DE3339098C2 - Kraftstoffeinspritzpumpe - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kraftstoffeinspritzpumpe zum Ver
sorgen einer Brennkraftmaschine mit flüssigem Kraftstoff gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
Eine Kraftstoffpumpe dieser Art ist bereits aus der AT-PS
307 808 bekannt. Bei der bekannten Kraftstoffpumpe ist die Pum
penbuchse, in der die Bohrung für den Pumpenstößel bzw. -kolben
ausgebildet ist, mit einem Flansch versehen, welcher an einer
Stufe anliegt, die durch einen internen Flansch des Pumpenge
häuses gebildet wird. Da die Klemmkraft, welche zwischen dem
Pumpengehäuse und der Pumpenbuchse wirksam ist, sehr hoch ist,
wird auf diese Weise eine Metall/Metall-Dichtung zwischen der
Pumpenbuchse und dem Gehäuse geschaffen. Auf der einen Seite
dieser Dichtung befindet sich die Kraftstoffeinlaßkammer, wäh
rend auf der anderen Seite der Dichtung ein kleiner Ringraum
vorgesehen ist, durch den ein Kraftstoff/Schmieröl-Gemisch zu
einem Auslaß abgeführt wird. Dabei wird die eine Seite des
Ringraums durch die Metall/Metall-Dichtung abgedichtet, während
auf der anderen Seite des Ringraums ein Dichtungselement vorge
sehen ist, welches in eine Nut der Buchse eingelegt ist. Wenn
nun diese üblicherweise wohl als elastomere Dichtung ausgelegte
Dichtung bei der bekannten Kraftstoffeinspritzpumpe versagen
sollte, könnte folglich aufgrund der beschriebenen Konstruktion
Kraftstoff in das Schmiersystem gelangen, was speziell bei der
Verwendung von Schweröl als Kraftstoff zu erheblichen Problemen
führen könnte. Das Schmieröl würde nämlich durch den Kraft
stoff, insbesondere das Schweröl, regelrecht verschmutzt, wo
durch seine Fähigkeit, für eine angemessene Schmierung zu sor
gen, verringert würde, wobei außerdem die Gefahr eines Verstop
fens von Schmierölkanälen durch das bei Umgebungstemperatur
sehr zähflüssige, gegebenenfalls sogar feste Schweröl herbeige
führt würde.
Ausgehend vom Stand der Technik und der vorstehend aufgezeigten
Problematik, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
gattungsgemäße Kraftstoffeinspritzpumpe dahingehend zu verbes
sern, daß zuverlässig verhindert wird, daß Kraftstoff in den
Schmierölkreislauf gelangt.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Kraftstoffein
spritzpumpe mit den Merkmalen des Patentanspruchs gelöst.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Kraftstoff
einspritzpumpe gemäß der Erfindung wird nachstehend
anhand einer Zeichnung noch näher erläutert, deren
einzige Figur einen Längsschnitt durch die erfindungs
gemäße Kraftstoffeinspritzpumpe zeigt.
Im einzelnen zeigt die Zeichnung eine Kraftstoffpumpe
mit einem hohlen Gehäuse 10, in dem eine Stufenbohrung
11 vorgesehen ist. In der Bohrung 11 ist ein Pumpen
zylinder bzw. eine Pumpenbuchse 12 angeordnet, deren
Mantelfläche mit Stufen versehen ist, wobei eine Stufe
vorgesehen ist, welche gegen eine Stufe in der Bohrung
11 anlegbar ist. Die Pumpenbuchse 12 ist in dem Grund
körper bzw. dem Gehäuse 10 dadurch gesichert, daß sie
sich an einem geteilten Druckventilgehäuse 13 abstützt,
welches durch ein Klemmelement 14 in seiner Lage
gehalten wird, welches seinerseits mit Schrauben an
dem Gehäuse 10 befestigt ist. Das Druckventilgehäuse 13
definiert einen Hochdruck-Kraftstoffauslaß 15 und nimmt
eine Hochdruckventilanordnung 16 auf.
Die Pumpenbuchse 12 ist mit einer Bohrung 17 versehen,
in der ein Pumpenstößel bzw. Pumpenkolben 18 gleitver
schieblich angeordnet ist. Die Bohrung 17 und der Pum
penkolben 18 definieren zusammen mit einem Teil des
Ventilgehäuses 13 eine Pumpenkammer 19, mit der der
Auslaß 15 über die Ventilanordnung 16 in Verbindung
steht.
