DE3323363A1 - Vorgesteuertes druckreduzierventil - Google Patents
Vorgesteuertes druckreduzierventilInfo
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Description
■ΑΙ BESCHREIBUNG:
Die Erfindung betrifft ein vorgesteuertes Druckreduzierventil
mit den im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
Die Erfindung geht damit von einem Ventil aus, das aus der DE-PS 29 03 560 bekannt ist. Nachteilig ist bei diesem
Ventil, daß drei Arbeitsanschlüsse und mindestens ein Steueranschluß vorgesehen sein muß. So ist je ein Arbeitsanschluß
zum Verbraucher, zur Druckmittelquelle und zum Tank erforderlich. Auch das Vorsteuerventil ist über eine Steuerdruckleitung
an den Verbraucheranschluß oder an die Druckmittelquelle angeschlossen und weist eine Verbindung zum
Tank auf. Bei stehendem Verbraucher, wenn z.B. der Kolben eines Zylinders auf Festanschlag gefahren ist, so ist zwar
durch den großen Querschnitt der durch den Hauptkolben gesteuerten Verbindung vom Verbraucher zum Tank ein rascher
Druckabbau am Verbraucher möglich, wenn das Vorsteuerventil von einem hohen auf einen niedrigen Wert umgeschaltet
wird, doch führt der schnelle Druckabbau zu heftigen Einschwingvorgängen beim Erreichen des niedrigeren Druckwerts.
Die dabei auftretenden Druckeinbrüche und Druckspitzen sind unerwünscht.
Somit liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, das Druckreduzierventil
der eingangs geschilderten Art so auszubilden, daß ein schneller Druckabbau gewährleistet ist, daß
die Bauweise vereinfacht ist und Einschwingvorgänge beim Umschalten auf einen niedrigeren Druckwert vermieden werden.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
wird erfindungsgemäß die von der zweiten Steuerkante des
Hauptkolbens gesteuerte Verbindung vom Verbraucher zum Tankanschluß unmittelbar mit dem vom Vorsteuerventil zum Tank
rUhrori'lon lituuerk.irui 1 verbunden, bo wird eine erhebliche
Vereinfachung der Bauweise des Ventils erzielt, da lediglich zwei Arbeitsanschlüsse, nämlich zum Verbraucher und zur
Druckmittelquelle von großem Querschnitt und ein Anschluß zum Tank mit vergleichsweise geringem Querschnitt erforderlich
sind. Es ist deshalb möglich, zum Anschluß des Ventils eine Anschlußplatte vorzusehen, wie sie sonst für einfache
Zweiwegedruckreduzierventile Verwendung findet. Trotzdem ist durch den Steuerkanal zum Tank ein ausreichend großer Querschnitt
gegeben, über den der Druckabbau am Verbraucher sehr rasch erfolgen kann.
Außer dem Steuerdruck wirkt auf den Hauptkolben noch gleichsinnig oder gegensinnig -je nach Ausführungsform - eine Regelfeder.
Um die genannten Einschwingvorgänge zu vermeiden, ist zusätzlich erfindungsgemäß eine zuschaltbare Feder vorgesehen,
die beim schlagartigen öffnen der Verbindung vom Verbraucher zum Tankanschluß zugeschaltet wird und welche in
diesem Zustand den auf den Hauptkolben wirkenden, aus dem am Vorsteuerventil eingestellten Steuerdruck und der Regelfeder
bestehenden Druck erhöht. Sinkt der Verbraucherdruck unter diesen erhöhten Druck, so verschiebt sich der Hauptkolben
in Schließrichtung der Verbindung vom Verbraucher zum Tankanschluß, die zuschaltbare Feder wird dadurch unwirksam,
wodurch auf den Hauptkolben nur mehr der am Vorsteuerventil eingestellte Druck plus oder minus der Regelfeder wirkt. Dadurch
wird erreicht, daß zwischen dem von der zuschaltbaren Feder erhöhten Druck und dem eingestellten Steuerdruck der
Verbraucherdruck langsam und ohne Druckspitzen und Druckeinbrüche abgebaut wird. Es erfolgt also zunächst ein sehr
rascher Druckabbau bis zu dem von der zuschaltbaren Feder hervorgerufenen Vorhaltdruck, während der Restdruck zwischen
dem Vorhaltdruck und dem gewünschten Verbraucherdruck allmählich und gleichmäßig abgebaut wird.
In den Unteransprüchen sind weitere Ausgestaltungen und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindungen gekennzeichnet.
Ferner richten sich die Unteransprüche auf verschiedene Ausführungsformen des Ventils, denen das gleiehe
Bauprinzip zugrundelieqt und mit denen gleiche Vorteile erzielt werden.
Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend
anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Figur 1 einen Schnitt durch ein Druckreduzierventil mit Vorsteuerventil,
Figur 2 eine schematische Darstellung des Druckreduzierventils
in Figur 1, bei dem der Steuerdruck aus dem Verbraucherkanal ent
nommen ist,
Figur 3 eine schematische Darstellung eines Druckreduzierventils, bei dem der Steuerdruck aus
dem Hochdruckkanal entnommen ist und
Figur 4 eine schematische Darstellung eines Druckreduzierventils,
bei dem der Steuerdruck ebenfalls aus dem Hochdruckkanal entnommen
2^ ist in einer abgeänderten Ausführungsform
mit nur einer Feder.
Das in Figur 1 dargestellte Druckreduzierventil 10 zur Druckreduzierung bei größeren Flüssigkeitsströmen besteht
^O aus einem Vorsteuerventil 11 und aus einem Hauptventil
12 mit einem Hauptkolben 14, der in der Ausgangsstellung von einem mit einer Druckmittelquelle verbundenen Hochdruckkanal
15 nach einem mit einem Verbraucher verbundenen Verbraucherkanal 16 freien Durchlaß gewährt. Die Steue-
^° rung des Druckmittelweges vom Hochdruckkanal· 15 zum
Verbraucherkanal 16 erfolgt über eine erste Steuerkante des Hauptkolbens 14. Wird der Hauptkolben 14 nach links
verschoben, so wird der Druckmittelweg über die erste Steuerkante 17 geschlossen und ein Druckmittelweg vom Verbraucherkanal
16 zu einem zum Tank führenden Kanal 18 über eine zweite Steuerkante 20 am Hauptkolben 14 geöffnet.
Der jeweils gewünschte Verbraucherdruck im Kanal 16 wird am Vorsteuerventil 11 mittels des Magneten 22 elektrisch eingestellt,
der ein Ventilglied 23 auf den Ventilsitz 24 drückt entgegen einem Steuerdruck, der aus dem Verbraucherkanal
16 entnommen wird. Hierzu ist eine Steuerdruckleitung 26, zwei Drosseln 27 und 28 und Bohrungen 35, 36 im Hauptkolben
14 vorgesehen. Außerdem wirkt der Steuerdruck auf die linke Seite des Hauptkolbens 14.
Solange der Druck in der Hochdruckleitung 15 kleiner ist
als der am Vorsteuerventil eingestellte Druck, bleibt der Hauptkolben 14 durch die Regelfeder 29 in der geöffneten
Stellung. Erreicht der Druck in 16 den eingestellten Wert, so öffnet das Vorsteuerventil und es fließt Steuerflüssigkeit
zwischen Ventilsitz 24 und Ventilglied 23 in den zum Tank T führenden Kanal 30. Das entstehende Druckgefälle
verschiebt den Hauptkolben 14 nach links in Schließrichtung. Steht der Kolben im Verbraucher 38 auf Festanschlag,
schließt der Hauptkolben so weit, daß nur noch die Leck-Ölverluste im Verbraucherkanal 16 und die Steuerflüssigkeit
für das Vorsteuerventil über die erste Steuerkante 17 vom Hochdruckkanal 15 in den Verbraucherkanal 16 strömen.
Soll nun der Druck im Verbraucher 38 auf einen niedrigeren Druck umgeschaltet werden, so wird der Magnet 22 des Vorsteuerventils
entsprechend erregt und öffnet. Dadurch sinkt der Druck auf der linken Seite des Hauptkolbens 14
im Steuerdruckraum 32 ab und der Hauptkolben ver-
schiebt sich nach links bis der Verbraucherkanal 16 über die zweite Steuerkante 2 0 des Hauptkolbens 14 mit dem zum
Tank führenden Kanal 18 verbunden ist. Somit kann das
38 Expansionsvolumen aus dem Verbraucher über den Kanal
zum Tank strömen. Dadurch kann der Druck im Verbraucher38 sehr schnell abgebaut werden. Das dargestellte Ventil
hat den Vorteil, daß es lediglich die beiden Anschlüsse für den Verbraucherkanal 16 und den Hochdruckkanal 15
aufweist sowie eine Leitung 30 zum Tank, in welche der IQ Kanal 18 mündet und die einen vergleichsweise geringen
Querschnitt hat» Dies stellt eine erhebliche Vereinfachung gegenüber den bekannten Druckreduzierventilen
dar, bei denen der Kanal 18 einen großen Querschnitt aufweist, für den ein eigener Arbeitsanschluß erforderlich
ist·
Infolge der kurzen Druckabbauzeit beim öffnen der Verbindung
zwischen dem Verbraucherkanal 16 und dem Tankkanal 18 über die zweite Steuerkante stellt sich ein
Einschwingvorgang beim Umschalten auf den niedrigeren Druck ein. Der Hauptkolben beginnt nämlich erst
dann sich in Schließrichtung der zweiten Steuerkante zu verschieben, wenn der Verbraucherdruck unter den
Regel
Steuerdruck zuzüglich der Kraft der/feder 2 9 abgesunken
ist. Da der Hauptkolben eine gewisse Zeit braucht, um die Verbindung zum Tank zu schließen, entsteht im Verbraucherkanal
18 ein Druckeinbruch, der erst nach einem längeren Einschwingvorgang ausgeregelt wird. Solche Druckeinbrüche
mit Einschwingvorgang sind insbesondere im Spritzgießmaschinenbereich unerwünscht.
Um diese unerwünschten Erscheinungen zu vermeiden, wird eine zusätzliche Feder 34 vorgesehen, die auf den Hauptkolben
14 wirkt und zugeschaltet wird, wenn der Hauptkolben
einen vorbestimmten Hub zurückgelegt hat.
In Figur 2 ist das in Figur 1 dargestellte Druckreduzierventil schematisch erläutert. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen
gleiche Bauteile. Der Hauptkolben 14 weist eine Durchgangsbohrung 35 auf, die über eine Radialbohrung
mit dem Verbraucherkanal 16, über die Drossel 27 mit dem Steuerdruckraum 32 und ferner mit dem Raum 37 auf
der rechten Seite des Hauptkolbens 14 in Verbindung steht.
Der Verbraucherkanal· 16 ist an den Verbraucher 38, z.B. einen Arbeitszylinder, und der Hochdruckkanal 15 an eine
Pumpe 39 angeschlossen.
Wie in Figur 1 wirkt also der Verbraucherdruck im Raum
37 und der Steuerdruck zusammen mit der Regelfeder 29 im Steuerdruckraum 32. Die zuschaltbare Feder 34 stützt
sich über einen Federteller 40 an einem Gehäuseanschlag ab und wird erst dann wirksam, wenn der Hauptkolben 14
so weit nach links verschoben ist, daß dessen Stirnkante den Federteller 40 vom Gehäuse abhebt. In dieser Position
des Hauptkolbens, in der die Feder 34 zugeschaltet wird ist die Verbindung vom Hochdruckkanal 15 zum Verbraucherkanal
16 mittels der ersten Steuerkante 17 des Hauptkolbens geschlossen und die Verbindung zwischen dem Verbraucherkanal
16 und dem Kanal 18 so weit geöffnet, daß der Durchgangsquerschnitt nur durch die an der zweiten
Steuerkante 2 0 angebrachten Feinsteuernuten 42 erfolgt.
Wird die Feder 34 vom Hauptkolben 14 nach links mitgenommen
und weiter zusammengedrückt, so wird die Verbindung zum Kanal 18 voll geöffnet.
