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DE3324096C2 - Motorangetriebenes Lackierwerk an Druckmaschinen - Google Patents

Motorangetriebenes Lackierwerk an Druckmaschinen

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Publication number
DE3324096C2
DE3324096C2 DE3324096A DE3324096A DE3324096C2 DE 3324096 C2 DE3324096 C2 DE 3324096C2 DE 3324096 A DE3324096 A DE 3324096A DE 3324096 A DE3324096 A DE 3324096A DE 3324096 C2 DE3324096 C2 DE 3324096C2
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DE
Germany
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roller
paint
cylinder
sheet
motor
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DE3324096A
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DE3324096A1 (de
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Hans-Georg 6901 Wiesenbach Jahn
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Heidelberger Druckmaschinen AG
Original Assignee
Heidelberger Druckmaschinen AG
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    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F23/00Devices for treating the surfaces of sheets, webs, or other articles in connection with printing
    • B41F23/08Print finishing devices, e.g. for glossing prints

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Abstract

In einer Einrichtung an Druckmaschinen zum Aufbringen von Lack nach beendetem Druckvorgang sind hierzu drei Walzen vorgesehen. Eine dieser Walzen dient zum Aufnehmen des Lackes aus einem Vorratsbehälter, die zweite Walze zum Dosieren des Lackes und die letzte Walze zum direkten Auftragen des Lackes auf das Druckgut. Diese Einrichtung ist entkoppelbar. Um nach Entkopplung ein Antrocknen des Lackes zu verhindern, werden die Walzen über einen separaten Motor angetrieben. Sie befinden sich folglich ständig in Bewegung.

