DE3321777A1 - Auskleidung fuer roehrenfoermige unterirdische hohlraeume, wie verkehrstunnel, rohrleitungen oder dergleichen - Google Patents
Auskleidung fuer roehrenfoermige unterirdische hohlraeume, wie verkehrstunnel, rohrleitungen oder dergleichenInfo
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Description
MMft « · «·« ■
DIPL.-ING. W. GOLl^WITZBR · DIPL.-ING. Γ. W. MOLL
6740 LANDAU/PFALZ · LANaBTBASSB 5
POSTFACH 8080 · TELEFON Ο634.1/2ΟΟ35, 87000 - TELEX 04S3333
POSTSCHECK LÜDWIGSHAFBN 87 662-676 · DEUTSCHE BANK LANDAU 02 1540O (BLZ 54670095)
- 5 - 15. Juni 1983
Mr.
Dyckerhoff & Widmann Aktiengesellschaft, 8000 München 81
Auskleidung für röhrenförmige unterirdische Hohlräume, wie Verkehrstunnel, Rohrleitungen oder dergleichen
Die Erfindung betrifft eine Auskleidung für im Schildvortrieb herzustellende röhrenförmige unterirdische
Hohlräume, wie Verkehrstunnel, Rohrleitungen oder dergleichen in insbesondere Bergsenkungsgebieten mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1. .
Bei der Herstellung von unterirdischen Hohlräumen im Bergsenkungsgebiet bei gleichzeitigem Vorhandensein von
Grundwasser im nicht standfesten Boden wird vorzugsweise im Schildvortrieb mit flüssigkeitsgestützter Ortsbrust gebaut.
Dabei befindet sich in dem Spalt zwischen dem Stahlzylinder des Vortriebsschildes und der Außenkante der Tunnelauskleidung
eine druckwasserdichte, aber trotzdem bewegliche Dichtung, die sogenannte Schildschwanzdichtung. Diese Dichtung
kann zwar Veränderungen der Spaltbreite, die etwa durch die planmäßige Krümmung der Tunnelröhre oder durch herstellungsbedingte
Ungenauigkeiten gegeben sind, überbrücken. Sie ist aber nicht in der Lage, die Differenzen auszugleichen,
die zwischen Wellenberg und Wellental von Tübbings liegen,
die in Längsrichtung der Auskleidung einen von der Geraden
abweichenden, z.B. wellenförmigen oder geknickten Querschnitt
aufweisen und die in Bergsenkungsgebieten für die Tunnelauskleidung verwendet werden, um im Endzustand eine Verformung
der durch Verschweißen der Tübbings erhaltenen einheitlichen
Tunnelauskleidung bei Bodenbewegungen zuzulassen.
die in Längsrichtung der Auskleidung einen von der Geraden
abweichenden, z.B. wellenförmigen oder geknickten Querschnitt
aufweisen und die in Bergsenkungsgebieten für die Tunnelauskleidung verwendet werden, um im Endzustand eine Verformung
der durch Verschweißen der Tübbings erhaltenen einheitlichen
Tunnelauskleidung bei Bodenbewegungen zuzulassen.
Um auch eine Auskleidung mit derartigen Tübbings im
Bergsenkungsgebiet im Schildvortrieb herstellen zu können,
ist es bekannt, auf die Wellenberge der die Tübbingringe
bildenden Tübbings gegebenenfalls unter Zwischenschaltung
C-förmiger Stabilisierungsprofile jeweils ein Deckblech als
Zylindermantelsegment aufzuschweißen und den dadurch gebildeten Hohlringabschnitt an beiden Tübbingenden nach Einbringen
einer tragfähigen Füllung durch radiale Schottbleche abzu- Γ
Bergsenkungsgebiet im Schildvortrieb herstellen zu können,
ist es bekannt, auf die Wellenberge der die Tübbingringe
bildenden Tübbings gegebenenfalls unter Zwischenschaltung
C-förmiger Stabilisierungsprofile jeweils ein Deckblech als
Zylindermantelsegment aufzuschweißen und den dadurch gebildeten Hohlringabschnitt an beiden Tübbingenden nach Einbringen
einer tragfähigen Füllung durch radiale Schottbleche abzu- Γ
schließen (DE-PS 30 46 833) . Die C-förmigen Stabilisierungs- f..
profile sind dabei mit ihrer offenen Seite den korre- |"!
spondierenden Stabilisierungsprofilen benachbarter Tübbings
zugeordnet und bilden so Kammern zum Einsetzen von Dich- ;_'
zugeordnet und bilden so Kammern zum Einsetzen von Dich- ;_'
tungselementen. Schließlich sind bei diesem bekannten Tübbing- i
ausbau innenseitig auf die Tübbingringe über deren Umfang
verteilt in Tunnellängsrichtung verlaufende Holme zum Abstützen der Vortriebspressen aufgeschweißt, um auf diese
Weise die Pressenkräfte auf eine Mehrzahl von Tübbingringen
zu verteilen.
verteilt in Tunnellängsrichtung verlaufende Holme zum Abstützen der Vortriebspressen aufgeschweißt, um auf diese
Weise die Pressenkräfte auf eine Mehrzahl von Tübbingringen
zu verteilen.
Bei dieser bekannten Tunnelauskleidung bilden die i|
Deckbleche der Tübbingringe einen Zylindermantel, den der |
Schildschwanz mit seiner Dichtung im Bauzustand übergreift, |;
so daß es auf diese Weise möglich ist, auch eine Auskleidung -
i* aus wellenförmigen Tübbings im Schildvortrieb herzustellen. j
Das unter Zwischenschaltung der Stabilisierungsprofile auf ;
die Tübbings aufgeschweißte Deckblech erfüllt zwar im Bau- ■
zustand seine Funktion, bildet aber eine Versteifung der
Tübbingringe, so daß diese im Endzustand ihre Funktion, nämlich den Erdbewegungen folgen zu können, erst dann erfüllen
können, wenn das Deckblech zerstört ist; es soll aus diesem Grund aus verrottungsfahxgem Material bestehen.
Eine zusätzliche Aussteifung der Tübbingringe und Behinderung ihrer Verformung wird durch die Längsholme bewirkt,
die innenseitig, und durch die radialen Schottbleche, die außenseitig auf die Tübbings aufgeschweißt sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Einhaltung eines möglichst zügigen Baufortschritts eine Möglichkeit
zu schaffen, um bei einer Tunnelauskleidung der eingangs angegebenen Art im Bauzustand die auftretenden
Kräfte einwandfrei übertragen zu können, aber zu einem möglichst frühen Zeitpunkt schon die für den Endzustand angestrebte
freie Verformbarkeit der Tunnelröhre zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1
gelöst. ft
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, die Verbindungen der einzelnen Teile der Tunnelauskleidung so
auszugestalten, daß sie zwar eine vollständige übertragung der im Bauzustand auftretenden Kräfte erlaubt, daß sie aber
unmittelbar nach Erreichen des Endzustandes, also nach dem Verschweißen der Tübbings, zu einer geschlossenen einheitlichen
Röhre die aus den zu erwartenden Erdbewegungen herrührenden Verformungen nicht behindert.
Im Rahmen dieser Erkenntnis werden mehrere Lösungs-
.,ta- ν * W V* V*«
wege vorgeschlagen.
Einmal wird die für das Zusammenwirken mit der Schildschwanzdichtung
notwendige Zylindermantelfläche an gekrümmten Platten ausgebildet, die an den Tübbingrücken angeordnet,
mit diesen aber nur in einer ringförmigen Linie kraftschlüssig für Längskräfte verbunden sind und die als Unterkonstruktion
für die Dxchtungselemente dienen. Diese Platten können von Wellenberg zu Wellenberg auf Dauer tragfähig
sein, so daß eine druckfeste Ausfüllung zwischen den Platten und den Tübbingtälern entbehrlich ist. Die Platten
können auch so ausgebildet sein, daß sie die im Bergsenkungsgebiet eventuell geringeren Lasten des Bauzustandes aufnehmen
können, wobei für den Endzustand eine lediglich druckfeste Ausfüllung vorzunehmen ist. Falls die Platten nicht
tragfähig ausgebildet sind, muß die druckfeste Ausfüllung der Ringräume in den Wellentälern bereits vor oder unmittebar
nach dem Einbau eingebracht werden.
Diese gekrümmten Platten sind so zwar in der Lage, die aus dem Vortrieb herrührenden und mittels der Längstragglieder
auf eine entsprechend große Anzahl von Tübbingringen verteilten Längskräfte als Schubkräfte auf das Gebirge zu
übertragen, behindern aber infolge der nur einseitig starren Verbindung mit den Tübbingringen die Verformung der Tunnelröhre
nicht.
Wird eine druck- und für die Kräfte des Bauzustandes schubfeste Ausfüllung, die ebenfalls vor oder unmittelbar
nach dem Einbau einzubringen ist, angeordnet, so kann die kraftschlüssige Verbindung längs einer ringförmigen Linie
entfallen. Auch hier wird im Endzustand die Verformung der Tunnelauskleidung durch die gekrümmten Platten nicht behindert,
weil die im Endzustand auf die Auskleidung wirkenden Längskräfte um ein Vielfaches größer sind als im Bau-
* * H M(I · * ft ·
zustand und daher die Ausf'üllmasse für den Endzustand als nachgiebig für Schub angesehen werden kann.
Schließlich kann die Zylindermantelfläche auch an der
Oberseite einer auf dem Tübbingrücken angeordneten Schicht aus Kunststoffschaum, z.B. Polyurethanschaum, ausgebildet
sein. Diese Schicht ist aufgrund ihrer Festigkeit ebenfalls in der Lage, die Längskräfte des Bauzustandes als Schubkräfte
auf das Gebirge zu übertragen und als Unterkonstruktion für die Dichtungselemente zu dienen. Sie behindert aber
im Endzustand ebenfalls die Verformung der geschlossenen Tunnelröhre nicht.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Tunnelauskleidung nach der Erfindung,
Fig. 2 einen Längsschnitt entlang der Linie II-II in
Fig. 1,
Fig. 3 in vergrößerter Darstellung die Ausbildung eines Stoßes der Längstragglieder,
Fig. 4 in vergrößerter Darstellung einen Längsschnitt durch eine. Ringfuge zwischen zwei Tübbingringen
im Endzustand,
Fig. 5 einen der Fig. 2 entsprechenden Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform,
Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig. 5.
In den Zeichnungen ist ausschnittsweise eine Auskleidung 1 für eine Tunnelröhre 2, z.B. einen Verkehrstunnel, im
Bergsenkungsgebiet dargestellt (Fig. 1). Die Tunnelauskleidung 1 besteht aus mehreren in Tunnellängsrichtung hintereinander
angeordneten und im Endzustand wasserdicht miteinander verbundenen Tübbingringen 3. Jeder Tübbingring 3 setzt sich
aus einer Anzahl von stählernen Wellentübbings 4 zusammen; gegebenenfalls kann im Firstbereich auch ein - nicht dargestellter
- Dehnungstübbing eingesetzt sein.
Für den Einsatz im Schildvortrieb weisen die Tübbings 4 auf ihrem Tübbingrücken eine Zylindermantelfläche 5 auf,
die mit der am stählernen Schildschwanz 6 des - nicht dargestellten - Vortriebsschildes mit der Schildschwanzdichtung 7
zusammenwirkt und im Bauzustand die Abdichtung gegenüber äußerem Wasserdruck bewirkt (Fig. 2).
