DE3321843C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einem akustischen Oberflächenwellenfilter
gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Typische Oberflächenwellenfilter in praktischem Gebrauch
besitzen ein Substrat aus einem piezoelektrischen Material,
z. B. eine piezoelektrische Keramik wie PZT, einen
Einkristall wie LiNbO3 oder einen piezoelektrischen
Dünnfilm aus ZnO. Auf der Oberfläche sind Eingangs-
und Ausgangselektrodensätze angebracht. Zumindest einer
dieser beiden Elektrodensätze besitzt eine erste und eine
zweite Interdigital-Elektrodenanordnung. Eine Interdigital-
Elektrodenanordnung umfaßt kammförmige Elektroden,
von denen jede Elektrodenfinger und eine gemeinsame
Elektrodenzuleitung zum Kontaktieren der Elektrodenfinger aufweist.
Die eine kammförmige Elektrode ist so angeordnet,
daß sich ihre Elektrodenfinger mit denen der anderen
kammförmigen Elektrode verzahnen.
Derartige Oberflächenwellenfilter werden dank ihrer
geringen Baugröße und ihrer Justierfreiheit in vielen
Bauteilen verwendet. Insbesondere wurden solche Oberflächenwellenfilter
in letzter Zeit in großem Umfang als Filter
in Video-Zwischenfrequenzfilterschaltungen in Fernsehempfängern
verwendet. Ein solches Filter muß bekanntlich eine
Tonunterdrückung usw. aufweisen. Es ist daher erforderlich, ein
Filter zu verwenden, dessen Frequenzkennlinie in bezug auf
die Mittenfrequenz unsymmetrisch ist, d. h. eine Frequenz
f 0, die zwischen der benachbarten Bildträgerfrequenz und
der benachbarten Tonträgerfrequenz liegt.
Eine herkömmliche Methode, akustische Oberflächenwellenfilter
mit unsymmetrischer Frequenzkennlinie zu erzeugen,
liegt darin, daß die Überlappungslänge und der gegenseitige
Abstand zweier benachbarter Elektrodenfinger gewichtet
wird. Der gegenseitige Abstand ist dabei derjenige in
Ausbreitungsrichtung der Oberflächenwellen. Solche
akustischen Oberflächenwellenfilter weisen also einen
unterschiedlichen Elektrodenabstand auf.
Wenn eine für ein Video-Zwischenfrequenzfilter erforderliche
unsymmetrische Frequenzkennlinie einer Fourier-Transformation
unterworfen wird, ergibt sich eine Impuls-Ansprechcharakteristik,
wie sie in Fig. 1 dargestellt ist. Die
Charakteristik weist einen Imaginärteil und einen
Realteil mit Spitzenwerten auf. Der zeitliche
Abstand zwischen zwei Spitzenwerten des Realteiles, bei denen
der Imaginärteil jeweils null ist, ist wegen der Unsymmetrie
der Frequenzkennlinie ungleich. Wird eine Interdigital-
Elektrodenanordnung entsprechend der Impuls-Ansprechcharakteristik
aufgebaut, so ergibt sich ein Oberflächenwellenfilter mit
der gewünschten Frequenzkennlinie. Die Ausführung erfolgt
durch Einstellen der Überlappungslänge und des Abstandes.
Die Überlappungslänge wird proportional zur Amplitude (durch
Pfeile in Fig. 1 dargestellt) der Spitzenwerte in der Impuls-
Ansprechcharakteristik gewählt. Der gegenseitige Elektrodenabstand
wird proportional zum zeitlichen Abstand zwischen
benachbarten Spitzenwerten eingestellt. Daraus ergibt sich
aus Fig. 1, daß ein so aufgebautes Oberflächenwellenfilter
Interdigital-Elektrodenanordnungen mit variablem Elektrodenabstand
aufweist.
Nach diesem bekannten Verfahren lassen sich akustische Oberflächenwellenfilter mit
unsymmetrischer Frequenzkennlinie herstellen. Wegen des
ungleichen Elektrodenabstandes ist es jedoch sehr schwierig,
Elektrodenmuster herzustellen. Die Elektroden brechen
leicht oder führen bei hohen Frequenzen zu Kurzschlüssen,
da Elektrodenfinger unterschiedlicher gegenseitiger
Abstände vorliegen.
Um diese Nachteile zu überwinden, sind bereits andere
Methoden vorgeschlagen worden. Eine davon ist die Methode
ungerader/gerader Funktionen und die andere ist die Spiegel-
oder Reflexionsmethode, welche Methoden im folgenden
beschrieben werden.
Bei der Methode der ungeraden/geraden Funktionen wird eine
Größe H 2 ( ω ) angenommen, für die gilt H₁ ( ω-ω₀ = H₂ ( l₀-ω ),
wobei H₁ ( ω die gewünschte Frequenzkennlinie
ist. Die Beziehung zwischen H 1 ( l ) und H₂ (ω) ist in
den Fig. 2A und 2B dargestellt. Für eine Größe H R ( l ), die
die gerade Komponente und eine Größe H I ( ω ), die die ungerade
Komponente darstellt, ergibt sich eine Beziehung, wie sie
in den Fig. 3A und 3B dargestellt ist.
Aus den Gleichungen (1) und (2) ergibt sich H 1 ( ω ) wie
folgt:
Die Impuls-Ansprechcharakteristik ist eine Fourier-
Transformation obiger Gleichung (3) mit folgender Definition.
Die Impuls-Ansprechcharakteristiken, wie sie durch die
Größen h R (t) und -j h I (t) in Gleichung (4) aufgeführt sind,
sind ausgezogen bzw. gestrichelt in Fig. 4 für ein
Abtastintervall t = ½f 0 dargestellt. Aus den dargestellten
Kurven ergibt sich, daß der Abstand von Spitze zu Spitze
½f 0 ist. Dieser Abstand ist der Wellenlänge λ 0/2
proportional und immer gleich. Die Spitzenwerte der einen
Kurve fallen jeweils exakt mit den Nullwerten der anderen
Kurve zusammen. Interdigital-Elektrodenanordnungen, die der Impuls-
Ansprechcharakteristik gemäß der ausgezogenen Linie
entsprechen, legen die gerade Komponente und diejenigen, die
der gestrichelten Linie entsprechen, die ungerade
Komponente fest.
Das Elektrodenmuster des Filters gemäß Fig. 6 weist eine
obere Reihe 2 und eine untere Reihe 3 auf, die den Impuls-
Ansprechcharakteristiken der Fig. 4 entsprechen. Die
Interdigital-Elektrodenanordnungen sind parallel geschaltet. Ein solcher
Aufbau ist in folgendem Artikel "One Approach to
Design Surface Acoustic Wave Filters", Nakamura und Shimizu,
172nd Acoustics Symposium, Electrical Communication
Institute of Tohoku University, 28. September 1972, beschrieben
bzw. aus der DE-OS 26 32 724 bekannt.
Beim Aufbau von Fig. 6 liegen zwei Sätze 1 und 4 von
Elektroden vor. Der eine Satz weist eine erste Interdigital-
Elektrodenanordnung 2 und eine zweite Interdigital-Elektrodenanordnung 3
auf, die in Wellenausbreitungsrichtung nebeneinander
angeordnet sind. Die Elektrodenanordnung 3 emittiert
und empfängt die geraden Komponenten und die Elektrodenanordnung (2)
emittiert und empfängt die ungeradzahligen
Komponenten (oder umgekehrt). Die andere überdeckt Wellenwege
zwischen den beiden Elektrodenanordnungen 2 und 3.
Die Elektrodenanordnung gemäß Fig. 6 weist jedoch den Nachteil
auf, daß sich der Bereich zum Emittieren und Empfangen
von Oberflächenwellen über die ganze Substratoberfläche
erstreckt. Darüber hinaus sollte die Substratfläche groß sein,
da die beiden Elektrodenanordnungen nebeneinander in
Ausbreitungsrichtung liegen. Ferner weist dieses Elektrodenmuster
den Nachteil auf, daß Gebiete hoher Intensität
emittierter und empfangener Oberflächenwellen, d. h. Gebiete
mit großer Überlappungslänge der Elektrodenfinger, an den
beiden Seiten des Substrates liegen und die gemeinsame
Elektrode in der Mitte des Elektrodenmusters liegt.
Eine Möglichkeit, das oben genannte Problem zu umgehen,
besteht darin, die beiden Impuls-Ansprechcharakteristiken
gemäß Fig. 4 in einer einzigen zu kombinieren, wie dies in
Fig. 5 dargestellt ist, und ein Elektrodenmuster in
Übereinstimmung mit einer solchen kombinierten Impuls-
Ansprechcharakteristik auszubilden, wie dies in den Fig. 7A und 7B
dargestellt ist (vgl. hierzu DE-AS 28 35 107). Durch diese Methode ist es möglich, eine
unsymmetrische Frequenzkennlinie mit Interdigital-Elektrodenfingern
gleichen gegenseitigen Abstandes zu erzielen. Gemäß
der Fig. 7A und 7B weist die Interdigital-Elektrodenanordnung
Hauptelektrodenfinger 6, 7, 8 und 9 und Hilfselektrodenfinger 10,
11, 12 und 13 auf. Die Hauptelektrodenfinger
weisen jeweils eine Breite von λ 0/8 und einen gegenseitigen
Abstand von λ 0/4 auf. Zwei benachbarte Hauptelektrodenfinger
sind jeweils mit gemeinsamen Teilen unterschiedlichen
Potentials verbunden und sie weisen unterschiedliche
Längen auf. Die Hilfselektrodenfinger weisen jeweils eine
Breite von g 0/8 und einen gegenseitigen Abstand von λ 0/4
auf. Sie zeigen auf freie Enden zugehöriger Hauptelektrodenfinger
hin und sind ebenfalls mit gemeinsamen Teilen unterschiedlichen
Potentials verbunden.
Bei der Interdigital-Elektrodenanordnung gemäß Fig. 7 wird
die geradzahlige Komponente in einem Bereich emittiert und
empfangen, in dem sich benachbarte Hauptelektrodenfinger 7 und 8
mit unterschiedlichen Potentialen einander in Längsrichtung
der Elektrodenfinger überlappen, wie dies durch die Schraffur
nach rechts oben angedeutet ist. Die ungeradzahlige
Komponente wird dagegen in einem Bereich emittiert und empfangen,
in dem sich die Hauptelektrodenfinger 6 und 9 und die
benachbarten Hilfselektrodenfinger 11 und 12 jeweils überlappen,
wie dies durch die Schraffur nach rechts unten angedeutet
ist. Die ungeradzahlige Komponente wird in einem Abstand
von λ/4 in bezug auf die geradzahlige Komponente emittiert
und empfangen. Mit einer solchen Interdigital-Elektrodenanordnung
ist es möglich, die Länge der Elektroden
rechtwinklig zur Ausbreitungsrichtung der Oberflächenwellen zu
reduzieren und so die Abmessung des Bauteils zu verringern.
Da jedoch die Oberflächenwellen in Bereichen emittiert und
empfangen werden, in denen Elektrodenfinger 6 und 7 sich mit
zugehörigen Elektrodenfingern 8 bzw. 9 überlappen,
wie dies durch die Kreuzschraffur dargestellt ist,
besteht eine Abweichung zwischen der erzielten und der
vorhergesagten Frequenzkennlinie. Es ist schwierig, einen solchen
Fehler auszugleichen. Um den Einfluß des Emittierens
und des Empfangens zwischen Elektrodenfingern 6 und 8 und
Elektrodenfingern 7 und 9 vernachlässigbar klein zu
gestalten, sollten die Enden der dazwischenliegenden
Elektrodenfinger 7, 11, 8 und 12 näher aneinander herangerückt
werden, um die Fläche der schräg schraffierten Bereiche zu
verringern. Diese Lösung würde jedoch die Gefahr erhöhen,
daß zwei Finger 7 und 11 oder 8 und 12 an ihren Enden bei
der Herstellung des Musters kurzgeschlossen werden könnten.
Wegen der unterschiedlichen Längen zugehöriger Elektrodenfinger
in den Elektrodensätzen ist es nicht möglich, ein
akustisches Oberflächenwellenfilter mit unsymmetrischer
Frequenzkennlinie mit einfachen Elektrodenfingern herzustellen.
Die letzte Methode, nämlich die Reflexions- oder Spiegelmethode
ist zum Beispiel in
ELECTRONICS LETTERS (18. November 1974), Vol. 10,
No. 24, Seite 512 beschrieben. Das Verfahren ist auch in der DE-OS 24 39 530 bzw. der
DE-OS 24 39 350 angegeben. Kurz gesprochen besteht die
Spiegelmethode darin, ein virtuelles Bild einer
Mittenfrequenz 3f 0 anzunehmen, die spiegelsymmetrisch mit 2f 0
ist, wobei f 0 die Mittenfrequenz einer gewünschten
Frequenzkennlinie ist. Die erhaltene Impuls-Ansprechcharakteristik
ist ähnlich zu der, die durch die Methode der
geraden/ungeraden Funktion erhalten wird. Damit ist aber
auch das Elektrodenmuster ähnlich zu dem gemäß den Fig. 7A
und 7B. Dies bedeutet jedoch, daß die Spiegelmethode zu
akustischen Oberflächenwellenfiltern mit denselben
Problemen führt, wie sie die Filter gemäß den Fig. 7A und 7B
aufweisen.
Ein akustisches Oberflächenwellenfilter mit unsymmetrischer
Frequenzkennlinie wird gemäß der DE-OS 24 39 350 wie folgt
hergestellt. Eine Mehrzahl von Elektrodenfingern wird in
einem Intervall angeordnet, das der halben Wellenlänge von
Oberflächenwellen der Frequenz 2f 0 entspricht. Zumindest
einige der Elektrodenfinger sind in Sätzen angeordnet, wobei
jeweils die zwei Elektroden in einem Satz elektrisch
miteinander verbunden sind. Zumindestens bei einem Teil dieser
Elektrodensätze unterscheidet sich die Überlappung mit
zugehörigen Elektrodensätzen von der Überlappung bei anderen
Elektrodensätzen, so daß die Frequenzkennlinie der
Elektroden für die Frequenzen f 0 und 3f 0 insgesamt einer
Hermitischen Funktion und individuell einer nichthermitischen
Funktion entspricht. Wegen der unterschiedlichen
Längen zugehöriger Elektrodenfinger innerhalb der Interdigital-
Elektrodenanordnung ist es nicht möglich, ein
akustisches Oberflächenwellenfilter mit unsymmetrischer
Frequenzkennlinie mit einfachen Elektrodenfingern aufzubauen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein akustisches
Oberflächenwellenfilter zu schaffen, dessen Breite senkrecht
zur Ausbreitungsrichtung der Oberflächenwellen
gegenüber den bekannten Filtern noch weiter verringert ist,
und das darüber hinaus kompakt ist.
Diese Aufgabe wird durch den kennzeichnenden Teil des
Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Die innere Elektrodenzuleitung kann im wesentlichen parallel zum gesamten
ersten Überlappungsbereich verlaufen. Ferner können die beiden äußeren
Elektrodenzuleitungen zur Bildung einer Abschirmelektrode auf dem Substrat miteinander
verbunden sein. Vorzugsweise liegt der erste Überlappungsbereich so nahe
wie möglich an der äußeren Elektrodenzuleitung des zweiten Überlappungsbereichs.
Der zweite Überlappungsbereich kann sich von der Stelle größter Überlappung
des ersten Überlappungsbereichs zur Mittellinie des Substrats erstrecken, die
parallel zur Ausbreitungsrichtung der Oberflächenwellen verläuft. Vorzugsweise ist
auf der der inneren Elektrodenzuleitung abgewandten Seite des ersten
Überlappungsbereichs eine weitere innere Elektrodenzuleitung vorhanden, die mit der der
inneren Elektrodenzuleitung benachbarten äußeren Elektrodenzuleitung verbunden
ist, wobei zwischen der weiteren inneren Elektrodenzuleitung und der ihr
benachbarten äußeren Elektrodenzuleitung wenigstens ein weiterer zweiter
Überlappungsbereich vorhanden ist, und wobei die innere Elektrodenzuleitung mit der
ihr abgewandten äußeren Elektrodenzuleitung verbunden ist. Die Elektrodenfinger
der einzelnen Interdigitalwandler können beispielsweise als gespaltene
Elektrodenfinger ausgebildet sein.
Alle erfindungsgemäßen Ausführungsformen haben den Vorteil,
daß die Breite des akustischen Oberflächenwellenfilters verringert ist, daß als Elektrodenfinger
entweder einfache oder Doppelfinger verwendet werden können,
und daß Beugungsverluste verringert sind.
Die Erfindung sowie Ausgestaltungen und Weiterbildungen
derselben werden im folgenden an Hand von durch Figuren
veranschaulichten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 die Impuls-Ansprechcharakteristik einer
herkömmlichen Interdigital-Elektrodenanordnung
mit variablem Abstand der Elektrodenfinger;
Fig. 2A und 2B Frequenzkennlinien H 1 ( ω ) und H 2 ( l ) zum
Erläutern des Ausgangspunktes der vorliegenden
Erfindung;
Fig. 3A und 3B Frequenzkennlinien einer symmetrischen
Komponente H R ( ω ) und einer unsymmetrischen Komponente
-jH I ( ω ) der Frequenzkennlinie H 1 ( ω );
Fig. 4 die Impuls-Ansprechcharakteristik von H R ( l )
und -jH R ( ω ), wobei die erste Größe ausgezogen
und die zweite gestrichelt dargestellt ist;
Fig. 5 die Impuls-Ansprechcharakteristik, wie sie
sich durch Zusammensetzen von H R ( ω ) und
-jH I ( ω ) ergibt;
Fig. 6 eine Draufsicht auf eine Interdigital-Elektrodenanordnung
bei einem bekannten Oberflächenwellenfilter;
Fig. 7 eine Draufsicht auf eine andere bekannte
Ausführungsform eines Oberflächenwellenfilters;
Fig. 7B eine vergrößerte Teilansicht eines wichtigen
Bereiches der Anordnung von Fig. 7A;
Fig. 8, 9 und 10 Draufsichten auf akustische Oberflächenwellenfilter
gemäß einer ersten erfindungsgemäßen
Ausführungsform; dabei zeigt
Fig. 8 eine Anordnung, bei der eine zweite
Interdigital-Elektrodenanordnung nur
auf einer Seite einer ersten
Interdigital-Elektrodenanordnung angebracht
ist;
Fig. 9 eine Anordnung, bei der zweite Interdigital-
Elektroden zu beiden Seiten einer
ersten Interdigital-Elektrodenanordnung
vorhanden sind;
Fig. 10 eine Anordnung gemäß Fig. 8, jedoch mit
doppelten Elektrodenfingern;
Fig. 10, 11 und 12 Draufsichten auf Oberflächenwellenfilter gemäß
einer zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform;
dabei zeigt
Fig. 11 eine Anordnung, bei der eine zweite Interdigital-
Elektrodenanordnung nur auf einer Seite einer
ersten Interdigital-Elektrodenanordnung
angebracht ist;
Fig. 12 eine Anordnung, bei der eine zweite Interdigital-
Elektrodenanordnung zu beiden Seiten einer
ersten Interdigital-Elektrodenanordnung
angebracht ist;
Fig. 13 eine Anordnung gemäß Fig. 11, jedoch mit doppelten
Elektrodenfingern;
Fig. 14 eine Impuls-Ansprechcharakteristik zum Erläutern
des Elektrodenmusters gemäß der zweiten
erfindungsgemäßen Ausführungsform;
Fig. 15 eine Draufsicht auf eine dritte erfindungsgemäße
Ausführungsform mit besonderer Elektrodenanordnung
mit einfachen Elektrodenfingern;
Fig. 16 eine Draufsicht auf eine Anordnung gemäß Fig. 15,
jedoch mit doppelten Elektrodenfingern;
Fig. 17 eine Frequenzkennlinie eines akustischen
Oberflächenwellenfilters gemäß der dritten
erfindungsgemäßen Ausführungsform;
Fig. 18 bis 20 Draufsichten auf akustische Oberflächenwellenfilter
gemäß einer vierten erfindungsgemäßen
Ausführungsform; dabei zeigt
Fig. 18 eine Anordnung mit Lücken zwischen Elektrodenfingern;
Fig. 19 eine Anordnung gemäß Fig. 18, jedoch mit doppelten
Elektrodenfingern;
Fig. 20 eine Anordnung, bei der nichtkontaktierte
Elektrodenfinger zwischen kontaktierten Elektrodenfingern
vorhanden sind; und
Fig. 21 eine Draufsicht auf ein akustisches Oberflächenwellenfilter
gemäß einer fünften erfindungsgemäßen
Ausführungsform mit Interdigital-
Elektrodensegmenten.
Beim Anmeldegegenstand wird ebenfalls von der Impuls-Ansprechcharakteristik
gemäß Fig. 5 Gebrauch gemacht. Da diese bereits
oben gemeinsam auch mit den Fig. 2 bis 4 ausführlich beschrieben
ist, wird an dieser Stelle auf die entsprechenden Figuren
nur nochmals verwiesen.
Das Oberflächenwellenfilter der Fig. 8 gemäß einer anmeldegemäßen
Ausführungsform weist zwei Sätze von Elektroden 21
und 22 auf, die als Eingangs- bzw. Ausgangselektrode dienen.
Diese beiden Elektrodensätze sind auf der Oberfläche eines
Oberflächenwellensubstrates 20 aus typischerweise LiNbO3,
PZT- oder einem ZnO-Film in Dünnfilmtechnik auf einer
Glasplatte in gegenseitigem Abstand aufgebracht. Es ist nicht
festgelegt, welcher der beiden Elektrodensätze 21 und 22
als Eingangselektrode und welcher als Ausgangselektrode
dient.
Einer der beiden Elektrodensätze, nämlich der links
in Fig. 8 dargestellte mit dem Bezugszeichen 21, weist
zwei Interdigital-Elektrodenanordnungen 23 und 24 auf.
Die in der Fig. 8 untere erste Interdigital-Elektrodenanordnung 23
weist Elektrodenfinger auf, die sich so
überlappen, daß sich die Impuls-Anspruchcharakteristik für die
gerade Komponente in Fig. 4, wie dort ausgezogen dargestellt,
ergibt. Die Elektrodenzuleitung für die untere
Interdigital-Elektrodenanordnung weist einen unteren
Teil 23 a und einen oberen Teil 23 b auf. Der obere Teil
verläuft dabei im wesentlichen parallel zur Einhüllenden
der Enden der Elektrodenfinger die sich von dem unteren
Teil 23 a aus erstrecken.
Die zweite Interdigital-Elektrodenanordnung 24 ist außerhalb des
Überlappungsbereiches der ersten Interdigital-Elektrodenanordnung 23
angeordnet, d. h. in einem Gebiet oberhalb
des Elektrodenzuleitungsteiles 23 b. Die zweite Interdigital-
Elektrodenanordnung erstreckt sich daher auf oder etwas
entfernt von den Ausbreitungswegen innerhalb der ersten
Interdigital-Elektrodenanordnung 23. Das Gebiet außerhalb
des Überlappungsbereichs der ersten Interdigital-Elektrodenanordnung 23
ist also ein Gebiet außerhalb der Einhüllenden
der ersten Interdigital-Elektrodenanordnung und insbesondere
ein Gebiet, das durch eine gerade Linie durch den Scheitel
der Einhüllenden in einer Richtung parallel zur Ausbreitungsrichtung
der Oberflächenwellen abgegrenzt ist.
Die zweite Interdigital-Elektrodenanordnung 24 weist
Elektrodenfinger auf, die sich von dem gemeinsamen Zuleitungsteil 23 b
der ersten Interdigital-Elektrode 23 erstrecken,
und andere Elektrodenfinger, die sich von einem Zuleitungsteil 24 a
aus erstrecken, der nahe dem Bereich maximaler
Überlappung in der ersten Interdigital-Elektrodenanordnung
verläuft. Die Elektrodenfinger sind in ihrer Überlappung
so bemessen, daß sich eine Impuls-Ansprechcharakteristik
für die ungeraden Komponenten gemäß der gestrichelten
Linie in Fig. 4 ergibt. Der Elektrodenzuleitungsteil 24 a
der zweiten Interdigital-Elektroden 24 und der Elektrodenzuleitungsteil 23 a
der ersten Interdigital-Elektrodenanordnung 23
sind durch eine Abschirmelektrode 25 miteinander
verbunden. In den vier Ecken des Substrates 20 sind
Elektrodenanschlüsse 26, 27, 28 und 29 angebracht, mit denen die
Elektrodenzuleitungen verbunden sind.
In Fig. 9 ist eine Abwandlung der ersten Ausführungsform
dargestellt, bei der die zweite Interdigital-Elektrodenanordnung 24
für die geraden Komponenten zu beiden Seiten der
ersten Interdigital-Elektrodenanordnung 23 angebracht ist.
Es ist nun also auch der Elektrodenzuleitungsteil 23 a der
ersten Anordnung 23 im wesentlichen entlang der Einhüllenden
gebogen und ein zusätzlicher Zuleitungsteil 24 c
erstreckt sich nahe dem Bereich maximaler Überlappung innerhalb
der ersten Elektrode 23 an dessen unterem Rand.
Dadurch ist eine Interdigital-Elektrodenanordnung 24′ gebildet,
die Elektrodenfinger aufweist, die sich von den
Zuleitungsteilen 23 a und 24 c erstrecken. Der Zuleitungsteil 23 b
und der Zuleitungsteil 24 c sind außerhalb der Elektrodenfinger
miteinander verbunden. Die Anordnungen 24 und 24 c
bilden die zweite Interdigital-Elektrodenanordnung für die
geraden Komponenten.
Mit Filtern gemäß den Fig. 8 und 9, bei denen eine unsymmetrische
Frequenzkennlinie durch einfache Elektrodenfinger
erzielt wird, ist es möglich, höhere Frequenzen als bisher
zu erzielen, und zwar in etwa doppelt so hohe, selbst bei
gleicher Elektrodenbreite.
Bei der Abwandlung der ersten Ausführungsform gemäß Fig. 10
sind die Elektrodenfinger doppelte Elektrodenfinger, was
dazu dient, Wellen TTE auszuschalten. Dabei ist es möglich,
die Länge entsprechender Elektrodenfinger gleich zu
gestalten. Der Rechenfehler wird im Vergleich zu herkömmlichen
Methoden, wie der Spiegelmethode, der Reflexionsmethode
oder der Methode mit geraden/ungeraden Funktionen,
erheblich verringert.
In Fig. 11 ist eine Draufsicht auf ein akustisches
Oberflächenwellenfilter gemäß einer zweiten anmeldegemäßen
Ausführungsform dargestellt. Die zweite Interdigital-
Elektrodenanordnung 24 für die ungerade Komponente gemäß
Fig. 4 ist so ausgebildet, daß ein erregungsfreier Bereich
nahe einem erregten Bereich 23 c im Gebiet maximaler
Überlappung der ersten Interdigital-Elektrodenanordnung 23
besteht. Der erregungsfreie Bereich liegt außerhalb, d. h.
in der Fig. 11 oberhalb des Zuleitungsteiles 23 b der ersten
Anordnung 23 und damit innerhalb des überlappungsfreien
Bereichs für die ungeraden Komponenten und auf Ausbreitungswegen
in bezug auf die erste Interdigital-Elektrodenanordnung 23.
