DE3309779A1 - Verfahren zum aufzeichnen eines digitalen informationssignals auf einem aufzeichnungstraeger mit einer strahlungsempfindlichen datenschicht, eine anordnung fuer ein derartiges verfahren und ein optischer aufzeichnungstraeger mit einem derartigen digitalen informationssignal - Google Patents
Verfahren zum aufzeichnen eines digitalen informationssignals auf einem aufzeichnungstraeger mit einer strahlungsempfindlichen datenschicht, eine anordnung fuer ein derartiges verfahren und ein optischer aufzeichnungstraeger mit einem derartigen digitalen informationssignalInfo
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Description
PHN 10.317 * 27-8-1982
-If-
"Verfahren zum Aufzeichnen eines digitalen Informationssignals auf einem Aufzeichnungsträger mit einer strahlungsempfindlichen
Datenschicht, eine Anordnung für ein derartiges Verfahren und ein optischer Aufzeichnungsträger
mit einem derartigen digitalen Informationssignal".
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufzeichnen eines binären Informationssignals auf einem Aufzeichnungsträger
mit einer strahlungsempfindlichen Inforrnationsschicht,
wobei ein diesem Informationssignal entsprechendes Aufzeichnungsmuster in der Datenschicht des
Aufzeichnungsträgers dadurch bewirkt wird, dass zu ausgewählten
Zeitpunkten aus der Reihe der den Bitzellen entsprechenden Zeitpunkte Strahlungsimpulse mit fester Dauer
und Stärke erzeugt werden, die eine derartige Energie besitzen, dass hierdurch EinheitsaufZeichnungszeichen auf
dem Aufzeichnungsträger hervorgerufen werden und wobei das
Informationssignal aus einer Reihe von Bitzellen besteht,
wobei stets minimal η anschliessende Bitzellen vom gleichen
Typ sind, wobei η-'s 2 ist.
Die Erfindung bezieht sich gleichfalls auf einen Aufzeichnungsträger mit einem in einer Informationsspur gespeicherten
digitalen Informationssignal, das aus einer Reihe von Bitzellen besteht, wobei stets minimal η anschliessende
Bitzellen vom gleichen Typ sind und eine Aufeinanderfolgende von Bitzellen von einem ersten Typ stets von einer "
Anzahl von EinheitsaufZeichnungszeichen in der Informationsspur dargestellt wird.
Weiter betrifft die Erfindung eine Anordnung zum Durchführen des Verfahrens, die mit einer Strahlungsquelle,
einem optischen System zum Fokussieren eines von der Strahlungsquelle
ausgestrahlten Strahlungsbündels auf einer strahlungsempfindlichen Datenschicht eines Aufzeichnungsträgers
und mit einer Steuereinrichtung zum Steuern der Strahlungsquelle abhängig von einem zugeführten binären
Informationssignal versehen ist, das aus einer Reihe von
Bitzellen besteht, wobei stets minimal η aufeinanderfolgende
Bitzellen vom gleichen Typ sind und wobei ni2 ist.
PHN 10.317 "it " 27-8-1-982
Aufzeichnungsträger mit einer strahlungsempfindlichen
Datenschicht sind heute stark gefragt. Diese Nachfrage ist im wesentlichen der Tatsache zu verdanken, dass derartige
Aufzeichnungsträger eine sehr grosse Speicherkapazität besitzen,
wodurch es möglich ist, eine sehr grosse Informationsmenge, bei pielsweise Dateninformation und digitalisierte
Video- und/oder Audio-Informationen, auf diesen Aufzeichnungsträgern
aufzuzeichnen.