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In Figur 2 sei angenommen, daß zunächst am Verbraucher
38 ein hoher Druck, z.B. 140 bar eingestellt ist und
der Kolben des Verbrauchers 38 in die dargestellte Endlage gefahren ist. Soll nun der Druck im Verbraucher
38 auf einen niedrigeren Wert, z.B. 45 bar umgeschaltet werden, so wird durch entsprechende Erregung
des Magneten 22 der niedrigere Wert am Vorsteuerventil eingestellt,
welches öffnet und den Steuerdruck zum Tank über die Leitung 30 abbaut, bis im Steuerdruckraum 32 ein Steuerdruck
von 40 bar erreicht ist. Der Hauptkolben 14 schaltet schlagartig nach links und öffnet die Verbindung vom Verbraucherkanal
16 zum Tankanschluß 18 vollständig, so daß der Druckabbau im Verbraucher 38 erfolgen kann. Auf den
Hauptkolben 14 wirkt einmal der Steuerdruck plus die von den beiden Federn 29 und 3 4 ausgeübten Kräfte und gegensinnig
der Verbraucherdruck im Raum 37. Werden von jeder Feder 5 bar Druck aufgebracht, so ist im zugeschalteten
Zustand der Feder 34, also bei nach links verschobenem Hauptkolben 14 die im Steuerdruckraum 32 auf den Hauptkolben
wirkende Druckkraft gleich 50 bar. Der Hauptkolben 14 ist im Gleichgewicht, wenn der Verbraucherdruck ebenfalls
auf 50 bar abgebaut ist. Sobald der Verbraucherdruck unter 5 0 bar sinkt, verschiebt sich der Kolben wieder
nach rechts und schließt allmählich die Verbindung über die zweite Steuerkante zum Tankanschluß 18. Hat
sich der Hauptkolben so weit nach rechts verschoben, daß die Feder 34 über den Federteller 40 wieder am Gehäuseanschlag
liegt, so verringert sich die im Steuerdruckraum 32 wirkende Kraft auf den Hauptkolben um 5 bar und es
kann ein weiterer Druckabbau aus dem Verbraucherkanal 16 nur
in den Tankanschluß 18/über die Feinsteuernuten 42 des Hauptkolbens erfolgen, bis der Verbraucherdruck auf 45 bar abgesunken ist. In dieser
in den Tankanschluß 18/über die Feinsteuernuten 42 des Hauptkolbens erfolgen, bis der Verbraucherdruck auf 45 bar abgesunken ist. In dieser
Position des Hauptkolbens 14, in der die Stirnkante in
Anlage an dem Federteller 40 ist, ohne daß die Feder 34 wirksam ist, fließt immer noch Druckmittel in den Tankanschluß
18 über die Feinsteuernuten 42. Sobald der
Verbraucherdruck im Raum 37 geringfügig unter dem im Steuerdruckraum 32 auf den Kolben wirkenden Druck plus
der Kraft der Steuerfeder 29 abgesunken ist, wird der Hauptkolben nach rechts verschoben und verschließt den
Abfluß zum Tankanschluß 18 vollständig. Auf diese Weise wird nach dem zunächst sehr rasch erfolgenden Druckabbau
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von 140 bar auf 50 bar, der Abbau des Restdrucks von 50 bar auf etwa 45 bar allmählich erfolgen, so daß Druckeinbrüche
und ein Einschwxngvorgang mit Druckspitzen vermieden sind. Mittels der zuschaltbaren Feder 34 wird gewissermaßen ein
Vorhalt kurz vor Erreichen des Enddruckes gegeben und der Restdruckabbau von dem Vorhaltdruck auf den Enddruck erfolgt
allmählich und gedämpft über die Feinsteuernuten des Hauptkolbens.
IQ In Fig. 3 ist ebenfalls ein vorgesteuertes Druckreduzierventil
dargestellt, bei dem gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, jedoch mit einer vorgestellen Eins versehen
sind. Zum Unterschied zu den Fign. 1 und 2 wird der Steuerdruck aus der Hochdruckleitung 115 entnommen. Die Steuerdruckleitung
126 ist somit an den Hochdruckkanal 115 angeschlossen
und der Hauptkolben 114 weist lediglich eine Bohrung 144 auf, welche den Verbraucherkanal 116 mit der
Kammer 137 verbindet, in welcher die Regelfeder 129 angeordnet ist. Der Verbraucherdruck und die von der Regelfeder
129 ausgeübte Kraft wirken also in Schließrichtung der ersten
Steuerkante 117 des Hauptkolbens 114. Anstelle der
Drossel 27 in Fig. 2 ist in der Steuerdruckleitung 126 ein Stromregelventil 145 vorgesehen.
Der Vorgang beim Umschalten des Verbrauchers 138 von einem hohen auf einen niedrigen Druck von beispielsweise 35 bar,
ist folgender, wenn der Kolben des Verbrauchers 38 in einer Endlage steht:
Der Steuerdruck im Raum 132 sinkt auf 40bar, so daß der Hauptkolben 114 von der Kraft der Regelfeder 129 und dem
hohen Verbraucherdruck im Raum 137 schlagartig nach links verschoben wird, wobei die Steuerkante 120 die Verbindung
vom Verbraucherkanal 116 zum Tankanschluß 118 voll öffnet.
Dabei wird die Feder 134 durch Abheben des Federtellers
durch die linke Stirnkante des Hauptkolbens 114 zugeschaltet»
In der Annahme, daß beide Federn 129 und 134 einen
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Druck von 5 bar gegensinnig auf den Hauptkolben ausüben, kannder Verbraucherdruck auf 40 bar abgebaut werden, bis
der Hauptkolben 14 im Gleichgewichtszustand ist, also gleiche
Federkräfte und gleiche Druckkräfte in den Räumen 132 und 137 auf ihn wirken. Sobald der Verbraucherdruck im
Raum 137 weiter abfällt, da der weitere Druckabbau von 116 nach 118 vonstatten geht, verschiebt sich der Hauptkolben
114 durch die Wirkung der Feder 134 nach rechts, bis der
Federteller 140 am Anschlag anliegt, so daß die Feder 134 unwirksam ist, wodurch nur mehr der Steuerdruck von 40 bar
auf der linken Seite des Hauptkolbens wirkt. Der Hauptkolben bleibt in dieser Position stehen, in der der Verbraucheranschluß
116 nur mehr über die Feinsteuernuten 142 mit dem Tankanschluß 118 verbunden ist, so daß in dieser Position
ein allmählicher Druckabbau im Verbraucher 38 erfolgt, bis der Druck im Raum 137 auf etwas unter 35 bar sinkt. Dann
kann der Steuerdruck von 40 bar in 132 den Hauptkolben 114
entgegen der Kraft der Regelfeder 129 von 5 bar und dem Verbraucherdruck von etwas unter 35 bar nach rechts verschieben,
bis die Verbindung zum Tankanschluß 118 vollständig geschlossen ist. Somit wird auch hier nach dem schnellen
Druckabbau auf 40 bar ein allmählicher weicher übergang durch den Restdruckabbau auf 35 bar erzielt.
Der Unterschied des in Fig. 4 dargestellten Druckreduzierventils gegenüber dem in Fig. 3 erläuterten Ventil besteht
darin, daß die Regelfeder 129 entfällt und nur mehr eine einzige in ihrer Wirkrichtung auf den Hauptkolben 214 umschaltbare
Feder 234 im Steuerdruckraum 232 vorgesehen ist.
Auch hier sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, jedoch mit einer vorangestellten Zwei bezeichnet. Während
die Feder 234 über den Federteller 2 40 an einem Anschlag des Ventilgehäuses abgestützt ist und wie in Fig. 3 erläutert,
beim Verschieben des Hauptkolbens 214 nach links von dessen Stirnkante nach Überwindung des Hubes χ mitgenommen
und damit zugeschaltet wird, ist im Gegensatz zu Fig. 3 das andere Ende der Feder 234 mittels eines Federtellers
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an einem Vorsprung 2 51 des Hauptkolbens abgestützt und wirkt
somit in der gezeichneten Lage des Hauptkolbens im Öffnungssinn der zweiten Steuerkante 220.
