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Fenster mit Sicherheitsverglasung
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Die Erfindung betrifft ein Fenster mit Sicherheitsverglasung gemäß
Oberbegriff des Hauptanspruches.
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Fenster der genannten Art sind allgemein bekannt, wobei die Verriegelungselemente
in den Seitenflankenbereichen der scharnierfernen Vertikalholme des Fensterflügels
und der zugehörigen Zarge angeordnet sind.
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Neben einfachen Schwenkriegeln sind auch Fenster bekannt, bei denen
in der Regel zwei röllchenartige, auf- und abbewegbare Riegelelemente am Fensterflügel
angeordnet sind, die in entsprechende Beschlagelemente am Zargenholm eingreifen.
Diese röllchenförmigen Riegel haben eine Höhe von etwa 3 bis 5 mm und bei den Beschlagelementen
handelt es sich in der Regel um entsprechend relativ kurze Einzelwinkelstücke, die
in das Holz des Zargenrahmens eingelassen und mit diesem verschraubt sind.
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Wegen der beengten Platzverhältnisse in den Flankenbereichen der Vertikalholme
haben die Einzelwinkelstücke nur relativ schwache Verrastungsnasen, die leicht bei
Gewaltanwendung abbrechen, wenn nicht vorher schon die Verrastungsröllchen abgebrochen
sein sollten.
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Diese Art der Verriegelung genügt zwar den Fensterverschlußerfordernisaen,
aber nicht den Sicherheitserfordernissen, bspw. gegen Einbruch, da derartige Fensterverriegelungen
ohne weiteres mit entsprechenden Einbruchswerkzeugen aufgesprengt werden können,
welche Einbruchsmöglichkeit natürlich nur dann von einem Unbefugten in Betracht
gezogen wird, wenn der Fensterflügel mit einer Sicherheitaverglasung versehen ist
und die Scheibe nicht ohne weiteres eingeschlagen werden kann. Für derartige Sicherheitsverglasungen
kommt im vorliegenden Fall nicht unhedingt extrem starkes und bruchfestes Glas in
Betracht, sonbspw.
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dernrZusatzscheiben aus zähelastischem, bruchsicherem und transparentem
Kunststoff. Von solchen Fenstern wird im vorliegenden Fall ausgegangen, für die
es von Interes-se ist, auch die Zarge und den zugehörigen Fensterflügel gegen Aufbrechen
zu sichern, da in dieser Hinsicht die Fenster eines Hauses, sofern sie nicht durch
Gitter abgesichert sind, selbst
bei Vorhandensein von Rolläden immer
noch Schwachstellen gegen Einbrüche darstellen und es in dieser Hinsicht auch mehr
oder weniger witzlos ist, zwar die Zugangstüren des Hauses ausreichend abzusichern,
wofür entsprechende Maßnahmen bereits bekannt und üblich sind, die Fenster aber
ungesichert zu lassen.
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Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, ein Fenster der
eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, insbesondere arnacharnierfernen
Bereich für eine bruchsichere Verriegelung zwischen Fensterflügel und Zarge zu sorgen
und dies insbesondere mit der Maßgabe, ggf. bereits vorhandene Fenster unter sicherheitatechnischen
Gesichtspunkten nachrUsten zu können.
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Diese Aufgabe ist mit einem Fenster der eingangs genannten Art nach
der Erfindung durch das im Kennzeichen des Hauptanspruches Erfaßte gelöst. Praktische
Ausführungsformen und vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sicb nach den Unteransprüchen,
Bevorzugt wird eine AusfGhrungsform der beteiligten Elemente dahingehend, daß diese
als aufsetzbare Hohlprofile ausgebildet sind, da auf diese Weise einer Nachrüstung
derartig zu sichernder Fenster am einfachsten entsprochen werden kann.
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Wesentlich für die erfindungsgemäße Lösung ist, daß einerseits praktisch
über die ganze Höhe der beteiligten Vertikalholme mehrere Verriegelungsstellen vorgesehen
werden, die nicht nur einfach einrasten, sondern sich hintergreifend verr-asten,
was im Einzelnen noch näher erläutert wird, und daß der sich über die ganze Fensterhöhe
erstreckende Verriegelungsbereich zusätzlich nach außen eine Abdeckung erfährt.
