DE3321060C2 - - Google Patents
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-
- H10W90/00—
-
- H10W70/475—
Landscapes
- Structures For Mounting Electric Components On Printed Circuit Boards (AREA)
- Fixed Capacitors And Capacitor Manufacturing Machines (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Festkörperschaltung (IC), bestehend
aus einem Isolierkörper, auf dem aktive und passive Bauelemente
angeordnet sind, die eine vollständige, elektronische Schaltung
auf Halbleiterbasis und auf kleinstem Raum bilden (Chip), aus nach
außen geführten, an Polbeinen angeschlossenen Verbindungsleitern
und aus einem der Festkörperschaltung zugeordneten, die Versor
gungsspannung filternden Kondensator, dessen Anschlüsse an der
Versorgungsspannung und an Masse liegen (DE-Z. Siemens-Zeitschrift, 1975,
H. 4, S. 265-268).
Derartige Festkörperschaltungen befinden sich als kompakte
elektronische Bauelemente auf Leiterplatten, die selbst eine voll
kommene elekronische Schaltung zur Steuerung, Regelung oder zur
Messung von physikalischen Größen darstellt. Die Festkörper
schaltungen (integrierte Schaltkreise) erfordern jeweils einzeln
auf der Leiterplatte einen Kondensator als Schutz gegen Überspan
nungen der Strromversorgung, weil z. B. Spannungsspitzen Schäden
oder ungewollte Funktionen an den einzelnen Elementen der Fest
körperschaltungen, wie z. B. an den Transistoren, Dioden und dgl.
hervorrufen könnten. Ein solcher oft auch als Abblockkondensator
bezeichneter Kondensator ist demgemäß jeder Festkörperschaltung
auf der Leiterplatte zuzuordnen.
Es ist schon vorgeschlagen worden, in den hohlen, nach unten und
oben offenen Innenraum Sockels für Festkörperschaltungen den
Kondensator mittels seiner Anschlußleitungen zu befestigen. Diese
Anordnung erfordert jedoch grundsätzlich die Verwendung von
Sockeln, wobei solche nur in Fällen des vorgesehenen Austausches
von störungsanfälligen Festkörperschaltungen in Betracht kommen.
In den meisten Fällen wird jedoch aus Kostengründen oder aus
funktionellen Gründen ein Austausch des Festkörperschaltungs-
Bausteines nicht in Betracht gezogen. Sodann bewirkt die Anordnung
eines solchen Abblock-Kondensators innerhalb eines Sockels
eine gewisse Entfernung von dem zu beschaltenden Baustein, was zu
nachteiligen Störspannungsspitzen auf den Versorgungsleitungen
führt.
Durch die Siemens-Zeitschrift 49 (1975), Heft 4, Seite
265 bis 268, insbesondere Fig. 3 auf Seite 267, ist es
bekannt, einen Störschutzkondensator in der Nähe der
Festkörperschaltung anzuordnen.
Ferner ist durch die Zeitschrift Industrie-Elektrik +
Elektronik, 14. Jg. 1969, Nr. 18, Seite 446 rechts
oben, Artikel "Doppel-Gate-Feldeffekttransistor mit
integrierten Schutzdioden", bekannt, früher außerhalb
eines Gehäuses dem Schutz eines im Gehäuse
untergebrachten Chips dienende Bauelemente gleich mit
im Gehäuse unterzubringen und zusammenzuhalten.
Beide Literaturstellen zeigen zwar Möglichkeiten auf,
Leitungswege zu verkürzen, geben jedoch noch keine
optimale Lösung an.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Kondensator mit
verbesserter mechanischer Wirkung, fertigungstechnisch weniger
aufwendig und mit verbesserter elektronischer Wirkung dem Fest
körperschaltungs-Baustein zuzuordnen.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß zumindest ein
Kondensator innerhalb des die aktiven und passiven Bauelemente
tragenden Isolierkörper umschlossen und in einem leitungs
technisch geringstmöglichen Abstand zum integrierten Schaltkreis
angeordnet ist. Diese Anordnung macht zunächst die Verwendung
eines Keramiksockels einerseits unnötig, sie schließt eine solche
Anwendung andererseits jedoch auch nicht aus. Sodann kann der
Kondenstor bereits bei der Herstellung des Isolierkörpers und bei
Verbindung des Isolierkörpers mit dem Chip bzw. den Verbindungs
leitern für die Polbeine eingebaut werden. Der Kondensator ist
selbst mechanisch geschützt angeordnet. Die Anschlußleitungen
werden ebenfalls isoliert verlegt, so daß eine verbesserte
mechanische und elektronische Wirkung erzielt wird.
