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DE2733008A1 - Sicherheitsgurtaufrollvorrichtung - Google Patents

Sicherheitsgurtaufrollvorrichtung

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Publication number
DE2733008A1
DE2733008A1 DE19772733008 DE2733008A DE2733008A1 DE 2733008 A1 DE2733008 A1 DE 2733008A1 DE 19772733008 DE19772733008 DE 19772733008 DE 2733008 A DE2733008 A DE 2733008A DE 2733008 A1 DE2733008 A1 DE 2733008A1
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DE
Germany
Prior art keywords
ratchet wheel
housing
pawl
toothing
fixed
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Pending
Application number
DE19772733008
Other languages
English (en)
Inventor
Wilfried Burghardt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kolb & Co Hans GmbH
HANS KOLB AND CO GmbH
Original Assignee
Kolb & Co Hans GmbH
HANS KOLB AND CO GmbH
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Publication date
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Priority to IT50372/78A priority patent/IT1156868B/it
Priority to PL1978208540A priority patent/PL120477B1/pl
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Pending legal-status Critical Current

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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R22/00Safety belts or body harnesses in vehicles
    • B60R22/34Belt retractors, e.g. reels
    • B60R22/36Belt retractors, e.g. reels self-locking in an emergency
    • B60R22/405Belt retractors, e.g. reels self-locking in an emergency responsive to belt movement and vehicle movement

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Automotive Seat Belt Assembly (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

Si cherhei t sgurtaufro11vorri chtuag
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aufrollen des Gurtbandes von Sicherheitsgurten, insbesondere für Kraftfahrzeuge, der im Oberbegriff des Hauptanspruchs angegebenen Gattung.
Es ist bereits eine Vielzahl von Vorrichtungen zum Aufrollen des Gurtbandes von Sicherheitsgurten bekannt, welche sich im wesentlichen durch die Art der Gurtbandblockierung in Abzugsrichtung und die dazu getroffenen Haßnahmen voneinander unterscheiden. Die Gurtbandblockierung erfolgt band- und/oder fahrzeugsensitiv. Bei bandsensitiver Wirkungsweise wird der Gurtbandabzug aus der jeweiligen Vorrichtung bei einer bestimmten Gurtbandabzugsbeschleunigung von beispielsweise 1 g gesperrt, bei fahrzeugsensitiver Wirkungsweise dann, wenn das mit der jeweiligen Vorrichtung versehene Fahrzeug in irgendeiner Richtung eine bestimmte Beschleunigung von beispielsweise 0,4 g erfährt.
Sowohl zur bandsensitiven als auch zur fahrzeugsensitiven Gurtbandblockierung in Abzugsrichtung ist es bekannt,
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ein Sperrad mit einer Seitenverzahnung vorzusehen, welches an einem Ende der Wickelwelle zum Aufrollen des Gurtbandes angeordnet und gegenüber der Wickelwelle axial bewegbar und drehbar, also verschraubbar ist, beispielsweise über ein Innengewinde am Sperrad und ein entsprechendes Außengewinde am benachbarten Ende der Wickelwelle, wobei die Seitenverzahnung des Sperrades mit einer gehäusefesten Verzahnung zusammenwirkt. In Ruhestellung befinden eich diese Verzahnungen außer Eingriff, so daß Gurtband aus der jeweiligen Vorrichtung abgezogen werden kann, wobei die Wickelwelle und das Sperrad sich gemeinsam drehen, ohne daß also irgendeine Relativbewegung stattfände. Dies ist erst bei einer bestimmten Bandabzugsbeschleunigung bzw. Fahrzeugbeschleunigung der Fall. Bei bandsensitiver Wirkungsweise macht man sich die Trägheit des Sperrades zunutze. Wenn das Gurtband mit einer Bandabzugsbeschleunigung von beispielsweise 1 g abgezogen wird, dann verdreht sich die Wickelwelle gegenüber dem tragen Sperrad, so daß dieses sich verschraubt und mit der Seitenverzahnung in die gehäusefeste Verzahnung eingreift, also eine weitere Drehung der Wickelwelle blockiert und der Gurtbandabzug gesperrt ist· Bei fahrzeugsensitiver Wirkungsweise weist das Sperrad eine zusätzliche ümfangsverzahnung auf, mit welcher ein von einem Trägheitskörper bewegbares Sperrglied zusammenwirkt. Bei einer bestimmten Fahrzeugbeschleunigung von beispielsweise 0,4 g bewegt der Trägheitekörper das Sperrglied in Eingriff mit der Umfangeverzahnung des Sperrades, so daß dieses gegen Drehung blockiert ist und bei einer geringfügigen Verdrehung der Wickelwelle durch Zug am zugehörigen Gurtband sich axial bewegt, um mit der Seitenverzahnung in Eingriff mit der gehäusefesten Verzahnung zu kommen, so daß ein Weiterdrehen der Wiokelwelle blockiert und der Gurtbandabzug gesperrt ist.
