DE3339269A1 - Stahlwerkstoff mit hervorragender widerstandsfaehigkeit gegen rissbildung durch wasserstoffbruechigkeit in schwefelwasserstoffatmosphaere - Google Patents
Stahlwerkstoff mit hervorragender widerstandsfaehigkeit gegen rissbildung durch wasserstoffbruechigkeit in schwefelwasserstoffatmosphaereInfo
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Description
Stahlwerkstoff mit hervorragender Widerstandsfähigkeit gegen
Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit in Schwefelwasserstoff atmosphäre
Die Erfindung betrifft einen Stahlwerkstoff mit hervorragender
Widerstandsfähigkeit gege'n Rißbildung durch Wasserstof fbrüchigkeit
in Schwefelwasserstoffatmosphäre für Rohrleitungen,
Öltanks u.s.w.f die in einer sauren Feuchtgas-atmospäre verwendet
werden.
Im allgemeinen wird eine hervorragende Widerstandsfähigkeit
gegen Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit und Sulfid-Spannungskorrosion
gefordert, d.h. für einen Stahlwerkstoff zur Verwendung in einer sauren Feuchtgasatmosphäre wird hervorragende
Widerstandsfähigkeit gegen saures Feuchtgas gefordert.
Bei einem Stahlwerkstoff, der bei seiner Herstellung einer Abkühlung nach Warmwalzen mit einer höheren Abkühlgeschwindigkeit
unterzogen wird, als sie bei Luftkühlung stattfindet, wird jedoch ein gehärtetes Niedertemperatur-Zwischenstufenumwandlungs-Mikrogefüge
wie z.B. Martensit oder Bainit erzeugt,
das in der Seigerungszone besteht, in der beim Gießen einschließlich
Stranggießen die Seigerung stattfindet. Als Folge kann in dieser Zone eine Rißbildung infolge Wasserstoffbrüchigkeit
und Sulfid-Rißbildung entstehen, selbst bei Ca-behandeltem Stahl mit extrem niedrigem Schwefelgehalt zur Unterdrückung der Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit. Die Anfälligkeit
gegen Rißbildung von Stahlwerkstoffen wird nicht wesentlich durch eine auf das Warmwalzen folgende Wärmebehandlung
geändert, da diese Wärmebehandlung nicht die Aufhebung
10 des Seigerungszustandes bewirken kann.
Andererseits wird von einem Stahlmaterial zur Verwendung in einer aggressiven sauren Feuchtgasatmosphäre wie Rohrleitungen
oder Tankmaterial gefordert, daß es eine hervorragende Widerstandsfähigkeit gegen saures Feuchtgas aufweist, da
die Rohrleitung oder der Tank durch Rißbildung infolge Wasserstof fbrüchigkeit oder durch Sulfid-Spannungsrißbildung Blasen
werfen oder zerstört werden kann.
Im allgemeinen wird Blasenbildung oder Rißbildung durch Wasserstof
fbrüchigkeit verursacht durch die gemeinsame Wirkung des Wasserstoffdrucks, der an der Grenzschicht zwischen nichtmetallischen
Einschlüssen und dem Eisen-Grundmaterial angreift, und durch das Eindringen von Wasserstoff in den Stahl wird
infolge der korrodierenden Wirkung eine Versprödung des Eisen-Grundmaterials verursacht. Andererseits wird Sulfid-Spannungsrißbildung
in bekannter Weise durch die vereinte Wirkung von Belastungen wie z.B. Restspannung oder äußere Spannung,
Wasserstoffsprödigkeit des Eisen-Grundmaterials und gelegentlieh
durch nicht-metallische Einschlüsse im Stahl verursacht. Im Rohr-Teil des Grundwerkstoffs bestehen Verunreinigungen
oder Legierungsanteile wie P, Mn, Cr oder Mo in hoher Konzentration
in der Seigerungszone des Gußgefüges. Bei Stahlplatten, die nach Abschluß des Warmwalzens schneller abgekühlt werden
35 als dies bei Luftkühlung erfolgt, neigen diese Teile zu
em β
-5-
Zwischenstufen- oder Martensit-Umwandlung, wodurch ein gehärtetes
Niedertemperatur-Umwandlungsgefüge mit Neigung zu Rißbildung durch Wasserstoffbruchxgkext entsteht. Somit
genügt eine Entschwefelung oder die Kontrolle der Form von
MnS-Einschlüssen, wie sie nach dem Stand der Technik bekannt ist, nicht zur vollständigen Unterdrückung der Rißbildung
durch Wasserstoffbrüchigkeit oder der Sulfid-Spannungsrißbildung.
Zwar kann ein Stahlwerkstoff mit einem Niedertemperatur-Umwandlungsgefüge
einer Wärmebehandlung wie Abschrecken oder Anlassen unterworfen werden, um seine Anfälligkeit
gegen Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit zu reduzieren und die Widerstandsfähigkeit gegen Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit
und Sulfid-Spannungsrißbildung zu verbessern, doch ist dies vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt nicht wünschenswert.
In Anbetracht dieser Nachteile hat die Anmelderin in einer
20 früheren Patentanmeldung (japanische Patentschrift
No. 2845/1972) mit dem Titel "Verfahren zur -Herstellung von Stahl im gewalztem Zustand mit hervorragender Widerstandsfähigkeit
gegen saures Feuchtgas" ein Verfahren zur Herstellung von Stahl im gewalztem Zustand mit verbesserter Widerstandsfähigkeit
gegen saures Feuchtgas beschrieben, wobei der Stahl weniger als 0,03% Kohlenstoff, 0,1 - 0,5% Silizium,
1,0 bis 2,0% Mangan und 0,005 - 0,1% Aluminium enthält und der Rest aus Eisen und unvermeidlichen Verunreinigungen
besteht, und wobei das Verfahren im Erwärmen des Stahls auf eine Temperatur im Bereich des kritischen Punktes Ac3
bis 12000C, Warmwalzen des erhitzten Stahls dergestalt,
daß das kumulative Walzverhältnis bei unterhalb 9000C mehr
als 30% beträgt, und Abkühlen des gewalzten Stahls entweder durch selbständige Abkühlung oder durch beschleunigte Abkühl-
35 ung besteht.
In der früheren Patentanmeldung enthielt der Stahl einen
oder mehrere Bestandteile aus einer Gruppe von weniger als 0,007% Kalzium, weniger als 0,1% Seltenerdmetalle, weniger
als 0,007% Magnesium und weniger als 0,2% Zirkonium und/oder einen oder mehrere Bestandteile aus einer weiteren Gruppe
von weniger als 1,0% Chrom, weniger als 1,0% Kupfer, weniger als 1,0% Nickel, weniger als 0,10% Niobium und weniger als
0,15% Vanadium enthält.
Als Ergebnis der weiteren Forschung stellten die Erfinder
fest, daß es zur Reduzierung der Härte der Seigerzone und
zum Homogenisieren des Mikrogefüges nicht immer erforderlich ist, den Gesamt-Kohlenstoffgehalt des Stahls (T-C) auf weniger
als 0,03% zu reduzieren, d.h. daß die dem Stahl beigegebenen Elemente wie Nb, Ti oder V im Stahl sich mit Kohlenstoff
verbinden , wenn sich der Stahl beim Gießen verfestigt, so daß die fördernde Wirkung des Kohlenstoffs auf die Seigerung
im Verhältnis zu dem Fall, in dem diese Elemente im Stahl nicht vorhanden sind, reduziert werden kann.
Der restliche Kohlenstoff (C) wird hier definiert als die Gesamtheit des beigefügten Kohlenstoffs (T-C) abzüglich des
in Form von stochiometrischen Ausscheidungen wie NbC, Vc oder TiC ausgeschiedenen Kohlenstoffs. Somit ergibt sich
25 der restliche Kohlenstoff durch die Formel
Restkohlenstoff (C) = [t-c] - || [Nb] - ||· [ν] - ||
[Ti - 3,4n] worin [τϊ-3,4ν] = 0 für [Ti - 3,4n]
< 0.
Somit wird in der Erfindung anstatt der Vorschrift, daß der
Gesamt-Kohlenstoff weniger als 0,03% betragen muß, wie in
der früheren Patentanmeldung, vorgeschrieben, daß der restliche Kohlenstoff, d.h. der nicht mit Nb, V oder Ti verbundene
Kohlenstoff, weniger als 0,03% betragen muß.
Es hat sich ergeben, daß die Widerstandsfähigkeit gegen Rißbildung
durch Wasserstoffbrüchigkeit und gegen Sulfid-Spannungsrißbildung in einem Stahlwerkstoff dadurch verbessert werden
kann, daß der Kohlenstoffgehalt auf 0,08% und der Restkohlenstoff auf weniger als 0,03% reduziert wird, um die Härte der
Seigerzone des gewalzten Stahlwerkstoffs zu reduzieren und das Mikrogefüge zu homogenisieren.
Wenn andererseits dem kohlenstoffarmen Stahl zur Verbesserung
seiner Zugfestigkeit Nb, V oder Ti beigefügt werden, verbinden sich diese Elemente mit dem im Stahl enthaltenen Kohlenstoff,
um Karbide auszuscheiden und somit den restlichen Kohlenstoffgehalt zu reduzieren. Wenn dieser restliche Kohlenstoffgehalt
zu niedrig ist, kann die Schweißstelle und vor allem die Wärmeeinflußzone beim Schweißen äußerst anfällig gegen Rißbildung
durch Wasserstoffbrüchigkeit und Sulfid-Spannungsrißbildung werden, obgleich das Grundmetall unbeeinflußt
bleibt. Der Mechanismus dieses Phänomens ist bis heute nicht genau bekannt. Es kann jedoch angenommen werden, daß die
vereinte Wirkung der versprödeten Korngrenzen infolge der Reduzierung des Rest-Kohlenstoffgehalts und der erhöhten
interkristallinen Festigkeit infolge von NbC oder ähnlicher Karbide, die in den Kristallkörnern ausgeschieden wurden,
sowie der beim Schweißen erzeugte spezielle Wärmeverlauf zu Wasserstoffversprödung der Korngrenzen führen kann, und
daß ein solcher Bereich als Ausgangspunkt für Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit und Sulfid-Spannungsrißbildung
dienen kann.
Dabei ist zu beachten, daß der Zusatzwerkstoff selbst aus
dem Schweißdraht und dem Flußmittel besteht, so daß er im allgemeinen weicher ist als das Grundmetall, und daher kann
die Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit, die ihren Ausgang im Zusatzwerkstoff selbst nimmt, ohne Gefahr aus der
Betrachtung ausgeschlossen werden. Daher kann die Rißbildung
in der Schweißstelle im wesentlichen unterteilt werden in Rißbildung, die ihren Ausgang im Grundwerkstoff hat und die
durch die Wärmeeinflußzone bewirkte Rißbildung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stahlwerkstoff zur Verwendung in Rohrleitungen und Tanks für den Einsatz
in einer aggressiven sauren Feuchtgasatmosphäre zu schaffen, insbesondere einen Stahlwerkstoff, bei dem bei der Schweißung
die Wärmeeinflußzone des Stahlwerkstoffs eine verbesserte
Widerstandsfähigkeit gegen Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit
und gegen Spannungsrißbildung aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
Stahlwerkstoff weniger als 0,08% Kohlenstoff (mit einem Rest-
15 kohlenstoffgehalt im Bereich von 0,005 bis 0,03% ), 0,01
bis 0,50% Silizium, 0,8 bis 2,5% Mangan, weniger als 0,025% Phosphor, weniger als 0,004% Schwefel und 0,005 bis 0,1%
Aluminium sowie eines oder mehrere der Elemente aus einer Gruppe enthält, die aus weniger als 0,12% Niobium, weniger
als 0,15% Titan und weniger als 0,15% Vanadium besteht (wobei die vorgenannten Bestandteile die Grundbestandteile sind),
und der Rest aus Eisen und unvermeidlichen Verunreinigungen besteht.
Erfindungsgemäß sind die Elemente Nb, V und Ti in Anteilen
vorhanden, die unter einer vorgeschriebenen Grenze liegen, wobei der Restkohlenstoffgehalt mehr als 0,005% beträgt
um die Widerstandsfähigkeit gegen Rißbildung durch Wasserstoff brüchigkeit und Sulfid-Spannungsrißbildung in Schweißstellen
von Stahlrohren zu verbessern, und der Kohlenstoffgehalt weniger als 0,08% beträgt (mit einem Restkohlenstoffgehalt
von weniger als 0,03%), so daß der Stahl im gewalzten Zustand eine reduzierte Härte in der Seigerzone, ein homogenisiertes
Mikrogefüge und eine verbesserte Widerstandsfähigkeit
35 gegen Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit und Sulfid-
BAD ORIGINAL
Spannungsrißbildung aufweist, ohne die Notwendigkeit der Durchführung einer Wärmebehandlung wie Abschrecken oder Anlassen.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Stahlwerkstoff, der
aus einem großen Block mit einem Gewicht von mehr als 20 Tonnen oder aus einer Stranggußbramme und mit einem Warmwal
zverfahren hergestellt wird.
Eine zweite Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß der Stahlwerkstoff zusätzlich zu den obengenannten
Grundbestandteilen einen oder mehrere Bestandteile aus einer weiteren Gruppe enthält, die aus weniger als 0,007%
Kalzium, weniger als 0,007% Magnesium und weniger als 0,1% Seltenerdmetallen besteht, wobei der Rest aus Eisen und unvermeidlichen
Verunreinigungen besteht.
Bei einer dritten Ausführungsform der Erfindung enthält der
Stahlwerkstoff außer den genannten Grundbestandteilen einen oder mehrere Bestandteile aus einer weiteren Gruppe, die
aus weniger als 1,0% Kupfer, weniger als 1,0%'Chrom, weniger
als 1,0% Molybdän, weniger als 1,0% Nickel, weniger als 0,2% Zirkonium und weniger als 0,003% Bor besteht, wobei der Rest
aus Eisen und unvermeidlichen Verunreinigungen besteht.
Eine vierte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß der Stahlwerkstoff zusätzlich zu den genannten Grundbestandteilen einen oder mehrere Bestandteile aus einer
weiteren Gruppe enthält, die aus weniger als 0,007% Kalzium, 0,007% Magnesium und weniger als 0,1% Seltenerdmetallen sowie
einen oder mehrere Bestandteile aus einer weiteren Gruppe, die aus weniger als 1,0% Kupfer, weniger als 1,0% Chrom,
weniger als 1,0% Molybdän, weniger als 0,2% Zirkonium und weniger als 0,003% Bor besteht, wobei der Rest aus Eisen
35 und unvermeidlichen Verunreinigungen besteht.
Anhand der Figuren werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 a(i), (ü) und b(i), (ii) perspektivische Darstellungen,
aus denen der Auswahlvorgang von Proben für die Prüfung der Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit aus
einem Grundwerkstoff bzw. aus der Schweißstelle hervorgeht/ mit Größe und Form der Probestücke.
Fig. 2 eine schematische Darstellung des Riß-Beurteilungs-10
Verfahrens bei diesen Prüfungen.
Fig. 3 (i) (ii), (iii), (iv) und(v) schematische Darstellungen von Proben zur Prüfung der Spannungs-Rißbildung, sowie
der Prüfvorrichtung,
15
15
Fig. 4 (i), (ii) und (iii) die Größe und Form der Abschrägung,
Fig. 5 (i) und (iii) graphische Darstellungen des Verhältnisses
zwischen Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit und dem Mangangehalt des Grundmetalls in der Schmelze
bzw. in der Schweißstelle,
Fig. 6 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen
Mikrohärte und Mangangehalt in der Ausscheidungszone,
25
Fig. 7 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen den Ergebnissen der SuIfid-Rißbildungs-Prüfung und
dem Restkohlenstoff,
30 Fig. 8 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen
»
dem Mangangehalt in der Ausscheidungszone und dem
dem Mangangehalt in der Ausscheidungszone und dem
Niobiumgehalt und dem Restkohlenstoffgehalt im Grundmetall,
O ο Ο *
- 11 -
Fig. 9 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen dem Restkohlenstoffgehalt in der Schweißstelle und
den Ergebnissen der Sulfid-Rißbildungsprüfung,
Fig. 10 eine Darstellung des Mikrogefüges einer Bruchfläche
infolge Sulfid-Rißbildung bei herkömmlichem Stahl,
Fig. 11 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen dem Restkohlenstoff gehalt im Grundmetall und in der
Wärmeeinflußzone und der Rißbildungshäufigkeit.
Die Erfindung besteht in dem vorgeschriebenen Anteil der
Stahlbestandteile, der dem Zweck der Erfindung am nächsten kommt. Die Gründe dafür, daß die Stahlbestandteile in dem
festgelegten Bereich liegen müssen, können wie folgt dargelegt werden.
Der obere Bereich für den Gesamtkohlenstoffgehalt von 0,08%
wurde vorgeschrieben, da der Restkohlenstoffgehalt dazu neigt, größer als 0,03% zu sein, wenn der Gesamtkohlenstoffgehalt
mehr als 0,08% beträgt. In diesem Fall kann in der Seigerzone örtlich ein über HV 300 gehärtetes Gefüge erzeugt werden,
wodurch die Anfälligkeit für Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit
ansteigt.
Der restliche Kohlenstoffgehalt wird mit weniger als 0.03%
vorgeschrieben, da dann die Seigerzone, in der Verunreinigungen und Legierungsmetalle in höheren Konzentrationen vorhanden
sind, eine geringere Härte erhalten kann, was zu einer besseren Widerstandsfähigkeit gegen Rißbildung durch Wasserstoff
brüchigkeit und Sulfid-Spannungsrißbildung und zu einem homogeneren Mikrogefüge ohne feine Risse führt.
Der Restkohlenstoffgehalt wird mit mehr als 0,005% vorgeschrieben,
da dann eine ausreichende Menge von in der Korn- ·
grenze abgeschiedenem Kohlenstoff vorhanden sein kann, um eine ausreichende Widerstandsfähigkeit der Korngrenze gegen
Wasserstoffbrüchigkeit und eine verbesserte Widerstandsfähigkeit gegen Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit und Sulfid-Spannungsrißbildung
erzielt werden kann, insbesondere in der Wärmeeinflußzone.
Die untere und obere Grenze für den Siliziumgehalt wurde
mit 0,01% bzw. 0,5% angegeben, da die dem Silizium eigene
10 Wirkung bei der Reduktion des geschmolzenen Stahls und der Verbesserung von Festigkeit und Zähigkeit des Stahls nicht unter 0,01% Silizium nachgewiesen ist, und da die Zähigkeit des Stahls oberhalb von 0,5% Silizium rapide absinkt.
mit 0,01% bzw. 0,5% angegeben, da die dem Silizium eigene
10 Wirkung bei der Reduktion des geschmolzenen Stahls und der Verbesserung von Festigkeit und Zähigkeit des Stahls nicht unter 0,01% Silizium nachgewiesen ist, und da die Zähigkeit des Stahls oberhalb von 0,5% Silizium rapide absinkt.
Die Untergrenze für Mangan wird auf 0,8% festgelegt, um Zähigkeit und Festigkeit sicherzustellen, wogegen die Obergrenze
mit 2,5% angegeben wird, da Mangan bei höheren Konzentrationen als 2,5% in der Seigerzone ausgeschieden werden und ein gehärtetes
Gefüge mit mehr als HV 300 erzeugen kann. Der Mangangehalt sollte im Hinblick auf Festigkeit und Zähigkeit höher
als 1,0% und zur Reduzierung des Rißlängenverhältnisses (%) auf 0 höher als 2,0% liegen.
Die Obergrenze für Phosphor wurde auf 0,025% festgelegt,
da Phosphor dazu neigt, die Widerstandsfähigkeit gegen Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit zu verschlechtern und
diese Rißbildung oberhalb von 0,025% zu fördern.
Die Obergrenze für Schwefel wurde auf 0.004% festgelegt, da MnS oberhalb von 0,004% Schwefel zunehmen kann und dadurch
die Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit steigern kann.
Die Untergrenze für Aluminium wurde auf 0,005% festgelegt,
da Aluminium für die Reduktion der Metallschmelze wesentlich ist, wogegen seine Obergrenze auf 0,1% festgelegt wird, da *
13 -
ein übertriebener Zusatz dieses Elements dazu neigt, die Reinheit des Stahls zu beeinträchtigen.
Was die Elemente Niobium, Titan und Vanadium betrifft, so müssen diese dergestalt zugegeben werden, daß der Restkohlenstoffgehalt
höher als 0,005% wird. Mit einem Niobiumgehalt von mehr als 0,12% und einem Titan- und Vanadium-Gehalt von
mehr als 0,15% werden Karbide mit Makrogefüge ausgeschieden und dienen als Ausgangspunkte für Rißbildung durch Wasserstoff
brüchigkeit. Zusätzlich kann auch die Zähigkeit des erzeugten Stahls absinken. Aus dieser Überlegung werden die
Obergrenzen für Niobium, Titan und Vanadium auf 0,12 bzw. 0,15 und 0,15% festgelegt.
Bei der zweiten Ausführungsform der Erfindung ist das Element
Kalzium wirksam für die Kontrolle der Form der Einschlüsse von MnS und zur Reduzierung der Zahl von Ausgangspunkten
für Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit. Die Obergrenze dieses Elements wird auf 0,007% festgelegt, da oberhalb von
0,007% eine Neigung zur Bildung von CaS-Häufungen besteht, wodurch die Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit gefördert
wird.
Magnesium wird im Umfang von weniger als 0.007% beigegeben, um wirksam die Ausgangspunkte für Rißbildung durch Wasserstoff brüchigkeit
durch Kontrolle der Form von MnS-Einschlüssen
ebenso wie Kalzium zu reduzieren.
Seltenerdmetalle werden im Umfang von weniger als 0,1% zugegeben,
um die Ausgangspunkte für Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit durch Kontrolle der Form von MnS-Einschlüssen
wirksam zu reduzieren.
Bei der dritten Ausführungsform der Erfindung sind Kupfer und Chrom korrosionsbeständige Elemente und verbessern wirksam
die Festigkeit des Stahls. Diese Elemente müssen jedoch im
vy ν/ \J O Z- KJ
r 14-
Umfang von weniger als 1,0% beigegeben werden, da sonst die
Schweißbarkeit und Zähigkeit des Stahls absinken kann.
Nickel und Molybdän verleihen Festigkeit und Zähigkeit. Insbesondere
Nickel ist wirksam bei der Verbesserung der Warmformbarkeit von kupferhaltigem Stahl. Diese Elemente werden
in geeigneten Mengen beigegebn, die nicht über 1,0% liegen, da sonst die Widerstandsfähigkeit gegen Sulfid-Spannungsrißbildung
des erzeugten Stahls absinken kann.
10 Zirkonium verbessert wirksam die Widerstandsfähigkeit des
Stahls gegen Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit (schrittweise
Rißbildung). Dieses Element muß im Umfang von weniger als 0,2% beigegeben werden, da besonders die Schweißverbindung
des Stahls bei einem Zirkoniumgehalt über 0,20% zur Versprö-
15 dung neigt.
Bor verbessert wirksam die Härtbarkeit. Dieses Element wird im Umfang von weniger als 0,003% beigegeben, da sowohl der
Grundwerkstoff als die Schweißung sonst eine beträchtliche Reduzierung der Zähigkeit erleiden kann.
Die Stahlbramme, welche die vorgenannten Bestandteile enthält, wird warmgewalzt, woraufhin man sie in Luft auf Raumtemperatur
abkühlen läßt.
Es ist zu beachten, daß die Eigenschaften der Stahlzusammensetzung
gemäß der Erfindung durch Anschrecken, Normalglühen oder beschleunigte Abkühlung nach dem Walzvorgang
nicht beeinträchtigt werden, wie aus der nachstehenden Tabelle
30 3 ersichtlich ist. Daher können diese Arbeitsgänge je nach den Erfordernissen durchgeführt werden. Im übrigen ist die
Erfindung in gleicher Weise auf Brammen anwendbar, die von Brammenwalzwerken oder von Warmbandwalzwerken stammen.
BAD
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Beispielen beschrieben, Beispiel
Die Tabellen 1 und 2 zeigen Daten bezüglich Zusammensetzung und Herstellungsbedingungen der für die Prüfungen verwendeten
Bramme sowie die Eigenschaften der Stahlproben. Tabelle 2 zeigt die Eigenschaften der Stahlproben im gewalzten Zustand
und der Stahlproben, die nach dem Walzen einer beschleunigten Abkühlung unterzogen wurden. Tabelle 3 zeigt die Eigenschaften
von Stahlproben, die nach dem Abkühlen einer Wärmebehandlung mit Nacherwärmung unterzogen wurden.
Die Proben für die Prüfungen der Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit
wurden gemäß dem in Fig. 1 (a) (i), (ii), (b)
(i) und (ii) gezeigten Probenentnahme-Verfahren vorbereitet.
Fig. 1 (a) (i) und (ii) beziehen sich auf den Grundwerkstoff, wogegen Fig. (b) (i) (ii) die Schweißung betreffen, In diesen
Figuren gibt der Pfeil X die Walzrichtung und der Pfeil Y die Längsrichtung des Rohrs und die Walzrichtung an. Nachstehend
werden die Größen der Prüfproben angegeben.
Probendicke, Grundwerkstoff
B = T - 2 mm (max. 20 mm); 25 Probendicke Schweißung
B = Gesamtdicke Probenbreite: W = 20 mm Probenlänge: L = 100 mm
Es wurde ein Prüfverfahren angewendet, bei welchem die Proben 96 Stunden lang in eine wässerige NACE-Lösung (gesättigter
Schwefelwasserstoff, 5% Natriumchlorid und 0,5% Essigsäure) gelegt, und die Risse wurden an den drei Schnittflächen der
entsprechenden Proben gemessen.
Fig. 2 zeigt das Verfahren für die Beurteilung der Risse bei der Prüfung der Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit.
Die Risse wurden bezüglich des Rißlängenverhältnisses (CLR), des Verhältnisses der Neigung zur Rißbildung (CSR) und bezüglieh
des Vorhandenseins oder Fehlens von Rissen beurteilt.
Fig. 2 zeigt die Berechnung der Werte von CLR (Prozent) und CSR (Prozent) für die Prüfungen der Rißbildung durch Wasserstoff brüchigkeit gemäß der folgenden Formeln.
CLR (%) = CSR (%) =
A
£ai Ebi χ 100
£ai Ebi χ 100
AB
Fig. 3 zeigt Proben für die Prüfung der Sulfid-Spannungsrißbildung
und eine entsprechende Prüfeinrichtung. Fig. 3 (i), (iii) und (iv) zeigen das Verfahren der Probenentnahme aus
einer flachen Platte bzw. aus einem Rohr aus Grundmetall bzw. aus dem geschweißten Rohr. Fig. 3 (ii) zeigt die tatsächliehe
Größe der Probe in mm, welche in die in Fig. 3 (v) gezeigte Prüfvorrichtung einzulegen ist. In Fig. 3 (v) bezeichnet
1 den Prüfling, 2 einen Behälter mit Prüfflüssigkeit, 3 eine Klemmvorrichtung für den Prüfling, 4 einen Lastübertragungsarm,
5 eine Last und 6 eine Hebelunterlage. Der Pfeil zeigt die Richtung an, in welcher das H2S-Gas strömt. Der
Behälter mit Prüfflüssigkeit 2 ist mit der wässerigen NACE-Lösung (5% NaCl, 0,5% CH3COOH und gesättigtes H2S) gefüllt.
Bei dem Prüfverfahren wird der Prüfling eingespannt und die wässerige NACE-Lösung wird in den Behälter für die Prüfflüssigkeit
gefüllt. Der Prüfling wird durch ein vorbestimmtes Gewicht belastet. Die Prüfung wird durchgeführt, um festzustellen,
ob am Prüfling unter diesen Bedingungen Risse entstehen; wenn nicht, wird die Prüfung bis zu einer Dauer von 500 Stunden
durchgeführt, um zu sehen, welche Änderungen am Prüfling im Verlauf der Prüfdauer entstehen.
BAD ORIGINAL
Die Schweißung wurde nach dem schematisch in Fig. 4 gezeigten Verfahren durchgeführt. Fig. 4 (a) (i) zeigt die Vorbereitung
der Fuge für die verdeckte Lichtbogenschweißung. Es wurde Mn-Ni-Mo-Ti-Schweißdraht
und Flußmittel verwendet. Nachstehend wird die für jede Plattendicke eingebrachte Schweißwärme
angegeben.
