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DE3441117A1 - Elektrisches anzuendstueck - Google Patents

Elektrisches anzuendstueck

Info

Publication number
DE3441117A1
DE3441117A1 DE19843441117 DE3441117A DE3441117A1 DE 3441117 A1 DE3441117 A1 DE 3441117A1 DE 19843441117 DE19843441117 DE 19843441117 DE 3441117 A DE3441117 A DE 3441117A DE 3441117 A1 DE3441117 A1 DE 3441117A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
charge
tube
ignition
igniter
carrier
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19843441117
Other languages
English (en)
Inventor
Eugen 8520 Erlangen Feuerstake
Martin 8500 Nürnberg Klöber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Diehl Verwaltungs Stiftung
Original Assignee
Diehl GmbH and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Diehl GmbH and Co filed Critical Diehl GmbH and Co
Priority to DE19843441117 priority Critical patent/DE3441117A1/de
Publication of DE3441117A1 publication Critical patent/DE3441117A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B3/00Blasting cartridges, i.e. case and explosive
    • F42B3/10Initiators therefor
    • F42B3/12Bridge initiators
    • F42B3/125Bridge initiators characterised by the configuration of the bridge initiator case
    • F42B3/127Bridge initiators characterised by the configuration of the bridge initiator case the case having burst direction defining elements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

  • Elektrisches Anzündstück
  • Die Erfindung betrifft ein elektrisches Anzündstück mit einem in einen pyrotechnischen Anzündsatz eingebetteten Zünddraht, der mit an einem Träger gehaltenen Anschlußdrähten verbunden ist, und mit einer Wirkladung.
  • Anzündstücke sind marktbekannt. Bei den bekannten Anzündstücken ist die Wirkladung fest auf den Anzündsatz aufgebracht. Bei bekannten Zündstücken ist die Wirkladung so ausgelegt, daß sie sich zur Zündung von Sprengstoffen eignet. Dementsprechend sind diese Zündstücke zur Anzündung von Schwarzpulverladungen oder pyrotechnischen Ladungen weniger geeignet. Für solche Ladungen müßten spezielle Anzündstücke hergestellt werden0 Dies ist insbesondere dann teuer, wenn solche Anzündstücke nur gelegentlich benötigt werden.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Anzündstück der eingangs genannten Art vorzuschlagen, das so aufgebaut ist, daß mit gleichen Anzündsätzen (Anzündpillen) unterschiedliche Wirkladungen (Verstärkungsladungen) kombinierbar sind.
  • Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe bei einem Anzündstück der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Wirkladung in einen Endabschnitt eines Röhrchens eingebracht ist, daß der Träger mit Zünddraht und Anzündsatz eine vorgefertigte Baueinheit ist und daß die Baueinheit vom anderen Ende des Röhrchens her in dieses eingeschoben und in diesem gehalten ist.
  • Das Bnzündstück ist an den jeweiligen Einsatzfall anpaßbar0 Es wird hierfür ein Träger mit dem Anzündsatz in ein Röhrchen mit der betreffenden Wirkladung gesteckt. Es brauchen also nicht unterschiedliche Anzündstücke bereitgehalten zu werden. Es sind lediglich Röhrchen mit unterschiedlichen Wirkladungen zu fertigen, die mit gleichen Anzündsätzen gezündet werden. Solche Aneündstücke eignen sich insbesondere für Standversuche, bei denen die Funktion der von dem Anzündstück zu zündenden Hauptladung geprüft wird.
  • In Ausgestaltung der Erfindung ist die Wirkladung in das Röhrchen eingeschlämmt oder eingegossen.
  • Durch die Erfindung läßt sich ein an eine Hauptladung anpaßbares Anzündstück preiswert herstellen.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung. In der Zeichnung zeigen: Figur 1 eine Zündpille nach dem Stand der Technik und Figur 2 ein Anzündstück nach der Erfindung.
  • Eine bekannte Zündpille weist einen elektrisch isolierenden Träger 1 auf, an dem zwei Kontaktstifte 2 und 3 befestigt sind. An diese sind Drähte 4 und 5 angelötet.
  • Die Kontaktstifte 2 und 3 sind mit einer Drahtbrücke 6 verbunden, welche in einer Zündladung 7', beispielsweise Bleitrizinat, eingebettet ist. Die Zündladung 72 ist von einer Wirkladung 8 umgeben, die beispielsweise von Nitropenta gebildet ist.
  • Die Wirkladung 8 ist mit einem Schutzlack 9 überzogen.
  • Bei dem Anzündstück nach Figur 2 ist der Träger 1 von einer beidseitig kupferkaschierten Platine gebildet.
  • An diese sind die Drähte 4 und 5 angelötet. Die Drahtbrücke 6 verbindet die beiden kupferkaschierten Seiten.
  • Die Drahtbrücke 6 liegt in einer Perle des Anzündsatzes 7. Diese ist von einer Lackschicht 10 überzogen.
  • Der Anzündsatz 7 besteht beispielsweise aus einer Mischung von Kaliumperchlorat und Titan-Metallpulver.
  • Diese beiden Komponenten werden in einem Lack, beispielsweise aus Nitrozellulose, gelöst in Essigsäureäthylester, angeteigt, In dieses teigige Gemisch werden die Träger 1 getaucht. Beim Herausziehen der Träger 1 aus der Mischung bildet sich um die Drahtbrücke 6 die Perle. Deren Größe ist durch die Konsistenz der Mischung einstellbar. Nach dem Trocknen werden die Perlen mit der Lackschicht 10 überzogen, um sie gegen äußere Einflüsse zu schützen, Der Träger 1 ist in ein Röhrchen 11 aus Pappe eingeschoben. In dem Röhrchen 11 sitzt die Wirkladung 8.
  • Der Anzündsatz 7 ragt in eine Ausnehmung 12 der Wirkladung 8. Die Drähte 4 und 5 sind mittels eines abdichtenden Stopfens 13 aus Gummi oder Silikonkautschuk im Röhrchen 11 gehalten. Die Abdichtung kann auch durch einen Klebstoff erfolgen.
  • Die Zusammensetzung der Wirkladung 8 ist an die von dem Anzündstück zu mündende Ladung angepaßt. Für eine geschüttete Schwarzpulverladung oder Treibladungspulver eignet sich beispielsweise eine Mischung der Wirkladung 8 aus Bor, Kaliumnitrat und einem Nitrozelluloselack.
  • Zur Zündung von verpreßten Schwarzpulverladungen, die beispielsweise als Ausstoßladungen für Leuchtsatzkörper verwendet werden, kann die Wirkladung 8 aus einer Mischung von Bor, Titan, Kaliumnitrat und einem Nitrozelluloselack bestehen.
  • Zur Anzündung der kazündsEtze von pyrotechnischen Ladungen, wie Rauchsätze oder Leuchtsätze, kann die Wirkladung 8 aus Titan, Kaliumperchlorat und einem Nitrozelluloselack gemischt sein.
  • Zur Zündung von Sekundärsprengstoffen eignet sich eine Wirkladung 8 aus Hexogen, Zirkon und Ammoniumperchlorat, oder PETN, Zirkon und Mnmoniumper chlorat, oder Tetryl, Zirkon und Kaliumperchlorat.
  • Hierbei ist jedoch für eine vollständige Detonation ein entsprechender Einschluß, z. B. ein einseitig geschlossenes Metallröhrchen, notwendig. Die Wirkladung 8 kann auch für die Zündung von Gasgeneratoren ausgelegt sein.
  • Die Wirkladung 8 läßt sich beispielsweise folgendermaßen herstellen: In einem Gemisch der genannten Komponenten, beispielsweise Bor und Kaliumnitrat, wird Nitrozelluloselack, in einem Lösungsmittel gelöst, verrührt.
  • Das teigige Gemisch wird beispielsweise mittels einer Spritze in das Röhrchen 11 gebracht, wobei es mit dessen einem Ende bündig abschließt. Danach wird die Wirkladung 8 im Röhrchen 11 getrocknet.
  • Nach dem Trocknen wird das Röhrchen 11 und die Oberfläche der Wirkladung 8 mit einem Schutzlack 9 überzogen. Das Röhrchen 11 und die Wirkladung 8 sind dadurch gegen äußere Einflüsse, wie Feuchtigkeit, Temperaturspitzen, sowie gegen Ausbröckeln der Wirkladung 8 geschützt.
  • Die Wirkladungen 8 lassen sich auf diese Weise einfach und billig herstellen. Im Bedarfsfall ist lediglich ein Röhrchen 11 mit der entsprechenden Wirkladung 8 auf den Träger 1 aufzustecken. Dies ergibt eine große Variationsbreite der Anzündstücke, ohne daß das komplette Anzündstück entsprechend des Einsatzfalles gefertigt werden muß.
  • Es hat sich auch gezeigt, daß anstelle der bei den bekannten Anzündstücken üblichen hochempfindlichen Zündladungen 7' unempfindlichere pyrotechnische Sätze eingesetzt werden können. Dies verbessert die Sicherheit und erleichtert damit die Schutzmaßnalimen bei der Herstellung, beim Lagern und beim Gebrauch; insbesondere deshalb, weil die beschriebenen Anzündstücke gegen statische Aufladungen wesentlich unempfindlicher sind als übliche Zündstücke.

