DE3326277A1 - Aus wenigstens vier ausloesezuendkreisen bestehende ausloeseeinrichtung einer fahrzeuginsassenschutzvorrichtung eines fahrzeugs - Google Patents
Aus wenigstens vier ausloesezuendkreisen bestehende ausloeseeinrichtung einer fahrzeuginsassenschutzvorrichtung eines fahrzeugsInfo
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Description
1983 Ve/Kc
ROBERT BOSCH GMBH, TOOO Stuttgart 1
Aus wenigstens vier Auslösezündkreisen "bestehende
Auslöseeinrichtung einer Fahrzeuginsassenschutzvorrichtung eines Fahrzeugs
Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einer Auslöseeinrichtung nach der Gattung des Hauptanspruchs. Eine solche Auslöseeinrichtung
ist für sogenannte Airbags oder Gurtstrammer beispielsweise aus ATZ Automobiltechnische Zeitschrift
8h (1982) 2, Seiten 77 bis 83 bekannt. Ein Verzögerungssensor erfaßt die Verzögerungen des Fahrzeugs und gibt
sie an ein Steuergerät weiter, das ein Auslösesignal dann erzeugt, wenn eine Verzögerungscharakteristik Torliegt,
die der eines Aufpralls des Fahrzeugs auf ein Hindernis entspricht. Durch diese Auslöseeinrichtung
werden Zündkreise elektrisch ausgelöst, die über eine chemische Reaktion entweder das plötzliche Aufblasen des
Airbags (Luftsacks) oder das plötzliche Anspannen des Sicherheitsgurts oder der Sicherheitsgurte bewirkt.
U U U
-7-
Bei mehreren Personen im Fahrzeug liegen mehrere Zündkreise vor, insbesondere vier "bei Pers'onenkraftwagen.
Da das Leben der Insassen von der Funktionsfähigkeit der
Anlage abhängig sein kann, müssen die Komponenten in festen Abständen oder bei Wartungsaufenthalten überprüft
werden. Während die Überprüfung des Steuergräts selbst beispielsweise aus der EP-A 11 680 oder der EP-B 22 1U6
bekannt und nicht Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist, befaßt sich diese mit der Überprüfung der Auslösezündkreise.
Wird in bekannter Weise eine gemeinsame Ableitung verwendet, so sind vier Zuleitungen und damit insgesamt
fünf Verbindungsleitungen für die vier Auslösezündkreise erforderlich, wenn eine einzelne Überprüfung dieser
Zündkreise nachträglich möglich sein soll. Da bei handelsüblichen Steckerpins nur maximal zwei Leitungen anschließbar
sind, erhöht sich die Zahl der Verbindungsleitungen sogar auf sechs.
Es ist wünschenswert und daher die Aufgabe der Erfindung, die Zahl der Verbindungsleitungen und damit die Zahl
der Steckverbindungen zu reduzieren, wobei das getrennte Überprüfen der einzelnen Auslösezündkreise gewährleistet
bleiben muß.
Vorteile -der Er.findung
Die erfindungsgemäße Einrichtung mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs hat den Vorteil, daß bei vier Auslösezündkreisen auf jeden Fall eine Verbindungsleitung, bei der Verwendung von genormten Steckerpins
sogar zwei Verbindungsleitungen eingespart werden können. Bei einer höheren Zahl von Auslösezündkreisen wird eine
noch höhere Einsparung erzielt. Da gemäß der Erfindung
"bei vier Auslösezündkreisen vier Verbindungsleitungen
erforderlich sind, kann ein günstiger Normstecker mit vier Steckkontakten gewählt werden, über den in einfacher
Weise eine Überprüfung der Auslösezündkreise gewährleistet ist.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind "vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen
der im Hauptanspruch angegebenen Einrichtung möglich. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung eines Steckers
für alle Leitungen zu den Auslösezündkreisen, wobei dieser Stecker durch einfaches Umstecken für die Überprüfung
in eine Prüfeinrichtung eingesteckt werden kann. Eine Umschalteinrichtung überprüft dann nacheinander
die Widerstände der einzelnen Auslösezündkreise, bzw. den Stromfluß durch die einzelnen Auslösezündkreise.
Zeichnung
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert. Es zeigen Figur 1 eine schaltungsmäßige Ausgestaltung des Ausführungsbeispiels und Figur 2 eine
systematische Darstellung einer Prüfeinrichtung.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
In dem in Figur 1 dargestelllten Ausführungsbeispiel ist
ein Steuergerät 10 dargestellt, das einen Beschleunigungsbzw. Verzögerungssensor 11 aufweist, dessen Signal einer
Auswerteschaltung 12 zugeführt ist. Spricht die Auswerteschaltung gemäß dem eingangs angegebenen Stand der Technik
an, so wird ausgangsseitig ein Schalttransistor 13 in den
-Λ"
ίο« υ υ
stromleitenden Zustand geschaltet, so daß ein Auslösestrom durch eine aus vier Auslösezündkreisen bestehende
Auslöseeinrichtung 18 fließen kann.
Das Steuergerät 10 weist am Geräteausgang sieben Steckbuchsen 19 bis 25 auf, für die vorzugsweise eine 8-polige
Steckdose aus Symmetriegründen Verwendung finden kann. Dabei ist dann ein Anschluß nicht belegt, wobei die Steckbuchse
2k mit dem Emitter des Transistors 13S die Steckbuchsen
22, 23 mit dem Kollektor des Transistors 13 und die Steckbuchse 25 mit einem Testeingang der Auswerteschaltung
12 verbunden ist. Weiterhin ist. die Steckbuchse
19 über eine Verpolschutzdiode 26 und einen dazu in Reihe geschalteten Beschleunigungsschalter 27 mit den Steckbuchsen
20 und 21 verbunden. Der positive Pol einer Versorgungsspannungsquelle
Ub ist über einen Stecker 28 mit der Steckbuchse 19 verbunden. Die Auslöseeinrichtung 18
ist über einen vierpoligen Stecker 29 mit den Steckbuchsen
20 bis 23 verbunden. Ein Stecker 30 verbindet die Steckbuchse 2k mit Masse, und die Steckbuch.se 25 ist über einen
Stecker 31 an eine Testeingangsklemme 32 angeschlossen.
Über den als Vierfachstecker ausgebildeten Stecker 29 ist
der Auslösezündkreis Ik zwischen die Steckbuchsen 21, 22,
der Auslösezündkreis 15 zwischen die Steckbuchsen 21, 23,
der Auslösezündkreis 16 zwischen die Steckbuchsen 20, 22
und der Auslösezündkreis 17 zwischen die Steckbuchsen 20, 23 geschaltet. Natürlich kann auch für alle Steckbuchsen
gemeinsam ein 8-poliger,Stecker verwendet werden.
Wie bereits ausgeführt, wird bei einem Aufprall des Fahrzeugs auf ein Hindernis der Transistor 13 stromleitend.
Da infolge dieser Verzögerung der Beschleunigungsschalter
1 8 8 Π ß
27 ebenfalls- schließt, fließt ein Strom vom Stecker 28
über die Auslöseeinrichtung 18 und den Stecker 30 nach Masse. Gemäß dem eingangs angegebenen Stand der Technik
losen die Auslösezündkreise λ\ bis 17 über entsprechende
chemische Zündpillen einen Auslösemechanismus 33 aus, durch den entsprechende Sicherheitsgurte 3^· angezogen
werden. Alternativ oder zusätzlich werden zum Schutz der Insassen entsprechende Airbags ausgelöst, die zur Vereinfachung
der Darstellung weggelassen worden sind.
Während die Überprüfung der Auswerteschaltung 12 über die Testeingangsklemme 32 gemäß dem eingangs angegebenen Stand
der Technik erfolgen kann, muß zur überprüfung der Auslöseeinrichtung 18 diese aus dem Steuergerät 10 ausgesteckt
und in eine Prüfeinrichtung Uo gemäß Figur 2 eingesteckt
werden. Dazu weist diese Prüfeinrichtung ^O dem
Stecker 29 entsprechende Steckbuchsen U1 bis kk auf. In
dieser Prüfeinrichtung ij-0 ist eine Testspannung U über
eine Strommeßexnrichtung k$ und einen nachgeschalteten
Umschalter ^6 alternativ mit den Steckbuchsen h1, U2
verbindbar. Die Steckbuchsen k3, hh' sind über einen weiteren
Umschalter kj alternativ mit Masse verbindbar. Die
beiden Umschalter k6, hj werden durch eine Teststeuerung
h& betätigt.
Wird eine Prüffolge über die Teststeuerung U8 ausgelöst,
so werden die beiden Umschalter k6, ^7 nacheinander in
der Weise betätigt, daß jeweils einer der Zündkreise 1U
bis 17 stromdurchflossen ist. Die Strommeßeinrichtung k5
registriert diesen Strom, der mit einem Sollstrom verglichen werden kann. Dies kann im einfachsten Fall durch
Anzeigen des Meßwerts erfolgen, jedoch sind auch aufwendigere Einrichtung einsetzbar, die den erfaßten Strom
Ö Ö Ι 'J
einer Fensterschaltung zuführen, wo festgestellt wird,
ob er zwischen zwei Schwellwerten liegt. Ist dies nicht der Fall, so kann beispielsweise eine Fehleranzeigelampe
hS eingeschaltet werden. Somit können die Widerstände der
einzelnen Zündkreise sicher überprüft werden.
Auf diese Weise ist es möglich, bei vier Auslösezündkreise
lh bis 17 durch einen einfachen, genormten vierpoligen Stecker 29 diese Zündkreise sowohl über das
Steuergerät anzusteuern, wie auch über eine Prüfeinrichtung ho einzeln zu testen.
Wie bereits ausgeführt, sind für vier Auslösezündkreise zwei Stromzuführungskontakte (Steckbuchsen 20, 21) und
zwei Stromableitungskontakte (Steckbuchsen 22, 23) notwendig. Ist eine größere Zahl von Auslösezündkreisen
vorgesehen, dann erhöht sich die Zahl dieser Kontakte und zwar in der Weise, daß die Zahl der Zuführungskontakte
multipliziert mit der Zahl der Ableitungskontakte wenigstens der Zahl der Zündkreise entspricht. Dies bedeutet
im einzelnen, zwei Zuführungs- und drei Ableitungskontakte, bzw. drei Zuführungs- und zwei Ableitungskontakte
reichen für fünf oder sechs Auslösezündkreise. Weiterhin reichen drei Zuführungs- und drei Ableitungskontakte für
sieben, acht oder neun Auslösezündkreise. Dies sind im letzten Falle insgesamt sechs Kontakte, während nach der
herkömmlichen Schaltungsart bei neun Auslösezündkreisen zehn Verbindungsleitungen und damit zehn Kontakte notwendig
wären.
Claims (3)
15.6.1983 Ve/Kc
ROBERT BOSCH GMBH, TOOO Stuttgart 1
Ansprüche
1J Aus wenigstens vier Auslösezündkreisen bestehende Auslöseeinrichtung
einer Fahrzeuginsassenschutzvorrichtung eines Fahrzeugs, die bei Auftreten einer einem Unfall entsprechenden
Verzögerungscharakteristik durch einen Stromfluß über ein Steuergerät auslösbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens zwei Stromzuführungskontakte (20, 21) und wenigstens zwei Stromableitungskontakte
(22, 23) vorgesehen sind, wobei die Zahl der Zuführungskontakte multipliziert mit der Zahl der Ableitungskontakte
wenigstens der Zahl der Zündkreise entspricht, und wobei jeder- Zündkreis ( 1 h bis 17) zwischen eine andere Kombination
eines Zuführungskontakts (20 bzw.-21) und eines Ableitungskontakts
(22, 23) geschaltet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakte Steckkontakte einer Steckverbindung (20
bis 23, 29) sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Prüfung der Auslösezündkreise (1U bis
17) eine Prüfeinrichtung (Uo) mit einer entsprechenden
Anordnung von Kontakten (U1 bis UU) vorgesehen ist, wobei durch eine Umschalteinrichtung (U6, Uj) nacheinander die
elektrischen Widerstände der Zündkreise (1U bis 17) überprüfbar sind.
U. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündkreise nacheinander mit einer Prüfspannung
(U.) beaufschlagbar sind, wobei der erfaßte Stromwert
mit einem vorgeschriebenen Stromwert verglichen wird.
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ID=6204529
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: ROBERT BOSCH GMBH DAIMLER-BENZ AKTIENGESELLSCHAFT, |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |