DE3320342A1 - Reine einzelne faktoren 1, 2, 3, 4 und 5 von teichomycin a(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts) und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents
Reine einzelne faktoren 1, 2, 3, 4 und 5 von teichomycin a(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts) und verfahren zu ihrer herstellungInfo
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Description
Reine einzelne Faktoren 1, 2, 3, 4 und 5 von Teichomycin A2 und Verfahren zu ihrer Herstellung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine einzelne antibiotische Substanz ausgewählt aus Faktor 1 von Teichomycin A2/
Faktor 2 von Teichomycin A2, Faktor 3 von Teichomycin A?,
Faktor 4 von Teichomycin A2 und Faktor 5 von Teichomycin
Ao in im wesentlichen reiner Form, sowie das Verfahren j
zu ihrer Herstellung. . j
1 Teichomycin A2 ist eine von mehreren unterschiedlichen j
antibiotischen Substanzen, die durch Kultivierung des J
Stammes Actinoplanes Teichomyceticus nov.sp. ATCC 31121
in einem Kulturmedium, das assimilierbare Quellen für Kohlenstoff, Stickstoff und anorganische Salze (vgl.
BE-PS 839 259) enthält, erhalten werden- Nach'dem in der .vorstehenden Patentschrift beschriebenen Verfahren
wird ein antibiotisches Gemisch, das Teichomycin A-, Ap und A, enthält, aus der abgetrennten Fermentationsbrühe durch Extraktion mit einem geeigneten organischen
Lösungsmittel, das nicht mit Wasser mischbar ist, und Ausfällung aus dem extrahierenden Lösungsmittel nach
üblichen Verfahren gewonnen. Teichomycin A.? wird anschließend
aus dem so erhaltenen antibiotischen Gemisch durch Säulen-
(R)
Chromatographie über Sephadex abgetrennt. Teichomycin
A2 ist dann nach weiterer Reinigung durch Hindurchleiten
durch ein sulfoniertes Polystyrolharz gekennzeichnet 5 durch eine breite Serie von verschiedenen chemisch-
INSPECTED BAD ORIGINAL
COPY
physikalischen Parametern einschließlich der R^-Werte
in einem Satz von papierchromatographischen und dünnschichtchromatographischen
Systemen, wo sich diese Verbindung wie ein wahres einheitliches Produkt verhält.
Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß Teichomycin A2
tatsächlich ein Gemisch aus verschiedenen, gleichzeitig hergestellten, nahe verwandten antibiotischen Stoffen
umfaßt, dessen Hauptfaktoren als Faktor 1 von Teichmoycin A2, Faktor 2 von Teichomycin A2/ Faktor 3 von Teichomycin A-Faktor
4 von Teichomycin A2 und Faktor 5 von Teichomycin A2
bezeichnet werden. Es wurde auch gefunden, daß diese reinen einzelnen Faktoren sich dadurch biologisch von dem Komplex
Teichomycin Α.-, unterscheiden, daß sie einen höheren Grad
der antibiotischen Wirksamkeit gegen empfängliche Mikroorganismen aufweisen.
Die antibiotischen Substanzen der vorliegenden Erfindung werden aus Teichomycin A2, das in der vorstehenden BE-PS
beschrieben ist, durch Auftrennung des antibiotischen Komplexes in die einzelnen Faktoren mit Hilfe hoch wirksamer
chromatographischer Methoden und Gewinnung der Hauptfaktorer,
hergestellt.
Die hier verwendeten Ausdrücke "Teichomycin A2", "Komplex
Teichomycin A2" oder "antibiotischer Komplex" beziehen sich
auf das Gemisch, das die vorstehenden fünf gleichzeitig hergestellten antibiotischen Faktoren enthält, und z.B.
nach den Lehren der BE-PS 839 259, auf die hier besonders verwiesen wird, erhältlich ist und dort als Teichomycin A^ '
bezeichnet ist.
Die Auftrennung des Komplexes in die reinen, einzelnen Hauptfaktoren kann durch Umkehrphasenverteilungs- oder
35
Γ COPV
oder Ionenaustauschchroraatographie erreicht werden. Im ersteren Fall wird in üblicher Weise inaktiviertes Silicagel
als Packung für die Säule und eine Gradientenelution aus Acetonitril und wäßrigem Ammoniumformiat als Entwickler
verwendet, während im letzteren Fall ein schwacher, gelartiger Anionenaustauscher zweckmäßig als stationäre Phase
und wäßrige Puffer oder Gemische aus wäßrigen Puffern und nichtwäßrigen Lösungsmitteln als Eluierungssysteme eingesetzt
werden. Im einzelnen wurden optimale Auftrennungsergebnisse erhalten, indem man eine Lösung von Teichomycin A-, in
einem Gemisch aus verdünntem wäßrigen Ammoniumformiat und Acetonitril durch eine Säule aus silaniertem Silicagel
leitete und die Säule mit einer Gradientenelution in dem gleichen Lösungsmittelsystem entwickelte. j
Gute Ergebnisse werden auch durch Anwendung des Diethylaminoethylderivates
von Agarose als stationäre Phase und Durchführung der Auftrennung durch progressive Elution
mit Pufferlösungen oder Gemischen aus Pufferlösungen und nichtwäßrigen, mit Wasser mischbaren Lösungsmitteln er-
20 halten.
Das Auftrennungsverfahren wird durch Hochleistungsflüssigkeits
Chromatographie (HPLC) überwacht. Fraktionen mit gleichem HPLC-Profil werden vereinigt, gegebenenfalls weiter durch
präparative HPLC gereinigt und entsalzt. Aus dieser Lösung werden dann die einzelnen Faktoren durch Abdampfen der
organischen Lösungsmittel, Abstreifen von Wasser auf ein geringes Volumen und Zusatz eines Überschusses eines
organischen Lösungsmittels, in dem die Verbindungen nicht
löslich sind, unter Ausfällung der erhaltenen Produkte gewonnen.
ORIGINAL INSPECTED COPY
• · ■
- 17 -
Das folgende spezielle Beispiel wird zur besseren Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens gegeben.
Dieses Beispiel soll jedoch die Erfindung nicht auf die besonderen, dort gegebenen Bedingungen beschränken.
Auftrennung in die Faktoren 1, 2, 3, 4 und 5 von Teichomycin
Ap.
10g des Komplexes Teichomycin A2/ der nach dem in der
BE-PS 839 259 beschriebenen Verfahren erhalten wurde, werden in 1 1 eines Gemisches aus 9 Teilen einer 0,2%igen
Ammoniumformiatlösung und 1 Teil Acetonitril gelöst, und
die Lösung wird mit 1N NaOH auf einen pH-Wert von 7,5 eingestellt. Diese Lösung wird durch eine Säule geleitet, die j
500 g silaniertes Silicagel 60' (Merck) enthält. ;
i
I Die Säule wird dann mit einem linearen Gradienten von |
10 % bis 20 % Acetonitril in einer 0,2%igen Ammoniumformiat-
lösung in einem Gesamtvolumen von 10 1 eluiert.
Fraktionen von etwa 20 ml werden gesammelt und mit Hilfe der
20 HPLC geprüft.
In der folgenden Tabelle I sind die Retentionszeiten (tR) für die Faktoren 1, 2, 3, 4 und 5 von Teichomycin A2
in einer repräsentativen HPLC-Auftrennung angegeben (die Verfahrensbedingungen sind unter der Tabelle angegeben)
COPY
| Tabelle | I | 21 ,2 |
| Teichomycin A2~Faktor Retentionszeit (Minuten) | 22,6 | |
| 1 | 23,3 | |
| 2 | 25,8 | |
| 3 | 26,4 | |
| 4 ■ | 8,84. | |
| 5 | ||
| 3,5-Dihydroxytoluol (interner Standard) |
Cr)
Säule: 5μ Zorbax* ' ODS (DuPont)
Säule: 5μ Zorbax* ' ODS (DuPont)
Mobile Phase: Linearer Gradient von 0% B bis 50 % B in A in 40 Minuten
A) 25 mM NaH2PO4/Acetonitril (9:1)
gepuffert bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH
B) 25 mM NaH2PO4/Acetonitril (3:7)
gepuffert bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH
Fließgeschwindigkeit: 2 ml/Min. Meßeinrichtung: UV-Photometer bei 254 nm.
Fraktionen mit gleichem HPLC-Profil werden vereinigt, und
das organische Lösungsmittel wird unter vermindertem Druck abgedampft. Die zurückgebliebenen wäßrigen Lösungen werden
durch eine Säule geleitet, die 10 g silaniertes Silicagel
25 (60) (Merck) enthält, öie Säule wird mit destilliertem
Wasser gewaschen, um das Ammoniumformiat zu eliminieren, und dann mit 50%iger wäßriger Acetonitrillösung eluiert. '
Das Eluat wird unter Zusatz von Butanol zwecks Erleichterung
30 der Abdampfung des Wassers auf ein geringes Volumen konzentriert und dann mit einem Gemisch aus 1 Teil Aceton und
ORIGINAL INSPECTED ORIGINAL
• 4 «» i
1 Teil Ethylether zur Ausfällung gebracht. Nach dem vorstehenden Verfahren werden 410mg reiner Faktor 1
von Teichomycin A2 und 770 mg Faktor 2 von Teichomycin A2
erhalten.
Ein Gemisch aus 1 Teil Faktor 3 von Teichomycin A2 und
1 Teil Faktor 2 von Teichomycin A2 wird weiter durch
HPLC an einer halbpräparativen Säule unter den folgenden Verfahrensbedingungen gereinigt:
Säule: Whatman Partisilv ' ODS M 9 10/50
Mobile Phase: 0,2% Ammoniumformiat in H20/Acetonitril
(76:24);
Fließgeschwindigkeit: 4,5 ml/Min. Meßeinrichtung: UV-Photometer bei 254 nm,
Belastung: 20 mg.
Auch in diesem Fall wird die Reinigung durch überprüfung
aller Fraktionen durch HPLC überwacht.
Fraktionen, die reinen Faktor 2 von Teichomycin A2
enthalten, sowie Fraktionen, die reinen Faktor 3 von1
Teichomycin A2 enthalten, werden vereinigt, entsalzt und
wie vorstehend beschrieben ausgefällt. (Ausbeute: 510 mg Faktor 2 von Teichomycin A2 und 520 mg Faktor 3 von
Teichomycin A2.)
Fraktionen, die die Faktoren 4 und 5 im Verhältnis 1:1 enthalten (etwa 500 mg) und aus der eisten Säule erhalten
wurden, werden' mit einem anderen Gemisch von Fraktionen, die ein Gemisch aus Faktoren 4 und 5 enthalten (etwa
4 90 mg) und auf gleiche Weise aus einer zweiten parallelen Auftrennung erhalten wurden, vereinigt und durch halbpräparative
HPLC aufgetrennt, wobei die gleichen Verfahrensbedingungen
wie vorstehend für die Reinigung von Faktor 3 von Teichomycin A2 beschrieben wurden, angewendet
werden, wobei 350 mg Faktor 4 von Teichomycin A~
und 300 mg Faktor 5 von Teichomycin A2 erhalten werden. |
Faktoren von Teichomycin A„ 5
Faktor 1 von Teichomycin A_ ist ein weißes amorphes Pulver, das beim Erhitzen bei etwa 2200C anfängt, dunkel
zu werden, und bei 255°C vollständig zersetzt ist,
und hat die folgenden Eigenschaften: '
a) es ist frei löslich in Wasser bei einem pH-Wert ^7,0
oder in Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid und Propylenglykol bei einem pH-Wert
15 etwas löslich in Methylglykol und Glycerin;
schlecht löslich in Methanol und Ethanol und ziemlich unlöslich in Chloroform, Benzol, n-Hexan,
Acetonitril, Ethylether, Aceton, Ethylacetat und Tetrachlorkohlenstoff;
b) es hat ein UV-Absorptionsspektrum, das in Figur 1 der Zeichnungen gezeigt ist, mit den folgenden Absorptions-;
I maxima:
25 - in 0,1N Chlorwasserstoffsäure:
* 278 nm (Eicm = 49'5)
- in Phosphatpuffer pH 7,4 ^ mav 278 nm (e]* = 50,0)
IUcIX I CIU
- in 0,1N Natriumhydroxid:
* max297
ORIGINAL INSPECTED COPY
c) es hat ein IR-Absorptionsspektrum in Nujol, das in
Figur 2 der Zeichnungen gezeigt ist, mit den folgenden Absorptionsmaxima: 3700-3100, 2960-2840 (Nujol),
1645, 1590, 1510, 1460 (Nujol), 1375 (Nujol), 1305, 1230, 1180, 1155, 1060, 1025, 970, 890, 845, 815 und
720 (Nujol);
d) es hat eine Elementaranalyse nach vorheriger Trocknung der Probe bei etwa 1400C unter inerter Atmosphäre
(%-dw = 8,5) mit der folgenden ungefähren prozentualen
Zusammensetzung (Durchschnitt): Kohlenstoff 56,70 %; Wasserstoff 4,90 %; Stickstoff 6,6 5 %; Chlor 3,80 %
und Sauerstoff (durch Differenz) 27,95 %;
e) es hat eine Retentionszeit (tn) von 21,2 Minuten bei
Analyse durch Umkehrphasen-HPLC unter Verwendung einer
(R)
5 μ Zorbax ODS-Säule und Eluierung mit einem linearen Gradienten von 0 % bis 50 % an Lösung B in Lösung A in 40 Minuten (Lösung A: 25 mM NaH3PO4/Acetonitril (9/1), gepuffert bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH; Lösung B: 25 mM NaH2PO4/Acetonitril (3/7), gepuffert bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH) mit einer Fließgeschwindigkeit von 2 ml/Min.; (interner Standard: 3,5-Dihydroxytoluol t 8,84 Minuten);
5 μ Zorbax ODS-Säule und Eluierung mit einem linearen Gradienten von 0 % bis 50 % an Lösung B in Lösung A in 40 Minuten (Lösung A: 25 mM NaH3PO4/Acetonitril (9/1), gepuffert bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH; Lösung B: 25 mM NaH2PO4/Acetonitril (3/7), gepuffert bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH) mit einer Fließgeschwindigkeit von 2 ml/Min.; (interner Standard: 3,5-Dihydroxytoluol t 8,84 Minuten);
f) in dem 270 MHz H NMR-Spektrum (das gesamte Spektrum ist in Figur 3 der Zeichnungen gezeigt) aufgetragen in
Dimethylsulfoxid-dg (DMSO-dg) mit Zusatz weniger Tropfen
an D2O (Konzentration 25 mg/0,5 ml) (TMS als interner
Standard: 0= 0,00 ppm) erscheinen die folgenden Gruppen von Signalen: 0,8-1,5 (m); 1,7-2,3 (m); 2,7-4,0 (m);
4,0-4,7 (m); 4,8-5,8 (m); und 6,2-8,1 (m);
g) es hat eine zur Salzbildung befähigte saure Funktion;
h) es hat eine zur Salzbildung befähigte basische Funktion; und
i) es hat ein Molekulargewicht von etwa 1875, bestimmt durch massenspektrometrische Analyse unter Anwendung
schnellen Atombeschusses (FAB) als Ionenquelle (zur FAB-Massenspektrometrie vgl. z.B. M.Barber u.a.,
Nature, Bd. 293, Nr. 5830 (1981), S. 270-275).
Faktor 2 von Teichomycin A2 ist ein weißes amorphes Pulver,
das beim Erhitzen bei 2100C anfängt, dunkel zu werden,
und"250°C vollständig zersetzt ist, und das die folgenden Eigenschaften aufweist:
a) es ist frei löslich in Wasser bei einem pH-Wert >7,0 oder in Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid und Propylenglykol
bei einem pH-Wert -£2,0;
etwas löslich in Methylglykol und Glycerin; schlecht löslich in Methanol und Ethanol; und
ziemlich unlöslich in Chloroform, Benzol, n-Hexan, Acetonitril, Ethylether, Aceton, Ethylacetat und
Tetrachlorkohlenstoff;
b) es hat ein UV-Absorptionsspektrum, das in Figur 4 der Zeichnungen gezeigt ist, mit den folgenden Absorptionsmaxima:
- in 0,1N Chlorwasserstoffsäure:
/) 278 nm (E^% = 48)
" max 1cm
- in Phosphatpuffer pH 7,4:
λ 278 nm (e]% = 49,0)
max 1cm '
- in 0,1N Natriumhydroxid:
h 297 nm (e]% = 70,0);
max 1cm ' ''
ORIGINAL INSPECTED COPY
c) es hat ein IR-Absorptionsspektrum in Mujol, das in
Figur 5 der Zeichnungen gezeigt ist, mit den folgenden bemerkbaren Absorptionsmaxima: 3700-3100, 2960-2860(NuJoI
1645, 1590, 1510, 1460 (Nujol), 1375 (Nujol), 1300, 1260,
1230, 1180, 1150, 1060, 1025, 970, 890, 845, 815 und
720 (Nujol); :
d) es hat eine Elementaranalyse nach vorheriger Trocknung der Probe bei etwa 1400C unter inerter Atmosphäre
(%j4w=9,8) mit der folgenden ungefähren prozentualen
Zusammensetzung (Durchschnitt): Kohlenstoff 56,15 %; Wasserstoff 5,15 %; Stickstoff 6,30 %; Chlor 3,90 %;
und Sauerstoff (durch Differenz) 28,50 %;
e) es hat eine Re tent ions ze it (t_,) von 22,6 Minuten bei
Analyse durch Umkehrphasen-HPLC unter Anwendung einer
(R)
5 μ Zorbax ODS-Säule und Eluierung mit einem linearen(
5 μ Zorbax ODS-Säule und Eluierung mit einem linearen(
- Gradienten von 0 % bis 50 % an Lösung B in Lösung A in
40 Minuten (Lösung A: 25 mM NaH2PO4/Acetonitril (9/1), :
gepuffert bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH; Lösung B: :
25 mM NaH2PO4/Acetonitril (3/7), gepuffert bei pH 6,0 !
