DE2733008A1 - Sicherheitsgurtaufrollvorrichtung - Google Patents
SicherheitsgurtaufrollvorrichtungInfo
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Description
Si cherhei t sgurtaufro11vorri chtuag
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aufrollen des Gurtbandes von Sicherheitsgurten, insbesondere
für Kraftfahrzeuge, der im Oberbegriff des Hauptanspruchs
angegebenen Gattung.
Es ist bereits eine Vielzahl von Vorrichtungen zum Aufrollen des Gurtbandes von Sicherheitsgurten bekannt, welche
sich im wesentlichen durch die Art der Gurtbandblockierung in Abzugsrichtung und die dazu getroffenen Haßnahmen
voneinander unterscheiden. Die Gurtbandblockierung erfolgt band- und/oder fahrzeugsensitiv. Bei bandsensitiver Wirkungsweise
wird der Gurtbandabzug aus der jeweiligen Vorrichtung bei einer bestimmten Gurtbandabzugsbeschleunigung von beispielsweise
1 g gesperrt, bei fahrzeugsensitiver Wirkungsweise dann, wenn das mit der jeweiligen Vorrichtung versehene
Fahrzeug in irgendeiner Richtung eine bestimmte Beschleunigung von beispielsweise 0,4 g erfährt.
Sowohl zur bandsensitiven als auch zur fahrzeugsensitiven Gurtbandblockierung in Abzugsrichtung ist es bekannt,
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ein Sperrad mit einer Seitenverzahnung vorzusehen, welches
an einem Ende der Wickelwelle zum Aufrollen des Gurtbandes
angeordnet und gegenüber der Wickelwelle axial bewegbar und drehbar, also verschraubbar ist, beispielsweise über ein
Innengewinde am Sperrad und ein entsprechendes Außengewinde am benachbarten Ende der Wickelwelle, wobei die Seitenverzahnung des Sperrades mit einer gehäusefesten Verzahnung zusammenwirkt. In Ruhestellung befinden eich diese Verzahnungen außer Eingriff, so daß Gurtband aus der jeweiligen Vorrichtung abgezogen werden kann, wobei die Wickelwelle und
das Sperrad sich gemeinsam drehen, ohne daß also irgendeine Relativbewegung stattfände. Dies ist erst bei einer bestimmten Bandabzugsbeschleunigung bzw. Fahrzeugbeschleunigung der
Fall. Bei bandsensitiver Wirkungsweise macht man sich die Trägheit des Sperrades zunutze. Wenn das Gurtband mit einer
Bandabzugsbeschleunigung von beispielsweise 1 g abgezogen wird, dann verdreht sich die Wickelwelle gegenüber dem tragen Sperrad, so daß dieses sich verschraubt und mit der Seitenverzahnung in die gehäusefeste Verzahnung eingreift, also eine weitere Drehung der Wickelwelle blockiert und der
Gurtbandabzug gesperrt ist· Bei fahrzeugsensitiver Wirkungsweise weist das Sperrad eine zusätzliche ümfangsverzahnung
auf, mit welcher ein von einem Trägheitskörper bewegbares Sperrglied zusammenwirkt. Bei einer bestimmten Fahrzeugbeschleunigung von beispielsweise 0,4 g bewegt der Trägheitekörper das Sperrglied in Eingriff mit der Umfangeverzahnung
des Sperrades, so daß dieses gegen Drehung blockiert ist und bei einer geringfügigen Verdrehung der Wickelwelle durch
Zug am zugehörigen Gurtband sich axial bewegt, um mit der Seitenverzahnung in Eingriff mit der gehäusefesten Verzahnung zu kommen, so daß ein Weiterdrehen der Wiokelwelle
blockiert und der Gurtbandabzug gesperrt ist.
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Das Sperrad ist durch eine Feder in die Ruhestellung belastet, in welcher die Seitenverzahnung und die zugehörige gehäusefeste Verzahnung sich außer Eingriff befinden. Die Wickelwelle ist in der Segel auf der dem Sperrad
abgewandten Seite mit mindestens einer Feder versehen, welche die Wickelwelle in der Gurtbandaufrollrichtung belastet.
Es sind Vorrichtungen mit einem solchen Sperrad bekannt, welche auf die geschilderte Weise nur bandsensitiv bzw. nur
fahrzeugsensitiv funktionieren, ferner solche, welche sowohl bandsensitiv als auch fahrzeugsensitiv arbeiten. Günstig bei
allen diesen Vorrichtungen ist vor allem, daß bei gegenseitigem Eingriff von Seitenverzahnung des Sperrades und entsprechender gehäusefester Verzahnung verhältnismäßig große Kräfte übertragen werden können und ein relativ großflächiger
und syametrischer, gegenseitiger Eingriff gegeben ist.
Jedoch ist bei solchen Vorrichtungen mit bandsensitiver Gurtbandblockierung in Ibzugsrichtung die Gefahr nachteilig, daß bei einem Ansprechen, also bei einer Bewegung
des Sperrades bezüglich der Wickelwelle, die Seitenverzahnung des Sperrades und die zugehörige, gehäusefeste Verzahnung Zahn auf Zahn zu stehen kommen. Aufgrund der hohen Flächenpressungen hat dies regelmäßig eine Zerstörung der Zähne
der einen und/oder der anderen Verzahnung zur Folge, so daß die gesamte Vorrichtung nicht mehr verwendet werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Hauptanspruchs angegebenen
Gattung BU schaffen, bei welcher insbesondere dieser Nachteil vermieden ist. Diese Aufgabe ist durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs angegebenen Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den restliehen Ansprüchen gekennzeichnet.
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Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist zuverlässig gewährleistet, daß die Seitenverzahnung des Sperrades
stets in die zugehörige, gehäusefeste Verzahnung eingreift und diese beiden Verzahnungen nicht Zahn auf Zahn stehen
können. Die am Sperrad vorgesehene Sperrklinke verschwenkt
bei einer bestimmten Gurtbandabzugsbeschleunigung in Eingriff mit der zugehörigen, gehäusefesten Verzahnung, so daß
eine bestimmte Drehstellung des Sperrades bezüglich des Gehäuses und somit derjenigen gehäusefesten Verzahnung definiert ist, mit welcher die Seitenverzahnung des Sperrades
zusammenwirkt. Bewegt sich nunmehr das Sperrad axial mit der Seitenverzahnung auf die entsprechende, gehäusefeste
Verzahnung zu, dann ist ein zuverlässiger und vollständiger gegenseitiger Eingriff gewährleistet, wenn nur diese beiden
Verzahnungen dementsprechend gegenseitig angeordnet werden. Durch entsprechende Abstimmung der gegenseitigen Positionierungen der Sperrklinke des Sperrades, der zugehörigen, gehäusefesten Verzahnung, der Seitenverzahnung des Sperrades
und der dazu gehörenden gehäueefesten Verzahnung ist eine
ebenso zuverlässige, bandsensitive Funktionsweise der Vorrichtung gewährleistet, wie bei fahrzeugsensitiver Wirkungsweise, welche zusätzlich vorgesehen sein kann, und wobei das
Sperrad eine zusätzliche Umfangsverzahnung aufweist, mit welcher ein von einem Xrägheitskörper betätigbares Sperrglied
zusammenwirkt.
Nachstehend sind zwei Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung anhand der Zeichnung beispieleweise beschrieben. Darin zeigen schematisch:
Tig. 1 den Längsschnitt durch eine erste Aueführungsform in der die Drehachse der Wickelwelle enthaltenden Ebene;
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Fig. 2 die Seitenansicht in Sichtung des Pfeiles II in Fig. 1, wobei der vordere Gehäusedeckel und
ein Teil des Sperrades weggebrochen und einige Bauteile geschnitten dargestellt sind, ferner das
Sperrad eine andere Drehstellung einnimmt; und
Fig. 3 die Fig. 2 entsprechende Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform.
Die Vorrichtung weist ein Gehäuse 1 auf, in welchem eine Wickelwelle 2 drehbar gelagert ist, welche einen Gurtbandwickel 3 trägt. Das aufgewickelte Gurtband 4 ist mit einem Ende an der Wickelwelle 2 befestigt und läuft mit dem anderen Ende aus dem Gehäuse 1 heraus.
Auf der in Fig. 1 rechten Gehäuseseite ist eine Spiralfeder 5 mit möglichst flacher Kennlinie vorgesehen, welche mit dem inneren Ende an der Wickelwelle 2 und mit dem
äußeren Ende an einem Deckel 6 befestigt ist, welcher mit dem Gehäuse 1 verbunden ist. Wird das Gurtband 4 aus dem Gehäuse 1 beim Inlegen des Sicherheitsgurtes abgezogen, wobei
die Wickelwelle 2 in Sichtung des Pfeiles 7 (-Big· 2 und 3)
rotiert, dann spannt sich die Spiralfeder 5» wobei jedoch die auf die Wickelwelle 2 einwirkende Federkraft aufgrund
der flachen Kennlinie der Spiralfeder 5 nur unwesentlich ansteigt. Wird der Sicherheitsgurt abgenommen, dann wird das
Gurtband 4 selbsttätig in das Gehäuse 1 eingezogen und auf die Wickelwelle 2 aufgerollt, und zwar unter der Wirkung
der die Wickelwelle 2 entgegen dem Pfeil 7 antreibenden Spiralfeder 5·
Innerhalb eines am Gehäuse 1 befestigten Deckels 8
ist am anderen Ende der Wickelwelle 2 ein Sperrad 9 mit ei-
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ner Umfangsverzahnung 10 und einer Seitenverzahnung 11 sowie einem Innengewinde 12 vorgesehen. Das Sperrad 9 weist
auf der der Seitenverzahnung 11 bzw. der Wickelwelle 2 abgewandten Seite einen deckelartigen Abschnitt 13 auf, welcher
in einen mittleren Hohlzapfen 14 übergeht. Dieser erstreckt
sich in eine Ausnehmung 15 an der benachbarten Stirnseite der Wickelwelle 2 und ist auf einem axialen,
an der Wickelwelle 2 vorgesehenen Fortsatz 16 gleitend geführt. In der Ausnehmung 15 ist eine Druckfeder 17 angeordnet,
welche den Hohlzapfen 14- umschließt und sich einerseits an der Wickelwelle 2 sowie andererseits am Sperrad 9 abstützt,
und zwar innen an dessen deckelartigem Abschnitt 13· Am freien Ende ist der Portsatz 16 mit einem Kopf 18
versehen, gegen welchen die Druckfeder 17 das Sperrad 9
drückt. Die Wickelwelle 2 erstreckt sich mit einem hülsenförmigen Abschnitt 19 in das Sperrad 9 hinein. Auf dem Abschnitt
19 ist ein Außengewinde 20 vorgesehen, welches mit dem Innengewinde 12 des Sperrades 9 zusammenwirkt. Gegenüber
dessen Seitenverzahnung 11 ist eine entsprechende, gehäusefeste Verzahnung 21 vorgesehen. Die beiden Verzahnungen
11 und 21 wirken zusammen, wie noch geschildert, und befinden sich außer Eingriff, wenn das Sperrad 9 am Kopf
18 des axialen Fortsatzes 16 der Wickelwelle 2 anliegt.
Um eine fahrzeugsensitive Blockierung des Gurtbandes 4 in Abzugsrichtung zu gewährleisten, ist unterhalb des
Sperrades 9 ein klinkenartiges Sperrglied 22 um eine waagerechte
Achse 23 am Gehäuse 1 verschwenkbar gelagert. Das Sperrglied 22 liegt auf einem als Kugel ausgebildeten Trägheit
skörper 24 auf, der in einem am Gehäuse 1 befestigten Topf 25 mit konischem Boden 26 angeordnet ist. Der Topf 25
ist an einem gehäusefesten Bauteil 27 aus Kunststoff ausgebildet, ebenso wie die gehäusefeste Verzahnung 21. Das Sperr-
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glied 22 wirkt mit einem zahnförmigen Vorsprung 28 mit der
Umfangsverzahnung 10 des Sperrades 9 zusammen, wie noch geschildert, und liegt mit einer konischen Ausnehmung 29 auf
dem Trägheitskörper 24- auf.