Die Pumpenbuchse 12 ist von einer Kraftstoffzuführ
kammer 20 umgeben, welche vorzugsweise in dem Gehäuse
10 vorgesehen ist und im Betrieb mit einer Quelle ver
bunden ist, aus der der Kraftstoff unter Druck zuge
führt wird. Mit der Kammer 20 stehen zwei einander
gegenüberliegende Einlässe 21, 22 in Verbindung, die
auf der Innenseite der Bohrung 17 in einer solchen La
ge münden, daß sie von dem Kolben 18 bei der Einwärts
bewegung desselben verdeckt werden. Die Einlaßöffnung
21 dient dabei im wesentlichen als Füllöffnung, durch
welche Kraftstoff aus der Kammer 20 in die Pumpenkammer
19 fließen kann, wenn die innere Öffnung von dem Kolben
18 freigegeben wird. Der Einlaß 22 dient in erster Li
nie als Überströmöffnung, obwohl auch über diesen Ein
laß Kraftstoff in die Pumpenkammer 19 eintreten kann.
Der Pumpenkolben 18 ist mit einer wendelförmigen
Steuerschulter versehen, welche die Überströmöffnung
22 freigeben kann, so daß die Kraftstoffmenge, welche
während der Einwärtsbewegung des Pumpenkolbens 18 durch
die Überströmöffnung abfließt, gesteuert werden kann.
Der Kolben 18 steht über das von dem Ventilgehäuse 13
abgewandte Ende der Bohrung 17 vor und steht dort in
Kontakt mit einem Mitnehmer, dessen Hülsenteil 23 in
der Zeichnung gezeigt ist und von einem erweiterten
Teilstück der Bohrung 11 gleitverschieblich aufgenommen
wird. Der Mitnehmer ist nach außen - in der Zeichnung
nach unten - mittels einer Druckfeder 24 in Form einer
Schraubenfeder vorgespannt. Der Mitnehmer besitzt einen
Boden, welcher von dem Ende des Kolbens 18 erfaßt wird.
Der Mitnehmer wird im Gebrauch entweder von einer Nocke
oder von einem Stößel erfaßt, der seinerseits durch
eine Nocke betätigt wird, wobei die Nocken von der zur
Kraftstoffmaschine gehörigen Brennkraftmaschine betätigt
werden, so daß der Kolben 18 von der Brennkraftmaschine
zeitlich gesteuert betätigt wird.
Die Winkelstellung des Kolbens 18 (bezüglich seiner
vertikalen Drehachse) wird durch eine Zahnstange 25
gesteuert, deren Zähne mit der Zahnung einer Buchse 26
kämmen, die bezüglich der Pumpenbuchse 12. drehbar ist
und mit dem Kolben 18 über einen Vorsprung am Kolben
in Verbindung steht, welcher im Gleitsitz von einem
Schlitz in der Buchse 26 aufgenommen wird.
Die Kraftstoffpumpe arbeitet in üblicher Weise. Wenn
der Kolben 18 nach innen bewegt wird und wenn die Ein
lässe 21 und 22 dann von dem Kolben 18 verschlossen
werden, dann steigt der Druck in der Pumpenkammer 19
an, bis das Hochdruckventil geöffnet wird und der Kraft
stoff durch den Auslaß 15 zu einem Einspritzventil der
zugehörigen Brennkraftmaschine fließt, und zwar so lange,
bis die wendelförmige Steuerkante am Kolben 18 die
Überströmöffnung 22 freigibt.
Von dem in der Pumpenkammer 19 unter Druck stehenden
Kraftstoff tritt ein Leckstrom in den Arbeitsspalt aus,
der zwischen dem Kolben 18 und der Wand der Bohrung 17
vorhanden ist. Dieser Leckstrom wird von einer ersten
Ringnut 27 in der Wand der Bohrung 17 aufgenommen. Die
Ringnut 27 steht über einen Kanal 28 unmittelbar mit
der Kraftstoffeinlaßkammer 20 in Verbindung. Der größte
Teil des Kraftstoffs, der als Leckstrom längs der Ar
beitsspalts austritt, wird somit in der Ringnut 27 ge
sammelt und zu der Kraftstoffeinlaßkammer 20 zurück
geleitet.
Wenn die Pumpe zur Förderung von Schweröl oder der
gleichen benutzt wird, welches gegebenenfalls erhitzt
werden muß, ehe es mit der Pumpe gefördert werden kann,
dann ist es erforderlich, den Kolben und die Bohrung
zu schmieren. Dies geschieht mittels einer zweiten
Ringnut 29, welche im Abstand von der ersten Ringnut
27 angeordnet und zwischen dieser und dem vom Ventil
gehäuse 13 abgewandten Ende der Bohrung 17 vorgesehen
ist. Die zweite Ringnut 29 ist mit einem Schmierölein
laß 30 verbunden, der in dem Gehäuse 10 vorgesehen ist.
Der Einlaß 30 ist im Betrieb mit dem Schmiersystem der
Brennkraftmaschine verbunden, so daß das Schmieröl der
Maschine für die erforderliche Schmierung zwischen dem
Kolben 18 und der Wand der Bohrung 17 sorgt. Es hat sich
gezeigt, daß trotz der Rückführung des Leckstroms über
die erste Ringnut 27 ein gewisser Teil des Kraftstoffs
zu der zweiten Ringnut 29 fließen und sich dort mit dem
Schmieröl mischen kann. Dies kann beispielsweise bei
einem kurzfristigen Anstieg des Kraftstoffdrucks in der
Kraftstoffeinlaßkammer 20 eintreten, wenn Kraftstoff
über die Überströmöffnung 22 abfließt, um die Kraft
stoffeinspritzung zu beenden.
Um ein derartiges Mischen von Kraftstoff und Schmier
öl zu verhindern, ist in der Wand der Bohrung 17 eine
dritte Ringnut 31 vorgesehen, die zwischen der ersten
Ringnut 27 und der zweiten Ringnut 29 liegt. Die dritte
Ringnut 31 ist über einen Kanal 32 mit einem Auslaß 33
in dem Gehäuse 10 verbunden, wobei der Auslaß 33 im Be
trieb mit einem Ablauf in Verbindung steht. Die in der
Nut 31 gesammelte Flüssigkeit, welche zu dem Auslaß 33
fließt, ist eine Mischung aus Kraftstoff und Öl und
wird in einem geeigneten Behälter gesammelt und in
regelmäßigen Abständen weggeschüttet.
Bei der vorstehend angegebenen Lösung ergeben sich
Probleme hinsichtlich der Abdichtung zwischen der
Pumpenbuchse 12 und der Wand der Bohrung 11, so daß
Schmieröl und verschmutztes Öl zwischen dem Einlaß 30
und dem Auslaß 33 fließen können.
Bei einer üblichen Kraftstoffpumpe würden die Stufen
an der Pumpenbuchse 12 einerseits und der Wand der
Bohrung 11 andererseits unmittelbar unter der Kraft
stoffeinlaßkammer 20 angeordnet. Bei der erfindungs
gemäßen Konstruktion dienen die genannten Stufen je
doch der Schaffung einer ringförmigen Dichtung zwischen
der Pumpenbuchse 12 und der Wand der Bohrung 11 in dem
Bereich zwischen dem Einlaß 30 und dem Auslaß 33. Nor
malerweise würde man an dieser Stelle eine Abdichtung
mit Hilfe eines in einer Ringnut angeordneten elasto
meren Dichtungselementes herbeiführen. Derartige Dich
tungselemente sind nämlich bei niedrigen Temperaturen
völlig befriedigend. Wenn jedoch mit der Pumpe erhitzter
Kraftstoff gefördert werden soll, dann kann ziemlich
schnell eine Verschlechterung der Dichtwirkung des
Dichtungselementes eintreten. Bei einem Ausfall der
Dichtung wäre es aber möglich, daß das Schmieröl mit
Kraftstoff verschmutzt wird. Erfindungsgemäß werden
daher die Stufen an der Pumpenbuchse 12 und an der Wand
der Bohrung 11, die der axialen Positionierung der
Buchse innerhalb des Gehäuses 10 dienen, zwischen dem
Einlaß 30 und dem Auslaß 33 vorgesehen. Die Stoßstelle
dieser beiden Stufen ist mit dem Bezugszeichen 34 be
zeichnet. An der Stoßstelle 34 ergibt sich ein Metall/
Metall-Kontakt zwischen der Buchse 12 und dem Gehäuse
10, so daß über den Spalt zwischen den beiden Bauteilen
kein Kraftstofffließen kann, wodurch eine Verschmutzung
des Schmieröls verhindert wird. Unterhalb vom Schmieröl
einlaß 30 ist ein elastomeres Dichtungselement 35 vor
gesehen, welches so weit wie möglich verhindert, daß
Schmieröl direkt in den Raum gelangt, in dem sich der
Mitnehmer befindet. Außerdem ist zwischen dem Gehäuse
10 und der Buchse 12 in dem Bereich zwischen der Kraft
stoffeinlaßkammer 20 und dem Auslaß 33 ein elastomeres
Dichtungselement 36 vorgesehen, um dort eine Dichtung
zu schaffen. Obwohl die Verwendung einer Dichtung an
dieser Stelle nicht voll befriedigend ist, bewirkt die
Dichtung zumindest eine Reduzierung eines Kraftstoff-
Leckstroms zum Auslaß 33 auf ein Minimum. Außerdem tritt
selbst bei einem Versagen der Dichtung noch keine Ver
schmutzung des Schmieröls durch Kraftstoff ein.
Claims (1)
- Kraftstoffeinspritzpumpe zum Versorgen einer Brenn kraftmaschine mit flüssigem Kraftstoff, mit einem Pum pengehäuse mit einer Stufenbohrung, in der eine Pum penbuchse vorgesehen ist, mit einer zwischen der Pumpenbuchse und dem Pumpengehäuse vorgesehenen Kraftstoffeinlaßkammer, mit einem in einer axialen Mittelbohrung der Pumpenbuchse gleitverschieblich angeordneten Pumpenkolben mit einem in der Pumpenbuchse ausgebildeten, mit der Kraftstoffeinlaßkammer verbundenen Kraftstoffeinlaß, der in der Bohrung der Pumpenbuchse in einer solchen Lage mündet, daß er von dem einen Ende des Pumpenkolbens, dessen gegenüberliegendes Ende zur Betätigung durch eine Antriebsnocke oder dgl. über die Bohrung der Pumpenbuchse vorsteht, während eines Einspritzhubes des Pumpenkolbens verschließbar ist, mit einer in der Wand der Bohrung der Pumpenbuchse vorgesehenen, mit der Kraftstoffeinlaßkammer verbundenen ersten Ringnut zur Aufnahme eines Kraftstoffleckstroms aus dem Arbeitsspalt zwischen der Wand der Bohrung der Pumpenbuchse und dem Pumpenkolben, mit einer in axialem Abstand von der ersten Ringnut und zwischen dieser und dem vom Kraftstoffeinlaß abgewandten Ende der Pumpenbuchse im Inneren derselben vorgesehenen zweiten Ringnut, die über Schmierölkanalelemente mit einem in dem Pumpengehäuse vorgesehenen Schmieröleinlaß verbunden ist, dem im Betrieb zur Schmierung des Kolbens in der Bohrung der Pumpenbuchse unter Druck stehendes Schmieröl aus einer Schmierölquelle zuführbar ist, und einer in der Wand der Bohrung der Pumpenbuchse zwischen der ersten Ringnut und der zweiten Ringnut ausgebildeten dritten Ringnut, welche über einen Kanalabschnitt mit einem Auslaß verbunden ist, der mit einem Ablauf in Verbindung steht, und mit einem zwischen der Außenwand der Pumpenbuchse und der Innenwand der Bohrung des Pumpengehäuses vorgesehenen Dichtring, dadurch gekennzeichnet, daß an der Pumpenbuchse (12) einerseits und an der Wand der Bohrung (11) des Pumpengehäuses (10) andererseits zusammenwirkende Stufen (Stoßstelle 34) vorgesehen sind, die zwischen dem Schmieröleinlaß (30) und dem mit der dritten Ringnut (31) verbundenen Auslaß (33) angeordnet sind und eine Dichtung zwischen diesem Auslaß (33) und dem Schmieröleinlaß (30) bilden und daß der Dichtring zwischen dem mit dem Ablauf verbundenen Auslaß (33) und der Kraftstoffkammer (20) angeordnet ist.
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| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |