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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung
gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 und ein Verfahren zum Drehen eines Werkstücks gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 15.
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JP-A-2002-79401 offenbart
eine mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung, die in der Lage ist, mit
einem Mehrschneidendrehwerkzeug, das mehrere daran befestigte Einsätze (Spitzen)
aufweist, einen Drehvorgang an einem Werkstück durchzuführen. Die offenbarte mehrachsige
Drehbearbeitungsvorrichtung ist eine Werkzeugmaschine mit einer Grundstruktur
als Drehbank und weist ein Mehrschneidenwerkzeug auf, das an einem
Werkzeughalter eines Werkzeugsupports befestigt ist.
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Da
die offenbarte mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung im wesentlichen
eine Drehbank ist, kann das Mehrschneidenwerkzeug in Bezug auf den Werkzeugsupport
schwenken. Das Mehrschneidenwerkzeug ist jedoch nicht über einen
Hub bewegbar, der lang genug ist, um verschiedene Stellungen um das
Werkstück
zu erreichen, das an der mehrachsigen Drehbearbeitungsvorrichtung
gestützt
ist.
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Zum
Durchführen
eines Drehvorgangs versorgt eine Werkzeugsupportsteuerung einen
Werkzeugantriebsmotor mit Energie, um das Mehrschneidenwerkzeug
um seine eigene Achse zu drehen, bis ein gewünschter Einsatz des Mehrschneidenwerkzeugs
auf die maschinelle Bearbeitungsstellung eingestellt ist. Dann wird
der Einsatz gesichert an dieser Stelle positioniert und angewendet,
um das Werkstück
im Drehvorgang zu bearbeiten.
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Wie
vorstehend beschrieben, muß die
mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung, die im wesentlichen eine
Drehbank-Struktur aufweist, einen Einstellsteuervorgang durchführen, um
das Mehrschneidenwerkzeug zu drehen, um den gewünschten Einsatz einzustellen.
Im Ergebnis muß die
gesamte Werkzeugmaschine entsprechend einem komplexen Steuervorgang
gesteuert werden.
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Zum
Drehen des Mehrschneidenwerkzeugs, um den gewünschten Einsatz einzustellen,
muß das Mehrschneidenwerkzeug
für den
Drehbearbeitungsvorgang elektrisch in Stellung gehalten werden. Dementsprechend
ist es schwierig, die Steifigkeit zu erhöhen, mit der das Mehrschneidenwerkzeug
beim Drehbearbeitungsvorgang gestützt wird.
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Aus
DE 36 24 284 A1 ist
eine mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung und ein Verfahren zum Drehen
eines Werkstücks
gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 bzw. 15 bekannt.
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Aus
DE 1 868 910 U ist
ein Meißelhalter
für zwei
Meißel
bekannt. Die zwei Meißel
sind an einem Block befestigt. An den Block schließt sich
ein Zapfen an, über
den der Meißelhalter
verstellbar ist.
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Aus
EP 1 260 294 A1 ist
ein Verfahren zur Drehbearbeitung auf einer Drehmaschine bekannt, bei
dem ein Werkzeugkopf verwendet wird, der in einer Aufnahme mit einer
Drehachse im Zuge der Bearbeitung maschinell verdreht werden kann.
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Aus
US 2003/0129024 A1 ist
ein Werkzeughalter bekannt, der gleichzeitig mehrere Werkzeugköpfe tragen
kann und zum Einstellen eines gewünschten Werkzeugkopfes um eine
Mittellinie gedreht wird.
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Aus
JP 11197915 A ist
eine drehbare Werkzeugaufnahme für
Werkzeugköpfe
bekannt.
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Aus
DE 197 46 494 A1 ist
eine Werkzeugmaschine mit Werkstückaufnahmen
bekannt, bei denen an wenigstens einer Bearbeitungseinheit wenigstens zwei
Spindeln eines Spindelpaares angeordnet sind, und die Bearbeitungseinheiten
einen Revolverkopf aufweisen, der mit mehreren Spindelpaaren versehen
ist.
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Aus
DE 696 27 204 T2 ist
ein Indexierapparat und ein Verfahren zu seinem Antrieb bekannt,
bei dem eine Revolverkopfvorrichtung mit Werkzeuganbringungsabschnitten
verwendet wird.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung
zu schaffen, die keinen Einstellsteuervorgang (C-Achsensteuervorgang) ausführen muß, um eine Spindel
mit einem daran befestigten Mehrschneidendrehwerkzeug zu verschwenken,
um einen gewünschten
Einsatz oder eine gewünschte
Spitze einzustellen, und die in der Lage ist, die Steifigkeit, mit der
das Mehrschneidendrehwerkzeug während
eines Drehbearbeitungsvorgangs gestützt wird, zu erhöhen, sowie
ein Verfahren zum Drehen eines Werkstücks damit zu schaffen.
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Diese
Aufgabe wird entsprechend den Merkmalen der Ansprüche 1 bzw.
15 gelöst.
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Weitere
Ausführungsformen
sind der nachfolgenden Beschreibung und den abhängigen Ansprüchen zu
entnehmen.
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Dementsprechend
wird in mehrachsigen Drehbearbeitungsvorrichtungen gemäß den beiden Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung wie unten beschrieben ein Spindelkopf
bewegt, um ein Mehrschneidendrehwerkzeug in eine gewünschte Stellung
um ein Werkstück,
das bearbeitet werden soll, zu versetzen, und mehrere Spitzen auf
dem Mehrschneidendrehwerkzeug werden abhängig von der Stellung, die
vom Mehrschneidendrehwerkzeug um das Werkstück herum erreicht ist, selektiv
verwendet. Es ist nicht erforderlich, einen Einstellsteuervorgang
(C-Achsensteuervorgang) zum Einstellen einer gewünschten Spitze durchzuführen, und
die Steifigkeit, mit der das Mehrschneidendrehwerkzeug während eines
Drehvorgangs gestützt
wird, wird erhöht.
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Die
mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung gemäß der ersten Ausführungsform
ist eine Werkzeugmaschine mit einer Grundstruktur als maschinelle
Bearbeitungsvorrichtung. In der mehrachsigen Drehbearbeitungsvorrichtung
ist ein Spindelkopf, durch den eine Spindel rotierbar gestützt ist, über lange
Hübe relativ
zum Werkstück
in den drei zueinander senkrechten Achsenrichtungen bewegbar, und ein
Tisch ist gegenüber
der Spindel angeordnet.
