DE3319030C2 - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C15/00—Moulding machines characterised by the compacting mechanism; Accessories therefor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Casting Devices For Molds (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verdichten von Gießerei
formsand im Gasdruckverfahren, bestehend aus einem unten durch eine
Modellplatte mit Modell abgeschlossenen Formkasten mit aufgesetztem
Füllrahmen und einem darüber bzw. über dem eingefüllten Formsand an
geordneten Raum, der im Bereich von Millisekunden unter Überdruck ge
setzt wird derart, daß der Formsand bei gleichzeitigem Gasdruckabfall
verdichtet wird.
In neuerer Zeit sind vielfach Versuche unternommen worden, um die her
kömmlichen Rüttel-, Preß- und Schießverfahren, die sich in reiner oder
kombinierter Form für das Verdichten von Formsand bewährt haben, durch
reine Gasdruckformverfahren zu ersetzen, bei denen der Formsand über
das Modell aufgeschüttet und durch einen schlagartigen Gasdruckstoß
auf seine freie Oberfläche verdichtet wird. Dabei sind für die Verdich
tung im wesentlichen zwei Effekte verantwortlich, nämlich einerseits die
Übertragung der kinetischen Energie der Gasdruckwelle auf das Form
sandpaket, dessen Beschleunigung durch Impulsaustausch zwischen
den Formsandpartikeln und die Abbremsung der Partikel auf der Modell
platte und am Modell, andererseits das Eindringen des Gases in das
freie Porenvolumen zwischen den Formsandpartikeln, das zum Fluidi
sieren führt und damit die innere Reibung herabsetzt. Wenngleich die
physikalischen Gesetzmäßigkeiten dieser Art der Verdichtung noch nicht
restlos geklärt sind, geht die Grundforderung jedoch dahin, einen größt
möglichen Druckgradienten, der das Verhältnis des zur Verfügung stehen
den Entspannungsdrucks und der Entspannungszeit wiedergibt, zu erhalten.
Ferner muß ein die freie Formsandoberfläche und die Formsandmasse be
rücksichtigender Gasmassendurchsatz erreicht werden. Bei Einhaltung
optimaler Verfahrensparameter zeigt die fertige Form die höchste Ver
dichtung (Härte) im modellnahen Bereich, die auf die schlagartige Ver
zögerung der beschleunigten Sandpartikel auf dem Modell und der Modell
platte zurückzuführen ist. Die Verdichtung nimmt dann im allgemeinen
zum Formrücken hin ab, wobei der Formrücken selbst meist nicht oder
nur mangelhaft verdichtet ist, so daß der Formsand dort bis zu einer
gewissen Tiefe abgestreift werden muß.
In der konstruktiven Ausführung dieser Verfahren sind im wesentlichen
zwei Wege beschritten worden, die sich durch die Art der Erzeugung
des Gasdruckstoßes unterscheiden. Im ersten Fall (DE-OS 19 61 234,
32 02 395) wird ein unter Druck gesetztes Gas, vorzugsweise Luft,
aus einem Druckspeicher über ein Ventil schlagartig in den Raum ober
halb der Formsandfüllung entspannt, im zweiten Fall (US-PS 31 70 202,
DE-OS 29 49 340) wird dieser Raum mit einem explosionsfähigen Gas
gemisch gefüllt und dieses anschließend zur Zündung gebracht. Bei der
ersten Variante lassen sich ferner Hochdruck- und Niederdruckverfahren
unterscheiden, wobei die Hochdruckverfahren (DE-AS 19 61 234) mit
Speicherdrucken von mehr als 20 bar, die Niederdruckverfahren mit
solchen unterhalb 10 bar arbeiten. Eine Realisierung des Hochdruckver
fahrens ist bisher an dem erheblichen Maschinenaufwand zur Erzeugung
derart hoher Drucke und dem konstruktiven Aufwand zur Beherrschung
dieser Drucke gescheitert. Bei dem kostenmäßig wesentlich günstigeren
Niederdruckverfahren ergeben sich vor allem Probleme bei der Erzielung
eines ausreichend hohen Druckgradienten und Gasmassendurchsatzes,
die große Ventilquerschnitte und extrem kleine Öffnungszeiten erfordern.
Von Vorteil ist bei diesem Verfahren die Reproduzierbarkeit der Druck
verhältnisse und des erzielbaren Verdichtungsergebnisses.
Bei der zweiten Verfahrensvariante ergeben sich zwangsläufig Probleme
bei der Handhabung der explosionsfähigen Gasgemische und der Ablei
tung der Verbrennungsgase. Weitere Schwierigkeiten resultieren aus der
Temperaturentwicklung, die zur Austrocknung des Formsandes vor allem
im Bereich des Formrückens führt. Schließlich hängt das Verdichtungser
gebnis und dessen Reproduzierbarkeit maßgeblich von einer exakten
Mengenkontrolle und der Qualität der Gasmischung ab. Gerade die letzt
genannten Parameter lassen sich kaum exakt einhalten. Ein Teil dieser
Probleme ist dadurch zu beseitigen versucht worden, daß das explosions
fähige Gasgemisch nicht unmittelbar oberhalb der Formsandoberfläche,
sondern in einem gesonderten Raum annähernd drucklos erzeugt und
gezündet wird. Die Druckwelle breitet sich dann über eine offene Leitung
entsprechenden Querschnittes in den Formraum unter Beschleunigung der
dort vorhandenen Luftmassen aus. Indes führt auch diese Modifikation
des Explosionsverfahrens zu keinen endgültig befriedigenden Ergebnissen.
Beiden Verfahren ist der Nachteil gemeinsam, daß oberhalb der Formsand
oberfläche ein relativ großes Totraumvolumen vorhanden ist und das aus
füllende Gas (Luft) einen Teil der freigesetzten Energie absorbiert.
Beim reinen Druckgasverfahren im Niederdruckbereich kommen die ge
nannten Schwierigkeiten bei der Ventilkonstruktion, beim Explosions
verfahren die sich aus der thermischen Reaktion für den Formsand er
gebenden Probleme hinzu.
Aufgrund von der eingangs genannten Vorrichtung, die aus einem unten
durch eine Modellplatte mit Modell abgeschlossenem Formkasten mit
aufgesetztem Füllrahmen und einem darüber bzw. über dem eingefüllten
Formsand angeordneten Raum besteht, der im Bereich von Millisekunden
unter Überdruck gesetzt wird, so daß der Formsand bei gleichzeitigem
Gasdruckabfall verdichtet wird, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Ausführung zu schaffen, die bei geringem konstruktiven Aufwand zu
gleichbleibenden und reproduzierbaren Verdichtungsergebnissen führt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß wenig oberhalb
der Oberfläche der Formsandfüllung eine zumindest zu Beginn der Gas
druckeinwirkung den Formsand von dem Druckgasraum trennende, während
der Druckentspannung frei bewegliche Kolbenplatte angeordnet ist, deren
Umriß etwa dem freie Querschnitt von Füllrahmen bzw. Formkasten ent
spricht und die nach der Verdichtung des Formsandes in ihre Ausgangs
lage rückführbar ist.
Der Abstand zwischen der Oberfläche des Formsandes und der Unterseite
der Kolbenplatte läßt sich definiert einstellen, um einerseits das da
zwischen befindliche Totraumvolumen so gering als möglich zu halten,
andererseits sicherzustellen, daß in dem Totraumvolumen ausreichend
Gas bzw. Luft vorhanden ist, um eine Gasdruckverdichtung und nicht
eine reine Preßverdichtung durch die Kolbenplatte zu erhalten. In dem
wenn auch geringen Totraumvolumen steht ausreichend Gas bzw. Luft
zur Verfügung um den beschriebenen Fluidisierungseffekt zu erreichen.
Für das reine Druckgasverfahren ergibt sich der Vorteil, daß keine auf
wendigen Ventilkonstruktionen erforderlich sind, da das Druckgas un
mittelbar auf die Kolbenplatte zur Wirkung gebracht wird. Für das
Explosionsverfahren ergibt sich der Vorteil, daß die Brenngase mit
ihren nachteiligen Folgen nicht unmittelbar auf den Formsand, sondern
lediglich auf die Kolbenplatte einwirken. Gleichwohl handelt es sich
auch hier aufgrund des Abstandes zwischen Kolbenplatte und Formsand
oberfläche um eine Gasdruckverdichtung. Gegenüber dem bekannten Ver
fahren wird der weitere Vorteil erreicht, daß die Kolbenplatte ihre kine
tische Energie dem Gaspolster in gleichmäßiger Verteilung über den
Formkastenquerschnitt mitteilt, so daß die bei dem bekannten Verfahren
festzustellenden Unregelmäßigkeiten in Form von Kraterbildungen auf der
Formsandoberfläche nicht eintreten, insbesondere weist der Formrücken
auch keine weichen Stellen mehr auf. Die Energieeinsparung gegenüber
den bekannten Verfahren liegt aufgrund der Reduzierung des Totraum
volumens in der Größenordnung von 50%. In ihrer Ausgangslage befindet
sich die Kolbenplatte vorzugsweise in einer Lage unmittelbar oberhalb
der Oberkante des Füllrahmens, so daß sie dessen Bewegungen zusammen
mit dem Formkasten nicht behindert. Damit ist es auch möglich, Form
kasten und Füllrahmen mit Formsand zu füllen, sei es daß dieses
Aggregat nach außerhalb der Vorrichtung verfahren und dort befüllt oder
aber der oberhalb des Füllrahmens befindliche Teil der Vorrichtung zu
sammen mit der Kolbenplatte für den Füllvorgang verfahren wird, bis
Füllrahmen und Formkasten frei liegen. Ferner ist die Kolbenplatte mit
einer Rückholmechanik verbindbar, mittels der sie nach einem Verdich
tungsvorgang aus dem Füllrahmen heraus wieder in ihre Ausgangslage
zurückgeführt wird.
