DE3331749A1 - Weiche folie aus polypropylen - Google Patents
Weiche folie aus polypropylenInfo
- Publication number
- DE3331749A1 DE3331749A1 DE19833331749 DE3331749A DE3331749A1 DE 3331749 A1 DE3331749 A1 DE 3331749A1 DE 19833331749 DE19833331749 DE 19833331749 DE 3331749 A DE3331749 A DE 3331749A DE 3331749 A1 DE3331749 A1 DE 3331749A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- weight
- polypropylene
- film
- boiling
- additive
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Ceased
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08J—WORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
- C08J5/00—Manufacture of articles or shaped materials containing macromolecular substances
- C08J5/18—Manufacture of films or sheets
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08K—Use of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
- C08K5/00—Use of organic ingredients
- C08K5/04—Oxygen-containing compounds
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08J—WORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
- C08J2323/00—Characterised by the use of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Derivatives of such polymers
- C08J2323/02—Characterised by the use of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Derivatives of such polymers not modified by chemical after treatment
- C08J2323/10—Homopolymers or copolymers of propene
- C08J2323/12—Polypropene
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
- C08L23/00—Compositions of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Compositions of derivatives of such polymers
- C08L23/02—Compositions of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Compositions of derivatives of such polymers not modified by chemical after-treatment
- C08L23/10—Homopolymers or copolymers of propene
- C08L23/14—Copolymers of propene
- C08L23/142—Copolymers of propene at least partially crystalline copolymers of propene with other olefins
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02P—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
- Y02P20/00—Technologies relating to chemical industry
- Y02P20/50—Improvements relating to the production of bulk chemicals
- Y02P20/52—Improvements relating to the production of bulk chemicals using catalysts, e.g. selective catalysts
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)
- Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine transparente, nicht-klebende,
weiche Folie aus Polypropylen und ein Verfahren zu ihrer Herstellung. Insbesondere betrifft sie eine transparente,
an der Oberfläche nicht-klebende weiche Folie, die derart ausgebildet ist, daß der kristalline Anteil
des niedrigkristallinen Polypropylens, welches ein Additiv enthält, im wesentlichen mit einer monoklinen Kristallstruktur
vorliegt.
Bislang haben sich als weiche Folien insbesondere solche
aus Polyvinylchlorid oder Polyolefinen durchgesetzt, wobei die ersteren den Nachteil aufweisen, daß sie nichtumgesetztes
Monomeres enthalten und Weichmacher auf Nahrungsmittel
übertragen können, so daß sich die letzteren in stärkerem Maße verbreitet haben.
In den meisten Fällen wird als Ausgangsmaterial für die
Herstellung weicher Polyolefinfolien überwiegend Ethylen eingesetzt, während jene Folien, deren Hauptausgangsmaterial
Propylen ist, überwiegend in Form von harten Folien aus hochkristallinem Polypropylen vorliegen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, eine weiche Folie zu schaffen, für deren Herstellung
als Ausgangsmaterial überwiegend Propylen eingesetzt wird. Es hat sich gezeigt, daß diese Aufgabe durch die
Anwendung eines niedrigkristallinen Polypropylens oder polymeren Propylene gelöst werden kann.
Ganz allgemein verarbeitet man das hochkristalline Polypropylen mit Hilfe eines Verformungsverfahrens zu Folien,
bei dem das geschmolzene Harz schnell mit Wasser
MEER · MÜLLER · STEINMEISTER Toy.O Soda ... - 1931
oder auf der Oberfläche einer gekühlten Walze abgeschreckt wird, d. h. mit Hilfe eines Wasserkühlungs-Blasverformungsverfahrens
oder eines Gießverfahrens.
Andererseits ergibt niedrigkristallines Polypropylen bei Anwendung der oben beschriebenen Verformungsmethoden unmittelbar
nach der Verformung zu der Folie eine weiche Folie mit ausgezeichneter Transparenz, besitzt jedoch
den Nachteil des Blockings, da es eine große Menge amorpher Bestandteile enthält. Weiterhin wandern diese Bestandteile
mit der Zeit an die Oberfläche der Folie und führen zu einer Verschlechterung der Transparenz und
des Glanzes, wobei gleichzeitig verstärkte Blocking-Effekte auftreten, so daß schließlich die Oberfläche kle-
II, I)I. i »j whü, vjaa ZUi l'Yihji.' hat, daß ULtitu." Kleibäulyoüiiuhai:-·
Leu annimmt und das Anhaften von Stäuben unvermeidbar
wird, was die praktische Anwendung des Materials beeinträchtigt.
Zur Lösung dieses Problems wurde von der Anmelderin bereits ein Verfahren vorgeschlagen (siehe die am 18. August
1982 angemeldete japanische Patentanmeldung Nr.
), mit dem die Oberflächenklebeeigenschaften
der Folie dadurch vermindert werden, daß die Kristallstruktur des kristallinen Anteils des niedrigkristallinen
Polypropylens im wesentlichen dem monoklinen System entspricht.
Die vorliegende Erfindung und damit die Lösung der oben angesprochenen Aufgabe beruht auf der Erkenntnis, daß
eine transparente, an der Oberfläche nicht klebende und weiche Folie aus Polypropylen bzw. polymerem Propylen
dadurch erhalten werden kann, daß man ein Additiv zusetzt, um dem kristallinen Anteil des niedrigkristallinen
Polypropylens eine monokline Kristallstruktur zu verleihen.
TER MEER · MÜLLER · STEiKMEISTER ;Toyo Soda ... - 1931
Das erfindungsgemäß eingesetzte niedrigkristalline Polypropylen
umfaßt Propylen-Homopolymere und Copolymere aus nicht mehr als 10 Gew.-% eines von Propylen verschiedenen
Olefins, wie Ethylen, Butylen, Penten, Hexen etc.
und Propylen. Weiterhin ist das erfindungsgemäß eingesetzte Polymer ein niedrigkristallines, welches 20 bis
60 Gew.-% eines in siedendem n-Heptan löslichen Anteils enthält.
Wenn der lösliche Anteil mehr als 60 Gew.-% beträgt, können die Oberflächenklebrigkeitseigenschaften der Folie
auch nach der Lehre der Erfindung nur schwer verbessert werden. Wenn der Anteil andererseits weniger als 20 Gew.-%
beträgt, kann das Problem der Oberflächenklebrigkeitseigenschaften
zwar vernachlässigt werden, es ergibt sich je'doch eine harte Folie, so daß dieser Fall erfindungsgemäß
ausgeschlossen ist.
Der in siedendem n-Heptan lösliche Anteil wird im allgemeinen
als ataktisches Polypropylen bezeichnet, wobei bei dem erfindungsgemäß eingesetzten Polymer von dem in
siedendem n-Heptan löslichen Anteil nicht weniger als 30 Gew.-% in siedendem Diethylether unlöslich sein müssen.
Wenn dieser unlösliche Anteil weniger als 30 Gew.-% beträgt, können die Oberflächenklebrigkeitseigenschaften
nur schlecht verbessert werden.
Das erfindungsgemäß eingesetzte niedrigkristalline Polypropylen
besitzt einen Schmelzindex (melt-flow rate) von 0,01 bis 50 g/10 min (ASTM D-1238-73, 19O0C, 2160 g).
Wenn der Schmelzindex weniger als 0,01 g/10 min beträgt,
wird die Verarbeitungstemperatur abnormal hoch und bringt Schwierigkeiten im Hinblick auf die hohe Belastung des
Motors in der Verarbeitungsmaschine und im Hinblick auf andere Probleme mit sich. Andererseits läßt bei einem
TER MEER ■ MÜLLER ■ STEIhiMEISTER Ύρνρ Soda ... - 1931
Schnielzindex von mehr als 50 g/10 min die Verarbeitbarkeit
bei der Folienbildung nach und es können die Oberflächenklebrigkeitseigenschaften
nicht verbessert werden. Weiterhin ist die Molekulargewichtsverteilung, die sich durch das Verhältnis von gewichtsmittlerem Molekulargewicht
zu zahlenmittlerem Molekulargewicht ergibt, nicht besonders kritisch, liegt jedoch vorzugsweise im
Hinblick auf die physikalischen Eigenschaften und die Verarbeitbarkeit des Materials im Bereich von 3 bis 20.
Das Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäß eingesetzten
niedrigkristallinen Polypropylens ist ebenfalls nicht besonders kritisch, vorausgesetzt, daß die oben
angesprochenen Bedingungen erfüllt werden. Beispielsweise ist es möglich, das Material durch Vermischen des in
siedendem n-Heptan löslichen Anteils mit dem unlöslichen Anteil herzustellen, wenngleich es aus wirtschaftlichen
Gründen bevorzugt ist, das Material in einem Arbeitsgang in der Polymerisationsstufe zu bilden.
Das herkömmliche Verfahren zur Herstellung des Materials in einem Gang in der Polymerisationsstufe umfaßt
die Homopolymerisation von Propylen oder dessen Copolymerisation mit einem Comonomer in Gegenwart eines Ziegler-
25 Natta-Katalysators aus einer Übergangsmetallverbindung
und einer metallorganischen Verbindung in der Gasphase, in der Masse, in einer Aufschlämmung oder in einer Lösung.
Die Steuerung des in siedendem n-Heptan löslichen Anteils und des in siedendem n-Heptan unlöslichen Anteils oder
des Schmelzindex des Materials erfolgt durch die Auswahl verschiedener Faktoren, wie die Herstellungsmethode, die Art'und die verwendete Menge des Katalysa-
torbestandteils, die zugesetzte Menge eines Elektronendo-
TER MEER · MÜLLER ■ STEINMEISTER : T-OVO Soda ... - 1931
nors, die zugesetzte Menge Wasserstoff, die Polymerisationstemperatur
und der Polymerisationsdruck.
Als industriell bedeutsamstes Verfahren zur Herstellung des Polymers, welches erfindungsgemäß bevorzugt angewandt
wird, ist ein vereinfachtes Verfahren empfehlenswert. Dieses Verfahren ermöglicht es auf die Aschebeseitigung
und die Extraktion zu verzichten, indem ein lösungsmittelfreies Polymerisationsverfahren, d. h. ein
Polymerisationsverfahren in der Gasphase oder in der Masse angewandt wird, bei dem ein hochaktiver Katalysator
eingesetzt wird, der aus einer auf 'einer Magnesiumverbindung als Träger vorliegenden Titanverbindung und einer
organischen Aluminiumverbindung besteht.
Die Tatsache, daß das niedrigkristalline Polypropylen mit Hilfe dieses vereinfachten Verfahrens mit geringen
Kosten hergestellt werden kann und die Tatsache, daß aus
dem als nicht geeignet angesehenen und nicht in wirksamer Weise verwendeten Polymer ein Material mit vielfältigen
Folieneigenschaften erfindungsgemäß gebildet werden kann, sind von wesentlicher Bedeutung.
Erfindungsgemäß werden als Additive oder Zusätze organisehe
Säuren und deren Derivate, Sorbitderivate, verschiedenartige Pigmente und feinteilige anorganische Materialien
eingesetzt, wobei diese Additive allein oder in Kombination aus zwei oder mehr als zwei Materialien
dieser Art verwendet werden können. 30
Konkrete Beispiele für die organischen Säuren sind Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Suberinsäure,
Sebacinsäure, Salicylsäure, Thioglykolsäure, Benzoesäure, p-Isopropylbenzoesäure, p-tert.-Buty!benzoesäure,
Diphenylessigsäure, Monophenylessigsäurc, Phenyldimethyl-
TER MEER · MÖLLER · STEINMKISTER , ToyoSoda - 1931
essigsäure und dergleichen. Beispiele für Derivate organischer Säuren sind Natriumbenzoat, Aluminiumbenzoat,
Aluminium-p-tert.-butylbenzoat, Calciumadipat, Aminsalze
der Benzoesäure oder der ß-Phenylessigsäure, Natriumglutaminat
und dergleichen. Als Sorbitderivate kann man Dibenzylidensorbit nennen, während als Pigmente anorganische
Pigmente und organische Phthalocyanin- und Chinacridon-Pigmente
eingesetzt werden können, wie Titandioxid in der Rutil-Form, Cadmiumrot, Kanalruß, Eisenoxid, Cyaninblau,
Cyaningrün, Polyazogelb etc.
Als feinteilige anorganische Materialien kann man Talkum,
Hydrotarsit und dergleichen einsetzen. Als Kombinationen aus einer organischen Säure oder einem Salz einer organischen
Säure und anderen Verbindungen kann man Kombinationen aus Phthalsäure und aus Phthalsäureanhydrid mit
Calcium- und/oder Bariumstearat verwenden.
Die erfindungsgemäß eingesetzte Additivmenge beträgt
0,01 bis 2 Gew.-Teile, vorzugsweise 0,02 bis 1 Gew.-Teil pro 100 Gew.-Teile des niedrigkristallinen Polypropylens.
Wenn der Additivanteil weniger als 0,01 Gew.-Teile beträgt, kann das Aufrechterhalten der Transparenz und
die Verbesserung der Oberflächenklebrigkeitseigenschaft
nicht erreicht werden, während andererseits die Verwendung einer Additivmenge von mehr als 2 Gew.-Teilen aus
praktischen Gründen nicht bevorzugt ist, und zwar mehr im Hinblick auf die durch das Additiv verursachte Färbung
als die Tatsache, daß sich keine weitere Steigerung des Effekts mehr erreichen läßt.
Zum Vermischen des Additivs mit dem niedrigkristallinen Polypropylen können verschiedene übliche Verfahren angewendet
werden. Beispielsweise kann man sie in trockenem Zustand mit Hilfe eines Blenders oder Mischers vermi-
TER MEER · MÜLLER . STEINMEISf ER
-Toyo Soda
. - 1931
10 15
sehen oder man kann die Materialien mit Hilfe von Strangpressen
durch Schmelzen und Vermischen zu Pellets verformen. Die Bildung der erfindungsgemäßen Folien aus dem
nicht-klebenden niedrigkristallinen Polymer kann dadurch erreicht werden, daß man das Material bei einer Temperatur
im Bereich von 180 bis 2800C schmilzt und langsam unter
Bildung einer Folie abkühlen läßt. Als ganz allgemein in technischem Umfang angewandte Folienbildungsverfahren
kann man beispielsweise das Luftkühlungs-Blasverfahren, bei dem ein Luftkühlungssystem angewandt wird, das Druckveformungsverfahren,
bei dem das unter Druck und Hitze geschmolzene Polymer mit Hilfe einer Kühlpresse unter
steigendem Druck langsam abgekühlt wird, und dergleichen erwähnen. Bei diesen Methoden wird das Material unter solchen Bedingungen
verarbeitet, daß der kristalline Anteil des Polymers eine monokline Kristallstruktur annimmt.
20 25
Erfindungsgemäß werden durch die Zugabe des Additivs zu
dem niedrigkristallinen Polypropylen und durch dessen Verarbeitung mit langsamem Kühlen, so daß sein kristalliner
Anteil eine monokline Kristallstruktur annimmt, die Transparenz und die Oberflächenklebrigkeitseigenschaften
der Folie im Vergleich zu einer ohne das Additiv erhaltenen Folie verbessert.
Es ist gut bekannt, daß durch den Zusatz der erfindungsgemäß verwendeten Additive zu hochkristallinen Polypropylenprodukten,
die durch Spritzverformen und dergleichen gebildet worden sind, die Transparenz und die mechanische
Festigkeit verbessert werden können. Bei einer Verarbeitung zu einer Folie kann jedoch die Transparenz
selbst bei Verwendung dieser Additive nicht verbessert werden, so daß der Einsatz dieser Materialien
bislang als nicht geeignet angesehen worden ist.
35
TER MEER -MÜLLER · STEINMEISTER Toyo Soda ... - 1931
Wenn jedoch im Gegensatz dazu erfindungsgemäß diese Additive zu niedrigkristallinem Polypropylen zugesetzt
werden und dieses zu einer Folie, deren kristalliner Anteil eine monokline Kristallstruktur aufweist, verformt
wird, ergibt sich eine überraschende Verbesserung der optischen Eigenschaften, die aus den an hochkristallinem
Polypropylen gewonnenen Erkenntnissen nicht vorhergesehen werden konnten, wobei sich darüber hinaus erfindungsgemäß
die Oberflächenklebrigkeitseigenschaften ebenfalls verbessern lassen.
Der Grund dafür, daß die erfindungsgemäßen Folien mit
monokliner Kristallstruktur, die aus dem das Additiv enthaltenden niedrigkristallinen Polypropylen gebildet
worden sind, ausgezeichnete optische Eigenschaften aufweisen, ist nicht geklärt; es wird jedoch angenommen,
daß dies auf der Tatsache, daß das Additiv leichter in einem niedrigkristallinen Polymer als in einem hochkristallinen
Polypropylen gleichmäßig dispergiert werden kann, auf der Tatsache, daß die Kristallisationsgeschwindigkeit
des Materials entsprechend verlangsamt wird und daher ohne weiteres mit Hilfe des Additivs feine kugelförmige
Kristalle gebildet werden können, und schließlich auf der Tatsache beruht, daß die äußere Trübung der
Folie bemerkenswert gering ist. Der Grund für die Verbesserung der Oberflächenklebrigkeitseigenschaften scheint
darauf zu beruhen, daß der Bereich mit kristalliner Struktur und der Bereich mit amorpher Struktur durch
die Wirkung des Additivs eng miteinander verwoben sind unter Bildung einer Struktur, die sich mit der Zeit nur
wenig verändert, was durch die Tatsache unterstützt wird, daß die monokline Struktur eine stabile Struktur
ist.
Erforderlichenfalls können zu dem erfindungsgemäß einge-
TER MEER · MÜLLER · STEIKMEISTER Toyo Soda ... - 1931
- 11 -
setzten niedrigkristallinen Polypropylen verschiedenartige Hilfsmittel, wie Antioxidantien, Flammschutzmittel,
Gleitmittel, Antiblockingmittel, antistatische Mittel, Ultraviolettlichtabsorber und dergleichen zugesetzt werden,
ohne daß dadurch der Rahmen der Erfindung verlassen wird.
Die Erfindung sei im folgenden näher unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung erläutert. In der Zeichnung
zeigen
Fig. 1 das Röntgenbeugungsdiagramm der gemäß Beispiel 1 erhaltenen Folie,
Fig. 2 das Röntgenbeugungsdiagramm der langsam abgekühlten Folie gemäß Beispiel 17 mit monokliner
Kristallstruktur und
Fig. 3 ein Röntgenbeugungsdiagramm der Folie des Vergleichsbeispiels
3, welche eine smektische
Struktur aufweist.
In der Zeichnung sind auf der Ordinate die Beugungsintensität und auf der Abszisse der Beugungswinkel 2 θ (in
Grad) angegeben.
In den Beispielen wurden die Eigenschaften mit Hilfe
der folgenden Methoden bestimmt:
30 a) Schmelzindex (melt-flow rate)
Diese Eigenschaft wird unter Anwendung der Bedingungen der ASTM-Vorschrift D-1238 gemessen (1900C, 2160 g).
TER MEER -MÜLLER · STEINMOISTER Toyo Soda , , . - 1931
b) Bewertung_der_Oberflächenklebrigkeitseigenschaften
Man beobachtet den Oberflächenzustand der Folie in einer Atmosphäre mit der gewünschten Temperatur stündlich.
Dann werden die Klebrigkeitseigenschaften mit Hilfe des folgenden Bewertungsmaßstabs bewertet:
A: Keine Veränderung
B: Leichtes Blocking
C: Starkes Blocking
D: Oberfläche ist klebrig.
B: Leichtes Blocking
C: Starkes Blocking
D: Oberfläche ist klebrig.
c) Trübung
Die Trübung wird mit Hilfe der ASTM-Vorschrift D-1003 gemessen.
d) Glanz
Der Glanz wird mit Hilfe der ASTM-Vorschrift D-2457 bestimmt.
e) 5_%=Modul
Diese Kenngröße wird unter Anwendung eines Prüflings des Typs Nr. 1 der japanischen Norm JIS K-6301 mit einem
Spannbackenabstand von 40 mm und einer Verformungsgeschwindigkeit von 50 mm/min gemessen.
Man beschickt ein Polymerisationsgefäß aus rostfreiem
Stahl mit einem Innenvolumen von 100 1 mit 0,85 g einer Mischung aus einem Katalysatorbestandteil (a), den man
durch Behandeln von 16,8 g wasserfreiem Magnesiumchlo-
35 rid mit 2,1 g Ethylbenzoat und 2,7 g Titantetrachlorid
TER MEER · MÜLLER · STEINMEISTER Toyo Soda ... - 1931
- 13 -
in einer Kugelmühle mit einem Innenvolumen von 0,8 1 während 20 Stunden unter einer Stickstoffatmosphäre gebildet
hat,und gibt 0,5 g Triethylaluminium als weiteren Katalysatorbestandteil (b) zu, wonach man mit Wasserstoff
zur Steuerung des Molekulargewichts auf einen Druck von 0,147 bar (0,15 kg/cm2) bringt und schließlich
25 kg flüssiges Propylen einführt, um eine Massenpolymerisationsreaktion während einer Stunde bei einer
Polymerisationstemperatur von 700C durchzuführen. 10
Nach Beendigung der Reaktion spült man nichtumgesetztes Propylen aus und erhält 10,5 kg Polypropylen in Form eines
weißen Pulvers.
Dieses Polypropylenprodukt enthält 39 Gew.-% des in siedendem n-Heptan löslichen Anteils, wobei 50 Gew.-% des
in siedendem n-Heptan löslichen Anteils in siedendem Diethylether unlöslich sind. Der Schmelzindex des Polypropylenprodukts
beträgt 3,47 g/10 min, während die Molekulargewichtsverteilung (gewichtsmittleres Molekulargewicht/zahlenmittleres
Molekulargewicht) 11 beträgt.
Zu 100 Gew.-Teilen des mit Hilfe des oben beschriebenen Verfahrens erhaltenen niedrigkristallinen Polypropylens
gibt man 0,15 Gew.-Teile Benzoesäure als Additiv und 0,1 Gew.-Teile 2,6-Di-tert.-butyl-p-cresol und 0,1 Gew.-Teile
Tetrakis/inethylen-3- ( 3 ' , 5 ' -di-tert. -butyl-4 ' -hydroxyphenyl)
-propionat/methan als Stabilisatoren zu und mischt in einem V-Mischer während 10 Minuten durch.
Anschließend mischt und extrudiert man die Mischung mit Hilfe einer Strangpresse unter Bildung von Pellets der
gewünschten Zusammensetzung.
Die in dieser Weise erhaltenen Pellets aus der niedrig-
TER MEER ■ MÜLLER · STEINMEISTER ToyÖ Soda ... - 1931
kristallinen Polypropylenmasse, deren in siedendem n-Heptan löslicher Anteil 39 Gew.-% und deren Schmelzindex
3,47 g/10 min betragen,werden mit Hilfe einer Strangpreßeinrichtung
mit einem Zylinderinnendurchmesser von 40 mm und einem L/D-Verhältnis der Schnecke von 28 geschmolzen
und durch ein Spiralringmundstück extrudiert und mit Hilfe des Luftkühlungs-Blasverformungsverfahrens zu einer
Folie verarbeitet, die eine ausgezeichnete Transparenz und sehr geringe Oberflächenklebrigkeit aufweist.