In dem in Fig. 2 in einem Ausschnitt aus einem Längsschnitt durch die Tunnelröhre entlang der Linie H-II in
Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Zylindermantelfläche 5 auf der Oberseite einer einachsig gekrümmten
Platte 8 aus Stahlbeton gebildet, die auf dem Rücken eines Tübbings 4 angeordnet ist. Die Platte 8 hat in der Abwicklung
.dieselbe Grundrißfläche wie der Tübbing 4 und liegt auf
den Wellenbergen des Tübbings 4 auf. Entlang eines Wellenberges ist die Platte 8 auf diesem ringförmig längs einer
Linie durch Verbindungsmittel 9, z.B. Schrauben, punkt- oder linienförmig befestigt. Im übrigen liegt sie lose auf und
ist nur vorsorglich gegen Abklappen durch eine zugfeste Verbindung 10, z.B. einen Schraubenbolzen, gesichert. Die Platte
8 weist an ihren Stirnseiten umlaufende Nuten 11 auf, die an den Stoßen Fugenkammern zur Aufnahme von Dichtungselementen,
z.B. von Dichtungsringen 12, bilden.
Die Tübbings 4 werden im Bauzustand in den Längsfugen
* * A · M * ft * ρ«
- 11 -
durch Verbindungsmittel, z.B. Schraubenbolzen, zusammengehalten, die an Montagewinkeln 13 angreifen; für die Verbindung
in Ringrichtung sind im Bereich der Fugen ebenfalls Montagewinkel 14 vorgesehen, durch die Schraubenbolzen 15
gesteckt sind, die gegen Abstandhalter 16 wirken. Die Abstandhalter
16 sichern die Breite der Fuge 17, entlang welcher die Tübbings 4 nachträglich verschweißt werden.
Der Endzustand der im linken Teil der Fig. 2 dargestellten Ringfuge ist in Fig. 4 gezeigt. In diesem Zustand
ist die Fuge 17 durch eine Schweißnaht 18 ausgefüllt. Um den Dichtungsring 12 gegen die beim Schweißen entstehende
Wärmeeinwirkung zu schützen, sind auf die Randbereiche der Tübbings 4 und 4' Streifen 19 aus feuersicherem Material
aufgebracht, die den Dichtungsring 12 vor der Schweißwärme schützen.
Im Bauzustand werden die einzelnen Tübbings 4 unter dem Schutz des Schildschwanzes 6 eingebaut und mittels der
Montagewinkel 13 sowie entsprechender Verbindungselemente zu jeweils^ einem geschlossenen Tübbingring 3 verbunden. Die
Tübbings 4 bilden für den Einbauzustand mit den ihnen jeweils zugeordneten Platten 8 eine Einbaueinheit. Die Platten
8, die z.B. aus Beton bestehen, dienen auch der Bildung von Dichtkammern an den Stirnseiten zur Aufnahme von Dichtungsringen
12 für die vorübergehende Dichtung im Bauzustand. Dabei kann der Hohlraum zwischen den Platten 8 und den Tälern
der Tübbings, also der Bereich 20, je nach Ausbildung der Platten 8 und deren Anschluß an die Tübbings 4 entweder leer
bleiben oder nach erfolgtem Vorbau oder sofort mit einem druckfesten oder gegebenenfalls druck- und für den Bauzustand
schubfesten Material ausgefüllt sein.
Die Verbindung zwischen den Tübbings 4 und den Platten 8 muß so ausgebildet sein, daß sie im Bauzustand die
■φ ·* «
- 12 -
Übertragung der Längskräfte aus dem Vortriebsschild, herrührend aus Erddruck, Wasserdruck, Überdruck der Stützflüssigkeit
und überschießendem Anpreßdruck bewerkstelligen kann. Diese Längskräfte wirken als Schubkräfte über ein Verfüllmaterial
21, das den von der Schildschwanzdichtung 7 hinterlassenen Ringraum ausfüllt, auf das Gebirge 22. Um
diese Längskräfte auf eine Mehrzahl von Tübbingringen zu übertragen, sind Längstragglieder 23 vorgesehen, die sich
druckfest jeweils gegeneinander und gegen die Tübbingringe 3 abstützen.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel bestehen die Längstragglieder aus einzelnen Rohrabschnitten
24 und 25. Dabei stützt sich ein Abschnitt 24 mit einem Druckstück 26 gegen ein Halteelement 27, das mittele Schrauben
28 lösbar im Bereich eines Wellentales am Tübbing 4 befestigt ist. Das Halteelement selbst liegt mit einer Druckfläche
29 an einer Knagge 30 an, die am Tübbing 4 angeschweißt ist. Der Rohrabschnitt 24 ist durch das Halteelement
27 hindurchgesteckt; er weist am gegenüberliegenden Ende ein nach Art einer Kugelkalotte geformtes Druckstück
31 auf, das gegen ein entsprechendes Druckstück 32 mit ebener Oberfläche wirkt, das mit dem jeweils nächsten Rohrabschnitt
25 des Längstragglieds 23 verbunden ist. Die kalottenförmige Ausbildung des Druckstücks 31 schafft die Voraussetzung
dafür, daß die Längskräfte auch dann einwandfrei übertragen werden können, wenn in den Ringfugen gewisse Abwinkelungen
infolge einer Krümmung der Tunnelachse auftreten.
Wie in Fig. 3 dargestellt, sind die Druckstücke 31 und 3 2 zweckmäßigerweise jeweils an Rohrstücken 33 angeordnet,
die teleskopartig in die Rohrabschnitte 24 und 25 eingesteckt werden können. Dabei ist es möglich, durch Ausgleichsstücke
34 und 35, die auch verschiedene Länge haben können, in gewissem Rahmen Längenunterschiede auszugleichen.
»β Am αλ
- 13 -
Bei dem in Fig. 2 dargestellten System sind die am Tübbingrücken auf den Wellenbergen aufliegenden Platten 8
zur Übertragung der Längskräfte lediglich an einer Stelle ringförmig durch Verbindungsmittel 9 mit den Tübbings 4 verbunden.
Diese Verbindung ist geeignet, im Bauzustand die aus dem Vortrieb herrührenden Längskräfte zunächst auf die
Platten 8 und dann über die Platten 8 als Schubkräfte auf das Gebirge 22 zu übertragen. Die Verbindung behindert aber
im Endzustand, also nach Verschweißen der Tübbings 4 und der Tübbingringe 3 die Verformungen der geschlossenen Tunnelröhre
nicht, da sich die einzelnen Wellentübbings 4 unabhängig von den Platten 8 verformen können.
Eine andere Ausführungsform für die Ausgestaltung der Tunnelauskleidung nach der Erfindung ist in den Fig. 5 und
dargestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die mit der Schildschwanzdichtung 7 zusammenwirkende Zylindermantelfläche
5 an einer Schicht 36 gebildet, die den im Bereich des Wellentales des Tübbings 4 gebildeten Hohlraum ausfüllt
und so weit über den Wellenberg des Tübbings 4 hinausreicht, daß an ihren Stirnseiten wiederum Nuten 11 gebildet werden
können, die bei aneinanderstoßenden Tübbings Dichtungskammern ergeben, in welche wiederum ein Dichtungsring 12 eingelegt
werden kann. Wie Fig. 6 als Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig. 5 zeigt, sind die in Längsrichtung verlaufenden
Fugen in entsprechender Weise ausgebildet, d.h. auch hier bilden jeweils zwei Nuten 11 eine Dichtungskammer, in die ein
Dichtungsring 12 eingelegt ist. Abweichend von Fig. 5 zeigt Fig. 6 wiederum den Endzustand, d.h. die beiden Tübbings 4
sind im Bereich der Längsfuge 37 durch eine Schweißnaht 38 miteinander verbunden.
