DE3338082A1 - Gasturbine mit verbessertem kuehlluftkreis - Google Patents
Gasturbine mit verbessertem kuehlluftkreisInfo
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Description
Gasturbine mit verbessertem Kühlluftkreis
Die Erfindung bezieht sich auf Gasturbinen und insbesondere
auf Kühlluftkreise in Gasturbinentriebwerken.
Gasturbinentriebwerke zünden Brennstoff, um eine Antriebskraft für ein Flugzeug oder ähnliches zu schaffen. Die Entzündung des
Brennstoffes bewirkt, daß diese Triebwerke bei sehr hohen Temperaturen arbeiten. Um eine überhitzung zu vermeiden, ist
es wünschenswert, verschiedene Teile des Triebwerks während des Betriebs zu kühlen. Insbesondere müssen die Laufschaufeln
(die insgesamt als der Rotor bezeichnet werden) und die Leitschaufeln (die insgesamt als der Stator bezeichnet werden) der
Turbine, die stromabwärts von dem Brenner liegen, für eine wirksame Funktion gekühlt werden. Die Turbinenschaufeln sind
üblicherweise mit verschiedenen Anordnungen von Löchern versehen, durch die Luft zirkuliert werden kann, um für diese
Kühlfunktion zu sorgen.
üblicherweise wird dem Brenner des Triebwerkes Luft durch einen
Einlaßverdichter oder ein Gebläse oder beides zugeführt. Ein Teil dieser Luft wird abgeleitet und als ein Kühlmittel verwendet.
Die Kühlluft kann direkt zu Statorkomponenten des Triebwerkes und auch durch den Innenraum geleitet werden, der zwischen
dem Rotor und dem Stator der Antriebsmaschine gebildet ist. Bevor jedoch die Kühlluft durch die Turbinenschaufeln geleitet
werden kann, muß sie auf den Rotor des Triebwerks übertragen werden, der während des Betriebs sehr schnell umläuft.
Es ist bekannt, daß die Temperatur der Luft, die zwischen dem Rotor und dem Stator zirkuliert, erhöht wird, und die Luft
dann für eine Verwendung zur Schaufelkühlung der Turbine ungeeignet ist. Deshalb sind Kühlkreise entwickelt worden, um
Kühlluft auf den Turbinenrotor über eine Beschleunigerkammer
BAD ORIGiMAL
zu übertragen, die an dem einen Ende -des Hohlraums zwischen dem
Rotor und dem Stator gebildet ist. Die Beschleunigungskammer
ist von dem Rest der zwischen dem Rotor und dem Stator gebildeten Kammer abgedichtet, und die diese kühlende Luft wird
vorbeigeleitet (Bypass). Demzufolge wird theoretisch die Kühlluft für die Turbinenschaufeln von dem Triebwerksstator durch
die Beschleunigungskammer und in den Rotor ohne Verunreinigung durch die Luft geleitet, die in dem Rest des zwischen
dem Stator und dem Rotor gebildeten Hohlraums zirkuliert.
Die Wirksamkeit eines derartigen Luftkreises hängt von der Wirksamkeit der Dichtungen ab, die zur Abtrennung der Beschleunigungskammer
von dem Rest des Hohlraums zwischen dem Rotor und dem Stator vorgesehen sind. Bei bekannten Ausführungen wurde
jedoch gefunden, daß die Wirksamkeit der Dichtung während transienter und Startzustände abnimmt aufgrund der schnellen
Temperaturänderungen, die zu diesen Zeiten in dem Triebwerk auftreten. Es sind Versuche gemacht worden, um dieses Problem
zu überwinden indem Rotor- und Statorteile aus speziell ausgewählten Materialien aufgebaut wurden, die so ausgewählte
thermische Ausdehnungseigenschaften haben, daß eine gute Rotor-Stator-Anpassung während derartiger transienter Zustände
erreicht wird. Ein derartiger Aufbau ist in der US-PS 3 986 beschrieben.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Gasturbine mit einem verbesserten Kühlluftkreis zu schaffen, der Luft in der
Weise durch eine Beschleunigungskammer zwischen feststehenden und umlaufenden Teilen der Antriebsmaschine leitet, daß eine
Verunreinigung der Kühlluft vermindert wird. Weiterhin soll der Kühlkreis einen wirksameren Luftbypass- und Dichtungsaufbau
für die Beschleunigungskammer des Kreises haben. Erfindungsgemäß sind stromaufwärtige und stromabwärtige Dichtungen an
gegenüberliegenden Enden des zwischen den umlaufenden und feststehenden Teilen der Gasturbine gebildeten Hohlraums angeordnet,
die die Zirkulation von Luft regulieren, die in den Hohlraum und aus diesem herausströmt. Es ist ein Kühlluftkreis für
den Rotor vorgesehen, der Luft von dem feststehenden Abschnitt der Antriebsmaschine zum Rotor durch den dazwischen gebildeten
Hohlraum kanalisiert. Der Rotorkühlluftkreis enthält eine Beschleunigungskammer, wo die Kühlluft beschleunigt und auf
den Rotor der Antriebsmaschine übertragen wird. Die Beschleunigskaminer
wird durch zwei zusätzliche Dichtungen gebildet, die in Verbindung mit den anderen Dichtungen des Hohlraums
Kammern stromaufwärts und stromabwärts von der mittleren Beschleunigskammer bilden. Ein Bypasskreis richtet die in die
stromaufwärtige Kammer geleitet Kammer Luft direkt zur stromabwärtigen Kammer (unter Umgehung der Beschleunigungskammer),
so daß die durch die Beschleunigskammer/Kühlluft nicht durch Luft, die zwischen dem Rotor und dem Stator der Antriebsmaschine
zirkuliert, vermischt und verunreinigt wird, /strömende
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Beschleunigskammeraufbau von den Enddichtungs-Halterungsbügeln,
die aus speziellen Materialien hergestellt sind, getrennt oder losgelöst, wodurch Probleme bezüglich Schweißverbindungen
vermieden werden, die durch die unterschiedlichen Temperaturen innerhalb der Antriebsmaschine während ihres Betriebs
auftreten, ohne daß Dichtungen für eine gute Anpassung zwischen den thermischen Wachstumseigenschaften der feststehen
den und umlaufenden Teile beeinträchtigt werden.
Weiterhin sorgt der erfindungsgemäße Kühlkreis für eine Verkleinerung
des Radius der stromaufwartigen Beschleunigkammerdichtung
gegenüber üblichen Antriebsmaschinen dieser Art und für ihre Trennung von den schnell ansprechenden Teilen der
Beschleunigungskammer, wodurch eine wirksamere Abdichtung und weniger Abnutzung des Betriebs der Antriebsmaschine entsteht.
Die Erfindung wird nun mit weiteren Merkmalen und Vorteilen anhand der folgenden Beschreibung und der Zeichnung von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
BAD ORIGINAL
Figur 1 ist eine schematische Darstellung von einem Gasturbinentriebwerk.
Figur 2 ist eine Teilschnittansicht von dem in Figur 1 gezeigten
Gasturbinentriebwerk und zeigt die besonderen Einzelheiten von einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Figur 3 ist eine Teilschnittansicht von einem bekannten Gasturbinentriebwerk
.
Figur 4 ist eine vergrößerte Ansicht von einem Teil des in Figur 2 gezeigten Gasturbinentriebwerks und zeigt eine
erfindungsgemäße Beschleunigungskammerkonstruktion.
In Figur 1 ist ein Turbofantriebwerk 10 mit einem Fan- oder Gebläserotor 11 und einem Kerntriebwerksrotor 12 gezeigt. Der
Gebläserotor 11 weist Schaufeln 13 und 14, die auf einem Laufrad
16 angebracht sind, und eine Niederdruck- oder Gebläseturbine 17 auf, die das Laufrad 16 in bekannter Weise antreibt.