Beim Verdichten mittels eines Explosionsdrucks ist es zwar bekannt,
(US-PS 31 70 202) zwischen dem Formkasten mit der Sandfüllung und
dem Explosionsraum einen Einsatz anzuordnen, der eine Vielzahl von
kolbenartigen Stempeln aufweist, die in der Ausgangslage dem Formsand
aufliegen und die an ihrer Oberseite der Explosionsdruckwelle ausge
setzt sind, doch handelt es sich hier einerseits nicht mehr um eine
Gasdruckverdichtung, da sich zwischen den Stempeln und dem Form
sand kein Gaspolster befindet, andererseits läßt sich eine solche Aus
bildung mit mehreren kleinen Preßkolben praktisch nicht realisieren.
Auch ist schon versucht worden (DE-AS 12 42 802), ein herkömmli
ches Vielstempelpreßhaupt nicht mechanisch oder über ein Druck
mittel, sondern durch eine Gasexplosion anzutreiben, doch sind hier
bei so erhebliche Massen zu beschleunigen, daß entweder entsprechend
brisante Gasladungen oder aber bei geringerer Brisanz entsprechend
große Gasvolumina eingesetzt werden müssen, die zu einem entsprechend
großen Bauaufwand und Platzbedarf führen. Schließlich ist im Labor
maßstab versucht worden ("LITEJNOE PROIZVODSTVO in DEUTSCH"
Jg. 1963, Heft 3, S. 6-9), die Formsandoberfläche durch eine Metall
platte abzudecken, auf die ein Aufschlagkolben wirkt, der durch die
Explosion einer Ladung beschleunigt wird. Hier wird also die kinetische
Energie des Aufschlagkolbens auf die Kolbenplatte übertragen, wobei es
sich wiederum nicht um eine Gasverdichtung, sondern eine Art Preßver
dichtung handelt. Auch diese Ausführung läßt sich bei Formkasten üb
licher Baugröße nicht realisieren.
In bevorzugter Ausführung ist die Kolbenplatte als Freiflugkolben ausge
bildet und in ihrer Ausgangslage lösbar arretiert. Dabei kann die Arretie
rung durch einen Antrieb oder auch durch den oberhalb der Kolbenplatte
einwirkenden Gasdruck freigegeben werden.
Diese Ausführungsform eignet sich insbesondere für das Druckgasver
fahren, indem der Raum oberhalb der Kolbenplatte mit Gas, z. B. Luft,
bis zum Erreichen des geforderten Drucks, der wesentlich unter 20 bar
liegen kann, gefüllt und anschließend die Arretierung gelöst wird, so daß
die Kolbenplatte unter Einspannung des Gasdrucks beschleunigt wird und
zugleich das zwischen ihr und der Formsandoberfläche befindliche Gas
polster auf dem ersten Teil ihrer Bewegung bis auf etwa gleichen Druck
komprimiert, wobei sich dieser Druck auf die Formsandfüllung überträgt
und den Formsand verdichtet. Es hat sich gezeigt, daß hierdurch nicht
nur eine gleichmäßige und reproduzierbare Formhärte erreicht wird, son
dern insbesondere auch der stets erwünschte Formhärtenverlauf über die
Höhe der Form, indem nämlich die Formhärte im modellnahen Bereich
am größten ist und zum Formrücken hin allmählich abnimmt, um für den
Gießvorgang die erwünschte zunehmende Gasdurchlässigkeit nach oben
zu erhalten.
Der Verlauf der Formhärte läßt sich bei der erfindungsgemäßen Vor
richtung weiterhin dadurch günstig beeinflussen und steuern, daß der
Kolbenplatte Dämpfer zugeordnet sind, die sie bei Erreichen eines be
stimmten Verdichtungshubs abbremsen, wobei die Dämpfer gegebenen
falls einstellbar sind.
Auf diese Weise läßt sich die Masse der Kolbenplatte nach einem be
stimmten Hub von der Formsandmasse entkoppeln, so daß ihre kineti
sche Energie am Ende des Verdichtungshubs nicht durch Abbremsen
auf dem schon verdichteten Formsand in Verdichtungsenergie umge
wandelt wird, die möglicherweise zu einer zu großen Härte am Form
rücken führt.
Mit Vorteil weist die Kolbenplatte einen nach unten gezogenen Umfangs
rand auf, so daß an der Unterseite der Platte stets ein Luftpolster vorhan
den ist und vermieden wird, daß die gesamte, vor der Kolbenplatte be
findliche Luft während des Verdichtungsvorgangs seitlich abströmen kann.