Erfindungsgemäß ist eine weitere, gehäusefeste Verzahnung 30 vorgesehen, welche sich um das Sperrad 9 herum
erstreckt und innen an einem zylindrischen Seitenvorsprung
31 des gehäusefesten Bauteils 27 aus Kunststoff ausgebildet ist. Damit wirkt auf noch zu erläuternde Weise eine Sperrklinke
32 mit zahnförmigem Vorsprung 33 zusammen, welche um eine zur Drehachse der Wickelwelle 2 parallele Achse 34 am
Sperrad 9 verschwenkbar gelagert und durch eine Feder 35 (Fig. 2 und 3) in die zeichnerisch wiedergegebene Stellung
belastet ist, in welcher sich der zahnförmige Vorsprung 33
außer Eingriff mit der gehäusefesten Verzahnung 30 befindet. Dabei Tr^Tm sich die Sperrklinke 32 mit einem nicht dargestellten
Fuß am Sperrad 9 abstützen.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 3 unterscheidet sich lediglich dadurch von derjenigen nach Fig. 1 und 2, daß zusätzlich
zur Sperrklinke 32 ein weiterer Trägheitskörper 36 am Sperrad 9 verschwenkbar gelagert ist, und zwar um eine
zur Achse 34· der Sperrklinke 32 parallele Achse 37· Der Trägheitskörper
36 liegt der Sperrklinke 32 im wesentlichen diametral
gegenüber, so daß also die beiden Achsen JA- und 37
etwa auf demselben Durchmesser beiderseits der Drehachse des Sperrades 9 bzw. des axialen Fortsatzes 16 der Wickelwelle
2 liegen. Der Trägheitskörper 36 ist mit der Sperrklinke 32 durch ein Gestänge 38 verbunden, welches bei 39 und
am Trägheitskörper 36 bzw. an der Sperrklinke 32 angelenkt
ist. Der Trägheitskörper 36 unterstützt die Funktion der Sperrklinke 32 und gewährleistet insbesondere eine im wesent-
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lichen konstante Ansprechempfindlichkeit der Sperrklinke 32 unabhängig von deren Position bei verschiedenen Drehstellungen
des Sperrades 9. Darüberhinaus eröffnet die Verwendung des zusätzlichen Trägheitskörpers 36 die Möglichkeit,
die Masse der Sperrklinke 32 und deren Abmessungen entsprechend zu verringern, so daß der Platzbedarf reduziert
wird.
In der in der Zeichnung wiedergegebenen Ruhestellung
nimmt der Trägheitskörper 24 die tiefste Stellung im Topf 25 ein, in der konischen Ausnehmung 29 des Sperrgliedes
22 liegend. Bas Sperrglied 22 befindet sich außer Eingriff mit dem Sperrad 9. Desgleichen ist die Sperrklinke
am Sperrad 9 durch die Feder 35 in derjenigen Stellung gehalten,
in welcher die Sperrklinke 32 sich außer Eingriff mit der gehäusefesten Verzahnung 30 befindet. Das Sperrad
9 befindet sich mit der Seitenverzahnung 11 außer Eingriff mit der zugehörigen, gehäusefesten Verzahnung 21, von der
Druckfeder 17 gegen den Kopf 18 des axialen Fortsatzes 16 der Wickelwelle 2 gedrückt. Die Wickelwelle 2 ist also im
Gehäuse 1 frei drehbar, zusammen mit dem Sperrad 9.
Findet eine Relativbeschleunigung zwischen Trägheitskörper 24 und Topf 25 statt, verursacht durch eine
entsprechende Beschleunigung des mit der Vorrichtung versehenen Fahrzeuges, dann bewegt sich der Trägheitskörper
24 aus der tiefsten Stellung im Topf 25 heraus. Dies hat zur Folge, daß das Sperrglied 22 mit dem zahnförmigem Vorsprung
28 in Eingriff mit der Umfangsverzahnung 10 des Sperrades 9 verschwenkt wird, so daß ein Verdrehen des
Sperrades 9 in Richtung des Pfeiles 7 gesperrt ist. Durch den auf das Gurtband 4 ausgeübten Zug wird die Wickelwelle
2 jedoch in Richtung des Pfeiles 7 gedreht, so daß sich das
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Sperrad 9 auf die Wickelwelle 2 entgegen der Wirkung der Druckfeder 17 aufschraubt, bis die Seitenverzahnung 11 mit
der gehäusefesten Verzahnung 21 in Eingriff kommt. Der Gurtbandabzug aus dem Gehäuse 1 ist dann gesperrt.