Der Kerntriebwerksrotor 12 enthält einen Verdichter 18 und eine Hochdruckturbine 19, die den Verdichter 18 antreibt. Die
Kernturbine enthält weiterhin ein Brennersystem 21, das Brennstoff mit der Luftströmung vermischt und die Mischung entzündet,
um thermische Energie in das System einzuführen.
Im Betrieb tritt Luft in das Gasturbinentriebwerk 10 durch einen Lufteinlaß 22 ein, der durch eine geeignete Verkleidung
oder Gondel 23 gebildet wird, die den Gebläserotor 11 umgibt. In den Einlaß 22 eintretende Luft wird durch die Drehung der
Gebläseschaufeln 13 und 14 verdichtet und anschließend zwischen einem ringförmigen Strömungskanal 24, der durch die Gondel
und ein Triebwerksgehäuse 26 gebildet ist, und einem Kerntriebwerks-Strömungskanal
27 geteilt, dessen verlängerte Grenze durch das Triebwerksgehäuse 26 gebildet wird. Die verdichtete
Luft, die in das Kerntriebwerk eintritt, wird durch den Verdichter 18 weiter verdichtet und anschließend zusammen mit
Brennstoff aus dem Brennersystem 21 gezündet. Diese energiereiche Gasströmung strömt dann durch die Hochdruckturbine 19,
um den Verdichter 18 anzutreiben, und anschließend durch die Gebläseturbine 17, um das Gebläselaufrad 16 anzutreiben. Das
Gas strömt dann durch die Hauptdüse 28, um in bekannter Weise Vorschubkräfte zu erzeugen. Zusätzliche Schubkraft wird durch
den Austritt verdichteter Luft aus dem Ringkanal 24 gewonnen.
Figur 2 zeigt in größeren Einzelheiten den Verdichter 18 mit
feststehenden Statorschaufeln 29 und umlaufenden Rotorschaufeln 31, die Hochdruckluft nach hinten in Richtung auf die Leitschaufel
32 richten. Ein Teil der Verdichterausgangsdruckluft strömt zu den inneren und äußeren Seiten der Leitschaufeln und
zu den ringförmigen Bereichen 33 und 34, wo sie für Kühlzwecke verwendet wird. Insbesondere wird in den Bereich 33 strömende
Verdichterausgangsdruckluft durch einen inneren Hohlraum 36 geleitet, der zwischen dem feststehenden Brennersystem 21 und dem
Kerntriebwerkrotor 12 gebildet ist. Die durch diesen Hohlraum strömende Luft wird durch eine stromaufwartige, fünf Zähne aufweisende
Dichtung 37, die die Luftströmung in den Hohlraum 36 hemmt, und eine stromaufwärtige, vier Zähne aufweisende
Richtung 38 reguliert, die die Luftströmung aus dem Hohlraum in die Ausgangsströmung des Brenners 20 hemmt. Bügel 39, 40,
die die feststehenden Teile der Dichtungen 37, 38 auf entsprechen de Weise haltern, sind aus solchen Materialien aufgebaut, die
für eine gute Anpassung der thermischen Ausdehnungseigenschaften mit dem Rotor 12 sorgen, um einen engen Abstand innerhalb
der Dichtungen beizubehalten. Die Zirkulation von Verdichterausgangsdruckluft durch den Hohlraum 36 dient zur Kühlung von
Teilen des Rotors und des Stators, die den Hohlraum umgrenzen. Diese Luft wird jedoch erwärmt und ist für eine weitere Verwendung
als Kühlmittel nicht geeignet.
Der Hauptteil der Verdichterausgangsdruckluft strömt an der Leitschaufel 32 vorbei durch den abgestuften Diffusor 46 und
in und um den Brenner 20 herum. Der Brenner 20 weist innere und äußere Verkleidungen 47 und 48 auf, die so angeordnet sind,
BAD ORIGINAL
daß sie zusammen eine ringförmige Brennkammer bilden, in die
durch eine Brennstoffdüse 49, die sich durch das Brennergehäuse 51 hindurch nach innen erstreckt, Brennstoff eingespritzt wird.
Die Kühlung des Brenners 20 wird durch die Luftströmung des Diffusors 46 in dem ringförmigen Strömungskanal 45 erreicht,
der durch die äußere Verkleidung 47 und die Brennergehäusewand 51 gebildet ist. In ähnlicher Weise ist auf der inneren Seite
des Brenners eine Ringkammer 50 durch die innere Verkleidung 48 und die innere Brennergehäusewand 52 gebildet, um diesen Abschnitt
des Brenners zu kühlen. Nach dem Mischen des Brennstoffes aus der Düse 49 und der Luft aus dem Diffusor 46 (und
anschließender Zündung der Mischung in den Brenner 20) strömen heiße Gase aus dem Brennersystem 21 nach hinten zu einer Reihe
in ümfangsrichtung beabstandeter Hochdruckdüsen 53 und dann weiter nach hinten, um auf die in Ümfangsrichtung beabstandete
Reihe von Turbinenschaufeln 54 der Hochdruckturbine 19 aufzutreffen.
Die heißen expandierten Gase aus dem Brennersystem 21 strömen durch die Hochdruckdüsen 53 und über die Turbinenschaufeln
54. Zur gleichen Zeit hält eine Zirkulation von Kühlluft die Temperaturen der Bauteile auf einer zulässigen
Temperatur. Die Kühlluft für die Turbinenschaufeln'54 stammt aus der den Brenner umgebenden Ringkammer 50. Diese Luft wird
in eine Kammer 55 innerhalb des Kerntriebwerksrotors 12 übertragen, von wo sie in üblicher Weise auf die Turbinenschaufeln
54 gerichtet wird. Somit ist ein Kühlluftkreis 56 gebildet, um Kühlluft von der Kammer 50 durch den Hohlraum 36 (über die
Kammer 62) zu übertragen, der zwischen dem stationären Brennersystem
21 und dem Kernrotor 12 gebildet ist, ohne durch die Verdichterausgangsdruckluft verunreinigt zu werden, die durch
den Hohlraum 36 zirkuliert.
Figur 3 zeigt einen bekannten Luftkreislauf 56' zum Übertragen
der Kühlluft in die Rotorkammer 55. Dort strömt Kühlluft von der Ringkammer 50 über öffnungen 59, 60 in einen Verteiler 58'.
Die Luft tritt aus dem Verteiler 58' durch Expandierdüsen 61' aus
und tritt in eine Beschleunigskammer 62' ein, die durch eine
zwei Zähne aufweisende Beschleunigerdichtung 64' und die vier
Zähne aufweisende Hohlraumdichtung 38' gebildet ist. Die Düsen 61' richtet die Kühlluft tangential auf eine Turbinendichtungsscheibe
65' mit einer ringförmigen Anordnung von Löchern 67', die mit der inneren Rotorkammer 55 in Verbindung stehen.
Demzufolge wird die durch die Beschleunigerkammer 62' strömende Kühlluft beschleunigt. Sie strömt dann durch die Scheibenlöcher
67' und tritt in die innere Kammer 55 des Rotors ein, von wo sie zur Kühlung der Turbinenschaufeln weitergeleitet
wird.
\ Bei diesem bekannten Aufbau wird der innere Hohlraum zwischen
dem Brennersystem 21 und dem Rotorkern 12 durch die Beschleunigerdichtung
64' in zwei Kammern 70', 62' unterteilt. Diese Dichtung hemmt die Luftströmung aus der vorderen Kammer 70',
wo die Verdichterausgangsdruckluft zirkuliert, in die Beschleu nigerkammer 62'. Die Kompressorausgangsdruckluft wird durch
Durchführungsleitungen 71' in dem Verteiler 58' in eine Tasche
72' geleitet, die durch die Brennergehäusewand 52, den Dichtungshalterungsbügel 40' und den Verteiler 58' gebildet ist.
Die Verdichterausgangsdruckluft wird dann durch Öffnungen 73' zwischen den ersten und zweiten Zähnen der vier Zähne aufweisenden
Dichtung 38' entspannt.
Theoretisch senkt die zwei Zähne aufweisende Beschleunigerdichtung
64' die Verunreinigung der durch die Kammer 62" strömenden Kühlluft auf ein Minimum, indem die Strömung der Verdichterausgangsdruckluft
in die erste Zahntasche 74' der vier Zähne aufweisenden Dichtung 38' gefördert wird, wo sie die
Dichtung aerodynamisch blockiert und den parasitären Dichtungs strömungsbedarf vermindert, der Luft aus dem Beschleunigerhohlraum
62' hebert. Wenn jedoch die Beschleunigerdichtung 64'
ihre Funktion nicht richtig ausübt, entstehen eine erhöhte Schaufelkühlmitteltemperatur, eine erhöhte Metalltemperatur
und eine verminderte Lebensdauer der Schaufel. Die Erhöhung der Turbinenschaufeltemperatur während des Starts kann eine
βδπ
Verminderung des verfügbaren Schubs zur Folge haben. Es wurde bei Triebwerken mit diesem bekannten Aufbau gefunden, daß die
funktionale Verschlechterung der Beschleunigerdichtung 64* aufgrund eines transienten Betriebs der Antriebsmaschine die
Temperatur der Turbinenschaufeln um 14 bis 20 C (25 - 35 C F) bei Startleistung erhöht un d die dynamische Standzeit und die
Bruchdauer der Schaufeln um 20 bzw. 50 % vermindert.
Am besten ist aus Figur 4 zu ersehen, daß sich der erfindungsgemäße
Aufbau des Kühlkreises in mehreren Punkten unterscheidet. Eine äußere, einen Zahn aufweisende Beschleunigerdichtung
63 und eine innere, abgestufte, zwei Zähne aufweisende Beschleunigerdichtung 64 teilen den Hohlraum 36 in eine vordere Kammer
70, eine mittlere Beschleunigerkammer 62 und eine hintere Kammer
72. Es ist ein selektiv geformter Durchführungsverteiler
vorgesehen, der Kühlluft aus der Kammer 50 durch die ein hohes thermisches Ansprechverhalten aufweisende Expandierdüsen 61
in die Beschleunigerkammer 62 richtet. Weiterhin sind Durchführungsleitungen 71 vorgesehen, damit Verdichterausgangsdruckluft
direkt von der vorderen Kammer 70 in die hintere Kammer strömen kann, indem die Beschleunigerkammer 62 umgangen wird.
Anders als bei dem in Figur 3 gezeigten bekannten Aufbau ist der Verteiler 58 von dem Bügel 40 der vier Zähne aufweisenden
Dichtung 38 getrennt. Die Trennung des Bügels 40 von dem Verteiler 58 gestattet die Verwendung von unterschiedlichen Materialien
für jede dieser Komponenten, um eine gute Rotor-Stator-Anpassung sowohl im stationären als auch transienten Betrieb
der Arbeitsmaschine zu schaffen, ohne daß eine Bimetall-Schweißverbindung erforderlich ist. Somit sind die Probleme, die mit
Bimetall-Schweißverbindungen aufgrund der unterschiedlichen Ausdehnungseigenschaften verbunden sind, eliminiert.
Der Verteiler 58 weist eine nach innen ragende Verlängerung 74 auf, die den feststehenden Sitz 75 der zwei Zähne aufweisenden
Dichtung 64 trägt. Somit ist nicht nur die Dichtung 64 von der Expandierdüse 61 getrennt, sondern es ist auch der Radius der
Dichtung 64 vermindert im Vergleich zu dem bekannten Aufbau
- Jjr -
(s. Figur 3). Die mechanische und thermische Entkopplung des Dichtungssitzes 75 von den stark ansprechenden Expandierdüsen
61 ermöglicht besser ein thermisches Anpassen des Stators durch Beeinflussung der Statormasse und der Materialeigenschaften.
Die Verkürzung des Dichtungsradius verkleinert den gesamten mechanischen Wachstumgsausschlag, den die Rotorkomponente der
Dichtung 64 während des stationären und transienten Betriebs ausführt. Diese Merkmale in Verbindung mit dem gestuften, gezahnten
Aufbau für die Dichtung 64 führt zu einer verminderten Dichtungsverschlechterung, einem verbesserten Betriebsspiel
und einer verkleinerten Leckageströmungsfläche.
Während die innere Beschleunigerdichtung 64 die Strömung der Verdichterausgangsdruckluft von der ersten Kammer 70 durch
die Bypassleitungen 71 fördert, vergrößert die einen Zahn aufweisende
äußere Beschleunigerdichtung 63 den Strömungswiderstand zwischen der Beschleunigerkammer 64 und der hinteren
Kammer 72, von der der Strömungsbedarf der hinteren, vier Zähne aufweisenden Dichtung 38 erfüllt werden muß. Diese einen
Zahn aufweisende Dichtung 6 3 hat erhöhte Rückdrucke der inneren Beschleunigerdichtung, ein verkleinertes Betriebsdruckverhältnis
der Dichtung und einen erhöhten Strömungswiderstand der Dichtung im Vergleich zu dem bekannten Aufbau gemäß
Figur 3 zur Folge. Weiterhin hat die einen Zahn aufweisende Dichtung 63 einen umgekehrten Aufbau (im Vergleich zu
anderen Dichtungen), indem ihr Sitzabschnitt von ihrem Zahnabschnitt umgeben wird. Diese Konstruktion ermöglicht, daß
die äußere Beschleunigerdichtung 63 richtig funktioniert, obwohl sie mit der schnell ansprechenden Düse 61 gekoppelt ist.
Die Wirksamkeit dieser Beschleunigerdichtungen 63, 64 wird vergrößert, indem ein Verteiler 58 aus einem Material verwendet
wird, um die Wachstumseigenschaften des Stators an diejenigen des Rotors anzupassen. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist der Verteiler 58 aus bekannten Nickelbasis-Super legierungen hergestellt, wie beispielsweise Rener 41 oder
Inconel 718. Die Durchführungsleitungen 71 haben einen Durch-
BAD ORIGINAL
-KT-
messer von etwa 10 mm (0/375 Zoll), was das 1,5-fache des
Durchmessers der Durchführungsleitungen 71' in dem bekannten
Aufbau ist. Weiterhin vereinfacht die erfindungsgemäße Turbomaschine den Aufbau der vierzahnigen Dichtung 38, da sie direkt
mit der hinteren Kammer 72 in Verbindung steht^ in die
die Verdichterausgangsdruckluft gerichtet wird. Die Integration der vorgenannten Merkmale in ein vereinheitlichtes System
vergrößert die Wirksamkeit des Rotorkühlkreises und verbessert die Leistungsfähigkeit und die Lebensdauer einer Turbinenschaufel
.
Λζ
- Leerseite -
Claims (10)
- Ansprüche(1J Turbomaschine mit einem Rotor, einem ringförmigen Brennergehäuse, das konzentrisch zum Rotor angeordnet ist, und ersten und zweiten Dichtungen, die zwischen dem Rotor und dem Brennergehäuse einen Hohlraum bilden, dadurch gekennzeichnet, daß dritte und vierte Dichtungen (63, 64) zwischen dem Rotor (12)und dem Brennergehäuse (52) vorgesehen sind zum Unterteilen des Hohlraums (36) in stromaufwärtige , mittlere und stromabwärtige Kammern (70, 62, 72), das Brennergehäuse (52) und der Rotor (12) jeweils mit der mittleren Kammer (62) in Verbindung stehende Mittel aufweisen zur Bildung eines durch diese hindurchführenden Kühlluftkreises, undeine Einrichtung (71) die stromaufwärtige Kammer (70) direkt mit der stromabwärtigen Kammer (72) verbindet zum Herumführen des Kühlluftkreises und dadurch zum Hemmen derLuftströmung in und aus der mittleren Kammer (62) in bezug auf die stromaufwärtigen und stromabwärtigen Kammern (70, 72).
- 2. Turbomaschine nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß die stromaufwärtige Kammer (70) durch die ersten und dritten Dichtungen (37, 64) begrenzt ist, die mittlere Kammer (62) durch die dritten und vierten Dichtungen (64, 63) begrenzt ist und die stromabwärtige Kammer (72) durch die zweiten und vierten Dichtungen (38, 63) begrenzt ist, und daß das Brennergehäuse (52) und der Rotor (12) jeweils Mittel aufweisen für eine Verbindung mit der mittleren Kammer (62) zur Bildung eines durch diese hindurchführenden Kühlluftkreise.
- 3. Turbomaschine nach Anspruch 3,dadurch gekennzeichnet, daß ein Durchführungsverteiler (58) die Verbindungseinrichtung für die mittlere Kammer (62) des Brennergehäuses und die Verbindungseinrichtung der stromaufwärtigen Kammer (70) mit der stromabwärtigen Kammer (72) aufweist, und daß die Verbindungseinrichtung für die mittlere Kammer (62) des Rotors (12) eine ringförmige Anordnung von Öffnungen (67) aufweist.
- 4. Turbomaschine nach Anspruch 2,dadurch gekennzeichnet, daß die erste Dichtung (37) eine abgestufte, fünf zahnige Dichtung ist,. daß die zweite Dichtung (38) eine abgestufte, vierzahnige Dichtung ist, daß die dritte Dichtung (64) eine abgestufte, zweizahnige Dichtung ist und daß die vierte Dichtung (6 3) eine einzahnige Dichtung ist.
- 5. Turbomaschine nach Anspruch 4,dadurch gekennzeichnet, daß die einzahnige Dichtung einen Sitzabschnitt aufweist, der von einem Zahnabschnitt der Dichtung umgeben ist.
- 6. Turbomaschine nach Anspruch 3,dadurch gekennzeichnet, daß der Durchführung sverteiler (58) Expandierdüsen (61), die mit der mittleren Kammer (62) in Verbindung stehen, und Mittel (74) zur Halterung der dritten Dichtung (64) mit Innenabstand zu den Expandierdüsen (61) aufweist.
- 7. Turbomaschine nach Anspruch 6,dadurch gekennzeichnet, daß der Durchführungsverteiler (58) aus einer Nickelbasis-Superlegierung aufgebaut ist.
- 8. Verfahren zum Zirkulieren von Kühlluft in einer Turbomaschine mit einem Rotor, einem ringförmigen Brennergehäuse konzentrisch um den Rotor herum, wobei dazwischen ein Hohlraum gebildet ist, einer ersten Dichtung zwischen dem Rotor und dem Brennergehäuse zum Hemmen der Luftströmung in den Hohlraum hinein und mit einer zweiten Dichtung zwischen dem Rotor und dem Brennergehäuse zum Hemmen der Luftströmung aus dem Hohlraum heraus,dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum in eine stromaufwärtige Kammer, die durch die erste Dichtung und eine dritte Dichtung abgedichtet ist, eine mittlere Kammer, die durch die dritte Dichtung und eine vierte Dichtung abgedichtet ist, und eine stromabwärtige Kammer unterteilt wird, die durch die zweite und die vierte Dichtung abgedichtet ist, daß Kühlluft aus dem Brennergehäuse durch die mittlere Kammer und in den Rotor geleitet wird und daß Luft aus der stromaufwärtigen Kammer in die stromabwärtige Kammer geleitet wird, wobei die mittlere Kammer umgangen wird, wodurch die Luftströmung in die mittlere Kammer hinein und aus dieser heraus in bezug auf die stromaufwärtigen und stromabwärtigen Kammern verzögert wird.
- 9. Verfahren nach Anspruch 8,dadurch gekennzeichnet, daß einDurchführungsverteiler die Kühlluft von dem Brennergehäuse in die mittlere Kammer des Hohlraumes leitet und Luft von der stromaufwärtigen Kammer direkt in die stromabwärtige Kammer des Hohlraumes leitet, und daß öffnungen im Rotor Kühlluft aus der mittleren Kammer in den Rotor leiten.
- 10. Verfahren nach Anspruch 9,dadurch gekekennzeichnet, daß der Durchführungsverteiler aus einer Nickelbasis-Superlegierung hergestellt wird.
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