Description

Die Erfindung betrifft ein motorangetriebenes Lakkierwerk an Druckmaschinen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bekannt ist eine Lackiereinrichtung an Druckmaschinen aus der DE-OS 30 46 257. Es handelt sich hierbei um eine Einrichtung mit einem Lackvorratsbehälter und einer in diesen eintauchenden Schöpfwalze. Der durch die Schöpfwalze aufgenommene Lack wird dosiert einer Auftragswalze zugeführt. An die Schöpfwalze sind zwei Rakelwalzen anstellbar, mit deren Hilfe eine formatbezogene Lackführung erfolgt. Ferner ist ein anstellbares Rakel an die Dosierwalze vorgesehen. Mit diesem Rakel wird die auf der Dosierwalze befindliche Lackmenge abgerakelt und wieder dem Lackvorratsbehälter zugeführt.
Nachteilig ist bei dieser Einrichtung, daß der Lack über eine Reibwalze und eine Auftragswalze einem Lackierzylinder zugeführt wird. Durch den weiten Transportweg des Lackes über die vielen Walzen zum bedruckten Bogen fängt der Lack an abzubinden, d. h. schnelkrocknende Lacke können nicht verwendet werden. Durch diese Beschränkung auf langsam trocknende Lacke kommt es beim Ablegen auf der Rückseite des nachfolgenden Bogens zum Abschmieren des Lackes und zum Verkleben der jeweiligen Bogen in der Bogenablage. Es können somit keine vollen Stapel gefahren werden, denn das in der Auslage entstehende Stapelgewicht, das den einzelnen Bogen belastet, begrenzt auch die Lackschichtdicke.
Bei der in der DE-PS 23 45 183 erwähnten Einrichtung zum Aufbringen eines Mediums sind eine Tauchwalze, eine Dosierwalze, eine Auftragwalze, ein Gegen-
ls. druckzylinder, ein Formzylinder und eine weitere Auftragwalze vorgesehen. Zu einer Baueinheit sind die beiden Auftragwalzen, die Tauchwalze und die Dosierwalze zusammengefaßt In dieser Baueinheit können entweder die Tauchwalze mit dem Formzylinder oder die erste Auftragwalze mit dem Formzylinder oder die zweite Auftragwalze mit dem Gegendruckzylinder zusammenwirken.
Als nachteilig ist bei dieser Einrichtung anzusehen, daß der Lack erst über den Formzylinder dem Druckgut zugeführt wird Durch die an der Spannvorrichtung aufgespannte Druckplatte am Formzylinder entsteht ein Kanal, in dem sich der Lack nach einer gewissen Betriebsdauer ansammelt Diese Lackansammlung führt durch heruntertropfenden Lack auf das Druckgut zu unregelmäßigem Lackauftrag.
Die DE-PS 20 20 584 geht von einer Einrichtung zum Verhindern des Abschmierens der Farbe durch Lackieren aus. Mit Hilfe eines Lackierwerks wird der Lack auf einen Druckwerkszylinder aufgebracht Dieser Druckwerkszylinder, der den gleichen Durchmesser wie die Zylinder der vorgeschalteten Druckwerke hat, überträgt den Lack auf das Druckgut. Die eben genannten Nachteile treten bei dieser Einrichtung ebenfalls auf und führen zudem zu zeitaufwendiger; Reinigungsarbeiten an den Walzen. Außerdem wird die Konstruktion des Druckwerkes durch das Anbringen des Lackierwerkes am Gummizylinder verkompliziert.
In dem Aufsatz in »Druckwelt« 13/1. Juli 1983, wird ein motorangetriebenes Lackierwerk an Druckmaschinen beschrieben, das im wesentlichen aus einer einem Vorratsbehälter Lack entnehmenden Tauchwalze, aus einer die Lackmenge dosierenden Dosierwalze und aus einer den Lack auftragenden Auftragswalze besteht. Die Auftragswalze überträgt den Lack jedoch nicht unmittelbar auf die Bogen, sondern auf einen zwischengeschalteten Gummituchzylinder.
Während einer Druckunterbrechung werden die drei Lackwerkwalzen nach Abstellung der Auftragswalze von einem Motor weiterhin angetrieben. Der Gummituchzylinder wird jedoch vom bogenführenden Zylinder mit Hilfe einer Folgeschaltung erst nach Durchlauf einiger Bogen abgestellt. Dadurch läßt sich zwar die Lackschicht auf dem Gummituch reduzieren, jedoch völlig entfernen kann man sie wegen der Lackspaltung nicht.
Vielmehr neigt die verdünnte LaeksGhicht auf dem Gummituch sehr stark zum Austrocknen. Vor einem Wiederanfahren muß folglich der Gummituchzylinder gereinige und anschließend wieder mit einer gleichmäßigen Lackschicht versehen werden, bevor auf Fortdruck gestellt werden kann.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, ein Lackierwerk an Druckmaschinen zu entwickeln, bei dem der Lack einen möglichst kurzen Transportweg