Der 5 %-Modul dieser Folie beträgt 192,3 N/mm2 (1960 kg/
cm2) in der Maschinenrichtung und 193,3 N/mm2 (1970 kg/ cm2) in Querrichtung dazu, welche Werte gering sind im
Vergleich zu Werten von 445,4 N/mm2 (4540 kg/cm2) in der Maschinenrichtung bzw. 443/4 N/mm2 (4520 kg/cm2) in Querrichtung
dazu eines hochkristallinen handelsüblichen Polypropylens, was bedeutet, daß die erfindungsgemäße Folie
weich ist.
Bei den Verformungsbedingungen mit Hilfe des Luftkühlungs-Blasverformungsverfahrens,
bei dem die Temperatur des ringförmigen Mundstücks 22O0C beträgt, ergibt sich
eine Ziehgeschwindigkeit von 10 m/min und ein Blasverhältnis von 1,5, wobei man die Folie in Form eines
Schlauchs mit guter Stabilität erhält, was zu einem guten, praxisgeeigneten Produkt führt, da die Bildung von
Runzeln und Dickenungleichmäßigkeiten nicht erfolgt.
Beispiele 2 und 3 30 und Vergleichsbeispiele 1 und 2
Man wiederholt die Maßnahmen des Beispiels 1, mit dem Unterschied,
daß man das Additiv in den in der Tabelle I angegebenen Mengen einsetzt.
35
35
333Ί749"
TER MEER · MÜLLER · STEINMEISTER ToyO Soda
1931
- 15 -
Vergleichsbeispiel 3
Man schmilzt das in Beispiel 1 erhaltene niedrigkristalline Polypropylen (das nicht mit dem Additiv versetzt
worden ist) und extrudiert es aus einem Spiral-Ringmundstück mit Hilfe einer Strangpreßeinrichtung mit einem
Zylinderinnendurchmesser von 65 mm und einem L/D-Verhältnis der Schnecke von 28 zu einer Folie mit einer
Dicke von 40 \im, welche eine gute Transparenz aufweist,
jedoch wegen des Wasserkühlungs-Blasverformungsverfahrens
Blocking zeigt.
Weiterhin läßt die Transparenz dieses Materials mit der Zeit nach, da der klebrige Bestandteil an der Oberfläehe
der Folie ausblüht.
Beispiele 4 bis 13
Man bildet Folien nach der Verfahrensweise des Beispiels
1, mit dem Unterschied, daß man die in der nachfolgenden Tabelle II angegebenen Additive in den dort angegebenen
Mengen einsetzt.
Die Ergebnisse der Untersuchung der optischen Eigenschäften
und der Oberflächenklebrigkeit in einer Atmosphäre mit einer Temperatur von 250C bzw. 500C innerhalb
eines Monats nach der Verarbeitung zu Folien sind für die Beispiele 1 bis 3 und die Vergleichsbeispiele
1 und 2 ebenso wie die aus der Röntgenbeugung der Folien ermittelten Kristallstrukturen in der Tabelle I angegeben,
während die entsprechenden Ergebnisse der Beispiele 4 bis 14 in der Tabelle II zusammengestellt sind.
Es ist ersichtlich, daß die erfindungsgemäßen Folien den
Foien der Vergleichsbeispiele im Hinblick auf die Trans-
TER MEER . MÜLLER . STEINMEISTEFi : Toyö Soda ... - 1931
parenz und die Oberflächenklebrigkeitseigenschaften erheblich
überlegen sind.
| Nr. des Beispiels | Additiv | Art | Verwendete | Optische | Eigen- | Oberflächenklebrigkeitseigenschaften | 25°C/50° Nach 1 |
C) Nach 1 |
Nach 1 | Kristallstruktur |
| bzw. des Ver gleichsbeispiel S |
(Gew.-Teile) | schafi Trübung |
;en Glanz |
( Unmittelb. |
Tag | Woche | Monat | |||
| Benzoe | 0,15 | (%) | nach der Herstellung |
A/A | A/A | A/A | ||||
| Beispiel 1 | säure | 4,1 | 117 | A/A | nionoklin | |||||
| Benzoe | 0,05 | A/A | A/A | A/B | ||||||
| Beispiel 2 | säure | 8,0 | 102 | A/A | monoklin | |||||
| Benzoe | 0,50 | A/A | A/A | A/A | ||||||
| Beispiel 3 | säure | 11,2 | 82 | A/A | ironoklin | |||||
| _ | — | A/B | A/C | A/D | ||||||
| Vergleichs | 37,3 | 31 | A/A | monoklin | ||||||
| beispiel 1 | Benzoe | 0,005 | A/B | A/C | A/D | |||||
| Vergleichs | säure | 35,5 | 35 | A/A | monoklin | |||||
| beispiel 2 | - | - | B/D | D/D | D/D | |||||
| Vergleichs | 3,0 | 130 | B/B | smektisch | ||||||
| beispiel 3 |
| Nr. des Bei spiels bzw. Vergleichs beispiels |
Additiv Art |
Verwende te Menge (Gew.- "Teile) |
Optische scha Trübung (%) |
Eigen- ften Glanz |
Oberflächen] Unmittelb. nach der Herstellung |
debrig (25°C/ Nach 1 Tag |
keitseig 500C) Nach 1 Woche |
snschaften Nach 1 Monat |
Kristall struktur |
| Beispiel 4 | Glutarsäure | 0,15 | 4,8 | 115 | A/A | A/A | A/A | A/A | iionoklin |
| Beispiel 5 | Adipinsäure | 0,15 | 3,5 | 121 | A/A | A/A | A/A | A/A | monoklin |
| Beispiel 6 | Diphenylessigsäure | 0,15 | 6,7 | 110 | A/A | A/A | A/A | A/A | monoklin |
| Beispiel 7 | p-tert.-Butylbenzoesäure | 0,15 | 15,0 | 75 | A/A | A/A | A/B | A/B | monoklin |
| Beispiel 8 | Natrium-L-glutaminat | 0,15 | 3,0 | 130 | A/A | A/A | A/A | A/A | monoklin |
| Beispiel 9 | Alundniunibenzoat | 0,15 | 4,5 | 113 | A/A | A/A | A/A | A/A | monoklin |
| Beispiel 10 | Dibenzylidensorbit | 0,15 | 18,0 | 70 | A/A | VA | A/B | A/B | monoklin |
| Beispiel 11 | Dibenzylidensorbit Hydrotalsit |
0,15 0,10 |
3,0 | 129 | A/A | A/A | A/A | A/A | monoklin |
| Beispiel 12 | Cyaninblau | 0,10 | 6,5 | 111 | A/A | A/A | A/A | A/A | monoklin |
| Beispiel 13 | Talkum | 0,20 | 15,3 | 74 | A/A | A/A | A/A | A/B | monoklin |
TER MEER · MÜLLER - STEINMEISTER Toyo Soda ... - 1931
- 19 -
Man wiederholt die Maßnahmen des Beispiels 1, verwendet
jedoch 0,45 g des Katalysatorbestandteils (a) und 4,7 g
Triisobutylaluminium als Katalysatorbestandteil (b), wendet einen Wasserstoff druck von 0,049 bar (0,05 kg/cm2) an
und ersetzt das Additiv durch 0,3 Gew.-Teile Aluminiumbenzoat, wobei man mit Hilfe des Luftkühlungs-Blasverformungsverfahrens
eine Folie aus der niedrigkristallinen Polypropylenmasse bildet, die 56 Gew.-% des in siedendem
n-Heptan löslichen Anteils enthält, wovon 40 Gew.-% in siedendem Diethylether unlöslich sind, und welche einen
Schmelzindex von 4 g/10 min aufweist.
