DE3445012A1 - Druckmaschine - Google Patents
DruckmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Verbesserungen an einer Druckmaschine zum Bedrucken von laufenden Bahnen.
10
Fig. 1 zeigt eine herkömmliche Farbdruckmaschine, in welcher
die Bahn (4), die bedruckt werden soll, zwischen einem Andrückzylinder (1) und Plattenzylindern (2) hindurchläuft
und durch Platten (3) bedruckt wird, die auf den Plattenzylindern befestigt sind. Der Andrückzylinder und die Plattenzylinder
werden durch einen einzigen Motor angetrieben über ein gekoppeltes Getriebe für synchronisches Drucken. Da der
Umfang der Plattenzyl-inder durch die Drucklänge bestimmt wird,
welche die Länge der Platte ist, müssen jedesmal, wenn die Drucklänge sich ändert, neue Plattenzylinder hergestellt wer-
den, deren Umfangslänge der neuen Drucklänge entspricht.
Dies erhöht die Druckkosten. Ferner müssen jedermal, wenn
die Drucklänge sich ändert, schwere Plattenzylinder durch neue ersetzt werden. Neue Plattenzylinder mit neuen, darauf
befestigten Platten müssen auf dem Andrückzylinder mit geeignetem Berührungsdruck befestigt werden. Dies ist eine
sehr mühsame Arbeit. Ferner war eine Feinabstimmung des Übersetzungsgetriebes nötig für eine Phasenabstimmung zwischen
den Plattenzylindern für ein genaues Register. Ein weiterer Nachteil ist, daß eine Vielzahl von Plattenzylindern
gehalten werden muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Maschine zu schaffen, die die Notwendigkeit vermeidet,
unterschiedliche Plattenzylinder für unterschiedliche Drucklängen vorzubereiten.
Erfindungsgemäß ist eine Druckmaschine zum Drucken einer
laufenden Bahn vorgesehen, mit mindestens einer Druckeinheit, die einen Plattenzylinder mit einem Umfang B hat, der größer
als das doppelte der Drucklänge L ist und zwei Platten tragen · kann, einem Paar von Andrückzylindern, die am Plattenzylinder
befestigt sind, um die Bahn an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen gegen die Platten auf dem Plattenzylinder
anzudrücken, und eine Vorrichtung zum Führen der Bahn so, daß die Bahnlänge zwischen dem einen Berührungspunkt (zwisehen
dem einen Andrücl·zylinder und dem Plattenzylinder) und
ς 3U5012
dem anderen Berührungspunkt (zwischen dem anderen Andrückzylinder
und dem Plattenzylinder) das dreifache oder ein größeres, ungerades Vielfaches der Drucklänge beträgt,
einer ersten Antriebsvorrichtung zum Antreiben der Bahn,
einer zweiten Antriebsvorrichtung zum Antreiben des Plattenzylinders,
und
einer Steuervorrichtung zum Steuern der ersten-und der
zweiten Antriebsvorrichtung, so daß während des Zeitraums vom Druckstart bis zum Druckende diese einander gleich sind,
und während des Zeitraums vom Druckende bis zum nächsten Druckstart sich der Plattenzylinder um einen Abstand gleich
B/2 - L bewegt, während sich die Bahn um einen Abstand gleich der Drucklänge L bewegt. Weitere Aufgaben und Merkmale der
vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figuren klar. Es zeigen:
Fig. 1 eine.schematische Ansicht einer herkömmlichen
Farbdruckmaschine,
Fig. 2 ein Blockdiagramm einer bevorzugten Ausführungsform,
Fig. 3 eine Kurve, die die Geschwindigkeitsänderung des
Plattenzylinder:; zeigt, und
— 3 —
Fig. 4 eine Darstellung, wie die Bahn durchgehend bedruckt wird.
Gemäß Fig. 2 läuft eine Bahn 10 zwischen einem Paar von Zuführwalzen 11, um eine erste Papierwalze 12, durch Druckeinheiten
13.., 13„, 13~ und 13. um eine zweite Papierwalze
14 und zwischen einem Paar von Zugwalzen 15 hindurch und wird zur nächsten Station gefördert.
Zwischen den nebeneinanderliegenden' Druckeinheiten sind Bahnlängeneinstellvorrichtungen 16., , 16O und 16Q zum Einstellen
der Bahnlängen zwischen nebeneinanderliegenden Druckeinheiten auf ein ganzzahliges Vielfaches der Drucklänge vorgesehen.
Jede Bahnlängeneinstellvorrichtung enthält eine vertikal bewegliche Einstellwalze 17. Durch Einstellen der
Höhe, bzw. der vertikalen Stellung der Einstellwalze wird die Bahnlänge zwischen nebeneinander liegenden Druckeinheiten
auf ein ganzzahliges Vielfaches der Drucklänge eingestellt,
Jede Druckeinheit 13- bis 13. enthält einen Plattenzylinder
19 mit einer Umfangslänge, die größer als die doppelte Drucklänge ist, und der zwei Platten 18 an diametral gegenüberliegenden
Stellen tragen kann, mit einem Paar von Andrückzylindern
20a und 20b, die die Bahn 10 gegen die Platten 18 auf den Plattenzylinder 19 drücken können, einem Paar von
Einstellwalzen 21, Trocknern 22, die stromab von den Andrückzylindern 20a und 20b angeordnet sind, um die durch die Plat-
ten 18 auf die Bahnoberfläche aufgebrachte Farbe zu trocknen, und Farbwalzen 24 zum Aufbringen von Farbe in einem Farbbehälter
23 auf die Platten 18 auf dem Plattenzylinder 19. Nach dem Bedrucken durch die Platten 18 wird die Bahn IO
durch die Trockner 22 getrocknet und aus der Druckstation entladen. Die Einstellwalzen ?.l sind in einer solchen Stellung,
daß die Bahnlänge 10 zwischen einem Berührungspunkt (zwischen dem einen Andrückzylinder und dem Plattenzylinder) und dem
anderen Berührungspunkt (zwischen dem anderen Andrückzylinder und dem Plattenzylinder) das dreifache oder ein größeres
ungerades Vielfaches der Drucklänge ist (tatsächlich sind Plattenzylinder und Andrückzylinder nicht in direktem Kontakt
miteinander, sondern über die Bahn und die Platte).
Der Plattenzylinder 19 in den Druckeinheiten IS1 bis 13.
ist über ein (nicht gezeigtes) Getriebe mit Zahnrädern, Kettenrädern und/oder Ketten für einen synchronisierten Antrieb
mit dem Motor 25 verbunden. Ein Tachometergenerator 26 und ■ein erster Pulsgenerator 27 zum Messen der Umdrehungsanzahl
des Plattenzylinders 19 sind mit dem Motor 25 für den Plattenzylinder
(im folgenden als Zylindermotor bezeichnet) verbunden.
Die Zuführwalzen 11 und die Abzugswalzen 15 sind mit einem Bahnantriebsmotor 28 über ein (nicht gezeigtes) Getriebe
mit Zahnrädern, Kettenrädern und/oder Ketten so verbunden,
COPY
daß sie sich mit dor gleichen Umfangsgeschwindigkeit drehen, Ein zweiter Pulsgenerator 29 ist mit einer dieser Walzen
(in der Ausführungsform von Fig. 2 mit der Bezugwalze 15) verbunden, um die Länge zu bestimmen, um welche die Bahn 10
gelaufen ist. Ein Druckstartdetektor ist neben dem Plattenzylinder
19 von einer der Druckeinheiten 13.. bis 13. angeordnet, um den Druckstart festzustellen.
Die BahnlängeneLnstellvorrichtung 16 (n = 1, 2 oder 3)
dient zum Einstellen der Bahnlänge' zwischen dem Berührungspunkt (zwischen Plattenzylinder 19 der Druckeinheit 13 und
seinem Andrückzylinder 20b) und dem Berührungspunkt (zwischen dem Plattenzylinder 19 der Druckeinheit 13 - und ihrem Andrückzylinder
20a) auf ein ganzes Vielfaches der Bahnlänge.
In einem Setzwerk 31 können der Umfang B des Plattenzylinders 19 (unter Berücksichtigung der Dicke einer Platte) und
die Drucklänge L (üblicherweise die Länge der Platte 18) gesetzt werden. Da der Wert B,festliegt, wenn der Plattenzylinder
19 einmal ausgev/ählt wurde, kann auch nur die Bahnlänge L gesetzt werden.