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Wie noch näher zu erläutern sein wird, läßt sich die erfindungagemäße
Lösung auch ohne weiteres dann zur Anwendung bringen - dies gilt allerdings im wesentlichen
nur für neu anzufertigende Fenster - wenn sowohl der Flügelrahmen als auch der Zargenrahmen
von vornherein aus metallischen Hohlprofilen hergestellt werden, wobei die Hohlprofile
in ihrer Gestaltung natürlich an die entsprechenden Erfordernisse anzupassen sind.
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Das erfindungsgemäße Fenster wird nachfolgend anhand der zeichnerischen
Darstellung von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
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Es zeigt schematisch Fig. 1 einen Horizontalachnitt durch den scharnierfernen
Teil des Fensters;
Fig. 2 in Ansicht das an der Zarge anzubringende
Verriegelungselement; Fig. 3 ebenfalls in Teilansicht das am Vertikalholm des Fensterflügels
anzubringende Verriegelungselement; Fig. 4 in Ansicht einen Teil des Schiebers mit
den Verriegelungselementen; Fig. 5 einen Schnitt entsprechend Fig. 1 bei Ausführung
der Vertikalholme als Hohlprofile; Fig. 6 eine Ansicht einer besonderen Ausführungsform
des Schiebers; Fig. 7 eine Vorderansicht des Schiebers gemäß Fig. 6; Fig. 8 einen
Schnitt durch die beteiligten Holme im Sinne der Fig. 1,5, jedoch in anderer Ausführungsform;
Fig. 9 in Draufsicht einen zur Ausführungsform gemäß Fig. 8 gehörenden Schieber
und Fig.lo in Ansicht einen Teilabschnitt des Gegenverriegelungselementes zum Schieber
gemäß Fig. 9.
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In Fig. 1 ist der Fensterflügel mit 1 und die zugehörige, in einer
entsprechenden Maueröffnung sitzende Zarge mit 7 bezeichnet.
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Am Fensterflügel 1 bzw. an dessen Vertikalholm 2 ist ein mit dem Verstellgriff
3 (Fig. 5) betätigbarer und mit mehreren in gleichmäßigen Abständen von etwa lo
bis 15 cm angeordneten Verriegelungselementen 4 versehener Schieber 5 mit Anschlußelementen
3' für den Stellgriff 3 angeordnet, und zwar an einer Profilschiene lo, die auf
den Vertikalholm 2 aufgeschraubt ist.
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Am entsprechenden Vertikalholm 6 der Zarge 7 sind Verriegelungeelementeingriffsöffnungen
8 vorgesehen, die im Querschnitt die in Fig. 2 gezeigte Form haben, d.h die einen
Öffnungsfortsatz 8' begrenzenden Verriegelungsflanken 9 sind hintergreifbar ausgebildet.
Im Falle der Fig. 1 ist dafür ein auf die Zarge 7 bzw. deren Vertikalholm 6 aufgeschraubtes
Hohlprofil 11 vorgesehen. Dieses Hohlprofil 11 übergreift, wie aus Fig. 1 erkennbar,
die Führungsschiene lo und ist derart angeordnet, daß die Verriegelungselemente
4, die in Teilansicht aus den Fig. 3,4 erkennbar sind, in die Öffnung 8 beim Schließen
des Fensterflügels 1 eingreifen können und dann bei Drehung des Stellgriffes 3,
wobei die Schiene 5 etwas nach oben verschoben wird, die Verriegelungsflanken 9
hintergreifen.
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Die Anordnung der ffnungsfortsätze 8' nach oben, wie dargestellt,bzw.
nach unten richtet sich natürlich danach, welche Verschieberichtung die Schiene
5 bei Drehung des Griffes 3 erhält. Um die Profilschiene lo möglichst ganz abzudecken,
ist das Hohlprofil 11 mit einem Profilategfortsatz 16 versehen (Fig. 1).
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Vorteilhaft kann auch das Hohlprofil 11 mit einer seitlichen Längsnut
14 versehen werden, in die, wie aus Fig. 1 erkennbar, ein über die ganze Höhe durchlaufender
Ausgleichsprofilsteg 15 eingreift, der an der die Fensteröffnung aufweisenden Wandflanke
des Mauerwerkes in geeigneter Weise befestigt wird.
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Die Profilschiene lo für die Führung des Schiebers 5 ist gemäß Fig.
4, in der lediglich der Schieber dargestellt ist, mit einem AnschluBelement 3' für
den Griff 3 versehen, wobei die Anordnung des Anschlußelementes 3' vorteilhaft derart
erfolgt, daß der, sofern es sich um eine Sicherheitsnachrnstung handelt, am Vertikalholm
2 vorhandene Stellgriff 3 und dessen Lagerung mit verwendet werden kann und lediglich
ein verlängerter Vierkantstellzapfen einzusetzen ist, der in das Anschlußelement
3' eingreift. Die Umsetzung der Drehbewegung des Stellgriffes 3 in eine Längsbewegung
des Schiebers 5 wird durch geeignete Übertragungselemente bewirkt, wie bspw. in
Fig. 4 bzw. 9 angedeutet.
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Die Verriegelungselemente müssen nicht die in den Fig. 1,3, 4 angedeutete
Form haben, sondern es ist gemäß Fig. 6,7 möglich, die Verriegelungselemente 4'
aus der Leiste des Schiebers 5 herauszuarbeiten, indem man bspw. in entsprechenden
Abständen Verrastungsfahnen anschneidet und diese im Sinne der Fig. 7 ggf. abwechselnd
nach der einen und anderen Seite abkröpft.
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Bei geöffnetem Fensterflügel sieht man das Hohlprofil 11, wie in Fig.
2 dargestellt und die Profilschiene lo mit dem Schieber 5 und den Verriegelungselementen
im Sinne der Fig. 3.
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Die ganze Verriegelung des Fensterflügels erfolgt also senkrecht zur
Ebene des Fensterflügels 1 an mehreren Stellen und über die ganze Höhe der beteiligten
Vertikalholme 2,6, wobei die einen geringen Widerstand bietenden Holzteile des Fensterflügels
und der Zarge in diesem Bereich völlig abgedeckt sind.
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Die ganze Anordnung ließe sich sogar auch auf der Scharnierseite des
Fensterflügels und der Zarge anordnen, wobei es natürlich erforderliche wäre, auf
dieser Seite ebenfalls einen Verstellgriff 3 anzuordnen.
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Da die normale Verschlußverriegelung bei Fenstern normalerweise in
den Seitenflsnken der Vertikalholme angeordnet ist, die vorliegende Sicherheitsvorrichtung
aber praktisch auf die Vertikalholme aufgesetzt ist, kann die herkömmliche Verriegelungsmechanik
bei einer Nachrüstung ohne weiteres am Fenster verbleiben.
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Wie bekannt, kann man natürlich Fensterflügel und Zargen auch von
vornherein aus Hohlprofilholmen herstellen. In diesem Zusammenhang sei auf Fig.
5 verwiesen, aus der hervorgeht, daß dies gemäß Fig. 1 bis 4 und 6,7 auch ohne weiteres
sinngemäß von vornherein bei der Gestaltung der Hohlprofile berücksichtigt werden
kann. Wie ohne weiteres erkennbar, ergibt sich hierbei das gleiche Funktionsprinzip,
so daß eine nähere Beschreibung dieser Ausführungsform entbehrlich ist.
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Die Ausführungsform nach Fig. 8 bis lo unterscheidet sich von der
Beschriebenen insofern, als hierbei eine querverriegelung erfolgt, wobei diese Ausführungsform
ebenfalls geeignet ist für eine Nachrüstung aber auch für eine Neuerstellung eines
Fensterflügels mit Zarge grundsätzlich aus entsprechend ausgebildeten Hohlprofilen.
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Der Schieber 5' ist hierbei mit fahnenartig durch Ausnehmungen 18
hinterschnittenenUerriegelungsfahnen 4 versehen, und der Schieber 5' sitzt querverschieblich
im Sinne der Pfeilrichtung in Fig. 8 in einem entsprechend ausgebildeten Hohlprofil.
Parallelführungen 17 im Schieber 5' sorgen für eine parallele querverschiebung des
Schiebers 5', wenn das Anschlußelement 3", das in diesem Falle als Exzenter ausgebildet
ist, gedreht wird. Auch dieses Profil ist vollkommen durch das Zargenprofil 6' abgedeckt,
das sich in Seitenansicht gemäß Fig. lo darbietet, d.h., dieses Zargenprofil 6'
ist mit Schlitzöffnungen 8" versehen, in die die Fahnen 4 "' des Schiebers 5' eingreifen
können.
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Auch diese Ausführungsform läßt sich ohne weiteres scharnierseitig
am Fenster anbringen, was zweckmäßig ist, da in der Regel auch die Scharnierbeschläge
einbruchsanfällig sind.