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DE3329780A1 - Verfahren zur bekaempfung von reisschaedlingen und zur wachstumsregulierung von reispflanzen - Google Patents

Verfahren zur bekaempfung von reisschaedlingen und zur wachstumsregulierung von reispflanzen

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Publication number
DE3329780A1
DE3329780A1 DE19833329780 DE3329780A DE3329780A1 DE 3329780 A1 DE3329780 A1 DE 3329780A1 DE 19833329780 DE19833329780 DE 19833329780 DE 3329780 A DE3329780 A DE 3329780A DE 3329780 A1 DE3329780 A1 DE 3329780A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rice
active ingredient
combination
formula
connection
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19833329780
Other languages
English (en)
Inventor
Klaus-Detlef Dr. 6092 Kelsterbach Bock
Kurt 6234 Hattersheim Grüninger
Eckhard Dr. Makati Metro Manila Rose
Alfons Dr. 6092 Kelsterbach Sagenmüller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DE19833329780 priority Critical patent/DE3329780A1/de
Priority to PH31117A priority patent/PH22260A/en
Publication of DE3329780A1 publication Critical patent/DE3329780A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N43/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds
    • A01N43/02Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one or more oxygen or sulfur atoms as the only ring hetero atoms
    • A01N43/24Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one or more oxygen or sulfur atoms as the only ring hetero atoms with two or more hetero atoms

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Bekämpfung von Reisschädlingen und zur
  • Wachstumsregulierung von Reispflanzen Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Bekämpfung von Schadinsekten im Reis sowie zur Wachstumsregulierung von Reispflanzen dadurch gekennzeichnet, daß man die Reispflanzen oder die Anbauflächen mit einer wirksamen Menge des Wirkstoffs Endosulfan der Formel I in Kombination mit dem Wirkstoff Amitraz der Formel II, behandelt.
  • Der Wirkstoff Endosulfan der Formel I Lichtem. Name: 6,7,8,9,10,10-Hexachlor-1,5,5a-9a-tetrahydro-6,9-methano-2,4,3-benzo-dioxathiepin-oxid] ist als Insektizid aus H. Martin, Pesticide Manual, 5. Auf. (1977), S. 232, British Crop Protection Council bekannt. Endosulfan wird unter dem Warenzeichen Thiodan (Hoechst AG) vertrieben. Der Wirkstoff kann in Form zweier Stereoisomeren vorliegen, die beide von vorliegender Erfinduna umfaßt werden. Endosulfan wird zur Schädlingsbekämpfung in wichtigen Kul- turen wie Baumwolle, Kakao, Kaffee, Getreide, Raps, Reis, Sojabohne etc eingesetzt.
  • Der Wirkstoff Amitraz der Formel II (chem. Bezeichnung: 1,5-Di-(2,4-dimethylphenyl)-3-methyl-1,3,5-triazaPenta-1,4-dien) besitzt akarizide und insektizide, insbesondere akarizide Eigenschaften (s. H. Martin, Pesticide Manual, 5. Aufl. (1977), S 15) und wird in wichtigen Nutzpflanzenkulturen wie im Obstbau, Gemüsebau, im Wein, in Baumwolle, bei Zierpflanzen, nicht jedoch im Reis zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Er ist unter dem Warenzeichen Mitac bekannt.
  • Die kombinierte Anwendung der Wirkstoffe der Formel I und II in Baumwolle zur Ergänzung der Wirkungsspektren der Einzelkomponenten ist bekannt. Hierbei wird Amitraz in erster Linie zur Bekämpfung der weißen Fliege (Bemisia tabaci) eingesetzt; beim Einsatz der Kombination in Baumwolle werden jedoch keine besonderen Effekte wie synergistische Wirkungssteigerungen beobachtet.
  • Überraschenderweise wurde gefunden, daß bei der kombinierten Anwendung der Verbindunaen der Formeln I und II im Reis eine extrem starke synergistische Wirkung gegen Reisschädlinge auftritt. Die ist umso verwunderlicher, als Amitraz selbst gegen Reisschädlinge eine sehr geringe Wirkung besitzt und daher im Reis auch bisher nicht angewendet wurde. Die erfindungsgemäßen Kombinationen der Verbindungen der Formeln I und II zeigen ausgezeichne-e Wirkungen gegenüber im Reis vorkommenden Schadinsekten wie Hydrellia philippina, Tryporyza sp., Chilo suppressalis, Nilaparvata lugens Nephotettix sp., Chilotraea polychrysa, Sesamia inferens, Nymphula depunctalis, Cnaphalocrosis medinalis. Die Wirksamkeit erstreckt sich auf alle Entwicklungsarten der genannten Schädlinge sowohl von normal sensiblen als auch resistenten Arten.