Diese Folie besitzt eine Trübung von 2,4 %, einen Glanz von 145 % und zeigt auch nach einer einmonatigen Lagerung
in einer Atmosphäre von 400C keine Oberflächenklebrigkeit
und besitzt eine ausreichende Weichheit, da sie einen Modul von 68,7 N/mm2 (700 kg/cm2) in der Maschinenrichtung
und von 69,2 N/mm2 (705 kg/cm2) in der Querrichtung dazu aufweist.
Wenn das Additiv nicht verwendet wird, besitzt die Folie eine Trübung von 28 %, einen Glanz von 40 % und ist undurchsichtig
und zeigt nach einer Lagerungsdauer von 3 Wochen bei einer Temperatur von 400C eine Oberflächenklebrigkeit.
Beispiel 15 30 und Vergleichsbeispiel 4
Man wiederholt die Maßnahmen des Beispiels 1, mit dem
Unterschied, daß man als Katalysatorbestandteil (a) 0,95 g eines auf Magnesiumchlorid als Träger vorliegenden
Titankatalysators verwendet, den man durch Behandeln
TERMEER-MULLEFi-STEINMClSTEiR TOVO Soda ... - 1931
von 20 g wasserfreiem Magnesiumchlorid mit 5,5 ml Isobutylvinylether
und 3 ml Siliciumtetrachlorid während 42 Stunden in einer Kugelmühle mit einem Innenvolumen
von 0,8 1 in einer Stickstoffatmosphäre, durch Waschen
mit η-Hexan und weiterem Umsetzen in 150 ml Titantetrachlorid während 2 Stunden bei 800C und Filtrieren erhält,
daß man als Katalysatorbestandteil (b) 0,5 g Triethylaluminium einsetzt und einen Wasserstoffdruck von 0,196 bar
(0,20 kg/cm2) anwendet. In dieser Weise erhält man unter Anwendung eines Luftkühlungs-Blasverformungsverfahrens
eine Folie aus einem niedrigkristallinen Polypropylen mit einem Schmelzindex von 3,5 g/10 min, dessen in siedendem
n-Heptan löslicher Anteil 25 Gew.-% beträgt, wovon 65 Gew.-% in siedendem Diethylether unlöslich sind.
Die optischen Eigenschaften und die Änderung der Oberflächenklebrigkeitseigenschaften
in einer Atmosphäre mit einer Temperatur von 700C in Abhängigkeit von der
Zeit sind in der nachfolgenden Tabelle III angegeben zusammen mit den entsprechenden Werten eines Vergleichsbeispiels, welches ohne die Anwendung des Additivs
durchgeführt worden ist.
TABELLE III
Nr. des Beispiels bzw. Vergleichsbeispiels
Additiv
Vergleichsbeispiel 4
Art
Benzoesäure
Verwendete Menge (Gew.-Teile)
0,15
Optische Eigenschaften
Trübung
6,4
36,4
Oberflächenklebrigkeitseigenschaften
(700C)
(700C)
Unmittelbar
nach der
Herstellung
nach der
Herstellung
Nach
Tag
Tag
Nach 1
Woche
Woche
Nach 1
Monat
Monat
Kristallstruktur
monoklin
monoklin
3 ΕΠ Z
TER MEER · MÖLLER · STEINMEISTER : 'C1 OVO Soda ... - 1931
Beispiel 16
Man wiederholt das Beispiel 15 mit dem Unterschied, daß
man bei einem Wasserstoffdruck von 0,147 bar (0,15 kg/cm2)
arbeitet und nach und nach Ethylen in die Polymerisationsmischung einführt. In dieser Weise erhält man durch statistische
Copolymerisation des Propylens mit Ethylen 9,5 kg eines weißen Pulvers mit einem Ethylengehalt von 4,5 Gew.-%
und einem in siedendem n-Heptan löslichen Anteil von 50 Gew.-%, wovon 60 Gew.-% in siedendem Diethylether unlöslich sind.
Der Schmelzindex des Materials beträgt 2,5 g/10 min.
Nach der Verfahrensweise von Beispiel 1, jedoch unter Verwendung
von 0,005 Gew.-Teile Adipinsäure als Additiv verformt man das Material zu Pellets, die dann mit Hilfe des
Luftkühlungs-Blasverformungsverfahrens zu einer Folie verarbeitet werden.
Die Untersuchung dieser Folie zeigt, daß sie eine Trübung von 6,8 % aufweist, selbst nach einem Monat-in einer Atmosphäre
mit einer Temperatur von 600C keine Oberflächenklebrigkeit
besitzt und bei der Röntgenbeugung eine monokline Kristallstruktur aufweist.
Anschließend wird in gleicher Weise eine Folie ohne die Anwendung der Adipinsäure hergestellt. Diese Folie zeigt
jedoch nach Ablauf von 2wei Wochen in einer Atmosphäre mit einer Temperatur von 600C eine Oberflächenklebrigkeit
zusätzlich zu der Tatsache, daß sie undurchsichtig
30 ist, da die Trübung 35 % beträgt.
Beispiel 17
Die Pellets von Beispiel 1 werden mit Hilfe einer Heizpresse mit einem Abstand von 100 um während 5 Minuten ge-
TER MEER ■ MÜLLER · STEIh1MHIS-TER
Toyo Soda
. - 1931
- 23 -
schmolzen, wonach man das Material mit Hilfe der nachfolgenden vier Methoden unter Bildung von Folien mit einer
Dicke von 100 μΐη abkühlen läßt:
(1) Man schaltet die Heizeinrichtung der Heizpresse ab, um die Folie langsam abzukühlen.
10
(2) Man kühlt die Folie langsam bei einem Druck von 98,1 bar (100 kg/cm2) während 10 Minuten, indem man
die Temperatur der Heizpresse auf 5O0C einstellt.
15 20 25
(3) Man schreckt die Folie bei einem Druck von 98,1 bar (100 kg/cm2) während 10 Minuten in einer auf 00C eingestellten
Kühlpresse ab.
(4) Die Folie wird zum Zwecke des Abschreckens in Wasser
eingebracht.
Diese Folien beläßt man während einer Stunde in einem Ofen, der jeweils mit 1O°C-Intervallen von 500C auf
1600C erwärmt wird, um die Temperatur festzustellen, bei
der die Oberflächenklebrigkeitseigenschaften auftreten.
Die hierbei erhaltenen Ergebnisse der nach den obigen Verfahrensweisen hergestellten Folien sind die folgenden:
(1) Keine Oberflächenklebrigkeit (Schmelzen des Materials bei 16O0C), (2) 1500C, (3) 700C und (4) 70°C.
Bei der Untersuchung dieser Folien durch Röntgenbeugung läßt sich erkennen, daß im Fall der nach den Verfahren
(1) und (2) hergestellten Folien der kristalline Anteil monoklin ist, während er im Fall der nach den Verfahren
(3) und (4)hergestellten Folien smektisch ist. Es ist
erkennbar, daß im Fall eines Materials mit monokliner Kristallstruktur eine höhere Temperatur erforderlich ist,
um die Oberflächenklebrigkeitseigenschaften zu erzeugen
als im Fall der Materialien mit smektischer Struktur.
Leerseite
Claims (1)
- Weiche Folie aus PolypropylenPriorität: 06. September 1982, Japan, Nr. P 57-154047Patentansprüche(i.) Transparente, nicht-klebende, weiche Folie aus Polypropylen, welches pro 100 Gew.-Teile 0,01 bis 2 Gew.-Teile eines Additivs aus der organische Säuren, deren Derivate, Sorbitderivate, Pigmente und feinteilige Pulver aus anorganischen Materialien umfassenden Gruppe enthält und einen in siedendem n-Heptan löslichen Anteil von 20 bis 60 Gew.-% aufweist und dessen kristalliner Anteil eine monokline Kristallstruktur besitzt.TER MEER > MÜLLER ' STEirvMfelSTER " ToVO Soda ... - 1931— 0 —2. Folic) nach Anspruch 1, el a durch g e -k e η η ζ ο i c h η e t , daß der in siedendem Diethylether unlösliche Anteil nicht weniger als 30 Gew.-% des in siedendem n-Heptan löslichen Anteils beträgt. 53. Folie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Polypropylen einen Schmelzindex von 0,01 bis 50 g/1.0 min, gemessen nach der ASTM-Vorschrift D-1238-73 (1900C, 2160 g) besitzt.^^^f4.) Verfahren zur Herstellung der weichen Folie nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß man das Polypropylen mit Hilfe eines vereinfachten, lösungsmittelfreien Polymerisationsverfahrens unter Verwendung eines hochaktiven Katalysators aus einer auf einer Magnesiumverbindung als Träger vorliegenden Titanverbindung und einer organischen Aluminiumverbindung herstellt.20 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß man das Polypropylen unter Schmelzen bei einer Temperatur im Bereich von 180 bis 280°C zu einer Folie verformt und anschließend langsam abkühlt, so daß der kristalline Anteil mit ei-ner monoklinen Kristallstruktur anfällt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP57154047A JPS5943044A (ja) | 1982-09-06 | 1982-09-06 | 軟質系プロピレン系重合体フイルム |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3331749A1 true DE3331749A1 (de) | 1984-03-08 |
Family
ID=15575751
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833331749 Ceased DE3331749A1 (de) | 1982-09-06 | 1983-09-02 | Weiche folie aus polypropylen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS5943044A (de) |
| DE (1) | DE3331749A1 (de) |
| FR (1) | FR2532652B1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3610644A1 (de) * | 1985-04-01 | 1986-10-02 | Shanghai Institute of Organic Chemistry Academia Sinica, Shanghai | Ss-kristallines isotaktisches polypropylen, verfahren zu seiner herstellung und daraus hergestellte koerper |
Families Citing this family (12)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| LU85576A1 (fr) * | 1984-10-08 | 1986-06-11 | Montefina Sa | Materiaux rigides en polypropylene expanse et procede pour leur preparation |
| LU85577A1 (fr) * | 1984-10-08 | 1986-06-11 | Montefina Sa | Films en polypropylene expanse et procede pour les preparer |
| US4731400A (en) * | 1984-12-18 | 1988-03-15 | Mitsui Petrochemical Industries, Ltd. | Thermoplastic resin composition |
| NL8601411A (nl) * | 1986-06-02 | 1988-01-04 | Stamicarbon | Werkwijze voor het tegengaan van plakken van kunststoffolies. |
| NL8601412A (nl) * | 1986-06-02 | 1988-01-04 | Stamicarbon | Folie met lasbare laag. |
