DE3319347A1 - Arzneimittel zur verstaerkung der therapeutischen wirkung von antitumormitteln und deren verwendung - Google Patents
Arzneimittel zur verstaerkung der therapeutischen wirkung von antitumormitteln und deren verwendungInfo
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Description
1. JAPANESE FOUNDATION FOR CANCER RESEARCH, TOKYO-TO/
JAPAN
2. TANABE SEIYAKU CO., LTD., OSAKA-SHI/JAPAN
Arzneimittel zur Verstärkung der therapeutischen Wirkung von Antitumormitteln und deren Verwendung
Die Erfindung betrifft ein Mittel zum Verstärken der
therapeutischen Wirkung von Antitumormitteln, wobei als aktiver Bestandteil Diltiazem oder ein pharmazeutisch
annehmbares Säureadditionssalz davon verwendet wird/ sowie deren Verwendung.
Es ist bekannt, dass Diltiazem (chemische Bezeichnung: d-3-Acetoxy-cis-2,3-dihydro-5-/2-(dimethylamine)ethyl?·
2-(p-methoxyphenyl)-1,5-benzothiazepin-4(5H)-on) eine
wirksame koronarvasodilatorische Aktivität aufweist
und dass es als koronarzirkulationsstimulierendes Mittel wirkt/ jedoch ist es nicht bekannt, dass es
die Antitumoraktivxtät von Antitumormitteln verstärkt.
5 Im allgemeinen können chemotherapeutische Mittel
zur Behandlung von verschiedenen Tumoren, wie Leukämie, Lymphoma und festen Tumoren, nur schwer die
Tumore vollständig heilen, wenn man sie allein verwendet, weil die Tumorzellen unterschiedliche EmpfEndlichkeiten
gegenüber den jeweiligen Antitumormitteln aufweisen, d.h. dass sie heterogen sind. Wenn
ausserdem ein Antitumormittel kontinuierlich angewendet wird, dann entwickelt sich eine Resistenz gegenüber
dem Antitumormittel (erworbene Resistenz). So ist es bekannt, dass Vincaalkaloide, wie Vincristin
und Vinblastin, die aus Vinca Rosea, Apocynaceae oder Doxorubicin aus Kulturen eines Mutanten von
Streptomyces peucetius isoliert worden sind, eine starke Antitumoraktivität gegenüber lymphatischer
Leukämie, myelogener Leukämie und Hodgkin's disease aufweisen, aber die Tumorzellen erwerben eine Resistenz
gegenüber diesen Mitteln, wenn sie während eines längeren Zeitraumes kontinuierlich angewendet werden.
Ein weiteres ernstes Problem bei der therapeutischen Behandlung von Tumor oder Leukämie besteht in der
Kreuzresistenz, die zwischen Antitumormitteln ähnlicher Struktur ausgebildet wird und dadurch wird es erheblich
erschwert, dass ein Antitumormittel die gewünschte therapeutische Wirkung zeigt.
Gründliche Untersuchungen der Erfinder haben nun zu
dem unerwarteten Ergebnis geführt, dass der bekannte Koronarvasodilator, Diltiazem, in Kombination mit
einem Antitumormittel die therapeutische Wirkung des Antitumormittels erheblich verstärkt.
5
Aufgabe der Erfindung ist esf ein Mittel zur Verfügung
zu stellen, mit dessen Hilfe man die therapeutische Wirkung eines Antitumormittels verstärken kann
und wobei der aktive Bestandteil Diltiazem oder ein pharmazeutisch annehmbares Säuresalz davon ist. Eine
weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Antitumorzusammensetzung zur Verfügung zu stellen,
die als aktiven Bestandteil Diltiazem oder ein pharmazeutisch annehmbares Säureadditionssalz davon, sowie
ein Antitumormittel· enthält. Diese und weitere Aufgaben und Vorteile der Erfindung werden dem Fachmann aus
der nachfolgenden Beschreibung ersichtlich.
Das erfindungsgemäss zum Verstärken der Antitumoraktivität eines Antitumormittels verwendete Mittel
enthält als aktiven Bestandteil Diltiazem oder ein pharmazeutisch annehmbares Säureadditionssalz davon.
