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DE3318444A1 - Aus einzelelementen bestehendes waerme- oder isolierdach - Google Patents

Aus einzelelementen bestehendes waerme- oder isolierdach

Info

Publication number
DE3318444A1
DE3318444A1 DE19833318444 DE3318444A DE3318444A1 DE 3318444 A1 DE3318444 A1 DE 3318444A1 DE 19833318444 DE19833318444 DE 19833318444 DE 3318444 A DE3318444 A DE 3318444A DE 3318444 A1 DE3318444 A1 DE 3318444A1
Authority
DE
Germany
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roof
insulating
battens
thermal
base
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19833318444
Other languages
English (en)
Inventor
Bruno 8631 Autenhausen Tranziska
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Publication of DE3318444A1 publication Critical patent/DE3318444A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04CSTRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
    • E04C2/00Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels
    • E04C2/02Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials
    • E04C2/26Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials composed of materials covered by two or more of groups E04C2/04, E04C2/08, E04C2/10 or of materials covered by one of these groups with a material not specified in one of the groups
    • E04C2/284Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials composed of materials covered by two or more of groups E04C2/04, E04C2/08, E04C2/10 or of materials covered by one of these groups with a material not specified in one of the groups at least one of the materials being insulating
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B7/00Roofs; Roof construction with regard to insulation
    • E04B7/20Roofs consisting of self-supporting slabs, e.g. able to be loaded
    • E04B7/22Roofs consisting of self-supporting slabs, e.g. able to be loaded the slabs having insulating properties, e.g. laminated with layers of insulating material
    • E04B7/225Roofs consisting of self-supporting slabs, e.g. able to be loaded the slabs having insulating properties, e.g. laminated with layers of insulating material the slabs having non-structural supports for roofing materials

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Building Environments (AREA)
  • Roof Covering Using Slabs Or Stiff Sheets (AREA)

Description

D 366 Patentanwalt Coburg, * q -,.^; ίηι
Dipi.-lng. Jürgen Metzler y< (V'IGJ L<
S6S :■ Coburg
Ketschendorfer Str. 76
Tel. 09561-18844
Bruno Tranziska, 86ol Autenhausen
Aus Einzelelementen bestehendes Wärmeoder Isolierdach
Die Erfindung bezieht sich, auf ein aus direkt auf den Dachsparren aufliegenden, Isoliermaterial enthaltenden Einzelelementen bestehendes Wärme- oder Isolierdach.
Die in den vergangenen Jahren stark gestiegenren und immer noch steigenden Energiepreise haben es mit sich gebracht, daß bei Neubauten mehr und mehr auf energiesparende Maßnahmen zurückgegriffen wird. Auch bei bereits bestehenden Gebäuden werden zunehmend nachträgliche Baumaßnahmen durchgeführt, um die Wärmeenergieverluste möglichst gering zu halten. Besonders groß sind die Energieverluste im Bereich des Daches, weil die nach oben aufsteigende Wärme bei schlecht isolierten Dächern nach außen tritt und so zu hohen Wärmeverlusten führt. Die Anstrengungen gehen deshalb dahin, das Dach als sogenanntes Wärmedach bzw. Vo'llisolierdach auszubilden.
Es ist "bekannt, aus Arbeitsersparnisgründen ein solches Wärme- · dach aus Einzelelementen aufzubauen, die nebeneinander - und untereinander verlegt das Wärmedach bilden. Ein solches Wärmedach muß selbstverständlich allen Anforderungen gerecht werden. Hierzu ist vor allem eine richtige Hinterlüftung Voraussetzung, so daß TemperaturSchwankungen, die sich entsprechend auf die Luftfeuchtigkeit auswirken, keine Nachteile bringen. Bei bekannten Elementen für ein Wärme- bzw. Isolierdach wird in der Regel ein Isoliermaterial auf chemischer Basis verwendet, wie Hartschaum oder dergleichen, das einen Luftaustausch nicht oder kaum gewährleistet. Auch handelt es sich bei den bekannten Elementen um Elemente mit verhältnismäßig kleinen Abmessungen, so daß also eine Vielzahl derartiger Elemente verlegt werden muß, wodurch die Baukosten nicht unerheblich ansteigen.
Es ist zwar ein Element für ein Vollisolierdach bekannt, welches eine große Länge aufweist, andererseits jedoch entsprechend dem verwendeten 'Ziegeltyp verhältnismäßig schmal ausgebildet ist. Dieses bekannte Element verwendet als Isolierschicht einen Polyurethan-Hartschaum, so daß zum einen die bereits oben angeführten Nachteile auch auf dieses Element zutreffen. Zudem ist die Tragfähigkeit des bekannten Elements nur begrenzt, so daß insbesondere im Ortgangbereich nur geringe Dachüberstände mit diesem bekannten Element hergestellt werden können. Im übrigen ist bei diesem Element eine Aluminiumfolie angeordnet, die eine zusätzliche Abstrahlung: bringen soll, die aber andererseits kaum dampf- oder wasserdurchlässig ist, so daß ein gewünschter Feuchtigkeitsaustausch innerhalb des Wärmedachs nicht oder kaum möglich ist. Es kommt zu einer Kondensation der gasförmig ein- , tretenden Luftfeuchtigkeit, wobei diese Kondensation in erster Linie an der Isolierschicht bzw, an der Dachlattung stattfindet, wodurch die Lebensdauer stark verringert wird, ,
Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, ein Wärme- bzw. Isolierdaoh der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Art insoweit zu verbessern, daß ein leichtes und kostengünstiges Verlegen der Einzelelemente möglich ist, der notwendige Luftaus-
täuöch gewährleistet ist und die Einzelelemente eine große Tragfähigkeit besitzen, so daß auch größere Überstände ausführbar sind. Die Aufgabe der Erfindung besteht weiterhin darin, die Einzelelemente so auszubilden, daß sie problemlos aneinandergereiht werden können, wobei sichergestellt sein soll, daß gewisse Abmessungsdifferenzen des Dachs ausgeglichen werden können.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind bei der Erfindung die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 angegebenen Gestaltungsmerk- | male vorgesehen, wobei noch in den weiteren Ansprüchen für die Aufgabenlösung vorteilhafte und förderliche Weiterbildungen beansprucht sind.
Die das Wärme- bzw. Isolierdach bildenden Einzelelemente sind also als Großtafel ausgebildet, das heißt, sie weisen verhältnismäßig große Abmessungen auf, so daß die Verlegung schnell ; vonstatten geht. Die Einzelelemente sind mit integrierten Basisträgern, die vorzugsweise als Basishölzer ausgebildet sind, ausgerüstet. Diese Basisträger geben dem Einzelelement eine große Tragkraft, so daß große Dachüberstände ausgebildet und hergestellt werden können. Die zwischen den Basisträgern angeordnete Isolierschicht besteht vorzugsweise aus Mineraldämmstoffen, die als Naturprodukt weitgehend verrottungssicher sind und eine hohe Lebensdauer aufweisen. Die Einzelelemente tragen außerdem die Grund- bzw. Spalierlattung wie auch die Pein- oder Dachlattung, so daß die Einzelelemente direkt auf die Dachsparren aufgebracht werden können, wobei die Verlegung der Einzelelemente ungefähr dem Zeitaufwand einer Dachlattung entspricht. Es wird . also erheblich Zeit bei der Verlegung der erfindungsgemäßen Elemente gespart, so daß sich die Baukosten insgesamt erheblich verringern. Die hohe Tragfähigkeit der Einzelelemente führt auch dazu, daß beim Verlegen der Einzelelemente größere Abstände zwischen den Sparren überbrückt werden können, so daß also eine unterschiedliche Sparrenteilung keinerlei Hindernis bei der Verlegung der Elemente bildet. Bei Ausbau des Dachgeschosses können zwischen den sichtbaren Sparren Profilbretter, Gipskartonplatten mit Rauhfaser- bzw. Putzauftrag oder sonstige Materialien ange-
bracht werden, wobei die sichtbaren Sparren in Verbindung mit den Profilbrettern, Putz usw. dem Dachraum eine besondere Note geben. Durch die nichtbrennbaren Dämmstoffe wird der Brandschutz des Dachstuhles erheblich verbessert. Nicht nur bei Zimmerbränden,.sondern auch bei Brandgefahr von außen, wie z.B. bei Reihenhäusern, Wohnsiedlungen und dergleichen, ist ein besserer Brandschutz als bei herkömmlichen Elementen gegeben. Durch die Verwendung insbesondere von natürlichen Mineraldämmstoffen können sich bei einem eventuellen Brand auch keine giftigen Gase bilden, wie dies bei einer großen Anzahl der bekannten Wärmedächer der Fall ist. Im übrigen ist der Schallschutz ganz wesentlich verbessert.
Zusammenfassend kann also gesagt werden, daß bei dem erfindungsgemäßen Wärmedach keine Dachlattung bzw. Ganzschalung' mehr erforderlich ist, daß die verwendeten Dämmstoffe nicht brennbarsind und daß die Elemente sowohl für Alt- als auch für Neubauten und alle handelsüblichen Dacheindeckungen einsetzbar sind. Auch bei Walmdächern ist ein schnelles und leichtes Aufbringen der Elemente.möglich. Ganz besonders hinzuweisen ist darauf, daß die notwendige Zwangsbelüftung im Element selbst eingebaut ist, so daß also beim Verlegen der Elemente in dieser Hinsicht keine Baufehler gemacht werden können. Gleichzeitig ist ein sicherer .Feuchtigkeitsschutz gegeben.
Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert· .
Es zeigen:
Fig. 1 . eine Draufsicht auf ein Ein
zelelement einer ersten Ausführungsform in gegenüber den • übrigen Fig. verkleinertem
Maßstab,
33 Ί 8444
Fig* 2 einen Längsschnitt durch das
Einzelelement gemäß Schnittr ' linie II - II in Fig. 1,
Fig· 3 einen Querschnitt durch das
Element gemäß Schnittlinie III - III in Fig. 1,
Fig· 4 einen Schnitt durch das Wärme
dach im Bereich der Stoßstelle zweier nebeneinanderliegender Elemente, abgebrochen dargestellt,
Fig· 5 einen Schnitt durch das Wärme
dach im Bereich des Längsstoßes zweier in Richtung der Dachneigung hintereinanderliegender Elemente, ebenfalls abgebrochen gezeigt,
Fig· 6 einen Schnitt durch das Wärmedach
im Bereich des Ortgangs,
Fig· 7 die Draufsicht auf eine andere
Ausführungsform des Elements in abgebrochener Darstellung",
Fig. 8 einen Längsschnitt durch das
Element gemäß Schnittlinie VIII - VIII in Fig. 7,
Fig. 9 j einen Querschnitt durch das Ele
ment gemäß Schnittlinie IX - IX - - in Fig. 7
\κ " ' 331844Λ
benachbarten Elements im Überlappungsbereich 10, d.h. also im Bereich der Aussparung 9, an die entsprechenden Grundlatten 5 des darüber- bzw. darunterliegenden Elements an. Auf diese Weise wird ein lückenloses Verlegen der Einzelelemente gewährleistet.
Die .isolierschicht 4 besteht aus mineralischen Dämmstoffen, die verrottungssicher und unbrennbar sind. Auf der der Lattung 5, 6 zugewandten Seite trägt die Isolierschicht 4 ein Gewebe 11, welches so fein ausgebildet ist, daß es zwar wasserundurchlässig, jedoch dampfdurchlässig ist. An' der Unterseite der Isolierschicht 4 ist eine Schicht 12 angeordnet, die als Dampfsperre wirkt. Durch diese Anordnung wird erreicht, daß die aufgrund des Temperaturgefälles von innen nach außen erfolgende Dampfdiffusion verzögert wird. Der Feuchtigkeitsgehalt wird in der Weise reguliert, daß es nicht zu einem Austrocknen des Holzes kommen kann. Es wird ein Dampfdruckausgleich erreicht.
In Fig. 4 ist ein Schnitt durch ein Wärmedach mit aneinandergereihten Einzelelementen gezeigt. Die Einzelelemente 1 liegen, wie die Figur deutlich zeigt, unmittelbar auf den Sparren 13 auf, wobei die unmittelbar mit den Sparren 13 in Kontakt tretenden Basisträger den Einzelelementen und damit dem Wärmedach eine große Tragfähigkeit geben. In Fig. 4 ist der Querstoß 14 zwischen zwei Einzelelementen 1 gezeigt. Die Ausbildung der Einzelelemente erlaubt einen Ausgleich im Bereich des Querstoßes, der in Fig. 4 mit a bezeichnet ist und etwa 10 - 15 cm betragen kann* Auf diese Weise ist es möglich, Abweichungen in den Abr messungen des Dachs in bestimmten Grenzen auszugleichen In den Bereich zwischen den Dämmschichten der Einzelelemente 1 wird ein besonderer Dämmstreifen 15 eingelegt. . .
In Fig. 5 ist das Wärmedach im Schnitt, und zwar im Bereich eines Längsstoßes 16 zwischen zwei in Dachneigung verlegten Einzelelementen 1 gezeigt. Auch hier ist ein Ausgleich b. in der Größenordnung von etwa 2 cm möglich, wobei in den dann entstehenden freien Raum" ein'. Isolierstreif en 1-7 eingelegt wird.
/JO
Fig, Io . einen Schnitt durr.fi das Wärme-"
dach im Bereich der Stoßstelle zweier Elemente,
Flg. 11 einen Schnitt durch das Wärme-
- dach im Bereich des Firstpunktes und
Fig· 12 einen Schnitt durch den Wasser
lauf, vergrößert gezeigt.
Wie in Fig. 1 bis 3 deutlich zu erkennen ist, besteht das inagesamt mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnete Einzelelement im .wesentlichen aus den beiden Basisträgern 2 und 3, zwischen denen die Isolierschicht 4 angeordnet ist, den auf den Basisträgern 2 und 3 befestigten Spalier- oder Grundlatten 5 und den auf den Grundlatten 5 angeordneten Fein- bzw. Dachlatten 6. Der Abstand der Dachlatten 6 voneinander entspricht der üblichen Ziegelgröße und stellt somit einen genormten Abstand dar. Die Grundlatten 5 verlaufen, wie.deutlich in Fig. 1 zu erkennen ist, schräg, so daß die jeweils anschließenden Einzelelemente dicht anelnanderliegen. Die Basisträger 2, 3 sind im Querschnitt rechteckig ausgebildet und bestehen vorzugsweise aus Holz. Wie deutlich zu erkennen ist, ist der Abstand zwischen den beiden Basisträgern 2 und 3 etwa doppelt so groß wie der Abstand zwischen den Dachlatten 6. Der eine Basisträger 2 ist im Bereich des oberen Randes des Einzelelements angeordnet, während der parallel hierzu verlaufende zweite Basisträger 3 etwa mittig angeordnet ist und unterhalb einer Dachlatte 6 verläuft. Am dem Rand 7 gegenüberliegenden Rand 8 des Elements ist eine Aussparung 9 angeordnet, deren Abmessungen den Abmessungen der Basisträger 2 bzw, 3 entspricht. Beim Aneinanderlegen der Einzelelemente gelangt- der Basisträger- 2 des benachbarten1 Elements in diese Aussparung 9 und füllt sie aus. Gleichzeitig legen sich die schräg verlaufenden Grundlatten 5 des
In Pig. 6 schließlich, ist die Ausbildung des Wärmedachs im Bereich des Ortgangs gezeigt. Das Bezugszeichen 18 bezeichnet die Mauer, auf der und den Sparren 13 das Wärmedach 19 ruht« Wie bereits ausgeführt, weisen die Einzelelemente 1 aufgrund der integrierten Basisträger eine große Tragkraft auf, so daß sie verhältnismäßig weit überstehend eingebaut und aufgebracht werden können. In Pig. 6 ist ein Überstand c gezeigt, der im maximalen Pail etwa 70 cm betragen kann. Der überstehende Teil der Einzelelemente 1 ist im übrigen an der Unterseite im Bereich des Überstands mit Brettern 20 abgedeckt, während stirnseitig ein Stirnbrett 21 vorgesehen ist.
Im Hinblick auf die Figuren 1-3 sei noch darauf hingewiesen, daß beim gezeigten Ausführungsbeispiel bei jedem Einzelelement vier Dachlatten 6 vorgesehen sind, die auf fünf etwa senkrecht hierzu verlaufenden Grund- bzw. Spalierlatten 5 aufliegen. Aus der Tatsache, daß der Abstand der Dachlatten 6 voneinander genormt ist und von der Ziegelgröße abhängt, ist zu erkennen, daß es sich beim Einzelelement 1 um ein verhältnismäßig großes Element handelt, das in der Art einer Großtafel ausgebildet ist, so daß mit verhältnismäßig wenig Elementen das Wärmedach ausgebildet werden kann. Eine besondere Dachlattung bzw. Ganzschalung ist bei Verwendung der beschriebenen Einzelelemente nicht erforderlich, so daß eine ganz erhebliche Zeitersparnis bei der Herstellung des Wärmedachs erzielt wird. Das Wärmedach weist aufgrund der verwendeten Materialien eine hohe Lebensdauer auf und erlaubt aufgrund der großen Tragfähigkeit der Einzelelemente ein Verlegen auch bei größerem Sparrenabstand bzw. mit großem Überstand.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel wurden zwei Basisträger 2, 3 in das Element integriert. Selbstverständlich können auch mehrere Basisträger bei entsprechender Vergrößerung des-Einzelelements Verwendung finden.. Der Vorteil des erfindungsgemäßen Wärmedachs besteht insbesondere darin, daß die Einzelelemente
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/13
fabrikmäßig hergestellt werden können und vor Ort lediglich als Fertigbauteil verlegt werden, wodurch in hohem Maße Lohnkosten eingespart werden und die Herstellung des Dachs wesentlich verbillig wird.
Bei der oben beschriebenen Ausführungsform des Elements 1 für das Wärmedach ist die Grundlattung 5 aus schräg verlaufenden Latten aufgebaut. Wie nun aus den Fig. 7 bis 12 hervorgeht, kann die Grundlattung 5 auch aus gerade verlaufenden Latten bestehen, d.h. die Latten der Grundlattung 5 verlaufen, wie deutlich in Fig. 7 zu erkennen ist, parallel zu den Seitenrändern 22·. Die Enden 23 der Grundlatten 5 sind jeweils gegenüber den Längsrändern, des Elements 1, die in Übereinstimmung mit der Bezeichnung in Fig. 1 die Bezugszeichen 7 und 8 tragen, geringfügig zurückgesetzt. Beim Aneinanderlegen der Elemente 1 stoßen die Enden der Grundlatten 5 benachbarter Elemente aneinander. Die Dachlattung ist auf das Element 1 aufgeschraubt. Falls es die Verhältnisse (Dachneigung usw.) erfordern, kann die Dachlattung auf der Baustelle gelöst und im erforderlichen Maße verschoben und sodann wieder festgeschraubt werden.
Die hier beschriebene Variante des Elements 1 unterscheidet sich von der Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis 3 noch dadurch, daß der Wasserlauf 11 zwischen der Grundlattung 5 und der Dachlattung 6 angeordnet ist· Die Grundlattung 5 dient also als Hinterlüftung, d.h.- durch die auf der Grundlattung 5 angeordnete, den Wasserlauf 11 bildende Dachpappe, Spezialbitumenpappe, Spezialfolie usw. und die Grundlattung wird ein hinterlüfteter Raum gebildet, der in Fig. 8 mit dem Bezugszeichen 24 bezeichnet ist. Der oberhalb der Belüftung angeordnete Wasserlauf 11 ist mit Öffnungen bzw· Durchbrechungen 25 versehen (vgl. Fig. 12). Diese Durchbrechungen 25 weisen zumindest an ihrer Oberseite erhöhte Ränder 26 auf, so daß auftretendes Wasser, wie Flugschnee, Kondenswasser und ähnliches,nicht durch die Belüftungsöffnungen 25 eindringen kann. Die Belüftungsöffnungen 25 können durch Stanzen hergestellt
- Io -
33184U
werden· Eine besonders zweckmäßige Art, die Belüftungsöffnungen zu erhalten, wird durch Anbringen von Hohlnieten 27 erreicht· Durch diese Hohlnieten 27, die beispielsweise in Abdeckplanen eingebracht Ösen ergeben, wird ein erhöhter Rand 26 erhalten, wobei gleichzeitig sichergestellt ist, daß es nicht zu einem Einreißen des Wasserlaufs 11 kommt·
Die unterseitige Dampfsperre 12 kann am Element 1 angebracht sein, wie in den Fig· 7 bis 11 gezeigt; sie kann, aber auch über die gesamte Dachfläche gespannt werden· Die Elemente 1 können unterseitig mit Schalung, Profilbrettern, Gipsftarton od. dgl. beplankt werden.
In Fig. lo, die in der Darstellungsweise Fig. 4 entspricht, ist die Verbindung zweier aneinanderstoßender Elemente 1 durch Spezialverbinder 28 vorgenommen, beispielsweise Blechstreifen od. dgl. In Fig. Io ist auch gezeigt, wie die jeweils randseitig ineinandergreifenden Ziegel 29 auf den Elementen 1 aufliegen«
Schließlich zeigt Fig. 11 noch einen Schnitt durch das Wärmedach im Bereich des Firstpunktes. An die Firstziegel 3o schließen sich zu beiden Seiten die Ziegel 29 an, wobei verschiedene dieser Ziegel 29 als Lüftungsziegel 31 ausgebildet sind. Die Elemente ruhen auf den Sparren 13; im Bereich des Firstpunktes ist an der Stoßstelle zweier Elemente Dämmaterial 32 eingebracht· In Fig. 11 ist auch gut zu erkennen, wie der Luftaustausch bzw· die Belüftung erfolgt. Dabei gelangt die Luft aus dem Belüftungsraum 24 durch die Öffnungen 25 des Wasserlaufs 11 nach außen (vgl. angedeuteten Gasaustausch gemäß den Bezugszeichen 33 in Fig. 11). Die Öffnungen 25 können etwa einen Durchmesser von 3 cm besitzen.
Die verwendeten Materialien sind nach DIN 41o2 nicht brennbar; es handelt sich um reine Naturprodukte. Die Elemente lassen sich
- 11 -
331
leicht verlegen, so daß Arbeitszeit eingespart wird· Außerdem lassen sich die Elemente vor Ort, d.h. direkt auf der Bau stelle, allen Gegebenheiten anpassen· Eine wirksame Hinterlüftung ist in allen Fällen gegeben, bauseitige Fehler können nicht entstehen·

Claims (1)

  1. Patentanwalt
    DipUng, Jürgen Metzler
    86£'.' Co burg
    Ketschendorfer Str. 76
    Tel. 09561-18844
    Ansprüche
    Aus direkt auf den Dachsparren aufliegenden, Isoliermaterial enthaltenden Einzelelementen bestehendes Wärme- oder Isolierdach, dadurch gekennzeichnet, daß die als Großtafel ausgebildeten Einzelelemente (1) jeweils wenigstens zwei parallel zueinander verlaufende integrierte Basisträger (2, 3) aufweisen, von denen der erste am Rand (7) und der letzte etwa um den Betrag des Abstands der Baaisträger (2, 3) voneinander vom gegenüberliegenden Rand (8) entfernt angeordnet ist, und daß auf den Basisträgern (2, 3), zwischen denen die Isolierschicht (4) liegt, sowohl die Spalier- oder Grundlattung (5) als auch die Fein- oder Dachlattung (6) fest angebracht ist.
    2. Wärme- oder Isolierdach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei zwei Basisträgern (2, 3) der zweite Basisträger (3) etwa mittig angeordnet ist.
    3, Wärme- oder Isolierdach, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Einzelelement (1) im Bereich dea-einen Randes (8) eine Aus--
    sparung (9) für den randseitigen Basisträger (2) des benachbarten Elements (1) aufweist.
    4· Wärme- oder Isolierdach nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß über der Aussparung (8) eine parallel dazu verlaufende Latte (6) der Dachlattung angeordnet ist.
    5. Wärme- oder Isolierdach nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Element (1) wenigstens vier im genormten Abstand parallel zueinander verlaufende Dachlatten (6) besitzt und der Abstand der Basisträger (2, 3) voneinander gleich ist dem doppelten Abstand zweier Dachlatten (6) voneinander, wobei bei zwei Basisträgern (2, 3) der mittlere (3) unterhalb einer Dachlatte (6) angeordnet ist.
    6β Wärme- oder Isolierdach nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundlattung (5) schräg verlaufende Latten aufweist, derart, daß die Grundlatten (5) des einen Elements (1) sich mit den Grundlatten (5) des benachbarten Elements (1) überlappen und im Überlappungsbereich (10) aneinander liegen.
    7. Wärme- oder Isolierdach nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß das Isoliermaterial (4) aus Mineraldämmstoffen besteht.
    8. Wärme- oder Isolierdach nach einem der Ansprüche 1 - 7f dadurch gekennzeichnet, daß die Basisträger (2, 3) als Holzbalken ausgebildet sind.
    9. Wärme- oder Isolierdach nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierschicht (4) auf
    der der Lattung (5, 6) zugewandten Seite als Wasserlauf ein wasserdichtes, jedoch dampfdurchlässiges feines Gewebe (11) trägt, während an der Unterseite der Isolierschicht (4) eine Dampfsperre (12) angeordnet ist.
    lo· Wärme- oder Isolierdach nach einem der Ansprüche 1 bis 5 und 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Latten der Grundlattung (5) parallel zu den Seitenrändern (22) der Einzelelemente (1) verlaufen und die Enden der Latten (5) in bezug auf die Längsränder (8, 9) der Einzelelemente zurückgesetzt sind·
    11· Wärme- oder Isolierdach nach einem der Ansprüche 1 bis lo, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserlauf (11) aus Dachpappe, Spezialbitumenpappe, Spezialfolie od. dgl· besteht und zwischen der Grundlattung (5) und der Dachlattung (6) unter Bildung eines hinterlüfteten Raumes (24) angeordnet ist.
    12· Wärme- oder Isolierdach nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß im Wasserlauf (11) Öffnungen bzw. Durchbrechungen (25) angeordnet sind, die an der Oberseite einen erhöhten Rand (26) aufweisen.
    13· Wärme- oder Isolierdach nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß im Wasserlauf (11) Hohlnieten (27) angebracht sind·
    14. Wärme- oder Isolierdach nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Dachlattung (6) auf der Grundlattung (5) aufgeschraubt ist.
    — 4 —
    15· Wärme- oder Isolierdach nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (1) im Bereich der Stoßstellen durch Spezialverbinder (28) miteinander verbunden sind·
DE19833318444 1983-05-20 1983-05-20 Aus einzelelementen bestehendes waerme- oder isolierdach Withdrawn DE3318444A1 (de)

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