DE3338187C2 - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60R—VEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B60R22/00—Safety belts or body harnesses in vehicles
- B60R22/34—Belt retractors, e.g. reels
- B60R22/46—Reels with means to tension the belt in an emergency by forced winding up
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60R—VEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B60R22/00—Safety belts or body harnesses in vehicles
- B60R22/34—Belt retractors, e.g. reels
- B60R22/36—Belt retractors, e.g. reels self-locking in an emergency
- B60R22/405—Belt retractors, e.g. reels self-locking in an emergency responsive to belt movement and vehicle movement
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Sicherheitsgurtauf
roller gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei Sicherheitsgurtaufrollern dieser Art, die
aus der DE-OS 28 32 159 bekannt sind, ist anschlagbe
grenzt auf der Gurtspule drehbar eine z. B. aus Kunst
stoff bestehende Steuerscheibe gelagert, die dazu dient,
eine von einem Sensor herkommende Steuerbewegung auf ei
ne Klinkensperreinrichtung zu übertragen und eine Bloc
kierung der Gurtwelle im Gefahrenfall zu bewirken. Hier
bei ist es bekannt, am Außenumfang der Steuerscheibe ei
ne Verzahnung vorzusehen, die mit einem fahrzeugsensiti
ven Sensor z. B. Kugelsensor in der Weise zusammenwirkt,
daß mit dem Auslösen des Sensors die Steuerscheibe über
eine entsprechende Klinke augenblicklich blockiert wird
und zwischen dieser Steuerscheibe und der mit der Klin
kensperreinrichtung versehenen Gurtwelle eine Relativbe
wegung stattfindet, die über einen an der Steuerscheibe
vorgesehenen Steuernocken eine Verstellung der Sperr
klinke der Klinkensperreinrichtung in eine stationäre
Sperrverzahnung bewirkt. An der Steuerscheibe ist fer
ner eine Trägheits-Massescheibe z. B. aus Metall an
geordnet, die bei stark beschleunigtem Gurtbandabzug in
folge der Massenträgheit eine Relativdrehung zwischen
Steuerscheibe und Gurtspule bewirkt, welche Relativdre
hung wiederum zur Verstellung der Sperrklinke ausgenützt
wird. Aus der DE-OS 24 24 787 ist bei einem ähnlich auf
gebauten Sicherheitsgurtaufroller auch bekannt, ein Träg
heitsrad über eine Reibungskupplung anzuschließen.
Der Erfindung liegt vom Stand der Technik nach der DE-OS
28 32 159 ausgehend die Aufgabe zugrunde, den Sicherheits
gurtaufroller ohne Beeinträchtigung der Funktion der Gurt
spulenblockiereinrichtung mit einer im Gefahrenfall selbst
tätig auslösenden Gurtband-Rückstrammeinrichtung auszustat
ten.
Diese Aufgabe wird bei dem gattungsgemäßen Sicherheits
gurtaufroller durch die kennzeichnenden Merkmale des Pa
tentanspruchs 1 gelöst.
Wenn nun ein derartiger Sicherheitsgurtaufroller mit
einer Gurtband-Rückstrammeinrichtung versehen wird, wie
sie als solche an einem herkömmlichen Sicherheitsgurtauf
roller bereits aus der DE-OS 28 09 587 bekannt ist,
bestehend aus einer an der Gurtspule angekuppelten Seil
scheibe mit Rückstrammseil, Antriebskolben und pyrotech
nischem Treibsatz, so wird mit dem Auslösen des Treibsat
zes die Gurtspule zur Rückstrammung des Gurtbandes mit
sehr hoher Winkelbeschleunigung in Rückwärtsdrehung ver
setzt. Diese Drehrichtung ist entgegengesetzt zur norma
len Sperr-Richtung des Gurtbandes. Bei dieser extremen
Rückwärtsdrehung wird das gesamte Blockiersystem mitge
dreht, da die Steuerscheibe nur um einen bestimmten Win
kelweg gegenüber der Gurtspule verdrehbar ist, d. h. an
schlagbegrenzt an der Gurtspule gelagert ist. Am Ende dieses
Rückstrammvorganges üben die sich mit der Gurtspule drehenden
Massen, also z. B. die Steuerscheibe und insbesonde
re die Massescheibe, auf die nachgeschalteten Steuerele
mente eine sehr hohe Kraft aus, was zur Zerstörung der
vorgenannten Teile führen kann, insbesondere wenn ein
solcher Sicherheitsgurtaufroller in Leichtbauweise ge
baut ist, d. h. die Steuerelemente und dergleichen aus
einem leichten Kunststoff hergestellt sind.
Durch die bei der Erfindung vorgesehene besondere Kupp
lungsverbindung zwischen Massescheibe und Steuerscheibe
wird nun aber am Ende der
Rückstrammbewegung gewährleistet, daß sich der fe
ste Kupplungseingriff von Massescheibe und Steuerscheibe
löst und sich die Massescheibe weiter gegenüber der Steuerscheibe
drehen kann. Auf diese Weise können sich die von
der relativ großen Masse der Massescheibe herrührenden
Bewegungskräfte nicht auf die übrigen Teile der Gurtspu
lenblockiereinrichtung übertragen, so daß eine Zerstörung
derselben mit Sicherheit vermieden wird.
Auch nach der Überwindung der Kupplungskräfte bleibt die
Kupplung an sich in ihrer Funktion erhalten, d. h. die
Ansteuerung der Steuerscheibe durch den gurtbandsensiti
ven Sensor, also durch die Massescheibe selbst unmittel
bar nach dem Rückstrammvorgang, ist in vollem Umfange
möglich. Es können hier keinerlei störende Einflüsse wie
Reibungseinflüsse oder Umwelteinflüsse störend wirksam
werden.
Eine besonders einfache und daher vorteilhafte Ausfüh
rungsform ist im Patentanspruch 2 angegeben.
Einzelheiten von Ausführungsformen der Erfindung ergeben
sich aus der folgenden Beschreibung und aus der Zeichnung.
Es zeigt
Fig. 1 die perspektivische Darstellung einer
Ausführungsform des Sicherheitsgurtauf
rollers in vereinfachter Darstellung,
Fig. 2a, 2b, 2c eine Ausführungsform mit Ratschenkupp
lung in perspektivischer Darstellung,
Seiten-Schnittansicht und Frontal-
Schnittansicht.
Fig. 1 zeigt den grundsätzlichen Aufbau des Sicherheits
gurtaufrollers. Hierbei ist zwischen den beiden Schenkeln
1 und 2 eines U-förmigen Aufrollerrahmens 3 eine Gurtspu
le 4 mit einem darauf aufgerollten Gurtwickel des flexi
blen Gurtbandes 5 drehbar gelagert. Mit der Gurtspule 4
in Eingriff steht eine nicht dargestellte Rückspulfeder,
eine Gurtband-Rückstrammeinrichtung sowie eine Gurtspu
lenblockiereinrichtung. Bestandteil der Rückstrammeinrich
tung ist z. B. eine im Gefahrenfall mit der Gurtspule 4
kuppelbare Seilscheibe 6, auf der ein Rückstrammseil 7
aufgewickelt ist, das verbunden ist mit einem Antriebs
kolben innerhalb eines Antriebszylinders 8, der drucksei
tig in Verbindung steht mit einem elektrisch zündbaren
pyrotechnischen Treibsatz innerhalb eines Gehäuses 9. Mit
dem Zünden des Treibsatzes wird der Antriebskolben im An
triebszylinder 8 in Fig. 1 nach oben bewegt, verbunden
mit einem Kuppeln der Seilscheibe 6 mit der Gurtspule 4
und dem Rückstrammen des Gurtbandes 5 bis zur Anlage am Körper
der zu sichernden Person. Die Seilscheibe 6 sowie even
tuell die ebenfalls auf dieser Seite angeordnete Rück
spulfeder liegt innerhalb einer Abdeckung 10. Auf der an
deren Seite des Aufrollerrahmens 3 befindet sich eben
falls im wesentlichen innerhalb einer Abdeckung 11 eine
Klinkensperreinrichtung an sich bekannter Art mit einer
z. B. an einem Flansch der Gurtspule 4 schwenkbar gela
gerten Sperrklinke, die zusammenwirkt mit einer an dem
Schenkel 2 des Aufrollerrahmens 3 angeordneten stationä
ren Sperrverzahnung. Auf einem Ansatz der Gurtspule 4,
innerhalb eines vorgegebenen Winkelweges entgegen der
Kraft einer nicht dargestellten Feder frei drehbar ge
lagert, ist außerhalb der Abdeckung 11 eine
Steuerscheibe 12′′ mit einer äußeren Steuerverzahnung 13
angeordnet, welche Steuerverzahnung 13 mit einem
Steuerhebel 14 eines fahrzeugsensitiven Kugelsensors 15 zusammenwirkt.
Mit der z. B. aus Kunststoff bestehenden Steuerscheibe
12 verbunden ist eine metallische Massescheibe 16′, die
einen gurtbandsensitiven Sensor darstellt. Bei einer
plötzlichen Fahrzeugverzögerung oder Fahrzeugbeschleuni
gung reagiert der Kugelsensor 15 so, daß der Steuerhebel 14
in die Steuerverzahnung 13 eingreift und die Steuerschei
be 12 blockiert. Damit erfolgt eine Relativbewegung zwi
schen der sich weiterdrehenden Gurtspule 4 und der bloc
kierten Steuerscheibe 12, wobei ein Steueransatz 12 a z. B.
gemäß Fig. 2a auf die Sperrklinke im Inneren der Abdec
kung 11 aufläuft und diese in die feststehende Sperrver
zahnung verstellt, womit auch die Gurtspule 4 blockiert
ist. Alternativ zu dieser Sperrung kann eine Blockierung
der Gurtspule 4 erfolgen über den gurtbandsensitiven Sen
sor d. h. über die Massescheibe 16′, indem bei stark be
schleunigtem Gurtbandauszug durch Massenträgheit die mit
der Massescheibe 16′ verbundene Steuerscheibe 12′′ hinter
der Rotationsbewegung der Gurtspule 4 zurückbleibt und
durch die damit verbundene Relativbewegung zwischen Steu
erscheibe 12 und Gurtspule 4 ebenfalls die Sperrklinke in
die Sperrstellung verstellt wird.
In den Fig. 2a bis 2c ist eine Ratschenkupplung dargestellt,
durch die am Ende der
Rückstrammbewegung die Massescheibe 16′ unter Überwin
dung der Kupplungskraft zwischen Massescheibe 16′ und Steuer
scheibe 12′′ gegenüber der Steuerscheibe 12′′ drehbar ist, so daß
die von der Massescheibe 16′ ausgehenden Kräfte sich nicht schäd
lich auf die nachgeordneten Teile wie Steuerscheibe, Sperr
klinke und dergleichen auswirken können. Wie schon er
wähnt, ist die Steuerscheibe 12′′ so auf der Gurtspule 4 ge
lagert, daß sie sich zur Ausführung der Relativbewegung
um einen bestimmten Winkelweg gegenüber der Gurtspule 4
entgegen der Kraft einer Feder zu drehen vermag. Bei
Normalbetrieb dreht sich die Steuerscheibe 12′′ zusammen
mit der Gurtspule 4. Hierbei stützt sich die Steuerschei
be z. B. durch die Kraft der vorgenannten Feder an einem
Anschlag ab, von dem die Steuerscheibe 12′′ bei der Auf
spulbewegung und Abspulbewegung mitgenommen wird. Bei
der Auslösung einer der Sensoren wird die Steuerscheibe
12′′ entweder blockiert mittels des Sensors 15 oder aber
gebremst mittels der Massenträgheit der Massescheibe
16′, so daß zwischen der sich in Pfeilrichtung a in Ab
spulrichtung drehenden Gurtspule 4 und der Steuerschei
be 12 die für die Betätigung der Sperrklinke notwendige
Relativbewegung stattfindet. Beim Rückstrammvorgang dreht
sich die Gurtspule 4 in Richtung b ( Fig. 2c),
d. h. bei dieser Bewegung nimmt die Gurtspule 4 Steuer
scheibe 12 und Massescheibe 16′′ mit. Die in den Fig.
2a bis 2c dargestellte Kupplung bewirkt, daß am Ende
der Rückstrammbewegung die Massescheibe 16′′ die
Steuerscheibe 12 überlaufen kann.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 2a bis 2c ist
die Massescheibe 16′ auf einer Lagernabe 12 c′′ der Steuer
scheibe 12′′ drehbar gelagert und durch einen Sprengring
17 axial gesichert. Eine Lageröffnung 16 a′ der Massescheibe 16′
besitzt eine Innen-Verzahnung 22.
In der Lagernabe 12 c′′ der Steuerscheibe 16′ befindet sich eine
im wesentlichen tangentiale Ausnehmung 23, in die eine
als Federplättchen aus Metall oder Kunststoff ausgebilde
te Ratschenfeder 24 eingesteckt und verrastet ist. Mit
dem freien Federende steht diese Ratschenfeder 24 federnd
in Eingriff mit der Verzahnung 22 der Massescheibe 16′ der
art, daß bei normaler Rotation der Gurtspule 4 und
insbesondere bei Drehung der Gurtspule 4 in Pfeil
richtung b gemäß Fig. 2c ein fester Kupplungseingriff
zwischen Steuerscheibe 12′′ und Massescheibe 16′ besteht,
d. h. beide Teile drehfest miteinander verbunden sind.
Lediglich bei der extrem schnellen Rotation der Gurt
spule 4 in Richtung a, d. h. nach dem Rückstrammvorgang,
wird die Kraft des Kupplungseingriffes der Ratschenfe
der 24 überwunden, und die Massescheibe 16′ kann die
Steuerscheibe 12′′ überlaufen.
Claims (2)
1. Sicherheitsgurtaufroller mit einer Einrichtung zur
Gurtspulenblockierung, deren Steuerscheibe im Blockier
fall anschlagbegrenzt relativ gegenüber der Gurtspule
zur Betätigung einer Sperrklinke drehbar und mit einer
einen gurtbandsensitiven Auslösesensor darstellenden Mas
sescheibe verbunden ist, die im Auslösefall durch ihre
Massenträgheit eine Relativdrehung zwischen Gurtspule
und Steuerscheibe bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß
eine an sich bekannte an der Gurtspule (4) angreifende, im Gefahrenfall
selbsttätig auslösende Rückstrammeinrichtung (6, 7, 8,
9) vorgesehen ist und daß die Massescheibe (16′) über
eine Ratschenkupplung (Ratschenfeder 24, Verzahnung 22)
mit der Steuerscheibe (12′′) ver
bunden ist, die nur eine Verdrehung der Massescheibe (16′) zur
Steuerscheibe (12′′) in Rückstramm-Drehrichtung (b)
zuläßt.
2. Sicherheitsgurtaufroller nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß in einer im wesentlichen tangentia
len Ausnehmung (23) der Lagernabe (12 c′′) oder Lageröff
nung der Steuerscheibe (12′′) bzw. der Massescheibe (16′) ei
ne Ratschenfeder (24) verrastbar ist, die mit ihrem
freien Federende mit einer Verzahnung
(22) in der Lageröffnung (16 a′) oder der Lagernabe
in Eingriff steht.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833338187 DE3338187A1 (de) | 1983-10-20 | 1983-10-20 | Sicherheitsgurtaufroller |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3338187A1 DE3338187A1 (de) | 1985-05-09 |
| DE3338187C2 true DE3338187C2 (de) | 1987-10-15 |
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ID=6212353
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833338187 Granted DE3338187A1 (de) | 1983-10-20 | 1983-10-20 | Sicherheitsgurtaufroller |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3338187A1 (de) |
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1983
- 1983-10-20 DE DE19833338187 patent/DE3338187A1/de active Granted
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