mit 0,1N NaOH) mit einer Fließgeschwindigkext von 2 ml/Min.; (interner Standard: 3,5-Dihydroxytoluol
t_, 8,84 Minuten) ;
25
25
f) in dem 270 MHz H NMR-Spektrum (das gesamte Spektrum ist
in Figur 6 der Zeichnungen gezeigt), aufgetragen in DMSO-dfi mit Zusatz weniger Tropfen an D^O (Konzentration
25 mg/0,5 ml) (TMS als interner Standard: 6= 0,00 ppm) erscheinen die folgenden Gruppen von Signalen:
0,7-1,5 (m); 1,8-2,2 (m); 2,7-4,5 (m); 4,6-5,7 (m); und
6,2-8,1 (m);
BAD ORIGINAL COPY
- in Phosphatpuffer pH 7,4: 30 *max 278 nra <Eicm = 50'8)
- in 0,1N Natriumhydroxid: * max 297nm (i
- 24 -
g) es weist eine zur Salzbildung befähigte saure Funktion auf; ;
h) es weist eine zur Salzbildung befähigte basische Funktion
auf; und
5
5
i) es hat ein Molekulargewicht von etwa 1877, bestimmt durch
FAB-Massenspektrometrie.
Faktor 3 von Teichomycin A2 ist ein weißes amorphes Pulver,
das beim Erhitzen bei 2050C anfängt, sich zuzersetzen, und
bei 2500C vollständig zersetzt ist, und hat die folgenden
Eigenschaften:
a) es ist frei löslich in Wasser bei einem pH ^»7,0 oder
in Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid und Propylenglykol bei einem pH-Wert
<:2,0;
etwas löslich in Methylglykol und Glycerin; schlecht löslich in Methanol und Ethanol; und ziemlich unlöslich in Chloroform, Benzol, n-Hexan, Acetonitril, Ethylether, Aceton, Ethylacetat und Tetrachlorkohlenstoff;
etwas löslich in Methylglykol und Glycerin; schlecht löslich in Methanol und Ethanol; und ziemlich unlöslich in Chloroform, Benzol, n-Hexan, Acetonitril, Ethylether, Aceton, Ethylacetat und Tetrachlorkohlenstoff;
b) es hat ein UV-Absorptionsspektrum, das in Figur 7 der Zeichnungen gezeigt ist, mit den folgenden Absorptions-
25 maxima:
- in 0,1N Chlorwasserstoffsäure:
* 278 nm (E!cm = 49'2) '
COPY
c) es hat ein IR-Absorptionsspektrum in Nujol, das in
Figur 8 der Zeichnungen gezeigt ist, mit den folgenden bemerkbaren Absorptionsmaxima: 3700-3100, 2960-2850
(Nujol); 1645, 1590, 1510, 1460 (Nujol), 1375 (Nujol); 1300, 1230, 1180, 1150, 1120, 1060, 1030, 970, 890,
845, 820, 800, und 720 (Nujol·);
d) es hat eine Elementaranalyse nach vorheriger Trocknung der Probe bei etwa 1400C unter inerter Atmosphäre
(I 4 w = 12,0) mit der folgenden ungefähren prozentualen
Zusammensetzung (Durchschnitt): Kohlenstoff 56,26 %; Wasserstoff 5,20 %; Stickstoff 6,69 %; Chlor 3,95 %;
und Sauerstoff (durch Differenz) 27,90 %;
e) es hat eine Retentionszeit (t„) von 23,3 Minuten bei
Analyse durch Umkehrphasen-HPLC unter Anwendung einer
(R)
5 μ Zorbax ODS-Säule und Eluierung mit einem linearen Gradienten von 0 % bis 50 % an Lösung B in Lösung A in 4 0 Minuten (Lösung A: 25 mM NaH3PO4/Acetonitril (9/1), gepuffert bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH; Lösung B: 25 mM NaH3PO4/Acetonitril (3/7), gepuffert bei pH 6,0 in 0,1N NaOH) mit einer Fließgeschwindigkeit von 2 ml/Min, (interner Standard: 3,5-Dihydroxytoluol
5 μ Zorbax ODS-Säule und Eluierung mit einem linearen Gradienten von 0 % bis 50 % an Lösung B in Lösung A in 4 0 Minuten (Lösung A: 25 mM NaH3PO4/Acetonitril (9/1), gepuffert bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH; Lösung B: 25 mM NaH3PO4/Acetonitril (3/7), gepuffert bei pH 6,0 in 0,1N NaOH) mit einer Fließgeschwindigkeit von 2 ml/Min, (interner Standard: 3,5-Dihydroxytoluol
tD 8,84 Minuten);
f) in dem 2 70 MHz H NMR-Spektrum (das gesamte Spektrum ist in Figur 9 der Zeichnungen gezeigt), aufgetragen in DMSO-d6 mit Zusatz weniger Tropfen an D2O (Konzentra 2 5 mg/0,5 ml) (TMS als interner Standard 6 = 0,0 0 ppm) erscheinen die folgenden Gruppen von Signalen:
f) in dem 2 70 MHz H NMR-Spektrum (das gesamte Spektrum ist in Figur 9 der Zeichnungen gezeigt), aufgetragen in DMSO-d6 mit Zusatz weniger Tropfen an D2O (Konzentra 2 5 mg/0,5 ml) (TMS als interner Standard 6 = 0,0 0 ppm) erscheinen die folgenden Gruppen von Signalen:
0,7-1,5 (m) ; 1,8-2,0 (m) ; 2,7-4,5 (m) ; 4,6-5,7 (m) ;
und 6,2-8,0 (m);
ι g) es hat eine zur Salzbildung befähigte saure Funktion;
h) es hat eine zur Salzbildung befähigte basische Funktion; und
i) es hat ein Molekulargewicht von etwa 18 77, bestimmt
durch FAB-Massenspektrometrie.
Faktor 4 von Teichomycin A2 ist ein weißes amorphes Pulver, .
das beim Erhitzen bei etwa 2100C anfängt, dunkel zu werden,
und bei 2500C vollständig zersetzt ist, und die folgenden
Eigenschaften aufweist:
a) es ist frei löslich in Wasser bei einem pH P>7,0 oder
in Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid und Propylenglykol
bei einem pH <2,0;
etwas löslich in Methylglykol und Glycerin;
schlecht löslich in Methanol und Ethanol; und
ziemlich unlöslich in Chloroform, Benzol, n-Hexan,
Acetonitril, Ethylether, Aceton, Ethylacetat und
Tetrachlorkohlenstoff;
b) es hat ein UV-Absorptionsspektrum, das in Figur 10 der Zeichnungen gezeigt ist, mit den folgenden Absorptionsmaxima
:
- in 0,1N Chlorwasserstoffsäure:
λ max 278 ™ (Elcm = 52'5>
- in Phosphatpuffer pH 7,4:
λ 278 nm (E1 1 % = 52,5)
max 1cm '
- in 0,1N Natriumhydroxid:
^ max 297nm (Eicm= 75'5>'
ORIGINAL INSPECTED
COPY
c) es hat ein IR-Absorptionsspektrum in Nujol, das in
Figur 11 der Zeichnungen gezeigt ist, mit den folgenden I Absorptionsmaxima: 3700-3100, 2960-2840 (Nujol),
1645, 1590, 1510, 1460 (Nujol), 1375 (Nujol), 1300, 1230, 1175, 1140, 1060, 1025, 970, 890, 840, 815 und
720 (Nujol);
d) es hat eine Elementaranalyse nach vorheriger Trocknung ]
der Probe bei etwa 1400C unter inerter Atmosphäre ι
(I 4w = 9,8) mit der folgenden ungefähren prozentualen
Zusammensetzung (Durchschnitt): Kohlenstoff 56,50 %; Wasserstoff 5,10 %; Stickstoff 6,50 %; Chlor 3,80 %;
und Sauerstoff (durch Differenz) 28,10 %; ·
j e) es hat eine Retentionszeit (t_,) von 25,8 Minuten bei
Analyse durch Umkehrphasen-HPLC unter Anwendung einer j
5 μ Zorbax ODS-Säule und Eluierung mit einem linearer;
Gradienten von 0 % bis 50 % an Lösung B in Lösung A : in 40 Minuten (Lösung A: 25 mM NaH2PO4/Acetonitril
(9/1), gepuffert bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH; Lösung B:
25 mM NaH3PO4/Acetonitril (3/7), gepuffert bei pH 6,0 j
mit 0,1N NaOH) mit einer Fließgeschwindigkeit von 2 ml/Min.; (interner Standard: 3,5-Dihydroxytoluol
t_, 8,84 Minuten) ;
f) es hat eine zur Salzbildung befähigte saure Funktion;
g) es hat eine zur Salzbildung befähigte basische Funktion und
h) es hat ein Molekulargewicht von etwa 1891, bestimmt
durch FAB-Massenspektrometrie.
