DE3315654A1 - Polarographischer messfuehler fuer die bestimmung des sauerstoff-gehaltes in gasen - Google Patents
Polarographischer messfuehler fuer die bestimmung des sauerstoff-gehaltes in gasenInfo
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Description
e.h.1983 Pf/Jä
R. ^
ROBERT BOSCH GMBH, 7OOO Stuttgart 1
Polarographischer Meßfühler für die Bestimmung des ■
Sauerstoff-Gehaltes in Gasen
Sauerstoff-Gehaltes in Gasen
Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einem polarographischen Meßfühler nach der Gattung des Hauptanspruchs. Bei derartigen
polarographischen Meßfühlern, die nach dem Diffusionsgrenzstromprinzip arbeiten, wird dieser Diffusionsgrenzstrom bei einer konstanten, an den beiden Elektroden des Meßfühlers
anliegenden Spannung gemessen. Dieser Strom ist in einem
bei Verbrennungsvorgängen entstehenden, mager eingestellten Abgas von der Sauerstoffkonzentration solange abhängig, wie die Diffusion des Gases zur Kathode die Geschwindigkeit der ablaufenden Reaktion bestimmt. Es ist bereits vorgeschlagen worden, derartige polarographische Meßfühler in der Weise
aufzubauen, daß sowohl Anode als auch Kathode dem zu messenden Gas ausgesetzt sind, wobei die Kathode eine Diffusionsbarriere trägt, um ein Arbeiten im Diffusionsgrenzstrombereich zu erzielen. Die Anode ist ohne eine solche Diffusionsbarriere dem Meßgas ausgesetzt, was zur Folge hat, daß an
dieser als Referenzelektrode dienenden Anode kein konstanter Sauerstoffpartialdruck herrscht, was für die Messung im
mageren Bereich nachteilig ist, da die Kennlinie bei Λ_ = 1 einen Stromsprung aufweist und nicht stetig aus dem Mageren ins Fette verläuft.
polarographischen Meßfühlern, die nach dem Diffusionsgrenzstromprinzip arbeiten, wird dieser Diffusionsgrenzstrom bei einer konstanten, an den beiden Elektroden des Meßfühlers
anliegenden Spannung gemessen. Dieser Strom ist in einem
bei Verbrennungsvorgängen entstehenden, mager eingestellten Abgas von der Sauerstoffkonzentration solange abhängig, wie die Diffusion des Gases zur Kathode die Geschwindigkeit der ablaufenden Reaktion bestimmt. Es ist bereits vorgeschlagen worden, derartige polarographische Meßfühler in der Weise
aufzubauen, daß sowohl Anode als auch Kathode dem zu messenden Gas ausgesetzt sind, wobei die Kathode eine Diffusionsbarriere trägt, um ein Arbeiten im Diffusionsgrenzstrombereich zu erzielen. Die Anode ist ohne eine solche Diffusionsbarriere dem Meßgas ausgesetzt, was zur Folge hat, daß an
dieser als Referenzelektrode dienenden Anode kein konstanter Sauerstoffpartialdruck herrscht, was für die Messung im
mageren Bereich nachteilig ist, da die Kennlinie bei Λ_ = 1 einen Stromsprung aufweist und nicht stetig aus dem Mageren ins Fette verläuft.
Vorteile der Erfindung
Der erfindungsgemäße polarographische Meßfühler mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß durch die Schaffung einer internen
Sauerstoffreferenz das Signal des Meßfühlers stetig
aus dem Mageren ins Fette verläuft und in dieser Kurve kein Stromsprung mehr auftritt, wobei die Tatsache besonders
hervorzuheben ist, daß diese Sauer stoffreferenz erreicht
wird, ohne eine Verbindung zur Außenluft herstellen zu müssen. Diese Tatsache führt zu einer Vereinfachung
im Aufbau des Meßfühlers und zu einer größeren Beweglichkeit in der Wahl des Einbauortes gegenüber solchen Meßfühlern,
bei denen die Anode mit der Außenluft als Sauerstoffreferenz in Verbindung steht.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und. Verbesserungen des
im Hauptanspruch angegebenen Meßfühlers möglich. Besonders vorteilhaft ist es, den die beiden Anoden verbindenden
Kanal als poröse Schicht auszubilden, die mit einer gasdichten Schicht abgedeckt ist, wobei diese gasdichte
Schicht über der Anode der ersten Zelle feine Löcher aufweist, die als Überdruckbegrenzung innerhalb der porösen
Schicht dienen.
Zeichnung
Ein Ausführungsbeispiel ist in der Figur dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Es zeigen Figur 1 den Schnitt durch die Spitze eines erfindungsgemäßen
Meßfühlers in Plättchenform, Figur 2 zeigt die Draufsicht von der Unterseite her und Figur 3
die Draufsicht von der Oberseite her.
3 -
18531
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
Der Meßfühler besteht aus einem Festelektrolytplättchen von beispielsweise 50 mm V 8 mm * 1 mm aus stabilisiertem
Zirkondioxid. Dieses Plättchen trägt zwei Elektroden 2a und 2b, die entweder aus Platin oder aus einem Gemisch
aus Platin und stabilisiertem Zirkondioxid bestehen, wobei dieses Zirkondioxid etwa Uo Vol.-# ausmacht. Diese aus den
Elektroden 2a und 2b sowie dem Elektrolyten 1 bestehende erste Zelle stellt die eigentliche Meßzelle dar, an die
eine Gleichspannung von einigen Volt gelegt wird d-srart,
daß die Elektrode 2a die Kathode und die Elektrode 2b die Anode bildet. Die Kathode 2a ist vollständig von einer
Poren oder Kanäle aufweisenden Schicht 7, einer sogenannten Diffusionsbarriere, von etwa 15 /um Dicke abgedeckt,
die derart angeordnet ist, daß das Gas nur durch diese Diffusionsbarriere hindurch an die Kathode 2a gelangen
kann. Die Diffusionsbarriere T besteht beispielsweise
ebenfalls aus Zirkondioxid und weist eine solche Porosität auf, daß der aus der Kathode 2a und der Anode
2b sowie dem Festelektrolytkörper 1 gebildete Teil des gesamten Meßfühlers über einen möglichst weiten Bereich
des Sauerstoffpartialdruckes im Grenzstrombereich arbeitet,
Zur Bildung der zweiten Zelle trägt das Festelektrolytplättchen 1 in einigem Abstand von den Elektroden 2a und
2b zwei weitere Elektroden 3a und 3b, die in der gleichen Weise aufgebaut sind wie die zuvor genannten Elektroden.
Bei dieser zweiten Zelle bildet die Elektrode 3a die Kathode und die Elektrode 3b die Anode. Zwischen den beiden
Kathoden 2a und 3a ist zunächst eine isolierende Schicht 6a aus Aluminiumoxid aufgebracht, die ihrerseits eine
Leiterbahn i+a trägt, die teilweise über die Elektroden 2a
und 3a gezogen ist und diese elektrisch verbindet. Eine weitere Leiterbahn 5a ist an der Gegenseite der Elektrode
3a angebracht und übernimmt die elektrische Kontaktierung
der beiden Kathoden 2a und 3a. Zwischen den beiden Elektroden 2b und 3b befindet sich auf dem Festelektrolyten
zunächst wieder eine isolierende Schicht 6b aus Aluminiumoxid, die eine weitere Leiterbahn Ub zur Kontaktierung
der Elektrode 2b trägt, die aber nicht die Elektrode 3b berührt. Die Kontaktierung der Elektrode 3b erfolgt über
eine weitere Leiterbahn 5b. Die Leiterbahnen könnnen ebenfalls aus Platin oder einem Platin-Zirkondioxid-Gemisch
oder aus einem anderen elektrisch leitfähigen Material bestehen. Über den Elektroden 2b und 3b sowie der Leiterbahn
Ub befindet sich eine in hohem Maße poröse Schicht 8, die beispielsweise aus Aluminiumoxid mit einem hohem Anteil
eines Porenbildners wie beispielsweise Ammoncarbonat bestehen kann. Diese poröse Schicht 8 ist mit einer gasdichten
Schicht 9 aus einem rekristallisierenden Glas wie z. B. Erdalkalisilikatglas überzogen, wobei diese
Schicht 9 um die Elektrode 2b herumgreift und bis auf den Festelektrolyten 1 reicht, während am anderen Ende auch ein
Teil der Leiterbahn 5b mit dieser Schicht abgedeckt ist.
Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf die Kathodenseite des plättchenförmigen Meßfühlers, während Figur 3 die Anodenseite
zeigt. Es ist ersichtlich, daß die Elektroden 2a und 2b zentral an der Spitze des Meßfühlers angeordnet
sind. Die Elektrode 3a ist als Ring und die Elektrode 3b als U ausgeführt. Aufgrund dieser Anordnung können die
Leiterbahnen Ua und 5a in einem durchgehenden Band zusammengefaßt
werden. Auf der Anodenseite verlaufen die Leiterbahnen Ub und 5b getrennt. Die Kathode 2a ist mit der
Diffusionsbarriere 7 überdeckt. In Figur 3, die die Anodenseite
zeigt, wurden die Schichten 8 und 9 weggelassen.
An die Leiterbahnen 5a und Ub wird eine Gleichspannungsquelle von etwa einem Volt angelegt, die den Diffusions-
grenzstrom zur Messung der Sauerstoffkonzentration zwischen
den Elektroden 2a und 2b liefert. An die Leiterbahnen 5a und 5b vird eine weitere Gleichspannungsquelle von etwa
einem Volt angelegt, und zwar derart, daß für beide Fälle an der Leiterbahn 5a der negative Pol der Gleichspannungsquellen liegt. Die Gleichspannungsquelle zwischen den Leiterbahnanschlüssen
5a und 5b verursacht nun einen sogenannten Pumpstrom, der dafür sorgt, daß Sauerstoffmoleküle von der Elektrode 3a in Form von Ionen durch den
Festelektrolyten 1 hindurch zur Elektrode 3b wandern, dort wieder entladen werden und somit als Sauerstoffmoleküle
zur Verfügung stehen. Diese Sauerstoffmoleküle, deren Angebot
höher ist als an der Elektrode 2b, da die Elektrode 3a im Gegensatz zur Elektrode 2a keine Diffusionsbarriere
aufweist und die Sauerstoffmoleküle des Meßgases daher ungehindert Zutritt zu der Elektrode 3a haben, wandern
durch die poröse Schicht 8 bis an die Elektrode 2b, wo die feinen Löcher 10 einen Sauerstoffüberdruck verhindern.
Es herrscht aber an der Elektrode 2b ein Sauerstoffüberschuß,
so daß die aus den Elektroden 2a und 2b sowie dem Festelektrolyten 1 bestehende Zelle mit einem Sauerstoffüberschuß, d. h. einer Sauerstoffreferenz an der Elektrode
2b arbeiten kann, ohne daß eine Verbindung zum Sauerstoff der Außenluft geschaffen werden muß.
- Leerseite -
Claims (1)
1. 3b) ebenfalls eine Spannung anlegbar ist, so daß an der
Anode (2b) der ersten Zelle ein Sauerstoffüberschuß vorliegt.
2. Meßfühler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (8) aus einer porösen Schicht gebildet ist, die
mit einer gasdichten Schicht (9) abgedeckt ist.
3. Meßfühler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die gasdichte Schicht (9) über der Anode (2b) als Überdruckbegrenzung wirkende feine Löcher (10) aufweist.
h. Meßfühler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kathoden (2a) und (3a) mit einer Leiterbahn (Ua) ver-
\J I V
bunden sind und einen gemeinsamen Leiterbahnanschluß (5a) aufweisen, während die Anoden (2b) und (3b) je einen Leiterbahnanschluß
(Ub) bzw. (5b) aufweisen.
5. Meßfühler nach Anspruch U, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiterbahnen (Ua) und (Ub) durch Schichten (6a) und
(6b) gegen den Festelektrolytkörper (1) elektrisch isoliert sind.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833315654 DE3315654A1 (de) | 1983-04-29 | 1983-04-29 | Polarographischer messfuehler fuer die bestimmung des sauerstoff-gehaltes in gasen |
| JP59084252A JPS59208454A (ja) | 1983-04-29 | 1984-04-27 | ガス中の酸素含量を測定するためのポ−ラログラフイツクセンサ |
| US06/604,985 US4496455A (en) | 1983-04-29 | 1984-04-27 | Polarographic sensor and sensing system for determining oxygen content in gases |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833315654 DE3315654A1 (de) | 1983-04-29 | 1983-04-29 | Polarographischer messfuehler fuer die bestimmung des sauerstoff-gehaltes in gasen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3315654A1 true DE3315654A1 (de) | 1984-10-31 |
| DE3315654C2 DE3315654C2 (de) | 1990-11-22 |
Family
ID=6197738
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19833315654 Granted DE3315654A1 (de) | 1983-04-29 | 1983-04-29 | Polarographischer messfuehler fuer die bestimmung des sauerstoff-gehaltes in gasen |
Country Status (3)
| Country | Link |
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| JP (1) | JPS59208454A (de) |
| DE (1) | DE3315654A1 (de) |
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Legal Events
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: G01N 27/50 |
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |