[go: up one dir, main page]

DE3324562C2 - Sechswalzengerüst - Google Patents

Sechswalzengerüst

Info

Publication number
DE3324562C2
DE3324562C2 DE19833324562 DE3324562A DE3324562C2 DE 3324562 C2 DE3324562 C2 DE 3324562C2 DE 19833324562 DE19833324562 DE 19833324562 DE 3324562 A DE3324562 A DE 3324562A DE 3324562 C2 DE3324562 C2 DE 3324562C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
roll
chocks
rolls
roll stand
work
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE19833324562
Other languages
English (en)
Other versions
DE3324562A1 (de
Inventor
Michael Sendzimir
John W Turley
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
T Sendzimir Inc
Original Assignee
T Sendzimir Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by T Sendzimir Inc filed Critical T Sendzimir Inc
Priority to DE19833324562 priority Critical patent/DE3324562C2/de
Publication of DE3324562A1 publication Critical patent/DE3324562A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3324562C2 publication Critical patent/DE3324562C2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B13/00Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories
    • B21B13/14Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories having counter-pressure devices acting on rolls to inhibit deflection of same under load; Back-up rolls
    • B21B13/145Lateral support devices for rolls acting mainly in a direction parallel to the movement of the product
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B13/00Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories
    • B21B13/001Convertible or tiltable stands, e.g. from duo to universal stands, from horizontal to vertical stands
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B13/00Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories
    • B21B13/02Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories with axes of rolls arranged horizontally
    • B21B2013/025Quarto, four-high stands
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B13/00Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories
    • B21B13/02Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories with axes of rolls arranged horizontally
    • B21B2013/028Sixto, six-high stands