Claims (8)

  1. A.nsprüche q. -Elektrisches Anzündstück mit einem in einen pyrotechnischen Anzündsatz eingebetteten Zünddraht, der mit an einem Träger gehaltenen Anschlußdrähten verbunden ist, und mit einer Wirkladung, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkladung (8) in einen Endabschnitt eines Röhrchens (11) eingebracht ist, daß der Träger (1) mit Zünddraht (6) und Anzündsatz (7) eine vorgefertigte Baueinheit ist und daß die Baueinheit vom anderen Ende des Röhrchens (11) her in dieses eingeschoben und in diesem gehalten ist.
  2. 2. Anzündstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkladung (8) in das Röhrchen (11) eingeschlämmt oder eingegossen ist.
  3. 3. Anzündstück nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Röhrchen (11) aus Pappe besteht.
  4. 4. Anzündstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Röhrchen (11) und die Wirkladung (8) mit einem Schutzlack (9) überzogen sind.
  5. 5. Anzündstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Anzündsatz (7) mit einer Lackschicht (10) überzogen ist.
  6. 6. Anzündstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1) mittels eines Stopfens (13) in dem Rohrchen (11) gehalten ist.
  7. 7. Anziindstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1) eine beidseitig kupferkaschierte Platine ist.
  8. 8. Anzündstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der perlenförmige Anzündsatz (7) in eine Ausnehmung (12) der Wirkladung (8) ragt.
DE19843441117 1984-11-10 1984-11-10 Elektrisches anzuendstueck Withdrawn DE3441117A1 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6332402B1 (en) 1999-05-10 2001-12-25 TZN Forschungs—und Entwicklungszentrum Unterlüss GmbH Ammunition cartridge with electric propellant ignition
DE19936650C2 (de) * 1999-05-10 2002-10-24 Rheinmetall W & M Gmbh Patrone
FR2868833A1 (fr) * 2004-04-07 2005-10-14 Ncs Pyrotechnie & Tech Initiateur electro-pyrotechnique a fil et son procede de fabrication

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DE19936650C2 (de) * 1999-05-10 2002-10-24 Rheinmetall W & M Gmbh Patrone
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