Als Antwort auf das Druckstartsignal vom Druckstartdetektor 30 liest ein Vorsetzzähler 32 die■Drucklänge L und beginnt
gleichzeitig ein erstes Impulssignal Cy1 vom ersten
Pulsgenerator 27 zu zählen. Wenn der Zählwert gleich der Drucklänge L wird, gibt der Presetzähler ein Druckendesignal,
COPY
um anzuzeigen, daß das Drucken mit der Platte 18 fertig ist.
Ein Computer 33 liest einen Ausgleichswert 2L - ■=· als
Antwort auf das Druckendsignal, addiert das erste Pulssignal φ. vom ersten Pulsgenerator 27 und zieht ein zweites
Pulssignal (A)2 vom zweiten Pulsgenerator 20 ab. Das heißt,
der Computer 33 führt die Rechnung 2L - -^ - r^? + r λ durch.
Das Resultat M dieser Berechnung wird durch einen Digitalanalogkonverter 34 in ein cinaloges Fehlerspannungssignal V
umgesetzt.
Ein F/V Konverter 35 empfängt das Pulssignal (jD„ vom
zweiten Pulsgenerator 29 und liefert eine Bahngeschwindigkeitsspannung V. proportional zur Frequenz des Pulssignales (D^.
Ein Analogcomputer 36 subtrahiert die Fehl er spannung Vp, von
der Bahngeschwindigkeitsspannung V., um eine Geschwindigkeitssteuerspannung
V0 (= V. - V) zu erzielen. Ein Motorsteuerrer
37 vergleicht die Geschwindigkeitssteuerspannung VQ mit
einer Geschwindigkeitsspannung VR vom Tachometergenerator
und liefert eine Motorspannung V„ an den Motor 25 für die
Plattenzylinder, so daß dieser genau mit der Geschwindigkeitssteuerspannung V0 betrieben wird.
Als nächstes wird der Betrieb weiter unten genau beschrieben,
Zuerst werden der Umfang B des Plattenzylinder 19 und die
Drucklänge L im Setzwerk 31 gesetzt. Die Einstellwalzen 17
COPV
der Bahnlängeneinstellvorrichtung 16- bis 16„ werden eingestellt,
um die Bahnlänge zwischen nebeneinanderliegenden Druckeinheiten 13.. bis 13. auf ein ganzzahliges Vielfaches
der Drucklänge einzustellen. Zwei Platten 18 werden dann auf den Plattenzylinder 19 jeder Druckeinheit an diametral
gegenüberliegenden Stellen aufgesetzt, und Farbe der gewünschten Farbe wird in die Farbbehälter 23 jeder Druckeinheit
eingefüllt.
Die Geschwindigkeit für den Bahhantriebsmotor 28 wird in
einem Geschwindigkeitssetzwerk 38 gesetzt. Ein Maschinenschalter wird angeschaltet, um das Drucken zu starten. Der
Motor 28 wird mit der im Geschwindigkeitssetzwerk 38 gesetzten Geschwindigkeit angetrieben, so daß die Bahn 10 mit
der vorher eingestellton, konstanten Geschwindigkeit läuft. Der F/V Konverter 35 liefert eine Bahngeschwindigkeitsspannung
V. proportional zur Bahngeschwindigkeit.
JTi,
Auf der anderen Seite wird der Zylindermotor 35 durch den Computer .33 usw. gesteuert, so daß die Umfangsgeschwindigkeit
des Plattenzylinders 19 (welche korrekt gesagt die Umfangsgeschwindigkeit der Platte 18 ist, aber im folgenden
als Umfangsgeschwindigkeit des Plattenzylinders bezeichnet wird) so ist, wie in der Kurve von Fig. 3 gezeigt. Das heißt,
sie wird so gesteuert, daß sie gleich der Bahngeschwindigkeit ist, während des Zeitraums vom Druckstartpunkt T11 bis
zum Druckendpunkt T1„. Während dieses Zeitraums dreht sich
- 8 - ÖOPY
der Plattenzylinder um einem Abstand gleich der Drucklänge L, d.h. die Länge der Platte 18. Während des Zeitraums vom Druck-.endzeitpunkt
T.p bis zum nächsten Druckstartpunkt T21 läuft
die Bahn IO um einen Abstand gleich der Drucklänge L, während jeder Plattenzylinder abgebremst und beschleunigt wird, bis
seine Umfangsgeschwindigkeit wieder gleich der Bahngeschwindigkeit wird, spätestens beim nächsten Druckstartpunkt T?1,
so daß er sich um einen Abstand gleich B/2 - L dreht, was der periphäre Spalt zwischen den beiden Platten 18 ist.
Die Anordnung ist so, daß die Bahn um die Drucklänge L
bedruckt wird, wenn sie zwischen einer der beiden Platten und einem Andrückzylinder 20a jeder Druckeinheit durchläuft,
und um einen Abstand gleich einer Drucklänge L unbedruckt läuft, und um eine Drucklänge L bedruckt wird, wenn sie zwisehen
der anderen der beiden Platten 18 und dem Andrückzylinder 20a hindurchläuft. So tauchen bedruckte und nicht
bedruckte Teile alternierend auf, wenn die Bahn unter dem ersten Andrückzylinder 20a durchgelaufen ist. Die auf der
Seite des Andrückzylinders 20a nicht bedruckten Teile werden aber ohne Fehler auf der Seite des anderen Andrückzylinders 20b
bedruckt, da die Bahnlänge zwischen einem Kontaktpunkt (zwischen dem Plattenzylinder 19 und einem Andrückzylinder 20a)
und dem anderen Kontaktpunkt (zwischen'Plattenzylinder 19 und dem anderen Andrückzylinder 20b) das dreifache oder ein
größeres ungerades Vielfaches der Drucklänge L ist. Das hat die Folge, daß die Bahn durchgehend ohne Spalten bedruckt
CÖPV
wird, wie am besten aus Fig. 4 gesehen werden kann, in welcher A und B zwei identische Platten und A., A„, A„
und B1, Bp, B„ die Bahnteile sind, die durch die Platte A
bzw. durch die Platte B bedruckt werden. Einzelne unbedruckte Teile treten zu Beginn auf, aber einige Zeit später
ist die Bahn durchgehend ohne verbleibende unbedruckte Teile bedruckt.
Da die Bahnlänge zwischen nebeneinander liegenden Druckeinheiten
ein ganzzahljges Vielfaches mit der Drucklänge L ist, wird die Bahn mit übereinander liegenden gewünschten
Farben mit genauem Register bedruckt. Die oben erwähnte Steuerung stellt sicher, daß die Bahn mehrfarbig kontinuierlich
bedruckt ist, wenn sie die Zugwalzen 15 verläßt.
Im folgenden wird genauer beschrieben, wie die Umfangsgeschwindigkeit
des PlcXttenzylinders 19 gesteuert wird.
Wenn das Bedrucken durch die Platte 18 endet, wird ein
Druckendsignal an den Computer 33 durch den Presetzähler gegeben. Als Antwort darauf liest der Computer 33 die Drucklänge
L und. den Umfang B jedes Plattenzylinders 19 und startet die Berechnung (2L - B/2 - φ- + φ ). Zum Startzeitpunkt
sollte das Ergebnis M in der Berechnung ausreichend groß sein. So ist die Geschwindigkeitssteuerspannung Vn
gleich V. - Vc ~=^0. Da der Zylindermotor 25 durch die Spannung
Vn gesteuert wird, wird der Plattenzylinder 19 abge-
COPV
- 10 - ■
bremst. Entsprechend nimmt das erste Pulssginal GD1 ab,
während das zweite Pulssignal (D konstant bleibt, da die Bahn 10 durch den Motor 28 mit einer vorbestimmten konstanten
Geschwindigkeit zugeführt wird. Deshalb nimmt das Ergebnis M der Berechnung und damit die Fehlerspannung V_
stufenweise ab. Häufig wird die Geschwindigkeitssteuerspannung V0 von Negativ zu Positiv, so daß der Zylindermotor 25
beschleunigt wird, bis die Umfangsgeschwindigkeit des Plattenzylinders wieder gleich der Bahngeschwindigkeit spätestens
zum nächsten Druckstartpunkt wird (wo der Druckstartdetek-
' tor 30 tätig wird). Wenn ein solcher Gleich- Geschwindigkeits-:
zustand erhalten wird, bleibt das Ergebnis M der Berechnung und damit die Fehlerspannung V^ null.