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Reduction Rolling/Reduction Stand/Operation Of Reduction Machine (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Sechswalzengerüst der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art.
Bei einem aus der US-PS 4 270 377 bekannten Sechswalzengerüst dieser Art sind die Träger der seitlichen Stützwalzenanordnungen an den Einbaustücken der Stützwalzen schwenkbar gelagert. Ein Austausch der Zwischenwalzen oder der seitlichen Stützwalzenanordnungen erfordert daher einen aufwendigen und zeitraubenden Ausbau der Stützwalzen. Ferner ist es schwierig, das Walzgerüst zwischen verschiedenen Konfigurationen umzurüsten, beispielsweise von einem Sechswalzengerüst zu einem Vierwalzengerüst und umgekehrt, oder auch von einem Sechswalzengerüst mit seitlich abgestützten, radial nicht gelagerten kleinen Arbeitswalzen zu einem herkömmlichen Sechswalzengerüst mit radial gelagerten größeren Arbeitswalzen und umgekehrt.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Sechswalzengerüsts, das einen einfachen und schnellen Ein- und Ausbau der Zwischenwalzen und der seitlichen Stützwalzenanordnungen sowie eine einfache Umrüstung zwischen verschiedenen Konfigurationen ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Bei dem Sechswalzengerüst nach der Erfindung braucht zum Austausch einer Zwischenwalze oder der seitlichen Stützwalzenanordnungen lediglich die Zwischenwalzen-Baugruppe als Ganzes in axialer Richtung aus dem Walzgerüst herausgezogen bzw. in dieses hineingeschoben zu werden. Ebenso schnell und einfach kann die Zwischenwalzen-Baugruppe zur Umrüstung auf eine andere Konfiguration durch eine andere Baugruppe oder auch zwei Baugruppen mit entsprechend angepaßten Einbaustücken ersetzt werden, beispielsweise durch die radial gelagerte Arbeitswalze eines Vierwalzengerüsts oder durch die Zwischenwalze und die radial gelagerte Arbeitswalze eines herkömmlichen Sechswalzengerüsts.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch ein Sechswalzengerüst mit seitlich abgestützten Arbeitswalzen gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch die obere Hälfte eines Sechswalzengerüsts nach dem Stand der Technik,
Fig. 3 einen Teilschnitt nach Linie 3-3 in Fig. 1,
Fig. 4 eine zum Teil geschnittene Ansicht nach Linie 4-4 in Fig. 1,
Fig. 5 einen Schnitt nach Linie 5-5 in Fig. 4,
Fig. 6 einen Schnitt nach Linie 6-6 in Fig. 4,
Fig. 7 eine schaubildliche Ansicht einer vollständigen Zwischenwalzen-Baugruppe des Sechswalzengerüsts von Fig. 1 mit den Einbaustücken und den Trägern der seitlichen Stützwalzenanordnungen,
Fig. 8 eine schaubildliche Ansicht der Arbeitswalze eines Vierwalzengerüsts, die zu der Zwischenwalzen-Baugruppe eines Sechswalzengerüsts nach Fig. 4 paßt, und
Fig. 9 zusammengesetzte senkrechte Teilschnitte einer weiteren Ausführungsform des Sechswalzengerüsts, wobei in der rechten Hälfte der Figur das Walzgerüst in der herkömmlichen Sechswalzen-Konfiguration und in der linken Hälfte der Figur das Walzgerüst in der Konfiguration mit seitlich abgestützten Arbeitswalzen dargestellt ist.
Fig. 1 zeigt einen senkrechten Schnitt durch ein Sechswalzengerüst gemäß der Erfindung, und Fig. 2 zeigt die obere Hälfte eines aus der US-PS 4 270 377 bekannten Sechswalzengerüsts. Die nicht dargestellte untere Hälfte dieses bekannten Sechswalzengerüsts entspricht im wesentlichen einem Spiegelbild der oberen Hälfte. Einander entsprechende Teile der Sechswalzengerüste von Fig. 1 und 2 sind mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Zum besseren Verständnis soll zunächst das bekannte Sechswalzengerüst von Fig. 2 beschrieben werden.
Das Sechswalzengerüst von Fig. 2 ist mit kleinen Arbeitswalzen 30, Stützwalzen 23 und dazwischen angeordneten Zwischenwalzen 27 ausgerüstet. In Fig. 2 ist die obere Walzengruppe gezeigt. Die Stützwalzen 23 unnd die Zwischenwalzen 27 sind in Einbaustücken 24 radial gelagert, während die Arbeitswalzen 30 sich frei verlagern können. Die Einbaustücke 24 sind in den Ständern 35 des Walzgerüsts verschiebbar. Die Walzkräfte werden in senkrechter Richtung über die Arbeitswalzen 30, die Zwischenwalzen 27, die Stützwalzen 23 und die Einbaustücke 24 auf Spindeln 33 übertragen, welche die Kräfte auf die Ständer 35 weiterleiten. Die Stützwalzen 23 oder die Zwischenwalzen 27 können angetrieben sein, und das Walzmoment wird den Arbeitswalzen 30 durch Reibungsantrieb von den Zwischenwalzen 27 erteilt.
Die auftretende Drehmomentkraft wirkt in horizontaler Richtung auf die Arbeitswalzen entgegengesetzt zur Fortschrittsrichtung des Walzguts.
Jede Arbeitswalze 30 ist durch zwei seitliche Stützwalzenanordnungen abgestützt. Die Stützwalzenanordnungen liefern die notwendige horizontale Gegenkraft, um die Arbeitswalze 30 in Stellung zu halten. Die linke Stützwalzenanordnung unterstützt die Arbeitswalze 30, wenn in der Richtung von links nach rechts gewalzt wird, während die rechte Stützwalzenanordnung die Arbeitswalze 30 abstützt, wenn das Walzen in der Richtung von rechts nach links stattfindet. Jede Stützwalzenanordnung besteht aus einer seitlichen Stützwalze 28 und zwei Rollensätzen 21 und 22. Jeder Rollensatz 21, 22 ist mittels Wälzlagern 47 auf einer ortsfesten Achse 46 gelagert. Jede Achse 46 ist an verschiedenen Stellen ihrer Länge durch Rippen 20 an einem seitlichen Stützbalken 40 abgestützt. Jeder seitliche Stützbalken 40 ist an Schwenkträgern 48 aufgehängt, die ihrerseits über Lagerbuchsen 39 und Lagerbolzen 59 an den Einbaustücken 24 gelagert sind. Die Stellung jedes seitlichen Stützbalkens 40 ist durch mit Stellschrauben 42 versehene Bolzen 41 festgelegt. Die Bolzen 41 sind in einem Abstandsbalken 43 geführt, der sich zwischen den Ständern 35 erstreckt und mit diesen durch Schrauben 44 verbunden ist. Die Stellschrauben 42 dienen dazu, die Arbeitswalze 30 so einzustellen, daß sie in vertikaler Richtung mit der Zwischenwalze 27 und der Stützwalze 23 fluchtet. Ferner wird mit Hilfe der Stellschrauben 42 das horizontale Spiel zwischen der Arbeitswalze 30 und den seitlichen Stützwalzen 28 eingestellt, das sich beispielsweise ändert, wenn die Walzen während ihrer Lebenszeit nachgeschliffen werden. Die Einstellung erfolgt so, daß nur eine kleine Arbeitstoleranz verbleibt.
Das in Fig. 1 dargestellte Walzgerüst hat die gleiche Walzenanordnung wie das Walzgerüst von Fig. 2. Unterschiede bestehen jedoch hinsichtlich der Lagerung der seitlichen Stützwalzenanordnungen und der Ausbildung der seitlichen Stützbalken. Zur Erläuterung dieser Unterschiede wird zusätzlich auf die Fig. 3 bis 7 Bezug genommen.
Bei dem Walzgerüst von Fig. 2 ist es erforderlich, die Stützwalzen 23 zu demontieren, wenn die Zwischenwalze 27 und die seitlichen Stützwalzenanordnungen aus dem Walzgerüst ausgebaut werden sollen, beispielsweise zum Zweck der Wartung oder um abgenutzte Walzen zu ersetzen. Das Demontieren von Stützwalzen ist sehr zeitraubend und nimmt bei einem Vierwalzengerüst oder Sechswalzengerüst normalerweise bis zu acht Stunden in Anspruch. Das ergibt einen erheblichen Produktionsausfall. Die in den Fig. 1 und 3 bis 7 dargestellte Ausbildung des Sechswalzengerüsts ermöglicht einen einfachen und schnellen Ausbau der Zwischenwalzen und der seitlichen Stützwalzenanordnungen.
Wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich ist, erstrecken sich Achsen 62 zwischen dem antriebsseitigen Einbaustück 60 der Zwischenwalze 27 und dem bedienungsseitigen Einbaustück 66 der Zwischenwalzen 27. An den Einbaustücken 60 und 66 sind Ansätze 65 vorhanden, welche Bohrungen aufweisen, in die die Enden der Achsen 62 eingreifen. Die Achsen 62 werden durch Federstifte 64 in den Ansätzen 65 festgehalten. Das bedienungsseitige Einbaustück 66, das in der Darstellung zweistückig ist, aber auch einstückig ausgebildet sein kann, ist mit Schlitzen zur Aufnahme von Riegeln 67 versehen, die durch Schrauben 68 gesichert sind. Dadurch wird die ganze aus der Zwischenwalze 27, den Einbaustücken 60 und 66, den Achsen 62 und den seitlichen Stützwalzenanordnungen bestehende Baugruppe im Walzgerüst festgelegt.
Zur Halterung der seitlichen Stützwalzenanordnungen sind Träger 61 vorgesehen, die über ihre ganze Länge Bohrungen aufweisen, durch die sich die Achsen 62 erstrecken. Geflanschte Hülsen 63 sichern die Stellung der Träger 61 mittels radialer und axialer Lagerflächen. Die Hülsen 63 bestehen aus Phosphorbronze oder irgendeinem anderen geeigneten Lagermetall.
Die Konstruktion der oberen Zwischenwalzen-Baugruppe ist schaubildlich in Fig. 7 gezeigt. Die gesamte obere Zwischenwalzen-Baugruppe besteht aus dem antriebsseitigen Einbaustück 60, dem bedienungsseitigen Einbaustück 66, der Zwischenwalze 27, den beiden Trägern 61 und den beiden von den Trägern 61 getragenen Stützwalzenanordnungen. Jede seitliche Stützwalzenanordnung besteht aus der seitlichen Stützwalze 28, den Rollensätzen 21 und 22, den Wälzlagern 47 und der Achse 46 für den Rollensatz 22 (Fig. 5) und den Wälzlagern 47a und der Achse 46a für den Rollensatz 21 (Fig. 6). Außerdem sind noch andere kleine Teile wie Schrauben und Sicherungselemente vorhanden, welche zu den Trägern gehören, aber der Klarheit wegen in der Zeichnung nicht dargestellt sind.
Aus den Fig. 2 und 3 kann man entnehmen, daß die Träger 61 und die seitlichen Stützwalzenanordnungen platzmäßig in die Breite der Einbaustücke 60 und 66 der Zwischenwalzen 27 passen, so daß die gesamte Zwischenwalzen-Baugruppe durch Verschiebung in Richtung der Walzenachse in das Walzgerüst eingesetzt und aus diesem herausgezogen werden kann.
Das bedienungsseitige Einbaustück 66 hat einen Ansatz 73, der durch Schrauben 74 befestigt ist. Der Ansatz 73 ermöglicht es, die ganze Baugruppe mittels einer Tragstange anzuheben. Die Baugruppe kann daher mittels der Tragstange schnell aus dem Walzgerüst entfernt bzw. in dieses eingesetzt werden. Das Verfahren beim Herausnehmen der Baugruppe entspricht genau dem bekannten Verfahren beim Austausch der Arbeitswalzen eines Vierwalzengerüsts. Man geht also wie folgt vor:
  • 1. man stützt die Antriebsspindeln;
  • 2. Schlauchverbindungen, welche Schmiermittel, Kühlmittel oder hydraulisches Öl liefern, werden getrennt;
  • 3. die Riegel 67 werden gelöst;
  • 4. unter Benutzung der Tragstange wird die obere Zwischenwalzen-Baugruppe entfernt;
  • 5. unter Benutzung der Tragstange wird die untere Zwischenwalzen-Baugruppe entfernt.
Beim Wiedereinbau wird das Verfahren umgekehrt. Es benötigt normalerweise etwa zwanzig Minuten.
Fig. 8 zeigt eine typische Arbeitswalzen-Baugruppe eines Vierwalzengerüsts. Die Baugruppe besteht aus der Arbeitswalze 81, dem antriebsseitigen Einbaustück 83 und dem bedienungsseitigen Einbaustück 82. Das bedienungsseitige Einbaustück 82 hat einen Ansatz 86, auf die die Tragstange paßt, wenn die Baugruppe aus dem Walzgerüst ausgebaut oder in dasselbe eingebaut werden soll.
Wie ohne weiteres ersichtlich, kann die in Fig. 7 dargestellte Zwischenwalzen-Baugruppe außerhalb und innerhalb des Walzgerüsts in gleicher Weise gehandhabt werden wie die in Fig. 8 dargestellte Arbeitswalzen-Baugruppe eines Vierwalzengerüsts. Wenn die Einbaustücke 82, 83 der Arbeitswalzen-Baugruppe von Fig. 8 die gleichen Grundabmessungen und den gleichen Raumbedarf haben wie die Einbaustücke 82, 83 der Zwischenwalzen-Baugruppe von Fig. 3 bis 7 und die Arbeitswalze 81 geeignete Abmessungen hat, ist es möglich, die Arbeitswalzen und die Zwischenwalzen-Baugruppen vollständig aus dem Walzgerüst von Fig. 1 und 3 herauszunehmen und zwei Arbeitswalzen-Baugruppen nach Fig. 8 in das Walzgerüst einzusetzen und dadurch das Sechswalzengerüst in ein Vierwalzengerüst umzuwandeln. Wenn ferner der Ansatz 73 der Zwischenwalzen-Baugruppe von Fig. 7 den gleichen Durchmesser und die gleiche Länge wie der Ansatz 86 der Arbeitswalzen-Baugruppe von Fig. 8 hat, kann die gleiche Tragstange benutzt werden, um die beiden Baugruppensätze zu bedienen und so eine sehr schnelle Umrüstung des Walzgerüsts von einem Vierwalzengerüst in ein Sechswalzengerüst und umgekehrt zu bewirken. Diese Möglichkeit ist von großem Wert, da es einige Anwendungsfälle (wie z. B. das Temperwalzen) gibt, bei denen eine große Arbeitswalze vorteilhaft ist. Für viele Anwender ist daher ein Walzgerüst, das beispielsweise aus einem Temperwalzgerüst mit großen Arbeitswalzen schnell in ein Auswalzgerüst mit kleinen Arbeitswalzen umgerüstet werden kann, von großem Wert.
Gemäß einer anderen Ausführungsform sind die Träger 61 an den Einbaustücken 60 und 66 auf horizontalen Gleitbahnen statt schwenkbar gelagert. Die genaue Art der Lagerung an den Einbaustücken ist nicht von Bedeutung, vorausgesetzt, daß die Träger in einer vertikalen Ebene gelagert sind, die parallel zu den Walzenachsen gelegen ist, und daß sie in horizontaler Richtung senkrecht zu den Walzenachsen beweglich sind.
Die Träger 61 haben schwalbenschwanzförmige Schlitze, in welchen Abstandsstücke 69 verschiebbar sind (Fig. 5 und 6). Diese Abstandsstücke 69 können schnell gewechselt werden und sind in verschiedenen Sätzen mit verschiedenen Dicken vorhanden. Die Abstandsstücke 69 werden dazu verwendet, die Arbeitswalzenachsen an oder nahe der vertikalen Mittellinie des Walzgerüsts zu halten und übermäßiges Spiel zu vermeiden, das nach einer Abnutzung der Arbeitswalzen 30 auftreten würde. Bei einer anderen Ausführungsform ist der schwalbenschwanzförmige Schlitz in jedem Träger 61 in einem Winkel zu den Walzenachsen angeordnet, so daß die Schlitztiefe mit der Länge des Trägers 61 linear zunimmt. Ein Abstandsstück 69, welches in diesen Schlitz paßt, ist mit einer Verjüngung oder Keilform versehen, die dem Schlitzwinkel entspricht, so daß nach dem Zusammensetzen die gebogene Druckfläche auf dem Abstandsstück 69 parallel zu den Walzenachsen verbleibt. Es sind Mittel vorgesehen, um jedes der Abstandsstücke 69 in der Richtung parallel zu den Walzenachsen einzustellen. Infolge der Wirkung der Verjüngung oder Keilform bewegen sich die Abstandsstücke 69 in seitlicher Richtung, d. h. senkrecht zu der die Arbeitswalzenachsen enthaltenden vertikalen Ebene, wenn diese Einstellung gemacht wird, wodurch sich die wirksame Dicke des Abstandsstücks 69 ändert. Auf diese Weise kann ein seitliches Spiel ohne die Notwendigkeit einer Auswechslung der Abstandsstücke 69 eingestellt werden. Die Abstandsstücke 69 haben eine gebogene Anlagefläche, um sicherzustellen, daß sie niemals eckenbelastet sind. Dies ist wichtig, weil die Träger 61 für jede Dicke der Abstandsstücke 69 auf der Achse 62 in eine unterschiedliche Stellung schwenken. Die Träger 61 haben Öffnungen 70 (Fig. 5 und 7), durch die kühlendes und schmierendes Öl mit Hilfe von Sprühdüsen 72 den Walzen zugeleitet werden kann. Die Sprühdüsen 72 sind in den ortsfesten seitlichen Stützbalken 32 und 34 angeordnet (Fig. 2).
