DE3320598C2 - Werkzeugmaschine mit einer Vorrichtung zum Entfernen von Bearbeitungsrückständen - Google Patents
Werkzeugmaschine mit einer Vorrichtung zum Entfernen von BearbeitungsrückständenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beseitigen von Bearbeitungsrückständen wie Späne oder dergleichen, die bei der Bearbeitung auf Fertigungsmaschinen entstehen. Die Bearbeitungsrückstände (Späne) werden erfindungsgemäß dadurch problemlos entfernt, daß zwischen zwei Bearbeitungsgängen bzw. nach Beendigung der gesamten Bearbeitung des Werkstücks automatisch anstelle des Bearbeitungswerkzeugs eine Vorrichtung zum Entfernen der Bearbeitungsrückstände in die Fertigungsmaschine eingewechselt, das Werkstück und/oder der Arbeitstisch von Bearbeitungsrückständen befreit, die Vorrichtung zum Entfernen der Bearbeitungsrückstände ausgewechselt und wieder aus dem unmittelbaren Bearbeitungsbereich der Fertigungsmaschine transportiert wird.
Description
Die Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine mit einer drehbaren Spindel zur Aufnahme des Werkzeughalters
eines Werkzeugs, wobei zum Entfernen von Bearbeitungsrückständen in die Spindel anstelle eines
Werkzeugs eine Vorrichtung zum Reinigen des zu bearbeitenden Werkstücks automatisch einspannbar und relativ
zum Werkstück in wenigstens einer Ebene gesteuert bewegbar ist
Bei automatisch arbeitenden Werkzeugmaschinen, beispielsweise Werkzeugmaschinen zum Bohren und
Fräsen von Metallen oder Kunststoffen, stellt das Beseitigen der anfallenden Bearbeitungsrückstände (Späne)
ein großes Problem dar. Die Späne liegen teils auf dem zu bearbeitenden Werkstück, teils auf angrenzenden
Bereichen der Werkzeugmaschine. Dasselbe gilt auch für zu beseitigende Bearbeitungsrückstände bei der
spanlosen Bearbeitung, z. B. Nibbeln und Stanzen.
Bearbeitungsrückstände dieser Art werden üblicherweise von der die Maschine bedienenden Person entfernt.
Bei einer Bearbeitung mit großem Späneanfall ist eine solche Arbeitsweise nur bedingt brauchbar. Das
gilt insbesondere für Bearbeitungszentren und flexible Fertigungszellen mit automatischem Werkstück- und
Werkzeugwechsel für Komplettbearbeitung.
Es ist auch eine Werkzeugmaschine mit Mitteln zum Reinigen von Bohrungen bekannt. Dabei wird in die
drehbare Spindel eine Sonde mit Ausnehmungen eingesetzt und die Sonde mit einer Duckluftquelle verbunden,
um Späne und Kühlmittel aus einem Loch herauszublasen. Eine Vorrichtung dieser Art hat vor allem den
Nachteil, daß die Späne und das Kühlmittel unkontrolliert umherfliegen bzw. das Arbeitsfeld in einen Kühlmittelnebel
gehüllt wird, was sich nachteilig auf die Werkzeugmaschine und das Bedienungspersonal auswirkt
(CH-PS 6 28 268).
Des weiteren ist es bekannt, eine Spannvorrichtung mit Hilfe einer in einen Roboter einsetzbaren Saugeinrichtung
zu säubern (DE-Z VDI-Z 125 (1983) Nr. 11, SeiteM5/Bild5.
Die DE-OS 31 19 597 betrifft das Reinigen des Innenkegels einer Maschinenspindel, also das Reinigen der
Arbeitsspindel. Zu diesem Zweck wird eine mit einem Beiag/Besatz versehene, drehbare Reinigungsvorrichtung
gegen den Innenkegel zum Einsatz gebracht, aber nicht in die Arbeitsspindel eingesetzt. Eine Reinigung
des Werkstücks findet nicht statt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum selbsttätigen Beseitigen der Bearbeitungsrückstände zu schaffen, die bei der Bearbeitung auf
Werkzeugmaschinen entstehen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß als Vorrichtung zum Entfernen der Bearbeitungsrückstände eine in die Arbeitsspindel der Werkzeugmaschine
einspannbare, während des Reinigungsvorgangs rotierende Bürste vorgesehen ist
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß nach einer Bearbeitung die entstandenen
Bearbeitungsrückstände (Späne) automatisch entfernt werden, ohne daß das Bedienungspersonal
eingreifen muß.
Dazu wird eine dezentral aufbewahrte, das heißt nicht ständig im unmittelbaren Bearbeitungsbereich der
Werkzeugmaschine befindliche Vorrichtung zum Emfernen der Bearbeitungsrückstände bei Bedarf im Bearbeitungsbereich
automatisch eingesetzt Dieses Einsetzen/Einwechseln ist in den Bearbeitungsablauf integriert
und automatisch gesteuert.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert
Es zeigt
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert
Es zeigt
F i g. 1 eine automatisch arbeitende Werkzeugmaschine mit dazugehörenden Peripheriegeräten bzw. -anlagen,
Fig.2 eine bevorzugte Ausführung einer Vorrichtung zum Beseitigen von Bearbeitungsrückständen.
In den Figuren sind schematisch nur die für das Verständnis
der Erfindung erforderlichen Teile dargestellt. Die Werkzeugmaschine 1, beispielsweise eine Maschine
zum Bohren und Fräsen, hat einen Arbeitstisch 2. Auf letzteren ist das Werkstück 3 gespannt, das im dargestellten
Beispiel von fünf Seiten bearbeitet werden kann; die Arbeitsspindel und damit das darin eingesetzte
Werkzeug können die Positionen 4, 5, 6, 7 oder 8 automatisch gesteuert einnehmen. Mit 9 und 10 sind
Schächte zum Abtransport der Bearbeitungsrückstände (Späne) bezeichnet. Auf einer Schiene (Portal) 11 befindet
sich ein automatisch gesteuerter Manipulator 12. Mit seiner Hilfe kann die Vorrichtung 15 zum Entfernen
der Bearbeitungsrückstände einem beweglichen Magazin 14 entnommen, der Werkzeugmaschine 1 zugeführt
und nach Beseitigung der Bearbeitungsrückstände wieder in das Magazin 14 gebracht werden, das auch zur
Aufnahme von Werkzeugen 13 bestimmt sein kann.
Die Vorrichtung 15 zum Entfernen der Bearbeitungsrückstände ist vorzugsweise eine Bürste 16, die, in die
Arbeitsspindel 17 (F i g. 2) der Werkzeugmaschine 1 eingewechselt, rotierend beispielsweise Späne vom Werkstück
3 und ggf. Arbeitstisch 2 in die Schächte 9 und 10 befördert, wo sie über Rutschen, Förderer oder ähnliche
Vorrichtungen abtransportiert werden. Zweckmäßigerweise wird die rotierende Bürste 16 numerisch gesteuert
so über das Werkstück 3 und ggf. den Arbeitstisch 2 geführt, daß alle störenden Bearbeitungsrückstände
(Späne) in die Schächte 9 und 10 befördert werden. — Die Bürste 16 ist an einem Schaft 18 befestigt, so daß sie
— ebenso wie Werkzeuge 13 — mit der Arbeitsspindel 17 der Werkzeugmaschine 1 lösbar, beispielsweise mit
Hilfe einer Einzugzange 19, verbunden werden kann.
Das Beseitigen der Bearbeitungsrückstände (Späne) mit einer rotierenden Bürste 16 hat den Vorzug, daß
Bearbeitungsrücksiände aiier in Frage kommenden Materialien, so Gußspäne, Späne von Stahlteilen und Stahlguß,
Leichtmetallen und Kunststoffen problemlos entfernt werden können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Werkzeugmaschine mit einer drehbaren Spindel zur Aufnahme des Werkzeughalters eines Werkzeugs, wobei zum Entfernen von Bearbeitungsrückständen in die Spindel anstelle eines Werkzeugs eine Vorrichtung zum Reinigen des zu bearbeitenden Werkstücks automatisch einspannbar und relativ zum Werkstück in wenigstens einer Ebene gesteuert bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß als Vorrichtung zum Entfernen der Bearbeitungsrückstände eine in die Arbeitsspindel (17) der Werkzeugmaschine (1) einspannbare, während des Reinigungsvorgangs rotierende Bürste (16) vorgesehen ist
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE3320598A DE3320598C2 (de) | 1983-06-08 | 1983-06-08 | Werkzeugmaschine mit einer Vorrichtung zum Entfernen von Bearbeitungsrückständen |
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| DE3320598A1 DE3320598A1 (de) | 1984-12-13 |
| DE3320598C2 true DE3320598C2 (de) | 1986-10-16 |
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Family Applications (1)
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Owner name: WERNER UND KOLB WERKZEUGMASCHINEN GMBH, 1000 BERLI |
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Owner name: HERMANN KOLB MASCHINENFABRIK AG, 5000 KOELN, DE |
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