DE3326303A1 - Vorrichtung und verfahren zum herstellen von bohrungen im erdreich in unmittelbarer naehe von der bohrung benachbarten hindernissen - Google Patents
Vorrichtung und verfahren zum herstellen von bohrungen im erdreich in unmittelbarer naehe von der bohrung benachbarten hindernissenInfo
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Description
- Vorrichtung-und Verfahren zum Herstellen von
- Bohrungen im Erdreich in unmittelbarer Nähe von der Bohrung-benachbarten-Hindernissen.
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Herstellen von Bohrungen im Erdreich in unmittelbarer Nähe von der Bohrung benachbarten Hindernissen, beispielsweise Fundamenten angrenzender Gebäude.
- Beim Herstellen einer Baugrube in bebautem Gebiet ist es häufig notwendig, das Fundament eines benachbarten Bauwerkes entweder zu unterfangen, oder möglichst nahe an dem Fundament eine Pfahlwand zu errichten, die s Ausbrechen des Erdreiches unter dem Fundament des benachbarten Bauwerkes verhindert und dar;:1t Gefährdungen des Bauwerkes beseitigt.
- Es ist bekannt, zur Sicherung der Fundamente eines benachbarten Bauwerkes unmittelbar anschliessend an das r fundament grosçvolumige Ortsbetonpfähle nebeneinander anzuordne:i oder im Abstand zueinander so anzuordnen, dass sic Zwischenräume durch eine Ausfachung geschlossen werden können. Die Anordnung von Ortsbetonpfählcn zit grossen Durchmessern hat jedoch den Nachteil, dass dadurch innerhalb der Baugrube ein erheblicher Flächenverlust eintritt.
- Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass in engen Baugrube entsprechend grosse Bohrgeräte schlecht bewegt werden können. Schliesslich ist die Herstellung von grossvolumigen Ortsbetonpfählen mit hohen Kosten verbunden.
- Es ist ferner bekannt, anstelle der Herstellung von grossvolumigen Ortsbetonpfählen eine Pfahlwand aus sogenannten Wurzelpfählen herzustellen, wozu kleine, in der Baugrube bewegliche Bohrgeräte verwendet werden können. Derartige Bohrgeräte haben jedoch den Nachteil, dass nur alternierend mit kurzen Rohrschüssen das Bohrrohr abgetft werden kann und anschliessend im Schutze des Bohrrohres mit einer Schnecke gebohrt werden muss. Die Kleingeräte haben ferner den Nachteil, dass sie nur über ein geringes Drehmoment verfügen, so dass die Bohrarbeiten aufwendig und zeitraubend sind, und gelegentlich dieses Verfahren mit Rücksicht auf die Bodenverhältnisse nicht anwendbar ist.
- Demgegenüber ergibt sich aus der Verwendung grosser Bohrgeräte der weitere Nachteil, dass der jeweilige Bohrpfahl nicht unmittelbar an die Wand gesetzt werden kann, weil der Drehtisch ftir den Vortrieb des Bohrrohres einen verhältnismässig grossen DJrchmesser hat.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vorteile grosser Bohrgeräte mit hohem Drchmoment r:it den Vorteilen zu verbinden, die sich aus der Verwendung einer Vielzahl kleinvolumiger Pfähle ergibt, wobei die Nachteile, die sich aus der Verwendung kleiner Bohrgeräte ergeben, vermieden werden.
- Die Lösung der Aufgabe wird in einer Vorrichtung und einem Verfahren gesehen, bei der anstelle eines grossen Drehtisches zum Vortrieb des Bohrrohres, der unmittelbar über dem Bohrloch angeordnet ist, weil ein Mast das Drehmoment nicht aufnehmen könnte, und des gleichzeitigen Bohrens rtit einem Werkzeug im Schutze des Bohrrohres zwei an einem Mast verschiebbar angeordnete Drehgetriebe verwendet werden, von denen das untere Drehgetriebe das Bohrrohr vortreibt und das obere über eine Kelly-Stange durch eine Hohlwelle des unteren Drehgetriebes verlaufend das Bohrwerkzeug antreibt. Diese Anordnung ermöglicht, wahlweise in Abschnitten oder gleichzeitig mit Bohrrohr und Bohrwerkzeug die Bohrung vorzutreiben und das Bohrgut mit der dem Bohrwerkzeug zu entfernen.
- Vorzugsweise werden Bohrrohr und Bohrwerkzeug mit einem kleinen Drehgetriebe über einen Zahnkranz mit verhältnismässig geringem Durchmesser ohne Untersetzung durch einen Motor mit hohem Drehmoment angetrieben. Durch die Verwendung eines Zahnkranzes mit verhältnismässig kleinem Durchmesser ist es möglich, Bohrrohre mit einem entsprechend kleinen Durchmesser zu verwenden, ohne auf die Vorteile grosser Bohrgeräte verzichten zu müssen. Bei grossen Bohrgeräten wird nämlich euch bei der Verwendung von Bohrrohren mit kleinem Durchmesser der Abstand der Bohrung von der Baugrübenwand durch den Radius des Zahnkranzes des Drehtisches oder des Drehgetriebes bestimmt.
- Vorzugsweise werden ein Bohrrohr und ein Bohrwerkzeug, beispielsweise eine Bohrschriecke an einem Mast verwendet, die den Vortrieb über die zumeist benötigte Tiefe von 8 m entsprechcnd zwei Untergeschossen in einem Arbeitsgang erlauben. Dazu ist es vorteilhaft, eine Hilfsbohrung mit einem Bohrrohr abzutäufen, in das die einschüssice Bohrschnecke eingesetzt und sodann das Bohrrohr mit der Bohrschnecke gezogen werden. Mit den so zusammengesetzten Bohrmitteln werden sodann die Bohrungen in je einem Arbeitsgang abgetäuft.
- Vorzugsweise werden Bohrrohr und Bohrwerkzeug gegenläufig angetrieben. Dadurch wird bei Verwendung einer Bohrschnecke die kontinuierliche Förderung des Bohrgutes ermöglicht.
- Zur weiteren Erläuterung der erfindungsgemässen Vorrichtung wird auf das in der beigefügten Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel verwiesen.
- Die Vorrichtung besteht aus einem Mast 1, der an einem Bagger 2 angeordnet ist. Der Mast 1 ist mit einer Führungsschiene 3 versehen, an der die Drehgetriebe 4, 5 verschiebbar angeordnet sind. Die Drehgetriebe 4, 5 werden von je einem Zugseil 6, 7 und je einer Seilwinde 8, 9 gehalten, die über Rollen 10, 11 an der Spitze des Mastes 1 verlaufen.
- Das obere Drehgetriebe 4 dient zur Aufnahme der Bohrschnecke 12, das untere Drehgetriebe 5 zur Aufnahme des Bohrrohres 13. Das Bohrrohr 13 ist mit einem nicht dargestellten Bohrkranz versehen.
- Die Motoren 13, 14 der Drehgetriebe 4, 5 sind jeweils über den Drehgetrieben 4, 5 angeordnet und treiben diese ohne Untersetzung an. Dadurch wird gewährleistet, dass der jeweilige Drehkranz der Drehgetriebe 4, 5 auf einen Durchmesser beschränkt werden kann, der wenig grösser als der Durchmesser des Durchganges für die Bohrschnecke 12 bzw. die Kelly-Stange ist, an der die Bohrschnecke 12 angeordnet ist. Bei der Vorrichtung nach dem Ausführungsbeispiel beträgt der Abstand des äusseren Teils der Drehgetriebe von der Achse des Durchganges lediglich 130 mm. Werden Bohrrohre verwendet, die einen Aussendurchmesser von 260 mm aufweisen, so ist es möglich, die Bohrung unmittelbar an dem benachbarten Hindernis, beispielsweise dem Fundamewnt eines benachbarten Gebäudes zu bohren.
- Wie sich aus dem Ausführungsbeispiel ergibt, kann zunächst das Bohrrohr 13 mit dem Drehgetriebe 5 soweit wie möglich abgesenkt und anschliessend im Schutze der Verrohrung der Bohrung der Bohrkern mit der Bohrschnecke 12 ausgebohrt werden. Es hat sich jedoch als vorteilhaft erwiesen, Bohrrohr 13 und Bohrschnecke 12 gleichzeitig abzusenken. Dabei ist es vorteilhaft, die Bohrschnecke 12 gegenüber dem Bohrrohr 13 gegenläufig anzutreiben. Während des Vortriebes des Bohrrohres 13 ist es möglich, die Bohrschnecke 12 jederzeit teilweise oder ganz aus der Bohrung herauszuziehen, um nicht oder nicht vollständig gefördertes Bohrgut aus der Bohrung zu entfernen.
- Entsprechend dem Verfahren ist es möglich, der Länge des Mastes 1 entsprechend lange, einschüssige Bohrrohre 13 und Bohrschnecken 12 zu verwenden, was gegenüber den kurzen Rohrschüssen bei Wurzelpfahlbohrungen ausserordentlich wirtschaftlich ist. Die Verwendung langer Bohrrohre und entsprechend langer Bohrschnecken setzt voraus, dass vor Beginn der Bohrungen eine Bohrschnecke in ein Bohrrohr eingesetzt wird. Dies geschieht vorzugsweise mittels einer Hilfsbohrung, einer sogenannten Köcherbohrung.
- - Leerseite -
Claims (7)
- Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Herstellen von Bohrungen im Erdreich in unmittelbarer Nähe von der Bohrung benachbarten Hindernissen, bestehend aus einem an einem Bagger (2) angeordneten Mast (1), der mit einer Führungsschiene (3) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Führungsschiene übereinander und verschiebbar zwei von über Seilwinden (8,9) und Rollen (10,11) geführten Seilen ( 6,7) gehaltene Drehgetriebe (4,5) zum Antrieb eines Bohrwerkzeuges ( 12) beziehungsweise eines Bohrrohres (13) angeordnet sind.
- 2. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die AussPndurc!lmesser der firehkranzgehäuse der Drehgetriebe (4,5l gleich gross oder kleiner als die AussendurchmCsser der kleinsten zur Verwendung kommenden Bohrrohre (13; sind.
- 3. Vorrichtung gemäss Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehmoment der Motoren (14,15) der Drehgetriebe (4,5) im Verhältnis 1:1 auf die Drehkränze der Drehgetriebe ( 4,5) übertragen wird.
- 4. Vorrichtung gemäss Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Motore (1,15) ein hohes Drehmoment aufweisen.
- 5. Verfahren zum Herstellen von Bohrungen im Erdreich in unmittelbarer Nähe von den Bohrungen benachbarten Hindernissen, dadurch gekennzeichnet, dass ein einschüssiges Bohrrohr (13), dessen Länge der Länge des Mastes (1) entspricht, und ein einschüssiges Bohrwerkzeug (12) verwendet werden.
- 6. Verfahren gemäss Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass vor Beginn der Bohrarbeiten mit dem einschüssigen Bohrrohr (13) eine Hilfsbohrung niedergebracht wird, in das Bohrrohr (13) das Bohrwerkzeug (12) eingesetzt und sodann Bohrrohr (13) und Bohrwerkzeug (12) gemeinsam aus der Hilfsbohrung gezogen werden.
- 7. Verfahren gemäss Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Bohrwerkzeug (12) und Bohrrohr (13) gleichzeitig und gegenläufig niedergebracht werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833326303 DE3326303C2 (de) | 1983-07-21 | 1983-07-21 | Vorrichtung zum Herstellen verrohrter Bohrungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19833326303 DE3326303C2 (de) | 1983-07-21 | 1983-07-21 | Vorrichtung zum Herstellen verrohrter Bohrungen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3326303A1 true DE3326303A1 (de) | 1985-02-07 |
| DE3326303C2 DE3326303C2 (de) | 1991-01-03 |
Family
ID=6204549
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19833326303 Expired DE3326303C2 (de) | 1983-07-21 | 1983-07-21 | Vorrichtung zum Herstellen verrohrter Bohrungen |
Country Status (1)
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Also Published As
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