Ist der Kolben des Verbrauchers 238 auf Endanschlag und soll wiederum der am Vorsteuerventil 211 eingestellte hohe Druckwert im Verbraucher 2 38 auf einen kleineren Wert umgeschaltet
werden, so wird auch in dem Ausführungsbeispiel der Fig. 4 der Hauptkolben 214 schlagartig nach links verschoben,
wenn am Vorsteuerventil 211 ein niedrigerer Steuerdruck
eingestellt wird. Dabei öffnet vollständig die Verbindung vom Verbraucherkanal 216 zum Tankanschluß 218, so daß ein
rascher Druckabbau im Verbraucher 238 erfolgt. In dieser Öffnungsstellung des Ventils wirkt auf den Hauptkolben 214
der am Vorsteuerventil 211 eingestellte Steuerdruck von 40 bar in der Steuerdruckkammer 232 zuzüglich der Kraft der
zugeschalteten Feder 234 von beispielsweise 5 bar. Ist also der Verbraucherdruck auf 45 bar abgebaut, so befindet sich
der Hauptkolben 214 im Gleichgewichtszustand und ein weiterer Druckabbau am Verbraucher bewirkt eine Verschiebung nach
rechts des Hauptkolbens,bis der Federteller 240 am Gehäuseanschlag
anliegt, wodurch sich die Kraftwirkung der Feder 234 umkehrt, d.h. auf den Hauptkolben 214 wirkt in der
Steuerdruckkammer die Federkraft von beispielsweise 5 bar gegensinnig zum Steuerdruck von 40 bar, so daß der Hauptkolben
in der Position stehenbleibt, in der ein weiterer Druckabbau in den Tankanschluß über die Feinsteuernuten 242
erfolgen kann, bis der Verbraucherdruck auf 35 bar abgesunken ist. Durch die Umkehr der Kraftwirkung der Feder 2 34
beträgt nämlich die auf den Hauptkolben nach rechts ausgeübte Kraft 40 bar Steuerdruck weniger 5 bar Federdruck. Sobald
der Verbraucherdruck geringfügig unter 35 bar abgesunken ist, wird der Hauptkolben in die dargestellte Position
verschoben, in der von der Steuerkante 217 die Verbindung
zum Tankanschluß 218 vollständig unterbrochen ist.
In den Fign. 2, 3 und 4 ist in der Regelstellung des Hauptkolbens 14, 114 und 214, in der von den Steuerkanten sowohl
der Hochdruckkanal 15, 115, und 215 bzw. Tankanschluß
und 118, 218 abgeschlossen ist bis zur Anlage an die zuschaltbare
Feder 34, 134 und 234 ein Spiel χ vorgesehen. Damit wird vermieden, daß die Feder 34, 134 und 234 ungewollt
zugeschaltet wird, wenn der Hauptkolben kleine Regelbewegungen ausführt, um beispielsweise einen Leckölverlust
im Verbraucher 38, 138, 238 und damit verbundenen Druckverlust auszugleichen.
- Leerseite -
Claims (10)
- Patentansprüche;M . IVorgesteuertes Druckreduzierventil mit einem Hauptkolben mit zwei Steuerkanten, dessen erste Steuerkante den Druckmittelweg zwischen einem mit einem Verbraucher verbundenen Kanal und einem mit einer Druckmittelquelle verbundenen Hochdruckkanal steuert, wobei der federbeaufschlagte Hauptkolben vom Verbraucherdruck und gegensinnig über einen mit einer Düse versehenen Steuerkanal mit ei-JO nem Steuerdruck beaufschlagt ist, und dessen zweite Steuerkante den Druckmittelweg zwischen dem Verbraucherkanal und einem mit Tank verbundenen Kanal steuert/ vnd mit einem Vorsteuerventil, dessen mit dem Steuerdruck beaufschlagtes Ventilglied magnetisch auf einen vorbestimm-IQ ten Verbraucherdruck einstellbar ist, bei dessen Erreichen das Vorsteuerventil öffnet und der Steuerdruck über einen zum Tank führenden Kanal abgebaut wird, wobei durch das am Hauptkolben wirkende Druckgefälle der Hauptkolben in Schließrichtung der ersten Steuerkante und öffnungsrichtung der zweiten Steuerkante verschoben wird und der Verbraucherdruck über den zum Tank führenden Kanal abgebaut wird, wenn das Vorsteuerventil von einem hohen auf einen niedrigen Verbraucherdruckwert umgeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Tank führende Kanal (18,118,218) im Ventilgehäuse in dem vom Vorsteuerventil (11,111,211) zum Tank führenden Kanal (30,130,230) mündet und daß mit dem Hauptkolben (14,114,214) eine Feder (34,134,234) zusammenwirkt, die beim Verschieben des Hauptkolbens in Öffnungsrichtung der zweiten Steuerkante (20,120,220) zugeschaltet wird.
