DE3310084C1 - Träger aus Kunststoff für Bade- und Brausewannen - Google Patents
Träger aus Kunststoff für Bade- und BrausewannenInfo
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Description
- Bei Einlegen der Wanne in den fertig montierten Träger kann es vorkommen, daß trotz der in den nutenförmigen Ausnehmungen der Seitenwände eingelassenen Profilleisten, insbesondere im mittleren Bereich dieser Seitenwände, Durchbiegungen eintreten. Um dies zu vermeiden, ist nach einer Ausgestaltung der Erfindung ferner vorgesehen, daß im oberen Bereich der Seitenwand, im Bereich der größten Durchbiegung, eine sich gegen den eingesetzten Wannenkörper anlegende Åbstützschraube vorgesehen ist.
- Der aus den Seiten- und Stirnwänden zusammcngesetzte Wannenträger muß vor dem Verfliesen der Wandteile und dem Verfliesen der äußeren Trägerseiten an der Wand befestigt werden. Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung werden hierzu an den Eckpfosten angeschraubte Wandanschlußwinkel verwendet, denen jeweils ein drehbares Anschlußstück zugeordnet ist.
- Dic Anordnung eines drehbaren Anschlußstückes hat den Zweck, den Wannenträger auch dann noch einbauen zu können, wenn bereits die Wandteile, an denen der Wannenträger zu befestigen ist, verfliest sind und ein Andübeln des Wandanschlußwinkels oberhalb des Kastengestells nicht erfolgen kann.
- Für die Stirn- und Seitenwände wird aus Gründen einer geringercn Wasseraufnahme, einer außergewöhnlich guten Mal3haltigkeit, einer höchsten mechanischen Druckfestigkeit, einer erhöhten und konstanten Wärmeisolierwirkung, einer Altersbeständigkeit, einer Unempfindlichkeit gegen Schimmel, Bakterien, Insekten und Nager ein besonderes Kunststoffmaterial vorgeschlagen, welches aus aufgeschäumten Polystren besteht, wobei die Plattenelemente in Schichtbauweise hergestellt sind.
- Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Stirnwände einseitig nach unten schräg verlaufen. Diese besondere Formgebung gestattet, daß die vordere Seitenwand in vertikaler Ausführung, aber auch in nach unten schräg verlaufender Ausführung hergestellt werden kann, um so eine Art Untertritt zu ermöglichen. Für den letzten Fall sind die Stirnwände lediglich zu vertauschen.
- Die Vorteile, die mit der Erfindung erreicht werden, bestehen darin, daß durch die besondere Materialwahl und einen entsprechenden Aufbau der Plattenelemente und der eingelassenen Metall- oder Kunststoffprofile sowie deren Verbindung miteinander eine Grundlage für eine einfache und sämtlichen Stabilitälsanforderungen entsprechende Baueinheit geschaffen wird.
- Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 in perspektivischer Darstellung den Träger mit sämtlichen zu seiner Herstellung erforderlichen Elementen, F i g. 2 einen Querschnitt durch einen bereits montierten Wannenträger bei einer Wandverfliesung nach dem Dünnbettverfahren, F i g. 3 eine entsprechende Darstellung der F i g. 2 bei einer Wandverfliesung nach dem Dickbettverfahren, Fig.4 einen fertig montierten Wannenträger mit nach unten schräg verlaufender Seitenwand, Fig.5 einen fertig montierten Wannenträger mit senkrecht nach unten verlaufender Seitenwand, Fig. 6 in perspektivischer Darstellung die Innenansicht einer Seitenwand mit Eckpfosten und diesen zugeordneten Zusatzelementen, F i g. 7 in perspektivischer Darstellung einen zusammengesetzten Träger mit Wandanschlußclementen, F i g. 8 in perspektivischer Darstellung eine Stirnwand mit Wandanschlußclementen, F i g. 9 einen Teilabschnitt der eingesetzten Schraubverbindung.
- Wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, setzt sich der Träger aus Seitenwänden 1, 1a und Stirnwänden 2, 2a zusammen. Als Stabilisierungselemente dienen profilierte Leisten 4, 4a aus Metall oder Kunststoff, die in nutenartigen Ausnehmungen 3, 3.7 in den Seiten- und Stirnwänden eingelassen sind. Die Stirnwände 2, 2a verlaufen einseitig 6 nach unten schräg. Die Verbindung zwischen Seitenwänden 1, 1a und Stirnwänden 2, 2a erfolgt über Eckpfosten 7, die aus Winkelprofilen hergestellt sind und die an den in den Seiten- und Stirnwänden eingelassenen Profilleisten 4, 4a angeschraubt sind. An der Unterseite der Eckpfosten 7 ist zusätzlich ein höhenverstellbares Fußwinkelstück 8 angebracht, das seinerseits eine Stellschraube 9 trägt. Die hintere Seitenwand und die Stirnwände haben im oberen Bereich nutenartige Ausnehmungen 10 bzw. 10a, in die eine Wandanschlußleiste 11 eingesetzt ist. Die verschiedenen Möglichkeiten sind insbesondere in den F i g. 2 (Dünnbettverfahren) und 3 (Dickbettverfahren) dargestellt. In den F i g. 4 und 5 sind die beiden grundsätzlichen Einbautechniken der vorderen Seitenwand dargestellt. Die Seitenwand 1 (F i g. 4) läuft schräg nach unten, während die Seitenwand 1 der F i g. 5 senkrecht nach unten verläuft. Eine Änderung der Stirnwände 2, 2a bei den vorgenannten Einbautechniken ist nicht erforderlich; es genügt lediglich eine Vertauschung dieser Stirnwände.
- Wie aus der Darstellung der F i g. 6 entnommen werden kann, kann den Eckpfosten 7 oberseitig zusätzlich ein höhenverstellbares Kopfwinkelstück 12 zugeordnet werden, um - wie oben erwähnt - Unebenheiten im Wannenkörper auszugleichen. Das höhenverstellbare Fußwinkelstück 8 dient dem Zweck, die Höhe der Seitenwände 1, 1a zu ändern. Dies gilt insbesondere, wenn der Bauherr eine geringere Einbauhöhe verlangt, die ein besseres Einsteigen in die Wanne gestattet. Die Fußwinkelstücke werden nach oben um das zu verringernde Maß der Höhe der Seitenwände versetzt und anschließend ein entsprechender Streifen von den Seitenwänden abgetrennt. Die Stellschraube 9 dient ihrerseits dazu, um Unebenheiten im Boden auszugleichen, d. h. eine genaue Einjustierung des Trägers zu gewährleisten. Die Befestigung des erstellten Trägers in Kastenform an der Wand erfolgt über Wandanschlußwinkel 17, denen jeweils ein drehbares Anschlußstück 18 zugeordnet ist.
- Das Vorsehen einer Drehbarkeit für das Anschlußstück 18 ist oben beschrieben. Nähere Einzelheiten sind der F i g. 7 zu entnehmen.
- In der F i g. 8 ist noch einmal im einzelnen eine Seitenwand 2a mit einer profilierten Stabilisierungsleiste 4a aus Metall oder Kunststoff und Wandanschlußleisten 1 1a aufgezeigt.
- Die F i g. 9 zeigt die im Trägersystem verwendeten Schraubverbindungen, die als Schraubschnellverschluß aus einer Gewindebüchse 13 mit kragenförmigen Ansatz 14 und einer Schraube 15 bestehen.
- In der vorderen Seitenwand (siehe Fig. 1) ist im Bereich der größten Durchbiegung in der in der Seitenwand 1 eingelassenen Profilleiste 4 eine Abstützschraube 16 vorgesehen, die sich gegen den nicht dargestellten Wannenkörper abstützt.
- Wie aus den F i g. 2 und 3 ersichtlich ist, wird in den unteren Nuten 3, 3a mit Stabilisierungsprofilen 4, 4a die Bodenplatte 19 eingesetzt.
- - Leerseite
Claims (9)
- Patentansprüche: 1. Träger aus Kunststoff für Bade- und Brausewannen in Kastenform mit mittiger Ausnehmung zur Aufnahme der Wanne, wobei die Seiten- und Stirnwände jeweils miteinander lösbare Einzelelemente bilden und Eckpfosten mit durch eine Stellschraube höhenverstellbaren Füßen aufweisen, d adurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (1, in) im oberen und unteren Bereich innenseitig in Längsrichtung verlaufende und die Stirnwände (2, 2a) im oberen Bereich außenseitig querverlaufende nutenartige Ausnehmungen (3, 3als, 10a) aufweisen, in die entsprechend profilierte Leisten (4,4a)aus Metall oder Kunststoff eingesetzt und über Schraubverbindungen (5) befestigt sind, und daß die Seitenwände (1, in) und die Stirnwände (2, 2a) mittels angeschraubter Eckpfosten (7) aus Winkelprofilen untereinander verbunden sind, und die Füße als Fußwinkelstück (8) ausgebildet und an den Eckpfosten (7) befestigt sind.
- 2. Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die hintere (wandseitige) Seitenwand(la) im oberen Bereich außenseitig eine längsverlaufende nutenartige Ausnehmung (10) zur Aufnahme der Wandanschlußleiste (11) aufweist.
- 3. Träger nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Eckpfosten (7) aus Winkelprofil oberseitig ein höhenverstellbares Kopfwinkelstück (12) angebracht ist.
- 4. Träger nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Eckpfosten (7) aus Winkelprofil an den in den Seiten- (1, in) und Stirnwänden (2t 2a) eingelassene Leisten (4, 4a) aus Kunststoff oder Metall angeschraubt sind.
- 5. Träger nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, däß als Schraubverbindung (3) ein Schraubschnellverschluß, bestehend aus einer Gewindebüchse (13) mit kragenförmigen Ansatz (14) und einer Schraube (15) verwendet wird.
- 6. Träger nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im oberen Bereich der Seitenwand (1) im Bereich der größten Durchbiegung eine sich gegen den eingesetzten Wannenkörper anlegende Abstützschraube (16) vorgesehen ist.
- 7. Träger nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß seine wannenseitige Befestigung mittels an den Eckpfosten (7) angeschraubten Wandanschlußwinkeln (17) erfolgt, denen jeweils ein drehbares Anschlußstück (18) zugeordnet ist.
- 8. Träger nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß für die Einzelelemente Kunststoffplatten aus aufgeschäumten Polystren in Schichtbauweise verwendet werden.
- 9. Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnwände (2, 2a) einseitig (6) nach unten schräg verlaufen.Die Erfindung betrifft einen Träger aus Kunststoff für Bade- und Brausewannen in Kastenform mit mittiger Ausnehmung zur Aufnahme der Wanne, wobei die Sciten- und Stirnwände jeweils miteinander lösbare Einzelelemente bilden und Eckpfosten mit durch eine Stellschraube höhenverstellbaren Füßen aufweisen.Normalerweise werden Bade- und Brausewannen im Rohbau zunächst montiert und danach fest eingemauert und verfliest. Bei dieser Einbauweise besteht ständig die Gefahr, daß die Wanne beschädigt wird. Ferner bringt diese Ein bauweise mit sich, daß einerseits Wärmeverluste und andererseits Schallbrücken entstehen. Die Folge sind Geräuschbelästigung in Nachbarräumen und Abkühlung des Badewassers wegen fehlender Wärmeisolierung. Problematisch ist außcrdem ein Austauschen der Wanne aufgrund der festen Einmauerung. Die Einmauerung hat zur Folge, daß ein Teil der Fliesen entfernt werden muß, wenn die Wanne ausgetauscht werden soll.Ausgehend von diesen Nachteilen, wurde bereits vorgeschlagen, einen Träger aus Kunststoff in Kastenform vorzusehen, der eine mittige Atisnehmung zur Aufnahme der Wanne aufweist (DE-PS 3110 120).Die bekannte Anordnung weist jedoch den Nachteil auf, daß teurere Werkstoffe und ein höherer Werkzeugaufwand für die Herstellung der Seitenwände erforderlich sind, da die Wände mit Armierungen versehen sind.Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Einzelteile des Trägers unter Beibehaltung der erforderlichen Stabilität in zusammengesetztem Zustand einfach und kostengünstig durch Verwendung billiger Kunststoffe herstellbar und zusammensetzbar auszugestalten.Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Seitenwände im oberen und unteren Bereich innenseitig in Längsrichtung vcrlaufende und die Stirnwände im oberen Bereich außenseitig quer verlaufende nutenartige Ausnehmungen aufweisen, in die entsprechend profilierte Leisten aus Metall oder Kunststoff eingesetzt und über Schraubverbindungen befestigt sind, und daß die Seitenwände und die Stirnwände mittels angeschraubter Eckpfosten aus Winkelprofilen untereinander verbunden sind, und die Füße als Fußwinkelstück ausgebildet und an den Eckpfosten befestigt sind.Von Vorteil bei dieser Ausbildung ist, daß billige Werkstoffe für die Herstellung der Seiten- und Stirnwände verwendet werden können, da ein wesentlicher Traganteil von den eingesetzten und profilierten Leisten übernommen wird.Um eine Schallisolierung zur Wand zu erreichen, ist nach einer weiteren Fortbildung der Erfindung vorgesehen, daß die hintere (wandseitige) Seitenwand im oberen Bereich außenseitig eine längsverlaufende nutenartige Ausnehmung zur Aufnahme der Wandanschlußleiste aufweist.Um eventuelle Unebenheiten im Wannenkörper selbst ausgleichen zu können, ist ferner nach einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß an jedem Eckpfosten aus Winkelprofil oberseitig ein höhenverstellbares Kopfwinkelstück angebracht ist.Das Zusammenfügen der Seitenwände wird nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung dadurch erreicht, daß die Eckpfosten aus Winkelprofil an den in den Seiten- und Stirnwänden cingelassene Leisten aus Kunststoff oder Metall angeschraubt sind. Als Schraubverbindung ist ein Schraubschnellverschluß, bestehend aus einer Gewindebüchse mit kragenförmigem Ansatz und einer Schraube vorgesehen.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1983
- 1983-03-21 DE DE19833310084 patent/DE3310084C1/de not_active Expired
Patent Citations (1)
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