COPY
Faktor 5 von Teichomycin A2 ist ein weißes amorphes
Pulver, das beim Erhitzen bei 2100C anfängt, dunkel zu werden, und bei 2500C vollständig zersetzt ist, und das
die folgenden Eigenschaften aufweist: 5
a) es ist frei löslich in Wasser bei pH >7,0 oder in
Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid und Propylenglykol
bei pH <2,0;
etwas löslich in Methylglykol und Glycerin; 10 schlecht löslich in Methanol und Ethanol; und
ziemlich unlöslich in Chloroform, Benzol, n-Hexan,
Acetonitril, Ethylether, Aceton, Ethylacetat und
Tetrachlorkohlenstoff;
b) es hat ein UV-Absorptionsspektrum, das in Figur 12 der Zeichnungen gezeigt ist, mit den folgenden Absorption
smaxima :
- in 0,1N Chlorwasserstoffsäure:
20 *max 278 ™ (Eicm = 49'6)
- in Phosphatpuffer pH 7,4: ^ 278 i
max
25 - in 0,1N Natriumhydroxid: ^ 297 nm (E'" = 78'8)
max
c) es hat ein IR-Absorptionsspektrum in Nujol, das in Figur
13 der Zeichnungen gezeigt ist, mit den folgenden bemerkbaren Absorptionsmaxima: 3700-3100, 2960-2840
(Nujol), 1645, 1590, 1510, 1460 (Nujol), 1375 (Nujol), 1300, 1230, 1175, 1145, 1060, 1025, 970, 890, 840,
815 und 720 (Nujol);
ORIGINAL INSPECTED COPY
- 29 -
d) es hat eine Elementaranalyse nach vorheriger Trocknung dor Probe bei etwa 1400C unter inerter Atmosphäre
(% Aw = 10,1) mit der folgenden ungefähren prozentualen Zusammensetzung (Durchschnitt): Kohlenstoff 56,60 %;
Wasserstoff 5,05%; Stickstoff 6,6 3 %; Chlor 3,8 5 %; und Sauerstoff (durch Differenz) 27,87 %;
e) es hat eine Retentionszeit (t ) von 26,4 Minuten bei
SS.
Analyse durch Umkehrphasen-HPLC unter Anwendung einer
5 μ Zorbax ODS-Säule und Eluierung mit einem linearen
Gradienten von 0 % bis 50 % an Lösung B in Lösung A in 4 0 Minuten (Lösung A: 25 mM NaH3PO4/Acetonitril
(9/1), gepuffert bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH; Lösung B: 25 mM NaH3PO4/Acetonitril (3/7), gepuffert j
bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH) mit einer Fließgeschwindigkeit von 2 ml/Min.; (interner Standard: 3,5-Dihydroxytoluol
t 8,84 Minuten);
f) es hat eine zur Salzbildung befähigte saure Funktion; 20
g) es hat eine zur Salzbildung befähigte basische Funktion; und
h) es hat ein Molekulargewicht von etwa 1891, bestimmt durch FAB-Massenspektrometrie.
Jeder der Faktoren 1, 2, 3, 4 und 5 von Teichomycin A?
enthält eine saure Funktion, die zur Salzbildung befähigt ist. Die Alkalimetall-, Erdalkalimetall- und pharmazeutisch
vet:L Täglichen Ammoniumsalze der Faktoren 1, J., 3, 4 und b
weitere von Teichomycin A? stellen eine^besondere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dar.
COPY
BAD ORIGINAL
Zu den repräsentativen Alkalimetall- und Erdalkalimetallsalzen gehören die Natrium-, Kalium-, Lithium-,
Calcium- und Magnesiumsalze. Zu den Ammoniumsalzen gehören das Ammoniumsalz, die primären, sekundären oder
tertiären (C1-C.)-Alkylammoniumsalze und die Hydroxy-(C1-C,)-alkylammoniumsalze.
Die Alkali- und Erdalkalimetallsalze werden nach üblichen Verfahren, wie sie gewöhnlich zur Herstellung von Metallsalzen
angewendet werden, hergestellt- Beispielsweise können die Faktoren 1, 2, 3, 4 oder 5 von Teichomycin
Ay in der freien sauren Form in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie z.B. Propylenglykql, gelöst werden, und sodann kann die erhaltene Lösung nach und nach mit etwa
der stöchiometrischen Menge einer geeigneten, ausgewählten Mineralbase versetzt werden.
Das sich bildende Alkali- oder Erdalkalimetallsalz wird
dann durch Ausfällung mit einem Nichtlösungsmittel und Filtration gewonnen.
Diese Salze können auch in einer im wesentlichen wasserfreien Form durch Lyophilisation gebildet werden;
in diesem Fall werden wäßrige Lösungen, die die gewünschten 5 Salze enthalten und aus der Salzbildung der freien sauren
Form mit einem geeigneten, ausgewählten Alkali- oder Erdalkalimetallcarbonat oder -hydroxid in solcher Menge,
daß ein pH-Wert zwischen 7 und 8 erreicht wird,ν von irgendwelchen
unlöslichen Bestandteilen abfiltrj crt und dann
30 lyophilisiert.
Die organischen Ammoniumsalze können entweder durch Zusatz des zweckmäßig ausgewählten Amins zu einer Lösung der
ORIGINAL INSPECTED COPY
freien sauren Form des Faktors 1, 2, 3, 4 oder 5 von Teichomycin A-, in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie z.B. Propylenglykol, und anschließendes Abdampfen des Lösungsmittels und des Überschusses des als Reaktionsmittel
eingesetzten Amins oder auch durch Inberührungbringen der beiden Reaktionsmittel in der minimalen Wassermenge
und anschließendes Ausfällen der erhaltenen Salze durch Zusatz eines Nichtlösungsmittels hergestellt
werden.
Wie bereits ausgeführt wurde, enthält jeder der Faktoren 1,2, 3, 4 und 5 von Teichomycin A- auch eine basische
Funktion, die zur Salzbildung befähigt ist. Ihre pharmazeutisch verträglichen Säureadditionssalze, die auf
an sich bekannte Weise durch Zusammenbringen der reinen einzelnen Faktoren mit einer ziemlich starken Säure,
vorzugsweise mit einer Mineralsäure, hergestellt werden können, stellen eine weitere Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung dar.
Herstellung des Natriumsalzes von Faktor 2 von Teichomycin A-
Eine wäßrige Lösung von 150 mg Faktor 2 von Teichomycin
A2 in 15 ml Wasser wird durch tropfenweise Zugabe von
0,1N NaOH auf einen pH-Wert von 8,0 gebracht. Die erhaltene Lösung wird filtriert, in die Kammer eines
Gefriertrocknungssystems gebracht und gefroren. Nachdem
das Gefrieren abgeschlossen ist, wird die Kammer auf einen Druck von 0,133 mbar evakuiert, und Eis wird
sublimiert, indem man die Heizplatte auf 0°C bringt. Das Verfahren wird fortgesetzt, bis das Produkt fast
trocken (etwa 1 % Feuchtigkeit) ist. Eine Titration einer Lösung des so erhaltenen Natriumsalzes von Faktor 2
COPY
von Teichomycin A~ in 2 5 ml eines Gemiches aus 3 Teilen Methylglykol und 1 Teil H2O mit 0,1N
HCl ergab die Gegenwart von zwei titrierbaren Funktionen, die durch die folgenden pK-Werte gekennzeichnet waren:
pK = 7,03 und pK = 4,78.
Nach dem vorstehenden Verfahren, wobei jedoch von den Faktoren 1, 3, 4 und 5 von Teichomycin A- ausgegangen
wurde, wurden die entsprechenden Natriumsalze erhalten. Eine Bestimmung der Natriummenge in den als Endprodukte
erhaltenen Salzen bestätigte die Bildung eines Mononatriumsalzes.
Die antibakterielle in vitro-Wirksamkeit der Faktoren
15 1, 2, 3, 4, und 5 von Teichomycin A2, die sich als
hauptsächlich wirksam gegenüber grampositiven Bakterien erwiesen, wurde gegen klinische Isolate von Staphylococcen
und Streptococcen unter Anwendung der zweifachen Verdünnungsmethode im Mikrotitersystem bestimmt. Für
Staphylococcen wurde Penassay-Brühe (Difco) verwendet, und für Streptococcen wurde Todd-Hewitt-Brühe (Difco)
verwendet. Über Nacht wurden die Brühenkulturen derart ·
verdünnt, daß das endgültige Inokulum etwa 10 Kolon ien bildende Einheiten pro ml enthielt. Die minimale
Hemmkonzentration (MHK) wurde als die geringste Konzentration bestimmt, die nach einer Inkubation bei
37°C für die Dauer von 18 bis 24 Stunden kein sichtbares Wachstum zeigte. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der
nachstehenden Tabelle II zusammengefaßt:
ORIGINAL INSPECTED BAD
Antibakterielle Wirksamkeit der Faktoren 1, 2, 3, 4 und 5 von Teichomycin A in vitro
CO CO KJ O CO
Mikroorganismus
Anzahl der getesteten Stämme
Teichomycin A,
Faktor
MHK
Teichomycin A,
Faktor 2
Teichomycin A.
Faktor
Teichomycin A,
Faktor
Teichomycin A,
Faktor
| Staphylococcus | aureus |
| Staphylococcus | epidermidis |
| Streptococcus | pyogenes |
| Streptococcus | pneumoniae |
| !treptococcus | faecalis |
| Streptococcus | mitis |
| Streptococcus | salivarius |
| Streptococcus | sanguis |
| Streptococcus | bovis |
| !treptococcus | agalactiae |
5 4 7 6 5 1 1 1 1 1
0,8-1
0,2-1,6 0,05-0,1 0,1-0,2
0,2-0,4
0,025
0,2
0,1 0,4 0,1
0,8-1j6
0,1-1,6
OrO25-O,1
0,05-0f1
0f1-0j4
0,025
0,1-1,6
OrO25-O,1
0,05-0f1
0f1-0j4
0,025
0,2
0,1
0,4
0,1
0,4-0,8 0,2-0,8
0,025-0,05 0r05-0,1 0,1-0,2 0,0125
0t1 0,1 0,2 0,05
0,2-0,8
O?2-Ot8
0,006-0,05 0,05-0,1 0,1-0,4
0,025
0,05
0,05 0,4
0,1
0,2-0,8
0,2-0,8
0,006-0,05
0,05-0,1
0,1-0,4
0,025
0,05
0,05 ··"
♦ » ι
Das Verhältnis der mikrobiologischen Wirksamkeit der einzelnen Faktoren 1, 2, 3, 4 und 5 wurde nach der
Agar-Diffusionsmethode unter Anwendung von S.aureus ATCC 6538 als Keimtest und des Komplexes Teichomycin A-als
Standard bestimmt. Im einzelnen wird eine angemessene Menge von Faktor 1 von Teichomycin A2/ Faktor 2
von Teichomycin A2* Faktor 3 von Teichomycin A?,
Faktor 4 von Teichomycin A2, Faktor 5 von Teichomycin A2
und von dem Komplex Teichomycin A-/ der als Standard
eingesetzt wird, in einer Konzentration von 2000 ug/ml
in Dimethylformamid gelöst. Diese Lösungen werden weiter unter Anwendung von Phosphatpuffer 0,067M
pH 7,4, ergänzt durch 1 % Rinderserum, verdünnt, um die folgenden Konzentrationen bereitzustellen: 2,5, 5,
15 10 und 20 μg/ml.
Dann werden Filterpapierscheiben mit den Probenlösungen getränkt und in regelmäßigen Abständen auf die Oberfläche
von Agarplatten, die mit einer Suspension des Test-Mikroorganismus beimpft sind, gelegt. Die Platten werden
18 Stunden bei 370C inkubiert, und dann werden die Durchmesser
der Inhibierungszonen gemessen. Die erhaltenen
Daten werden in einen Computer eingegeben, um die Wirksamkeit '
der einzelnen Faktoren im Verhältnis zum Komplex zu | berechnen. !
Die erhaltenen Ergebnisse sind nachstehend aufgeführt:
Faktor 1 von Teichomycin A2 841 E/mg
30 Faktor 2 von Teichomycin A- 1086 E/mg
Faktor 3 von Teichomycin A- 1131 E/mg
Faktor 4 von Teichomycin A- 1066 E/mg
Faktor 5 von Teichomycin A- 954 E/mg
Komplex Teichomycin A- 1000 E/mg
ORIGINAL INSPECTED COPY
Die Faktoren 2, 3, 4 und 5 von Teichomycin A~ wurden auch
in durch S.pneumoniae und durch S.pyogenes in Mäusen verursachten experimentellen Infektionen getestet.
Die Versuche wurden im Vergleich mit dem Komplex Teichomycin Ä2 durchgeführt. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der
nachstehenden Tabelle III zusammengefaßt:
Tabelle III Antibakterielle Wirksamkeit in vivo
| Verbindung | ED50 (mg/kg/Tag) s.c. | S.pyogenes L 49 |
| Faktor 2 von Teichomycin A_ |
S.pneumoniae L 44 | |
| Faktor 3 von Teichomycin A_ |
0jl5 (0;13-0,18) | |
| Faktor 4 von Teichomycin A_ |
O?28 (0,22-0,34) | 0.13 (0.11-0.16) |
| Faktor 5 von Teichomycin A2 |
0,27 (Ο}23-Ο?32) | 0;098-(0,073-0Λ11) |
| Komplex Teichomycin A„ |
0jl2 (0,98-0^14) | 0,10 (0j098-0;13) |
| Ojl3 (OjIO-O,15) | 0,18 (-) | |
| O}35 (0,28-0^44) |
Die ungefähre akute Toxizität in Mäusen (i.p.) für die Faktoren 1, 2, 3, 4 und 5 von Teichomycin A-ist
in der nachstehenden Tabelle IV angegeben:
COPY
Tabelle IV Akute Toxizität in Mäusen (i.p.)
Verbindung ungefähre LDc0 (mg/kg)
Faktor 1 von Teichomycin A2 >
1 500 < 2 000
Faktor 2 von Teichomycin A2
> 1 500 <2 000
Faktor 3 von Teichomycin A2
>1 000 < 1 500
Faktor 4 von Teichomycin A2 J 500
< 1 000
Faktor 5 von Teichomycin A2 >
500 C1 000
Nach den vorstehenden Ergebnissen können die Verbindungen der vorliegenden Erfindung, d.h. Faktor 1 von Teichomycin A2,
Faktor 2 von Teichomycin A2/ Faktor 3 von Teichomycin A2 ,
Faktor 4 von Teichomycin A2 und Faktor 5 von Teichomycin A2,
wirksam als wirksame Bestandteile von antimikrobiellen Zubereitungen in der Humanmedizin und Veterinärmedizin
für die Bekämpfung und Behandlung von Infektionskrankheiten, die durch pathogene Bakterien verursacht werden, welche
jempfindlich gegenüber den wirksamen Bestandteilen sind,
eingesetzt werden. In derartigen Behandlungen können diese Verbindungen als solche eingesetzt oder als einzelne
Faktoren verwendet oder auch - unter Berücksichtigung der Ähnlichkeit ihres Wirksamkeitsmusters - in Form von Gemischen
von zwei oder mehreren der fünf Faktoren in jedem Verhältnis
30 . angewendet werden.
Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung können oral örtlich oder parenteral verabreicht werden, wobei jedoch
die parenterale Verabreichung am meisten bevorzugt wird. Je nach dem Verabreichungsweg können diese Verbindungen
zu zahlreichen Dosierungsformen formuliert werden. Zubereitungen für die orale Verabreichung können in Form
von Kapseln, Tabletten, flüssigen Lösungen oder Suspensione vorliegen. Die Kapseln und Tabletten können in bekannter
Weise zusätzlich zu dem wirksamen Bestandteil übliche Träger, wie Verdünnungsmittel, z.B. Lactose, Calciumphospha
Sorbit und dgl., Gleitmittel, z.B. Magnesiumstearat, Talkum, Polyethylenglykol, Bindemittel, z.B. Polyvinylpyrrolidon,
Gelatine, Sorbit, Traganthgummi, Arkaziengummi, Geschmacksstoffe, sowie verträgliche Spreng- und
Befeuchtungsmittel enthalten. Die flüssigen Zubereitungen, die im allgemeinen in Form von wäßrigen oder öligen Lösunge.
oder Suspensionen vorliegen, können übliche Zusatzmittel, z.B. Suspendiermittel, enthalten. Für die örtliche Anwendung
können die Verbindungen der vorliegenden Erfindung auch in geeigneten Formen für die Absorption durch die
Haut, die Schleimhäute der Nase und Zunge oder die Bronchialgewebe hergestellt werden und können zweckmäßig
in Form von flüssigen Sprühpräparaten oder Inhaliermitteln, Pastillen oder Mitteln zum Bepinseln der Zunge vorliegen.
Für die medizinische Behandlung der Augen und Ohren kann die Zubere itung in flüssiger oder halbflüssiger Form
vorliegen. Anwendungsformen für die örtliche Anwendung können in hydrophoben oder hydrophilen Grundlagen als
Salben, Cremes, Lotionen, Anstreichmittel oder Pulver formuliert werden.
0 Zubereitungen für die Injektion können in Formen, wie Suspensionen, Lösungen oder Emulsionen in öligen oder
wäßrigen Trägern vorliegen und können Formulierungsmittel, wie z.B. Suspendiermittel, Stabilisatoren und/oder
COPY
- 3β -·
Dispergiermittel, enthalten. Es kann auch der wirksame |
Bestandteil in Pulverform vorliegen, um zur Zeit der Abgabe mit einem geeigneten Träger, z.B. sterilem Wasser, |
erneut formuliert zu werden. I
Die zu verabreichende Menge des wirksamen Bestandteils hängt von zahlreichen Faktoren, z.B. der Größe und dem
Zustand des zu behandelnden Lebewesens, dem Verabreichungsweg und der Häufigkeit der Verabreichung und dem Grund
10 für die Verabreichung, ab.
Die Faktoren 1, 2, 3, 4 und 5 von Teichomycin A~ sind
im allgemeinen wirksam in einer täglichen Dosis zwischen etwa 0,1 und etwa 20 mg des wirksamen Bestandteils pro
kg Körpergewicht, die gegebenenfalls in zwei Verabreichungen pro Tag unterteilt werden kann. Besonders erwünschte
Zubereitungen sind diejenigen, die in Form von Dosierungseinheiten mit einem Gehalt von etwa 50 bis etwa 2 50 mg/Einheit
hergestellt sind.
Nachfolgend werden repräsentative Beispiele für die Herstellung von pharmazeutischen Zubereitungen gegeben:
,Eine parenterale Lösung wird hergestellt mit
100 mg des Natriumsalzes von Faktor 2 von Teichomycin A2 '
gelöst in 2 ml sterilem Wasser zur Injektion.
Eine parenterale Lösung wird hergestellt mit
250 mg des Natriumsalzes von Faktor 3 von Teichomycin A2
gelöst in 3 ml sterilem Wasser zur Injektion.
Eine Salbe zur örtlichen Anwendung wird hergestellt mit
ORIGINAL !NSPECTED COPY
332G3A2
200 mg Faktor 2 von Teichomycin A2
6 00 mg Polyethylenglykol 4 000 U.S.P. 1,2 g Polyethylenglykol 400 U.S.P.
5 Neben ihrer Wirksamkeit als Medikamente können die
erfindungsgemäßen Verbindungen auch als wachstumsförderndes
Mittel für Tiere eingesetzt werden. Für diesen Zweck wird eine oder werden mehrere der erfindungsgemäßen
Verbindungen oral in einem geeigneten Futter verabreicht. ; Die genaue Konzentration, die angewendet wird, ist diejenige,
die erforderlich ist, um eine das Wachstum fördernde wirksame Menge des wirksamen Mittels bereitzustellen,,
wenn übliche Mengen des Futters verbraucht werden.
Der Zusatz der wirksamen Verbindungen der vorliegenden Erfindung zum Tierfutter wird vorzugsweise so vorgenommen,
daß zunächst ein geeignetes Futtervorgemisch hergestellt
wird, das die wirksamen Verbindungen in einer wirksamen Menge enthält, und dieses Vorgemisch dann in die vollständige
20 Ration eingearbeitet wird.
Es kann auch ein Zwischenkonzentrat oder Futterzusatz, der den wirksamen Bestandteil enthält, in das Futter eingemischt
werden.
Die Art und Weise, in der derartige Futtervorgemische und vollständige Rationen hergestellt und verabreicht werden
können, ist in der Literatur, z.B. in "Applied Animal Nutrition" von W.H. Freedman und Co., S. Francisco,
USA, 1969 oder "Livestock Feeds and Feeding" von O. und B.Books, Corvallis, Oregon, USA, 1977, auf die hier
besonders verwiesen wird, beschrieben.
COPY
BAD ORIGINAL
Leerseite
Claims (11)
1. Im wesentlichen reine, einzelne antibiotische Verbindung
ausgewählt aus Faktor 1 von Teichomycin A2/
Faktor 2 von Teichomycin A2, Faktor 3 von Teichomycin A2, Faktor 4 von Teichomycin A2 und Faktor 5 von
Teichomycin A2, die jeweils durch die folgenden
chemisch-physikalischen Eigenschaften identifizierbar
sind:
Faktor 1 von Teichomycin A2: ein weißes amorphes
Pulver, das beim Erhitzen bei etwa 2200C anfängt,
dunkel zu werden, und bei 255°C vollständig zersetzt ist, welches
a) frei löslich in Wasser bei einem pH-Wert >7,0 oder in Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid
und Propylenglykol bei einem pH-Wert <2,0;
etwas löslich in Methylglykol und Glycerin; 20
schlecht löslich in Methanol und Ethanol und
ziemlich unlöslich in Chloroform, Benzol, η-Hexan,
Acetonitril, Ethylether, Aceton, Ethylacetate und j Tetrachlorkohlenstoff ist; :
b^ ein UV-Absorptionsspektrum mit den folgenden Absorption
smaxima auf v/eist:
- in 0,1N Chlorwasserstoffsäure: »max 278 nm (E1^ = 49,5)
- in 0,1N Chlorwasserstoffsäure: »max 278 nm (E1^ = 49,5)
- in Phosphatpuffer vom pH-Wert 7,4: 278 ™ <Eicm = 50'0)
- in O,1N Natriumhydroxid: 297 ™ (Eicm= 72'Ί)
5 λ max
c) ein IR-Absorptionsspektrum in Nujol mit den folgenden
Absorptionsmaxima aufweist: 3700-3100, 2960-2840 (Nujol), 1645, 1590, 1510, 1460 (Nujol), 1375 (Nujol),
1305, 1230, 1180, 1155, 1060, 1025, 970, 890,
845, 815, 720 (Nujol);
d) eine Elementaranalyse nach vorheriger Trocknung der Probe bei etwa 1400C unter inerter Atmosphäre
(% Aw = 8,5) mit der folgenden ungefähren prozentualen
Zusammensetzung (Durchschnitt): Kohlenstoff 56,70%; Wasserstoff 4,90 %; Stickstoff 6,65 %; Chlor 3,80%;
und Sauerstoff (durch Differenz) 27,95% aufweist;
20 e) eine Retentionszeit (t ) von 21,2 Minuten bei
XV
Analyse durch Hochleistungsflüssigkeitschromatographie
(HPLC) mit Umkehrphase unter Verwendung einer . ·
(R)
5 μ Zorbax ODS-Säule und Eluierung mit einem linearen Gradienten von 0 % bis 50 %an Lösung B in Lösung A in 40 Minuten (Lösung A: 25 mM NaH2PO4/Acetonitril (9/1), gepuffert bei pH 6,0
5 μ Zorbax ODS-Säule und Eluierung mit einem linearen Gradienten von 0 % bis 50 %an Lösung B in Lösung A in 40 Minuten (Lösung A: 25 mM NaH2PO4/Acetonitril (9/1), gepuffert bei pH 6,0
mit 0,1N NaOH;
Lösung B: 25 rrJA NaH3PO4/Acetonitril (3/7) , gepuffert
bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH) mit einer Fließgeschwindigkeit von 2 ml/Min.; (interner Standard: 3,5-Dihydroxy-
toluol tn 8,84 Minuten) aufweist;
f) in dem 2 70 MHz H NMR-Spektrum aufgezeichnet in
Dimethylsulfoxid-dg mit Zusatz einiger Tropfen
an D2O (Konzentration 25 mg/0,5 ml) (TMS als
interner Standard: S = 0,00 ppm) die folgenden
5 Gruppen von Signalen aufweist: 0,8-1,5 (m) ;
1,7-2,3 (m) ; 2,7-4,0 (m) ; 4,0-4,7 (m);
• 4,8-5,8 (m); und 6,2-8,1 (m) ; \
g) eine zur Salzbildung befähigte saure Funktion aufweist; 10
h) eine zur Salzbildung befähigte basische Funktion aufweist; und
i) ein Molekulargewicht von etwa 1875, bestimmt durch FAB-Massenspektrometrie, aufweist;
Faktor 2 von Teichomycin A-: weißes amorphes Pulver,
das beim Erhitzen auf 2100C anfängt, dunkel zu werden, und bei 2500C vollständig zersetzt ist, welches
20
a) frei löslich in Wasser bei einem pH-Wert >7,0 oder in Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid und Propylengiykol
bei einem pH-Wert von £.2;
2 5 etwas löslich in Methylglykol und Glycerin;
schlecht löslich in Methanol und Ethanol; und
ziemlich unlöslich in Chloroform, Benzol, n-Hexan, Acetonitril, Ethylether, Aceton, Ethylacetat
und Tetrachlorkohlenstoff ist;
COPV
b) ein UV-Absorptionsspektrum mit den folgenden Absorptionsmaxima aufweist:
- in 0,1 N Chlorwasserstoffsäure:
λ 278 nm (e]% = 48)
/imax 1cm
- in Phosphatpuffer pH 7,4:
278 nm (Eicm = 49'0)
- in 0,1N Natriumhydroxid: 10 *max 297 nm
<Eicrn = 70'0)
c) ein IR-AbsorptionsSpektrum in Nujol mit den folgenden
beobachtbaren Absorptionsmaxima aufweist: 3700-3100, 2960-2860 (Nujol), 1645, 1590, 1510,
1460 (Nujol), 1375 (Nujol), 1300, 1260, 1230, .