Die gleiche Wirkung läßt sich dadurch erreichen, daß die Unterseite der
Kolbenplatte zum Zentrum hin eingezogen ist.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus,
daß die Kolbenplatte Überströmquerschnitte aufweist, die während des
Verdichtungshubs geöffnet werden. Dadurch kann einerseits die Be
schleunigung der Kolbenplatte im Sinne einer Verringerung beeinflußt
werden, indem Druckgas in den Raum vor die Kolbenplatte überströmen
kann. Auch läßt sich die Fluidisierungswirkung auf den Formsand beein
flussen.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel sind die Überströmquerschnitte zwi
schen der Kolbenplatte und der Innenwandung des Füllrahmens vorgese
hen und durch übergreifende Dichtungen am Füllrahmen unter der Ein
wirkung des Druckgases geschlossen. Erst in dem Augenblick, in
welchem die Arretierung gelöst und die Kolbenplatte freigegeben wird,
kommt diese auch von den Dichtungen frei, so daß auch die randseitigen
Überströmquerschnitte freigegeben werden.
Statt dessen ist es auch möglich, die Überströmquerschnitte in der
Kolbenplatte anzuordnen und zumindest in deren Ausgangslage durch
Verschlüsse abzudecken, so daß in der Ausgangslage der volle Druck
auf die Kolbenplatte zur Wirkung kommt. Die Verschlüsse können ent
weder ortsfest sein, so daß sich die Kolbenplatte nach ihrer Beschleu
nigung von ihnen abhebt und der weitere Verdichtungshub im wesent
lichen nur noch aufgrund ihrer kinetischen Energie erfolgt. Es ist aber
auch möglich, die Verschlüsse auf einem Teil des Verdichtungshubs
mitzuführen und erst später abzufangen, so daß sich der Zeitpunkt, zu
dem das Druckgas in den Raum vor die Kolbenplatte überströmen kann,
steuern läßt.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann die Kolbenplatte mit
einem Führungskolben versehen sein, der sich in den Gasdruckraum er
streckt, wobei dieser Führungskolben vorzugsweise hohl, z. B. als
Führungszylinder ausgebildet ist und selbst einen Teil des Gasdruck
raums bildet.
Der Führungszylinder kann entweder die Querschnittsform der Kolben
platte und damit des Füllrahmens oder aber auch kreiszylindrisch aus
gebildet sein, wobei er dann zweckmäßigerweise mit Überströmquer
schnitten versehen ist, die nach dem Beginn des Verdichtungshubs
eine Verbindung zwischen dem Innenraum des Führungszylinders und
dem außerhalb desselben und oberhalb der Kolbenplatte noch freien
Raum herstellen, um den Druck auf die gesamte Kolbenplatte zur Wir
kung zu bringen.
Die vorgenannten Ausführungsformen sind mit gleichbleibenden Vor
teilen sowohl bei Verwendung von Druckgas, als auch bei Verwen
dung eines explosionsfähigen Gasgemisches verwendbar.
Gemäß einem weiteren zweckmäßigen Ausführungsbeispiel ist die Kol
benplatte austauschbar derart, daß ihre Masse und/oder ihre Form an
unterschiedliche Modelle und/oder Formkastenquerschnitte anpaßbar
ist. Die Kolbenplatte kann zu diesem Zweck in einem gesonderten Ein
satz angeordnet sein, der zugleich evtl. Arretierungen aufweist und bei
Modell- bzw. Formkastenwechsel durch einen Einsatz mit anderer Kol
benplatte ersetzt wird.
Wie bereits eingangs angedeutet, ist bei einem Explosionsverfahren die
Gleichmäßigkeit und Reproduzierbarkeit der Verdichtung vor allem von
der Qualität der Mischung der Brenngase, die aus Sicherheitsgründen
erst im Bereich der Vorrichtung erfolgt, abhängig. Bei dem bekannten
Verfahren (DE-OS 29 49 340) ist zu diesem Zweck in der Explosions
kammer ein Ventilator angeordnet, der für eine intensive Mischung
sorgen soll. Hierbei hängt jedoch die Intensität und Qualität der Mischung
nicht nur von der Auslegung des Ventilators, sondern auch von der
Geometrie der Explosionskammer, der Art der verwendeten Gase etc.
ab. Die Erfindung gibt die Möglichkeit, das explosionsfähige Gemisch
unmittelbar oberhalb der Kolbenplatte zu erzeugen und auch zu zünden,
ohne daß dadurch irgendwelche negativen Erscheinungen beim Ver
dichten des Formsandes auftreten. Als besonders effizient und kosten
günstig hat sich ein Mischverfahren erwiesen, bei dem die Gaskom
ponenten in den Raum oberhalb der Kolbenplatte jeweils in einer Drall
strömung eingedüst und durch freiturbulente Strömung gemischt werden.
