-
Schrank für Schriftstücke u. dgl., in dem ein Teil jedes Schriftstücks
andauernd sichtbar ist. Die Erfindung betrifft Neuerungen an Schränken für Schriftstücke
u. dgl. und insbesondere Schränke, bei denen ein Teil der aufbewahrten Schriftstücke
andauernd sichtbar ist. Schränke dieser Art werden oft in Hotels angewendet, wo
Angaben über Gäste aufbewahrt werden sollen, die leicht dem Personal zugänglich
sind, ohne daß jedoch dem Publikum eine Einsicht in die Angaben gewährt wird.
-
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die Schriftstücke in einer
Anzahl aufeinander aufgebauter Schriftstückträger aufbewahrt werden, die durch Pfosten
des Schrankes in Stellung gehalten werden.
-
Ein weiteres Kennzeichen besteht darin, daß zur Führung der Träger
die Seitenpfosten mit je nach einwärts ragenden Rippen oder Flanschen ausgerüstet
sind, welche in seitliche Schlitze in den Trägern hineinragen, um so die Träger
zu führen.
-
Die Erfindung zeichnet sich ferner dadurch aus, daß die Träger nach
Art von oben offenen Metalltaschen ausgebildet sind, deren Vorderwand nahe den Seitenkanten
mit Ohren versehen sind, welche sich auf die Hinterwand der darunterliegenden Tasche
auflegen.
-
Endlich wird ein Kennzeichen der Erfindung darin gesehen, daß die
Vorderwand jedes Trägers zwischen den beiden Röhren ausgeschnitten ist, so daß der
dort befindliche Teil des Schriftstückes auch ohne Anheben des Trägers sichtbar
ist.
-
Die Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel eines solchen Schriftstückschrankes
dar. Fig. i ist eine schaubildliche Ansicht desselben.
-
Fig. 2 ist ein wagerechter Schnitt nach II-II der Fig. i.
-
Fig. 3 ist in größerem Maßstab ein Schnitt durch zwei benachbarte
Schriftstückträger. . Fig. q. zeigt in schaubildlicher Ansicht in etwas .größerem
Maßstab die Unterbringung des Oberteiles des Schriftstückes im Träger. Fig.5 ist
eine schaubildliche Ansicht, in welcher nur der sichtbare Teil des Schriftstückes
eine etwas andere Aufdruckform besitzt. .
-
Der Rahmen i des Schrankes besteht aus den Seitenbalken 2 und 3, die
oben und unten durch Querplatten q. und 5 in richtigem Abstand voneinander gehalten
werden. Nach Fig. 2 haben die Pfosten 2 und 3 winkelförmigen Querschnitt, so daß
auf diese Weise von ihnen ein Teil der Vorderwand und die Seitenwand gebildet wird.
Auch die Endplatten 4. und 5 sind vorzugsweise in ähnlichem Querschnitt gehalten,
und zwar erstreckt sich von dem unteren Balken 5 ein Schenkel nach oben und von
dem oberen Balken ein Schenkel nach unten über die Vorderwand der Pfosten 2 und
3. -Die Verbindung der Querbalken mit den Pfosten erfolgt durch Niete oder Schrauben
7.
-
An der Rückseite des Schenkels der Winkeleisen 2 und 3, welche die
Vorderwand bilden, sind Führungsleisten 9 von U-förmigem Querschnitt durch Schrauben
oder Niete 8 befestigt. Diese Führungsleisten legen sich mit zwei Wänden gegen die
Innenflächen der
Schenkel der Winkeleisen 2 und 3, während ein Schenkel
der Führungsleisten -zur Führung der Kartenträger dient. Das ganze Rahmenwerk besteht
vorzugsweise aus Metall, um glatte Führungsflächen herzustellen, auf welchen sich
die verschiedenen Teile ohne Schwierigkeit verschieben lassen.
-
Die Träger der Schriftstücke, die mit diesem Rahmen oder Schrank benutzt
werden sollen, bestehen vorzugsweise ebenfalls aus Blech oder einem anderen Streifen
biegsamen Materials und besitzen zwei nahezu parallel verlaufende Wände 1q., 15,
zwischen welchen der Raum 16 zur Aufnahme des Oberteiles eines Schriftstückes verbleibt.
Jeder dieser Träger ist etwas länger als der Abstand zwischen den beiden einander
zugekehrten Kanten der Vorderwände der Winkeleisen 2 und 3 und dabei etwas kürzer
als der zwischen den beiden Schenkeln der Führungsleisten g verbleibende Abstand.
Um also diese Träger in den Schrank einzusetzen, ist es notwendig, die Träger schräg
zu stellen, wie in Fig. i oben gestrichelt angedeutet ist. Befinden sie sich dann
im Rahmen, so nehmen sie ohne weiteres eine Lage im rechten Winkel zu den aufrechten
Pfosten 2 und 3 ein, und zwar liegen dann die Enden der Träger parallel zum inneren
Flansch der Führungsleisten g und verlaufen längs dieser Flanschen nach abwärts
(Fig. 2-).
-
Um die Träger im Schrank selbst in Stellung zu erhalten, ist die Vorderwand
jedes Trägers mit nach aufwärts gerichteten Ohren 18 versehen; diese Ohren IS des
untersten Trägers ruhen unmittelbar auf der Oberkante des unteren Winkeleisens 5
auf (Fig. i), oder die Ohren 18 der höher verlegten Träger stützen sich auf den
Oberkanten der Rückwand 15 der jeweils unter ihnen liegenden Träger ab. Diese Ohren
sind ferner mit Führungsschlitzen 1g versehen, deren Kanten die einragenden Wandteile
der Winkeleisen 2 und 3 umfassen.
-
Um jenen Teil eines Schriftstückes, der innerhalb der Träger liegt,
sichtbar zu machen, ist die Vorderwand 14 jedes Trägers ausgeschnitten, wie dies
besonders aus den Fig. q und 5 deutlich hervorgeht, und die Rückwand 15 jedes Trägers
erstreckt sich bis über die Vorderwand hinaus. Diese Verlängerung der Rückwand über
die Vorderwand ist hauptsächlich der Tatsache zuzuschreiben, daß die Ohren 18 nahe
den Seitenkanten der Vorderwand nach vorn rechtwinklig abgebogen sind. Es entstehen
dadurch an der Vorderwand die zwei nach aufwärts ragenden Teile 2o, die den Leseraum
für das eingeschobene Schriftstück begrenzen. An der Oberkante jeder Rückwand 15
befinden sich zwei Kerben 15' für die Finger sowie eine nach vorn abgebogene Zunge
15", von welchen die letztere das Entfernen des Trägers oder Einsetzen desselben
erleichtert, während die Kerben die Entfernung der Karte aus dem Träger leichter
machen. Die leichte Führung der Träger, die Einführung der Träger in den Schrank
und die Einstellung jedes Trägers mit Bezug auf den anderen wird jedoch dadurch
erleichtert, daß eine der oberen Ecken an der Rückwand 15 etwas abgeschnitten wird,
so - daß die Rückwand an dieser Stelle eine schräge Kante 16' besitzt, wie dies
aus den Fig. q. und 5 _hervorgeht.
-
Wird dann der Träger in den Schrank eingesetzt oder soll er daraus
entfernt werden, so wird er vorzugsweise in einem Winkel eingebracht, wie dies aus
Fig. i hervorgeht, so daß die schräge Kante 16' flach gegen den Flansch der Führungsleiste
g anliegt, und während der Träger sich in dieser Schrägstellung befindet, wird er
gesenkt -und nachher etwas verdreht, so daß er sich im rechten Winkel zu den Pfosten
2 und 3 einstellt. Soll ein Träger wieder angehoben werden, so wird dieser am besten
ebenfalls durch Ausschwingung in die in Fig. i gezeigte Lage bewegt, und zwar, indem
das Ohr 18 angehoben wird, welches der Kante 16 diagonal gegenüberliegt.
-
In Hotels und in Geschäftsräumen ist es häufig notwendig, Schriftstücke
zu verwenden, die länger sind als - die Tiefe der Träger. Es würde demnach nur eine
ganz geringe Anzahl von Schriftstücken in einen solchen Schrank angesetzt werden
können, oder die Schriftstücke in jedem einzelnen Träger müßten gefaltet werden.
Um dies zu vermeiden, sind die Schriftstücke, die von den oberen Trägern gehalten
werden, so ausgebildet, daß sie hinter den unteren Trägern liegen, so daß also eine
Ablesung des Inhalts des Schriftstückes entweder ermöglicht wird, wenn das Schriftstück
aus dem Träger ausgehoben oder wenn der Träger selbst aus dem Schrank entfernt wird.
Jeder der Träger ist zu diesem Zweck am Boden mit einem Schlitz 23 ausgestattet,
und die Schriftstücke 24 sind so ausgebildet, daß der durch diesen Schlitz hindurchragende
Teil enger ist als der im eigentlichen Träger liegende obere Teil 25 des Schriftstückes.
Die zwischen Körper und Kopf 25 liegenden Schultern 26 ruhen dann im Boden der Träger
seitlich von den Schlitzen 23 auf. Die Kopfteile 25 sind so hoch gehalten, daß sie
unterhalb der Oberkanten der Rückwand der Träger liegen.
-
Um die Ohren IS der Vorderwand in sichtbarer Stellung auf den Oberkanten
der Rückwand der weiter unten liegenden Träger zu halten, sind die Kanten der Rückwand
nahe den Seitenteilen bei 27 abgesetzt, und zwar ist die abgesetzte Stelle so weit,
wie die Ohren 18 breit sind. Angenommen, die Teile sind zusammengestellt wie eben
beschrieben, und der
Schrank soll als Fremdenliste in einem Hotel
dienen, so ist die Gebrauchsweise ungefähr die folgende Wenn ein Gast ankommt, trägt
der Angestellte den Namen an dem Kopf eines solchen Schriftstückes ein, vorzugsweise
mit der Zimmernummer und solch anderen Angaben, als der Allgemeinheit zugänglich
sein sollen. Die Träger, welche sich über jenem befinden, in welchem das neue Schriftstück
nun einzusetzen ist, können insgesamt durch Erfassen des Griffes 15" angehoben werden,
oder sie können einzeln durch Erfassen des Ohres 18 gegenüber der schrägen Kante
16' ausgeschwungen werden, so daß ein neuer Träger eingesetzt werden kann. Dann
wird auch die neue Karte in diesen Träger eingebracht, indem der Hauptteil dieser
Karte durch den Schlitz 23 hindurchgesteckt wird, bis die Schultern 26 auf dem Boden
des Trägers aufruhen. Von Zeit zu Zeit können durch Angestellte die notwendigen
Eintragungen auf das Schriftstück selbst vorgenommen werden. Wenn der Gast das Hotel
verläßt, so kann entweder der ganze Träger aus dem Schrank entfernt oder nur die
Karte kann herausgenommen und in ein passendes Register eingelegt werden. Sollte
der Gast Anweisung zur Weiterbeförderung von Briefsachen nach Verlassen des Hotels
geben, so kann entweder eine entsprechende Karte in den Träger eingesetzt, oder
der ganze Träger kann in einen anderen Schrank eingefügt werden, der nur solche
Angaben enthält.