| JPH0781045B2 (ja) * | 1986-11-14 | 1995-08-30 | 三菱化学株式会社 | プロピレン重合体組成物 |
| JP2642934B2 (ja) * | 1987-07-31 | 1997-08-20 | 協和化学工業 株式会社 | 合成樹脂フイルム用ブロツキング防止剤及び組成物 |
| FR2627466B1 (fr) * | 1988-02-18 | 1991-02-22 | Gervais Danone Sa | Dispositif d'emballage, notamment pour produit laitier frais comme un fromage du type " suisse ", ou analogue |
| JPH07119290B2 (ja) * | 1989-11-28 | 1995-12-20 | 出光石油化学株式会社 | 軟質ポリプロピレンフィルム及びその製造方法 |
| JP2818790B2 (ja) * | 1989-11-28 | 1998-10-30 | 出光石油化学株式会社 | 軟質ポリプロピレン系複合材料 |
| DK0658577T3 (da) * | 1993-12-16 | 1997-10-27 | Montell North America Inc | Propylen-homopolymerharpikser med et højt stereoblokindhold. |
| JP5341770B2 (ja) * | 2006-12-15 | 2013-11-13 | フイナ・テクノロジー・インコーポレーテツド | ポリプロピレンインフレーションフィルム |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1328573A (fr) * | 1962-05-21 | 1963-05-31 | Union Carbide Corp | Pellicule de polypropylène à orientation biaxiale |
| FR1399795A (fr) * | 1963-04-29 | 1965-05-21 | Hercules Powder Co Ltd | Procédé pour la production de pellicule de polypropylène |
| US3540979A (en) * | 1966-07-11 | 1970-11-17 | Phillips Petroleum Co | Laminates of similarly constituted films of different crystal structure |
| US4252851A (en) * | 1974-03-29 | 1981-02-24 | Imperial Chemical Industries Limited | Multiple-layer films |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS6043859B2 (ja) * | 1977-12-01 | 1985-09-30 | 東レ株式会社 | 透明性のすぐれたポリプロピレンフイルム |
-
1982
- 1982-09-06 JP JP57154047A patent/JPS5943044A/ja active Granted
-
1983
- 1983-09-02 DE DE19833331749 patent/DE3331749A1/de not_active Ceased
- 1983-09-05 FR FR8314147A patent/FR2532652B1/fr not_active Expired
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1328573A (fr) * | 1962-05-21 | 1963-05-31 | Union Carbide Corp | Pellicule de polypropylène à orientation biaxiale |
| FR1399795A (fr) * | 1963-04-29 | 1965-05-21 | Hercules Powder Co Ltd | Procédé pour la production de pellicule de polypropylène |
| US3540979A (en) * | 1966-07-11 | 1970-11-17 | Phillips Petroleum Co | Laminates of similarly constituted films of different crystal structure |
| US4252851A (en) * | 1974-03-29 | 1981-02-24 | Imperial Chemical Industries Limited | Multiple-layer films |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3610644A1 (de) * | 1985-04-01 | 1986-10-02 | Shanghai Institute of Organic Chemistry Academia Sinica, Shanghai | Ss-kristallines isotaktisches polypropylen, verfahren zu seiner herstellung und daraus hergestellte koerper |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS5943044A (ja) | 1984-03-09 |
| JPH0231740B2 (de) | 1990-07-16 |
| FR2532652A1 (fr) | 1984-03-09 |
| FR2532652B1 (fr) | 1986-05-02 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69125857T2 (de) | Folie und Laminate aus Propylenpolymer | |
| DE69623885T2 (de) | Blasfolien aus Polypropylen | |
| DE3686317T2 (de) | Verfahren zur herstellung einer poroesen folie. | |
| DE2757863C2 (de) | Statistisches Copolymerisat, im wesentlichen bestehend aus 40 bis 90 Mol-% Propyleneinheiten und 60 bis 10 Mol-% 1-Buteneinheiten, und Verfahren zu dessen Herstellung | |
| DE1694914C3 (de) | Formmasse auf Polypropylenbasis und ihre Verwendung zur Herstellung von Formkörpern | |
| DE3781056T2 (de) | Verfahren zur herstellung von gegenstaenden aus polyaethylen. | |
| DE69014028T2 (de) | Kristalline Polyolefinmischung. | |
| DE60308900T2 (de) | Flachfolie zum thermoformen und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE3033561C2 (de) | ||
| DE3878279T2 (de) | Kontinuierliches verfahren zur herstellung von polypropylen. | |
| DE69027618T2 (de) | Mattiertes verstrecktes Formteil und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE69601105T2 (de) | Polypropylenzusammensetzung mit Schmiermittel zum Kalandern | |
| EP0177961A2 (de) | Polypropylen, kristalline Copolymere von Propylen oder Mischungen von Polypropylen mit anderen Polyolefinen mit hoher Schlagzähigkeit und Spannungsrissbeständigkeit | |
| DE3331749A1 (de) | Weiche folie aus polypropylen | |
| DE2849114C2 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Polypropylen-Formmasse und ihre Verwendung zur Herstellung von Formkörpern | |
| DE3884910T2 (de) | Polypropylen-Zusammensetzung. | |
| DE3246447C2 (de) | ||
| DE2505825C2 (de) | ||
| EP1110976B1 (de) | Teilkristalline Propylenpolymerisat-Zusammensetzungen mit guter Eignung zur Herstellung von biaxial orientierten Folien | |
| DE69813347T3 (de) | Polypropylenblockcopolymere und daraus hergestellte Behälter | |
| DE3430184A1 (de) | Elektrisch leitende harzmasse | |
| DE69601231T2 (de) | Polypropylenfilm | |
| DE69933782T2 (de) | Polyethylenzusammensetzungen mit hoher klarheit | |
| DE2515059A1 (de) | Thermoplastische masse | |
| DE2742910A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines polymerisatgemisches |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: TOSOH CORP., SHINNANYO, YAMAGUCHI, JP |
|
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: TER MEER, N., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. MUELLER, F., |
|
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: C08L 23/10 |
|
| 8131 | Rejection |