DE3313339C2 - - Google Patents
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23F—COFFEE; TEA; THEIR SUBSTITUTES; MANUFACTURE, PREPARATION, OR INFUSION THEREOF
- A23F3/00—Tea; Tea substitutes; Preparations thereof
- A23F3/36—Reducing or removing alkaloid content; Preparations produced thereby; Extracts or infusions thereof
- A23F3/38—Reducing or removing alkaloid content from tea extract
- A23F3/385—Reducing or removing alkaloid content from tea extract using flocculating, precipitating, adsorbing or complex-forming agents, or ion-exchangers
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23F—COFFEE; TEA; THEIR SUBSTITUTES; MANUFACTURE, PREPARATION, OR INFUSION THEREOF
- A23F5/00—Coffee; Coffee substitutes; Preparations thereof
- A23F5/20—Reducing or removing alkaloid content; Preparations produced thereby; Extracts or infusions thereof
- A23F5/22—Reducing or removing alkaloid content from coffee extract
- A23F5/223—Reducing or removing alkaloid content from coffee extract using flocculating, precipitating, adsorbing or complex-forming agents, or ion-exchangers
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- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Tea And Coffee (AREA)
- Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von entcoffeinierten Genußmittel-Extrakten ohne Verwendung
von organischen Lösungsmitteln.
Coffein ist das anregende Prinzip in den am meisten
verbreiteten Genußmitteln wie Kaffee, Tee, Kakao
und Mate. Die pharmakologischen Wirkungen des
Coffeins auf Kreislauf und Zentralnervensystem werden
von den meisten Verbrauchern geschätzt, es gibt aber
auch größere Gruppen von Personen, die auf Coffein
sowohl hinsichtlich des Kreislaufes als auch
hinsichtlich der zentralanregenden Wirkung empfindlich
reagieren, so daß bereits seit langem versucht worden
ist, das Coffein oder zumindest einen Teil des Coffeins
aus den pflanzlichen Ausgangsprodukten zu entfernen.
Das übliche Verfahren zur Herstellung von entcoffeiniertem
Kaffee oder anderen Genußmitteln besteht darin, daß
grüner Rohkaffee oder ein entsprechendes Produkt mit
organischen Lösungsmitteln wie zum Beispiel Trichloräthylen,
Chloroform, Essigsäureester, Dichlormethan oder ähnlichen
Stoffen ausgezogen wird, wobei vorwiegend nur das Coffein
entfernt wird. Die Lösungsmittel werden mit Dampf oder
unter Vacuum sowie durch Rösten weitgehend entfernt und
das entcoffeinierte Rohmaterial dann wie üblich mit Wasser
extrahiert und getrocknet.
Bei der Herstellung von entcoffeiniertem Kaffee gilt als besonders
nachteilig, daß durch den Entcoffeinierungsprozeß die
physikalische Struktur der grünen Kaffeebohne verändert
wird, so daß beim Röstprozeß ein anderer Kaffeegeschmack
entsteht. Darüber hinaus sind im entcoffeinierten Röst
kaffee immer noch Spuren von Lösungsmittelresten vorhanden.
Neben dem Coffein werden aber die sehr wichtigen
Carbonsäure-5-hydroxy-tryptamide, die neben dem
Coffein entscheidend für die positive psychische
Einflußkraft des Kaffees sind, entfernt und verworfen.
Wegen dieser Nachteile beim konventionellen Verfahren
sind bereits eine Reihe von anderen Verfahren vorge
schlagen worden, bei der die Entfernung des Coffeins
mittels überkritischer Gase oder mit Ionenaustauschern
entsprechend der US-PS 31 08 876, mit Kohlenstoffver
bindungen entsprechend US-PS 21 51 582 oder mit Polymerharzen
wie in der DE-OS 26 00 492 erfolgt.