- 2. Druckreduzierventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zuschaltbare Feder (34,134,234) von dem Hauptkolben (14,114,214) von einem Gehäuseanschlag abgehoben und zugeschaltet wird, wenn der Hauptkolben beim Verschieben in Öffnungsrichtung der zweiten Steuerkante (20,120,220) aus der Stellung, in der der Hochdruckkanal(15,115,215) bzw. der Tankanschluß (18,218,118) abgesperrt ist, einen Hub X ausgeführt hat.
- 3. Druckreduzierventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag des Hauptkolbens (14,114,214) an der zuschaltbaren Feder (34,134,234) in einer Position des Hauptkolbens erfolgt, in der die Verbindung des Verbraucherkanals (16,116,216) zum Tankanschluß (18,118,218) über Feinsteuernuten (42, 142,242) an der zweiten Steuerkante erfolgt.
- 4. Druckreduzierventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der zum Vorsteuerventil führende Steuerdruckkanal von dem Hochdruckkanal abgezweigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptkolben (114) gleichsinnig vom Verbraucherdruck und einer zweiten Feder (129) und gegensinnig von dem am Vorsteuerventil (111) eingestellten Steuerdruck beaufschlagt ist, und daß die zuschaltbare Feder (134) im Steuerdruckraum (132) des Hauptkolbens angeordnet ist.
- 5. Druckreduzierventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der zum Vorsteuerventil führende Steuerdruck— kanal von dem Hochdruckkanal abgezweigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptkolben (214) vom Verbraucherdruck und gegensinnig von dem am Vorsteuerventil (211) eingestellten Steuerdruck beaufschlagt ist, und daß die zuschaltbare Feder (234) im Steuerdruckraum (2 32) des Hauptkolbens angeordnet und ihre Kraftwirkung umkehrbar ist derart, daß sie in Öffnungsrichtung der zweiten Steuerkante (220) wirkt, wenn der Druckmittelweg vom Hochdruckkanal (215) zum Verbraucherkanal (216) geöffnet ist und in Schließrichtung der zweiten Steuerkante wirkt, wenn der Druckmittelweg vom Verbraucherkanal (216) zum Tankanschluß (218) geöffnet ist.
- 6. Druckreduzierventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptkolben (214) zwei Anschläge aufweist und die zuschaltbare Feder (234) jeweils mit einem Anschlag zusammenwirkt.
- 7. Druckreduzierventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3,bei dem der zum Vorsteuerventil führende Steuerdruckkanal von dem Verbraucherkanal abgezweigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptkolben (14) gleichsinnig vom Steuerdruck und zwei FederH(29,34) und gegensinnig vom Verbraucherdruck beaufschlagt ist, und daß eine Feder (34) die zuschaltbare Feder ist.
- 8. Druckreduzierventil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in dem vom Hochdruckkanal (115,215) abgezweigten Steuerdruckkanal (126,226) ein Stromregelventil (145,245) vorgesehen ist.
- 9. Druckreduzierventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Steuerdruckraum (32,132,232) und dem Vorsteuerventil eine Drossel (28,128,228) vorgesehen ist.
- 10. Druckreduzierventil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Verbraucheranschluß (16) und dem Steuerdruckraum (32) eine Drossel (27) vorgesehen ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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