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Das Sperrad ist durch eine Feder in die Ruhestellung belastet, in welcher die Seitenverzahnung und die zugehörige gehäusefeste Verzahnung sich außer Eingriff befinden. Die Wickelwelle ist in der Segel auf der dem Sperrad abgewandten Seite mit mindestens einer Feder versehen, welche die Wickelwelle in der Gurtbandaufrollrichtung belastet. Es sind Vorrichtungen mit einem solchen Sperrad bekannt, welche auf die geschilderte Weise nur bandsensitiv bzw. nur fahrzeugsensitiv funktionieren, ferner solche, welche sowohl bandsensitiv als auch fahrzeugsensitiv arbeiten. Günstig bei allen diesen Vorrichtungen ist vor allem, daß bei gegenseitigem Eingriff von Seitenverzahnung des Sperrades und entsprechender gehäusefester Verzahnung verhältnismäßig große Kräfte übertragen werden können und ein relativ großflächiger und syametrischer, gegenseitiger Eingriff gegeben ist.
Jedoch ist bei solchen Vorrichtungen mit bandsensitiver Gurtbandblockierung in Ibzugsrichtung die Gefahr nachteilig, daß bei einem Ansprechen, also bei einer Bewegung des Sperrades bezüglich der Wickelwelle, die Seitenverzahnung des Sperrades und die zugehörige, gehäusefeste Verzahnung Zahn auf Zahn zu stehen kommen. Aufgrund der hohen Flächenpressungen hat dies regelmäßig eine Zerstörung der Zähne der einen und/oder der anderen Verzahnung zur Folge, so daß die gesamte Vorrichtung nicht mehr verwendet werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Hauptanspruchs angegebenen Gattung BU schaffen, bei welcher insbesondere dieser Nachteil vermieden ist. Diese Aufgabe ist durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den restliehen Ansprüchen gekennzeichnet.
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Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist zuverlässig gewährleistet, daß die Seitenverzahnung des Sperrades stets in die zugehörige, gehäusefeste Verzahnung eingreift und diese beiden Verzahnungen nicht Zahn auf Zahn stehen können. Die am Sperrad vorgesehene Sperrklinke verschwenkt bei einer bestimmten Gurtbandabzugsbeschleunigung in Eingriff mit der zugehörigen, gehäusefesten Verzahnung, so daß eine bestimmte Drehstellung des Sperrades bezüglich des Gehäuses und somit derjenigen gehäusefesten Verzahnung definiert ist, mit welcher die Seitenverzahnung des Sperrades zusammenwirkt. Bewegt sich nunmehr das Sperrad axial mit der Seitenverzahnung auf die entsprechende, gehäusefeste Verzahnung zu, dann ist ein zuverlässiger und vollständiger gegenseitiger Eingriff gewährleistet, wenn nur diese beiden Verzahnungen dementsprechend gegenseitig angeordnet werden. Durch entsprechende Abstimmung der gegenseitigen Positionierungen der Sperrklinke des Sperrades, der zugehörigen, gehäusefesten Verzahnung, der Seitenverzahnung des Sperrades und der dazu gehörenden gehäueefesten Verzahnung ist eine ebenso zuverlässige, bandsensitive Funktionsweise der Vorrichtung gewährleistet, wie bei fahrzeugsensitiver Wirkungsweise, welche zusätzlich vorgesehen sein kann, und wobei das Sperrad eine zusätzliche Umfangsverzahnung aufweist, mit welcher ein von einem Xrägheitskörper betätigbares Sperrglied zusammenwirkt.
