DE3442561A1 - Vorrichtung zum verbessern des wulstsitzes auf radfelgen - Google Patents
Vorrichtung zum verbessern des wulstsitzes auf radfelgenInfo
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Description
- Vorrichtung zum Verbessern des Wulstsitzes auf Radfelgen
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verbessern des Sitzes der Wulstpartien auf mit Hörnern ausgestatteten Radfelgen.
- Auch bei intensiven Bemühungen kann nicht immer ein unvorschriftsmäßiger Sitz der Reifenwulstpartien verhindert werden. Dies hat im Regelfalle bestimmte Nachteile im Hinblick auf den Lauf des Rades zur Folge. So kann hierdurch der gewünschte Rundlauf nachteilig beeinflußt werden: dabei können sich auch Taumelbewegungen einstellen.
- Diese Nachteile können erfahrungsgemäß nicht durch eine Erhöhung des Reifeninnendruckes ausgeschaltet werden.
- Der Erfindung liegt im wesentlichen die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der der Wulstsitz von Fahrzeugluftreifen verbessert werden kann. Es soll ein guter Rundlauf des Reifens sichergestellt werden: Taumelbewegungen oder ähnliche unerwünschte Bewegungen des Luftreifens sollen vermieden werden.
- Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß ein die Reifenseitenwand in Richtung auf den Reifenhohlraum verformendes Druckelement zum Abheben der Wulstsitzflächen von zumindest Teilen des Felgenhornes bei unter Innendruck stehendem Reifen vorgesehen. Vorzugsweise wird dazu eine Presse vorgesehen, zwischen deren Druckelementen, z-B.
- einem Oberteil und einem Unterteil, das zu untersuchende Rad gelagert werden kann. Diese Presse erhält an ihren Druckelementen Vorsprünge, mit denen die beiden Seitenwände des Prüflings verformt werden können.
- Diese Vorsprünge können ihrerseits als Ringkörper ausgeführt sein, die dem Durchmesser der beiden Seitenwände entsprechen müssen. Es sind aber auch rollenartige Vorsprünge möglich, die, unter Druck stehend, auf einer Kreisbahn geführt werden müssen, wobei es sich versteht, daß die Vorsprünge als Rollen oder dgl. auch ortsfest angeordnet werden können unter der Voraussetzung, daß der Prüfling um seine Hauptachse gedreht werden kann.
- Mit einer solchen Vorrichtung ist es möglich, die Reifenwülste zumindest zum Teil von ihren Sitzflächen abzuheben, wodurch eine Korrektur des Reifensitzes möglich wird. Nach dem Abheben der Reifenwülste gelangen diese nämlich unter der Wirkung des Reifeninnendruckes zurück auf ihre Sitzfläche, jedoch in den vorgeschriebenen, von der Konstruktion her bestimmten Sitz. Verkantungen, Verklemmungen oder andere, durch die Montage des Reifens sonst nicht mehr korrigierbare Zustande werden damit aufgehoben und korrigiert. Es findet somit eine Verbesserung des Sitzes der Wulstpartien statt unter Mithilfe des Reifeninnendruckes, der als elastisches Widerlager dient und bestrebt ist, die Reifenwülste in die vorgeschriebene Stellung zu drücken.
- Die erwähnten Vorsprünge müssen selbstverständlich an ihren freien Enden abgerundet sein, um Beschädigungen der Reifenseitenwand auszuschließen. Bei der Formgebung dieser Vorsprünge kann es darüber hinaus auch zweckmäßig sein, deren Außenkontur so zu gestalten, daß sie der möglichen Verformung der Reifenseitenwand im eingedrückten Zustand entspricht.
- Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnung dargestellt, in der zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung wiedersegeben sind. Es zeigen: Fig. 1 und 2 je einen radialen Teilschnitt durch eine Vorrichtung zur Verformung der Reifenseitenwände bei Fahrzeugreifen.
- Ein wichtiger Bestandteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist eine durch hydraulische, mechanische Mittel od. dgl. betriebene Presse, die in bekannter Weise ein Oberteil 1 und ein Unterteil 2, meist in plattenförmiger Gestalt, aufweist. Am Oberteil 1 und am Unterteil 2 ist je ein Vorsprung in Form eines Druckringes 3 befestigt, der an seinem freien Rand bei 9 stark abgerundet ist.
- Konzentrisch zu diesen Druckringen 3 muß der Prüfling angeordnet werden können, dem aus diesem Grunde eine Zentriereinrichtung und eine Halterung beliebiger Bauart zugeordnet werden müssen.
- Der Prüfling besteht in üblicher Weise aus einer Stahlfelge 5 mit seitlich angebrachten Hörnern 6 und einem Fahrzeugluftreifen 7 miL Laufstreifen 8, Reifenseitenwänden 4 und Wülsten 10, die in üblicher Weise auf der Felge 5 radial innen bei 11, jedoch aber auch seitlich an den Felgenhörnern 6 ihre Lagerung finden.
- Zur Verbesserung des Wulstsitzes wird die Presse durch Zusammenfahren des Oberteils 1 und des Unterteils 2 eingeschaltet, wobei die Druckringe 3 die Reifenseitenwände 4 beaufschlagen und etwa so weit verformen sollen, daß ihr gegenseitiger Abstand A praktisch der Maulweite, also dem gegenseiten Abstand der montierten Wülste 10 entspricht.