Die Längstragglieder 23 bestehen in diesem Fall aus einzelnen Abschnitten 39 von Profilen, z.B. U-Profilen,
die durch Laschen 40 mit an sich bekannten Lochungen in
Noniusteilung miteinander verbunden sind. Durch diese Noniiisteilung
ist die Stoßbreite (b) variabel gestaltet. Die Übertragung der Längskräfte im Bereich der Längstragglieder 23
erfolgt über die Laschen 40; die Übertragung der Längskräfte auf die Tübbings 4 über an den Abschnitten 39 befestigte I
Knaggen 41, die gegen am Tübbing befestigte Knaggen 42 wir- : ken. Um die Abschnitte 39 der Längstragglieder am Ausknicken '
zu hindern, sind Haltewinkel 43 vorgesehen, die mittels
Schrauben 44 an den Tübbings 4 befestigt sind.
Claims (12)
1. Auskleidung für im Schildvortrieb herzustellende .
röhrenförmige unterirdische Hohlräume, wie Verkehrstunnel, Rohrleitungen oder dergleichen in insbesondere Bergsenkungsgebieten,
aus einer Mehrzahl von Ringen aus stählernen Tübbings mit in Längsrichtung der Auskleidung von der Geraden
abweichendem Querschnitt,z.B. Wellentübbings, die im Bauzustand mittels zwischengeschalteter Dichtungselemente
und im Endzustand durch Verschweißen eine wasserdichte Röhre bilden und die auf ihrem Tübbingrücken eine Zylindermantelfläche
zum wasserdichten übergreifen durch den Schildschwanz aufweisen, wobei die Tübbingringe im Bauzustand zur
Übertragung der Längskräfte aus dem Vortrieb mittels innenseitig .in Tunnellängsrichtung verlaufender Längstragglieder
druckfest miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylindermantelfläche (5) an Bauteilen gebildet
ist, die so ausgestaltet sind, daß sie im Bauzustand die Schubkräfte aus dem Vortrieb auf das Gebirge übertragen und
als Stützkonstruktion für die Dichtungselemente dienen, ohne !;
im Endzustand die Verformungen der Tunnelauskleidung (1) zu ·
behindern. '
2. Auskleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich- f.
net, daß die Bauteile aus jeweils einer gekrümmten Platte I-
(8), z.B. aus Beton, bestehen, die auf dem Rücken eines oder ·-■
mehrerer Tübbings (4) auf den Wellenbergen aufliegt und in Ringrichtung längs einer Linie für die in Längsrichtung auftretenden
Kräfte mit dem Tübbing kraftschlüssig verbunden ist und die an ihren Stirnseiten umlaufende Vertiefungen (11)
zur Bildung von Kammern für die Aufnahme von Dichtungsele- t;
menten (12) aufweist.
3. Auskleidung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenräume (20) zwischen der Platte (8) und den
Wellentälern für die dauernde Beanspruchung mit einem druckfesten Material, z.B. einer Bentonit-Suspension, ausgefüllt
ist. ·
4. Auskleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bauteile aus jeweils einer gekrümmten Platte (8), z.B. aus Beton, bestehen, die auf dem Rücken eines oder
mehrerer Tübbings (4) auf den Wellenbergen aufliegt, die an ihren Stirnseiten umlaufende Vertiefungen (11) zur Bildung
von Kammern für die Aufnahme von Dichtungselementen (12) aufweist und daß der Zwischenraum (20) zwischen der Platte
und den Wellentälern mit einem druck- und schubfesten Material, z.B. mit einem Bentonit-Sand-Zement-Gemisch, ausgefüllt
ist.
5. Auskleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tübbings (4) auf dem Tübbingrücken mit einer
Schicht (36) aus Kunststoffschaum, z.B. Polyurethanschaum,
versehen sind, welche die Wellentäler ausfüllt und deren Oberfläche die Zylindermantelflache (5) bildet sowie an deren
Stirnseiten umlaufende nutenartige Vertiefungen (11) zur Bildung von Kammern für die Aufnahme von Dichtungselementen (12)
vorgesehen sind.
6. Auskleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Längstragglieder (23) aus
einzelnen Abschnitten (24, 25, 39) bestehen, die druckfest und lösbar mit den Tübbingringen (4) und an den Enden druckfest
und lösbar miteinander verbunden sind.
7. Auskleidung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der einzelnen Abschnitte (24, 25, 39) der
in der Tunnellängsachse gemessenen Breite der Tübbingringe entspricht.
8. Auskleidung nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch
gekennzeichnet, daß zur endseitigen Verbindung der Abschnitte (39) Verbindungslaschen (40) vorgesehen sind, die Bohrungen
in Noniusteilung aufweisen, welche zum Ausgleich von Längendifferenzen mit entsprechenden Bohrungen an den Abschnitten
(39) in Deckung gebracht werden können.
9. Auskleidung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschnitte (24, 25) zur endseitigen Verbindung
mit gegeneinander wirkenden Druckstücken (31, 32) versehen sind.
10. Auskleidung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß eines der Druckstücke (31) eine kalottenförmige
Oberfläche aufweist, die gegen die ebene Oberfläche des benachbarten Druckstücks (32) wirkt.
11. Auskleidung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckstücke (31, 32) an Rohrstücken
(33) angeordnet sind, die in die rohrförmigen Abschnitte (24, 25) der Längstragglieder (23) einsteckbar sind.
12. Auskleidung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Ausgleich von Längendifferenzen Ausgleichsstücke (34, 35) vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19833321777 DE3321777A1 (de) | 1983-06-16 | 1983-06-16 | Auskleidung fuer roehrenfoermige unterirdische hohlraeume, wie verkehrstunnel, rohrleitungen oder dergleichen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3321777A1 true DE3321777A1 (de) | 1984-12-20 |
| DE3321777C2 DE3321777C2 (de) | 1991-04-18 |
Family
ID=6201664
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833321777 Granted DE3321777A1 (de) | 1983-06-16 | 1983-06-16 | Auskleidung fuer roehrenfoermige unterirdische hohlraeume, wie verkehrstunnel, rohrleitungen oder dergleichen |
Country Status (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE102009057522B9 (de) | 2009-12-10 | 2013-05-02 | Bochumer Eisenhütte Heintzmann GmbH & Co. KG | Tübbing-Ausbau mit stirnseitig umlaufender Ringdichtung |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2437800A1 (de) * | 1974-08-06 | 1976-02-19 | Gruen & Bilfinger Ag | Tuebbings zur auskleidung von schildvorgetriebenen tunnels |
| DE2439345A1 (de) * | 1974-08-16 | 1976-02-26 | Gruen & Bilfinger Ag | Fuellung von nach aussen offenen wellen oder kassetten von tuebbings |
| DE2745794B2 (de) * | 1977-10-12 | 1980-08-14 | Huta-Hegerfeld Ag, 4300 Essen | Tübbingausbau |
| DE3046833C2 (de) * | 1980-12-12 | 1982-10-14 | Huta-Hegerfeld Ag, 4300 Essen | Tübbingausbau für eine Tunnelröhre |
-
1983
- 1983-06-16 DE DE19833321777 patent/DE3321777A1/de active Granted
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2437800A1 (de) * | 1974-08-06 | 1976-02-19 | Gruen & Bilfinger Ag | Tuebbings zur auskleidung von schildvorgetriebenen tunnels |
| DE2439345A1 (de) * | 1974-08-16 | 1976-02-26 | Gruen & Bilfinger Ag | Fuellung von nach aussen offenen wellen oder kassetten von tuebbings |
| DE2745794B2 (de) * | 1977-10-12 | 1980-08-14 | Huta-Hegerfeld Ag, 4300 Essen | Tübbingausbau |
| DE3046833C2 (de) * | 1980-12-12 | 1982-10-14 | Huta-Hegerfeld Ag, 4300 Essen | Tübbingausbau für eine Tunnelröhre |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| Prospekt der Fa. HOLZMANN AG vom Februar 1974: "Neuer Elbtunnel Hamburg Baulos II", S.18-20 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3321777C2 (de) | 1991-04-18 |
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