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Die
mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung ist in der Lage, verschiedene
Bearbeitungsvorgänge
durchzuführen,
einschließlich
eines Drehbearbeitungsvorgangs unter Verwendung eines Drehbearbeitungswerkzeugs
und eines Fräsvorgangs
unter Verwendung eines rotierenden Werkzeugs. Beim Drehvorgang wird
das durch den Tisch ergriffene und rotierte Werkstück durch
das an der Spindel befestigte Mehrschneidendrehwerkzeug bearbeitet,
das mehrere daran befestigte Spitzen aufweist.
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Gemäß der ersten
Ausführungsform
ist die mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung eine fünfachsengesteuerte
vertikale Bearbeitungsvorrichtung mit einem schwenkbaren ”Wiegen”-Tisch.
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Die
mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung
kann eine beliebige von verschiedenen Werkzeugmaschinen sein, wobei
ein Spindelkopf in den drei zueinander senkrechten Achsenrichtungen relativ
zum Werkstück
beweglich ist, und wobei ein Tisch gegenüber der Spindel angeordnet
ist. Beispielsweise kann die mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung
eine horizontale Bearbeitungsvorrichtung oder eine vertikale oder
horizontale Drehbearbeitungsvorrichtung sein.
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Die
mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform
kann eine Werkzeugmaschine mit einer Grundstruktur als Drehmaschine
sein, die in der Lage ist, zumindest einen Drehbearbeitungsvorgang
an einem Werkstück durchzuführen. In
der mehrachsigen Drehbearbeitungsvorrichtung mit einer Grundstruktur
als Drehbank ist ein Spindelkopf, durch den eine Spindel mit einem
daran befestigten Mehrschneidendrehwerkzeug rotierbar gestützt ist, über lange
Hübe relativ zum
Werkstück
in den drei zueinander senkrechten Achsenrichtungen beweglich und
ein Spindelstock, der das Werkstück
ergreift, ist gegenüber
der Spindel des Spindelkopfs angeordnet.
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Somit
ist es mit der mehrachsigen Drehbearbeitungsvorrichtung und dem
Verfahren zum Drehen gemäß der vorliegenden
Erfindung nicht erforderlich, einen Einstellsteuervorgang (C-Achsensteuervorgang)
zum Schwenken einer Spindel mit einem daran befestigten Mehrschneidendrehwerkzeug
durchzuführen,
um einen gewünschten
Einsatz oder eine gewünschte
Spitze einzustellen, und die Steifigkeit, mit der das Mehrschneidendrehwerkzeug
in einem Drehvorgang gestützt
ist, ist erhöht.
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Die
Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf in den beigefügten Zeichnungen
gezeigte Ausführungsformen
beschrieben.
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1 ist
eine Perspektivansicht einer mehrachsigen Drehbearbeitungsvorrichtung
mit einer Grundstruktur als Bearbeitungsvorrichtung.
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2 ist
eine vergrößerte ausschnittsweise Vorderschnittansicht
auf ein Mehrschneidendrehwerkzeug an der in 1 dargestellten
mehrachsigen Drehbearbeitungsvorrichtung.
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3 ist
eine Draufsicht auf das in 2 dargestellte
Mehrschneidendrehwerkzeug.
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4 ist
eine Seitenschnittansicht entlang der Linie IV-IV der 2.
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5A ist
eine Perspektivansicht, die die Beziehung zwischen dem Mehrschneidendrehwerkzeug
und einem Werkstück
zeigt.
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5B ist
eine Perspektivansicht des Mehrschneidendrehwerkzeugs und des Werkstücks, die
in 5A gezeigt sind, von unten betrachtet.
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6 ist
eine Schnittansicht entlang der Linie VI-VI der 2,
die einen durch die mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung durchgeführten Drehbearbeitungsvorgang
zeigt.
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7 ist
eine Perspektivansicht einer mehrachsigen Drehbearbeitungsvorrichtung
mit einer Grundstruktur als Drehbank.
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8 ist
eine vergrößerte, teilweise
geschnittene Vorderansicht eines Mehrschneidendrehwerkzeugs an der
mehrachsigen Drehbearbeitungsvorrichtung, die in 7 dargestellt
ist.
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1 bis 6 zeigen
eine mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung gemäß der ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Die dargestellte mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung 1 ist
eine Werkzeugmaschine, die eine Grundstruktur als eine vertikale
Drehbearbeitungsvorrichtung aufweist und zum Durchführen wenigstens
eines Drehbearbeitungsvorgangs an einem Werkstück 2 geeignet ist.
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Die
mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung 1 wird von einer
Steuervorrichtung 20 mit einer NC-Vorrichtung (Numerical
Control, numerische Steuerung) und einem PLC (Programmable Logic Controller,
programmierbare Logiksteuerung) gesteuert. Die Steuervorrichtung 20 kann
die NC-Vorrichtung mit einer darin integrierten PLC sein.
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Die
mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung 1 umfaßt eine
Spindel 3 mit einer Achse CL, die im wesentlichen senkrecht
zu einem Boden 4 ausgerichtet ist, auf dem die mehrachsige
Drehbearbeitungsvorrichtung 1 installiert ist. Die Achse
CL der Spindel kann gegenüber
der vertikalen Richtung um einen bestimmten Winkel geneigt sein.
Die so geneigte Achse CL wird auch als im wesentlichen senkrecht
zum Boden 4 bezeichnet.
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Die
Spindel 3 ist drehbar durch einen Spindelkopf 5 getragen,
der in den drei zueinander senkrechten Achsenrichtungen (X-, Y-
und Z-Achsenrichtungen) relativ zum Werkstück 2, das auf einer
Palette 7 angeordnet ist, beweglich ist. Ein Tisch 6 zum
Ergreifen des Werkstücks 2 durch
die Palette 7 ist unter der Spindel 3 in Gegenüberstellung
dazu angeordnet.
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Die
mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung 1 gemäß der ersten
Ausführungsform
ist eine fünfachsengesteuerte
vertikale Bearbeitungsvorrichtung, wobei der Tisch 6 ein ”Wiegen”-Tisch
ist, der um eine B-Achse, die parallel zur Y-Achse verläuft, schwenkbar ist.
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In
der mehrachsigen Drehbearbeitungsvorrichtung 1 erstreckt
sich die Z-Achse,
die in 1 eine vertikale Achse ist, parallel zur Achse
CL der Spindel 3 und die X- und Y-Achsen erstrecken sich senkrecht
zur Z-Achse, wobei die X-, Y- und
Z-Achsen ein rechtwinkliges Koordinatensystem aufspannen.
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Zum
Zwecke der Illustration wird auf die Richtungen der –Y- und
+Y-Achsen als Vorwärts- bzw.
Rückwärtsrichtung
und auf die Richtungen der +X- und –X-Achsen als Rechts- bzw.
Linksrichtung Bezug genommen.
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In
der ersten Ausführungsform
ist der Spindelkopf 5 als beweglich in den drei zueinander
senkrechten Achsenrichtungen erläutert.
Der Spindelkopf 5 kann jedoch in den Richtungen zweier
senkrechter Achsen (z. B. X- und Y-Achsen) und der Tisch 6 in Richtung
einer Achse (z. B. Z-Achse) beweglich sein.
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In
der mehrachsigen Drehbearbeitungsvorrichtung wird das Werkstück 2,
das vom Tisch 6 ergriffen und rotiert wird, durch ein Mehrschneidendrehwerkzeug 10,
das an der Spindel 3 befestigt ist und mehrere (vier in
der dargestellten Ausführungsform)
Spitzen 9a bis 9d aufweist, bearbeitet werden. Die
Spitzen 9a bis 9d sind mit Winkelabständen von 90° umfänglich um
eine Mittelachse CL2 (siehe 6) des Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 angeordnet
und regelmäßig an einem
Werkzeughalter 50 des Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 befestigt.
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Das
Mehrschneidendrehwerkzeug 10 ist für eine erhöhte Steifigkeit in einem Drehbearbeitungsvorgang
nicht rotierbar an der Spindel 3 befestigt.
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Wenn
der Spindelkopf 5 über
große
Hübe in den
Richtungen der X- und Y-Achsen
bewegt wird, wird das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 in diesen Richtungen
der beiden Achsen versetzt. Das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 kann
so in eine beliebige von verschiedenen Stellungen, beispielsweise
den in 6 dargestellten Stellungen S1, S2, S3 oder S4, um
das am Tisch 6 angeordnete Werkstück 2 positioniert
werden, und dann werden die Spitzen 9a bis 9d am
Mehrschneidendrehwerkzeug 10 selektiv abhängig von
der Stellung verwendet, um das Werkstück 2 in einem Drehbearbeitungsvorgang
zu bearbeiten. Jede der Stellungen S1, S2, S3 und S4 ist nicht auf
einen strikten einzigen Punkt beschränkt, sondern kann auch einen
bestimmten Bereich repräsentieren,
in dem das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 im Drehbearbeitungsvorgang
beweglich ist.
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Um
die Spitzen 9a bis 9d am Mehrschneidendrehwerkzeug 10 einzustellen,
ist es übliche
Praxis gewesen, das Mehrschneidendrehwerkzeug um seine eigene Achse
zu schwenken. Erfindungsgemäß wird das
Mehrschneidendrehwerkzeug 10 über lange Hübe in den Richtungen der X-
und Y-Achsen verschoben, um die Spitzen 9a bis 9d einzustellen.
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Daher
ist es für
die mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung 1 nicht erforderlich,
einen Einstellsteuervorgang (C-Achsensteuervorgang) zum Schwenken
der Spindel 3 mit dem daran befestigten Mehrschneidendrehwerkzeug 10 durchzuführen, um die
Spitzen 9a bis 9d einzustellen.
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Die
mehreren (vier) Spitzen 9a bis 9d sind am einzigen
Mehrschneidendrehwerkzeug 10 befestigt. Die Spitzen 9a bis 9d am
einzigen Mehrschneidendrehwerkzeug 10 werden selektiv verwendet,
um mehrere Drehbearbeitungsvorgänge
auf das Werkstück 2 anzuwenden,
beispielsweise einen Drehbearbeitungsvorgang oder mehrere Drehbearbeitungsvorgänge mehrfach
oder mehrere verschiedene Arten von Drehbearbeitungsvorgängen.
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Gemäß der ersten
Ausführungsform
kann das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 vollständig um das
Werkstück 2 versetzt
werden. Das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 kann jedoch in
Stellungen in einem Teilbereich anstelle eines vollständigen Bereichs
um das Werkstück 2 versetzt
werden.
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Das
Werkstück 2 wird
vom Tisch 6 durch die Palette 7 ergriffen. Gemäß einer
Modifikation kann die Palette 7 weggelassen werden, und
das Werkstück 2 kann
durch eine Einspannvorrichtung am Tisch 6 lösbar ergriffen
werden.
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Die
mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung 1 umfaßt einen
automatischen Palettenwechsler (nachfolgend als ”APC” bezeichnet) 21 (siehe 1) als
Palettenwechselvorrichtung zum Wechseln von Paletten 7.
Der APC 21 wird in der Nähe eines Bearbeitungsbereichs 22 angeordnet
und durch die Steuervorrichtung 20 gesteuert. Eine Paletten-Aufbaubasis 11 zum
Anordnen einer Palette 7 darauf ist außerhalb des Bearbeitungsbereichs 22 angeordnet.
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Der
APC 21 liefert ein unbearbeitetes Werkstück 2,
das an einer Palette 7 angeordnet ist, von der Paletten-Aufbaubasis 11 an
den Tisch 6. Am Tisch 6 wird das Werkstück 2 vom
Mehrschneidendrehwerkzeug 10 gedreht oder durch ein Werkzeug 33 gefräst. Nachdem
das Werkstück 2 bearbeitet worden
ist, wird die Palette 7 mit dem darauf angeordneten bearbeiteten
Werkstück 2 vom
Tisch 6 durch den APC 21 zurück zur Paletten-Aufbaubasis 11 gebracht.
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Der
APC 21 umfaßt
die Paletten-Aufbaubasis 11 und einen Paletten-Wechselarm 40 (nachfolgend
als ”Arm 40” bezeichnet).
Der Arm 40 ist in einer im wesentlichen horizontalen Ebene
um eine Achse CL1 schwenkbar und vertikal entlang der Achse CL1 (siehe
Pfeil E) bewegbar. Die Achse CL1 erstreckt sich vertikal parallel
zur Z-Achse.
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Der
Arm 40 weist wenigstens einen Palettenergreifer 41 (ein
Paar von Palettenergreifern 41 in der dargestellten Ausführungsform)
zum Ergreifen und Loslassen einer Palette 7 auf. Der Arm 40 wird geschwenkt
und vertikal bewegt, um die Palette 7 zwischen dem Tisch 6 und
der Paletten-Aufbaubasis 11 zu bewegen, und zudem um die
Palette 7 an den Tisch 6 und die Paletten-Aufbaubasis 11 zu überführen.
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Der
Arm 40 kann nur geschwenkt und vertikal bewegt werden und
kann nicht wechselweise linear in horizontalen Richtungen bewegt
werden. Daher ist der Arm 40 in der Lage, die Palette 7 in
einer kurzen Zeitspanne zu wechseln, und der APC 21 ist
einfach und kompakt in Bezug auf seine Struktur.
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Die
Palettenwechselvorrichtung muß den APC 21 nicht
umfassen, sondern kann so angeordnet sein, daß der Arm 40 manuell
geschwenkt und vertikal bewegt wird.
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Die
mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung 1 weist ein Gestell 13 auf,
das als eine Basis 12 dient. Die Basis 12 trägt darauf
einen Schlitten 14, der beweglich an X-Achsen-Führungsschienen 15 zur
Bewegung in den Richtungen der X-Achse, d. h. in den nach links
und nach rechts gerichteten Richtungen, beweglich befestigt ist.
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Eine
Säule 16 ist
beweglich an Y-Achsen-Führungsschienen 17 am
Schlitten 14 für
eine Bewegung in den Richtungen der Y-Achse, d. h. in den Vorwärts- und
Rückwärts-Richtungen,
befestigt. Der Spindelkopf 5 ist an einem vorderen Ende
der Säule 16 befestigt.
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Der
Spindelkopf 5 ist beweglich an Z-Achsen-Führungsschienen 18 an
der Säule 16 für eine Bewegung
in den Richtungen der Z-Achse, d. h. in den nach oben und nach unten
gerichteten Richtungen, befestigt. Die Spindel 3 ist drehbar
am Spindelkopf 5 gestützt.
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Der
Tisch 6 ist am Bett 13 gestützt und unter der vertikalen
Stellung des Spindelkopfs 5 angeordnet. Der Tisch 6 wird
durch einen Tischbetätiger 30 betätigt, um
um die B-Achse zu schwenken und sich ferner zumindest um eine A-Achse zu drehen,
die eine mittlere Drehachse des Tischs 6 ist. Der beschriebene
Tisch 6 ist in der Lage, um die A-Achse sowohl zu drehen
als auch einzustellen.
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Die
Palette 7 kann am Tisch 6 entfernbar gestützt sein
und durch den Tisch 6 nach oben in der Richtung der Z-Achse
positioniert sein. Das Werkstück 2 ist
an der Palette 7 durch eine Haltevorrichtung daran entfernbar
gehalten.
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Der
Tisch 6 weist einen Festklemm- und Freigabemechanismus 19 zum
Festklemmen und Freigeben der Palette 7 auf. Die Palette 7,
die am Tisch 6 befestigt ist, wird durch den Festklemm-
und Freigabemechanismus 19 am Tisch 6 festgeklemmt.
Der Tisch 6 weist einen (nicht dargestellten) Betätiger zum
Betätigen
des Festklemm- und Freigabemechanismus 19 auf, um die Palette 7 festzuklemmen
und freizugeben.
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Der
Tischbetätiger 30 weist
eine Tischschwenkeinheit 31 und eine Tischeinstelleinheit 32 auf.
Die Tischschwenkeinheit 31 verschwenkt den Tisch 6 um
die B-Achse. Die Tischeinstelleinheit 32 stellt die Palette 7 in
Bezug auf den Tisch 6 um die A-Achse ein und dreht zudem
die Palette 7 um die A-Achse in Bezug auf den Tisch 6.
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Die
Tischschwenkeinheit 31 ist in einem vorderen Bereich der
mehrachsigen Drehbearbeitungsvorrichtung 1 angeordnet und
stützt
diametral gegenüberliegende Enden des Tischs 6 so ab,
daß eine Verschwenkung
um die B-Achse möglich
ist. Wenn die Tischschwenkeinheit 31 betätigt wird,
werden der Tisch 6 und die Tischeinstelleinheit 32,
die mit dem Tisch 6 kombiniert ist, um die B-Achse verschwenkt und
an einer gegebenen Stellung eingestellt.
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Wenn
die Tischeinstelleinheit 32 beim Drehbearbeitungsvorgang
betätigt
wird, werden die Palette 7 und das Werkstück 2,
die am Tisch 6 gestützt sind,
um die A-Achse mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit rotiert. Das
Werkstück 2 auf
der Palette 7 wird nun durch eine der Spitzen 9a bis 9d am
Mehrschneidendrehwerkzeug 10, das an der Spindel 3 befestigt
ist, gedreht.
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Das
Rotierwerkzeug 33 kann zum Schneiden des Werkstücks 2 in
einem Schneidvorgang an der Spindel 3 befestigt sein. Beim
Schneidvorgang wird die Tischeinstelleinheit 32 gesteuert,
um das Werkstück 2 auf
der Palette 7 um die A-Achse
auf eine bestimmte Winkelstellung einzustellen. Nachdem das Werkstück 2 eingestellt
worden ist, wird das Werkstück 2 durch
das Rotierwerkzeug 33 an der Spindel 3 geschnitten.
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Der
Bearbeitungsbereich 22 ist mit einem (nicht dargestellten)
Spritzschutz bedeckt, um zu verhindern, daß das Kühlmittel und Späne im Bearbeitungsbereich 22 verstreut
werden. Der Spritzschutz weist einen Verschluß auf, der geöffnet und
geschlossen werden kann, um das Werkstück 2 zu wechseln,
sowie einen Verschluß,
der geöffnet
und geschlossen werden kann, um das Werkzeug zu wechseln. Das Werkstück 2 und
die Werkzeuge 10, 33 können durch die Öffnungen
im Spritzschutz gewechselt werden, die vorhanden sind, wenn die
Verschlüsse
geöffnet
sind.
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Die
Basis 12 weist einen automatischen Werkzeugwechsler (nicht
dargestellt, nachfolgend als ”ATC” bezeichnet)
zum Bereithalten mehrerer Werkzeuge und zum Wechseln der Werkzeuge
auf. Der ATC ist in der Lage, das Werkzeug 10, 33 (oder einen
freien Werkzeughalter) auf eine vorgegebene Werkzeugwechselstellung
einzustellen und das Werkzeug 10, 33 automatisch
zu wechseln.
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Der
ATC hält
Drehwerkzeuge, beispielsweise das Mehrschneidendrehwerkzeug 10,
zum Drehen des Werkstücks 2 und
ferner die sich drehenden Werk zeuge 33 zum Schneiden des
Werkstücks 2 bereit.
Alternativ können
mehrere Werkzeuge 10, 33 in einem Werkzeugmagazin,
das getrennt vom ATC ist, bereitgehalten werden.
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Die
Steuervorrichtung 20 weist eine Steuerkonsole 23 auf.
Die Steuerkonsole 23 weist eine Anzeigeeinheit wie etwa
eine LCD, eine Braun'sche Röhre oder
dergleichen sowie eine Eingabeeinheit wie etwa eine Tastatur, eine
berührungsempfindliche Tafel
oder dergleichen auf. Die Steuerkonsole 23 ermöglicht dem
Bediener, die mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung 1,
den APC 21 und den ATC zu steuern.
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Ein
(nicht dargestellter) Kühlmitteltank
zum Bereithalten eines der Bearbeitungsstellung zuzuführenden
Schneidfluids ist in der Nähe
des Betts 13a angeordnet.
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Der
Spindelkopf 5 ist in den drei zueinander senkrechten Achsenrichtungen
relativ zum Werkstück 2,
das an der Palette 7 am Tisch 6 gestützt ist, beweglich.
Der Tisch 6 kann durch den Tischbetätiger 30 verschwenkt,
eingestellt und gedreht werden.
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Daher
ist die mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung 1 in der
Lage, das Werkstück 2 unter
einer Fünfachsensteuerung
für die
X-Achse, die Y-Achse, die Z-Achse, die A-Achse und die B-Achse zu
bearbeiten. Die mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung 1 kann
das Werkstück 2 mit
einem Drehwerkzeug, beispielsweise dem Mehrschneidendrehwerkzeug 10,
drehen und das Werkstück 2 mit
dem Rotierwerkzeug 33 schneiden.
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Die
mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung 1 ist in der Lage,
eine große
Vielzahl von Typen von Werkstücken
in verschiedenen Bearbeitungsvorgängen zu bearbeiten. Die mehrachsige
Drehbearbeitungsvorrichtung 1 kann somit als mehrachsige Werkzeugmaschine
arbeiten.
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In
der dargestellten Ausführungsform
weist das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 eine zusammengesetzte
Struktur mit den Spitzen 9a bis 9d auf. Das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 muß jedoch keine
zusammengesetzte Struktur aufweisen. In der dargestellten Ausführungsform
hat das einzige Mehrschneidendrehwerkzeug 10 die vier Spitzen 9a bis 9d.
Jedoch kann das einzige Mehrschneidendrehwerkzeug 10 mehrere
(vorzugsweise eine gerade Anzahl) Spitzen aufweisen, beispielsweise
zwei Spitzen, sechs Spitzen oder acht Spitzen.
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Das
Mehrschneidendrehwerkzeug 10 weist einen zylindrischen
Werkzeughalter 50 und mehrere (in der dargestellten Ausführungsform
vier) Körper 49 auf,
die abnehmbar am Werkzeughalter 50 befestigt sind. Die
Spitzen 9a bis 9d sind durch Löten, Schweißen oder dergleichen an den
entsprechenden distalen Enden der Körper 49 gesichert
oder durch Befestigungsmittel wie Schrauben oder dergleichen abnehmbar
an den entsprechenden distalen Enden der Körper 49 befestigt.
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Der
Werkzeughalter 50 weist mehrere (in der dargestellten Ausführungsform
vier) Nuten 51 auf, die an umfänglich beabstandeten Positionen
in einer umfänglichen
Wand davon gebildet sind und sich parallel zur Achse CL2 erstrecken.
Die Nuten 51 sind radial auswärts offen und mit gleichen
Abständen
von 90° um
den Werkzeughalter 50 herum beabstandet.
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Die
Körper 49 greifen
in die entsprechenden Nuten 51 ein und sind am Werkzeughalter 50 mit Schrauben 52 abnehmbar
befestigt. Die Spitzen 9a bis 9d sind somit mit
gleich beabstandeten Winkelabständen
von 90° um
den Werkzeughalter 50 um die Achse CL2 positioniert.
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Der
Werkzeughalter 50 weist eine Flanschanordnung 53 und
einen Schaft 54 an seinem von den Spitzen 9a bis 9d entfernten
Ende auf. Die Flanschanordnung 53 und der Schaft 54 des
Werkzeughalters 50 weisen in der dargestellten Ausführungsform durch
einen eine einstückige
Struktur auf, können
jedoch getrennt voneinander sein, obwohl es ein Hauptstück ist.
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Die
Flanschanordnung 53 weist eine ringförmige V-Nut 55 und
einen Flansch 56 mit großem Durchmesser auf. Der Greifer
des Werkzeugwechselarms des ATC ergreift entfernbar in die ringförmige V-Nut 55 zum
Wechseln des Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 ein.
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Der
Flansch 56 mit großem
Durchmesser weist einen Außendurchmesser
auf, der größer ist, als
ein Außendurchmesser
eines Flansches des Rotierwerkzeugs 33. Die Flanschanordnung 53 weist
einen oder mehrere (in der dargestellten Ausführungsform ein Paar) Keilschlitze 57 auf,
die im Flansch 56 mit großem Durchmesser gebildet sind.
Die Keilschlitze 57 sind diametral einander gegenüberliegend
um die Achse CL2 positioniert und radial orientiert.
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Der
Spindelkopf 5 weist ein unteres Ende 5a (siehe 2)
auf, an dem ein Keil 58 gehalten ist, der sich radial aus
dem Spindelkopf 5 für
einen lösbaren Eingriff
in die Keilschlitze 57 erstreckt. Der Keil 58 greift
in den Keilschlitz 57 nur dann ein, wenn das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 an
der Spindel 3 befestigt ist.
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Der
Keil 58 ist in einer Position angeordnet, die vom Flansch
des Rotierwerkzeugs 33, wie an der Spindel 3 befestigt,
beabstandet ist. Daher stellt der Keil 58 kein Hindernis
für die
Drehbewegung des Rotierwerkzeugs 33 dar, wenn das Rotierwerkzeug 33 an
der Spindel 3 befestigt ist.
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Das
Mehrschneidendrehwerkzeug 10, das an der Spindel 3 befestigt
ist, ist an dem Ende 5a des Spindelkopfs 5 durch
eine Haltevorrichtung 59 nicht rotierbar positioniert und
gehalten, wobei die Haltevorrichtung 59 aus dem Keil 58 und
den Keilschlitzen 57 gebildet ist. Daher ist die Steifigkeit
des Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 beim Drehvorgang hoch.
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Gemäß einer
Modifikation kann die Haltevorrichtung 59 einen Keil, der
am Mehrschneidendrehwerkzeug 10 gehalten ist, und einen
Keilschlitz aufweisen, der im Ende 5a des Spindelkopfs 5 zum
Aufnehmen des Keils darin ausgebildet ist.
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Der
Schaft 54 des Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 ist
lösbar
in einem Sockel 3b befestigt, der im Ende 3a der
Spindel 3 ausgebildet ist. Der Schaft 54 kann
durch einen (nicht dargestellten) Festklemm- und Freigabemechanismus
an der Spindel 3 festgeklemmt und von dieser freigegeben
werden.
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Nachfolgend
wird ein Drehvorgang zum Drehen des Werkstücks 2 mit einer ausgewählten der Spitzen 9a bis 9d des
Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 beschrieben.
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Vor
dem Drehvorgang wird der APC 21 betätigt, um die Palette 7 am
Tisch 6 zu plazieren. Die Palette 7 stützt ein
auf ihr befestigtes unbearbeitetes Werkstück 2. Die Palette 7 ist
am Tisch 6 durch den Festklemm- und Freigabemechanismus 19 festgeklemmt.
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Die
Tischschwenkeinheit 31 wird betätigt, um den Tisch 6 zu
schwenken, wobei die Palette 7 nach oben gerichtet wird,
um die A-Achse des Werkstücks 2 am
Tisch 6 parallel zur Achse CL der Spindel 3, d. h.
der Z-Achse, zu halten.
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Zum
schräggestellten
Bearbeiten des Werkstücks 2 wird
der Tisch 6 winklig positioniert, um die A-Achse des Werkstücks 2 am
Tisch 6 schräggestellt zur
Achse CL der Spindel 3 zu halten.
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Das
Mehrschneidendrehwerkzeug 10 wird an der Spindel 3 durch
eine Werkzeugwechselhandlung des ATC befestigt. Der Schaft 54 des
Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 wird im Sockel 3b in
der Spindel 3 befestigt und darin durch den Festklemm- und
Freigabemechanismus festgeklemmt.
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Der
Flansch 56 mit großem
Durchmesser des Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 wird in engem Kontakt
mit dem Ende 3a der Spindel 3 gehalten. Der Keil 58,
der am Spindelkopf 5 gehalten ist, greift in die Keilschlitze 57 im
Flansch 56 mit großem
Durchmesser ein. Das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 wird daher
am Ende 5a des Spindelkopfs 5 durch die Haltevorrichtung 59 gehalten
positioniert.
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Bis
jetzt ist es übliche
Praxis gewesen, das Drehwerkzeug gemäß einem elektrischen Einstellsteuerverfahren
(C-Achsensteuerverfahren) elektrisch zu positionieren und zu halten,
und ein Werkstück
mit dem so positionierten Drehwerkzeug zu bearbeiten. Erfindungsgemäß wird jedoch
das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 mechanisch durch die Haltevorrichtung 59 am
Ende 5a des Spindelkopfs 5 positioniert und gehalten.
Folglich ist die Steifigkeit des Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 beim
Drehvorgang höher
als bisher.
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Das
unbearbeitete Werkstück 2 auf
der Palette 7, die am Tisch 6 gehalten ist, wird
wie folgt gedreht: Die Tischeinstelleinheit 32 wird betätigt, um
die Palette 7 und das Werkstück 2 auf dem Tisch 6 mit
einer vorgegebenen Geschwindigkeit zu rotieren.
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Dann
wird der Spindelkopf 5 in die Richtungen zweier zueinander
senkrechter Achsen, d. h. der X- und der Z-Achsen oder der Y- und
der Z-Achsen, bewegt. Das Werkstück 2 an
der Palette 7 kann nun durch das Mehrschneidendrehwerkzeug 10,
das an der Spindel 3 befestigt ist, gedreht werden.
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Insbesondere
wird der Spindelkopf 5 bewegt, um das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 an eine
gewünschte
Stellung, beispielsweise die Stellung S1, S2, S3 oder S4, um das
Werkstück 2 herum zu
versetzen. Abhängig
von der Stellung, an die das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 versetzt
wird, werden die Spitzen 9a bis 9d des Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 selektiv
verwendet, um das Werkstück 2 zu
drehen.
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Genauer
genommen wird das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 an die gewünschte Stellung
S1, S2, S3 oder S4 um das Werkstück 2 versetzt.
Das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 wird am Ende 5a des
Spindelkopfs 5 durch die Haltevorrichtung 59 nicht
rotierbar gehalten positioniert. Das Werkstück 2 weist eine Mittelstellung
O1 (siehe 6) auf, deren Koordinaten unverändert bleiben.
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Wenn
das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 beispielsweise in der
Stellung S1 relativ zum Werkstück 2 angeordnet
ist, werden die Koordinaten der Spindel 3 bestimmt, um
zu beurteilen, daß die
Spitze 9a derzeit gewählt
ist, und die Bewegung des Spindelkopfs 5 wird gesteuert.
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Auf ähnliche
Weise werden, wenn das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 in
der Stellung S2 in Bezug auf das Werkstück 2 angeordnet ist,
die Koordinaten der Spindel 3 bestimmt, um zu beurteilen,
daß die
Spitze 9b derzeit gewählt
ist, und die Bewegung des Spindelkopfs 5 wird gesteuert.
Die Bewegung des Spindelkopfs 5 wird ebenfalls auf gleiche
Weise gesteuert, wenn die Spitzen 9c, 9d ausgewählt werden.
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Die
Bewegung des Spindelkopfs 5 wird auf gleiche Weise für eine mehrachsige
Drehbearbeitungsvorrichtung 101 (siehe 7)
gemäß der zweiten
Ausführungsform,
die später
beschrieben wird, gesteuert.
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Da
die mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung 1 eine Werkzeugmaschine
mit einer Basisstruktur als ein Bearbeitungszentrum aufweist, kann
der Spindelkopf 5 relativ zum Werkstück 2 in den drei zueinander
senkrechten Achsenrichtungen bewegt werden. Das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 kann
in eine gewünschte
der Stellungen S1, S2, S3 und S4 um das Werkstück 2 gebracht werden
und die Spitzen 9a bis 9d werden zum Drehen des
Werkstücks 2 selektiv
verwendet, abhängig
von dieser gewünschten
Stellung.
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Beispielsweise
wird dann, wenn die linke Spitze 9a des Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 verwendet
werden soll, das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 in die Stellung
S1 gebracht, die rechts des Werkstücks 2 angeordnet ist,
wodurch die Spitze 9a in Richtung auf das Werkstück 2 gerichtet
wird.
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Wenn
die linke Spitze 9a abgenutzt ist oder ein anderer Drehvorgang
durchgeführt
werden soll, kann die vordere Spitze 9b des Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 verwendet
werden. Zu diesem Zeitpunkt wird der Spindelkopf 5 in die
Richtungen zweier senkrechter Achsen, d. h. der X- und Y-Achsen,
bewegt, um das Werkschneidendrehwerkzeug 10 in die Stellung
S2 zu bewegen, die hinter dem Werkstück 2 angeordnet ist,
wodurch die vordere Spitze 9b in Richtung auf das Werkstück 2 gerichtet
wird.
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Auf ähnliche
Weise wird dann, wenn die rechte Spitze 9c des Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 verwendet
werden soll, der Spindelkopf 5 in die Richtungen zweier
senkrechter Achsen, d. h. der X- und Y-Achsen, bewegt, um das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 in
die Stellung S3 zu versetzen, die links des Werkstücks 2 angeordnet
ist, wodurch die rechte Spitze 9c in Richtung auf das Werkstück 2 gerichtet wird.
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Wenn
die rechte Spitze 9d des Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 verwendet
werden soll, dann wird der Spindelkopf 5 in die Richtungen
zweier senkrechter Achsen, d. h. der X- und Y-Achsen, bewegt, um
das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 in die Stellung S4 zu
versetzen, die vor dem Werkstück 2 angeordnet
ist, wodurch die hintere Spitze 9d in Richtung auf das
Werkstück 2 gerichtet
wird.
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Dann
wird der Spindelkopf 5 für eine Bewegung in den Richtungen
zweier senkrechter Achsen, d. h. der X- und Z-Achsen oder der Y-
und Z-Achsen, gesteuert. Das Werkstück 2 kann nun durch
die Spitze 9a, 9b, 9c oder 9d gedreht
werden.
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Das
unbearbeitete Werkstück 2 auf
der Palette 7, die am Tisch 6 gehalten ist, wird
wie folgt geschnitten: Die Tischeinstelleinheit 32 wird
betätigt, um
das Werkstück 2 am
Tisch 6 auf eine vorgegebene Winkelstellung einzustellen.
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Das
Rotierwerkzeug 33, das an der Spindel 3 befestigt
ist, wird in einer vorgegebenen Geschwindigkeit rotiert. Der Spindelkopf 5 wird
in den drei zueinander senkrechten Achsenrichtungen relativ zum Werkstück 2,
das an der Palette 7 auf dem Tisch 6 gehalten
ist, bewegt, und das Rotierwerkzeug 33 schneidet das Werkstück 2.
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Wenn
das Werkstück 2 durch
ein anderes Drehwerkzeug gedreht oder durch ein anderes Rotierwerkzeug
geschnitten werden soll, dann werden die Werkzeuge zwischen der
Spindel 3 und dem ATC ausgetauscht und anschließend wird
das Werkstück 2 wieder
bearbeitet.
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Wenn
der Dreh- oder Schneidvorgang am Werkstück 2 beendet ist,
wird das bearbeitete Werkstück 2 gegen
ein unbearbeitetes Werkstück 2 durch den
APC 21 ausgewechselt und dann wird das unbearbeitete Werkstück 2 bearbeitet.
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Die
obige Sequenz wird wiederholt, um das Werkstück 2 zu drehen und
zu schneiden. Daher kann das Werkstück 2 automatisch aufeinanderfolgend
gedreht und geschnitten werden.
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Das
Werkstück 2 kann
vertikal und horizontal eingestellt werden und kann auch schräg eingestellt werden,
je nach Bedarf, durch die Tischschwenkeinheit 31. Dementsprechend
kann die mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung 1 eine
große
Vielzahl von Dreh- und Schneidvorgängen am Werkstück 2 durchführen.
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7 und 8 zeigen
eine mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Diejenigen Teile der mehrachsigen Drehbearbeitungsvorrichtung,
die in 7 und 8 dargestellt ist, die identisch
mit denjenigen der in 1 bis 6 dargestellten
mehrachsigen Drehbearbeitungsvorrichtung sind, werden durch identische
Bezugsziffern bezeichnet und nachfolgend nicht detailliert beschrieben.
Nur in 7 und 8 dargestellte Teile der mehrachsigen
Drehbearbeitungsvorrichtung, die verschieden sind von denjenigen
der in 1 bis 6 dargestellten mehrachsigen
Drehbearbeitungsvorrichtung werden nachstehend beschrieben.
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Wie
in 7 und 8 dargestellt ist, ist eine
mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung 101 eine Werkzeugmaschine,
die eine Grundstruktur wie eine Drehbank aufweist und in der Lage
ist, zumindest einen Drehvorgang an einem Werkstück 2 anzuwenden. Die
mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung 101 weist eine
Basis 102, einen Spindelstock 8 zum Ergreifen
des Werkstücks 2 sowie
einen Werkzeugsupport 103 auf. Der Werkzeugsupport 103 umfaßt einen
Spindelkopf 5 zum Befestigen eines Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 oder
eines Rotierwerkzeugs 33 daran.
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Die
Basis 102 umfaßt
ein Bett 104, einen Schlitten 105 und eine Säule 106.
Der Schlitten 105 ist am Bett 104 gestützt und
in der Richtung einer Z-Achse beweglich. Die Säule 106 ist am Schlitten 105 gestützt und
in der Richtung einer Ya-Achse beweglich, die senkrecht zur Z-Achse
verläuft
und sich horizontal in Vorwärts-
und Rückwärtsrichtung
erstreckt. Der Werkzeugsupport 103 ist an der Säule 106 für eine Bewegung
in der Richtung einer X-Achse gestützt. Der Schlitten 105,
die Säule 106 und
der Werkzeugsupport 103 bilden zusammen eine bewegliche
Anordnung 107, die in der Richtung der Z-Achse beweglich
ist. Am Bett 104 ist ein Reitstock 110 befestigt,
der in der Richtung der Z-Achse beweglich ist.
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Die
Bewegung der Säule 106 in
Bezug auf den Schlitten 105 in der Richtung der Ya-Achse
und die Bewegung des Werkzeugsupports 103 in Bezug auf
die Säule 106 in
der Richtung der X-Achse können
kombiniert werden, um zu ermöglichen,
daß sich der
Werkzeugsupport 103 in der Richtung einer Y-Achse bewegt.
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Eine
Werkstück-Spindel 111 ist
rotierbar im Spindelstock 8 gestützt. Eine Einspannvorrichtung 108 mit
mehreren (in der dargestellten Ausführungsform drei) Backen 109 ist
am Ende der Werkstück-Spindel 111 befestigt,
die sich aus dem Spindelstock 8 erstreckt. Die Backen 109 werden
geschlossen und geöffnet,
um das Werkstück 2 zu
ergreifen und freizugeben. Wenn die Werkstück-Spindel 111 um
ihre eigene Achse rotiert wird, wird das von den Backen 109 ergriffene
Werkstück 2 ebenfalls rotiert.
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Die
mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung 101 ist in der
Lage, verschiedene Bearbeitungsvorgänge einschließlich eines
Drehvorgangs unter Verwendung des Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 und
eines Schneidvorgangs unter Verwendung des Rotierwerkzeugs 33 durchzuführen. Die
mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung 101 kann das Werkstück 2 automatisch nacheinander
drehen und schneiden.
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Die
Mehrschneidendrehwerkzeug 10 ist an einer Spindel 3 befestigt,
die im Spindelkopf 5 rotierbar gestützt ist. Der Spindelkopf 5 ist über lange Hübe in den
drei zueinander senkrechten Achsenrichtungen (X-, Y- und Z-Achsenrichtungen)
relativ zum Werkstück 2 beweglich,
das an der Werkstück-Spindel 111 befestigt
ist. Der Spindelkopf 5 ist um eine B-Achse schwenkbar.
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Zum
Ausführen
eines Drehvorgangs an dem Werkstück 2 mit
dem Mehrschneidendrehwerkzeug 10 wird der Spindelkopf 5 parallel
zum Spindelstock 8 gerichtet, der das Werkstück 2 ergreift.
Der Spindelstock 8 wird somit gegenüberliegend zur Spindel 3 angeordnet,
die vom Spindelkopf 5 gestützt wird. Das Werkstück 2,
das von der Einspannvorrichtung 108 am Spindelstock 8 ergriffen
und rotiert wird, kann durch das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 gedreht werden,
das auf der Spindel 3 befestigt ist und das mehrere Spitzen 9a bis 9d aufweist.
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Insbesondere
wird der Spindelkopf 5 bewegt, um das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 in eine
gewünschte
Stellung zu versetzen, beispielsweise die in 6 dargestellte
Stellung S1 oder S2 um das Werkstück 2. Daher werden
die Spitzen, beispielsweise die Spitzen 9a, 9b,
des Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 selektiv verwendet, um
das Werkstück 2 zu
drehen. Gemäß der zweiten
Ausführungsform
wird das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 in Stellungen (beispielsweise
die Stellungen S1, S2) in einem Teilbereich anstelle eines vollständigen Bereichs
um das Werkstück 2 versetzt.
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Strukturelle
Details des Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 und der Haltevorrichtung 59 und
Details des Vorgangs des Drehens des Werkstücks 2 mit dem Mehrschneidendrehwerkzeug 10 gemäß der zweiten
Ausführungsform
sind identisch zu denjenigen der ersten Ausführungsform. Die in 4 bis 6 dargestellten
Details sind auch auf die zweite Ausführungsform anwendbar.
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Mit
der mehrachsigen Drehbearbeitungsvorrichtung 1 (oder der
mehrachsigen Drehbearbeitungsvorrichtung 101) und dem Drehverfahren
gemäß der vorliegenden
Erfindung wird der Spindelkopf 5 bewegt, um das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 zu
versetzen. Im Ergebnis wird das Mehrpunkt-Drehwerkzeug 10 in
eine gewünschte
Stellung der Stellungen S1 bis S4 um das Werkstück 2 herum gebracht,
wodurch die Spitzen 9a bis 9d selektiv verwendet
werden.
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Dementsprechend
ist es nicht erforderlich, einen Einstellsteuervorgang (C-Achsensteuervorgang)
zum Schwenken der Spindel 3 durchzuführen, um die Spitzen 9a bis 9d einzustellen.
Die Spitzen 9a bis 9d des Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 können selektiv
dadurch verwendet werden, daß der
Spindelkopf 5 einfach in den Richtungen zweier Achsen,
d. h. der X- und der Y-Achsen, bewegt wird, wodurch das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 versetzt
und positioniert wird. Daher kann die mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtung 1, 101 in
ihrer Gesamtheit einfach gesteuert werden.
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Bisher
konnte die Werkzeugspindel einer C-Achsensteuerung zum Einstellen
der Spitzen des Drehwerkzeugs ausgesetzt sein. Es wurde herausgefunden,
daß die
Geschwindigkeit zum Positionieren des Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 auf
eine gewünschte
der Stellungen S1 bis S4 gemäß der vorliegenden
Erfindung etwas größer ist,
als die übliche Einstellgeschwindigkeit.
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Da
das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 zwangsläufig positioniert
und am Ende 5a des Spindelkopfs 5 durch die Haltevorrichtung 59 gehalten wird,
ist die Steifigkeit des Mehrschneidendrehwerkzeugs 10 im
Drehvorgang erhöht.
Dementsprechend kann das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 das Werkstück 2 stabil
und hochgenau in einer verkürzten
Zeitspanne drehen. Das Mehrschneidendrehwerkzeug 10 kann
das Werkstück 2 selbst
dann drehen, wenn das Werkstück 2 verhältnismäßig hart
ist.
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Die
Grundsätze
der Erfindung sind auf beliebige mehrachsige Drehbearbeitungsvorrichtungen anwendbar,
die in der Lage sind, ein Werkstück
mit einem Mehrschneidendrehwerkzeug zu drehen, einschließlich einer
vertikalen Bearbeitungsvorrichtung, einer horizontalen Bearbeitungsvorrichtung,
einer Drehbearbeitungsvorrichtung und einer Drehbank, etc.