Bei einer in Fig. 9 gezeigten weiteren Ausführungsform, die im allgemeinen für neue Walzgerüste oder für die Umrüstung herkömmlicher vorhandener Sechswalzengerüste gedacht ist, wo gelegentlich ein Betrieb mit großen Arbeitswalzen erwünscht ist, ist das Walzgerüst zwischen einem herkömmlichen Sechswalzengerüst und einem Sechswalzengerüst mit seitlich abgestützten Arbeitswalzen umrüstbar. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß seitlich einstellbare Zwischenwalzen in Verbindung mit großen Arbeitswalzen 81 verwendbar sind und daß es außerdem keinen Wechsel in der Drehrichtung des Antriebs gibt. In solchen Fällen würde daher ein herkömmlicher Sechswalzenbetrieb einem Vierwalzenbetrieb vorgezogen werden. Diese Möglichkeit ist normalerweise nicht durch Umrüstung eines bestehenden Vierwalzengerüsts gegeben, weil die Höhe der Ständerfenster üblicherweise nicht ausreicht, um eine Sechswalzengruppe mit großen Arbeitswalzen, also eine herkömmliche Sechswalzengruppe zuzulassen.
Fig. 9 zeigt einen geteilten senkrechten Schnitt durch ein Sechswalzengerüst, und zwar links mit seitlich abgestützten kleinen Arbeitswalzen 30 und rechts mit dem herkömmlichen Sechswalzenaufbau. Der Sechswalzenaufbau mit seitlich abgestützten Arbeitswalzen 30 entspricht im wesentlichen demjenigen von Fig. 1. Der einzige Unterschied besteht in der Höhe der ortsfesten Stützbalken 32 und 34, welche vergrößert ist. Der herkömmliche Sechswalzenaufbau ist der übliche mit radial in Einbaustücken gelagerten Arbeitswalzen 81 und Zwischenwalzen 27. Die Arbeitswalzenanordnung entspricht im wesentlichen der Fig. 8, d. h. sie ist dem Vierwalzengerüst mit der oben beschriebenen Arbeitswalzenanordnung baulich ähnlich. In den unteren Einbaustücken 82 und 83 der Arbeitswalzen 81 sind hydraulische Zylinder 101 (Fig. 9) angeordnet. Diese wirken gegen die oberen Einbaustücke 82 bzw. 83, um die oberen Arbeits- und Zwischenwalzen zu unterstützen und so einen Spalt zwischen den Arbeitswalzen 81 aufrechtzuerehalten, wenn sich in dem Walzgerüst kein Walzgut befindet. Es handelt sich hierbei um eine frühere Technik, die bei Vierwalzengerüsten zur Unterstützung der oberen Arbeitswalzen 81 Verwendung gefunden hat. Die Einbaustücke 83 der Arbeitswalzen 81 haben die gleiche Abmessung wie die Einbaustücke 60 der Zwischenwalzen 27 auf der Antriebsseite, und die Einbaustücke 82 der Arbeitswalzen 81 haben die gleiche Abmessung wie die Einbaustücke 66 der Zwischenwalzen 27 auf der Bedienungsseite, um in den waagrechten Raum zwischen den seitlichen Stützbalken 32 und 34 zu passen.
Zur Umrüstung von einem Sechswalzengerüst mit seitlich abgestützten Arbeitswalzen zu einem herkömmlichen Sechswalzengerüst sind die folgenden Arbeitsgänge durchzuführen:
  • 1. Herausnehmen der kleinen Arbeitswalzen 30 von Hand;
  • 2. Herausnehmen der Zwischenwalzen-Baugruppe von Fig. 7 unter Verwendung der vorstehend beschriebenen Tragstange;
  • 3. Abnahme der Träger 61 nach Fig. 4, 5, 6 und 7 von jeder Zwischenwalzen-Baugruppe durch Entfernung der Federstifte 64 und Herausziehen der Achsen 62 und erneutes Einsetzen der Zwischenwalzen-Baugruppe in das Walzgerüst unter Verwendung der Tragstange;
  • 4. Einsetzen der großen Arbeitswalzenanordnungen (Fig. 8) für das Sechswalzengerüst mittels einer Tragstange und Betätigung der hydraulischen Zylinder 101 zur Aufnahme des Gewichtes der oberen Arbeitswalzen- und Zwischenwalzen-Baugruppen.
Der Einbau- und Ausbau der Walzenanordnungen wurde vorstehend nur kurz beschrieben, da er sich in üblicher Weise vollzieht.

Claims (3)

1. Sechswalzengerüst mit zwei Ständern, zwei nicht in Einbaustücken gelagerten kleinen Arbeitswalzen, zwei radial in Einbaustücken gelagerten Stützwalzen und zwei zwischen jeweils einer Stützwalze und der zugeordneten Arbeitswalze angeordneten, radial in Einbaustücken gelagerten Zwischenwalzen, wobei die Arbeitswalzen, die Stützwalzen und die Zwischenwalzen in einer gemeinsamen vertikalen Ebene angeordnet sind, und wobei ferner auf jeder Seite jeder Arbeitswalze eine seitliche Stützwalzenanordnung angeordnet ist, deren Träger auf den Einbaustücken einer Walze horizontal einstellbar gelagert und mittels Abstandsstücken an einer ortsfesten seitlichen Stützbalken abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (61) jeder seitlichen Stützwalzenanordnung an den Einbaustücken (60, 66) der zugeordneten Zwischenwalze (27) gelagert ist und daß die seitlichen Stützwalzenanordnungen und deren Träger (61) so bemessen sind, daß sie innerhalb der Breite der Einbaustücke (60, 66) der Zwischenwalzen (27) liegen, so daß die jeweils aus einer Zwischenwalze (27), deren Einbaustücken (60, 66), den beiden zugeordneten seitlichen Stützwalzenanordnungen und deren Trägern (61) bestehende Zwischenwalzen-Baugruppe als eine Einheit parallel zur Walzenachse aus dem Walzgerüst ausgebaut und in dieses eingebaut werden kann.
2. Sechswalzengerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Träger (61) schwenkbar an den Einbaustücken (60, 66) der Zwischenwalzen (27) gelagert sind.
3. Sechswalzengerüst nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch zwei jeweils aus einer radial gelagerten Arbeitswalze (81) und zwei Einbaustücken (82, 83) bestehende Arbeitswalzen-Baugruppen, deren Einbaustücke die gleiche Breite wie die Einbaustücke (60, 66) der Zwischenwalzen (27) haben, so daß sie zur Umstellung des Walzgerüsts vom Sechswalzenbetrieb zum Vierwalzenbetrieb anstelle der Zwischenwalzen-Baugruppen (27, 60, 66, 61) parallel zur Walzenachse in das Walzgerüst einbaubar sind.
DE19833324562 1983-07-07 1983-07-07 Sechswalzengerüst Expired - Lifetime DE3324562C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19833324562 DE3324562C2 (de) 1983-07-07 1983-07-07 Sechswalzengerüst