Nachstehend sind zwei Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung anhand der Zeichnung beispieleweise beschrieben. Darin zeigen schematisch:
Tig. 1 den Längsschnitt durch eine erste Aueführungsform in der die Drehachse der Wickelwelle enthaltenden Ebene;
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Fig. 2 die Seitenansicht in Sichtung des Pfeiles II in Fig. 1, wobei der vordere Gehäusedeckel und ein Teil des Sperrades weggebrochen und einige Bauteile geschnitten dargestellt sind, ferner das Sperrad eine andere Drehstellung einnimmt; und
Fig. 3 die Fig. 2 entsprechende Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform.
Die Vorrichtung weist ein Gehäuse 1 auf, in welchem eine Wickelwelle 2 drehbar gelagert ist, welche einen Gurtbandwickel 3 trägt. Das aufgewickelte Gurtband 4 ist mit einem Ende an der Wickelwelle 2 befestigt und läuft mit dem anderen Ende aus dem Gehäuse 1 heraus.
Auf der in Fig. 1 rechten Gehäuseseite ist eine Spiralfeder 5 mit möglichst flacher Kennlinie vorgesehen, welche mit dem inneren Ende an der Wickelwelle 2 und mit dem äußeren Ende an einem Deckel 6 befestigt ist, welcher mit dem Gehäuse 1 verbunden ist. Wird das Gurtband 4 aus dem Gehäuse 1 beim Inlegen des Sicherheitsgurtes abgezogen, wobei die Wickelwelle 2 in Sichtung des Pfeiles 7 (-Big· 2 und 3) rotiert, dann spannt sich die Spiralfeder 5» wobei jedoch die auf die Wickelwelle 2 einwirkende Federkraft aufgrund der flachen Kennlinie der Spiralfeder 5 nur unwesentlich ansteigt. Wird der Sicherheitsgurt abgenommen, dann wird das Gurtband 4 selbsttätig in das Gehäuse 1 eingezogen und auf die Wickelwelle 2 aufgerollt, und zwar unter der Wirkung der die Wickelwelle 2 entgegen dem Pfeil 7 antreibenden Spiralfeder 5·
Innerhalb eines am Gehäuse 1 befestigten Deckels 8 ist am anderen Ende der Wickelwelle 2 ein Sperrad 9 mit ei-
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ner Umfangsverzahnung 10 und einer Seitenverzahnung 11 sowie einem Innengewinde 12 vorgesehen. Das Sperrad 9 weist auf der der Seitenverzahnung 11 bzw. der Wickelwelle 2 abgewandten Seite einen deckelartigen Abschnitt 13 auf, welcher in einen mittleren Hohlzapfen 14 übergeht. Dieser erstreckt sich in eine Ausnehmung 15 an der benachbarten Stirnseite der Wickelwelle 2 und ist auf einem axialen, an der Wickelwelle 2 vorgesehenen Fortsatz 16 gleitend geführt. In der Ausnehmung 15 ist eine Druckfeder 17 angeordnet, welche den Hohlzapfen 14- umschließt und sich einerseits an der Wickelwelle 2 sowie andererseits am Sperrad 9 abstützt, und zwar innen an dessen deckelartigem Abschnitt 13· Am freien Ende ist der Portsatz 16 mit einem Kopf 18 versehen, gegen welchen die Druckfeder 17 das Sperrad 9 drückt. Die Wickelwelle 2 erstreckt sich mit einem hülsenförmigen Abschnitt 19 in das Sperrad 9 hinein. Auf dem Abschnitt 19 ist ein Außengewinde 20 vorgesehen, welches mit dem Innengewinde 12 des Sperrades 9 zusammenwirkt. Gegenüber dessen Seitenverzahnung 11 ist eine entsprechende, gehäusefeste Verzahnung 21 vorgesehen. Die beiden Verzahnungen 11 und 21 wirken zusammen, wie noch geschildert, und befinden sich außer Eingriff, wenn das Sperrad 9 am Kopf 18 des axialen Fortsatzes 16 der Wickelwelle 2 anliegt.
Um eine fahrzeugsensitive Blockierung des Gurtbandes 4 in Abzugsrichtung zu gewährleisten, ist unterhalb des Sperrades 9 ein klinkenartiges Sperrglied 22 um eine waagerechte Achse 23 am Gehäuse 1 verschwenkbar gelagert. Das Sperrglied 22 liegt auf einem als Kugel ausgebildeten Trägheit skörper 24 auf, der in einem am Gehäuse 1 befestigten Topf 25 mit konischem Boden 26 angeordnet ist. Der Topf 25 ist an einem gehäusefesten Bauteil 27 aus Kunststoff ausgebildet, ebenso wie die gehäusefeste Verzahnung 21. Das Sperr-
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glied 22 wirkt mit einem zahnförmigen Vorsprung 28 mit der Umfangsverzahnung 10 des Sperrades 9 zusammen, wie noch geschildert, und liegt mit einer konischen Ausnehmung 29 auf dem Trägheitskörper 24- auf.
Erfindungsgemäß ist eine weitere, gehäusefeste Verzahnung 30 vorgesehen, welche sich um das Sperrad 9 herum erstreckt und innen an einem zylindrischen Seitenvorsprung 31 des gehäusefesten Bauteils 27 aus Kunststoff ausgebildet ist. Damit wirkt auf noch zu erläuternde Weise eine Sperrklinke 32 mit zahnförmigem Vorsprung 33 zusammen, welche um eine zur Drehachse der Wickelwelle 2 parallele Achse 34 am Sperrad 9 verschwenkbar gelagert und durch eine Feder 35 (Fig. 2 und 3) in die zeichnerisch wiedergegebene Stellung belastet ist, in welcher sich der zahnförmige Vorsprung 33 außer Eingriff mit der gehäusefesten Verzahnung 30 befindet. Dabei Tr^Tm sich die Sperrklinke 32 mit einem nicht dargestellten Fuß am Sperrad 9 abstützen.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 3 unterscheidet sich lediglich dadurch von derjenigen nach Fig. 1 und 2, daß zusätzlich zur Sperrklinke 32 ein weiterer Trägheitskörper 36 am Sperrad 9 verschwenkbar gelagert ist, und zwar um eine zur Achse 34· der Sperrklinke 32 parallele Achse 37· Der Trägheitskörper 36 liegt der Sperrklinke 32 im wesentlichen diametral gegenüber, so daß also die beiden Achsen JA- und 37 etwa auf demselben Durchmesser beiderseits der Drehachse des Sperrades 9 bzw. des axialen Fortsatzes 16 der Wickelwelle 2 liegen. Der Trägheitskörper 36 ist mit der Sperrklinke 32 durch ein Gestänge 38 verbunden, welches bei 39 und am Trägheitskörper 36 bzw. an der Sperrklinke 32 angelenkt ist. Der Trägheitskörper 36 unterstützt die Funktion der Sperrklinke 32 und gewährleistet insbesondere eine im wesent-
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yio
lichen konstante Ansprechempfindlichkeit der Sperrklinke 32 unabhängig von deren Position bei verschiedenen Drehstellungen des Sperrades 9. Darüberhinaus eröffnet die Verwendung des zusätzlichen Trägheitskörpers 36 die Möglichkeit, die Masse der Sperrklinke 32 und deren Abmessungen entsprechend zu verringern, so daß der Platzbedarf reduziert wird.
In der in der Zeichnung wiedergegebenen Ruhestellung nimmt der Trägheitskörper 24 die tiefste Stellung im Topf 25 ein, in der konischen Ausnehmung 29 des Sperrgliedes 22 liegend. Bas Sperrglied 22 befindet sich außer Eingriff mit dem Sperrad 9. Desgleichen ist die Sperrklinke am Sperrad 9 durch die Feder 35 in derjenigen Stellung gehalten, in welcher die Sperrklinke 32 sich außer Eingriff mit der gehäusefesten Verzahnung 30 befindet. Das Sperrad 9 befindet sich mit der Seitenverzahnung 11 außer Eingriff mit der zugehörigen, gehäusefesten Verzahnung 21, von der Druckfeder 17 gegen den Kopf 18 des axialen Fortsatzes 16 der Wickelwelle 2 gedrückt. Die Wickelwelle 2 ist also im Gehäuse 1 frei drehbar, zusammen mit dem Sperrad 9.
Findet eine Relativbeschleunigung zwischen Trägheitskörper 24 und Topf 25 statt, verursacht durch eine entsprechende Beschleunigung des mit der Vorrichtung versehenen Fahrzeuges, dann bewegt sich der Trägheitskörper 24 aus der tiefsten Stellung im Topf 25 heraus. Dies hat zur Folge, daß das Sperrglied 22 mit dem zahnförmigem Vorsprung 28 in Eingriff mit der Umfangsverzahnung 10 des Sperrades 9 verschwenkt wird, so daß ein Verdrehen des Sperrades 9 in Richtung des Pfeiles 7 gesperrt ist. Durch den auf das Gurtband 4 ausgeübten Zug wird die Wickelwelle 2 jedoch in Richtung des Pfeiles 7 gedreht, so daß sich das
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Sperrad 9 auf die Wickelwelle 2 entgegen der Wirkung der Druckfeder 17 aufschraubt, bis die Seitenverzahnung 11 mit der gehäusefesten Verzahnung 21 in Eingriff kommt. Der Gurtbandabzug aus dem Gehäuse 1 ist dann gesperrt.
Bei der neben dieser fahrzeugsensitiven Wirkungsweise möglichen bandsensitiven Funktionsweise wird die Sperrklinke 32 wirksam. Wird nämlich das Sperrad 9 in Umfangsrichtung derart beschleunigt, daß die Beschleunigung einen bestimmten Grenzwert von beispielsweise 1 g überschreitet, dann hat dies aufgrund der trägen Masse der Sperrklinke 32 und deren Anordnung am Sperrad 9 zur Folge, daß die Sperrklinke 32 entgegen der Wirkung der Feder 35 in Richtung des Pfeiles 41 (Fig. 2 und 3) verschwenkt, um mit dem zahnförmigen Vorsprung 33 in die zugehörige, gehäusefeste Verzahnung 30 einzugreifen. Dadurch wird das Sperrad 9 (ebenso wie bei fahrzeugsensitiver Wirkungsweise durch das Sperrglied 22)in einer bestimmten Drehstellung bezüglich des Gehäuses 1 bzw. der gehäusefesten Verzahnung 21 blockiert. Ebenso wie bei der fahrzeugsensitiven Gurtbandblockierung in Abzugsrichtung bewegt sich das Sperrrad 9 bei einer anschließenden Weiterdrehung der Wickelwelle 2 in Richtung des Pfeiles 7i bewirkt durch den auf das Gurtband 4- ausgeübten Zug, entgegen der Wirkung der Druckfeder 17 axial mit der Seitenverzahnung 11 auf die zugehörige, gehäusefeste Verzahnung 21 zu, um damit in Eingriff zu kommen und den Gurtbandabzug aus dem Gehäuse 1 zu sperren.
Auch bei dieser bandsensitiven Wirkungsweise ist also diejenige Drehstellung des Sperrades 9 bezüglich des Gehäuses 1 bzw. der gehäusefesten Verzahnung 21 genau definiert, in welcher das Sperrad 9 axial verschoben wird. Die Seitenverzahnung 11 des Sperrades 9 und die zugehörige, gehäusefeste Verzahnung 21 sind derart angeordnet, daß bei der besagten
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Axialbewegung des Sperrades 9 ein einwandfreier gegenseitiger Eingriff gewährleistet ist. Die beiden Verzahnungen 11 und 21 können also auch bei bandsensitiver Funktionsweise der Vorrichtung nicht Zahn auf Zahn zu stehen kommen.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 verschwenkt das Sperrad 9 bei der erwähnten Beschleunigung in Sichtung des Pfeiles 7 den Trägheitskörper 36 aufgrund der trägen Masse desselben und dessen entsprechender Anordnung am Sperrrad 9 in Richtung des Pfeiles 4-2, was eine Bewegung des Gestänges 38 in Richtung des Pfeiles 4-3 zur Folge hat und die Bewegung der Sperrklinke 32 in Richtung des Pfeiles 41 hervorruft bzw. unterstützt.
Die bandsensitive Gurtbandblockierung in Abzugsrichtung erfolgt beispielsweise dann, wenn die fahrzeugsensitive Gurtbandblockierung in Abzugsrichtung nicht möglich ist, etwa weil das Sperrglied 22 gebrochen oder ein sonstiges, dafür erforderliches Bauteil ausgefallen ist. Die Ansprechempfindlichkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit bandsensitiver Gurtbandblockierung in Abzugsrichtung liegt aus Gründen des Komforts beim Anlegen des Sicherheitsgurtes vorzugsweise bei etwa 1,2 bis 1,5 g·
Die mit der Sperrklinke 32 des Sperrades 9 zusammenwirkende, gehäusefeste Verzahnung 30 weist vorteilhafterweise dieselbe Zahnteilung auf, wie die Umfangsverzahnung 10 des Sperrades 9» womit das Sperrglied 22 bei fahrzeugsensitiver Wirkungsweise zusammenwirkt. In AbwandluBg der dargestellten und geschilderten Ausführungsformen kann die Umfangsverzahnung 10 auch außen an einem topfformigen Deckel vorgesehen sein, welcher am Sperrad 9 befestigt ist und mit seiner zylindrischen Seitenwandung den zylindrischen Seiten-
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vorsprung 31 des gehäusefesten Bauteils 27 umschließt, so daß alle Bauteile zur Blockierung der Wickelwelle 2 eingekapselt sind, abgesehen von der ümfangsverzahnung 10 des Sperrades 9» dem damit zusammenwirkenden Sperrglied 22, dem Trägheitskörper 24 zur Betätigung desselben und dem Topf 25 zur Aufnahme des Trägheitskörpers 24.
Aus der geschilderten Funktionsweise der erfindungegemäßen Vorrichtung ergibt sich, daß die träge Masse des Sperrades 9 nicht wesentlich ist. Das Sperrad 9 kann daher leicht gebaut sein. Diese Ausgestaltung als Bauteil mit möglichst geringer träger Masse ist bevorzugt.
Es sind auch weitere Abwandlungen der geschilderten und dargestellten Ausführungsformen möglich. Beispielsweise ist es nicht unbedingt erforderlich, zur Axialverschiebung des Sperrades 9 auf dem axialen Fortsatz 16 der Wickelwelle 2 bei gegenseitiger Verdrehung von Sperrad 9 und Wickelwelle 2 daran ein Innengewinde 12 bzw. ein Außengewinde 20 vorzusehen. Wesentlich ist allein, daß zwischen Sperrad 9 und Wickelwelle 2 derart geneigte Steuerflächen vorhanden sind, daß die erwähnte Axialbewegung des Sperrades 9 zustande kommt.
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Claims (6)

Ansprüche
1. Vorrichtung zum Aufrollen des Gurtbandes von Sicherheitsgurten, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit bandsensitiver Gurtbandblockierung in Abzugsrichtung, wobei eine in einem Gehäuse drehbar gelagerte Wickelwelle, ein mit einer Seitenverzahnuiig versehenes, bezüglich der Wikkelwelle verschraubbares Sperrad und eine gehäusefeste, mit der Seitenverzahnung des Sperrades zusammenwirkende Verzahnung vorgesehen sind, gekennzeichnet durch eine am Sperrad (9) verechwenkbar gelagerte, in Ruhestellung federbelastete Sperrklinke (32) und eine gehäusefeste Verzahnung (30) für die Sperrklinke (32), wobei die Anordnung so getroffen ist, daß die Sperrklinke (32) bei einer bestimmten Beschleunigung des Sperrades
(9) in Gurtbandabzugsrichtung (7) aus der Ruhestellung in Eingriff mit der gehäusefesten Verzahnung (30) schwenkt und das Sperrad (9) in einer bestimmten Drehstellung bezüglich des Gehäuses (1) hält.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen am Sperrad (9) verschwenkbar gelagerten Trägheitskörper (36), welcher der Sperrklinke (32) etwa diametral gegenüberliegend angeordnet und mit der Sperrklinke (32) zur Bewegung derselben aus der Ruhestellung in die Eingriffsstellung über ein Gestänge (38) verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 mit fahrzeugsensitiver Gurtbandblockierung in Abzugsrichtung, dadurch gekennzeichnet , daß das Sperrad (9) zusätzlich eine Umfangsverzahnung (10) aufweist, mit wel-
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eher ein von einem Trägheitskörper (24-) betätigbares Sperrglied (22) zusammenwirkt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsverzahnung (10) außen an einem topfförmigen Deckel des Sperrades (9) vorgesehen ist, welcher die übrigen Verzahnungen (11; 21; 30), die Sperrklinke (32) des Sperrades (9) sowie gegebenenfalls den Trägheitskörper (36) nebst Gestänge (38) des Sperrades (9) umschließt.
5· Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die gehäusefeste Verzahnung (30) für die Sperrklinke (32) des Sperrades (9) und die Umfangsverzahnung (10) des Sperrades (9) dieselbe Zahnteilung aufweisen.
6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrrad (9) eine verhältnismäßig geringe träge Masse aufweist.
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