vom Vorratsbehälter zum Druckgut zurücklegt und bei dem beim bedarfsweisen An- und Abschalten des Lakkierwerks das Antrocknen des Lackes an den Walzen vermieden wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst durch die Merkmale des Kennzeichens des Anspruchs 1.
Dadurch, daß die Auftragswalze nicht durch einen Kanal unterbrochen ist, kann der Lack sehr gut gleichmäßig aufgetragen werden. Es entfallen dann die lästigen Reinigungsarbeiten.
Durch die Beschränkung auf diese geringe Anzahl von Walzen ist es möglich, z. B. Lack direkt auf den Bogen nach dem letzten Farbdruck, d. h. online, aufzubringen. Wird z. B. bedruckter Karton, der später zu einer Verpackung weiterverarbeitet wird, mit solch einer Lackierung versehen, dann erhält die Verpackung dadurch einen erhöhten Schutz, der sich bei dem darauffolgenden Transport positiv auswirkt Zudem erscheint der Aufdruck durch den Glanz effektvoller. Gegen äußere Einflüsse werden diese so behandelten Kartonagen ebenfalls besser geschützt.
Dadurch, daß die Walzen während de; Auftragens des Mediums in ständigem Zahneingriff mit dem Zylinder stehen, ist gewährleistet, daß die Nachbehandlung der Oberflächen des Druckgutes mit Maschinengeschwindigkeit geschieht
Durch das Entkoppeln des Lackierwerkes vom Zylinder besteht die Möglichkeit, einen gewissen Teil der Auflage von der Nachbehandlung auszuschließen. Der zum Antrieb der Walzen des Lackierwerkes vorgesehene Motor verhindert ein Antrocknen des Mediums an den Walzen. Die umständlichen Reinigungsarbeiten der Walzen for den nächsten Einsatz entfallen somit.
Als Besonderheit der Erfindung ist anzusehen, daß man auf die dritte Walze ein Gumituch Stoß auf Stoß aufbringen kann. Dadurch ist es möglich, das Gummituch rasch zu wechseln. Diese Walze besitzt den gleichen Durchmesser wie ein Druckwerkszylinder und ist vorteilhafterweise mit einer Eintourenkupplung verbunden.
Eine Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß mindestens an einer der Stirnseiten der Walze, die zum Auftragen des Mediums auf das Druckgut vorgesehen ist, ein Rakel so angeordnet ist, daß beim Abrakeln des überflüssigen Mediums dasselbe zurück in den Vorratsbehälter fließt. Eine sparsame Verwendung des Nachbehandlungsmediums wird dadurch ermöglicht und eine Verunreinigung der Druckmaschine verhindert.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung bildet die Verwendung der dritten Walzen mit einem Kanal. Durch Einpassen eines Füllstückes in diesen Kanal, das mit einem Gummituch bespannt sein kann, kann man ebenfalls die Vorteile eines vollen Zylinders erhalten.
Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes anhand der Zeichnung näher beschrieben.
Die in der einzigen Figur dargestellte Druckmaschine zeigt ein letztes Druckwerk 1 mit an sich bekanntem Farbwerk 2 und Feuchtwerk 3. Diesem letzten Druckwerk 1 ist ein Lackierwerk 4 nachgeordnet. Die bedruckten Bogen werden vom letzten Druckwerk 1 zum Lackierwerk 4 gefördert. Nach der erfolgten Nachbehandlung der Bogen im Lackierwerk 4 werden sie von einer Auslegerkelte 5 zum Auslegerstapel 6 transportiert.
Das dem letzten Druckwerk 1 nachgeordnete Lakkierwerk 4 besteht au» einer in einem Vorratsbehälter 7 umlaufenden Tauchwalze 8. einer Dosierwali.e 9 und einer gummibeschichteten Auftragswalze 10, an deinen Stirnseite sich zusätzlich noch Rake! 11 befinden. Der Charakter der Auftragswalze 10, die den gleichen Durchmesser wie der Zylinder 12 aufweist bleibt ebcnso bewahrt wenn man sie mit einem separaten Gummituch bespannt und den dadurch entstandenen Kanal mit einem Füllstück abdeckt oder wenn man ein Gummituch Stoß auf Stoß auf ihr aufbringt Somit ist auch die Möglichkeit zum teilweisen Lackieren gegeben. Die Auftragswalze 10 steht in direktem Kontakt mit dem Zylinder 12, der mit einem papierformatbezogenen Aufzug versehen ist, und auf dem sich der nachzubehandelnde bedruckte Bogen befindet Dieser Zylinder 12 weist nicht dargestellte, versenkt angeordnete Greifer auf, d. h. der Greiferrücken liegt tiefer als die nachzubehandelnde Oberfläche des Bogens. Nach der Nachbehandlung übergibt der Zylinder 12 den Bogen an die Auslegerkette 5, die ihn dann zum Auslegerstapel 6 befördert
In dem Vorratsbehälter befinde" sich ein Medium 13, das zur Nachbehandlung von bedrückten Bogen geeignet ist Dabei kann es sich um Lack oder eine Gummilösung oder ein anderes für diesen Zweck geeignetes Mittel handeln. Während des Umlaufens der Tauchwalze 8 nimmt diese von dem Medium 13 auf und gibt das Medium 13 weiter an die Dosierwalze 9. Die in direktem Kontakt mit der Dosierwalze 9 stehende Auftragswalze 10 trägt das Medium 13 auf die zu behandelnde Oberfläche des bedruckten Bogens auf.
Da es sich kaum verhindern läßt, daß das Medium 13 über die Stirnseiten der Auftragswalze 10 abläuft sind dort Rakel 11 angeordnet Das an den Stirnseiten der Auftragswalze 10 ablaufende Medium 13 wird mit Hilfe der Rakel 11 abgerakelt und fließt dann wieder in den Vorratsbehälter 7 zur erneuten Verwendung zurück.
Somit wird eine Verunreinigung der Druckmaschine verhindert und gleichzeitig ein sparsamer Verbrauch des Mediums 13 gefördert
Die Auftragswalze 10 ist über die Druckabstellung steuerbar, die so angelegt ist, daß die Auftragswalze 10 '•ar gegen den Zylinder 12 an- und abstellbar ist. Somit stehen die Tauchwalze 8, die Dosierwalze 9 und die Auftragswalze 10 ständig in Kontakt Während des Auftragens des Mediums 13 erfolgt der Antrieb der Walzen 8,9,10 des Lackierwerks 4 über den Antrieb der Druckmaschine. Die Nachbehandlung der Bogen erfolgt also jeweils mit Maschinengeschwindigkeit bzw. Druckgeschwindigkeit.
Ist die Nachbehandlung z. B. für einen bestimmten Teil der Auflage nicht erforderlich oder steht die Druckmaschine vorübergehend, dann wird das Lackierwerk. 4 von dem Zylinder 12 entkoppelt. Damit aber während dieser Zeitspanne das Medium 13 an den Walzen 8,9,10 nicht antrocknet, übernimmt ein mit der Dosierwalze 9 gekoppelter Mc'or 14 den Antrieb und s,omit auch indirekt den Antrieb der Tauchwalze 8 und der Auftragswalze 10, die in direktem Kontakt mit der Dosierwalze 9 stehen. Dabei brauchen die Walzen 8, 9, 10 nicht mit voller Maschinengeschwindigkeit zu rotieren. Es genügen durchaus wenige Umdrehungen pro Minute, um das Antrocknen des Mediums 13 zu verhindern.
Das Entkoppeln des Lackierwerkes 4 von dem Zylinder 12 wird bei der Ausführungsform, bei der das Gummituch Stoß auf Stoß auf die Walze aufgebracht ist, z. B.
über eine Eintourenkupplung, vorgenommen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Motorangetriebenes Lackierwerk an Druckmaschinen, bestehend aus einer einem Vorratsbehälter Lack entnehmenden Tauchwalze, aus einer die Lackmenge dosierende Dosierwalze und aus einer den Lack übertragenden Auftragwalze, die von dem diese antreibenden Zylinder abstellbar und entkoppelbar ist, dadurch gekennzeichnet,
— daß die Tauchwalze (8), die Dosierwalze (9) und die Auftragwalze (10) während der Lackübertragung auf das Druckgut in ständigem Zahneingriff mit einem bogenführenden Zylinder
(12) stehen,
— daß diese drei Walzen (8,9,10) gemeinsam von dem bogenführenden Zylinder (12) entkoppelbar sind,
— daß diese drei Walzen (8,9,10) im entkoppelten Zustand über einen separaten Motor (14) angetrieb>efl werden,
— daß die Auflragwaize (10) den gleichen Durchmesser wie der bogenführende Zylinder (12) besitzt sowie einen geschlossenen Gummimantel aufweist und
— daß der bogenführende Zylinder (12) mit einer formatbezogenen Unterlegung ausgerüstet ist.
2. Motorangetriebenes Lackierwerk an Druckmaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
— daß auf der dritten Walze (10) ein Gummituch Stoß auf Stoß befestigt ist und
— daß dii" dritte Walze (10) mit dem bogenführenden Zylinder (12\ über e:ne Eintourenkupplung verbunden ist
3. Motorgetriebenes Lackir-rwerk an Druckmaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, /joß Hjg dritteWaize '10* einen Kanal aufweis* und daß dieser Kanal mit einem Füllstück versehen ist, so daß wieder ein durchgehender Zylinder entsteht.
4. Motorangetriebenes Lackierwerk an Druckmaschinen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
— daß mindestens an einer der Stirnseiten der Walze (10), die zum Auftragen des Mediums
(13) auf das Druckgut vorgesehen ist, ein Rakel (11) so angeordnet ist, daß beim Abrakeln des überflüssigen Mediums (13) dasselbe zurück in den Vorratsbehälter (7) fließt.
DE3324096A 1983-07-05 1983-07-05 Motorangetriebenes Lackierwerk an Druckmaschinen Expired DE3324096C2 (de)

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