DE4011608C2 - Fehlererkennungsvorrichtung für ein Fahrgastsicherheitssystem in einem Kraftfahrzeug - Google Patents
Fehlererkennungsvorrichtung für ein Fahrgastsicherheitssystem in einem KraftfahrzeugInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fehlererkennungsvorrichtung für ein
Fahrgastsicherheitssystem in einem Kraftfahrzeug, mit den im
Oberbegriff des Anspruchs 1 aufgeführten Merkmalen, die aus der
US 36 33 159 bekannt sind.
Fahrgastsicherheitssysteme, wie etwa ein Airbagsystem, das
aufblasbare Gassäcke enthält, oder ein Gurtstrammersystem,
das bei einem Unfall einen Sicherheitsgurt festzieht, dienen
dazu, Fahrgäste in Kraftfahrzeugen z. B. im Falle eines
Zusammenstoßes zu schützen. Im allgemeinen sind bei solchen
Sicherheitssystemen mehrere Gassäcke bzw. Gurtstrammer
vorhanden, z. B. beim Fahrersitz und beim Beifahrersitz.
Die aus der US 36 33 159 bekannte Fehlererkennungsvorrichtung
enthält u. a. zwei Zünder, die ausgelöst werden,
wenn die Verzögerung des betreffenden Fahrzeugs einen
vorgegebenen Wert überschreitet, ferner einen eine Diode und
wenigstens einen Widerstand enthaltenden Zünderkreis, der
einen kleinen, zur Auslösung nicht ausreichenden Strom durch
die Zünder fließen läßt, und einen Fehlererkennungskreis zur
Erkennung eines Fehlers in einem der Zünder auf der Grundlage
einer Spannung an einer vorbestimmten Stelle im Zünderkreis.
Die Zünder sind parallel geschaltet und werden von dem kleinen
Strom im Fehlererkennungskreis parallel durchflossen.
Eine vergleichbare Fehlererkennungsschaltung, die jedoch ebenfalls nicht für
die Erfassung eines Fehlers in nur einem Zünder ausgelegt ist,
ist aus der DE 24 54 424 A1 bekannt.
Die Verwendung von Vergleichern zur Überwachung der Spannung
an einem Testpunkt sowie von Elementen zur Auslösung eines
Alarms ist generell aus der US 36 29 816 und der
DE 28 51 333 A1 bekannt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
gattungsgemäße Fehlererkennungsvorrichtung derart weiterzubilden,
daß ein Fehler in einem Zünder eine größere Spannungsänderung
im Fehlererkennungskreis hervorruft als bei der bekannten
Fehlererkennungsvorrichtung.
Diese Aufgabe wird durch die Fehlererkennungsvorrichtung gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 mit dem kennzeichnenden
Merkmal dieses Anspruchs gelöst.
Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der
erfindungsgemäßen Fehlererkennungsvorrichtung sind Gegenstand
der Ansprüche 2 bis 6.
Dadurch, daß der kleine Fühlstrom in Reihe durch die Zünder
fließt, entsteht bei einem Fehler in einem Zünder eine
wesentlich größere Widerstandsänderung und damit Spannungsänderung als
bei der bekannten Parallelschaltung der Zünder.
Gemäß einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel der Fehlererkennungsvorrichtung
mit einer Spannungsquelle ist vorgesehen,
daß der Zünderkreis aufweist: einen ersten Widerstand, dessen
eines Ende mit der Spannungsquelle verbunden
ist, einen zweiten Widerstand, dessen eines Ende geerdet
ist, einen ersten und einen zweiten Zünder, die in Reihe
zwischen den ersten und den zweiten Widerstand geschaltet
sind, und eine Diode, deren Kathode mit einem ersten Verbindungspunkt
zwischen dem ersten Widerstand und dem ersten
Zünder und deren Anode mit einem zweiten Verbindungspunkt
zwischen dem zweiten Widerstand und dem zweiten Zünder verbunden
ist.
Dabei ist bevorzugt vorgesehen, daß der Fehlererkennungskreis
einen Vergleicher, dessen einer Eingang mit einem
vorbestimmten Punkt im Zünderkreis verbunden ist und dessen
anderem Eingang eine vorbestimmte Bezugsspannung zugeführt
ist, und Elemente zur Auslösung eines Alarms auf der Grundlage
des Ausgangssignals des Vergleichers aufweist.
Gemäß einem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel ist
vorgesehen, daß der Zünderkreis aufweist: einen ersten
Widerstand, dessen eines Ende mit der Spannungsquelle verbunden
ist, einen zweiten Widerstand, dessen eines Ende
geerdet ist, einen ersten und einen zweiten Zünder, die in
Reihe zwischen den ersten und den zweiten Widerstand geschaltet
sind, eine Diode, deren Kathode mit einem ersten
Verbindungspunkt zwischen dem ersten Widerstand und dem
ersten Zünder und deren Anode mit einem zweiten Verbindungspunkt
zwischen dem zweiten Widerstand und dem zweiten
Zünder verbunden ist, und eine Mehrzahl von weiteren Widerständen,
die jeweils dem ersten und dem zweiten Zünder
parallel geschaltet sind.
Dabei ist bevorzugt vorgesehen, daß der Fehlererkennungskreis
aufweist: eine Mehrzahl von Vergleichern, deren eine
Eingänge mit einem vorbestimmten Punkt im Zünderkreis verbunden
sind und deren andere Eingänge jeweils vorbestimmte
Bezugsspannungen mit voneinander verschiedenen
Pegeln zugeführt sind, und Elemente zur Erzeugung mehrerer
verschiedener Alarmzustände auf der Grundlage von logischen
Verknüpfungen entsprechender Ausgangssignale der Vergleicher.
Bei dem ersten und dem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel
können Schaltmittel zwischen die Stromversorgung und
den zweiten Verbindungspunkt parallel mit dem ersten Widerstand
geschaltet sein, wobei die Schaltmittel geschlossen
werden, wenn das Fahrzeug eine einen vorbestimmten Wert
übersteigende Verzögerung erfährt.
Gemäß einem dritten bevorzugten Ausführungsbeispiel hat die
Fehlererkennungsvorrichtung eine Stromversorgung und ist
dadurch gekennzeichnet, daß der Zünderkreis aufweist: einen
Widerstand, dessen eines Ende geerdet ist, einen ersten
und einen zweiten Zünder, die zwischen der Spannungsversorgung
und dem Widerstand reihengeschaltet sind, und eine
Diode, deren Anode mit der Spannungsversorgung parallel zu
dem ersten und dem zweiten Zünder verbunden ist und deren
Kathode mit einem Verbindungspunkt zwischen dem zweiten
Zünder und dem Widerstand verbunden ist.
Die Erfindung ist im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Schaltbild der Fehlererkennungsvorrichtung
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der
Erfindung,
Fig. 2 ein Schaltbild eines anderen Ausführungsbeispiels
der Erfindung,
Fig. 3 ein Schaltbild eines weiteren Ausführungsbeispiels
der Erfindung,
Fig. 4 ein Ersatzschaltbild wesentlicher Teile der
Fehlererkennungsvorrichtung nach Fig. 3 und
Fig. 5 ein Schaltbild eines weiteren Ausführungsbeispiels
der Erfindung.
Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der Fehlererkennungsvorrichtung
für ein Fahrgastsicherheitssystem.
Die Vorrichtung umfaßt einen Zünderkreis 16 zur Auslösung
von Gaserzeugern (nicht gezeigt) eines Fahrgastsicherheitssystems
wie etwa eines Airbagsystems und eines Gurtstrammersystems,
und einen Fehlererkennungskreis 17 zur Fehlererkennung
in Zündern, die Teile des Zünderkreises 16
bilden.
Ein Zündschalter 1 ist mit einer Batterie B als Stromversorgung
verbunden und wird entsprechend der Betätigung
eines Anlaßschalters (nicht gezeigt) eines Kraftfahrzeugs,
in das die Fehlererkennungsvorrichtung eingebaut ist, geöffnet
bzw. geschlossen. Der Zünderkreis 16 enthält zwei
Zünder 3a, 3b, die parallel geschaltet sind und Teile der
Gaserzeuger bilden. Jeder Zünder 3a, 3b besteht aus einem
Heizdraht bekannter Art mit einem Innenwiderstand von einigen
Ohm und zündet eine Sprengladung im Gaserzeuger, wenn
eine vorbestimmte oder höhere Strommenge durch den Zünder
3a, 3b zugeführt wird. Die Zünder 3a, 3b sind im Fahrzeug
am Fahrersitz bzw. am Beifahrersitz angebracht.
Im Zünderkreis 16 sind zwei Widerstände 2, 6 zwischen dem
Zündschalter 1 und Erde reihengeschaltet, wobei die Zünder
3a, 3b zwischen ihnen angeordnet sind, so daß eine geringe
Strommenge durch die Zünder fließt. Ein Ende des Widerstands
2 ist mit dem Zündschalter 1 und das andere Ende mit
dem Zünder 3a verbunden, und der Widerstand 6 ist zwischen
ein Ende des Zünders 3b und Erde geschaltet. Eine Diode 5
als einseitig leitfähiges Element ist mit ihrer Kathode an
den Verbindungspunkt zwischen dem Widerstand 2 und dem
Zünder 3a und mit ihrer Anode an den Verbindungspunkt zwischen
dem Zünder 3b und dem Widerstand 6 gelegt, so daß,
wenn der Zündschalter 1 geschlossen ist, normalerweise ein
geringer Strom in eine vorbestimmte einzige Richtung
fließt, und zwar von der Batterie B durch den Zündschalter
1, den Widerstand 2, den Zünder 3a, den Zünder 3b und den
Widerstand 6 in dieser Reihenfolge.
Ein Verzögerungsaufnehmerschalter 4, der ein konventioneller
Quecksilberschalter sein kann, ist zwischen den Zündschalter
1 und das eine Ende des Zünders 3b parallel mit
dem Widerstand 2 geschaltet. Der Schalter 4 ist ein Einschalter,
der schließt, wenn das Fahrzeug eine einen vorbestimmten
Wert übersteigende Verzögerung erfährt.
Zwischen den Verbindungspunkt der Zünder 3a, 3b und Erde
ist ein Thyristor 15 geschaltet. Der Gate-Anschluß des
Thyristors 15 ist mit einem Ausgang eines Signalauswertungskreises
14 verbunden, der mit einem Crash-Sensor
(G-Sensor) 13 gekoppelt ist, so daß bei Verzögerung des
Fahrzeugs über einen vorbestimmten Wert hinaus der G-Sensor
13 ein Signal erzeugt, das dem Thyristor 15 durch den Signalauswertungskreis
14 zugeführt wird.
Der Fehlererkennungskreis 17 umfaßt einen Vergleicher 10,
dessen nichtinvertierender Eingang mit dem Verbindungspunkt
zwischen einem Widerstand 7 und einem Widerstand 8 verbunden
ist, die gemeinsam eine Reihenschaltung zur Erzeugung
einer vorbestimmten Bezugsspannung bilden, und dessen invertierender
Eingang mit dem Verbindungspunkt zwischen dem
Zünder 3b und dem Widerstand 6 verbunden ist. Der Ausgang
des Vergleichers 10 ist mit einem Transistor 11 zur Ansteuerung
einer Anzeigeleuchte 12 verbunden.
Nachstehend wird der Betrieb der so ausgebildeten Fehlererkennungsvorrichtung
erläutert.
Wenn der Zündschalter 1 geschlossen ist, wird dem Zünderkreis
16 eine Spannung von der Batterie B zugeführt. Wenn
das Fahrzeug z. B. in einen Zusammenstoß verwickelt ist und
über den vorbestimmten Wert verzögert wird, wird der Verzögerungsaufnehmerschalter
4 geschlossen, und gleichzeitig
erzeugt der G-Sensor 13 ein Signal und liefert dieses an
den Signalauswertungskreis 14. Dieser liefert seinerseits
ein Signal an den Thyristor 15, so daß dieser eingeschaltet
wird, wenn das Signal des G-Sensors 13 einen Zusammenstoß
bedeutet, der größer als ein vorbestimmter Wert ist. Wenn
in diesem Fall zwei Bedingungen erfüllt sind, nämlich (1)
daß der Verzögerungsaufnehmerschalter 4 geschlossen ist und
(2) der Thyristor 15 eingeschaltet ist, wird eine Speisespannung
Vi von der Batterie B durch den geschlossenen Verzögerungsaufnehmerschalter
4 direkt zum Zünder 3b sowie
durch die Diode 5 zum Zünder 3a geleitet, so daß das Fahrgastsicherheitssystem
zum Schutz der Fahrgäste ausgelöst
wird.
Wenn dagegen das Fahrzeug eine normale Verzögerung unterhalb
des vorbestimmten Werts erfährt, bleibt der Verzögerungsaufnehmerschalter
4 geöffnet. Wenn in diesem Fall
keine Unterbrechung (Trennung) in einem der Zünder 3a, 3b
vorliegt, fließt ein geringer Strom von der Batterie B
durch den Zündschalter 1, den Widerstand 2, den Zünder 3a,
den Zünder 3b und den Widerstand 6 in dieser Reihenfolge,
so daß am Widerstand 6 eine Fehlererkennungsspannung V₆
ausgebildet wird. Die Fehlererkennungsspannung V₆ wird dem
invertierenden Eingang des Vergleichers 10 zugeführt und
mit der vorbestimmten Bezugsspannung am Verbindungspunkt
zwischen den Widerständen 7, 8 verglichen. Der geringe
Strom fließt durch den Widerstand 2, den Zünder 3a, den
Zünder 3b und den Widerstand 6, während durch die Diode 5
kein Strom fließt, so daß die Fehlererkennungsspannung V₆
höher als die vorbestimmte Bezugsspannung ist. Infolgedessen
bleibt der Pegel des Ausgangssignals des Vergleichers
10 niedrig, so daß der Transistor 11 abgeschaltet und die
Anzeigeleuchte 12 unbetätigt bleibt.
Wenn jedoch eine Trennung in einem Zünder oder in beiden
Zündern 3a, 3b auftritt, wird dem Widerstand 6 weder von
der Diode 5 noch von den Zündern 3a, 3b ein Strom zugeführt,
so daß die Fehlererkennungsspannung V₆ den Pegel 0 V
annimmt, der niedriger als die vorbestimmte Bezugsspannung
ist. Infolgedessen nimmt das Ausgangssignal des Vergleichers
10 den Hochpegel an, so daß der Transistor 11 eingeschaltet
wird und die Anzeigeleuchte 12 betätigt, um die
Trennung eines oder beider Zünder 3a, 3b anzuzeigen.
Fig. 2 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel. Dieses unterscheidet
sich vom ersten Ausführungsbeispiel dadurch, daß
der Widerstand 2 und der Verzögerungsaufnehmerschalter 4
entfallen und die einseitig leitfähige Diode 5 in anderer
Weise geschaltet ist. Dabei sind gleiche Teile wie in Fig. 1
mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet und nicht nochmals
im einzelnen erläutert. Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel
ist der Zünder 3a direkt mit dem Zündschalter 1 gekoppelt,
und die Diode 5 ist parallel zu den Zündern 3a, 3b mit dem
Widerstand 6 gekoppelt. Die Kathode der Diode 5 ist mit
einem Ende des Zünders 3b und ihre Anode mit dem Zündschalter
1 gekoppelt.
Wenn das Fahrzeug eine normale Verzögerung unterhalb des
vorbestimmten Werts erfährt, ohne daß die Zünder 3a, 3b
getrennt werden, fließt ein geringer Strom durch den Zünder
3a, den Zünder 3b und den Widerstand 6 in dieser Reihenfolge,
so daß am Widerstand 6 eine Fehlererkennungsspannung
V₆ ausgebildet wird. Da der Innenwiderstand R der Zünder
3a, 3b erheblich niedriger als derjenige der Diode 5 ist,
fließt der geringe Strom durch die Zünder 3a, 3b zum Widerstand
6, ohne durch die Diode 5 zu fließen. Die Fehlererkennungsspannung
V₆ wird dem Vergleicher 10 zugeführt und
mit der vorbestimmten Bezugsspannung V₈ am Verbindungspunkt
zwischen den Widerständen 7, 8 verglichen.
Die Fehlererkennungsspannung V₆ ändert sich in Abhängigkeit
von der An- oder Abwesenheit einer Trennung in den Zündern
3a, 3b wie unten angegeben, und zwar unter der Voraussetzung,
daß der Widerstandswert des Widerstands 6 R₆ ist und
der Spannungsabfall an der Diode 5 VD 5 ist (normalerweise
ca. 0,7 V):
- (1) Wenn in keinem der Zünder 3a, 3b eine Trennung vorliegt, dann gilt:
- (2) Wenn in einem oder beiden Zündern 3a, 3b eine Trennung vorliegt, dann gilt: V6-1 = Vi-VD 5 .
Andererseits sind die Widerstandswerte der Widerstände 7, 8
so vorgegeben, daß die am nichtinvertierenden Eingang des
Vergleichers anliegende Bezugsspannung V₈ zwischen den
Werten V6-0 und V6-1 liegt (V6-0<V₈<V6-1). Wenn also beide
Zünder 3a, 3b normal sind, ist die Fehlererkennungsspannung
V₆ höher als die vorbestimmte Bezugsspannung V₈, so
daß der Pegel des Ausgangssignals des Vergleichers niedrig
bleibt und den Transistor 11 im Ausschaltzustand hält. Infolgedessen
bleibt die Anzeigeleuchte 12 ausgeschaltet.
Wenn jedoch in einem oder beiden Zündern 3a, 3b eine Trennung
vorliegt, wird die Fehlererkennungsspannung V₆ niedriger
als die vorbestimmte Bezugsspannung V₈, so daß der
Pegel des Ausgangssignals des Vergleichers 10 hoch wird und
dadurch den Transistor 11 einschaltet. Infolgedessen wird
die Anzeigeleuchte 12 betätigt und zeigt die Trennung eines
oder beider Zünder 3a, 3b an.
Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel. Dieses unterscheidet
sich von den beiden vorhergehenden dadurch, daß
erkannt werden kann, welcher Zünder 3a, 3b eine Trennung
aufweist. Dabei sind wiederum gleiche Teile wie in Fig. 1
gleich bezeichnet und werden nicht erneut beschrieben. Im
dritten Ausführungsbeispiel sind Widerstände 18a und 18b
jeweils den Zündern 3a bzw. 3b parallel geschaltet, und der
Verbindungspunkt a zwischen den Zündern 3a, 3b ist mit dem
Eingang des Fehlererkennungskreises 17 gekoppelt. Im Fehlererkennungskreis
17 sind drei Vergleicher 23, 24 und 25
einander parallel geschaltet, so daß die nichtinvertierenden
Eingänge der Vergleicher 23, 24 mit dem Verbindungspunkt a
gekoppelt sind, während die invertierenden Eingänge der
Vergleicher 23, 24 ebenso wie der nichtinvertierende Eingang
des Vergleichers 25 mit den jeweiligen Verbindungspunkten
zwischen reihengeschalteten Widerständen 19 und 20,
20 und 21 sowie 21 und 22 verbunden sind. Entsprechende
Ausgänge der Vergleicher 23, 24 und 25 sind mit zugehörigen
Eingängen von UND-Gliedern 29, 30 und 31 gekoppelt. Die
Ausgänge der UND-Glieder 29, 30 sind jeweils mit zugehörigen
Eingängen von ODER-Gliedern 32, 33 gekoppelt, während
der Ausgang des UND-Glieds 30 mit den anderen Eingängen der
ODER-Glieder 32, 33 gekoppelt ist. Die Ausgänge der ODER-
Glieder 32, 33 sind jeweils mit zugehörigen Transistoren
11a, 11b zur Ansteuerung von Anzeigeleuchten 12a, 12b gekoppelt.
Fig. 4 ist ein Ersatzschaltbild wesentlicher Teile des
Zünderkreises 16 unter der Bedingung, daß das Fahrzeug eine
normale Verzögerung unterhalb des vorbestimmten Werts erfährt
(wobei der Verzögerungsaufnehmerschalter 4 offen
ist). Wenn man die Widerstandswerte der Widerstände 2, 6,
18a und 18b jeweils mit R₂, R₆, R18a und R18b bezeichnet,
so ist die Beziehung zwischen den Widerstandswerten R₂, R₆,
R18a und R18b so vorgegeben, daß R₂ = R₆ = R18a = R,
R18b = R×2, R18a»R3a und R18b»R3b. Bei dieser Anordnung
ändert sich die Fehlererkennungsspannung Va am Verbindungspunkt
a in Fig. 3 in Abhängigkeit von der An- oder Abwesenheit
einer Trennung in den Zündern 3a, 3b wie folgt:
- (1) Wenn in keinem Zünder 3a, 3b eine Trennung vorliegt, dann ist
- (2) Wenn nur im Zünder 3a eine Trennung vorliegt, dann ist
- (3) Wenn nur im Zünder 3b eine Trennung vorliegt, dann ist
- (4) Wenn in beiden Zündern 3a, 3b eine Trennung vorliegt, dann ist
Die entsprechenden Widerstandswerte der Widerstände 19-22
sind so eingestellt, daß ³/₅Vi<V23a<¾Vi,
Vi/2<V24a<³/₅Vi, Vi/3<V25a<Vi/2, und zwar mit der Maßgabe,
daß die jeweiligen vorbestimmten Bezugsspannungen an
den invertierenden Eingängen der Vergleicher 23, 24 und dem
nichtinvertierenden Eingang des Vergleichers 25 mit V23a
bzw. V24a bzw. V25a bezeichnet sind.
Daher bildet die so ausgelegte Fehlererkennungsschaltung 17
eine Logikschaltung, die entsprechend der folgenden Wahrheitswertetafel
arbeitet:
Aus der Wahrheitswertetafel ist ersichtlich, daß bei Abwesenheit
einer Trennung im Zünder 3a und Anwesenheit einer
Trennung im Zünder 3b der Pegel des Ausgangssignals des
Vergleichers 25 hoch ist, so daß das UND-Glied 31 und das
ODER-Glied 33 beide ein Hochpegel-Ausgangssignal haben, so
daß der Transistor 11b eingeschaltet wird und die Anzeigeleuchte
12b betätigt.
Wenn dagegen eine Trennung im Zünder 3a, jedoch keine Trennung
im Zünder 3b vorliegt, wird die Anzeigeleuchte 12a in
gleicher Weise betätigt.
Auf diese Weise ist es möglich, entsprechend dem Auftreten
einer Trennung in einem oder beiden Zündern 3a, 3b auf der
Grundlage der Anzeige durch die Anzeigeleuchten 12a, 12b
einen unterbrochenen Zünder sofort festzustellen.
Bei dem vorstehend erläuterten Ausführungsbeispiel
ist im Fehlererkennungskreis 17 ein Schalter 37 angeordnet,
der aufgrund des Betriebs des Verzögerungsaufnehmerschalters
4 aktiviert wird und verhindert, daß das Schließen des
Verzögerungsaufnehmerschalters 4 die Fehlererkennungsspannung
Va beeinflußt und somit ein fehlerhaftes Aufleuchten
der Anzeigeleuchten 12a, 12b bewirkt.
Ferner werden zwar bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen
zwei Zünder verwendet, die Erfindung ist aber auch
bei einer Anordnung mit drei oder mehr Zündern anwendbar.
Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, das sich vom
ersten dadurch unterscheidet, daß es drei Zünder 3a, 3b und
3c und zwei einseitig leitfähige Dioden 5 und 40 im Zünderkreis
16 enthält. Dabei werden wiederum gleiche Bezugszeichen
für gleiche Teile wie in Fig. 1 verwendet und solche
Teile nicht erneut beschrieben. Der Zünder 3c ist zwischen
den Verbindungspunkt des Verzögerungsaufnehmerschalters 4
mit dem Zünder 3b und den Verbindungspunkt des invertierenden
Eingangs des Vergleichers 10 mit dem Widerstand 6 geschaltet.
Die einseitig leitfähige Diode 40 ist zwischen
den Verbindungspunkt des Zünders 3a mit der Kathode des
Thyristors 15 und den Verbindungspunkt des invertierenden Eingangs
des Vergleichers 10 mit dem Widerstand 6 geschaltet.
Wenn bei dieser Anordnung zwei Bedingungen erfüllt sind,
d. h. (1) der Verzögerungsaufnehmerschalter 4 ist geschlossen,
und (2) der Thyristor 15 ist eingeschaltet, wird die
Speisespannung Vi von der Spannungsquelle B durch den geschlossenen
Verzögerungsaufnehmerschalter 4 direkt dem Zünder
3b und dem Zünder 3c sowie durch die Diode 5 dem Zünder
3a zugeführt, so daß das Fahrgastsicherheitssystem zum
Schutz der Fahrgäste ausgelöst wird.
Wenn andererseits das Fahrzeug unterhalb des vorbestimmten
Werts normal verzögert wird, bleibt der Verzögerungsaufnehmerschalter
4 offen. Wenn dabei keine Trennung in einem
der Zünder 3a, 3b, 3c vorliegt, fließt ein kleiner Strom
von der Batterie B durch den Zündschalter 1, den Widerstand
2, den Zünder 3a, den Zünder 3b, den Zünder 3c und den
Widerstand 6 in dieser Reihenfolge, so daß sich am Widerstand
6 eine Fehlererkennungsspannung V₆ ausbildet. Diese
wird dem invertierenden Eingang des Vergleichers 10 zugeführt
und mit der vorbestimmten Spannung am Verbindungspunkt
der Widerstände 7, 8 verglichen. Der geringe Strom
fließt durch den Widerstand 2, den Zünder 3a, den Zünder
3b, den Zünder 3c und den Widerstand 6, während kein Strom
durch die Diode 5 und die Diode 40 fließt, so daß die Fehlererkennungsspannung
V₆ höher als die vorbestimmte Bezugsspannung
ist. Infolgedessen bleibt der Pegel des Ausgangssignals
des Vergleichers 10 niedrig, so daß der Transistor
11 ausgeschaltet und die Anzeigeleuchte 12 unbetätigt
bleibt.
Wenn jedoch in einem oder sämtlichen Zündern 3a, 3b, 3c
eine Trennung auftritt, wird dem Widerstand 6 durch keine
der Dioden 5, 40 und keinen Zünder 3a, 3b, 3c ein Strom
zugeführt, so daß die Fehlererkennungsspannung V₆ einen
Pegel 0 V annimmt, der niedriger als die vorbestimmte Bezugsspannung
ist. Infolgedessen nimmt das Ausgangssignal
des Vergleichers 10 den Hochpegel an, so daß der Transistor
11 eingeschaltet wird und die Anzeigeleuchte 12 ansteuert,
die die Trennung eines oder sämtlicher Zünder 3a, 3b, 3c
anzeigt.
Bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen wird
zwar eine Trennung in den Zündern als Fehler im Fahrgastsicherheitssystem
erkannt; alternativ können aber andere
Fehler wie etwa ein Kurzschluß in den Zündern und eine
Trennung der Zünder von ihren benachbarten Teilen und/oder
ihren Zuleitungen erfaßt werden.
Claims (7)
1. Fehlererkennungsvorrichtung für ein Fahrgastsicherheitssystem
in einem Kraftfahrzeug, mit
- - einem Betriebsspannungsanschluß,
- - mindestens einem ersten und einem zweiten Zünder, die in einem Aktivierungsstromweg einander parallel geschaltet sind,
- - Mitteln zur Erzeugung eines gemeinsamen Signals zur Aktivierung der Zünder und Auslösung des Systems, wenn das Fahrzeug eine einen vorbestimmten Wert übersteigende Verzögerung erfährt,
- - einem Zünderkreis, der die Zünder, wenigstens einen Widerstand, der mit den Zündern so gekoppelt ist, daß durch die Zünder ein kleiner Strom fließt, und eine Diode, die mit den Zündern und dem wenigstens einen Widerstand derart gekoppelt ist, daß der kleine Strom in einer einzigen vorbestimmten Richtung durch die Zünder fließt, enthält, und
- - einem Fehlererkennungskreis zur Erkennung eines Fehlers in einem der Zünder auf der Grundlage einer Spannung an einer vorbestimmten Stelle im Zünderkreis,
dadurch gekennzeichnet, daß die Diode (5) so geschaltet ist, daß
der kleine Strom in Reihe durch die Zünder (3a; 3b) fließt.
2. Fehlererkennungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher der
Widerstand (2) mit einem Ende mit dem Betriebsspannungsanschluß
verbunden ist und ein zweiter Widerstand (6) im Zünderkreis (16)
mit einem Ende geerdet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
Diode (5) mit ihrer Kathode mit einem ersten Verbindungspunkt
zwischen dem ersten Widerstand (2) und dem ersten Zünder (3a)
und mit ihrer Anode mit einem zweiten Verbindungspunkt zwischen
dem zweiten Widerstand (6) und dem zweiten Zünder (3b) verbunden
ist und daß ein Schalter (4), der schließt, wenn das Fahrzeug
eine über den vorbestimmten Wert hinausgehende Verzögerung
erfährt, zwischen den Betriebsspannungsanschluß und den zweiten
Verbindungspunkt geschaltet ist.
3. Fehlererkennungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Fehlererkennungskreis (17) einen
Vergleicher (10), dessen einer Eingang mit dem zweiten
Verbindungspunkt im Zünderkreis (16) verbunden ist und dessen
anderem Eingang eine vorbestimmte Bezugsspannung zugeführt ist,
sowie Elemente (11; 12) zur Auslösung eines Alarms auf der
Grundlage des Ausgangssignales des Vergleichers (10) enthält.
4. Fehlererkennungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß dem ersten und dem zweiten Zünder (3a; 3b)
jeweils ein weiterer Widerstand (18a; 18b) parallelgeschaltet
ist und daß der Fehlererkennungskreis (17) eine Vielzahl von
Vergleichern (23; 24; 25) enthält, deren eine Eingänge mit einem
vorbestimmten Punkt (a) im Zünderkreis (16) verbunden sind und
deren anderen Eingängen jeweils vorbestimmte Bezugsspannungen
mit voneinander verschiedenen Größen zugeführt sind, und Elemente
(32; 33; 11a; 11b; 12a; 12b) zur Erzeugung mehrerer verschie
dener Alarmzustände auf der Grundlage von logischen Verknüpfungen
der Ausgangssignale der Vergleicher (23; 24; 25) enthält.
5. Fehlererkennungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher der
Widerstand (6) mit einem Ende geerdet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Diode (5) zwischen den Betriebsspannungsanschluß
und den Widerstand (6) geschaltet sowie den in Reihe geschalteten
Zündern (3a; 3b) parallel geschaltet ist, wobei die Diode
(5) mit ihrer Anode mit dem Betriebsspannungsanschluß und mit
ihrer Kathode mit einem Verbindungspunkt zwischen dem zweiten
Zünder (3b) und dem Widerstand (6) verbunden ist, und daß der
Widerstand der Zünder (3a; 3b) erheblich niedriger als der
Durchlaßwiderstand der Diode (5) ist.
6. Fehlererkennungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Fehlererkennungskreis (17) einen Vergleicher
(10), dessen einer Eingang mit dem Verbindungspunkt zwischen der
Diode (5) und dem Widerstand (6) gekoppelt und dessen anderem
Eingang eine vorbestimmte Bezugsspannung zugeführt ist, und
Elemente (11; 12) zur Alarmerzeugung aufgrund eines Ausgangssignals
des Vergleichers (10) aufweist.
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