Dieses an sich bekannte Mischverfahren (DE-OS 15 57 215) hat den Vor
teil, daß es ohne bewegte Mischwerkzeuge mit einem Minimum an
Energieverbrauch auskommt, indem die für die Mischung erforderliche
Bewegungsenergie ausschließlich aus einem extern erzeugten Druckge
fälle der unter geringem Überdruck stehenden Brenngase gezogen wird.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel dieser Alternative der erfindungsge
mäßen Vorrichtung ist in dem Raum oberhalb der Kolbenplatte ein Frei
turbulenzmischer angeordnet, der aus einem unten offenen, sich konisch
nach unten erweiternden und im Bereich der Öffnung eingezogenen Rohr
gebildet ist, das in seinem oberen abgeschlossenen Bereich ringförmig
erweitert ist, wobei die Eintrittsöffnung für wenigstens eine Gaskompo
nente tangential in den Ringraum einmündet. Die andere Gaskomponente
kann entweder von unten her axial oder aber im oberen ringförmigen Be
reich des Mischrohrs tangential, und zwar mit Vorteil entgegen der
Richtung der anderen Gaskomponente eingeblasen werden.
Hierbei ist es möglich, in einem Raum oberhalb des Freiturbulenz
mischers eine Vormischung vorzunehmen und diese dann in den Frei
turbulenzmischer zu entspannen oder aber auch nur eine der Gaskom
ponenten in der für die Explosion notwendigen Menge unter Überdruck zu
speichern und während der Einleitung der anderen Komponente in den
Ringraum des Mischers in diesen überströmen zu lassen.
Nachstehend ist die Erfindung anhand einiger in der Zeichnung jeweils
im Längsschnitt dargestellter Ausführungsformen beschrieben.
In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 zwei Ausführungsformen mit einer lösbaren Arretierung
der Kolbenplatte;
Fig. 2 die Ausführungsformen gemäß Fig. 1 mit Überström
querschnitten in der Kolbenplatte;
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform der Kolbenplatte
mit Führungszylinder;
Fig. 4 eine Ausführungsform der Vorrichtung für das
Explosionsverfahren und
Fig. 5 eine Variante zu Fig. 4 ohne Darstellung der
Kolbenplatte.
In den Zeichnungen ist in schematischer Darstellung eine Modellplatte 1
mit Modell 2 und auf die Modellplatte 1 aufgesetzten Formkasten 3 sowie
ein darauf aufgesetzter Füllrahmen 4 wiedergegeben. Die Modellplatte 1
sitzt auf einem nicht gezeigten Hubtisch, mittels dessen der Formkasten
3 und der Füllrahmen 4 nach dem Aufschütten von Formsand auf das Mo
dell 2 dicht gegen das eigentliche Verdichtungsaggregat 6 gefahren werden
kann. Die Oberfläche der Formsandfüllung ist in Fig. 1 mit 5 bezeichnet.
Das Verdichtungsaggregat 6 besteht aus einem druckfesten Behälter 7, an
dessen Boden 8 ein Rahmen 9 angeflanscht ist, gegen den der Füllrahmen
4 in der Verdichtungsposition angefahren wird. Innerhalb des Rahmens 9
ist eine Kolbenplatte 10 angeordnet, die an ihrer Unterseite 12 einen
nach unten gezogenen Rand 11 aufweist. Auch an der Oberseite der Kolben
platte 10 erstreckt sich ein Rand 13 nach oben. Der Umriß der Kolben
platte 10 bzw. ihres Randes 13 entspricht etwa dem freien Querschnitt
des Füllrahmens 4 und des Formkastens 3.
Die Kolbenplatte 10 ist in ihrer in Fig. 1 gezeigten Ausgangslage arretiert.
Die Arretierung kann beispielsweise (rechte Hälfte der Darstellung) aus
einer Rolle 14 oder einer Kugel bestehen, die unter Wirkung einer Feder
oder aber mittels eines Pneumatikzylinders 15 in eine entsprechende
Ausnehmung am Umfangsrand 13 der Kolbenplatte 10 eingreift. Der Spalt
zwischen dem Umfangsrand 13 der Kolbenplatte 10 und dem Rahmen 9
ist durch eine Dichtleiste 16 geschlossen, die zwischen dem Rahmen 9
und dem Boden 8 des Druckbehälters 7 befestigt ist und der oberen
Stirnseite des Umfangsrandes 13 aufliegt.
Eine andere Ausführungsform der Arretierung und Abdichtung ist in der
linken Hälfte der Darstellung gemäß Fig. 1 gezeigt. Hier handelt es
sich um einen elastischen Wulst 17, der am Rahmen 9 befestigt ist und
eine Druckkammer 18 abschließt. Durch Aufgabe von Druckmittel in die
Kammer 18 wird der elastische Wulst 17 in eine entsprechende Aus
nehmung am Umfangsrand 13 der Kolbenplatte 10 hineingedrückt und
dichtet dabei zugleich den Spalt ab.