- Diese Beaufschlagung und Verformung der Reifenseitenwände 4 kann langsam hintereinander, sogar mehrmals durchgeführt werden: jedoch ist auch eine pulsierende Beaufschlagung möglich. Wichtig ist dabei, daß, wie bei 12 dargestellt, die seitlich außengelegenen Flächen der Reifenwülste 10 von ihren Sitzflächen abgehoben werden. Dies alles jedoch mit der Maßgabe, daß der Sitz bei 11 praktisch, zumindest jedoch vorwiegend erhalten bleibt.
- Mit dem Öffnen der Presse wird der Reifen innendruck wirksam, so daß dann bei völlig geöffneter Presse die Reifenseitenwände wiederum seitlich ausgebaucht sind, zudem aber die Reifenwülste ihre vorgeschriebene Stellung in bezug auf die Felge 5 einnehmen.
- Die Druckringe 3 können auch anstelle der schlanken, fingerartigen Querschnittsgestalt breiter ausgeführt werden, zumindest aber einen hammerartigen Kopf erhalten, um der Außenfläche des Vorsprunges eine breitere Gestalt und eine Form zu geben, die der Eindrückung der Reifenseitenwand 4 entspricht. Eine veränderte Kontur ist durch den gestrichelten Linienzug bei 13 wiedergegeben.
- Anstelle der Druckringe 3 gemäß Fig. 1 kann gemäß Fig. 2 auch ein umlaufendes Druckrad 14 benutzt werden, das in Einzelanordnung, gegebenenfalls aber auch in Mehrfachanordnung (über den Reifenumfang verteilt) verwendet werden kann. Die durch ein Rad hervorgerufene örtliche Verformung der Reifenseitenwände 4 kann Vorteile bieten und z.B.
- in Anlehnung an die Kontur 13 eine entsprechende Ausbauchung 15 erhalten. Es versteht sich, daß anstelle eines oder mehrerer auf einer Kreisbahn geführten Druckräder 14 auch in einer Presse angeordnete feste Druckräder 14 benutzt werden können; hierbei ist es jedoch erforderlich, den Prüfling seinerseits drehbar anzuordnen.
- Bei den Ausführungsformen gemäß Fig. 1 und 2 erfolgt eine symmetrische, beidseitige Beaufschlagung und Verformung der Reifenseitenwände 4. Es liegt aber auch im Rahmen der Erfindung, die Manipulation der Verbesserung des Wulstsitzes nur einseitig auszuführen, indem lediglich eine Reifenseitenwand 4 behandelt wird, die andere Reifenseitenwand 4 also ihren ausgebauchten Zustand beibehält. Dabei sollte jedoch die nicht verformte Reifenseitenwand ein Widerlager erhalten, um zu verhindern, daß sich der Reifen in seiner Gesamtheit in Richtung der einseitigen Druckbeeinflussung verformt bzw. in dieser Richtung ausweicht.
Claims (10)
- Ansprüche: 1. Vorrichtung zum Verbessern des Sitzes der Wulstpartien auf mit Hörnern ausgestatteten Radfelgen, gekennzeichnet durch ei die Reifenseitenwand (4) in Richtung auf den Reifenhohiraum verormendes Druckelement (3, 14) zum Abheben der Wulstsitzflächen von zumindest Teilen des Felgenhornes (6) bei unter Innendruck stehendem Reifen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Druckpresse vorgesehen ist, zwischen deren Druckelementen das zu untersuchende Rad lagerbar ist und deren Druckelemente Vorsprünge zur Verformung der Reifenseitenwand (4) aufweisen.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge dem Reifendurchmesser entsprechende Druckringe (3) sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge auf einem dem Reifendurchmesser entsprechenden Kreisbahn geführte, drehbar gelagerte Radkörper oder Rollen sind.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Radkörper oder Rollen ortsfest angeordnet sind und der Prüfling um siine Hauptachse drehbar ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge im Querschnitt fingerartig gestaltet sind.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkontur der Vorsprünge im wesentlichen der Außenkontur der verformten Reifenseitwand (4) entspricht (Kontur bei 13).
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einseitiger Anordnung des oder der Druckelemente (Vorsprünge) für die gegenüberliegende Reifenseitenwand ein seitliches Ausweichen des Reifenkörpers unterbindendes Widerlager vorgesehen ist.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie zu einer schnellen Wiederholung der Druckeinwirkung bzw. zu einer pulsierenden Beaufschlagung der Reifenseitenwand ausgebildet ist.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für den Prüfling eine Halterung vorgesehen ist, die ihn in bezug auf die Druckelemente (Vorsprünge) zentriert.
Priority Applications (1)
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| DE19843442561 DE3442561A1 (de) | 1984-11-22 | 1984-11-22 | Vorrichtung zum verbessern des wulstsitzes auf radfelgen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19843442561 DE3442561A1 (de) | 1984-11-22 | 1984-11-22 | Vorrichtung zum verbessern des wulstsitzes auf radfelgen |
Publications (2)
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| DE3442561A1 true DE3442561A1 (de) | 1986-05-22 |
| DE3442561C2 DE3442561C2 (de) | 1990-10-31 |
Family
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Family Applications (1)
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