DE3326276A1 - Verfahren zum herstellen von ziegeln oder platten aus leichtkeramischen granulat - Google Patents
Verfahren zum herstellen von ziegeln oder platten aus leichtkeramischen granulatInfo
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- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
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- C04B38/00—Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof
- C04B38/08—Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof by adding porous substances
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Description
-
- Verfahren zum Herstellen von Ziegeln oder
- Platten aus leichtkeramischen Granulat Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von keramischen Körpern. Aus gebrannten Ton hergestellte Ziegel oder Platten haben bekannterweise gute Wärmedämmeigenschaften und sind günstig für den Feuchtehaushalt. Diese Eigenschaften lassen sich durch Erhöhen des spezifischen Luftanteils, zum Beispiel bei Poroton, noch verbessern. Soweit bekannt, waren bisher noch keine Versuche erfolgreich, Ziegel und/oder Platten aus leichtkeramischen Granulat herzustellen.
- Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht demgemäß darin, ein einfaches Verfahren anzugeben, mit dem aus leichtkeramischen Granulat Ziegel oder Platten hergestellt werden können, die bei ausreichender Festigkeit hervorragende Wärmedämmeigenschaften aufweisen und gegebenenfalls für die Feuchtehaltung, zum Beispiel bei Hydrokulturen, gut geeignet sind.
- Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Kombination folgender Merkmale gelöst: a) aus leichtkeramischen Granulat mit einem spezifischen Gewicht zwischen 0,2 - 0,8 kg/dm3 und einem tonigen Bindemittel wird ein noch rieselfähiges feuchtes Gemisch hergestellt, wobei der Bindemittelanteil zwischen 3 - 2096, vorzugsweise um 5,' liegt, b) das rieselfähige Gemisch wird in Preßformen gefüllt und durch einen Walk-Preßvorgang unter Anbrechung des Granulates homogen zum gewünschten Formling verdichtet, c) der aus der Preßform entnommene Formling wird im Ofen bei ca. 900 - 1200ob zwischen 10 und 20 h bis zur keramischen Bindung gebrannt.
- Es wird also zunächst aus leichtem keramischen Granulat, z.B. Blähton, Leichtschamotte u.ä. unter geringem Zusatz eines tonigen Rohstoffs, der eine geeignete Sintertemperatur hat, eine zu formende Masse hergestellt.
- Hierbei wird z.B. Blähton als Einkornmasse oder als Gemisch von abgestuften Kornfraktionen leicht angefeuchtet und mit einem trockenen, feinen Tonmehl gemischt, so daß das Tonmehl die Blähtonkörner mit einer dünnen Schicht umhüllt. Leichtschamotte mit unregelmäßig gebrochener Oberfläche mischt man trocken mit einem feinen Tonschlicker. Der Bindemittelanteil ist in jedem Fall gering, er kann zum Beispiel unter 5%, je nach Feinheit und Korndurchmesser des Granulats liegen. Das Bindemittel füllt in keinem Fall alle Hohlräume. Die Feuchte wird so dosiert, daß die Masse praktisch trocken und rieselfähig bleibt, damit das Einfüllen in die Preßform keine Schwierigkeiten macht.
- Der Anteil des Bindemittels wird im Regelfall gering gehalten, damit die Mikroporosität des Einzelkornes nicht verfälscht wird. Zu hohe Dosierung ergibt Wärmebrücken, schlechtere physikalische Werte, Spannungen aus Trocken- oder Brennschwindungen und längere Zeiten für das Brennen. Der Sinterpunkt des Bindetones wird-so gewählt oder durch Flußmittel so eingestellt, daß das Granulat beim Brand nicht nachschwindet.
- Der Formling kann also absolut maßgenau hergestellt werden. Die so hergestellte Masse hat wegen der rauhen Oberfläche des Kornes und des geringen Anteils an Bindemittel eine große innere Reibung. Mehr Bindemittel würde als Preßhilfsmittel wirken, die Eigenschaften des Formlings aber verschlechtern.
- Durch eine schlagartige Walk-Preßbewegung läßt sich der Formling verfestigen und zwar homogen durch den gesamten Formling auch bei großer Füllhöhe oder großen flächigen Körpern. Dieser homogene verdichtete Körper wird dann gebrannt. Da beim Pressen das Granulat, zum Beispiel der Blähton, angebrochen wird, können sich die porösen Körner schon beim Herstellen des Formlings intensiv miteinander verbinden.
- Anhand einer Zeichnung sei die Erfindung näher erläutert; es zeigen Fig. 1 schematisch den Verfahrensablauf bei der Gestaltung der Formlinge aus Blähton und Fig. 2 eine Abwandlung des Verfahrens nach Anspruch 1 bei der Verwendung von Schamotte.
- Wie aus Fig. 1 ersichtlich, wird das Blähton-Granulat 1 von zum Beispiel 10 mm Durchmesser in einem Behälter 4 mit Wasser 2 leicht angefeuchtet und zwar so, daß das feine trockene, im Behälter 5 zugemischte Tonmehl 3 die Blähtonkörper mit einer feinen Schicht umhüllt. Das rieselfähige Gemisch wird in Formen 6 eingefüllt, dann durch eine Presse 7 mit einer Walk-Preßbewegung gleichmäßig verdichtet und hierbei infolge der angebrochenen Oberflächen gut miteinander verbunden. Der so entstandene Formling, der schon eine gewisse Festigkeit hat, wird anschließend im Ofen 8 bei ca. 11000C zehn Stunden gebrannt. Da durch den Preß- vorgang die Körner angebrochen werden, bleibt auch der gebrannte Körper sehr saugfähig.
- Wie Fig. 2 erkennen läßt, kann anstelle des Blähton-Granulats auch ein Leichtschamotte-Granulat 9 verwendet werden, das im Behälter 11 mit Tonschlicker 10 gemischt wird und anschließend als rieselfähige Masse gemäß dem Beispiel nach Fig. 1 weiterverarbeitet wird.
- Zusätzlich kann vor dem Brennen eine wasserabweisende und/oder farbige Oberflächenschicht (Glasur) aufgebracht werden. Die nach dem vorstehend geschilderten Verfahren hergestellten Ziegel und Platten lassen sich mit besonderem Vorteil bei der Isolierung von Flachdächern anstelle der Kiesschüttung und für Feuchtehaltung und Dosierung bei Bewässerungsanlagen verwenden.
- 6 Patentansprüche 2 Figuren
Claims (6)
- Patentansrüche Verfahren zum Herstellen von Ziegeln oder Platten aus leichtkeramischen Granulat, g e k e n n z e i c h -n e t d u r c h folgende Merkmale: a) aus leichtkeramischen Granulat mit einem spezifischen Gewicht zwischen 0,2 - 0,8 kg/dm3 und einem tonigen Bindemittel wird ein noch rieselfähiges feuchtes Gemisch hergestellt, wobei der Bindemittelanteil zwischen 3 - 2046, vorzugsweise um 5,' liegt, b) das rieselfähige Gemisch wird in Preßformen gefüllt und durch einen Walk-Preßvorgang unter Anbrechung des Granulats homogen zum gewünschten Formling verdichtet, c) der aus der Preßform entnommene Formling wird im Ofen bei ca. 900 - 1200°C zwischen 10 und 20 h bis zur keramischen Bindung gebrannt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß das als leichtkeramisches Granulat verwendete Blähton-Granulat leicht angefeuchtet und mit trockenem feinen Tonmehl als Bindemittel gemischt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß das als leichtkeramisches Granulat verwendete trockene Leichtschamotte-Granulat mit feinem Tonschlicker gemischt wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 2, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß Blähton-Granulat mit einem Korndurchmesser zwischen 7-12 mm verwendet wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß der Bindemittelanteil unter 6% liegt.
- 6. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß vor dem Brennen eine zusätzliche Oberflächenbeschichtung aufgebracht wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833326276 DE3326276C2 (de) | 1983-07-21 | 1983-07-21 | Verfahren zum Herstellen von hochporösen Ziegeln oder Platten aus leichtkeramischem Granulat |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833326276 DE3326276C2 (de) | 1983-07-21 | 1983-07-21 | Verfahren zum Herstellen von hochporösen Ziegeln oder Platten aus leichtkeramischem Granulat |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3326276A1 true DE3326276A1 (de) | 1985-02-14 |
| DE3326276C2 DE3326276C2 (de) | 1985-08-29 |
Family
ID=6204528
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833326276 Expired DE3326276C2 (de) | 1983-07-21 | 1983-07-21 | Verfahren zum Herstellen von hochporösen Ziegeln oder Platten aus leichtkeramischem Granulat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3326276C2 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4410242A1 (de) * | 1994-03-24 | 1994-08-25 | Wolfgang Dipl Ing Jehra | Keramische Verklebung und Umhüllung von Blähton |
| DE4326615A1 (de) * | 1993-08-07 | 1995-02-09 | Feuerfestwerke Wetro Gmbh | Verfahren zum Herstellen von temperaturbeständigen Leichtsteinen |
| DE19530946A1 (de) * | 1995-07-07 | 1997-01-09 | Johann Maurer | Mauerstein |
| WO2015079077A1 (es) * | 2013-11-28 | 2015-06-04 | Cales De La Plana, S.A. | Procedimiento de obtención de gránulos para la fabricación de baldosas cerámicas |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE204167C (de) * |
-
1983
- 1983-07-21 DE DE19833326276 patent/DE3326276C2/de not_active Expired
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| CN105452189A (zh) * | 2013-11-28 | 2016-03-30 | 平坦股份有限公司 | 一种获得用于制造陶瓷砖的颗粒的方法 |
| EP3020693A4 (de) * | 2013-11-28 | 2017-03-29 | Cales De La Plana S.A. | Verfahren zur herstellung eines granulats für die fertigung keramischer fliesen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3326276C2 (de) | 1985-08-29 |
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