Bei dem Verfahren entsprechend der DE-OS 26 00 492
sollen im Gegensatz zu den früher vorgeschlagenen Ver
fahren, die mit Ionenaustauscherharzen arbeiteten, keine
Ionen ausgetauscht werden, sondern es soll nur eine
Adsorption stattfinden. Neben dem Coffein wird aber auch
noch die Chlorogensäure zu 25-50% entfernt. In der
genannten Offenlegungsschrift werden als Adsorbentien
Acrylesterharze oder Polystyrol-Divinylbenzolharze
vorgeschlagen, die zum Teil Sulfonsäuregruppierungen
enthalten. Das in der DE-OS 26 00 452 beschriebene Verfahren
weist aber beträchtliche Nachteile auf, da bei der
Entcoffeinierung ohne vorheriges Abstreifen der wasser
löslichen Kaffeearomen ein Extraktkaffee erhalten wird,
der zwar entcoffeiniert, aber geschmacklos ist und daher
als ungenießbar angesehen werden muß. Wenn man den
Kaffee-Extrakt vor der Entcoffeinierung einer Wasserdampf
destillation unterwirft, um die Kaffeearomastoffe
abzustreifen und später wieder hinzuzusetzen, so ist
dieses eine wesentliche Komplizierung des Verfahrens
und außerdem ist bekannt, daß nur ein Teil der Kaffee
aromastoffe wasserdampfflüchtig sind, daß also immer
Aromaverluste eintreten. Ein weiterer Nachteil besteht
darin, daß man zwar einen entcoffeinierten Extrakt
kaffee erhält, dem aber zusätzlich etwa 25-50%
Chlorogensäure entzogen sind. Dieses verteuert das
Verfahren enorm, außerdem sind derartige Extraktkaffees
nach der deutschen Kaffeeverordnung nicht verkehrsfähig.
Ferner benötigt man für die Herstellung eines ent
coffeinierten Extraktkaffees eine Kontaktzeit mit den
Adsorbentien von etwa 5 Stunden, was sehr große Apparaturen
bedingt und unrationell erscheint. Hinzu kommt, daß
neben der Regenerierung des Adsorbens mit Wasser auch
noch eine zweite Regenerierung mit 40% Wasser und 60%
Propanol notwendig ist, was ebenfalls kosten- und zeit
aufwendig ist. Der ursprüngliche Vorteil, daß ohne
organische Lösungsmittel extrahiert wird, geht hier
wieder verloren, denn das Wasser-Propanolgemisch wird
eingedampft und dem Extraktkaffee wieder zugefügt.
Es besteht daher immer noch ein großes Bedürfnis danach,
ein Verfahren zu entwickeln, das eine schonende Ent
coffeinierung ohne Verwendung organischer Lösungsmittel
und ohne Geschmackseinbußen erlaubt.
Zur Lösung der Aufgabe wird ein Verfahren zur
Entcoffeinierung von Genußmittel-Extrakten unter Verwendung makroporöser und unpolarer Polystyrolharze als Adsorberharze vorgeschlagen, das
dadurch gekennzeichnet ist, daß als Adsorbens ein
Polystyrolharz mit einer Porosität von etwa 40-45%,
einem Porendurchmesser von 4-8 nm und einer Ober
fläche von etwa 450-550 m2/g eingesetzt wird und
vor dem Kontakt mit der zu entcoffeinierenden Substanz
mit 0,01-0,03% schwefliger Säure gspült werden
oder die zu entcoffeinierende Genußmittelextraktlösung
vor dem Kontakt mit dem Adsorberharz mit 0,01-0,03%
schwefliger Säure versetzt wird.
Überraschenderweise wurde festgestellt, daß sich eine
Entcoffeinierung von Genußmitteln ohne Verwendung
organischer Lösungsmittel dadurch erreichen läßt,
daß als Adsorbentien keine Polyacrylharze oder
Polystyrol-Divinylbenzolharze mit einem Anteil an
Sulfonsäuregruppierungen verwendet werden, sondern
daß Polystyrolharze ohne polare oder ionogene Gruppen
zum Einsatz kommen. Diese Adsorbentien weisen folgende
Charakteristiken auf, nämlich eine Porosität von etwa
40-45%, einen Porendurchmesser von etwa 4-8 nm
sowie eine Oberfläche von etwa 450-550 m2/g. Die
Korngröße der reinen Polystyrolharze beträgt etwa
0,2-0,8 mm, die Dichte liegt bei etwa 1,02 g/ml
und das Schüttgewicht bewegt sich im Bereich von etwa
650-700 g/l.
Ein bedeutender Vorzug liegt darin, daß bei Verwendung
von Polystyrolharzen eine wesentlich verkürzte
Behandlungszeit erreicht werden kann. Beim Durchfluß
von Extraktkaffeelösungen mit etwa 15-30% Trocken
substanz wird bei einer Kontaktzeit von 5-10 Minuten
und bei 45°C der Coffeingehalt unter 0,3%, bezogen auf
die Trockenmasse, gesenkt. Die Regenerierung von 1 kg
Adsorptionsharz erfolgt mit etwa 5 Liter Wasser bei einer
Temperatur von etwa 70°C pro Liter Adsorptionsharz. Die
Austauscherharze sind unbegrenzt verwendbar. Nach etwa
100 Austauschvorgängen wird das Adsorbens einmal mit
50%iger Isopropanollösung gewaschen, dieses Waschwasser
wird gegebenenfalls nach Wiedergewinnung des Isopropanols
durch Destillation verworfen.
Die Polystyrolharze werden vor Aufgabe des zu entcoffeinierenden
Genußmittels mit einer etwa 0,01-0,03%igen Lösung
schwefliger Säure bearbeitet, um die Adsorption bzw.
Oxidation der Kaffeearomastoffe hintanzuhalten. Anstelle
das Harz vorher mit schwefliger Säure zu bearbeiten,
kann die H2SO3-Lösung auch dem Extraktkaffee oder
einem anderen coffeinhaltigen Produkt zugesetzt
werden.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Beispiele
näher erläutert:
100 l Extraktkaffee mit 30% Trockensubstanz werden
mit 45°C über ein Bett mit 30 kg Polystyrolharz
z. B. Lewatit OC 1031, welches auch auf 45°C
erwärmt wurde und vorher mit 0,03% H2SO3 behandelt
wurde, geleitet. Die Durchlaufgeschwindigkeit beträgt
etwa 5 kg/Minute. Nach der Entcoffeinierung kann das
Produkt entweder als entcoffeinierter Flüssigkaffee
verwendet oder zu getrocknetem Extraktkaffee weiter
verarbeitet werden. Der Extraktkaffee weist einen
Gehalt von schwefliger Säure von unter 1 mg/SO2/kg
auf.
Die Regeneration des Austauscherharzes erfolgt in
der Weise, daß 30 kg Harz mit 180 kg Heißwasser
von 70°C und der oben angegebenen Durchlaufgeschwindigkeit
gewaschen werden. Das Waschwasser kann entweder aufge
arbeitet werden oder wird zweckmäßiger Weise zur
Standardisierung von Extraktkaffee oder zur Herstellung
von Sportlerkaffee mit erhöhtem Coffeingehalt verwendet.
30 l einer 0,02%igen wäßrigen Lösung von H2SO3
werden über 30 kg eines Polysterolharzbettes geleitet,
und zwar mit einer Durchlaufgeschwindigkeit von 5 kg
pro Minute. Dann werden 100 l Extraktkaffee mit 30%
Trockensubstanz über das Austauscherbett geleitet und
wie unter Beispiel 1 beschrieben weiter verarbeitet.
100 l pflanzliche Extrakte wie z. B. Tee mit 25-30%
Trockensubstanz werden mit 45°C über ein Bett mit 30 kg
Polysterolharz mit den angegebenen Charakteristiken
gegeben, welches auch auf 45°C vorerwärmt und mit
0,03% schwefliger Säure vorbehandelt wurde. Die Durchlauf
geschwindigkeit beträgt 5 kg/Minute. Die Regenerierung
erfolgt wie in Beispiel 1 beschrieben.
Entweder kann der Flüssigtee als solcher abgepackt
oder getrocknet, insbesondere sprühgetrocknet werden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Entcoffeinierung von Genußmittel-
Extrakten unter Verwendung makroporöser und unpolarer
Polystyrolharze als Adsorberharze, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Adsorberharze eine Porosität von
40-45%, einen Porendurchmesser von 4-8 nm und
eine Oberfläche von 450-550m2/g aufweisen und vor
dem Kontakt mit der zu entcoffeinierenden Substanz
mit 0,01-0,03% schwefliger Säure gespült
werden oder die zu entcoffeinierende Genußmittel
extraktlösung vor dem Kontakt mit dem Adsorberharz
mit 0,01-0,03% schwefliger Säure versetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktzeit zwischen Adsorberharz und der zu
entcoffeinierenden Lösung 5-10 min bei 45°C beträgt
und die Regenerierung der Adsorberharze mit Wasser
bei etwa 70°C erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833313339 DE3313339A1 (de) | 1983-04-13 | 1983-04-13 | Verfahren zur herstellung von entcoffeinierten genussmitteln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833313339 DE3313339A1 (de) | 1983-04-13 | 1983-04-13 | Verfahren zur herstellung von entcoffeinierten genussmitteln |
Publications (2)
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| DE3313339A1 DE3313339A1 (de) | 1984-10-18 |
| DE3313339C2 true DE3313339C2 (de) | 1991-03-21 |
Family
ID=6196265
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833313339 Granted DE3313339A1 (de) | 1983-04-13 | 1983-04-13 | Verfahren zur herstellung von entcoffeinierten genussmitteln |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3313339A1 (de) |
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