In Fig. 1 ist ferner eine Rückholmechanik 19 gezeigt, die ein Druck
mittelzylinder 20 aufweist, dessen Kolbenstange vor dem Verdichtungs
hub ausgefahren ist und an ihrem Ende eine Platte 21 mit Stoßdämpfern
22 trägt. An der Kolbenplatte 10 des Verdichtungsaggregates 6 sind
mehrere Stangen 23 befestigt, die an ihrem oberen Ende wiederum durch
einen Rahmen 24 verbunden sind. An dem Rahmen 24 befinden sich An
schlagprofile 25, die mit den Dämpfern 22 auf der Platte 21 zusammen
wirken.
Die in Fig. 1 gezeigte Ausführungsform dient in erster Linie für die Ver
dichtung mittels eines Druckgases, d. h. der Druckbehälter 7 wird bei der
in Fig. 1 gezeigten Ausgangslage der Kolbenplatte 10 mit einem Druckgas,
z. B. Druckluft, bis maximal 20 bar, vorzugsweise weniger als 8 bar
(Betriebsdruck eines Druckluftnetzes) gefüllt. Nach dem Füllvorgang wird
die Arretierung 14, 15 bzw. 17, 18 gelöst und die Kolbenplatte 10 unter
gleichzeitiger Druckentspannung im Druckbehälter 7 schlagartig beschleu
nigt. Sie komprimiert dabei die zwischen ihrer Unterseite 12 und der Form
sandoberfläche 5 befindliche Luft auf das gleiche Druckniveau. Dies wieder
um führt zur Verdichtung des Formsandes. Der Verdichtungshub der Kol
benplatte 10 wird durch die Dämpfer 22 begrenzt, gegen die die An
schlagprofile 25 des Rahmens 24 anlaufen. Anschließend wird die Kol
benplatte 10 durch Anheben der Platte 21 mittels des Druckmittelzylin
ders 20 wieder in ihre Ausgangsposition angehoben und arretiert.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 sind zwischen dem Um
fangsrand 13 und dem Rahmen 9 Überströmquerschnitte 26 vorhanden,
die in dem Augenblick geöffnet werden, wenn die Kolbenplatte 10 ihren
Verdichtungshub beginnt, da dann die Dichtung 16 oder 17 wirkungslos
werden. Es findet also nach einem gewissen Hub ein Druckausgleich
zwischen dem Raum vor und hinter der Kolbenplatte 10 statt. Dadurch
wird die Kolbenplatte 10 vor allem auf dem letzten Teil des Verdich
tungshubs nicht weiter beschleunigt. Durch entsprechende Einstellung
der Dämpfer 22 kann insbesondere vermieden werden, daß die Kolben
platte 10 gegen Ende des Verdichtungshubs ausschließlich durch den
Formsand abgebremst wird, was in bestimmten Anwendungsfällen zu
einer unerwünschten Härte am Formrücken führt.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 2 unterscheidet sich von der gemäß
Fig. 1 nur dadurch, daß die Überströmquerschnitte 26 in anderer Weise
ausgebildet sind. Die Kolbenplatte 10 weist nämlich in ihrem mittleren
Bereich eine Aussparung 27 auf, in die eine Lochplatte 28 eingesetzt ist.
Das Lochblech 20 ist in der in Fig. 2 gezeigten Ausgangslage durch die
Platte 21 der Rückholmechanik 19 abgedeckt, so daß im Augenblick des
Lösens der Arretierung 14, 15 bzw. 17 zunächst der volle Druck des im
Druckbehälter 7 befindlichen Gases auf die Kolbenplatte wirkt. Nach dem
Abheben von der Rückholplatte 21 findet dann ein Druckausgleich zwischen
dem Druckbehälter 7 und dem vor der Kolbenplatte 10 befindlichen Gas
polster statt, so daß der Beschleunigungsverlauf der Kolbenplatte 10 etwas
schwächer ist und die Kolbenplatte mit geringerer kinetischer Energie auf
den Formsand aufprallt, sofern sie nicht vorher durch die Dämpfer 22 ab
gefangen wird.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 ist in der linken Hälfte der Dar
stellung zunächst eine Variante der Kolbenplatte 10 erkennbar, indem
ihre Unterseite 12 von außen her zum Zentrum hin eingezogen ist. Im
übrigen liegen bei dieser Ausführungsform die Dichtungen 16 gleichfalls
der Unterseite der Kolbenplatte 10 an. In der linken Hälfte der Darstellung
ist eine Arretierung 14, 15 analog der in den Fig. 1 und 2 wiedergegeben,
während die Rückholmechanik 19 lediglich aus einem Druckmittelzylin
der 29, z. B. einem Pneumatikzylinder besteht. Dieser greift entweder
unmittelbar an der Kolbenplatte 10 an (linke Hälfte der Darstellung) oder
weist an seiner Kolbenstange einen Magnetkopf 30 auf, der der Oberseite
der Kolbenplatte 10 anliegt.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 weist die Kolbenplatte 10 einen
Hohlzylinder 31 mit kreisförmigem Querschnitt als Führungszylinder
auf, der in dem zumindest im unteren Bereich entsprechend kreiszylind
rischen Druckbehälter 7 geführt ist. Der Innenraum des Führungszylinders
31 bildet somit zugleich einen Teil des Druckgasraums. Ferner ist der
Führungszylinder 31 mit einer Aussparung 32 versehen, die als Überström
querschnitt wirkt, sobald sie die Unterkante des Druckbehälters 7 erreicht.
In diesem Augenblick ist eine Verbindung zwischen dem Druckgasraum 7
bzw. dem Innenraum des Führungszylinders 31 und dem äußeren Raum
32 im Rahmen 9, der sich oberhalb des äußeren Bereichs der Kolben
platte 10 befindet, hergestellt.
Bei der Ausführungsform in der rechten Hälfte der Darstellung gemäß
Fig. 3 wird nach Füllen des Druckbehälters 7 der Magnet 30 entregt, so
daß die Kolbenplatte 10 beschleunigt wird. Nach Abschluß des Ver
dichtungshubs wird die Kolbenstange des Druckmittelzylinders 29 nach
gefahren, bis der erregte Magnet 30 die Kolbenplatte 10 hält und diese
wieder zurückgeholt werden kann. In der links dargestellten Ausführungs
form wird nach Füllen des Druckbehälters 7 die Arretierung 14, 15 (wie
bei Fig. 1 und 2) gelöst. Der Druckmittelzylinder 29 kann hierbei gleich
zeitig als Dämpfer eingesetzt werden, indem sich darin mit zunehmen
dem Verdichtungshub ein Druckpolster aufbaut, das die Kolbenplatte 10
abbremst. Zum Zurückführen der Kolbenplatte 10 wird der Druckmittel
zylinder 29 in umgekehrter Richtung beaufschlagt.
In Fig. 4 ist eine Ausführungsform der Vorrichtung bei Anwendung
eines explosionsfähigen Gasgemisch gezeigt. Die Kolbenplatte 10
weist wiederum einen Führungszylinder 31 auf, dessen Innenraum Teile
der von dem Druckbehälter 7 umschlossenen Explosionskammer 33 bildet.
Die Explosionskammer 33 weist ferner eine Abblasöffnung 34 und eine
Zündeinrichtung 35 auf. Auf den Druckbehälter 7 ist bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel ein kleinerer Speicherbehälter 36 aufgesetzt, in
den über die Anschlüsse 37, 38 die für einen Verdichtungshub notwen
digen Mengen der Gaskomponenten unter geringem Überdruck getrennt
eingeführt werden. In der Explosionskammer 33 ist ein Freiturbulenz
mischer 39 angeordnet, der im wesentlichen aus einem sich zunächst
konisch erweiternden Mischrohr 40 großen Durchmessers besteht. Das
Mischrohr 40 ist im Bereich der unteren Öffnung 41 auf einem kurzen
Abschnitt 42 nach innen eingezogen. Im oberen Bereich erweitert sich das
Mischrohr 40 zu einem zylindrischen Ring 43, in den ein oder mehr Lei
tungen 44 tangential und ggfls. einander entgegengerichtet einmünden.
Diese Leitungen 44 sind über eine Ringleitung und eine Sammelleitung
45 mit dem Speicher 36 verbunden und durch ein Ventil 46 gegenüber
diesem abgeschlossen. Nach Öffnen des Ventils 46 strömt das vorge
mischte Gas aus dem Speicher 36 und die Leitungen 44 in einer Drall
strömung in den oberen Bereich 43 des Freiturbulenzmischers 39 ein. Es
bildet sich eine nach unten verlaufende Spiralströmung entlang der Wan
dung des Mischrohrs 40 aus, während zugleich im Zentrum der Öffnung
41 ein Teil des Gases zurückströmt. Ein bestimmter Anteil des Gases
tritt aus der Öffnung 41 in die Explosionskammer 33 aus. Nach Erreichen
des Druckausgleichs zwischen Speicher 36 und Explosionskammer 33
wird das Gemisch gezündet und die Kolbenplatte 10 beschleunigt.
Eine Variante des Freiturbulenzmischers 39 ist in Fig. 5 gezeigt. Hier ist
der Freiturbulenzmischer 39 in einem neben dem eigentlichen Formraum
angeordneten Druckbehälter 47 untergebracht. Die Zuführung der Gase kann
ähnlich wie in Fig. 4 geschehen. Hierfür sind die Anschlüsse 37, 38 vor
handen. Statt dessen kann aber auch die Verbrennungsluft über den An
schluß 37 und das explosionsfähige Brenngas über die Leitung 48 zuge
führt werden. Auch können beide Varianten miteinander kombiniert
werden. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sitzt die Zündung 49 im
unteren Teil des Druckbehälters 47. Bei diesem Ausführungsbeispiel
pflanzt sich die Explosionsdruckwelle über eine Leitung 50 großen Quer
schnitts in den Raum oberhalb der nicht gezeigten Kolbenplatte fort und
beschleunigt diese in der zuvor beschriebenen Weise.
Claims (19)
1. Vorrichtung zum Verdichten von Gießereiformsand im Gasdruckver
fahren, bestehend aus einem unten durch eine Modellplatte mit
Modell abgeschlossenen Formkasten mit aufgesetztem Füllrahmen
und einem über dem eingefüllten Formsand angeordneten Raum, der
im Bereich von Millisekunden unter Überdruck gesetzt wird derart,
daß der Formsand bei gleichzeitigem Gasdruckabfall verdichtet
wird, dadurch gekennzeichnet,
daß wenig oberhalb der Oberfläche (5) der Formsandfüllung eine
zumindest zu Beginn der Gasdruckeinwirkung den Formsand von
dem Druckgasraum (7) trennende, während der Druckentspannung
frei bewegliche Kolbenplatte (10) angeordnet ist, deren Umriß
etwa dem freien Querschnitt von Füllrahmen (4) bzw. Formkasten
(3) entspricht und die nach der Verdichtung des Formsandes in
ihre Ausgangslage rückführbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kolbenplatte (10) in ihrer Ausgangslage unmittelbar oberhalb der
Oberkante des Füllrahmens (4) angeordnet und mit einer Rückhol
mechanik (19) verbindbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kolbenplatte (10) als Freiflugkolben ausgebildet und in ihrer
Ausgangslage lösbar arretiert ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Arretierung (14) der Kolbenplatte (10) durch
einen Antrieb (15) freigegeben wird.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Arretierung der Kolbenplatte (10) durch den
oberhalb derselben einwirkenden Gasdruck arretiert wird.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Kolbenplatte (10) Dämpfer (22, 29) zugeordnet
sind, die sie bei Erreichen eines bestimmten Verdichtungshubs
abbremsen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dämpfer (22, 29) zur Änderung des von der Kolbenplatte (10)
durchzuführenden Verdichtungshubs einstellbar sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kolbenplatte (10) an ihrer Unterseite (12) einen
nach unten gezogenen Umfangsrand (11) aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Unterseite (12), der Kolbenplatte (10) zum
Zentrum hin eingezogen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kolbenplatte (10) Überströmquerschnitte (26)
aufweist, die während des Verdichtungshubs geöffnet werden.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Überströmquerschnitte (26) zwischen der Kol
benplatte (10) und der Innenwandung des Füllrahmens (4) vorge
sehen und durch übergreifende Dichtungen (16) unter der Einwir
kung des Druckgases geschlossen sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Überströmquerschnitte (26) in der Kolbenplatte
(10) angeordnet und zumindest in deren Ausgangslage durch Ver
schlüsse (21) abgedeckt sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kolbenplatte (10) mit einem Führungskolben (31)
versehen ist, der sich in den Gasdruckraum (7) erstreckt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der
Führungskolben (31) als Führungszylinder ausgebildet ist und
selbst einen Teil des Gasdruckraums (7) bildet.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Führungszylinder (31) kreiszylindrisch ausge
bildet und mit Überströmquerschnitten (32) versehen ist, die nach
dem Beginn des Verdichtungshubs eine Verbindung zwischen dem
Innenraum des Führungszylinders (31) und dem außerhalb des
selben und oberhalb der Kolbenplatte (10) noch freien Raum (32)
herstellen.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kolbenplatte (10) austauschbar ist derart, daß
ihre Masse und/oder ihre Form an unterschiedliche Modelle (2)
und/oder Formkastenquerschnitte anpaßbar ist.
17. Vorrichtung, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
wobei der Gasdruck durch ein in dem Raum oberhalb des Füll
rahmens gezündetes, explosionsfähiges Gasgemisch erzeugt
wird, dessen Komponenten in dem Raum gemischt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gaskomponenten in den Raum
(33) oberhalb der Kolbenplatte (10) jeweils in einer Drall
strömung eingedüst und durch freiturbulente Strömung gemischt
werden.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß
in dem Raum (33) oberhalb der Kolbenplatte (10) ein Frei
turbulenzmischer (39) angeordnet ist, der aus einem unten
offenen, sich konisch nach unten erweiternden und im Bereich
der Öffnung eingezogenen Mischrohr (40, 41, 42) gebildet ist,
das in seinem oberen abgeschlossenen Bereich ringförmig (43)
erweitert ist, wobei die Eintrittsöffnung (44) für wenigstens eine
Gaskomponente tangential in den Ringraum einmündet.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß in
einem Raum (36) oberhalb des Freiturbulenzmischers (39)
wenigstens eine der Gaskomponenten in der für die Explosion
notwendigen Menge unter Überdruck gespeichert ist und während
der Einleitung der anderen Komponente in den Ringraum (43)
des Mischers (39) in diesen überströmt.
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