave Lagerfläche b des Fußes B, ist zwischen dem Lagerdeckel d und dem oben mittels Scheibe g abgedeckten Gelenkteil a ein weiterer Federkörper e eingepreßt. Durch die Pressung der Lagerflächen gegeneinander wird gleichzeitig ein Schlottern sowie eine achsiale Verdrehung verhindert. Zur weiteren Sicherung des Gelenkes gegen achsiale Verdrehung dient noch der zentrisch zum Fußgelenk gelegte Querstift i, welcher in Schlitzen k im Fuß drehbar geführt wird. Auf dem Abfederungskörper l sitzt das Knöchelstück A, welches mit dem Gelenkbolzen g in seiner Längsachse teleskopisch verschiebbar mittels der Schrauben m verbunden ist und gegen den Federkörper l gepreßt wird. Fü_r die Beweglichkeit der Schrauben m in dem Gelenkbolzen g sind Schlitzen vorgesehen. Durch diese Einrichtung wird gleichzeitig ein elastischer Auftritt erzielt, wobei Stumpf als auch Prothese erheblich geschont bleiben. Die Schienen o können auch mit mehreren Stellöchern P versehen werden, so daß das künstliche Bein in seiner Längsachse verstellbar ist. Bemerkt sei noch, däß das Gelenkteil a auch massiv sein kann und z. B. aus Bein, Horn, Hartgummi, Holz, Leichtmetall oder sonstigem, dauerhaftem Material bestehen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Künstliches Fußgelenk, Zusatz zum Patent 318o75, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar über der Lagerkapsel (b, d) ein aus einer senkrechten oder annähernd senkrechten Wand gebildeter Kasten (h) vorgesehen ist; zwischen dessen innerer Wand und dem Gelenkbolzen (g) ein Federkörper (L) (,Gummi) eingepreßt ist, welch letzterer beim Abwickeln des Kunstfußes (z. B. Verlegung des Körpergewichts nach vorn) das volle Gewicht des Amputierten durch' den unmittelbarem; Anschlag des Gelenkbolzens (g) an den Federkörper (l) aufnimmt und gleichzeitig dem Knöchelgelenk eine absolut zuverlässige Abfederung nach allen Richtungen verleiht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE346316T | 1919-06-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE346316C true DE346316C (de) | 1921-12-31 |
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ID=6255151
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919346316D Expired DE346316C (de) | 1919-06-11 | 1919-06-11 | Kuenstliches Fussgelenk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE346316C (de) |
-
1919
- 1919-06-11 DE DE1919346316D patent/DE346316C/de not_active Expired
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