Von besonderem Vorteil ist die erhöhte Funktionssicherheit des
Festkörperschaltungs-Bausteines. Weiterhin schlagen die redu
zierten Bestückungskosten bei der Herstellung einer solchen
Leiterplatte positiv zu Buche. Bereits bei der Auslegung der
Leiterplatte kann auf eine Grundfläche für den Kondensator
verzichtet werden. Es entsteht daher auf der Leiterplatte ein
geringerer Platzbedarf oder anders ausgedrückt kann die
Leiterplatte grundsätzlich kleiner konstruiert werden.
Ein vollkommener mechanischer Schutz und eine vollkommene
elekrische Isolation werden gleichzeitig dadurch erzielt, daß der
Kondensator in dem Isolierkörper eingeschmolzen ist. Das Ein
schmelzen erfolgt hier bei der Herstellung des Festkörperschal
tungs-Bausteines und erfordert keine zusätzlichen Arbeitsgänge.
Die verbesserte elektronische Wirkung wird gemäß einer anderen
Weiterentwicklung der Erfindung dadurch erreicht, daß der
Kondensator auf der Anschlußseite für die Versorgungsspannung
unmittelbar an den Siliziumkörper des integrierten Schaltkreises
angebondet ist. Diese Maßnahme erzielt die theoretisch kürzest
mögliche Verbindungsleitung auf der Versorgungsspannungsseite.
Vorteilhafterweise ist noch vorgesehen, daß der Kondensator aus
einem flach ausgebildeten Vielschichtkondensator besteht. Die
flache Form des Kondensators begünstigt die Raumausnutzung
innerhalb des Isolierkörpers.
Diese Raumausnutzung kann außerdem dadurch günstig gestaltet
werden, indem der Kondensator im Mittenbereich der beidseitig am
Isolierkörper in Reihen angeordneten Polbeinen bzw. der von diesen
zum integrierten Schaltkreis verlaufenden Verbindungsleitern
angeordnet ist.
Derartige Kondensatoren sind für Festkörperschaltungen im Einatz,
die z. B. mit einer Versorgungsspannung von 4,5 V betrieben werden.
Die Größe der Kondensatoren steht in Funktion zu ihrer Kapazität.
Es ist daher vorteilhaft, wenn ein solcher Kondensator eine Kapa
zität von 0,01 Mikrofarad bis 0,1 Mikrofarad aufweist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dar
gestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf den Festkörperschaltungs-Baustein,
Fig. 2 eine Vorderansicht des Festkörperschaltungs-Bausteins gemäß
Fig. 1.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, weist die Festkörperschaltung,
üblicherweise als IC (integrated circuit) bezeichnet, einen
Isolierkörper 1 auf, der, um erforderliche Abstände für die Pol
beine 2 zu erlauben, entsprechend größer dimensioniert ist als der
Chip 3, der alle aktiven und passiven Bauelemente enthält, die
eine vollständige elektronische Schaltung auf Halbleiterbasis
bilden. Von dem Chip 3 sind die Verbindungsleiter 4 zu den
einzelnen Polbeinen 2 geführt. Die Verbindungsleiter 4 verlaufen
jeweils schräg vom Chip 3, also zum Zentrum des Isolierkörpers 1
nach außen, bevor sie zu einem der Polbeine 2 umgelenkt geformt
sind. Aus dieser Anordnung ergeben sich freie, bislang ungenutzte
Räume 5 a bzw. 5 b. In einem dieser Räume, im Raum 5 a, ist der
Kondensator 6 eingeschmolzen, wobei durch das Einschmelzen vor
teilhafterweise sogar noch an Masse für den Isolierkörper 1 ein
gespart wird. Der Anschluß 6 a ist an ein Polbein 2 gelegt, der mit
Masse verbunden ist. Der Anschluß 6 b für die Versorgungsspannung
"VVC" liegt entweder an dem die Versorgungsspannung übertragenden
Polbein oder ist unmittelbar an den Siliziumkörper des Chips 3
angebondet. Der rund gezeichnete Kondensator 6 kann auch als ein
flacher geformter Vielschichtkondensator ausgelegt sein, wodurch
sich noch eine Verminderung des Raumbedarfs in der der Dicke des
Festkörperschaltungs-Bausteins ergibt.
Die Anwendung der Erfindung ist nicht auf die Anzahl der Polbeine
beschränkt. Es können auch mehrere kleinere Kondensatoren 6, die
dem jeweils vorhandenen Chip 3 angepaßt sind, indem sie mit unter
schiedlichen Kapazitätswerten den jeweiligen Funktionskreisen des
Chips 3 zugeordnet sind, in den Räumen 5 a bzw. 5 b untergebracht
sein, wobei ihre Auswahl entsprechend den verlangten Kapazitäten
zwischen 0,01 Mikrofarad bis 0,1 Mikrofarad erfolgt.
Claims (6)
1. Festkörperschaltung (IC), bestehend aus einem Isolierkörper, auf
dem aktive und passive Bauelemente angeordnet sind, die eine voll
ständige, elektronische Schaltung auf Halbleiterbasis und auf
kleinstem Raum bilden (Chip), aus nach außen geführten, an
Polbeinen angeschlossenen Verbindungsleitern und aus einem der
Festkörperschaltung zugeordneten, die Versorgungsspannung
filternden Kondensator, dessen Anschlüsse an der Versorgungs
spannung und an Masse liegen,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest ein Kondensator (6) innerhalb des die aktiven und
passiven Bauelemente tragenden Isolierkörpers (1) umschlossen
und in einem leitungstechnisch geringstmöglichen Abstand zum
integrierten Schaltkreis (3) angeordnet ist.
2. Festkörperschaltung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kondensator (6) in dem Isolierkörper (1) eingeschmolzen
ist.
3. Festkörperschaltung nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kondensator (6) auf der Anschlußseite für die Versorgungs
spannung (VCC) unmittelbar an den Siliziumkörper des integrierten
Schaltkreises (3) angebondet ist.
4. Festkörperschaltung nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kondensator (6) aus einem flach ausgebildeten Vielschicht
kondensator besteht.
5. Festkörperschaltung nach den Ansprüchen 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kondensator (6) im Mittenbereich der beidseitig am
Isolierkörper (1) in Reihen angeordneten Polbeinen (2) bzw. der
von diesen zum integrierten Schaltkreis (3) verlaufenden Ver
bindungsleitern (4) angeordnet ist.
6. Festkörperschaltung nach den Ansprüchen 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kondensator (6) eine Kapazität von 0,01 µF bis 0,1 µF
(Mikrofarad) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833321060 DE3321060A1 (de) | 1983-06-09 | 1983-06-09 | Festkoerperschaltung (ic) |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833321060 DE3321060A1 (de) | 1983-06-09 | 1983-06-09 | Festkoerperschaltung (ic) |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3321060A1 DE3321060A1 (de) | 1984-12-13 |
| DE3321060C2 true DE3321060C2 (de) | 1987-07-02 |
Family
ID=6201193
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833321060 Granted DE3321060A1 (de) | 1983-06-09 | 1983-06-09 | Festkoerperschaltung (ic) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3321060A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3729013A1 (de) * | 1987-08-31 | 1989-03-09 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung mit einem varistor als ueberspannungsschutz fuer ein eine elektrische schaltung enthaltendes bauelement |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2003009300A1 (en) * | 2001-07-16 | 2003-01-30 | Koninklijke Philips Electronics N.V. | Integrated circuit and battery powered device |
-
1983
- 1983-06-09 DE DE19833321060 patent/DE3321060A1/de active Granted
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3729013A1 (de) * | 1987-08-31 | 1989-03-09 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung mit einem varistor als ueberspannungsschutz fuer ein eine elektrische schaltung enthaltendes bauelement |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3321060A1 (de) | 1984-12-13 |
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