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Messer
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Die Erfindung betrifft ein Messer, insbesondere Küchenmesser, dessen
Klinge einen Befestigungsansatz aufweist und dessen Griff an seinem vorderen Ende
an dem Befestigungsansatz befestigt ist.
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Ein solches Küchenmesser kann beispielsweise ein Hackmesser, ein Fruchtmesser,
ein Messer zum Schneiden von gefrorenen Lebensmittel usw. sein.
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Figur 1 der Zeichnungen zeigt ein bekanntes Küchenmesser mit einer
Klinge 1 und einem Griff 2. Im allgemeinen sind solche Messer gewichtsmäßig gut
so ausbalanciert, daß ihr Schwerpunkt in einem Punkt P liegt. Ein ausbalanciertes
Messer ist leicht zu benutzen und ermüdet den Benutzer selbst dann nicht, wenn es
über eine längere Zeitdauer kontinuierlich benutzt wird. Bei der Konstruktion eines
solchen gut ausbalancierten Messers, insbesondere Küchenmessers, sollten verschiedene
Gesichtspunkte wie Formen und Materialien der Klinge 1 und des Griffes 2, Formen
eines Befestigungsansatzes bzw. Anschlußkeiles, eines diesen aufnehmenden Montageringes
usw. berücksichtigt werden, unter gleichzeitiger Rücksicht darauf, daß das optische
Aussehen
des Messers nicht beeinträchtigt wird.
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Aus diesen Gründen ist die Herstellung solcher Messer schwierig.
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Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, eine Möglichkeit
zu schaffen, durch welche das Messer nicht nur gewichtsmäßig gut ausbalanciert ist,
sondern während der Benutzung auch leicht zu halten ist, die Hand des Benutzers
nicht ermüdet, und trotzdem optisch gut aussieht.
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Ferner soll durch die Erfindung eine Feineinstellung des Gewichtsausgleiches
möglich sein.
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Weiter soll durch die Erfindung eine Gewichtsausgleichsvorrichtung
am Messer auf einfache Weise befestigt werden können und der Griff eine einfache
Konstruktion haben.
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Ferner soll durch die Erfindung unabhängig von möglichen Formen eines
Befestigungsansatzes bzw.
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Kopfkeiles der Klinge und eines entsprechenden Passringes ein Gesamtgewichtsausgleich
möglich sein, ohne Beschränkungen hinsichtlich des Designs in Kauf nehmen zu müssen.
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Auch soll durch die Erfindung eine Gewichtsausgleichsvorrichtung gleichzeitig
einen dekorativen Charakter ermöglichen.
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Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Griff
mit einer Gewichtsausgleichsvorrichtung versehen ist, welche die Klinge und den
Griff gewichtsmäßig ausbalanciert.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Mehrere Ausführungsformen der Erfindung werden im folgenden mit Bezug
auf die Zeichnungen als Beispiele beschrieben.
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Darin zeigen Figur 1 eine Seitenansicht eines Küchenmessers bekannter
Art, Figur 2 eine Seitenansicht eines als Hackmessers verwendbaren Küchenmessers
gemäß der Erfindung, Figur 3 eine Draufsicht auf das Messer von Figur 2, Figur 4
eine abgebrochene Schnittansicht durch eine Gewichtsausgleichsvorrichtung des Messers
von Fig.2, Figur 5 eine Draufsicht auf eine Ornamentkappe in vergrößerter Darstellung,
Figur 6 eine abgebrochene Seitenansicht eines Messers mit einer weiteren Ausführungsform
einer Gewichtsausgleichsvorrichtung nach der Erfindung, Figur 7 einen Längsschnitt
durch das erfindungsgemäße Messer von Figur 6, Figur 8 einen Querschnitt durch die
Gewichtsausgleichsvorrichtung des Messers von Figur 6,
Figur 9-13
abgebrochene Querschnitte von Messern mit weiteren Ausführungsformen von Gewichtsausgleichsvorrichtungen
nach der Erfindung, Figur 14 eine perspektivische Darstellung eines Ausgleichsgewichtes
nach der Erfindung, Figur 15 eine Schnittdarstellung eines Messers mit einem Ausgleichsgewicht
nach Fig.14, Figuren 16 und 17 Querschnitte von zwei Messern mit verschiedenen weiteren
Ausführungsformen von Gewichtsausgleichsvorrichtungen nach der Erfindung, welche
jeweils zwei Ausgleichsgewichte haben, Figuren 18 und 19 perspektivische Darstellungen
von zwei weiteren Messern nach der Erfindung mit endseitig angebrachten Gewichtsausgleichsvorrichtungen,
Figur 20 eine nochmals weitere Ausführungsform nach der Erfindung, Figur 21 eine
perspektivische, auseinandergezogene Darstellung eines Messergriffes nach der Erfindung
mit zwischen zwei Griffteilen eingefügtem Ausgleichsgewicht, Figur 22 eine perspektivische
Darstellung eines Messergriffes nach der
Erfindung mit einem der
Grifform angepaßten Ausgleichsgewicht, und Figur 23 eine perspektivische Darstellung
eines weiteren Messergriffes nach der Erfindung mit in Messerlängsrichtung vor und
zurück einstellbarem Ausgleichsgewicht.
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Zunächst wird das erfindungsgemäße Messer nach den Figuren 2 bis 5
beschrieben.
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Entsprechend Figur 2 enthält ein normales Messer, welches auch als
Hackmesser benutzt werden kann, einen Griff 11 aus Kunststoff und eine Klinge 12
mit einem Befestigungsansatz 13, der im Griff 11 befestigt ist.
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Der Befestigungsansatz 13 kann während des Gießvorganges des Griffes
11 in diesen Griff eingesetzt werden.
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In einen hinteren Endteil des Griffes 11 ist ein Ausgleichsgewicht
14 aus Metall eingefügt. Wie Figur 4 zeigt, erstreckt sich das Ausgleichsgewicht
14 quer durch den Griff 11, wobei die entgegengesetzten Stirnseiten des Ausgleichsgewicht
in beiden Seitenflächen des Griffes 11 erscheinen. Das Ausgleichsgewicht 14 kann
ebenfalls in den Griff 11 eingesetzt werden, wenn dieser Griff gegossen wird. Das
Ausgleichsgewicht 14 hat im wesentlichen zylindrische Form mit einem im Durchmesser
größeren Ringbund 14a in axialer Mitte zur Feineinstellung des Gewichtes, welches
das Messer ausbalanciert.
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Der Ringbund 14a vergrößert das Gewicht des Ausgleichsgewicht 14 in
der Weise, daß sich der Schwerpunkt des Messers in einem Punkt P (Figur 1) befindet.
Gleichzeitig
verhindert der Ringbund 14a eine Verschiebung des
Ausgleichgewichtes 14 in Querrichtung nach rechts oder links, d.h. quer zum Griff
11. Die entgegengesetzten Enden des Ausgleichsgewichtes 14 sind stirnseitig mit
Ringnuten 15 versehen. In die Ringnuten 15 ist jeweils eine Ornamentkappe 16 aus
Metall eingefügt.
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Wie Fig.5 zeigt, kann in die Oberfläche der Ornamentkappe 16 ein beispielsweise
blumenartiges Muster 17 zur Verzierung eingepresst oder auf andere Art eingearbeitet
sein.
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Durch das während des Gießvorganges in den Griff 11 eingesetzte und
darin fixierte Ausgleichsgewicht 14 aus Metall ist es nicht mehr länger erforderlich,
den Befestigungsansatz der Klinge und einen diesen Ansatz aufnehmenden Passring
oder dgl. entsprechend zu formen und groß oder klein auszubilden, um einen Gewichtsausgleich
zu erzielen,wie dies bei bekannten Messern nötig ist. Deshalb kann gemäß der Erfindung
entsprechend der dargestellten Ausführungsform ein gewichtsmäßig ausbalanciertes
Messer leicht konstruiert und hergestellt werden. Da der Befestigungsansatz und
der Aufnahmering oder der Aufnahmeteil dafür nicht zum Gewichtsausgleich variiert
werden müssen, bestehen bezüglich der Konstruktion und des Designs des Messers keine
durch die Formen des Anschlußstückes und des Aufnahmeteiles gegebenen Beschränkungen.
Die am Ausgleichsgewicht 14 befestigten Ornamentkappen überdecken die stirnseitigen
Gewichtsenden und geben dem Griff ein gefälliges Aussehen.
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Eine weitere Ausführungsform wird nunmehr mit Bezug auf die Figuren
6-8 beschrieben. Dort ist ein zylindrisches
Ausgleichsgewicht 14
vollständig in einen aus Kunststoff bestehenden Griff 11 eingegossen. Der Griff
11 ist mit einem Paar von Ornamentplatten 21 versehen, die an seinen beiden Seitenflächen
im wesentlichen quer zur Achsrichtung des Ausgleichsgewichtes 14 befestigt sind.
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Durch das Ausgleichgewicht 14 führt eine mittige Axialöffnung 29 hindurch.
Der Griff 11 ist mit einem Paar Öffnungen 30 versehen, welche sich zu beiden Seiten
des Ausgleichsgewichtes 14 befinden und mit dessen Axialöffnung 29 fluchten. Die
äußeren Enden der Öffnungen 30 sind durch Ornamentplatten 21 verschlossen.
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Die Erfindung kann auch in verschiedenen anderen Messerkonstruktionen
verwendet werden, wie dies nachfolgend beschrieben wird.
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Entsprechend den Ausführungsformen der Figuren 9 bis 12 können Ausgleichsgewichte
14 verwendet werden, welche keinen im Durchmesser größeren Teil wie beispielsweise
den in Figur 4 gezeigten Ringbund 14a haben.
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Die Ausgleichsgewichte 14, welche in den Figuren 9, 11 und 12 sowie
13 dargestellt sind, haben in ihren entgegengesetzten Stirnseiten ein Paar von mittigen
Vertiefungen 18 geeigneten Durchmessers und geeigneter Länge.
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Durch Bildung der Vertiefungen 18 ist eine Feineinstellung des Gewichtes
zum Ausbalancieren des Messers möglich.
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Wie Fig.10 zeigt, kann ein Griff 11 auf seinen beiden Außenseiten
je mit einer Ringnut 19 versehen sein, welche das Ausgleichsgewicht 14 umgeben.
In diesen Ringnuten sind Ornamentkappen 16 ähnlich den in Fig.4 gezeigten befestigt,
welche die Stirnflächen des Ausgleichsgewichtes 14 vollständig überdecken.
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Bei den Ausführungen nach den Fig.11 und 13 sind die Ausgleichsgewichte
14 in ihren entgegengesetzten Stirnflächen mit Vertiefungen 20 versehen. Ornamentplatten
21 sind mit Befestigungsbeinen 21a versehen, welche haltbar in die Vertiefungen
18 der Ausgleichsgewichte eingefügt sind, welche sich von den Vertiefungen 20 aus
weiter in das Innere der Ausgleichsgewichte erstrecken, wobei die Ornamentplatte
21 in der äußeren Vertiefung 20 untergebracht ist. Die Ornamentplatten 21 sind auf
diese Weise fest mit den Ausgleichsgewichten 14 verbunden. Die außenliegenden Flächen
der Ausgleichsgewichte 14 können unmittelbar mit Verzierungen, beispielsweise einem
Blumenmuster versehen sein, so daß keine zusätzlichen Abdeckkappen oder Ornamentkappen
erforderlich sind. Alternativ hierzu kann entsprechend Figur 12 das Ausgleichsgewicht
14 in seinen Stirnflächen innerhalb einer dort gebildeten Vertiefung 22 mit einem
Verzierungsmuster 17 versehen sein, welches auf der Bodenfläche dieser Vertiefung
22 vorgesehen ist.
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Figur 14 zeigt ein Ausgleichsgewicht 14 mit einem Paar von Stiften
23, die sich axial erstrecken und mittig in einer kreisrunden Vertiefung 24 angeordnet
sind.
Das Ausgleichsgewicht 14 ist mit einer Vielzahl von Öffnungen 25 versehen, die in
Endflanschen gebildet sind und sich darin von der Vertiefung 24 bis zur Außenumfangsfläche
des Ausgleichsgewichtes 14 erstrecken. Nach dem Eingießen des Ausgleichsgewichtes
14 in einen Griff 11, wie dies in Fig.15 gezeigt ist, werden die Vertiefungen 24
durch die Öffnungen 25 hindurch mit Kunststoff gefüllt. Die aus den Vertiefungen
24 über die Seitenflächen des Griffes 11 hinausragenden Teile der Stifte 23 werden
dann abgeschnitten, so daß die Stiftenden mit den Seitenflächen des Griffes 11 fluchten.Dadurch
ist auch dieses Ausgleichsgewicht nahezu vollständig in den Griff 11 eingebettet.
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Gemäß Fig. 16 hat ein Griff 11 eine sich quer durch ihn hindurch erstreckende
Befestigungsöffnung 26.
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Diese Befestigungsöffnung 26 kann gebildet werden entweder während
des Formens bzw. Gießens des Griffes 11 oder nach dem der Griff 11 gegossen wurde.
Zwei ineinanderfügbare Ausgleichsgewichte 27 und 28 sind von entgegengesetzten Seiten
her in die Befestigungsöffnung mit entsprechendem Paßsitz so eingefügt, so daß sie
darin gehalten werden. Bei einer ähnlichen Ausführungsform nach Fig.17 sind zwei
Ausgleichsgewichte 27 und 28 vorgesehen, welche mit einem Gewindebolzen bzw. einer
Gewindebohrung versehen und damit miteinander verschraubt sind. Die in den Fig.16
und 17 gezeigten Ausgleichsgewichte können auch an Griffen befestigt werden, die
anstatt aus Kunststoff aus einem anderen Material bestehen, beispielsweise aus Holz
oder Metall. Eine Feineinstellung des Gewichtes zum Ausbalancieren
des
Messers ist durch Veränderung der Tiefe der im Ausgleichsgewicht 27 vorhandenen
Vertiefung oder Ausnehmung möglich.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform nach Fig.18 ist ein Griff 11
an seinem hinteren Ende mit einem in Messerlängsrichtung verlaufenden Schlitz 31
versehen. Ein in dem Schlitz untergebrachtes Ausgleichsgewicht 14 wird durch zusammengefügte
Nieten 33-in seiner Lage gehalten.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 19 ist im hinteren Endteil eines
Griffes 11 ein Blindloch 32 gebildet, in welches ein Ausgleichsgewicht 14 eingesetzt
ist, welches darin durch eine Kappe 34 gehalten wird.
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Wie Figur 20 zeigt, kann ein Griff 11 in seiner Oberfläche mit einer
Öffnung 35 versehen sein, in welche ein Ausgleichsgewicht 14 eingesetzt ist, welches
darin von einer Kappe 36 gehalten wird, die beispielsweise aus dem gleichen Material
wie der Griff 11 besteht und vorzugsweise auch dessen Außenflächen formmäßig angepaßt
ist.
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Figur 21 zeigt einen aus einem vorderen Griffteil lla und einem hinteren
Griffteil 11b zusammengesetzten Griff.
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Der vordere Griffteil lla ist an seinem hinteren Ende mit einem Zapfen
37 versehen, welcher von einem Zapfenloch 38 aufgenommen wird, welches im vorderen
Ende des hinteren Griffteils 11b gebildet ist. Ein Ausgleichsgewicht 14 ist zwischen
die beiden Griffteile lla und 11b scheibenartig eingesetzt und mit einer mittiaen
Durchgangsöffnung 39 versehen, deren
Form komplementär zum Querschnitt
des Zapfens 37 ist. Beim Zusammenbauen wird der Zapfen 37 des vorderen Griffteils
lla durch die Durchgangsöffnung 39 im Ausgleichsgewicht 14 hindurch in die Zapfenöffnung
38 des hinteren Griffteils lib eingefügt.
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Wie Fig. 22 zeigt, kann ein Griff 11 in seiner Oberfläche mit einer
Ausnehmung versehen sein, in welche ein Ausgleichsgewicht 14 eingefügt ist, dessen
Form vorzugsweise der Außenform des Griffes angepaßt ist.
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Bei der Ausführungsform nach Fig.23 ist in der Oberfläche eines Griffes
11 ein Schlitz 40 gebildet, welcher sich in der Griffoberfläche zum hinteren Griffende
erstreckt. In den Schlitz 40 ist ein Ausgleichsgewicht 14 eingesetzt, welches in
dem Schlitz in Längsrichtung des Griffes 11 in verschiedene Positionen verschiebbar
ist. Mit dem verschiebbaren Ausgleichsgewicht 14 kann das Gewicht des Messers wahlweise
eingestellt werden.
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Die Erfindung kann auf alle Arten von Messer, insbesondere Küchenmesser
wie beispielsweise Fruchtmesser, Messer für gefrorene Lebensmittel usw. angewendet
werden. Der Griff 11 kann auch aus anderen Materialien als Kunststoff bestehen,
beispielsweise aus Holz oder Metall.
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Durch die Erfindung kann das Gewicht der Klinge 12 und des Griffes
11 durch ein am Griff 11 befestigtes Ausgleichsgewicht ausbalanciert werden. Die
Messer, insbesondere Küchenmesser, welche gewichtsmäßig gut ausbalanciert sind und
gleichzeitig ein schönes Aussehen haben,können dadurch auch auf einfache und billige
Weise leicht hergestellt werden.