1180, 1150, 1060, 1025, 970, 890, 845, 815, 720 (Nujol);
d) eine Elementaranalyse nach vorheriger Trocknung der Probe bei etwa 1400C unter inerter Atmosphäre
(%Aw = 9,8) mit der folgenden ungefähren prozentualen Zusammensetzung (Durchschnitt) aufweist:
Kohlenstoff 56,15 %; Wasserstoff 5,15 %; Stickstoff 6,30 %; Chlor 3,90 % und Sauerstoff (durch Differenz)
' 28,50 %;
e) eine Retentionszeit (tn) von 22,6 Minuten bei
Analyse durch Umkehrphasen-HPLC unter Anwendung einer
(R)
5 μ Zorbax ODS-Säule und Eluieruny mil·, einem linearen Gradienten von 0 % bis 50 S an Lösung B in Lösung A in 40 Minuten (Lösung A: 25 mM NaH2PO4/ Acetonitril (9/1), gepuffert bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH; Lösung B: 25 mM NaH9PO4 / Ac α ton .i tril (3/7), gepuffert bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH) mit einer Fließ-
5 μ Zorbax ODS-Säule und Eluieruny mil·, einem linearen Gradienten von 0 % bis 50 S an Lösung B in Lösung A in 40 Minuten (Lösung A: 25 mM NaH2PO4/ Acetonitril (9/1), gepuffert bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH; Lösung B: 25 mM NaH9PO4 / Ac α ton .i tril (3/7), gepuffert bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH) mit einer Fließ-
ORIGJNAL INSPECTED COPY
geschwindigkeit von 2 ml/Min.; (interner Standard: 3,5-Dihydroxytoluol tD 8,84 Minuten) aufweist;
f) in dem 270 MHz H NMR-Spektrum aufgezeichnet in Dimethylsulfoxid-dg mit Zusatz weniger Tropfen
an D2O (Konzentration 25 rag/0,5 ml) (TMS als interner
Standard: o= 0,00 ppm) die folgenden Gruppen von Signalen zeigt: 0,7-1,5 (m); 1,8-2,2 (m); 2,7-4,5 (m) ;
4,6-5,7 (m); und 6,2-8,1 (m) ;
10
10
g) eine zur Salzbildung befähigte saure Funktion aufweist;
h) eine zur Salzbildung befähigte basische Funktion
aufweist; und
15
15
i) ein Molekulargewicht von etwa 1877, bestimmt durch
FAB-Massenspektrometrie, aufweist;
Faktor 3 von Teichomycin A2: weißes amorphes Pulver,
20 das beim Erhitzen auf 2050C anfängt, sich zu zersetzen,
und bei 2500C vollständig zersetzt ist, welches
a) frei löslich in Wasser bei einem pH-Wert von >7,0
oder in Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid und Propylen-25
glykol bei einem pH-Wert von <2;
etwas löslich in Methylglykol und Glycerin;
schlecht löslich in Methanol und Ethanol und 30
ziemlich unlöslich in Chloroform, Benzol, η-Hexan,
Acetonitril, Ethylether, Aceton, Ethylacetat und Tetrachlorkohlenstoff ist;
b) ein UV-Absorptionsspektrum mit den folgenden
Absorptionsmaxima aufweist:
in O,1N Chlorwasserstoffsäure
278 nm (Eicm = 49'2)
5 * max
- in Phosphatpuffer pH 7,4:
Ä 278 nm (e]% = 50,8)
max '1cm '
- in 0,1N Natriumhydroxid: h max 297nra (Eicm= 72'7)'·
c) ein IR-AbsorptionsSpektrum in Nujol mit den folgenden
beobachtbaren Absorptionsmaxima aufweist: 3700-3100, 2960-2850 (Nujol); 1645, 1590; 1510;
1460 (Nujol), 1375 (Nujol); 1300, 1230, 1180, 1150, 1120, 1060, 1030, 970, 890, 845, 820, 800, 720 (Nujol);
d) eine Elementaranalyse nach vorheriger Trocknung der
Probe bei etwa 1400C unter inerter Atmosphäre
=12,0) mit der folgenden ungefähren prozentualen Zusammensetzung (Durchschnitt) aufweist:
Kohlenstoff 56,26 %, Wasserstoff 5,20 %; Stickstoff 6,6 9 %; Chlor 3,9 5 %; und Sauerstoff (durch Differenz)
27,90 %;
e) eine Retentionszeit (t ) von 23,3 Minuten bei Analyse
durch Umkehrphasen-HPLC unter Anwendung einer 5μ Zorbax ODS-Säule und Eluieren mit einem linearen
Gradienten von 0 % bis 50 % an Lösung B in Lösung A in 40 Minuten (Lösung A: 25 τηΜ NaH9PO./Acetonitril
(9/1), gepuffert bei pH 6,0 mit 0,1 NaOH; Lösung B: 25 mM NaH2PO4/Acetonitril (3/7) , gepuffert bei pH
6,0 mit 0,1N NaOH) mit einer Fließgeschwindigkeit von
ORIGINAL INSPECTED COPY
2 ml/Min.; (interner Standard: 3,5-Dihydroxytoluol
tD 8,84 Minuten) aufweist;
f) in dem 270 MHz H NMR-Spektrum aufgezeichnet in
DMSO-d,- mit Zusatz weniger Tropfen von D-O
(Konzentration 25 mg/O,5 ml) (TMS als interner
Standard: £ = 0,00 ppm) die folgenden Gruppen von Signalen zeigt: 0,7-1,5 (m); 1,8-2,0 (m);
2,7-4,5 (m); 4,6-5,7 (m); und 6,2-8,0 (m) ; 10
g) eine zur Salzbildung befähigte saure Funktion aufweist;
h) eine zur Salzbildung befähigte basische Funktion
aufweist; und
15
15
i) ein Molekulargewicht von etwa 18 77, bestimmt durch
FAB-Massenspektrometrie aufweist;
Faktor 4 von Teichomycin A-: weißes amorphes Pulver,
das beim Erhitzen bei etwa 2100C anfängt, dunkel zu werden/
und bei 2500C vollständig zersetzt ist, welches
a) frei löslich in Wasser bei einem pH-Wert >7,0 oder
in Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid und Propylenglykol bei einem pH-Wert von <2,0;
etwas löslich in Methylglykol und Glycerin;
schlecht löslich in Methanol und Ethanol und 30
ziemlich unlöslich in Chloroform, Benzol, η-Hexan,
Acetonitril, Ethylether, Aceton, Ethylacetat und Tetrachlorkohlenstoff ist;
COPY
332034Z
b) ein UV-AbsorptionsSpektrum mit den folgenden Absorptionsmaxima
aufweist:
- in 0,1N Chlorwasserstoffsäure:
- in 0,1N Chlorwasserstoffsäure:
^ 278 ™ {Eicm = 52'5)
- in Phosphatpuffer pH 7,4; ^ 278 nm {Elcm= 52'5)
- in 0,1N Natriumhydroxid: 10 ^max 297 ™
<Εί1= 75'5>'"
c) ein IR-Absorptionsspektrum in Nujol mit den folgenden
Absorptionsmaxima aufweist: 3700-3100, 2960-2840 (Nujol), 1645, 1590, 1510,- 1460 (Nujol), 1375 (Nujol·),.
1300, 1230, 1175, 1140, 1060, 1025, 970, 890, 840, 815 und 720 (Nujol);
d) eine Elementaranalyse nach vorheriger Trocknung der Probe bei etwa 1400C unter inerter Atmosphäre
(? 4w = 9,8) mit der folgenden ungefähren prozentualen
Zusammensetzung (Durchschnitt) aufweist: Kohlenstoff 56,50 %; Wasserstoff 5,10 %;
Stickstoff 6,50 %; Chlor 3,80 %; und Sauerstoff (durch Differenz) 28,10 %;
e) eine Retentionszeit (t ) von 25,8 Minuten bei
Analyse durch Umkehrphasen-HPLC unter Anwendung einer
(R)
5μ Zorbax ODS-Säule und Eluierung mit einem linearen
Gradienten von 0 % bis 50 % an Lösung B in Lösung A in 40 Minuten (Lösung A: 25 mM NaH3PO4/Acetonitril
(9/1), gepuffert bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH; Lösung B: 25 mM NaH2PO4/Acetonitril (3/7), gepuffert
bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH) mit einer F Ließgeschwindigkeit
von 2 ml/Min.; (interner Standard:· 3,5-Dihydroxy-
35 toluol tD 8,84 Min.) aufweist;
R BAD ORIGINAL
COPY
— Q —
f) eine zur Salzbildung befähigte saure Funktion aufweist,
g) eine zur Salzbildung befähigte basische Funktion aufweist und
h) ein Molekulargewicht von etwa 1891, bestimmt durch FAB-Massenspektrometrie, aufweist;
Faktor 5 von Teichomycin A2: weißes amorphes Pulver,
das beim Erhitzen bei 2100C anfängt, dunkel zu werden, und bei 2500C vollständig zersetzt ist, welches
a) frei löslich in Wasser bei einem pH-Wert <>7,0 oder |
in Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid und Propylen- j
glykol bei einem pH-Wert<£2,0;
etwas löslich in Methylglykol und Glycerin; schlecht löslich in Methanol und Äthanol und
ziemlich in unlöslich in Chloroform, Benzol, n-Hexan,
Acetonitril, Ethylether, Aceton, Ethylacetat und Tetrachlorkohlenstoff ist;
b) ein UV-Absorptionsspektrum mit den folgenden Absorptionsmaxima aufweist:
- in 0,1N Chlorwasserstoffsäure: 30
ft 278 nm (e]%
max 1 cm
max 1 cm
- in Phosphatpuffer pH 7,4:
»max 278 nm (Eicm = 51'8)
»max 278 nm (Eicm = 51'8)
- in 0,1N Natriumhydroxid:
*max 297 nm (E^ = 78,8);
*max 297 nm (E^ = 78,8);
COPY
332034;;
c) ein IR-Absorptionsspektrum in Nujol mit den folgenden
beobachtbaren Absorptionsmaxima aufweist: 3700-3100, 2960-2840 (Nujol), 1645, 1590, 1510,
1460 (Nujol), 1375 (Nujol), 1300, 1230, 1175, 1145, 1060, 1025, 970, 890, 840, 815 und 720 (Nujol);
d) eine Elementaranalyse nach vorheriger Trocknung der Probe bei etwa 1400C unter inerter Atmosphäre
(% Aw = 10,1) mit der folgenden ungefähren prozentualen
Zusammensetzung (Durchschnitt) aufweist:
Kohlenstoff 56,60 %, Wasserstoff 5,05 %; Stickstoff
6,63 %; Chlor 3,85 %; und Sauerstoff (durch Differenz) 27,87 %;
e) eine Retentionszeit (t„) von 26,4 Minuten bei Analyse
durch Umkehrphasen-HPLC unter Anwendung einer 5μ Zor-
(R)
bax ODS-Säule und Eluierung mit einem linearen
Gradienten von 0 % bis 50 % an Lösung B in Lösung A i
in 40 Minuten (Lösung A: 25 mM NaH^PO4/Acetonitril j
.20 (9/1), gepuffert bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH; j
Lösung B: 25 mM NaH^PO./Acetonitril (3/7), gepuffert j
bei pH 6,0 mit 0,1N NaOH) mit einer Fließgeschwindigkeit;
von 2 ml/Min.; (interner Standard: 3,5-Dihydroxy- !
toluol tD 8,84 Minuten) aufweist;
f) eine zur Salzbildung befähigte saure Funktion aufweist;
g) eine zur Salzbildung befähigte basische Funktion aufweist; und
h) ein Molekulargewicht von etwa 1891 , bestimmt durch FAB-Massenspektrometrie, aufweist;
und deren pharmazeutisch verträgliche Salze.
3 5
COPY
2. Eine im wesentlichen reine, einzelne antibiotische Verbindung ausgewählt aus Faktor 1 von Teichomycin A2,
Faktor 2 von Teichomycin A3 und Faktor 3 von Teichomycin
A2, identifizierbar durch die in Anspruch 1 angegebenen
Eigenschaften, sowie deren Alkalimetall-, Erdalkalimetall-
und pharmazeutisch verträglichen Ammoniumsalze.
3. Im wesentlichen reine, einzelne antibiotische Verbindung, ausgewählt aus Faktor 2 von Teichomycin A2 und dessen
10 pharmazeutisch verträglichen Salzen.
4. Verfahren zur Herstellung einer Verbindung nach Anspruch dadurch gekennzeichnet, daß man Teichomycin A2 in an
sich bekannter Weise durch Umkehrphasenverteilungs- oder Ionenaustauschchromatographie in die einzelnen
Faktoren auftrennt und gegebenenfalls die erhaltenen Verbindungen in die entsprechenden pharmazeutisch verträglichen
Salze umwandelt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß I
man die Auftrennung durch Säulenchromatographie unter ! Anwendung einer Säule aus silaniertem Silikagel und
einer Gradienten-Elution von Acetonitril in verdünnter wäßriger Ammoniumformiatlösung als Entwickler durchführt. |
5 '
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die Säule in einem linearen Gradienten von 10 % bis 20 %
Acetonitril in einer 0,2%igen Ammoniumformiatlösung entwickelt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man bei Gewinnung von Gemischen aus zwei Faktoren aus
der Säule diese durch Umkehrphasen-säulenchromatographie
COPY
unter Anwendung einer Säule aus Octadecylsilan und eines Gemisches aus Acetonitril zu 0,2 %iger wäßriger
Ammoniumformiatlösung im Verhältnis 24:76 als Entwickler
in die einzelnen Faktoren auftrennt. 5
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Herstellung von Faktor 2 von Teichomycin A~
den Komplex von Teichomycin A- in einem Gemisch aus 9 Teilen 0,2%iger Ammoniumformiatlösung und 1 Teil
Acetonitril unter Einstellung des pH-Wertes auf etwa 7,5 durch Zusatz von NaOH löst, die erhaltene Lösung durch
eine Säule aus silaniertem Silikagel leitet, die Säule in einem linearen Gradienten von 10 bis 20 % Acetonitril
in einer 0,2%igen Ammoniumformiatlösung entwickelt, die Fraktionen mit der gleichen HPLC-Profileigenschaft
von Faktor 2 von Teichomycin A2 sammelt, das organische
Lösungsmittel unter vermindertem Druck verdampf, die zurückgebliebene wäßrige Lösung entsalzt, indem man sie
durch eine Säule aus silaniertem Silikagel leitet, die Säule mit Wasser wäscht, sie dann mit einer 50%igen
wäßrigen Acetonitrillösung eluiert, das Eluat auf ein geringes Volumen konzentriert und daraus durch Zusatz
eines Nichtlösungsmittels den reinen Faktor 2 von Teichomycin A2 ausfällt.
9. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Auftrennung durch Säulenchromatographie unter Anwendung
des Diethylaminoethylderivater? von Agarose
als stationäre Phase und Puffcrlösungen oder Gemischen
von Pufferlösungen und nichtwäßrigen, mit Wasser mischbaren Lösungsmitteln als Eluenten durchführt.
ORIGINÄC^INSPECTED BAD ORIGINAL C0PY
* * fl κ * mm
- 13 -
10. Antibiotisches Gemisch, enthaltend 2, 3, 4 oder
alle 5 einzelne Faktoren gemäß Anspruch 1 in jedem Verhältnis.
5
11. Pharmazeutische Zubereitung zur Bekämpfung von Bakterien, enthaltend eine Verbindung nach Anspruch 1 als wirksamen
Bestandteil.
COPY
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