Bei der neben dieser fahrzeugsensitiven Wirkungsweise möglichen bandsensitiven Funktionsweise wird die Sperrklinke
32 wirksam. Wird nämlich das Sperrad 9 in Umfangsrichtung derart beschleunigt, daß die Beschleunigung einen bestimmten
Grenzwert von beispielsweise 1 g überschreitet, dann hat dies aufgrund der trägen Masse der Sperrklinke 32 und deren
Anordnung am Sperrad 9 zur Folge, daß die Sperrklinke 32 entgegen der Wirkung der Feder 35 in Richtung des Pfeiles 41
(Fig. 2 und 3) verschwenkt, um mit dem zahnförmigen Vorsprung 33 in die zugehörige, gehäusefeste Verzahnung 30 einzugreifen.
Dadurch wird das Sperrad 9 (ebenso wie bei fahrzeugsensitiver Wirkungsweise durch das Sperrglied 22)in einer bestimmten Drehstellung
bezüglich des Gehäuses 1 bzw. der gehäusefesten Verzahnung 21 blockiert. Ebenso wie bei der fahrzeugsensitiven
Gurtbandblockierung in Abzugsrichtung bewegt sich das Sperrrad 9 bei einer anschließenden Weiterdrehung der Wickelwelle
2 in Richtung des Pfeiles 7i bewirkt durch den auf das Gurtband
4- ausgeübten Zug, entgegen der Wirkung der Druckfeder 17 axial mit der Seitenverzahnung 11 auf die zugehörige, gehäusefeste
Verzahnung 21 zu, um damit in Eingriff zu kommen und den Gurtbandabzug aus dem Gehäuse 1 zu sperren.
Auch bei dieser bandsensitiven Wirkungsweise ist also diejenige Drehstellung des Sperrades 9 bezüglich des Gehäuses
1 bzw. der gehäusefesten Verzahnung 21 genau definiert, in welcher das Sperrad 9 axial verschoben wird. Die Seitenverzahnung
11 des Sperrades 9 und die zugehörige, gehäusefeste Verzahnung 21 sind derart angeordnet, daß bei der besagten
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Axialbewegung des Sperrades 9 ein einwandfreier gegenseitiger
Eingriff gewährleistet ist. Die beiden Verzahnungen 11 und 21 können also auch bei bandsensitiver Funktionsweise
der Vorrichtung nicht Zahn auf Zahn zu stehen kommen.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 verschwenkt
das Sperrad 9 bei der erwähnten Beschleunigung in Sichtung
des Pfeiles 7 den Trägheitskörper 36 aufgrund der trägen
Masse desselben und dessen entsprechender Anordnung am Sperrrad 9 in Richtung des Pfeiles 4-2, was eine Bewegung des Gestänges
38 in Richtung des Pfeiles 4-3 zur Folge hat und die
Bewegung der Sperrklinke 32 in Richtung des Pfeiles 41 hervorruft
bzw. unterstützt.
Die bandsensitive Gurtbandblockierung in Abzugsrichtung erfolgt beispielsweise dann, wenn die fahrzeugsensitive
Gurtbandblockierung in Abzugsrichtung nicht möglich ist, etwa weil das Sperrglied 22 gebrochen oder ein sonstiges, dafür
erforderliches Bauteil ausgefallen ist. Die Ansprechempfindlichkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit bandsensitiver
Gurtbandblockierung in Abzugsrichtung liegt aus Gründen des Komforts beim Anlegen des Sicherheitsgurtes vorzugsweise
bei etwa 1,2 bis 1,5 g·
Die mit der Sperrklinke 32 des Sperrades 9 zusammenwirkende,
gehäusefeste Verzahnung 30 weist vorteilhafterweise dieselbe Zahnteilung auf, wie die Umfangsverzahnung 10
des Sperrades 9» womit das Sperrglied 22 bei fahrzeugsensitiver
Wirkungsweise zusammenwirkt. In AbwandluBg der dargestellten
und geschilderten Ausführungsformen kann die Umfangsverzahnung 10 auch außen an einem topfformigen Deckel
vorgesehen sein, welcher am Sperrad 9 befestigt ist und mit seiner zylindrischen Seitenwandung den zylindrischen Seiten-
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vorsprung 31 des gehäusefesten Bauteils 27 umschließt, so
daß alle Bauteile zur Blockierung der Wickelwelle 2 eingekapselt sind, abgesehen von der ümfangsverzahnung 10 des
Sperrades 9» dem damit zusammenwirkenden Sperrglied 22,
dem Trägheitskörper 24 zur Betätigung desselben und dem
Topf 25 zur Aufnahme des Trägheitskörpers 24.
Aus der geschilderten Funktionsweise der erfindungegemäßen
Vorrichtung ergibt sich, daß die träge Masse des Sperrades 9 nicht wesentlich ist. Das Sperrad 9 kann daher
leicht gebaut sein. Diese Ausgestaltung als Bauteil mit möglichst geringer träger Masse ist bevorzugt.
Es sind auch weitere Abwandlungen der geschilderten und dargestellten Ausführungsformen möglich. Beispielsweise
ist es nicht unbedingt erforderlich, zur Axialverschiebung des Sperrades 9 auf dem axialen Fortsatz 16 der Wickelwelle
2 bei gegenseitiger Verdrehung von Sperrad 9 und Wickelwelle 2 daran ein Innengewinde 12 bzw. ein Außengewinde 20 vorzusehen.
Wesentlich ist allein, daß zwischen Sperrad 9 und Wickelwelle 2 derart geneigte Steuerflächen vorhanden sind,
daß die erwähnte Axialbewegung des Sperrades 9 zustande kommt.
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-AH-
Leerseite
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Aufrollen des Gurtbandes von Sicherheitsgurten,
insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit bandsensitiver
Gurtbandblockierung in Abzugsrichtung, wobei eine in einem Gehäuse drehbar gelagerte Wickelwelle, ein
mit einer Seitenverzahnuiig versehenes, bezüglich der Wikkelwelle
verschraubbares Sperrad und eine gehäusefeste, mit der Seitenverzahnung des Sperrades zusammenwirkende
Verzahnung vorgesehen sind, gekennzeichnet durch eine am Sperrad (9) verechwenkbar gelagerte, in Ruhestellung
federbelastete Sperrklinke (32) und eine gehäusefeste Verzahnung (30) für die Sperrklinke (32), wobei
die Anordnung so getroffen ist, daß die Sperrklinke (32) bei einer bestimmten Beschleunigung des Sperrades
(9) in Gurtbandabzugsrichtung (7) aus der Ruhestellung
in Eingriff mit der gehäusefesten Verzahnung (30) schwenkt und das Sperrad (9) in einer bestimmten Drehstellung bezüglich
des Gehäuses (1) hält.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch einen am Sperrad (9) verschwenkbar gelagerten Trägheitskörper (36), welcher der Sperrklinke (32)
etwa diametral gegenüberliegend angeordnet und mit der Sperrklinke (32) zur Bewegung derselben aus der Ruhestellung
in die Eingriffsstellung über ein Gestänge (38) verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 mit fahrzeugsensitiver
Gurtbandblockierung in Abzugsrichtung, dadurch gekennzeichnet , daß das Sperrad (9) zusätzlich
eine Umfangsverzahnung (10) aufweist, mit wel-
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ORIGINAL INSPECTED
eher ein von einem Trägheitskörper (24-) betätigbares
Sperrglied (22) zusammenwirkt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umfangsverzahnung (10) außen an einem topfförmigen Deckel des Sperrades (9) vorgesehen
ist, welcher die übrigen Verzahnungen (11; 21; 30), die Sperrklinke (32) des Sperrades (9) sowie gegebenenfalls
den Trägheitskörper (36) nebst Gestänge (38) des Sperrades (9) umschließt.
5· Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die gehäusefeste Verzahnung
(30) für die Sperrklinke (32) des Sperrades (9) und die Umfangsverzahnung (10) des Sperrades (9) dieselbe
Zahnteilung aufweisen.
6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrrad
(9) eine verhältnismäßig geringe träge Masse aufweist.
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