Durch das Mittel gemäss der vorliegenden Erfindung wird nicht nur die Sensibilität von Tumorzellen, die
keine Resistenz gegenüber Antitumormittel zeigen, sogenannte Virginzellen, verstärkt, sondern auch von
solchen Tumorzellen, die gegenüber dem Antitumormittel resistent sind. Wenn man infolgedessen das erfindungsgemässe
Mittel zusammen mit einem Antitumormittel verwendet, dann kann das Wachstum der Tumor- ·
zellen nahezu vollständig inhibiert werden, unabhängig
davon, ob die Tumorzellen gegenüber dem Antitumormittel
eine Resistenz aufweisen oder nicht. Das heisst, dass dann, wenn ein Antitumormittel allein verwendet
wird, die Tumorzellen, die gegenüber dem Mittel eine Resistenz entwickelt haben, am Leben bleiben und das
Tumorzellenwachstum wieder beginnt. Verwendet man dagegen Diltiazem zusammen mit dem Antitumormittel,
dann zeigen die Tumorzellen, die gegenüber dem Antitumormittel resistent sind, eine stark erhöhte Sensibilität
gegenüber dem Antitumormittel und die Resistenz verschwindet und dadurch kann man das Tumorzellenwachstum
wirksam inhibieren und den Tumor vollständig heilen und ein Rezidiv inhibieren.
Darüber hinaus werden Antitumormittel im allgemeinen in Maximaldosen verwendet, um dadurch die höchste
therapeutische Wirkung zu erzielen, jedoch kann man die Dosis des Antitumormittels vermindern, wenn man
das Antitumormittel zusammen mit dem Mittel gemäss der vorliegenden Erfindung anwendet, weil durch das
erfindungsgemässe Mittel die Sensibilität der Tumorzellen
gegenüber dem Antitumormittel verstärkt wird. Wendet man daher das Antitumormittel zusammen mit
dem Mittel gemäss der Erfindung an, dann kann man die gewünschte Antitumoraktivxtat schon bei niedrigeren
Dosen mit einer geringeren Toxizität erreichen. Bei einem Versuch, bei dem man P 388-Leukämiezellen mit
einer Resistenz gegenüber Vincristin verwendete, muss Vincristin, bei alleiniger Verwendung, in einer
Dosis von 60 ng/ml angewendet werden, um eine 50 %-ige Inhibierung der Tumorzellen zu erreichen. Wenn man
andererseits Vincristin zusammen mit Diltiazem
Λ-
(Hydrochlorid) in einer Konzentration von 35 μΜ oder
100 μΜ anwendet, dann wird eine 50 %-ige Inhibierung der resistenten Zellen schon bei einer Vincristinkonzentration
von 1 ng/ml oder weniger erreicht. Bei einer Versuch, bei dem man P 388-Leukämiezellen mit
einer Resistenz gegenüber Doxorubicin verwendete, musste man Doxorubicin bei alleiniger Verwendung in einer
Dosis von 592 ng/ml anwenden, um eine 50 %-ige Inhibierung der Tumorzellen zu erreichen. Dagegen konnte
man bei Verwendung von Doxorubicin zusammen mit DiI-tiazem
in einer Menge von 100 μΜ eine 50 %-ige Inhibierung der Zellen bei einer Konzentration von etwa 30 ng/ml
erreichen.
Die aktive Verbindung, Diltiazem, kann in Form der freien Base oder eines pharmazeutisch annehmbaren Säureadditionssalzes
davon verwendet werden. Geeignete pharmazeutisch annehmbare Säureadditionssalze sind
Salze mit organischen Säuren, wie Acetate, Oxalate, Malonate, Tartrate, Citrate, Laktate oder Aspartate,
und Salze von anorganischen Säuren, wie das Hydrochlorid, Hydrobromid, Sulfat, Nitrat oder Perchlorat.
Diltiazem oder ein Säureadditionssalz davon kann zusammen mit einer Reihe von Antitumormitteln verwendet
werden, z.B. mit antimetabolischen Antitumormitteln, wie Methotrexate, 6-Mercaptopurine, 5-Fluorouracil,
Ft 207 /d.h. 1-(2-Tetrahydrofuryl)-5-fluorouracil7, Cytosinarabinosid oder Cyclocytisin; antibiotischen
Antitumormitteln, wie Mitomycin C, Bleomycin, AcIacinomycin A, Daunorubicin, Doxorubicin, Chromomycin A3,
-3-
4 '-O-Tetrahydropyrany!.adriamycin oder Actinomycin D;
Antitumor-Pflanzenalkaloiden, wie Vincristin, Vinblastin
oder Vindesin; und Podophyllotoxinderivaten, wie
4'-Demethylepipodophyllotoxin-ß-D-ethyliden-glukosid.
Von diesen Mitteln werden Daunorubicin, Doxorubicin, Vincristin, Vinblastin, 4'-O-Tetrahydropyranyladriamycin,
Vindesin, 4'-Demethylepipodophyllotoxin-ß-D-ethyliden-glukosid
und Aclacinomycin A besonders bevorzugt
mit dem erfindungsgemässen Mittel verwendet.
Die Dosis von Diltiazem oder eines Säureadditionssalzes davon kann, je nach der Verabreichungsart,
dem Alter des Patienten, der Schwere der Erkrankung und auch des damit verwendeten Tumormittels variieren,
liegt jedoch im allgemeinen im Bereich von 1 mg/kg bis 20 mg/kg und vorzugsweise 5 mg/kg bis 15 mg/kg
pro Tag.
Die zusammen mit Diltiazem oder einem Säureadditionssalz davon verwendete Dosis des Antitumormittels ist
nicht kritisch, aber der im allgemeinen angewendete Bereich liegt bei etwa 10 ug bis 30 mg und vorzugsweise
0,005 bis 20 mg und insbesondere 0,01 bis 10 mg, wobei 0,01 bis 3 mg besonders bevorzugt sind. Beispielsweise
wird Methotrexate oral oder intravenös in einer Dosis von etwa 0,05 bis 0,3 mg/kg, 6-Mercaptopurin
oral oder intravenös in einer Dosis von etwa 2,5 mg/kg; 5-Fluorouracil und Ft 205 in einer Dosis
von etwa 5 bis 20 mg/kg bei intravenöser Verabreichung und von etwa 2 bis 5 mg/kg bzw. etwa 5 bis 30 mg/kg
bei der oralen Route angewendet. Cytosinarabinosid
ΆΟ -
oder Cyclocytisin werden intravenös in einer Dosis von etwa 0,8 bis 1,6 mg/kg bzw. etwa 8 bis 20 mg/kg
angewendet. Mitomycin C, Bleomycin oder Chromomycin A^
werden intravenös in einer Dosis von etwa 0,02 bis etwa 0,05 mg/kg, von etwa 0,2 bis 0,4 mg/kg bzw. von
etwa 0,005 bis 0,02 mg/kg angewendet. Actinomycin D wird intravenös in einer Dosis von etwa 10 μg/kg
angewendet. Daunorubicin oder Doxorubicin werden intravenös in einer Dosis von etwa 0,2 bis 3 mg/kg
und Vincristin oder Vinblastin in einer Dosis von 0,01 bis 0,2 mg/kg angewendet.
Diltiazem oder ein pharmazeutisch annehmbares Säureadditionssalz davon sind somit geeignet, um eine
Reihe von malignen Tumoren zu behandeln oder zu verhindern, indem man es zusammen mit einem üblichen
Antitumormittel einem Warmblüter, einschliesslich dem Menschen, der von einem malignen Tumor befallen
ist, verabreicht.
Diltiazem oder ein Säureadditionssalz davon und das Antitumormittel können in jeder möglichen pharmazeutischen
Zubereitung verabreicht werden. Beispielsweise kann man beide Mittel oral oder parenteral verabreichen.
Sie können in kombinierter Form oder auch getrennt verabreicht werden. Im letzteren Fall, d.h.
bei einer getrennten Verabreichung, können sie in der gleichen Dosierungsform oder in einer unterschiedlichen
Dosierungsform vorliegen. Bei einigen Antitumormitteln können sowohl Diltiazem oder ein Säureadditionssalz
davon und das Antitumormittel oral verabreicht werden oder das Antitumormittel wird parenteral
verabreicht und Diltiazem oder ein Säureadditionssalz davon wird oral verabreicht. Antitumormittel werden
im allgemeinen absatzweise oder kontinuierlich verabreicht, wobei man ihre Wirkung und Toxizität berücksichtigen
muss, aber auf jeden Fall kann das erfindungsgemässe Mittel eine Verstärkung der Antitumoraktivität
des Antitumormittels bewirken.
Diltiazem oder ein Säureadditionssalz davon und
das Antitumormittel können in üblichen Zubereitungsformen und in Mischung mit üblichen pharmazeutisch annehmbaren
Trägern oder Verdünnungsmitteln angewendet werden. Die pharmazeutisch annehmabren Träger oder
Verdünnungsmittel für die Zubereitung von Diltiazem oder einem Säureadditionssalz davon und für die orale
Verabreichung von AntitumormitteIn schliessen beispielsweise
Bindemittel (z.B. Sirup, Gummiarabikum, Gelatine, Sorbit, Tragacanth, Polyvinylpyrrolidon,
etc.), Verdünnungsmittel {z.B. Laktose, Saccharose, Maisstärke, Kaliumphosphat, Sorbit, Glyzin, etc.),
Schmiermittel (z.B. Magnesiumstearat, Talkum, PoIyethylenglykol,
Siliziumdioxid, etc.), Zerfallsmittel (z.B. Kartoffelstärke, etc.), Befeuchtungsmittel
(z.B. Natriumlaurylsulfat, etc.) ein. Die Zubereitungen
können als übliche pharmazeutische Zubereitungen in Form von Tabletten, Pillen, Pulvern, Kapseln und
Granulaten vorliegen.
Für parenterale Verabreichungen kann man sie in Form von Injektionen oder als Tropfinfusionen in Mischung
mit destilliertem Wasser, mit physiologischer Kochsalz lösung oder wässrigen Glukoselösungen anwenden oder
in Form einer Suspension, Dispersion oder Emulsion in Mischung mit Glyzerin, Propylenglykol, einfachem
Sirup, Ethanol, Fettölen, Ethylenglykol, Sorbit und dergleichen.
5
5
Bei den pharmazeutischen Zubereitungen von Diltiazem oder einem pharmazeutisch annehmbaren Säureadditionssalz
davon für die Verwendung als Verstärkungsmittel der Antitumoraktivität eines Antitumormittels, wird
das Diltiazem oder ein Säureadditionssalz davon in einer Menge von 10 bis 120 mg, vorzugsweise 20 bis
100 mg, in einer Dosierungseinheit einverleibt. Bei der Zubereitung, die Diltiazem oder ein pharmazeutisch
annehmbares Säureadditionssalz davon und ein Antitumormittel
enthält, d.h. bei einer Antitumorzusammensetzung, wird Diltiazem oder ein Säureadditionssalz
davon in einer Menge von 10 bis 120 mg und vorzugsweise 20 bis 100 mg und das Antitumormittel in einer Menge
von 3 μg bis 30 mg, vorzugsweise 0,005 bis 15 mg und
insbesondere 0,003 bis 3 mg in. einer Dosierungseinheit eingebracht.
Das erfindungsgemässe Mittelzum Verstärken der therapeutischen
Wirkung eines Antitumormittels kann zur Behandlung von verschiedenen malignen Tumoren in
Kombination mit einem Antitumormittel verwendet werden. Das Antitumormittel wird, je nach der Art des
Tumors, gewählt, wobei als Tumore beispielsweise in Frage kommen Hodgkin's disease, Reticulosarkom,
akute Leukämie, chronische lymphatische Leukämie, chromische myelogene Leukämie, Multiplemyeloma,
-JA-
Zwölffingerdarmsarcom, Wilms-Tumor, Neuroblatoma,
Rhabdomyosarcoma, Carcinoma Planoepitheliale, Lungenkrebs, Brustkrebs, Eierstock- oder Uteruskrebs, Magenkrebs,
Dickdarmkrebs, häpatischer Krebs, Pankreaskrebs,
Hautkrebs, Blasenkrebs und dergleichen.
Diltiazem oder ein Säureadditionssalz davon können die Aktivität einer Reihe von Antitumormitteln gegenüber
Tumorzellen, die gegenüber dem Mittel resistent sind, verstärken und ist auch wirksam, um die Dosis
des Antitumormittels sowohl bei resistenten als auch
bei nicht-resistenten Tumorzellen zu vermindern und infolgedessen kann man die Toxizität und Nebenwirkungen
von Antitumormitteln bei der Verabreichung an Patienten verringern. Darüber hinaus wird durch Diltiazem
die Antitumoraktivität von Antitumormitteln selbst bei solchen Tumorzellen verstärkt, bei denen eine
Kreuzresistenz gegenüber den Mitteln vorliegt und infolgedessen kann man Antitumormittel verwenden, ohne
dass man die Kreuzresistenz der Tumorzellen gegenüber dem Antitumormittel· berücksichtigen muss, wenn
man das Antitumormittel zusammen mit Diltiazem einem Patienten verabreicht.
Die Erfindung wird in den nachfolgenden Beispielen näher erläutert.
m
·
Leukämiezellen 5
Ein Medium (2 ml), enthaltend P 388-Leukämiezellen
4
(3,0 χ 10 ), die gegenüber Vincristin" (nachfolgend als "VCR" abgekürzt) resistent sind, wird bei 370C in einer feuchten Atmosphäre mit einem Gehalt von 5 % Kohlendioxidgas in einem Kultivierungsrohr inkubiert. Nach 24-stündigem Kultivieren wird eine Lösung von Diltiazem-hydrochlorid und VCR in einer physiologischen Kochsalzlösung zu der Kulturbrühe gegeben und die Mischung wird weiter kultiviert.
(3,0 χ 10 ), die gegenüber Vincristin" (nachfolgend als "VCR" abgekürzt) resistent sind, wird bei 370C in einer feuchten Atmosphäre mit einem Gehalt von 5 % Kohlendioxidgas in einem Kultivierungsrohr inkubiert. Nach 24-stündigem Kultivieren wird eine Lösung von Diltiazem-hydrochlorid und VCR in einer physiologischen Kochsalzlösung zu der Kulturbrühe gegeben und die Mischung wird weiter kultiviert.
Zur Kontrolle wird das oben erwähnte Verfahren wiederholt, wobei jedoch VCR alleine zu der Kulturbrühe
gegeben wird.
Nach 48-stündigem Kultivieren wird die Zahl der Zellen in der Kulturbrühe mit einem Coulter-Zähler gezählt.
Die Wachstumsinhibierende Wirkung wird gemessen, indem man die Konzentration des Mittels und das Wachstumsverhältnis
(Verhältnis der Wachstumsrate in den mit dem Mittel behandelten Zeilen im Vergleich zu der
. Kontrolle) in einer grafischen Darstellung aufträgt und die Konzentration des Mittels (IC50), bei welcher
das Wachstum der Zellen um 50 % inhibiert wird, abliest. Die Ergebnisse sind in der anliegenden Zeichnung gezeigt,
wobei jede Linie die Wachstumsrate von Zellen anzeigt, die (1) mit VCR alleine, (2) mit einer Kombination
von VCR und Diltiazem (10 μΜ), (3) einer Kombination
von VCR und Diltiazem (35 μΜ) und (4) einer Konzentration von VCR und Diltiazem (100 uM) behandelt vjorden
waren.
Beispiel 2 10
den_sind
Weibliche CDF1-MaUSe mit einem Gewicht von 20 bis 23 g
(eine Gruppe: jeweils 5 Mäuse) wurden intraperitoneal mit einer verdünnten Ascitesflüssxgkext, enthaltend
VCR-resistente P 388-Leukämiezellen (1 χ 106) inokuliert.
Getrennt davon wurden zwei Lösungen von VCR und Diltiazem-hydrochlorid in einer 0,9 %-igen wässrigen
Kochsalzlösung hergestellt und miteinander vermischt. Die Mischung wurde intraperitoneal den Mäusen
in einer Dosis von 0,01 ml/g Körpergewicht während 10 Tagen nach dem Inokulieren der Leukämiezellen verabreicht.
25
25
Die Antitumorverstärkungswirkung wird durch das Verhältnis: T/C und T/V , entsprechend den nachfolgenden
Gleichungen, bewertet.
Mittel der Überlebenstage der behandeltem Gruppe
T/C = χ
Mittel der Überlebenstage der unbehandelten Gruppe
Mittel der Überlebenstage der sowohl mit dem Antitumormittel als
auch mit Diltiazem behandelten Gruppe
T/V = x
Mittel der Überlebenstage der mit VCR allein behandelten Gruppe
Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
• ο *■ · ff
| verabreichtes Mittel | Diltiazem HCl (mg/kg) |
Antitumor-verstärkende Wirkung | T/C | T/V |
| VCR (W/kg) |
- | Überlebenszeit (Tage) |
100 | - |
| 100 | 11,4 ± 1,2 | 104 ' | - | |
| - | - | 11,8 + 0,4 | 93 | 100 |
| 30 | 60 | 10,6 ± 2,1 | 104 | 111 |
| 100 | 80 | 11,8 ± 1,9 | 121 | 130 |
| 200 | 100 | 13,8 + 2,3 | 107 | 115 |
| 125 | 12,2 + 1,3 | 119 | 125 | |
| - | 13,6 ± 1,9 | 95 | 100 | |
| 60 | 10,8 + 1,3 | 121 | 128 | |
| 80 | 13,8 ± 1,7 | 126 | 133 | |
| 100 | 14,4 ± 1,5 | 132 | 139 | |
| 125 | 15,0 + 0,9 | 132 | 139 | |
| - . | 15,0 + 1,5 | 109 | 100 | |
| 60 | 12,4 ± 1,0 | 130 | 119 | |
| -80 | 14,8 + 1,2 | 130 | 119 | |
| 100 | 14,8 ± 0,7 | 139 | 127 | |
| 125 | 15,8 ± 0,7 | 149 | 137 | |
| 17,0 ± 1,2 |
·» β ι» tf
5 §en_sind
Weibliche CDF«-Mäuse mit einem Gewicht von 20 bis 23 g (1 Gruppe: 5 Mäuse) wurden intraperitoneal mit
einer verdünnten Ascitesflüssigkeit, enthaltend P 388-Leukämiezellen (1 χ 10 ), die gegenüber Doxorubicin
resistent sind (nachfolgend als "ADM" bezeichnet) inokuliert. Getrennt davon wurden zwei Lösungen von
ADM und Diltiazem-hydrochlorid in 0,9 %-iger wässriger Kochsalzlösung hergestellt und dann vermischt.
Die Mäuse wurden in gleicher Weise wie in Beispiel 2 behandelt und die antitumorverstärkende Wirkung von
Diltiazem bei ADM wird in gleicher Weise bewertet.
Die Ergebnisse werden in Tabelle 2 gezeigt. 20
| • e · β 9 · |
• a · · * * * N · 9 ο · |
| - +8 - | |
| Tabelle | 2 |
| verabreichtes Mittel | Diltiazem HCl (mg/kg) |
Antitumor-verstärkende | ± 0,5 | T/C | Wirkung |
| VCR (mg/kg) |
- | Uberlebenszeit (Tage) |
± 0 | iod | |
| - | 125 | 12,6 | + 0,8 | 103 | |
| - | - | 13,0 | 1 2,4 | 108 | |
| 80 | 13,6 | ± 0,4 | 129 | ||
| 0,5 | 100 | 16,2 | ± 0,8 | 121 | |
| 125 | 15,2 | ± 0,7 | 124 | ||
| M | - | 15,6 | ±0,4 | 117 | |
| 1,» | 80 | 14,8 | + 0,6 | 125 | |
| 100 | 15,8 | 1 1,7 | 127 | ||
| 125 | 1630 | 1 1,2 | 140 | ||
| - | 17,6 | 1 1,2 | 116 | ||
| 80 | 14,6 | ± 0,7 | 129 | ||
| 100 | 16,2 | ± 1,8 | 129 | ||
| 125 | 16,2 | 141 | |||
| 17,8 | |||||
| T/V | |||||
| - | |||||
| - | |||||
| 100 | |||||
| 119 | |||||
| 112 | |||||
| 115 | |||||
| 100 | |||||
| 107 | |||||
| 108 | |||||
| 119 | |||||
| 100 | |||||
| 111 | |||||
| 111 | |||||
| 121 |
- Ar-
Beispiel 1 wird wiederholt, wobei jedoch P 388-Leukämiezellen
verwendet werden, die keine Resistenz oder die Resistenz gegenüber VCR und ADM aufweisen und
wobeu humane Leukämiezellen K562 als Tumorzellen verwendet werden und VCR und ADM allein oder zusammen
mit Diltiazem-hydrochlorid angewendet werden. Die Konzentration der Mittel für eine 50 %-ige Wachstumsinhibierung
wurde, wie vorher angegeben, gemessen.
Die Ergebnisse werden in Tabelle 3 gezeigt (hinsichtlich der Daten von ADM) und in Tabelle 4 (hinsichtlich
der Daten von VCR). Aus diesen Tabellen geht hervor, dass die Antitumoraktivität der Mittel durch
Diltiazem verstärkt wird, unabhängig davon, ob die
20 Tumorzellen resistent oder nicht-resistent sind.
Verstärkungseffekt von ADM
| Diltiazem (ßli) |
P388 | Verstär- . kungswirk. |
P388/ÄDM | Verstär- kungswirk. |
| 0 10 35- 100 |
IC50 (ng/ml) | 1 1,3 M 1>7 |
IC50 (hg/ml) | 1 4,5 lljO· 19,3 |
| 10,0 ± 2,1 7,7 + 3,6 6,9 ± 0,7 6,0 ± 0,4 |
592 ± 76,8 133 ± 18?4 53,7 ± 3,1 30,7 + 4,1 |
Verstärkungseffekt von VCR
| Diltiazem | P388 | Verstär- kungswirk. |
K562 T | Verstär- kungswirk. |
P388/VCR | Verstär- kungswirk. |
K562/VCR | Verstär- kungswirk. |
| O 10 35 100 |
IC50 (ng/ml) | 1 3,4 4,2 |
IC50 (ng/ml) | 1 2,3 3,4 |
IC50 (ng/ml) | 1 28,8 54,0 |
IC50 (ng/ml) | 1 8,7 ♦ 48,8 77^,8 |
| Diltiazerr | 1,88 ± 0,13 1,43 ± 0,12. 0,56 ± 0,06 0,45 -± 0,02 |
2., 33 ± 0,24 1,52 ± 0,09 1,00 ± 0,17 0j69 t 0,10 |
29,7 ± 2,87 3,07 + 0,09 1,03 ± 0,06 0,55 ± 0,17 |
200 ± 16,3 23 ± 2,16 4,1 ± 0,36 2,57- ±0,41 |
||||
| 0 10 35 100 |
- 21-
Beispiel 5 ^tit\mgrverstärkende_Wirkun2_Yon_Diltiazem__bei
Die antitumorverstärkende Wirkung von Diltiazem bei VCR wurde in B^-Melanoma-Tumorzellinien (B1 ,.-Mischung,
F1Qf F., B2 und BL-6) und Colon 26-Tumorzellinien
(C-g-Mischung, NL-33, N-1, N-5 und KL-2) untersucht.
Der Versuch wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 2 durchgeführt, wobei die Tumorzellen 24 Stunden kultiviert
wurden und nach Behandlung mit dem Mittel die Kultivierung 72 Stunden fortgesetzt wurde und wobei
15 der IC™ in gleicher Weise gemessen wurde.
Die Ergebnisse werden in Tabelle 5 gezeigt.
| Diltiazem (/ίΜ) |
ΒΊ- Melanomazellen* Ib |
B1 g. mix | F10 | Fl | B2 | BL-6 | Colon 26 Tumorzellen* | C26 mix | NL-33 | N-I | N-5 | KL-2 |
| O | 2,6. ± 0,87 (1,0) |
7,4 + 0,6 (1,0) |
8,6 + 3,8 (1,0) |
5,15 ± 0,64 (1,0) |
5,4 ± 0,2 (1,0) |
17,8 ± 2,6 (1,0) |
35,8 ± 2,6 (1,0) |
25,4 ± 2,3 (1,0) |
15,8 + 0,3 (1,0) |
11,0 ± 0,3 (1,0) |
||
| 10 | 1,75 ± 0 (1,5) |
3,0 ± 0,61 (2,5) |
2,07 ± 0,29 (4,2) |
3,37 ± 0,76 (1,5) |
2,22 + 0,35 (2,5) |
2,65 + 0,50 (6,7) |
16,1 ± 6,3 (2,2). |
4,96 ± 0,56 (5,1) |
5,78 ± 0,45 (2,7) |
2,47 ± 0,02 (4,5) |
||
| 100 | 1,21 ± 0,51 (2,1) |
1,63 ± 0,12 (4,5) |
.0,67 ± 0,11 (12,8) |
1,62 ± 0,28 (3,2) |
1,68 ± 0,18 (3,2) |
1,56 ± 0,19 (11,4) |
5,77 + 0,33 (6,2) |
2,04 ± 0,25 (12,5) |
2,03 ± 0,35 (7,8) |
1,72 ± 0,04 (6,4) |
||
| Diltiazem | ||||||||||||
| 0 | ||||||||||||
| 10 | ||||||||||||
| 35 |
Anmerkung: * Die Zahlen in der Tabelle bedeuten die
IC50-DoSiS (mg/ml) von VCR und die Zahlen in Klammern geben das Verhältnis
der IC50-DoSiS bei den mit sowohl VCR als auch Diltiazem behandelten Gruppen
zu den Gruppen, die mit VCR alleine behandelt wurden, an (d.h., dass hierdurch
der Verstärkungseffekt von Diltiazem ausgedrückt wird.)
10
10
-TA-
Ein 36 Jahre alter männlicher Patient, der subjektive Symptome eines Lymphadenoms in der linken Armbeuge aufwies,
die als Hodgkin's Krankheit (nodulare Sklerosis) durch Biopsie diagnostiziert wurde, wurde in ein Krankenhaus
eingeliefert. Er wurde einer MOPP-Therapie unterzogen (cf. Ann. intern. Med., 73./ 881-895, 1970)
als Fall des klinischen Stadiums IHa (cf. Cancer Research, Bd. 31 (1971), 1860-1861). Das heisst, am
ersten Tag wurde Vincristinsulfat (1,4 mg/m2) und
N-Lost (nitrogen mustard; 6 mg/m2) intravenös injiziert und weiter wurden Procarbazin-hydrochlorid (100 mg/m2)
und Prednison (40 mg/m2) dem Patienten oral verabreicht.
Das Procarbazin-hydrochlorid und das Prednison wurden täglich verabreicht, was während 14 Tagen fortgesetzt
wurde, während das Vincristinsulfat und das N-Lost am ersten und am achten Tag in der gleichen Dosis verabreicht
wurden. Vom 14. bis zum 28. Tag wurden keine Drogen verabreicht. Der vorstehend beschriebene Behandlungszyklus
wurde während etwa 6 Monaten (insgesamt 6 Zyklen) wiederholt, wobei jedoch keine Verringerung
des Lymphadenoms festgestellt werden konnte. Ungefähr einen Monat nach der vorstehend beschriebenen MOPP-5
Therapie wurde dem Patienten Diltiazem-hydrochlorid (90 mg) zusätzlich zu der MOPP-Therapie verabreicht.
Als Ergebnis wurde das Lymphadenom zeitweise beträchtlich reduziert. Obwohl das Lymphadenom nach einem Monat
erneut vergrössert war, wurde es durch Verabreichung von Diltiazem (180 mg/Tag, welches aufgeteilt und dreimal
täglich verabreicht wurde) während 4 Tagen reduziert. Während der Behandlung wurden keine Nebenwirkungen festgestellt.
Die Patientin war eine Frau (36 Jahre alt), die zunächst eine Erhöhung der Leukozyten (9200/μΙ) nach
6 Wochen Schwangerschaft aufwies, wobei bei genauer Untersuchung ein chronisches Myeloplast diagnostiziert
wurde. Ihr wurde zunächst Busulfan (1,4-Butandioldimethansulfonat)
während etwa 1 Jahr verabreicht. Danach zeigten sich Symptome von Geniculararthralgia
rechts, Pyrexie, Zunahme von Splenoma und von Leukozyten und sie wurde in das Krankenhaus eingeliefert.
Im Krankenhaus wurde ihr Vincristin (1 mg/Woche) und Predonisolon (60 mg/Tag) verabreicht. Als Ergebnis
wurde die Zahl der Leukozyten und die Splenoma zeitweilig wieder etwas normalisiert aber sogar nach der
dritten Verabreichung von Vinkristin (1 mg/Woche) nahm die Zahl der Leukozyten und der Splenoma noch zu
und es wurde Diltiazem-hydrochlorid in einer Dosis von 180 mg/Tag) verabreicht, die auf dreimal täglich
aufgeteilt und verabreicht wurde. Die Verabreichung dauerte 4 Tage zusätzlich zu der Verabreichung von
Vincristin (1 mg/Woche) an. Als Ergebnis wurden beide Symptome beträchtlich verbessert und die Wirkung dauerte
während etwa 2 Wochen an. Während der Behandlung wurden keine Nebenwirkungen festgestellt.
Claims (9)
1. JAPANESE FOUNDATION FOR CANCER RESEARCH,
TOKYO-TO / JAPAN
2. TANABE SEIYAKU CO., LTD., OSAKA-SHI / JAPAN
Arzneimittel zur Verstärkung der therapeutischen Wirkung von AntitumormitteIn und deren Verwendung
PATENTANSPRÜCHE
Arzneimittel zur Vestärkung der therapeutischen Wirkung von Antitumormitteln, dadurch gekennzeichnet , dass es als Wirkstoff eine wirksame
Menge von Diltiazem oder ein pharmazeutisch annehmbares Säureadditionssalz hiervon, gegebenenfalls
unter Zufügung üblicher pharmazeutisch annehmbarer Träger oder Verdünnungsmittel enthält.
2. Arzneimittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , dass das Diltiazem oder das
pharmazeutisch annehmbare Säureadditionssalz hiervon in einer Menge von 10 bis 120 mg in einer Do-
5 siseinheit vorliegt.
3. Arzneimittel mit Antitumorwirkung, dadurch gekennzeichnet , dass es eine wirksame
Menge von Diltiazem oder einem pharmazeutisch annehmbaren Säureadditionssalz hiervon und eine wirksame
Menge eines Antitumomittels, gegebenenfalls unter
Zumischung von herkömmlichen, pharmazeutisch annehmbaren Trägern, Verdünnungsstoffen oder anderen Hilfsstoffen
enthält.
4. Arzneimittel mit Antitumorwirkung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet , dass das Diltiazem oder ein pharmazeutisch annehmbares Säureadditionssalz
hiervon in einer Menge von 10 bis 120 mg und das Antitumormittel in einer Menge von
3 μg bis 30 mg in einer Dosiseinheit vorliegt.
5. Arzneimittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , dass das Antitumormittel unter
antimetabolischen Antitumormitteln, antibiotischen Antitumormitteln und Pflanzenalkaloid-Antitumormitteln
ausgewählt ist.
6. Arzneimittel nach Anspruch 3, dadurch g e k e η η zeichnet,
dass das Antitumormittel unter Vincristin, Vinblastin, Doxorubicin, Acrasinomycin A,
4'-Demethylepipodophyllotoxin-ß-D-ethyliden-glukosid,
4'-O-Tetrahydropyranyladriamyein oder Vindesin ausgewählt
ist.
7. Verwendung des Arzneimittels nach Anspruch 1 zusammen
mit einer wirksamen Menge eines Antitumormittels zur Bekämpfung oder Verhinderung von Tumoren bei
Menschen, oder warmblütigen Tieren.
8. Verwendung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , dass das Diitiazem oder dessen
pharmazeutisch annehmbares Säureadditionssalz in einer Dosis von 1 mg/kg bis 20 mg/kg pro Tag vorgesehen
ist.
9. Verwendung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , dass das Antitumormittel ausgewählt
ist unter Vincristin, Vinblastin, Doxorubicin, Acrasinomycin A, 4'-Demethyl-epipodophyllotoxin-ß-D-ethyliden-glukosid,
4'-O-Tetrahydropyranyladriamycin oder Vindesin.
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