Die zweite Anordnung 24 weist Elektrodenfinger auf, die
sich einerseits von dem Zuleitungsteil 23 b der ersten
Anordnung 23 und andererseits von einem Zuleitungsteil 24 a
erstrecken, der sich nahe dem erregten Bereich 23 c im Bereich
größter Überlappung der ersten Interdigital-Elektrodenanordnung 23
erstreckt. Bei der Ausführungsform der Fig. 11
befindet sich keinerlei erregter Bereich außerhalb des
erregten Bereichs 23 c, rechtwinklig zur
Ausbreitungsrichtung gesehen.
In Fig. 11, wie auch in den Fig. 12 bis 16 und 18 bis 21,
sind erregte Bereiche mit einer Linie
umrandet. Dort, wo Linien rechtwinklig zur
Ausbreitungsrichtung gesehen einen weiten Abstand voneinander
aufweisen, ist die Wellenanregung stark, während dort,
wo sich Linien kreuzen, keine Anregung erfolgt.
In erregungsfreien Gebieten schließen die
Linien also keine Fläche ein. Dabei können erregte Gebiete
direkt aneinander anschließen, wie bei den Ausführungsformen
der Fig. 11 bis 16 und 21 oder sie können durch
erregungsfreie Gebiete voneinander getrennt sein, wie bei den
Ausführungsformen der Fig. 18 bis 20.
Im folgenden wird erläutert, wie die Erregung nahe dem erregten
Bereich 23 c im Gebiet maximaler Überlappung innerhalb
der ersten Interdigital-Elektrodenanordnung 23 zu null
vermindert werden kann.
Es sei angenommen, daß die gewünschte Frequenzkennlinie
durch Gleichung (3) dargestellt sei. Dann gilt folgende
Impuls-Ansprechcharakteristik, wie sie in Fig. 14 dargestellt
ist.
Für leichtere Erklärung ist Fig. 14 nicht in derselben
Weise dargestellt wie die Fig. 1, 4 und 5. Wie bei der
herkömmlichen Methode, zum Beispiel der Reflexionsmethode,
sind Werte in einem Zeitintervall von ¼f 0 herausgegriffen,
wie sie durch die ausgezogenen Pfeile in Fig. 14
dargestellt sind. Die erste Interdigital-Elektrodenanordnung 23
für die gerade Komponente beruht auf der geraden Komponente
der Werte, und die zweite Interdigital-Elektrodenanordnung 24
für die ungerade Komponente beruht auf der ungeraden Komponente
der Werte. Eine solche Elektrodenmessung wird auch
im Fall der Methode der geraden/ungeraden Funktion
verwendet.
Andererseits können jedoch anmeldegemäß die geraden oder
die ungeraden Komponenten verändert werden und zum Beispiel
kann die Amplitude der ungeraden Komponenten in der
Nähe der maximalen Amplitude der geraden Komponenten dadurch
verringert werden, daß der Zeitabstand des Herausgreifens
von Werten etwas verändert wird. Erfolgt das Herausgreifen
in einem Zeitintervall t′ = 1(4[f 0 + Δ f]), verringert sich
die Amplitude der ungeradzahligen Komponenten, wie dies
durch die gestrichelten Pfeile in Fig. 14 dargestellt ist.
Wenn der Maximalwert der Erregungsintensität in einer
relativen Skala den Wert 1 annimmt, dann erfolgt in Bereichen
mit einem Wert 0,02 keine Anregung mehr. Dann erfolgt
aber selbstverständlich eine Kompensation durch andere
angeregte Gebiete.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 11 liegen keine
angeregten Bereiche, rechtwinklig zur Ausbreitungsrichtung der
Oberflächenwellen gesehen, außerhalb des angeregten Bereichs 23 c
im Gebiet maximaler Überlappung innerhalb der ersten Interdigital-
Elektrodenanordnung 23. Dies führt zu einer minimalen
Breite des Substrates. Dabei liegen mit maximaler
Intensität angeregte Bereiche der zweiten Interdigital-
Elektrodenanordnung 24 nahe dem Mittenbereich des Substrates.
Das Anordnen mit hoher Intensität erregter Bereiche der
zweiten Interdigital-Elektrodenanordnung nahe dem Mittenbereich
des Substrates führt weiterhin dazu, daß kein oder
praktisch kein Beugungsverlust oder dergleichen zu
verzeichnen ist.
Wie bei der ersten Ausführungsform ist es auch bei
der Ausführungsform gemäß Fig. 11 möglich, daß, wie dies in
Fig. 12 dargestellt ist, die zweite Interdigital-Elektrode
in zwei Bereiche 24 und 24 c zu beiden Seiten der ersten
Interdigital-Elektrodenanordnung 23 angeordnet ist. Es ist
auch möglich, die Elektrodenfinger als Doppelfinger auszubilden,
wie dies in Fig. 13 dargestellt ist.
In Fig. 15 ist die bevorzugte Ausführungsform des Anmeldegegenstandes
dargestellt. Auch diese Elektrodenanordnung
beruht auf der Impuls-Ansprechcharakteristik gemäß Fig. 4.
Die Ausführungsform weist anregungsfreie Gebiete 23 d innerhalb
der ersten Interdigital-Elektrodenanordnung 23 in
unterschiedlichen Positionen entlang der Finger auf. Die
Einhüllende der Enden der Finger der ersten Anordnung ist
nach links und rechts in bezug auf den erregten Bereich 23 c
mit maximaler Überlappungslänge geneigt. Dies erfolgt durch
entsprechendes Wählen der Überlappungslängen. Der eine
Elektrodenzuleitungsteil 23 b verläuft im wesentlichen
parallel entlang der geneigten Einhüllenden.
Die zweite Interdigital-Elektrodenanordnung 24 für die
ungeraden Komponenten gemäß Fig. 4 ist andererseits so ausgebildet,
daß sich ein erregungsfreies Gebiet nahe dem
Bereich 23 c befindet, wobei die Elektrodenfinger weggelassen
sind. Mehrere andere erregungsfreie Bereiche liegen zwischen
angeregten Bereichen in Längsrichtung. Diese erregungsfreien
Bereiche der zweiten Interdigital-Elektrodenanordnung befinden
sich ebenfalls im wesentlichen parallel zur geneigten
Einhüllenden der Ende der Finger der ersten Interdigital-
Elektrodenanordnung 23. Bei einer solchen Anordnung liegen
die jeweiligen erregten Gebiete der zweiten Interdigital-
Elektrodenanordnung 24 in Positionen entlang der Länge der
Elektrodenfinger, in welchen Positionen die Anregungsintensität
in einer Richtung quer zur Ausbreitungsrichtung
der Oberflächenwellen maximal ist, zum Beispiel nahe der
Mitte der Elektrodenanordnung.
Ähnlich den ersten und zweiten Ausführungsformen kann die
dritte Ausführungsform gemäß Fig. 15 mit doppelten Fingern
ausgebildet sein, wie dies in Fig. 16 dargestellt ist.
Dadurch wird wieder der Effekt der TTE vermieden.
In Fig. 17 ist mit durchgezogener Linie der Frequenzgang
eines Oberflächenwellenfilters gemäß Fig. 16 dargestellt.
Der theoretisch errechnete Frequenzgang ist strichpunktiert
und der Frequenzgang eines Filters gemäß der US-PS 39 68 461
ist zum Vergleich gestrichelt dargestellt. Aus Fig. 17 ist
ersichtlich, daß ein akustisches Oberflächenwellenfilter
als Ausführung des Anmeldegegenstandes einen Frequenzgang
aufweist, der nahe beim theoretisch vorhergesagten Frequenzgang
liegt und daß dadurch ein deutlicher Unterschied zu
einem bekannten Filter besteht. Der Frequenzgang wird vor
allem nahe dem Tonunterdrückungsbereich verbessert.
In Fig. 18 ist in Draufsicht eine vierte Ausführungsform
des Anmeldegegenstandes dargestellt. Sie ist der Ausführungsform
gemäß Fig. 15 ähnlich, wobei jedoch nicht
angeregte Bereiche 24 b der zweiten Interdigital-Elektrodenanordnung 23
anders ausgebildet sind. Bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 18 sind diese Bereiche dadurch gebildet, daß an
den entsprechenden Stellen keine Elektrodenfinger angebracht
sind. Dadurch ist es mit großer Flexibilität möglich, die
erregungsfreien Gebiete auf dem Substrat anzuordnen.
Wie in Fig. 19 dargestellt, kann die Anordnung gemäß
Fig. 18 auch mit doppelten Elektrodenfingern ausgebildet
sein. Darüber hinaus ist es möglich, daß in den erregungsfreien
Gebieten 24 b doch Elektrodenfinger angebracht sind,
jedoch solche, die mit keiner der Elektrodenzuleitungsteile 22 a
und 23 b verbunden sind, die also auf schwimmendem
Potential liegen. Dies ist in Fig. 20 dargestellt.
In Fig. 21 ist in Draufsicht eine fünfte Ausführungsform
des Anmeldegegenstandes dargestellt. Die erste und die
zweite Interdigital-Elektrodenanordnung 23 bzw. 24 sind
jeweils in zwei Elektrodensegmente aufgeteilt. Die
Elektrodenfinger innerhalb der ersten Interdigital-Elektrodenanordnung 23
sind mit zugeordneten Elektrodenzuleitungsteilen 123 a
und 123 b verbunden. Die Elektrodenfinger innerhalb
der zweiten Interdigital-Elektrodenanordnung sind
dagegen mit zugeordneten Elektrodenzuleitungsteilen 124 a und
124 b verbunden. Die Teile 123 a und 124 a sind miteinander
verbunden und mit einem Elektrodenanschluß 27 kontaktiert.
Ebenso sind die Teile 123 b und 124 b miteinander verbunden
und mit einem Elektrodenanschluß 26 kontaktiert. Bei der
Ausführungsform der Fig. 21 sind die Kapazitäten der ersten
und zweiten Interdigital-Elektrodenanordnung 23 bzw. 24
jeweils Reihenkapazitäten der beiden Elektrodensegmente.
Dies bedeutet, daß die Impedanz dieses akustischen
Oberflächenwellenfilters das vielfache der Impedanz der zuvor
beschriebenen vier Ausführungsformen ist.
Die Elektrodenfinger beim Filter gemäß Fig. 21 sind als
Doppelfinger dargestellt. Alle Elektrodenfinger können
jedoch auch Einzelfinger sein.
Bei den dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen
weisen die Einhüllenden der Enden der Elektrodenfinger
eine einfache Einhüllende auf. Der Anmeldegegenstand ist
jedoch von der genauen Form der Einhüllenden unabhängig.
In der Anmeldung bedeuten geradzahlige und ungeradzahlige
Komponenten geradzahlige bzw. ungeradzahlige Komponenten
gemäß der Methode der geradzahligen/ungeradzahligen
Funktionen oder symmetrische bzw. unsymmetrische Komponenten
in der Reflexionsmethode oder dergleichen. Bei allen
Ausführungsformen lag der Bereich maximaler Überlappung in
der Elektrodenanordnung für die geradzahligen Komponenten.
Liegt die maximale Überlappung jedoch auf Grund der gewählten
Phasenkompensation innerhalb der Elektrodenanordnung
für die ungeradzahligen Komponenten, so muß die beschriebene
Technologie für die Anordnung für die gerade Funktion
angewandt werden.
Bei den beschriebenen Ausführungsformen wurde von Video-
Zwischenfrequenzfiltern für Fernsehempfänger ausgegangen.
Es sind jedoch auch andere Anwendungen möglich, wie zum
Beispiel Verzögerungsleitungen und andere Oberflächenwellen-
Bauteile.
Alle anmeldegemäßen Bauteile zeichnen sich dadurch aus,
daß sie mit einem kleineren Substrat auskommen, als dies
bisher möglich war. Dies wird zum Beispiel durch Vergleich
der Fig. 6 und 10 direkt ersichtlich. Bei der bekannten
Ausführung gemäß Fig. 6 verlaufen alle Zuleitungen parallel
zueinander. In der oberen, zweiten Interdigital-Elektrodenanordnung
ist die Überlappung der Elektroden am Rand am
größten, während sie in der unteren, ersten Interdigital-
Elektrodenanordnung in der Mitte am größten ist. Wegen der
parallelen Zuleitungen addieren sich die wegen der jeweiligen
maximalen Überlappung notwendigen Breiten der beiden
Interdigital-Elektrodenanordnungen. Bei anmeldegemäßen
Ausführungsformen ist dagegen eine innerhalb liegende
Elektrodenzuleitung gekrümmt, und zwar so, daß sich zur
maximalen Breite der unteren Anordnung nur noch die minimale
und nicht mehr ebenfalls die maximale Breite der
oberen Anordnung addiert. Durch dieses Herunterziehen
einer innen liegenden Zuleitung zu den Rädern in
Ausbreitungsrichtung gesehen hin, ergibt sich weiterhin die
Möglichkeit, daß Bereiche großer Anregung innerhalb der
zweiten Elektrodenanordnung vom Rand des Substrates weg
zu dessen Mitte hin verlegt werden können, wodurch
Beugungsverluste erheblich verringert werden.
Claims (7)
1. Akustisches Oberflächenwellenfilter, mit einem zur Ausbreitung akustischer
Oberflächenwellen geeigneten Substrat (20), auf dessen einer Hauptfläche zwei in
Ausbreitungsrichtung der akustischen Oberflächenwellen benachbart angeordnete
Interdigitalwandler liegen, von denen wenigstens einer zwei miteinander verbundene
äußere Elektrodenzuleitungen (23 a, 24 a) aufweist, zwischen denen wenigstens eine
innere Elektrodenzuleitung (23 b) liegt, wobei von der inneren Elektrodenzuleitung
(23 b) und den jeweiligen äußeren Elektrodenzuleitungen (23 a, 24 a) ausgehende und
sich überlappende Elektrodenfinger vorhanden sind, und durch die wenigstens ein
erster und ein zweiter Überlappungsbereich gebildet sind, und wobei durch den einen
die gerade oder ungerade Komponente des Frequenzgangs des Oberflächenwellenfilters
und durch den anderen die jeweils andere Komponente festgelegt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die innere Elektrode (23 b) wenigstens im Scheitelabschnitt des ersten Überlappungsbereichs im wesentlichen parallel zu diesem verläuft, und daß
- - ein Teil des zweiten Überlappungsbereichs zwischen dem ersten Überlappungsbereich und einer Geraden liegt, die durch den Scheitel des ersten Überlappungsbereichs und parallel zur Ausbreitungsrichtung der akustischen Oberflächenwellen verläuft.
2. Akustisches Oberflächenwellenfilter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die innere Elektrodenzuleitung (23 b) im wesentlichen
parallel zum gesamten ersten Überlappungsbereich verläuft.
3. Akustisches Oberflächenwellenfilter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden äußeren Elektrodenzuleitungen
(23 a, 24 a) zur Bildung einer Abschirmelektrode (25) auf dem Substrat (20) miteinander
verbunden sind.
4. Akustisches Oberflächenwellenfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Überlappungsbereich so nahe wie möglich
an der äußeren Elektrodenzuleitung (24 a) des zweiten Überlappungsbereichs liegt.
5. Akustisches Oberflächenwellenfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß sich der zweite Überlappungsbereich von der Stelle
größter Überlappung des ersten Überlappungsbereichs zur Mittellinie des Substrats (20)
erstreckt, die parallel zur Ausbreitungsrichtung der Oberflächenwellen verläuft.
6. Akustisches Oberflächenwellenfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der der inneren Elektrodenzuleitung (23 b)
abgewandten Seite des ersten Überlappungsbereichs eine weitere innere Elektrodenzuleitung (23 d)
vorhanden ist, die mit der der inneren Elektrodenzuleitung (23 b)
benachbarten äußeren Elektrodenzuleitung (24 a) verbunden ist, zwischen der weiteren
inneren Elektrodenzuleitung (23 d) und der ihr benachbarten äußeren Elektrodenzuleitung (23 a)
wenigstens ein weiterer zweiter Überlappungsbereich vorhanden ist, und
daß die innere Elektrodenzuleitung (23 b) mit der ihr abgewandten äußeren
Elektrodenzuleitung (23 a) verbunden ist.
7. Akustisches Oberflächenwellenfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrodenfinger der einzelnen Interdigitalwandler
als gespaltene Elektrodenfinger ausgebildet sind.
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