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19833324562 DE3324562C2 (de) 1983-07-07 1983-07-07 Sechswalzengerüst

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3324562A1 DE3324562A1 (de) 1985-01-17
DE3324562C2 true DE3324562C2 (de) 1994-07-21

Family

ID=6203429

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19833324562 Expired - Lifetime DE3324562C2 (de) 1983-07-07 1983-07-07 Sechswalzengerüst

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE3324562C2 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19944612C1 (de) * 1999-09-17 2000-11-23 Sundwig Gmbh Walzgerüst
CN106994465A (zh) * 2017-05-31 2017-08-01 中冶南方工程技术有限公司 十八辊冷轧机侧支撑装置调节机构及控制方法

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4036086A1 (de) * 1990-11-13 1992-05-14 Josef Froehling Gmbh Walzwerks Walzgeruest mit seitlich abgestuetzten arbeitswalzen
FR2851942B1 (fr) * 2003-03-05 2006-04-28 Procede de changement de configuration d'un laminoir et laminoir perfectionne pour la mise en oeuvre du procede
JP7648665B2 (ja) * 2023-02-17 2025-03-18 Primetals Technologies Japan株式会社 多段圧延機、多段圧延機の保守点検方法、及び多段圧延機の使用方法

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4270377A (en) * 1978-05-19 1981-06-02 T. Sendzimir, Inc. Eighteen high rolling mill

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19944612C1 (de) * 1999-09-17 2000-11-23 Sundwig Gmbh Walzgerüst
CN106994465A (zh) * 2017-05-31 2017-08-01 中冶南方工程技术有限公司 十八辊冷轧机侧支撑装置调节机构及控制方法
CN106994465B (zh) * 2017-05-31 2018-09-25 中冶南方工程技术有限公司 十八辊冷轧机侧支撑装置调节机构及控制方法

Also Published As

Publication number Publication date
DE3324562A1 (de) 1985-01-17

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE602004007631T2 (de) Verfahren zum ändern der konfiguration eines walzgerüstes sowie ein zur durchführung des verfahrens geeignetes walzgerüst
DE69502550T2 (de) Profilanpassung für Vielwalzengerüste
EP0235332B1 (de) Walzgerüst
DE1427998A1 (de) Walzwerk fuer bandfoermiges Material
DE2440495A1 (de) Walzgeruest
EP0455082B1 (de) Kombinierte Feinstahl- und Drahtstrasse
DE68904079T2 (de) Walzwerk und Walzwerkanlage.
DE2919105A1 (de) Walzwerk
EP0121811B1 (de) Mehrwalzengerüst
DE69312523T2 (de) Universalwalzgerüst
DE60203128T2 (de) Universalwalzgerüst mit walzspaltregelung
EP0143166B1 (de) Walzgerüst mit mittels Stützrollen abstützbarer Arbeitswalzen
DE3324562C2 (de) Sechswalzengerüst
DE69905332T2 (de) Walzwerk mit Mitteln zur Biegung der Arbeitswalzen
DE2845052A1 (de) Geruestwechselvorrichtung
DE1940414C3 (de) Walzgerüst mit einer Einrichtung zum Walzenwechsel
DE2303467A1 (de) Walzgeruest fuer stangen, bloecke oder bleche
DE3132712C2 (de) Rohrschrägwalzgerüst
DE2439017A1 (de) Profilwalzmaschine mit hilfsmittel zum auswechseln der profilwalzen
DE2340381A1 (de) Walzwerk
DE3111453C2 (de) Walzgerüst mit Arbeitswalzen mit seitlichen hydrostatischen Stützleisten
DE2832049A1 (de) Walzwerkgeruest
DE1239650B (de) Universalwalzgeruest mit im Abstand verstellbaren Staendern
EP0501600B1 (de) Walzgerüst
DE29613554U1 (de) Belastungswalzenanordnung

Legal Events

Date Code Title Description
8110 Request for examination paragraph 44
8172 Supplementary division/partition in:

Ref country code: DE

Ref document number: 3348419

Format of ref document f/p: P

Ref country code: DE

Ref document number: 3348420

Format of ref document f/p: P

Q171 Divided out to:

Ref document number: 3348420

Ref country code: DE

Ref country code: DE

Ref document number: 3348419

8172 Supplementary division/partition in:

Ref country code: DE

Ref document number: 3348422

Format of ref document f/p: P

Q171 Divided out to:

Ref document number: 3348422

Ref country code: DE

D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition