DE3336090A1 - Verfahren zum kontinuierlichen beleimen von lignozellulose- und/oder zellulosehaltigen teilchen - Google Patents
Verfahren zum kontinuierlichen beleimen von lignozellulose- und/oder zellulosehaltigen teilchenInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum kontinuierlichen
- Beleimen von lignozellulose- und/oder zellulosehaltigen Teilchen, wie Spänen, Fasern und dergleichen, bei dem die Teilchen einem liegend angeordneten Mischbehälter am Einlaß axial zugeführt werden, diesen Behälter unter gleichzeitiger Rotationsbeschleunigung wenigstens in Form einer Mischgutringschicht durchwandern und an seinem Auslaß verlassen.
- Aus der DE-PS 30 32 039 ist ein Verfahren zum Beleimen von Holzspänen oder dergleichen unter intensiver Bewegung der Späne während der Leimzugabe und anschließender Durchmischung von Leim und Spänen in einem Mischgutring bekannt.
- Dabei werden die Späne stetig durch eine Schubbewegung über eine Schleuder- und Wirbelmischbewegung beschleunigt. Während dieser ersten Beschleunigungsphase erfolgt die Leimzugabe. Im Anschluß an die Leimzugabe wird das Gesamtgut in einer zweiten Beschleunigungsphase auf Mischgut-Ringgeschwindigkeit beschleunigt.
- Entsprechend dem aus der DE-OS 30 06 438 bekannten Verfahren wird somit der Leim auf der Oberfläche der Späne in einem Mischgutring verteilt, wobei der gesamte Mischbehälter ständig gekühlt werden muß, um Leimansätze an der Mischerwandung und an den Mischerwerkzeugen zu vermeiden.
- In der deutschen Patentanmeldung P 33 13 380.8 ist ein Verfahren beschrieben, das es gestattet, den Beleimungsvorgang unter gleichzeitiger Vermeidung der bisher notwendigen Kühlmaßnahmen durchzuführen. Dabei werden die Späne während ihres Weges durch einen rotierenden Einlauftrichter mit Leim benetzt, der aus Schleuderröhrchen eines Verteilerkopfes austritt und fein verteilt sowie zerteilt auf eine an der Trichterwandung anliegende Späneschicht gelangt, wo sich ein Selbstreinigungseffekt einstellt.
- Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs genannte Verfahrung so weiter zu entwickeln, daß die Zeit für das Beleimen und Mischen der Späne oder dergleichen bei hoher Beleimungsgüte und unter Vermeidung jeglicher Leimansatzprobleme vergleichsweise wesentlich verkürzt werden kann.
- Eine erste Lösung der gestellten Aufgabe besteht darin, den Leim den Teilchen zumindest im wesentlichen vor dem Eintritt in den Mischbehälterinnenraum zuzuführen.
- Eine zweite Lösung der gestellten Aufgabe besteht darin, die Leimzuführung im Einlaßbereich des Mischbehälterinnenraumes vor einer anschließenden Aufweitung des zugeführten Teilchenstromes vorzunehmen.
- Im Gegensatz zu den bekannten Verfahren wird der Leim also nicht in einen Mischgutring eingebracht und auch nicht während einer Schleuder- und.Wirbelmischbewegung von gleichzeitig beschleunigten Spänen zugeführt oder in eine an einer rotierenden Trichterwandung anliegende Späneschicht eingebracht, sondern den Spänen bereits zugegeben bevor sie in Ringgutform überführt oder einer speziellen Wirbelmischbewegung unterworfen werden.
- Überraschenderweise wird dadurch der Zeit- und Energiebedarf für die Span- an - Span-Reibung, die den Mischeffekt bewirkt und damit die Beleimungsgüte maßgeblich mitbestimmt, verhältnismäßig gering, was wiederum zur vorteilhaften Folge hat, daß ein kürzerer Mischgutring völlig ausreicht, um Späne und andere Teilchen wesentlich schneller als bisher gleichmäßig zu beleimen.
- Das erfindungsgemäße Verfahren führt in seinen beiden grundsätzlichen Ausführungsvarianten auch zu einem verbesserten Wisch- und Selbstreinigungseffekt. Aufgrunddessen ergeben sich bei der praktischen Durchführung des Verfahrens keine Probleme, die sonst vielfach durch Leimansätze verursacht werden. Dadurch ist es mit besonderem wirtschaftlichem Vorteil möglich, ungekühlte Mischer einzusetzen.
- Eine besonders vorteilhafte Ausführungsvariante der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die Teilchen dem Mischbehälter in Form eines Ringstromes mit im Vergleich zum Mischbehälterdurchmesser kleinem Durchmesser zugeführt werden und daß die Leizzugabe zumindest im wesentlichen im Bereich dieses Ringstromes vorgenommen wird. Da in diesem Falle der Wischeffekt der mit Leim versetzten Späne schon im rotierenden Ringstrom beginnen und sich entfalten kann, ergeben sich besonders vorteilhafte Effekte, die zumindest dazu führen, daß der zylindri-sche Mischbereich erheblich verkürzt werden kann. Prinzipiell besteht dabei sogar die Möglichkeit, diesen Mischbereich, der für den Weitertransport der rotierenden Späneschicht sorgt und einen gewissen Wischeffekt bewirkt, einzusparen.
- In Ausgestaltung der Erfindung werden die Teilchen mit flüssigem Leim, der vorzugsweise verdüst, druckverdüst und/ oder druckluftverdüst wird, benetzt. Dies erhöht den Grad der Leimzerteilung, fördert die Beleimungsgüte und läßt eine Einsparung an Leim zu.
Claims (7)
- Verfahren zum kontinuierlichen Beleimen von lignozellulose- und/oder zellulosehaltigen Teilchen - Patentansprüche -1. Verfahren zum kontinuierlichen Beleimen von lignozellulose-und/oder zellulosehaltigen Teilchen, wie Spänen, Fasern und dergleichen, bei dem die Teilchen einem liegend angeordneten Mischbehälter am Einlaß axial zugeführt werden, diesen Behälter unter gleichzeitiger Rotationsbeschleunigung wenigstens in Form einer Mischgutringschicht durchwandern und an seinem Auslaß verlassen, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß der Leim den Teilchen zumindest im wesentlichen vor dem Eintritt in den Mischbehälterinnenraum zugeführt wird.
- 2. Verfahren zum kontinuierlichen Beleimen von lignozellulose-und/oder zellulosehaltigen Teilchen, wie Spänen, Fasern und dergleichen, bei dem die Teilchen einem liegend angeordneten Mischbehälter am Einlaß axial zugeführt werden, diesen Behälter unter gleichzeitiger Rotationsbeschleunigung wenigstens in Form einer Mischgutringschicht durchwandern und an seinem Auslaß verlassen, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß die Leimzuführung im Einlaßbereich des Mischbehälterinnenraumes vor einer anschließenden Aufweitung des zugeführten Teilchenstromes vorgenommen wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Teilchen dem Mischbehälter in Form eines Ringstromes mit im Vergleich zum Mischbehälterdurchmesser kleinem Durchmesser zugeführt werden und daß die Leimzugabe zumindest im wesentlichen im Bereich dieses Ringstromes vorgenommen wird.
- o, Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß zumindest ein Teil des Leimes im Bereich eines insbesondere senkrechten Fallstromes beigegeben wird, der anschließend in den Ringstrom überführt wird.
- 5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t -, daß die Leimzugabe im Bereich des Übergangs von Fallstrom zu Ringstrom erfolgt.
- 6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gek e n n z e i c h n e t , daß die Teilchen mit flüssigem Leim benetzt werden.
- 7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Leim verdüst, druckverdüst oder druckluftverdüst wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833336090 DE3336090A1 (de) | 1983-10-04 | 1983-10-04 | Verfahren zum kontinuierlichen beleimen von lignozellulose- und/oder zellulosehaltigen teilchen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833336090 DE3336090A1 (de) | 1983-10-04 | 1983-10-04 | Verfahren zum kontinuierlichen beleimen von lignozellulose- und/oder zellulosehaltigen teilchen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3336090A1 true DE3336090A1 (de) | 1985-04-18 |
Family
ID=6210973
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833336090 Withdrawn DE3336090A1 (de) | 1983-10-04 | 1983-10-04 | Verfahren zum kontinuierlichen beleimen von lignozellulose- und/oder zellulosehaltigen teilchen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3336090A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4341174A1 (de) * | 1993-12-02 | 1995-06-08 | Baehre & Greten | Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Vermischen von Leimflottenkomponenten und zum kontinuierlich dosierten Zuleiten einer Leimflotte zu einem in eine Mischvorrichtung bewegten Strom von losen Feststoffteilchen |
-
1983
- 1983-10-04 DE DE19833336090 patent/DE3336090A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4341174A1 (de) * | 1993-12-02 | 1995-06-08 | Baehre & Greten | Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Vermischen von Leimflottenkomponenten und zum kontinuierlich dosierten Zuleiten einer Leimflotte zu einem in eine Mischvorrichtung bewegten Strom von losen Feststoffteilchen |
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