DE3311499A1 - Lenkflugkoerper und steuereinrichtung hierfuer - Google Patents
Lenkflugkoerper und steuereinrichtung hierfuerInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Lenkflugkörper und
dergleichen, und insbesondere, aber nicht ausschließ
lich auf Flugkörper, die in der Lage sind, am Boden
befindliche Fahrzeugziele zu bekämpfen und die eine
Zielflugeinrichtung aufweisen.
Flugkörper dieser Bauart umfassen im allgemeinen eine
Vorrichtung, die auf gewisse Strahlungen im elektro
magnetischen Spektrum anspricht, die charakteristisch
für das Ziel sind, wodurch der Flugkörper auf das Ziel
geführt und die Drehgeschwindigkeit der Zielsichtlinie
bestimmt wird. Dabei ist eine Gruppe fester äußerer
Oberfläche und eine Gruppe beweglicher Steuerruder
flächen vorgesehen, damit der Flugkörper auf aerodyna
mische Weise steuerbar ist und es sind Instrumente,
beispielsweise Kreisel und Beschleunigungsmesser vor
gesehen, um das Flugverhalten zu messen. Der ganze
Aufbau ist in der Weise zusammengefaßt, daß der Flug
körper eine Leitgenauigkeit erhält, die genügend groß
ist um bewegliche Bodenziele angreifen zu können. Diese
Bauart von Flugkörpern hat jedoch Nachteile im Hinblick
auf die Kosten der Ruderflächen und der Instrumente
sowie im Hinblick auf den komplexen Aufbau und die Kosten
eines präzisen Kardansystems, welches notwendig sein
kann, um die Drehrate der Flugkörper-Ziel-Sichtlinie
zu bestimmen. Ein solcher Flugkörper kann außerdem bei
geringen Fluggeschwindigkeiten nicht gesteuert werden,
wenn dann nämlich die aerodynamischen Kräfte und Momente
zu klein sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nach
teile zu vermeiden oder zu vermindern, und insbesondere
sollen die beweglichen äußeren Ruderflächen wegfallen.
Die Erfindung sieht Steuermittel für einen Lenkflug
körper oder dergleichen vor, der eine Längsachse be
sitzt, wobei die Steuermittel eine Mehrzahl von seit
lich gerichteten Düsen aufweisen, um ein Strömungs
mittel abzublasen und dadurch seitliche Schübe auf
den Flugkörper zu übertragen, wobei die Düsen in
wenigstens zwei Gruppen in Längsrichtung im Abstand
zueinander derart angeordnet sind, daß die Schübe das
Flugverhalten des Flugkörpers steuern können.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung sind die
Düsen paarweise angeordnet, wobei zwei Düsen eines
jeden Paares in unterschiedlichen Gruppen und ent
gegengesetzt und nach außen gerichtet in jeder von
wenigstens zwei Ebenen angeordnet sind, die die Längs
achse einschließen und im Winkel von 90° aufeinander
stehen. Auf diese Weise können die Düsen Radialschübe
auf den Flugkörper aufüben und sie sind so angeordnet,
daß die Schübe oder Schubkomponenten in zwei Ebenen
durch die Längsachse verlaufen, die senkrecht aufeinander
stehen. Diese Schübe können dadurch eine Seitenbewe
gung und eine Drehbewegung der Längsachse bewirken.
Die jeweilige Bewegung oder die Kombination von Bewe
gungen zu jedem Zeitpunkt kann durch Mittel bestimmt
werden, die das Ausblasen des Strömungsmittels steuern
und dadurch die Größe und Anwendung des Schubs bestimmen.
Gemäß einer abgewandelten Ausführungsform der Erfindung
sind die Düsen paarweise derart angeordnet, daß jeweils
zwei Düsen eines jeden Paares in unterschiedlichen
Gruppen und entgegengesetzt und nach außen gerichteten
Düsenpaaren in jeder von wenigstens zwei parallelen
Ebenen angeordnet sind, die symmetrisch und parallel
im Abstand zueinander und zu der Längsachse angeordnet
sind. Demgemäß können die Schübe eine Seitenbewegung
und eine Drehbewegung der Längsachse und eine Dreh
bewegung um die Längsachse bewirken. Die jeweilige
Bewegung oder Kombination von Bewegungen kann zu
jedem Zeitpunkt durch Steuerung wie oben erwähnt, bewirkt
werden.
Die Steuervorrichtung kann in Form einer Einheit ange
ordnet werden, und in einem Lenkflugkörper oder der
gleichen vorgesehen werden.
Die Erfindung bezieht sich ferner auf einen Lenkflug
körper oder dergleichen, der die erwähnte Steuerein
richtung aufweist, wobei die Gruppen von Düsen symmetrisch
in Längsrichtung im Abstand auf gegenüberliegenden Seiten
des Massenmittelpunktes des Flugkörpers angeordnet sind.
Die Erfindung betrifft ferner einen Lenkflugkörper oder
dergleichen mit einer Steuervorrichtung, wobei die
Düsen paarweise derart angeordnet sind, daß zwei Düsen
eines jeden Paares in unterschiedlichen Gruppen liegen
und jedes Düsenpaar in entgegengesetzter Richtung zu
einem anderen Düsenpaar in der gleichen Ebene gerichtet
ist, wobei die Gruppen symmetrisch in Längsrichtung im
Abstand auf gegenüberliegenden Seiten des Massenmittel
punktes des Flugkörpers angeordnet sind.
Falls erforderlich, können mehr als zwei Gruppen
von Düsen symmetrisch auf gegenüberliegenden Seiten
des Massenmittelpunktes angeordnet werden.
Vorzugsweise sind Mittel vorgesehen, um die Größe
und die Anwendung der Schübe gemäß dem Winkel
zwischen Flugkörperlängsachse und Ziellinie einzu
stellen.
Die Erfindung umfaßt auch ein Verfahren zur Steuerung
des Flugverhaltens eines Lenkflugkörpers oder der
gleichen, der eine Längsachse aufweist. Gemäß diesem
Verfahren wird ein Strömungsmittel an einer Mehrzahl
von Stellen, die um den Flugkörper verteilt sind, und
auf gegenüberliegenden Seiten des Massenmittelpunktes
in Längsrichtung im Abstand zueinander liegen, ausge
blasen und es wird das Ausblasen gesteuert, um das
erforderliche Flugverhalten zu erreichen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist der Kopf des Flugkörpers mit einer Vorrichtung
ausgestattet, die auf gewisse Strahlung im elektro
magnetischen Spektrum anspricht, die charakteristisch
für das Ziel ist, so daß der Flugkörper auf das Ziel
hingeführt werden kann und kontinuierlich der Winkel
zwischen der Längsachse des Flugkörpers und der Flug
körper-Ziellinie bestimmt werden kann. Außerdem sind
Mittel vorgesehen, um einen Seitenschub auf den Flug
körper über mehrere Düsenpaare auszuüben, deren Schub
vektor in radialer Richtung in zwei Ebenen verläuft,
die im Winkel von 90° aufeinanderstehen, wobei diese
Düsen im Abstand zueinander und symmetrisch um den
Massenmittelpunkt des Flugkörpers in der Weise ange
ordnet sind, daß in jeder Ebene gleiche Schubvektoren
von einem Düsenpaar in der gleichen Richtung eine
Seitwärtsbewegung in Horizontalrichtung und/oder
in Vertikalrichtung des Flugkörpers bewirken und
gleiche Schübe auf gegenüberliegenden Seiten, die
durch zwei Düsen auf entgegengesetzten Seiten des
Massenmittelpunktes in Radialrichtung austreten,
eine Drehbewegung erzeugen. Außerdem sind Mittel
vorgesehen, um die Größe und das Auftreten der Schübe
gemäß dem Winkel zwischen der Längsachse des Flug
körpers und der Flugkörper-Ziellinie zu steuern. Bei
dieser bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
können statt dessen Mittel vorgesehen sein, um einen
seitlichen Schub auf den Flugkörper über mehrere
Paare von Düsen auszuüben, die derart angeordnet
sind, daß sie einen Schub in parallelen Ebenen er
zeugen (und nicht in zwei im Winkel von 90° auf
einanderstehenden Ebenen), wobei diese Düsen nunmehr
symmetrisch um den Massenmittelpunkt des Flugkörpers
herum in der Weise angeordnet sind, daß zusätzlich
zu einer seitlichen Bewegung und einer Drehbewegung
der Längsachse des Flugkörpers in jener Ebene außerdem
noch eine Drehbewegung um die Längsachse erzeugt werden
kann, wie dies oben erwähnt wurde.
Was beide Steuermethoden anbelangt, so besteht außer
dem die Möglichkeit, irgendwelche Düsen derart im
Winkel anzustellen, daß zusätzlich zu dem seitlichen
Schub und der Drehung eine Gesamtschubkomponente längs
der Längsachse des Flugkörpers erhalten wird.
Vorzugsweise sind die Mittel zur Bestimmung des
Winkels zwischen der Flugkörperachse und der Flugkörper-
Ziel-Sichtlinie in der Lage, einen Zielanflug
mit mehreren Grad versetzt zur Längsachse vorzunehmen,
z. B. mit einer Versetzung von 4° und es werden jeweils
mehrere Messungen pro Sekunde, z. B. 10 bis 20 Messungen
durchgeführt.
Vorzugsweise sind die Steuermittel für die Größe und
Anwendung der Schübe in der Lage, den Flugkörper zu
veranlassen, Winkelschwingungen, d. h. konische
Schwingungen, um den Massenmittelpunkt durchzuführen.
Vorzugsweise werden die Schübe durch Ausblasen heißer
Gase durch Verbrennen einer pyrotechnischen Ladung,
z. B. von Kordit, in einer Brennkammer erhalten.
Vorzugsweise stellen die Durchschnittsschubpegel, die
hierbei erzeugt werden, einen linearen Anteil eines
elektrischen Eingangssignals dar.
Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung
mit vier Düsenpaaren anhand der Zeichnung beschrieben.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt eines Lenkflugkörpers
mit einer erfindungsgemäßen Steuervorrich
tung, kombiniert mit einem Blockschaltbild
der Steuerschaltung für diese Steuervor
richtung;
Fig. 2 einen Schnitt durch eine Gruppe von Düsen
des Flugkörpers gemäß Fig. 1;
Fig. 3 und 4 Seitenansichten eines Lenkflugkörpers
mit einer abgewandelten Steuervor
richtung;
Fig. 5 einen Querschnitt nach der Linie
A-A′ gemäß Fig. 3.
Gemäß Fig. 1 und 2 weist der Flugkörper, der zur
Bekämpfung von sich bewegenden Bodenzielen geeignet
ist, einen Sucherkopf 1 auf, um den Winkel zwischen
der Längsachse X des Flugkörpers und der Sichtlinie
zwischen Flugkörper und Ziel zu bestimmen. Im Flug
körper ist eine Schuberzeugungsvorrichtung 2 mit vier
paarweise angeordneten Düsen 2a vorgesehen, wobei die
eine Düse eines jeden Paares im gleichen Winkelabstand
auf jeder Seite des Massenmittelpunktes G angeordnet
ist und die Paare in zwei Ebenen liegen, die einander
im Winkel von 90° schneiden und durch die Längsachse
verlaufen, damit die Bewegung des Flugkörpers dadurch
gesteuert werden kann, daß Gas abgelassen wird. Außer
dem weist der Flugkörper einen Raum 3 auf, der die
Energieversorgung für den Sucherkopf 1 und die Schub
erzeugungsvorrichtung 2 sowie die übrigen Aggregate
des Flugkörpers enthält. Der Sucherkopf enthält außer
dem die Elektronik zur Steuerung von Schubgröße und
Richtung der seitlichen Schubstrahlen.
Die folgende Beschreibung, die auf die Fig. 1 und
2 Bezug nimmt, befaßt sich mit den Prinzipien der
Arbeitsweise in einer Ebene, die die Längsachse umfaßt.
Die gleichen Prinzipien sind für eine Ebene zutreffend,
die im Winkel von 90° versetzt ist und wenn die Schub
vorrichtungen in den beiden Ebenen zusammen arbeiten,
dann kann der Flugkörper dreidimensional gesteuert
werden.
Der Sucherkopf 1 sucht ein Ziel und bestimmt den
Winkel zwischen der Längsachse des Flugkörpers und
der Sichtlinie Y zwischen Flugkörper und Ziel. Dieser
Winkel wird als "Justierfehlerwinkel" bezeichnet. Das
Justierfehlersignal wird einer elektrischen Verstärker-
und Kompensationsschaltung 4 zugeführt, um ein elek
trisches Signal zu erzeugen, welches proportional
einem differentiellen Schubbefehl (δT) ist, und es
wird einer weiteren elektrischen Verstärker- und
Integratorstufe 5 zugeführt, um ein elektrisches
Signal zu erzeugen, welches dem Seitenschubbefehl T
proportional ist. Diese elektrischen Signale werden
dann in einer Schaltung 6 summiert und in einer Stufe
7 differenziert, um elektrische Signale für die vorderen
und hinteren Gruppen von Schubdüsen in der folgenden
Weise zu erzeugen (diese Funktionen können in dem
Sucherkopf durchgeführt werden). Durch die kombinierte
Wirkung der elektrischen Eingangssignale und einer
Sägezahn-Trägerwelle vom Generator 8 erzeugt ein Elektro
magnetantrieb 9, 10 Rechteckwellenimpulse variabler
Breite, auf die die Elektromagnete 11, 12 ansprechen.
Die sich hieraus ergebende Bewegung der Elektromagnete
erzeugt mittlere Schubpegel, die proportional dem je
weiligen Bedarf sind und die Resultierende dieser
mittleren Schubpegel stellt einen Schub T dar, der
durch den Massenmittelpunkt hindurchläuft und ein Dreh
moment erzeugt, welches um diesen Massenmittelpunkt
wirkt und proportional δT ist.
Nachdem der Flugkörper vom Startfahrzeug abgeschossen
ist, wird die im Raum 3 befindliche Energieversor
gung aktiviert und der Sucherkopf 1 sucht nach einem
Ziel innerhalb seines Sichtfeldes. Wenn augenblick
lich kein Ziel sichtbar ist, dann führt der Flug
körper eine konische Abtastung um seinen Massenmittel
punkt durch, um das Suchersichtfeld zu verbreitern.
Wenn ein Ziel ausgemacht ist, dann verfolgt der Sucher
kopf 1 das Ziel und beginnt Justierfehlersignale aus
zusenden. Diese werden dann durch elektrische Schaltungen
4, 5, 6, 7 in Schubbefehle umgeformt, was wiederum durch
die Wirkung der Elektromagnete 11, 12 der vorderen und
hinteren Schubdüsen bewirkt wird. Der resultierende
Seitenschub und das Drehmoment bewirken eine transla
torische Bewegung und eine Rotationsbewegung des Flug
körpers und dies wird durch den Sucherkopf festge
stellt und zur Erzeugung weiterer Justierfehlersignale
benutzt. Dieses Verfahren durch das der Sucherkopf 1
quasi kontinuierliche Korrekturen auf die Flugkörper
bewegung ausübt, dauert fort bis der Flugkörper das
Ziel erreicht hat.
Bei dem in den Fig. 3, 4 und 5 dargestellten Aus
führungsbeispiel werden vier Düsenpaare 2a benutzt, die
in zwei parallelen Ebenen angeordnet sind, welche im
gleichen Abstand auf gegenüberliegenden Seiten der Längs
achse X des Flugkörpers liegen. Die Düsen sind außerdem
in zwei Gruppen angeordnet, die symmetrisch im Abstand
längs der Achse auf gegenüberliegenden Seiten des Massen
mittelpunktes des Flugkörpers liegen. Die Pfeile in
diesen Figuren zeigen die Schubrichtung an, die durch
Ablassen von Gas aus den jeweiligen Düsen erzeugt wird,
so daß eine Seitwärtsbewegung der Längsachse gemäß
Fig. 3, eine Drehbewegung der Längsachse gemäß
Fig. 4 und eine Drehbewegung um die Längsachse
gemäß Fig. 5 zustande kommt. Wenn dieses Steuer
verfahren benutzt wird, bestimmt der Sucherkopf
den Gesamtwinkel zwischen der Längsachse des Flug
körpers und der Sichtlinie zwischen Flugkörper und
Ziel (anstelle von zwei Komponenten mit 90°) sowie
die Richtung des Winkels gegenüber der gemeinsamen
Wirkungsebene der Schubvorrichtung.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 bis 5 können
zur Verbesserung der Steuerung die Düsen (statt in der
Ebene, in der sie liegen ausgerichtet zu sein) in einem
Winkel gegenüber jenen Ebenen angestellt sein, der von
der gemeinsamen Ebene durch die Längsachse zwischen
und parallel zu den erwähnten Ebenen weg verläuft.
Statt dessen oder zusätzlich können zwei entgegengesetzt
gerichtete Paare von radial gerichteten Düsen in einer
Ebene vorgesehen sein, die durch die Achse geht und
rechtwinklig zu den erwähnten Ebenen liegt.
Die Erfindung kann beispielsweise für Flugkörper An
wendung finden, die gestartet werden und keinen eigenen
Vortrieb aufweisen. Die Erfindung kann aber auch für
Flugkörper Anwendung finden, die eine mit Brennstoff
versorgte Vortriebseinheit tragen und hierbei bezieht
sich der erwähnte Begriff "Massenmittelpunkt" auf den
Flugkörper, nachdem der Kraftstoff in der Schubvorrich
tung verbraucht ist oder die Antriebseinheit abgeworfen
ist.
Die Erfindung kann auch für Bomben und andere Geschosse
Anwendung finden und all diese Flugkörper sollen unter dem
Ausdruck "Lenkflugkörper u. dgl." zusammengefaßt werden.
Claims (6)
1. Steuereinrichtung für einen Lenkflugkörper
oder dergleichen, der eine Längsachse auf
weist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrich
tung eine Mehrzahl von seitlich gerichteten
Düsen umfaßt, um ein Strömungsmittel austreten
zu lassen und um dadurch seitliche Schübe auf
den Flugkörper wirken zu lassen, und daß die
Düsen in wenigstens zwei Gruppen angeordnet
sind, die in Längsrichtung im Abstand zueinander
so angeordnet sind, daß die Schübe das Flugver
halten des Flugkörpers steuern können.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen paarweise
angeordnet sind, wobei die beiden Düsen eines
jeden Paares in unterschiedlichen Gruppen und
in gegeneinander gerichteten und nach außen ge
richteten Paaren von Düsen in jeder von wenigstens
zwei Ebenen angeordnet sind, die durch die Längs
achse verlaufen und im Winkel von 90° aufeinander
stehen.
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen paarweise
angeordnet sind, wobei die beiden Düsen eines
jeden Paares in unterschiedlichen Gruppen und
gegenüberliegend und in nach außen gerichteten
Düsenpaaren in wenigstens zwei parallelen
Ebenen angeordnet sind, die symmetrisch von
der Längsachse im Abstand angeordnet sind.
4. Lenkflugkörper mit einer Steuervorrichtung
nach den Ansprüchen 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppen von
Düsen symmetrisch im Abstand in Längsrichtung
auf gegenüberliegenden Seiten des Massenmittel
punktes des Flugkörpers angeordnet sind.
5. Flugkörper nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorhanden
sind, um die Größe und die Anwendung des Schubs
gemäß dem Winkel zwischen der Längsachse des
Flugkörpers und einer Ziellinie einzustellen.
6. Verfahren zur Steuerung des Flugverhaltens eines
Flugkörpers oder dergleichen, mit einer Längs
achse,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Strömungsmittel
in seitlicher Richtung aus mehreren Stellen
des Flugkörpers und auf gegenüberliegenden
Seiten des Massenmittelpunktes des Flugkörpers
in Längsrichtung gesehen, austritt, und daß das
Abblasen des Strömungsmittels gesteuert wird,
um das gewünschte Flugverhalten zu erreichen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB8130456 | 1981-10-09 | ||
| GB8136856 | 1981-12-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3311499A1 true DE3311499A1 (de) | 1992-12-10 |
Family
ID=26280921
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833311499 Ceased DE3311499A1 (de) | 1981-10-09 | 1983-03-29 | Lenkflugkoerper und steuereinrichtung hierfuer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3311499A1 (de) |
Cited By (3)
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| WO1998023914A3 (en) * | 1996-11-26 | 1998-07-09 | Tracor Aerospace Inc | Control system for gun and artillery projectiles |
| DE102014002822A1 (de) * | 2014-02-26 | 2015-08-27 | Diehl Bgt Defence Gmbh & Co. Kg | Verfahren zum Start eines Lenkflugkörpers und Flugkörpersystem |
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- 1983-03-29 DE DE19833311499 patent/DE3311499A1/de not_active Ceased
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8131 | Rejection |