Wenn die Umfangsgeschwindigkeit des Plattenzylinders 19 größer als die Bahngeschwindigkeit wird, wächst das erste
Pulssignal (D-, so daß das Ergebnis M der Berechung und damit
die Fehlerspannung V„ größer als Null wird und die Geschwindigkeitssteuerspannung
V„ (= V. - Vp) wird um die
Fehlerspannung Vn verringert. Als Folge wird der Zylindermotor
25 abgebremst, bis die Umfangsgeschwindigkeit des Plattenzylinders wieder gleich der Bahngeschwindigkeit wird. So
wird der Motor 25 so gesteuert, daß M und V-, auf Null gehalten
werden.
Wenn die Umfangsgeschwindigkeit des Plattenzylinders 19 geringer als die BahriROKchv/indi jjkei t; wird, fällt: dan erste
BAD ORIGINAL
- 11 -
3Λ450 T 2
Impulssignal (D . ab, so daß das Ergebnis M der Berechnung
und damit die Fehlerspannung V-, kleiner als Null wird und
die Geschwindigkeitssteuerspannung Vn wächst an um die Fehlerspannung
Vn. Deshalb wird der Zylindermotor 25 beschleunigt,
bis die Zylindergeschwindigkeit wieder gleich der Bahngeschwindigkeit wird. Der Motor 25 wird so gesteuert,
daß M und V_, auf Null gehalten werden.
So bewegt sich, wie in Fig. 3 gezeigt, während des Zeitraums vom Druckstart T11 bis zum Druckende T1o, die Bahn 10
um einen Abstand, der gleich der Drucklänge L ist, während die Plattenzylinder 19 auf der Basis der Bahngeschwindigkeitsspannung
V. so gesteuert werden, daß sie mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Bahngeschwindigkeit getrieben
werden. Der Umfang ii ab st and, der während dieses Zeitraumes
von dem Plattenzylinder überdeckt wird, wird auch gleich der ·
Drucklänge L, welche der Fläche .des Rechteckes T1-T PO entspricht.
Während des Zeitraums vom Druckende T1 o bis zum
nächsten Druckstart T„ , bewegt sich die Bahn um einen Abstand
gleich der Drucklänge, während die Plattenzylinder 19 so gesteuert werden, daß sie zuerst abgebremst werden, wie
bei P-Q gezeigt, und dann beschleunigt, wie bei Q-R gezeigt, ■ so daß sie sich um einen p'eriphären Abstand gleich B/2 - L
bewegen, was die Länge des Spaltes zwischen den beiden Platten 18 ist und der Fläche des Pentagons T10T01RQP entspricht
■V*' 1(1 Cl
v'
Mit anderen Worten bewegt sich während des -Zeitraums vom
Druckstart T. zum nächsten Druckstart Tp1 die Bahn 10
- 12 -
um einen Abstand gleich 2L,(entsprechend der Fläche des
Quadrats T11T21RO) während sich die Plattenzylinder gesteuert
um eine periphäre Länge gleich B/2 drehen (entspricht der Fläche des Sechsecks T11T01RQPO).
11 dL
Fig. 3 zeigt nur ein Beispiel der Änderung der periphären Geschwindigkeit des Plattenzylinders 19. Wie diese sich ändert,
hängt von der Drucklänge L (d.h. der Länge der Platten) relativ zum Umfang B des Plattenzylinders 19 ab. Es kann
auch anders gesteuert werden, solange der Abstand, der durch die Plattenzylinder während des Zeitraums vom Druckende T12
zum nächsten Druckstart Tp1 überdeckt wird, exakt gleich
B/2 - L ist. Zum Beispiel können die Plattenzylinder auf der Bahngeschwindigkeit gehalten werden, auch einige Zeit
nach dem Druckende T1?. Oder sie können auf einer geringen
Geschwindigkeit gehalten oder gestoppt werden für einige Zeit nach dem Abbremsen. Oder sie können wieder die Bahngeschwindigkeit
einige Zeit vor dem nächsten Druckstart Tp1
annehmen.
Wenn B/2 - L > L (nämlich 2L - B/2<0), ist, werden fernerhin
die Plattenzylinder 19 zuerst beschleunigt und dann abgebremst nach dem Druckende, bis ihre Geschwindigkeit
wieder gleich der Bahngeschwindigkeit wird, so daß der Abstand, der durch die Plattenzylinder 19 während des Zeitraums
vom Druckende T12 zum nächsten Druckstart T überdeckt
wird,gleich B/2 - L wird.
- 13 -
3U5012
In der Ausführungsform von Fig. 2 wird die Umfangsgeschwindigkeit der Plattenzylinder 19 mit konstant gehaltener
Bahngeschwindigkeit gesteuert, die Bahngeschwindigkeit
kann aber auch mit konstanter Plattenzylindergeschwindigkeit gesteuert werden. Eine solche Steuerung wird im weiteren beschrieben.
Diese Steuerungsart unterscheidet sich von der oben erwähnten Ausführungsform dadurch, daß der F/V Konverter 35
das Pulssignal (D « proportional zur Umdrehungsanzahl der Plattenzylinder, und nicht das Pulssignal (T) _ proportional
zum Abstand, den die Bahn zurückgelegt hat, empfängt und an den Analogcomputer 36 die Bahngeschwindigkeitsspannung
liefert, die der Frequenz des Pulssignals 0.. entspricht. Auch der Tachometergenerator 26 und der Pulsgenerator 27
sind nicht mit dem Zylindermotor 25, sondern mit dem Bahntriebmotor 28 verbunden. In dieser Ausführungsform wird der
Bahnantriebsmotor 28 mit dem Geschwindigkeitssteuersignal V_ in der gleichen Weise gesteuert, wie in der ersten Ausführungsform, während der Zylindermotor 25 mit konstanter Geschwin-
digkeit betrieben wird.
Auch wenn in der bevorzugten Ausführungsform der Druckstartdetektor
30 und der Presetzähler 32 benutzt werden, können diese ersetzt werden durch einen Druckenddetektor, der
das Ende des Druckvorgangs mit der Platte 18 mißt. .
- 14
Die oben erwähnte Drucklänge muß nicht eine einzige Drucklänge in einem durchgehenden Drucken ohne Freistellen
zwischen nebeneinander liegenden Druckbereichen sein, sondern kann auch Freiräume einschließen für darauffolgendes
Schneiden, Kleben oder weitere Verarbeitung neben den tatsächlich bedruckten Bereichen.
Auch wenn in der bevorzugten Ausführungsform eine Vielzahl von Druckeinheiten für Mehrfarbendruck verwendet werden,
kann natürlich auch eine einzige Druckeinheit für einfarbiges Drucken ausreichen. Die Maschine entsprechend der
Erfindung ist auch auf Einfarbendruck anwendbar.
COPY
- 15 -
- Leerseite -
Claims (2)
- PatentansprücheDruckmaschine zum Bedrucken einer laufenden Bahn g e -kennzeichnet durch:10Mindestens eine Druckeinheit mit einem Plattenzylinder, der einen Umfang B hat, der größer als das Doppelte der Drucklänge L ist, und zwei Platten tragen kann, einem Paar von Andrückzylindern, die am Plattenzylinder befestigt sind, um die Bahn gegen die Platten auf dem Plattenzylinder an diametral gegenüberliegenden Stellen anzudrücken, und einer Vorrichtung zum Führen der Bahn, so daß die Bahnlänge zwischen dem einen Berührungspunkt (zwischen dem einen Andrückzylinder und dem Plattenzylinder) und dem anderen Berührungspunkt (zwischen dem anderen Andrückzylinder und dem Plattenzylinder) das drei-COPYfache oder ein größeres; ungerades Vielfaches der Drucklänge beträgt,eine erste Antriebsvorrichtung zum Antreiben der Bahn,eine zweite Antriebsvorrichtung zum Antreiben des Plattenzylinders, undeine Steuervorrichtung zum Steuern der ersten und der zweiten Antriebsvorrichtung, so daß während des Zeitraums vom Druckstart bis zum Druckende diese einander gleich sind, und während des Zeitraums vom Druckende bis zum nächsten Druckstart sich der Plattenzylinder um einen Abstand gleich B/2 - L bewegt, während sich die Bahn um einen Abstand gleich der Drucklänge L bewegt.
- 2. Druckmaschine zum Bedrucken einer laufenden Bahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß eine Bahnlängeneinstellvorrichtung zwischen nebeneinanderliegenden Druckplatten vorgesehen ist, um die Bahnlänge zwischen zwei nebeneinanderliegenden Druckeinheiten auf ein ganzzahliges Vielfaches der Drucklänge einzustellen.
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