| Platten dicke (mm) |
Eingebrachte Schweißwärme | Außenfläche (KJ/cm) |
| 9.5 12 16 19 25 |
Innenfläche (KJ/cm) |
23.6 25.9 36.0 49.8 62.4 , |
| 21.0 23.5 - 36.2 44.3 54.9 |
Fig. 4 (b) (ii) (iii) zeigen die Vorbereitung der Schweißfuge
in mm für Rundschweißen. Fig. 4 (b) (ii) zeigt das Schweißen für Plattendicken von 9,5, 12, 16 und 19 mm, und Fig. 4 (b)
(iii) zeigt das Schweißen für eine Plattendicke von 25 mm. Der Schweißdraht war vom Typ MGS 63 B (1,2 0) von Kobe Seiko
K.K. Das Schutzgas, bestehend aus Argon und 20% CO2 wurde mit
einer Strömungsgeschwindigkeit von 29 Litern pro Minute verwendet. Der Schweißvorgang wurde unter folgenden Bedingungen
30 durchgeführt:
| Schweifl iege |
Schweißbe dingungen |
■ Vor wärmung |
Zwischenschicht- Temperatur |
Schweiß- stellung |
| 1-3 | 180A-20V- 45 cpm, 4.8KJ/cm |
keine | 1 - 2 Lagen 75°C |
abwärts |
| 4 et seq | 20OA-22V- 45 cpm, 5.8KJ/cm |
- | 100°G | abwärts |
C tilt
| Stahlsorten | Tabelle | 1 Chemische Zusammensetzung | C | Si | Mn | der Prüflinge | S | Cu | Ni | Cr | f | |
| A | Bestandteile im Stahl | 0.142 | 0.38 | 1.42 | (Gewichtsanteil in %) | 0.001 | — | — | — | C | ||
| B | 0.084 | 0.28 | 1.16 | P | 0.001 | 0.27 | 0.11 | C | ||||
| C | 0.053 | 0.25 | 1.54 | 0.016 | 0.001 | - | - | - | ||||
| nlich | D | 0.007 | 0.10 | 1.83 | 0.Q15 | 0.001 . | - | - | - | |||
| kömi | E | 0.012 | 0.16 | 2.05 | 0.009 | 0.001 | - | - | - | |||
| Her | F | 0.038 | 0.15 | 2.60 | 0.006 | 0.001 | - | - | - | |||
| G | 0.033 | 0.22 | 1.63 | 0.009 | 0.001 | 0.26 | 0.1 | |||||
| H | 0.019 | 0.25 | 1.91 | 0.017 | 0,001 | - | - | - | ||||
| I | o.bio | 0.17 | 1.98 | 0.015 | 0.001 | - | - | - | ||||
| 03 :π5 |
J | 0.046 | 0.28 | 1.55 | 0.021 | 0.001 | 0.28 | 0.11 | ||||
| gem | K | 0.033 | 0.26 | 1.60 | 0.016 | 0.001 | - | - | - | |||
| indungs | L | 0.015 | 0.27 | 1.53 | 0.004 | 0.001 | - | 0.21 | ||||
| m W |
M | 0.044 | 0.30 | 1.45 | 0.012 | 0.001 | - | - | ||||
| N | 0.033 | 0.23 | 1.58 | 0.015 | < 0.0005 | - | - | |||||
| 0 | 0.053 | 0.24 | 1.47 | 0.017 | 0.001 | - | - | |||||
| 0.017 | ||||||||||||
| 0.008 |
| η | Stahlsorten | Tabelle 1 Chemische Zusammensetzung der ] | Mo | Nb | V | Ti | BPPm | Prüflinge | (Fortsetzung) | NPPm | Re st-C GeWi-Ant. % |
|
| lic] | A | Bestandteile im Stahl (Gewichtsanteil | - | 0.030 | - | - | - | in %) | 35 | 0.138 | ||
| I :O |
B | - | - | - | 0.052 | - | SAU | Cappm | 27 | 0.D75 | ||
| !-I Φ |
C | - | 0.029 | 0.042 | - | - | 0.025 | 28 | 23 | 0.039 | ||
| O * | D | 0.15 | 0.048 | - | - | — | 0.024 | 21 | 33 | 0.001 | ||
| S » 9 | Ξ | - | 0.052 | - | 0.020 | 22 | 0*021- | 23 | 23 | 0.002 | ||
| > J > A |
F | - | 0.044 | - | 0.021 | 14 | 0.021 | 25 | 28 | 0.029 | ||
| » » » 3 B t. a |
es | G | - | 0.125 | - | 0.012 | - | 0.022 | 34 | 35 | 0.017 | |
| I · | •iD E Φ tn |
H | - | 0.048 | - | 0.016 | 12 | 0.024 | 16 | 30 | 0.011 | |
| J". ! | mgs | I | - | 0.038 | - | - | - | 0.028 | 22 | 29 | 0.005 | |
| Erfindi | J | - | 0.043 | 0.042 | 0.013 | - | 0.022 | 22 | 23 | 0.029 | ||
| K | 0.17 | 0.043 | - | 0.014 | - | * 0.033 | 38 | 35 | 0.026 | |||
| L | - | 0.031 | - | 0.011 | - | 0.021 | 23 | 33 | 0.011 | |||
| M | - | 0.108 | - | - | - | 0.027 | 21 | 22 | 0.030 | |||
| N | 0.15 | 0.038 | - | - | - | 0.038 | 15 | 21 | 0.028 | |||
| O | — | 0.025 | 0.072 | 0.018 | - | 0.025 | 17 | 23 | 0.030 | |||
| 0.025 | - | |||||||||||
| 0.032 | 25 | |||||||||||
|
Xi
υ •Η |
05 | Stahl sorte |
Symbole | Platten dicke |
lock- | ncj. bLtüi ungsoeaxngungen | Temp, im | / | I | 620 | / | Mechanische | Eigenschaften | vTrs | maximale Härte in Seigerzone (50g) (50g) |
|
|
' J ■
• J* |
xngsgem | A | A-I | 19 | achwärm- emperatur 0C) |
Temperatur | Zugkanal | j | ^^ | / | YS (Kg/mm2) |
TS 2 (Kg/nun ) |
-80 | 524 | ||
| ' U Q) tr! |
P!
•H |
B | B-I | 16 | 1100 | nach dem Walzen |
/ | I | 620 | / | 48.2 | 56.8 | -101 | 423 | ||
| C | 4-1 H W |
C | C-I | 25 | 1100 | 720 | I | 45.0 | 54.0 | -83 | 549 | |||||
|
• C ·
C · |
4 * |
D | D-I | 19 | 1150 | 700 | I | 47.0 | 55,3 | -110 | 262 | |||||
| t K | E | E-I | 25 | 1100 | 740 | ι | 54.1 | 61.0 | -93 | 249 | ||||||
| • t e « > |
F | F-I | 19 | 1100 | 700 | ,59.1 | 68.1 | -98 | 353 | |||||||
| 1 T C C |
G | G-I | 19 | 1100 | 700 | 62.3 | 75.2 | -91 | 362 | |||||||
| * O CN . |
H | H-I | 19 | 1200 | 670 | 54.3 | 66.0 | -98 | 254 | |||||||
| t * t * C C |
■1 | H-2 | 9 | 1150 | 790 | 54.8 | 66.5 | -93 | 274 | |||||||
| ,J | I | 1-1 | 19 | 1200 | 680 | 54.6 | 64.3 | -108 | 268 | |||||||
| Il | 1-2 | 9 | 1150 | 800 | 52.0 | 59.3 | -95 | 277 | ||||||||
| J | J-I | 25 | 1200 | 680 | 52.5 | 59.0 | -92 | 236 | ||||||||
| K | K-I | 25 | 1200 | 800 | 52.9 | 62.3 | -95 | 244 | ||||||||
| L | L-I | 19 | 1200 | * 770 |
51.3 | 61.7 | -103 | 239 | ||||||||
| M | M-I | 16 | 1200 | 770* | 46.2 | 53.0 | -100 | 236 | ||||||||
| N | N-I | 25 | 1200 | 750 | 61.0 | 71.0 | -89 | 241 | ||||||||
| O | 0-1 | 16 | 1200 | 720 | 53.4 | 63.1 | ||||||||||
| 1200 | 770* | 55.6 | 64.9 | |||||||||||||
| 770 | ||||||||||||||||
Tabelle 2 Herstellungsbedingungen (Fortsetzung)
S ti
| Stahl sorte |
Rißbildung im Grundmetall (NACE-Atrnosph.) |
CSR (%) |
Rißbildung in der Schweißung (NACE-Atmosph.) |
CSR (%) |
Sulfid-Spannungsrißbildung in der Schweißung (NACE- Atmosphäre) ö/oYS |
0.85 | 0.80- | 0.75 | 0,70 | 0.65 | 0.60 | 0.55 | |
| Herkömmlich | A | CLR (%) |
1.5 | CLR (%) |
2.1 | 0.90 | - | - | - | Φ | # | • | O |
| Erfindungsgemäß | B | 43 | 1.3 | 45 | 1.5 | - | - | - | φ | Φ | Φ | O | |
| G | 38 | 2.0 | 55 | 2.0 | - | - | - | φ | Φ | O | — | ||
| D | 47 | 0 | 62 | 0.3 | - | Φ | O | - | - | - | - | - | |
| £ | 0 | 0 | 13 | 0.5 | Φ | O | - | - | - | - | - | ||
| 0 | 0 | 18 | 0.8 | - | - | - | - | Φ | φ | O | - | ||
| G | 13 | 0.3 | 20 | 0 3 | - | - | - | φ | Φ | O | - | - | |
| H | 27 | 0 | 29 | 0 | - | Φ | O | - | - | - | - | - | |
| π | 0 | 0 | 0 | 0 | m | - | - | - | - | - | - | ||
| I | 0 | 0 | 0 | 0 | - | O | - | - | - | - | - | - | |
| Il | 0 | 0 | 0 | 0 | - | - | - | - | - | - | |||
| J | 0 | 0 | 0 | 0 | - | O | - | - | - | - | - | - | |
| K | 0 | 0 | 0 | 0 | • | • | O | - | - | - | - | - | |
| L | 0 | 0 | 0 | 0 | • | - | - | - | - | - | - | - | |
| M | 0 | 0 | 0 | 0 | - | φ | O | - | - | - | - | - | |
| N | 0 | 0 | 0 | 0 | φ | φ | O | — | - | - | - | - | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | φ | O | - | - | - | - | - | - | |
| 0 | 0 | φ |
| 0.55 | I | ι | O | O | I | O | O | qo τ xuiuio >{αθΗ | I | I | I | I | I | : | I | • | ■ | I | I | < | gguießsßunpuTjjta | |
| 0.60 | O | O | • | # | O | • | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | |||||
| 0.65 | • | I | I | I | I | • | I | I | I | I | ||||||||||||
|
-a
W I |
0.70 | • | I | I | I | • | • | I | I | I | O | ■ | I | I | I | I | I | I | ||||
| /eißung σ/σ YS (ϊ | 0.75 | I | I | I | I | ■ | I | ' | O | I | • | I | O | • | O | O | I | |||||
| ßbildung in Schv | 0.80 | • | I | I | I | I | I | I | • | I | I | O | • | • | • | • | O | |||||
| SuIfid-Spannungsri | 0.85 | ■ | ■ | I | ■ | I | I | ' | • | ν | I | • | • | I | • | • | • | |||||
| 0.90 | I | • | I | I | I | I | I | I | I | • | • | I | • | I | • | |||||||
| Stahl sorte |
< | Ü | α | a | SS | H | •J | Z | O | |||||||||||||
BAD ORIGINAL
Tabelle 3 Herstellungsbedingungen und Kennwerte
| Stahl sorte |
Symbole | Platten dicke |
Block- nachwärm- temperatux (°C) |
Temperatur nach dem Walzen <°C) |
Temp, im Zug kanal (0C) ' |
Mechanische Eigenschaften | TS (Kg/nun2) |
vTrs (°C) |
max. Härte in der Seigerzone (50g) |
|
■ H
Il Il |
*1) H-3 *2) H-4 *3) H-5 |
19 19 19 |
1150 1150 1150 |
680 680 680 |
N | YS (Kg/nun2) |
68.5 58.5 64.5 , |
-65 *76 -95 |
239 234 241 |
| L Il |
*4) L-2 . *5) L-3 |
19 19 |
1200 1200 |
730 730 |
V | 58.9 48.6 55.0 |
46.7 56.0 |
-73 -80 |
219 223 |
| 35.9 42.7 |
Nach dem Warmwalzen unter den in der Tabelle angegebenen Bedingungen wurden die Prüflinge einer Wärmebehandlung
unter den nachstehenden Bedingungen unterzogen:
unter den nachstehenden Bedingungen unterzogen:
*1) Vergüten; Abschrecktemperatur 9100C, Anlaßtemperatur 6200C
*2) Normalglühen und Anlassen; Normalglühtemperatur 9100C, Anlaßtemperatur 620°C
*3) Anlassen; Anlaßtemperatur 6200C
*4) im Normalglühzustand; Normalglühtemperatur 91O0C
*5) im Abschreckzustand; Abschrecktemperatur 95O0C
CO CO CO CD
| Stahl sorte |
Symbole | Tabel | CSR | Ie 3 | Herstellungsbedingungen und Kennwerte (Fortsetzung) | CSR | Sulfid-Spannungsrißbildung in der Schweißung (NACE-Atmosphäre) σ/oYS |
0.85 | 0.80 | 0.75 | 0.70 | 0.65 | 0.60 | 0.55 | |
| IM*» | Rißbildung im Grundmetall (NACE-Atmosph.) |
0 | Rißbildung in der Schweißung (NACE-Atmosph.) |
0 | 0.90 | O | - | - | - | - | - | - | |||
| H | H-4*2> | CLR | 0 | CLR | 0 | • | _ | - | - | - | — | - | - | ||
| Il | 0 | 0 | |||||||||||||
|
4
« * < • * |
H-5*3» | 0 | 0 | 0 | 0 | - | - | - | - | - | - | - | |||
| « « € |
Il
I |
41 | 0 | 0 | - | ||||||||||
| 4 ♦ · β * t C < |
L | 0 | 0 | ||||||||||||
| "ι * | L-3*5) | 0 | 0 | 0 | 0 | • | • | O | - | - | - | - | |||
| Il | • | ||||||||||||||
|
«ICC
I < < I C 4 |
0 | 0 | |||||||||||||
OO CO CO
CJ) CD
Tabelle 3 Herstellungsbedingungen und Kennwerte (Fortsetzung)
| Stahl- | Symbole | Sulfid-Spannungsrißbildung in der Schweißung (NACE- Atmosphäre) | 0.85 | 0.80 | 0.75 | 0.70 | 0.65 | 0.60 | 0.55 |
| H-3 | 0.90 | O | - | - | - | - | - | ||
| H |
*2)
H-4 |
m | - | - | - | - | - | - | - |
| Il | *3) H-5 ' |
- | - | - | - | - | - | - | - |
| ■ ti | *4) L-2 q) |
- | - | - | - | - | - | - | - |
| : L r |
L-3 ' | - | - | • | • | O | - | - | - |
| Il | - |
CO CO CO IV)
Das folgende Beispiel wird zur Erklärung der Widerstandsfähigkeit gegen Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit und
gegen Sulfid-Spannungsrißbildung im Rohr aus Grundmetall gegeben.
Fig. 5 zeigt die Ergebnisse der Prüfungen für die Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit für den Grundwerkstoff (fig.5 i)
und für die Schweißung (Fig. 5 ii) in Abhängigkeit von der Manganmenge in der Metallschmelze, die den Mangangehalt im
Grundwerkstoff und in der Schweißung ohne Seigerung darstellen soll. In Fig. 5 (i), welche die Prüfergebnisse für den Grundwerkstoff
zeigt, ist die Anfälligkeit gegen Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit" beim herkömmlichen Stahl mit
einem Restkohlenstoffgehalt von mehr als 0,03% beträchtlich
15 erhöht, wenn der Mangangehalt über 1,0% liegt, wie durch
die Kreise (o) in Fig. 5 (i) angedeutet, wogegen beim Stahl gemäß der Erfindung mit einem Restkohlenstoffgehalt von weniger
als 0,03% (weniger als 0,08% Kohlenstoff) und einem Mangangehalt von weniger als 1,0% keine Rißbildung beobachtet wird,
20 wie durch die Quadrate ( D ) in Fig. 5 (i) angedeutet. In
dieser Figur steht der zur Hälfte schwärzgefül-1 te Kreis ( φ )
für den herkömmlichen Stahl mit einem Kohlenstoffgehalt von weniger als 0,005%.
In Fig. 5 (ii), welche die Prüfergebnisse für die Schweißung zeigt, entsteht im herkömmlichen Stahl mit einem Restkohlenstoff
gehalt von mehr als 0,03% Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit, die ihren Ausgangspunkt im Grundmaterial nimmt.
Bei herkömmlichen Stahl mit einem Restkohlenstoffgehalt von
weniger als 0,005% entsteht im Grundwerkstoff keine Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit, die jedoch lediglich in der
Schweißung auftritt. Dagegen wurde gezeigt, daß bei Stahl gemäß der Erfindung mit einem Restkohlenstoffgehalt im Bereich
von 0,005 bis 0,03% (0,005% < Restkohlenstoff S 0,03%) keine
Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit entsteht.
λ m « β- β·«« *
λ Ϊΐ Λ HA·*·* * * * β
- 27 -
Fig.6 zeigt die Beziehung zwischen der Härte (HV) und dem
Mangangehalt (Gewichtsanteil in Prozent) des keiner Seigerung unterworfenen Metallteils.
In der Zeichnung steht das Zeichen O für herkömmlichen Stahl
(Restkohlenstoff C > 0,03%) ohne Risse, das Zeichen φ
steht für den gleichen Stahl mit Rissen, dä's Zeichen φ steht für herkömmlichen Stahl (Restkohlenstoff C
< 0,005%) ohne Risse, das Zeichen φ steht für den gleichen Stahl mit Rissen,
das Zeichen D steht für Stahl gemäß der Erfindung ohne Risse und das Zeichen M für den gleichen Stahl mit Rissen.
Bei der herkömmlichen Stahlsorte mit mehr als 0,03% Restkohlenstoff
erhöht sich in dem der Seigerung ausgesetzten Metallteil die Härte auf mehr als HV 300 mit zunehmendem
Mangangehalt in diesem Teil, woraus sich eine erhöhte Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit ergibt, wie im Bericht
der Anmelderin (Nippon Kokan Giho, 1980, 61) dargelegt. Im Gegensatz dazu weist bei der Stahlsorte gemäß der Erfindung
mit weniger als 0,03% Restkohlenstoff der geseigerte Teil
bei einem Mangangehalt von weniger als 3,0% in diesem Teil eine Härte von weniger als HV 300 auf, wodurch es möglich
wird, die Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit zu verhindern, wie in Fig. 6 gezeigt. Bei der Stahlsorte F mit einem Restkohlenstoffgehalt
von weniger als 0,03%, d.h. von 0,029%, wie in Tabelle 1 gezeigt, jedoch mit einem Mangangehalt von
mehr als 2,50%, kann der Mangangehalt im geseigerten Teil über 3,0% liegen, so daß die Härte im geseigerten Teil örtlich
mehr als HV 300 betragen kann, was zu einer noch häufigeren
30 Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit führt.
Es ist zu beachten, daß die Stahlsorte G mit weniger als 0,03% Restkohlenstoff, jedoch mit einem Nb-Gehalt von mehr
als 0,12%, d.h. von 0,125% Nb-Einschlüsse mit Makrogefüge aufweisen kann, von denen eine Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit
ausgehen und sich in den Stahl erstrecken kann.
Somit muß gemäß der Erfindung der Restkohlenstoffgehalt niedriger als 0,03%, der Mangangehalt niedriger als 2,0% und
der Niobiumgehalt kleiner als 0,12% sein, um die Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit im Grundwerkstoff zu verhindern. 5
der Niobiumgehalt kleiner als 0,12% sein, um die Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit im Grundwerkstoff zu verhindern. 5
Fig. 7 zeigt die Beziehung zwischen dem Restkohlenstoffgehalt
(Gewichtsanteil in Prozent) und den Ergebnissen der Prüfung für Sulfid-Spannungsrißbildung.
In der Zeichnung steht das Zeichen O für herkömmlichen Stahl
(Restkohlenstoff C > 0,03%) ohne Risse, das Zeichen # für
den gleichen Stahl mit Rissen, das Zeichen φ steht für herkömmlichen
Stahl (Restkohlenstoff < 0,005%) ohne Risse, das Zeichen p für den gleichen Stahl mit Rissen, das Zeichen
Q steht für Stahl gemäß der Erfindung ohne Risse und das Zeichen ■ für den gleichen Stahl mit Rissen.
Für einen Restkohlenstoffgehalt von weniger als 0,03% wurde
gezeigt, daß das Verhältnis ath/aYs, worin cth die Grenzspannung
für die Rißbildung und aYs die Fließspannung angibt, im Bereich von 0,55 bis 0,65 liegt, was eine Verbesserung um ca. 0,20
bedeutet. Dies erweist, daß der Stahl gemäß der Erfindung
ein homogeneres Gefüge aufweist.
bedeutet. Dies erweist, daß der Stahl gemäß der Erfindung
ein homogeneres Gefüge aufweist.
Es wird nunmehr die Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit
in der Schweißstelle betrachtet.
Fig. 8 zeigt die Beziehung zwischen den Prüfergebnissen für die Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit in der Schweißstelle
und dem Nb-Gehalt sowie dem Restkohlenstoffgehalt im Grundmetall.
In Fig. 8 zeigt der schraffierte Teil das Vorhandensein von Rissen und der Nicht-schraffierte Teil das Fehlen von
Rissen an.
Rissen an.
Das Zeichen O steht für herkömmlichen Stahl (Restkohlenstoff C
>
BAD ORIGINAL
* a ff·"© aaftw
- 29 -
0,03%) ohne Rißbildung, das Zeichen φ für den gleichen
Stahl mit Rißbildung, das Zeichen φ steht für herkömmlichen
Stahl (Restkohlenstoff C > 0,005%) ohne Rißbildung, das Zeichen f<
für den gleichen Stahl mit Rißbildung, das Zeichen Q steht für Stahl gemäß der Erfindung ohne Rißbildung und
das Zeichen fl für den gleichen Stahl mit Rißbildung.
Aus dieser Figur ist ersichtlich, daß der herkömmliche Stahl mit mehr als 0,03% Restkohlenstoff und derjenige mit weniger
als 0,005% Restkohlenstoff zur Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit
neigen, wogegen der Stahl gemäß der Erfindung mit einem Restkohlenstoffgehalt im festgelegten Bereich
von 0,005 bis 0,03% nicht zur Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit neigt.
Es ist zu beachten, daß beim herkömmlichen Stahl mit mehr als 0,03% Restkohlenstoff die Rißbildüng durch Wasserstoffbrüchigkeit
in der Schweißstelle, die in der Rißbildung im Grundmetall ihren Ausgang nimmt, durch die Wärmeeinflußzone
(HAZ) vordringt und gelegentlich auf den Zusatzwerkstoff übergreift, und daß im Fall des herkömmlichen Stahls mit
weniger als 0,005% Restkohlenstoff keine Rißbildung im Grundmetall
beginnt, daß jedoch Korngrenzen-Rißbildung durch Wasserstoffbruchxgkeit in der Wärmeeinflußzone entsteht.
Obwohl der Mechanismus der Korngrenzen-Rißbildung durch Wasserstoffbruchxgkeit nicht genau bekannt ist, kann gesagt
werden, daß mit höheren Zusätzen von Nb, Ti oder V diese Elemente in Form von Karbiden im Kristallgefüge in größerem
Umfang ausgeschieden werden, was zu einer verstärkten Kristal1-struktur
und einem vermindertem Restkohlenstoffgehalt führt, wodurch möglicherweise die Korngrenze versprödet. Dies erklärt
die Tatsache, daß Rißbildung durch Wasserstoffbruchxgkeit
in den Schweißstellen erfolgte, in denen der Restkohlenstoffgehalt
weniger als 0,005% betrug, wie in Fig. 5 gezeigt.
Es ist demnach wesentlich, daß der Restkohlenstoffgehalt
weniger als 0,03% beträgt, um die Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit
im Grundmetall verhindern zu können, und daß der Restkohlenstoffgehalt auch weniger als 0,03% und mehr
als 0,005% beträgt, um die Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit
in der Schweißstelle zu verhindern, wegen der Notwendigkeit, die Rißbildung sowohl im Grundmetall als die Korngrenzen-Rißbildung
zu verhindern. Der Restkohlenstoffgehalt kann also im Bereich von 0,03 bis 0,005% liegen, um all diese
Arten von Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit gleich-
10 zeitig zu verhindern.
Fig. 9 zeigt die Beziehung zwischen dem Restkohlenstoffgehalt
in der Schweißstelle und den Prüfergebnissen für die Sulfid-Spannungsrißbildung.
In der Figur haben die Zeichen O · 0 0 D B die gleiche
Bedeutung wie sie weiter oben im Zusammenhang mit Fig. 7 beschrieben wurde. Die Zeichen O 0 D bezeichnen die
Ergebnisse von Prüfungen, die sich über 500 Stunden erstreckten.
Aus dieser Figur ist ersichtlich, daß herkömmliche Stahlsorten mit weniger als 0,005% Restkohlenstoff bei Spannungen ath/aYs
von weniger als 0,60 Rißbildung aufweisen, wogegen Stahl gemäß der Erfindung mit einem Restkohlenstoffgehalt von mehr
als 0,005% keine Rißbildung für ath/aYs von weniger als 0,70
aufweist, woraus sich ergibt, daß das Verhältnis ath/aYs
um 0,10 bis 0,20 verbessert wurde.
Bei einer Prüfung mit einem Raster-Elektronenmikroskop wurden an der Fläche mit Sulfid-Spannungsrißbildung von herkömmlichem
Stahl mit einem Restkohlenstoffgehalt von weniger
als 0,005% zahlreiche interkristalline Risse beobachtet, wie in Fig. 10 gezeigt, wogegen keine derartigen interkristallinen
Risse bei Stahl gemäß der Erfindung beobachtet wurden.
BAD ORIGINAL
ana .«»«β»
- 31 -
Fig. 11 zeigt in graphischer Darstellung die Auswirkungen, die der Restkohlenstoffgehalt im Grundmetall und in der
Wärmeeinflußzone auf die Häufigkeit der Rißbildung haben
kann, die definiert wird als das Verhältnis der Zahl der Prüflinge, an denen sich Risse gebildet haben, zur Gesamtzahl
der Prüflinge.
Es kann festgestellt werden, daß die Anfälligkeit des Grundmaterials gegen Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit
bei einem Restkohlenstoffgehalt von mehr als 0,03% zunimmt; andererseits besteht bei einem Restkohlenstoffgehalt von
weniger als 0,005% eine Neigung zur Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit in der Wärmeeinflußzone beim Schweißen,
wogegen bei Stahl gemäß der Erfindung diese Nachteile gleichzeitig ausgeschaltet werden können,und die Rißbildung durch
Wasserstoffbrüchigkeit kann gleichzeitig im Grundwerkstoff
und in der Wärmeeinflußzone vollständig vermieden werden.
Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß der Stahl gemäß der Erfindung eine hervorragende Widerstandsfähigkeit
gegen Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit und gegen Sulfid-Spannungsrißbildung sowie eine hervorragende Tieftemperatur-
und Kerbzähigkeit selbst unter harten Betriebsbedingungen wie tiefe Temperaturen oder Schwefelwasserstoffatmosphäre
aufweist.
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Claims (1)
- PATENTANS PRUCHEStahlwerkstoff mit hervorragender Widerstandsfähigkeit gegen Rißbildung durch Wasserstoffbrüchigkeit in Schwefelwasserstoff atmosphäre, dadurch gekennzeichnet, daß er weniger als 0,08% Kohlenstoff (C), 0,01 - 0,50% Silizium (Si), 0,8 - 2,5% Mangan (Mn), weniger als 0,025% Phosphor (P), weniger als 0,004% Schwefel (S), 0,005 - 0,1% Aluminium (Al), sowie eines oder mehrere der Elemente aus der Gruppe enthält, die aus Niobium (Nb), Titan (Ti) und Vanadium (V) im Umfang von weniger als 0,12% für Nb und 0,15% für Ti.und V besteht, wobei der Rest aus Eisen (Fe)und unvermeidlichen Verunreinigungen besteht, mit einem restlichen Kohlenstoffgehalt (C) nach folgender FormelRestkohlenstoff (C) = [c] - |f[Nb] - ^y [v] - ~[Ti - 3,4n] im Bereich 0,005 bis 0,03%, worin N den Stickstoffgehaltin Prozent angibt, mit N=O für [Ti - 3,4N] < 0.Stahlwerkstoff nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß er zusätzlich zu den genannten Bestandteilen eines oder mehrere der Elemente aus der Gruppe enthält, die aus Kalzium (Ca), Magnesium (Mg) und Seltenerdmetallen (REM) im Umfang von 0,007% für Ca, 0,007% für Mg und 0,1% für REM besteht, wobei der Rest aus Eisen (Fe) und unvermeidlichen Verunreinigungen besteht, mit einem Restgehalt an Kohlenstoff (C) nach der genannten Formel.Postscheckkonto: Karlsruhe 76979-754 Bankkonto: Deutsche Bank AQ Villingen (BLZ 6847C039) 1483323. Stahlwerkstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er zusätzlich zu den genannten Bestandteilen eines oder mehrere der Elemente aus der Gruppe enthält, die aus Kupfer (Cu), Chrom (Cr), Molybdän (Mo), Nickel (Ni), Zirkonium (Zr) und Bor (B) im Umfang von weniger als 1,0% für die vier ersteren Elemente, weniger als 0,2% für Zr und weniger als 0,003% für B besteht, wobei der Rest aus Eisen (Fe) und unvermeidlichen Verunreinigungen besteht, mit einem Restgehalt an Kohlenstoff (C) nach der genannten Formel.4. Stahlwerkstoff nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet,daß er zusätzlich eines oder mehrere der Elemente aus einer weiteren Gruppe enthält, die aus Kupfer (Cu), Chrom (Cr), Molybdän (Mo), Nickel (Ni), Zirkonium (Zr), und Bor (B) im Umfang von weniger als 1,0% für die vier ersteren Elemente, 0,2% für Zr und 0,003% für B besteht, wobei der Rest aus Eisen (Fe) und unvermeidlichen Verunreinigungen besteht, mit einem Restgehalt an Kohlenstoff nach der genannten Formel.BAD
Applications Claiming Priority (1)
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| JP57188231A JPS5980752A (ja) | 1982-10-28 | 1982-10-28 | 硫化水素環境で溶接部の耐水素割れ性及び耐硫化物応力腐食割れ性に優れた鋼 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3339269A1 true DE3339269A1 (de) | 1984-05-03 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (6)
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