  • Die Kombination der Wirkstoffe Endosulfan und Amitraz weist ferner eine überraschende pflanzenwachstumsregulierende Wirkung bei Reispflanzen auf. Sie greift in den pflanzeneigenen Stoffwechsel ein und führt hierbei zu überraschenden Ertragssteigerungen. Die Wirkstoff kombination läßt sich daher vorteilhaft zur Steigerung des Reisertrages verwenden.
  • Die Kombination aus Endosulfan und Amitraz läßt sich sowohl in Trocken- als auch in Naßreis einsetzen.
  • Bei beiden erfindungsgemäßen Anwendungen kann das Mischungsverhältnis der Komponenten der Formeln I und II inncrhalb weiter Grenzen variieren. Das Verhältnis der Verbindungen I : II liegt zweckmäßigerweise zwischen 1 : 10 und 10 : 1, insbesondere zwischen 4 : 1 und 1 : 4.
  • Die Wirkstoffkombination kann in die üblichen Formulierungen übergeführt werden, wie Lösunaen, Emulsionen, Suspensionen, Dispersionen, Pulver, Schäume, Pasten, Granulate, Aerosole, Wirkstoff-imprägnierte Natur- und synthetische Stoffe.
  • Feinstverkapselungen in polymeren Stoffen und in Hüllmassen für Saatgut sowie UtV-Ylt- und Warmnebel-Formulierungen.
  • Der Gesamtwirkstoffgehalt der marktfähigen Formulierungen beträgt im allgemeinen etwa 0,1 bis 95 Gew.-°Ó, vorzuasweise 2 bis 80 Gew.-%. Der Rest zu 100 Gew.-% besteht aus üblichen Formulierungshilfsmitteln wie Haft-, Emulgier-, Netz-, Disperyier-, Füll-, Trägerstoffen und Lösungsmitteln.
  • Die erfindungsgemäß anzuwendende Kombination kann als Tankmischung, beidenen die einzeln formulierten Wirkstoffe erst unmittelbar vor der Applikation vermischt werden, oder als Fertigformulierung zur Anwendung gebracht werden.
  • Fertigmischungen, beispielsweise in Form von Spritzpulvern (benetzbare Pulver) emulgierbaren Konzentraten, Dispersionen, Stäubemitteln, Granulaten oder versprühbaren Lösungen enthalten die üblichen Formulierungshilfsstoffe wie Netz-, Emulgier-, Haft-, Dispergiermittel, feste oder flüssige Inertstoffe, Trägerstoffe, Mahlhilfsmittel und Lösungsmittel.
  • Die Formulierungen der Wirkstoffe bzw. der Wirkstoffkombination können in bekannter Weise hergestellt werden, z.B. durch Vermischen oder Vermahlen der Wirkstoffe mi.t Streckmitteln, also flüssigen Lösungsmitteln, unter Druck stehenden verflüssigten Gasen und/oder festen Träverstoffen, gegebenenfalls unter Verwendung von oberflächenaktiven Mitteln, wie z.B. Eimilgiermitteln, Dispergiermitteln und schaumerzeugenden Mitteln. Im Falle der Benutzuncr von Wasser als Streckmittel können z.B. auch organische Lösungsmittel als Hilfslösungsmittel verwendet werden. Als flüssige Lösungsmittel kommen im wesentlichen z. B. in Frage: Aromaten wie Xylol, Toluol oder Alkyinaphthaline' chlorierte Aromaten oder chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffe wie Chlorbenzole, Chlorethylene oder Methylenchlorid, aliphatische Kohlenwasserstoffe wie Cyclohexan oder Paraffine, z.B. Erdölfraktionen, Alkohole wie Butanol oder Glycol sowie deren Ether und Ester, Ketone wie Aceton, Methylethylketon, Methylisobutylketon oder Cyclohexanon, stark polare Lösungsmittel wie Dimethylformamid und Dlmethylsulfoxid, sowie wasser, Mit ver- flüssigten gasförmigen Streckmitteln oder Trägerstoffen sind solche Flüssigkeiten gemeint, welche bei normaler Temperatur und unter Normaldruck gasförmig sind, z.B.
  • Aerosol-Teibgas wie Halogenkohlenwasserstoffe sowie Butan, Propan, Stickstoff und Kohlendioxid; als feste Trägerstoffe kommen z.B. in Frage: natürliche Gesteinsmehle, wie Kaoline, Tonerden, Talkum, Kreide, Quarz, Attapulgit, Montmorillonit oder Diatomeenerde und synthetische Gesteinsmehle, wie hochdisperse Kieselsäure, Aluminiumoxid und Silikate; als feste Trägerstoffe für Granulate kommen z.B. in Frage: gebrochene und fraktionierte natürliche Gesteine wie Calcit, Marmor, Bims, Sepiolith, Dolomit sowie synthetische Granulate aus anorganischen und organischen Mehlen sowie Granulate aus organischem Material wie Sägemehl, Kokosnußschalen, Maiskolben und Tabakstengel; als Emulgier- und schaumerzeugende Mittel kommen z.B. in Frage: nichtionogene und anionische Emulgatoren, wie Polyoxyethylen-Fettsäure-Ester, Polyoxyethylen-Fettalkohol-Ether, Alkylarylpolyglykol-ether, Alkylsulfonate, Alkylsulfate, Arylsulfonate sowie Eiweißhydrolysate.
  • Es können in den Formulierungen Haftmittel, wie z.B.
  • Carboxymethylcellulose, natürliche cund synthetische pulverige, körnige oder latexförmige Polymere verwendet werden, beispielsweise Gummiarabicum, Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat.
  • Außerdem können Farbstoffe, wie z.B. anorganische Pigmente, beispIelsweise Eisenoxid, Titanoxid, Ferrocyanblau und organische Farbstoffe, wie z.B. Alizarinfarbstoffe, Azofarbstoffe und Metallphthalocyaninfarbstoffe' ferner Spurennährstoffe, wie z.B. Salze von Eisen, Mangan, Bor, Kupfer, Koba.lt, Molybdan und Zink verwendet werden.
  • Spritzpulver sind in Wasser gleichmäßig dispergierbare Präparate, die neben dem Wirkstoff außer einem Verdünnunas-, Träger- oder Inertstoff noch Netzmittel, z.B.
  • polyoxyethylierte Aikylphenole, polyoxyethylierte Fettalkohole, Alkyl- oder Alkphenyl-sulfonate, und Dispergiermittel, z.B. ligninsulfonsaures Calcium, 2,2'-d.inaphthylmethQn-6,6'-disulfonsaur2s Natrium, dibutylnaphthalinsulfonsaures Natrium oder auch oleoylmethyltaurinsaures Natrium enthalten.
  • Emulgierbare Konzentrate werden beispielsweise durch Auflösen des Wirkstoffes in einem organischen Lösungsmittel, z.B. Butanol, Cyclohexanon, Dimethylformamid, Xylol oder auch höhersiedenden Aromaten oder Kohlenwasserstoffen unter Zusatz von einem oder mehreren Emulgatoren hergestellt. Als Emulgatoren können beispielsweise verwandt werden: Alkylarylsulfonsaure Calziumsalze wie Ca-dodecylbenzolsulfonat, nichtionische Emulgatoren wie Fettsäurepolyglykolester, Alkylarylpolyglykolether, Fettalkoholpolyglykolether, Propylenoxid-Ethylenoxid-Kondensationsprodukte, Fettalkohol-Propylenoxid-Ethylenoxid-Kondensationsprodukte, Alkylpolyether, Sorbitanfettsäureester, Polyoxyethylen-sorbi tan-fettsäureester, Polyoxethylensorbitester, Alkylaryl-Propylenoxid-Ethylenoxid-Kondensationsprodukte u.a..
  • Stäubemittel erhält man z.B. durch Vermahlen des Wirkstoffes mit fein verteilten, festen Stoffen, z.B. Talkum, natürlichen Tonen, wie Kaolin, Bentonit, Pyrophillit oder Diatomeenerde.
  • Granulate können z.B. entweder durch Verdüsen einer Lösuny des Wirkstoffes auf adsorptionsfähiges, granuliertes Inertmaterial hergestellt werden, oder durch Aufbringen von Wirkstoffkonzentraten mittels glebemitteln, z.B. Polyvinylalkohol, polyacrylsaurem Natrium oder auch Mineralölen auf die Oberfläche von Trägerstoffen, wie Sand, Kaolinite, oder von granuliertem Inertmaterial.
  • Die Wirkstoffe können auch in der für die Herstellung von Düngemittelgranalien üblichen Weise - gewünschtenfalls in Mischung mit Düngemitteln - granuliert werden.
  • Die Konzentrationen der Wirkstoffe in den handelsüblichen Formulierungen können verschieden sein.
  • In Spritzpulvern kann z.B. die Gesamt-Wirkstoffkonzentration im Bereich von etwa 10 bis 80 Gew.-% variieren, wobei der Rest zu 100 Gew.-% aus den oben angegebenen Formulierunqszusätzen besteht. Bei emulgierbaren Konzentraten kann die Wirkstoffkonzentration gleichfalls etwa 10 bis 80 Gew.-% betragen. Staubförmige Formulierunaen enthalten meistens 2 bis 20 Gew.--% an Wirkstoff, versrühbare Lösungen etwa 2 - 20 Gew.-%. Bei Granulaten beträgt der Wirkstoffgehalt im allgemeinen etwa 0,5 bis 30 Gew.-90.
  • Zur Anwendung werden die handelsühlichen Konzentrate gegebenenfalls in üblicher Weise verdünnt, z.B. bei benetzbaren Pulvern und emulgierbaren Konzentraten mittels Wasser. Staubförmiae und granulierte Zubereitungen sowie versprühbare Lösunaen werden vor der Anwendung im allgemeinen nicht mehr mit weiteren inerten Stoffen verdünnt.
  • Die Anwendunaskonzentrationen der Wirkstoffkombination in den Applikationszubereitungen variieren wie üblich mit den äußeren Bedingunqen wie z.B. Anwendungsart, den Klimabedingungen, insbesondere Temperatur und Feuchtigkeit, sowie gegebenenfalls der Kulturpflanzen-Art bzw.
  • Größe. Sie können innerhalb weiter Grenzen schwanken und betragen in den üblichen Anwendungsformen etwa 0,005 bis 20 Cew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 10 Gew.-90 Wirkstoffkombination. Es sind auch höhere Wirkstoffkonzentrationen möglich, wobei aber gegebenenfalls nur geringe technische oder wirtschaftliche Vorteile erwartet werden können.
  • Bei der Anwendung auf landwirtschaftlichen Nutzflächen beträgt die Aufwandmenge der Kombination der Wirkstoffe T und II bei der insektiziden Anwendung etwa 0,2 bis 2 kg/ha, vorzugsweise 0,4 bis 0,8 kg/ha, bei der Anwendung zur Pf lanzenwachstumsregulierung beträgt sie pro Anwendung ebenfalls 0,2 bis 2 kg/ha, vorzugsweise 0,4 bis 0,8 kg/ha, wobei insgesamt 1 - 10, vorzugsweise 3 - 6 Behandlungen durchzuführen sind.
  • Die Wirkstoffkombination Endosulfan + Amitraz kann auch zusammen mit anderen Pflanzenschutzmitteln, wie z.B.
  • Insektiziden, Fungiziden oder Herbiziden ausgebracht und zwar sowohl im Gemisch als auch nacheinander. Auch die kombinierte Ausbringung mit Düngemitteln ist möylich.
  • Folgende Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung.
  • Biologische Beispiele Beispiel 1 Mit der Reiszikade Nilaparvata lugens befallener Wasserreis (Oryza sativa L.) wurde unter natürlichen Freilandbedinguncten mit den Wirkstoffen der Formeln I und II alleine sowie deren Kombination (Tankmix) in den in Tahelle 1, unter Abschnitt 1.1 bis 1.5 angegebenen Dosierungen behandelt.
  • Auf den behandelten Reis flächen sowie den unbehandelten Kontrollparzellen wurde 1 Tag sowie 3 und 7 Tage nach der Behandlung die durchschnittliche Anzahl der Zikaden je Reisbüschel (hill) ermittelt, wobei die Zählungen getrennt nach Larven stadien (LA) und Imaqo (IM) durchgeführt wurden.
  • Zur Ermittlung des Wirkungsgrades wurden die gefundenen Werte wie folgt nach der Formel von Abbott (Ab) verrechnet: (s. W.S. Abbott, J. Econ. Entomol. Bd. 18 (1925) S. 265 -267) Unbehandelt - Behandelt % Wirkung Ab = - . . x 100 Unbehandelt 1.1. Mischungsverhältnis 1 : 1 Wirkstoff Wirkstoffmenge insektizide Wirkung Ab (%) nach: (g a.i. pro ha) 1 Tag 3 Tagen 7 Tagen IM TA. IM TA IM IA Verbindung I 300 0 3 0 0 0 0 Verbindung II 300 0 0 0 8 0 7 Verbindung I + 300 78 93 81 90 69 80 Verbindung II 300 1.2. Mischungsverhältnis 1 : 2 Wirkstoff Wirkstoffmenge insektizide Wirkung Ab (2) nach: (g a.i. pro ha) 1 Tag 3 Tagen 7 Tagen IM LA IM LA IM LA Verbindung I 200 0 0 0 0 0 0 Verbindung II 400 0 0 11 15 4 7 Verbindung I + 200 63 74 72 98 65 71 Verbindung II 400 1.3. Mischungsverhältnis 2 : 1 Wirkstoff Wirkstoffmenge insektizide Wirkung Ab (%) nach: (g a.i. pro ha) 1 Tag 3 Tagen 7 Tagen IM LA IM TA IM TA Verbindung I 400 10 17 3 8 0 0 Verbindung II 200 0 0 0 0 0 0 Verbindung I + 400 Verbindung II 200 1.4. Mischungsverhältnis 1 : 4 Wirkstoff Wirkstoffmenge insektizide Wirkung Ab (%) nach: (g a.i. pro ha) 1 Tag- 3 Tagen 7 Tagen IM LA IM LA IM LA Verbindung I 100 0 0 0 0 0 0 Verbindung II 400 0 0 11 15 4 7 Verbindung I + 100 Verbindung II 400 47 54 65 68 50 59 1.5. Mischunqsverhältnis 4 :1 Wirkstoff Wirkstoffmenge insektizide Wirkung Ab (%) nach: (g a.i. pro ha) 1 Tag 3 Tagen 7 Tagen IM LA IM LA IM LA Verbindung I 400 10 17 3 .8 0 0 Verbindung II 100 0 0 0 0 0 0 Verbindung I + 400 Verbindung II 100 a.i. = active ingredient IM = Inago LA = Larvenstadium Beispiel 2 Mit der Reiszikade Nilaparvata lumens befallener Wasserreis (Oryza sativa L.) wurde unter natürlichen Freilandbedingungen mit den Wirkstoffen I und II alleine sowie deren Kombination in den in Abschnitt 2.1 bis 2.5 angegebenen Dosierungen behandelt.
  • 1) Der durch Nilaparvata lugens-Befall hervorgerufene Schaden wurde 3 Wochen nach der Behandlung bewertet. Auf den behandelten Parzellen wurde der prozentuale Anteil der abgestorbenen ("verbrannten") Reispflanzen ermittelt.
  • 2. 1. Mischungsverhältnis 1 : 1 Wirkstoff Wirkstoffmenge Schädigung (%) (g a.i. pro ha) Verbindung I 300 18 Verbindung II 300 23 Verbindung I + 300 0 Verbindung II 300 2.2. Mischungsverhältnis 1 : 2 Wirkstoff Wirkstoffmenge Schädigung (%) (g a.i. pro ha) Verbindung I 200 24 Verbindung II 400 15 Verbindung I + 200 0 Verbindung II 400 1) Der durch Nilaparvata lumens hervorgerufene Schaden wird als "Hopperburn" bezeichnet, da die Reispflanzen "verbrennen" d.h. absterben.
  • 2. 3. Mischungsverhältnis 2 : 1 Wirkstoff Wirkstoffmenge Schädigung (%) (g a.i. pro ha) Verbindung I 400 17 Verbindung II 200 26 Verbindung I + 400 0 Verbindung II 200 2. 4. Mischungsverhältnis 1 : 4 Wirkstoff Wirkstoffmenge Schädigung (%) (g a.i. pro ha) Verbindung I 100 25 Verbindung II 400 15 Verbindung I + 1 00 Verbindung II 400 0 2.5. Mischungsverhältnis 4 : 1 Wirkstoff Wirkstoffmenge Schädigung (%) (g a.i. pro ha) Verbindung I 400 17 Verbindung II 100 28 Verbindung I + 400 0 Verbindung II 100 Beispiel 3 Parzellen mit gepflanztem Wasserreis (Oryza sativa L.) wurden mit den Wirkstoffen der Formeln I und II sowie deren Kombination in den in Abschnitt 3.1 bis 3.5 angegebenen Dosierungen behandelt. Bei jeweils 3 Versuchen pro eingesetzten Mischungsverhältnis wurden je Versuch sechs aufeinanderfolgende Behandlungen nach 7, 15, 30, 45, 60 und 75 Tage nach dem Verpflanzen des Reise.s durchgeführt.
  • Später wurde der Ernteertrag bewertet. Die Versuche wurden an Reispflanzen vorgenommen, die weitgehend frei von Schädlingen waren oder nur einen geringfügigen Schädlingsbefall aufwiesen.
  • Die in den unbehandelten Kontrollparzellen erhaltenen Werte wurden gleich 100 aesetzt. Die Werte aus den behandelten Parzellen wurden in Relation zur Kontrolle bestimmt.
  • 3.1. Mischunasverhältnis 1 : 1 Wirkstoff Dosis Ernteerträge relativ (Unbebandelt (g a.i. pro ha) = 100) Versuch 1 Versuch 2 Versuch 3 Verbindung I 300 100 100 102 Verbindung II 300 101 102 103 Verbindung 1 + 300 Verbindung II 300 114 110 116 3.2. Mischungsverhältnis 1 : 2 Wirkstoff Dosis Ernteerträge relativ (Unbehandelt = (g a.i. pro ha) 100) Versuch 1 Versuch 2 Versuch 3 Verbindung I 200 100 100 100 Verbindung II 400 102 100 103 Verbindung I + 200 Verbindung II 400 113 108 117 3.3. Mischungsverhältnis 2 : 1 Wirkstoff Dosis Ernteerträge relativ (Unbehandelt = 100) (g a.i. pro ha) Versuch 1 Versuch 2 Versuche 3 Verbindung I 400 102 100 104 Verbindung II 200 100 100 102 Verbindung 1 + 400 Verbindung II 200 115 108 118 3.4. Mischungsverhältnis 1 : 4 Wirkstoff Dosis Erilteerträge relativ (Unbehandelt = 100) (g a.i. pro ha) Versuch 1 Versuch 2 Versuch 3 Verbindung I 100 100 99 100 Verbindung II 400 102 100 103 Verbindung I + 100 110 107 114 Verbindung II 400 110 107 3.5. Mischungsverhältnis 4 : 1 Wirkstoff Dosis Enlteerträge relativ (Unbehandelt = 100) (g a.i. pro ha) Versuch 1 Versuch 2 Versuch 3 Verbindung I 400 102 100 104 Verbindung II 100 100 100 100 Verbindung 1 + 400 Verbindung II 100 112 108 115

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Bekämpfung von Schadinsekten im Reis sowie zur Wachstumsregulierung von Reispflanzen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Resipflanzen oder die Anbauflachen mit einer wirksamen Menge des Wirkstoffs Endosulfan der Formel I in Koml-ination mit dem Wirkstoff Amitraz der Formel (II) behandelt.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Wirkstoffe I und II im Gewichtsverhältnis von 1 : 10 bis 10 : 1 anwendet.
  3. 3. Verfahren qemäß Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Wirkstoffe 1 und II im Verhältnis 1 : 4 bis 4 : 1 anwendet.
  4. 4. Verfahren yemäß Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kombination der Wirkstoffe 1 und II im Falle der Insektizidbekämpfung in einer Aufwandmenge zwischen 0,2 und 2 kg pro ha appliziert.
  5. 5. Verfahren gemäß Ansprüchen 1 bis 3, dadurch yekennzeichnet, daß man die Kombination der Wirkstoffe 1 und II im Falle der Wachstumsregulierung pro Anwendung in einer Aufwandmenge zwischen 0,2 und 2 kg/ha bei insgesamt 1 bis 10 Behandlungen appliziert.
  6. 6. Verwendung von Endosulfan der Formel I von Anspruch 1 in Kombination mit Amitraz der Formel II von Anspruch 1 zur Bekämpfuna von Schadinsekten im Reis.
  7. 7. Verwendung von Endosulfan der Formel I von Anspruch 1 in Kombination mit Amitraz der Formel II von Anspruch 1 zur Ertragssteigeruncr im Reisanbau.
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