Die Informationsschicht dieses Aufzeichnungsträgers
besteht aus einem Werkstoff, der eine physikalische Reaktion bei der Beleuchtung mit einem Strahlungsbündel ausreichender
Intensität aufweist, so dass durch die Modulation dieses Aufzeichnungslichtbündels
ein entsprechendes Aufzeichnungsmuster auf dem Aufzeichnungsträger entsteht. Die Informationsschicht
kann beispielsweise aus einem Metall, u.a. Tellur, bestehen, das stellenweise durch Erhitzung bei der Beleuchtung mit dem
erwähnten Strahlungsbündel schmilzt. Auch kann diese Informationsschicht z.B. aus einer Doppelschichtstruktur unter
dem Einfluss des auffallenden Strahlungsbündels chemisch reagierender Werkstoffe bestehen, beispielsweise Aluminium
auf Eisen oder Wismut auf Tellur. Andere geeignete Werkstoffe sind beispielsweise magneto-optische Werkstoffe wie Gd-Fe
und Kobaltferrite. Wesentlich für die vorliegende Erfindung
ist der für die Informationsschicht gewählte Werkstoff als
solcher nicht, solange dieser Werkstoff unter dem Einfluss eines modulierten Strahlungsbündels nur ein dem Informationssignal entsprechendes Aufzeichnungsmuster annimmt.
Für die optimale Verwendung der Speicherkapazität des Aufzeichnungsträgers wird das Informationssignal im allgemeinen
auf eine besondere Art moduliert, d.h. die Quellencodierung des Informationssignals wird in eine Kanalcodierung
umgesetzt, die an die spezifischen Eigenschaften des Kanals angepasst ist, in diesem Fall des Aufzeichnungsträgers.
Eine wichtige Rolle spielende Parameter sind u.a.
(i) die Höchstfrequenz des aufgezeichneten Informationssignals im Zusammenhang mit der beschränkten Durchlassbandbreite
des Aufzeichnungsträgers und der Aufzeichnungs-
und Wiedergabeanordnung,
PHN 10.317 3 27-8-1982
(2) der niederfrequente Signalinhalt des Informationssignals
im Zusammenhang mit möglichem Übersprechen zwischen dem Informationssignal und den bei Leseanordnungen für optische
Aufzeichnungsträger häufig angewandten nieder-
g frequenten Servosignalen für die Zentrierung des Leseflecks
auf der Informationsspur und die Fokussierung dieses LesefleJbks,
(3) die Höchstzahl aufeinanderfolgender Bi.tzellen vom gleichen
Typ im Zusammenhang mit dem häufig geäusserten
^q Wunschi, beim Lesen des Aufzeichnungsträgers Taktinformation
aus dem Informationssignal ableiten zu können.
In der De-Os 31 00 421 ist ein Verfahren eingangs erwähnter Art beschrieben und gleichfalls eine Anzahl der
KanalCodierungen angegeben. Weiter werden in dieser Anmel-
T5 dung zwei Arten zum Aufzeichnen des Informationssignals nach
der Kanalcodierung auf dem Aufzeichnungsträger angegeben.
Beim ersten Verfahren wird ein Lichtbündel genau gemäss dem
digitalen Signal moduliert, so dass auf dem Aufzeichnungsträger
Aufzeichnungsmarkierungen mit variabler Länge aufgezeichnet
werden, die den Perioden entsprechen, bei denen das Informationssignal einen der Digitalwerte einnimmt. Beim
zweiten Verfahren wird das Lichtbündel pulsiert betrieben, d.h. für jede Bitzelle vom gleichen Typ des Informationssignals
wird ein Strahlungsimpuls mit fester Länge und Grosse erzeugt. Auf den Aufzeichnungsträgern haben diese Strahlungsimpulse Aufzeichnungszeichen mit konstanten Abmessungen, Einheitzaufζeichnungszeichen,
zur Folge, wobei ein jedes Einheitsauf Zeichnungszeichen daher eine Bitzelle von einem bestimmten
Typ darstellt. Dieses zweite Verfahren bietet in
3Qbezug auf das erste Verfahren den Vorteil einer geringeren
Verlustleistung in der Strahlungsquelle, was sich auch vorteilhaft auf die Lebensdauer dieser Strahlungsquelle auswirkt.
Weiter wird in dieser DE-Os eine Kanalcodierung
angegeben, bei der immer minimal 2 aufeinanderfolgende Bitzellen
vom gleichen Typ sind. Die Höchstfrequenz des binären Informationssignals ist kleiner, je nachdem die Mindestanzahl
aufeinanderfolgender Bitzellen vom gleichen Typ, also
je nachdem η grosser ist. Dies wirkt sich selbstverständlich
• ··
PHN IO.317 Jf" 27-8-I982
vorteilhaft in bezug auf die erzielbare Speicherkapazität und auf die erforderliche Bandbreite der Aufzeichnungs— und
Wiedergabeanordnung aus.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs erwähnten Art zu schaffen, mit dem eine
sehr hohe Informationsdichte auf dem Aufzeichnungsträger erreichbar
ist, ohne dass extrem hohe Anforderungen an die Aufzeichnungsgeräte
gestellt zu werden brauchen, und wodurch gleichfalls die Verlustleistung in der Strahlungsquelle
weiter herabgesetzt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst,
dass die Strahlungsimpulse derart dimensioniert sind, dass die von diesen Strahlungsimpulsen hervorgerufenen Einheitsauf
Zeichnungszeichen m aufeinanderfolgende Bitzellen vom
gleichen ersten Typ mit 1< m^ η (m und η ganzzahlig) darstellen
und eine grössere Anzahl aufeinanderfolgender Bitzellen
vom gleichen ersten Typ von einer Anzahl einander zumindest berührender EinheitsaufZeichnungszeichen dargestellt wird,
die durch eine Anzahl aufeinanderfolgender Strahlungsimpulse
20hervorgerufen werden.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die Mindestgrösse der EinheitsaufZeichnungszeichen in der
Praxis ihre Grenzen hat. Einerseits spielen dabei Werkstoffparameter
der Informationsschicht, zum andern die Eigenschaften
der bei der Aufzeichnungsanordnung benutzten optischen Komponenten eine Rolle, mit denen das Strahlungsbündel auf
der Informationsschicht fokussiert wird. In dem nunmehr bei Codierungssystemen, bei denen die Anzahl aufeinanderfolgender
Bitzellen vom gleichen Typ grosser als eine Bitzelle ist, dieses EinheitsaufZeichnungszeichen nicht im Verhältnis zu
einer Bitzelle, sondern zu m Bitzellen gebracht wird, wobei 1 < m.<
n, kann eine wesentliche Vergrösserung der Speicherkapazität auf dem Aufzeichnungsträger erreicht werden. Der
mit der erfindungsgemässen Massnahme eingeholte Gewinn ist
35hier vom Wert von m abhängig. Eine bevorzugte Ausführungsform
des erfindungsgemässen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,
dass m = η ist. Hierdurch wird ein Höchstgewinn in der Speicherkapazität
erreicht.
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Eine Aufzeichnungsträger nach der Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, dass ein einziges Einheitsaufzeichnungszeichen m aufeinanderfolgende Bitzellen vom ersten Typ darstellt,
wobei 1 < m ^. η (m und η ganzzahlig), und dass eine
grössere Anzahl aufeinanderfolgender Bitzellen dieses ersten
Typs durch eine Anzahl sich wenigstens berührender Einheitsauf ζeichnungsζeichen dargestellt wird.
Eine erfindungsgemässe Aufzeichnungsanordnung ist
schliesslich dadurch gekennzeichnet, dass die Steueranordnung zur Lieferung von Steuerimpulsen zur Strahlungsquelle
und diese Strahlungsquelle zum Hervorrufen eines Strahlungsimpulses in Beantwortung eines Steuerimpulses eingerichtet
sind, welcher Strahlungsimpulse ein Einheitsaufζeichnungszeichen
auf dem Aufzeichnungsträger auslöst, das m aufeinanderfolgenden
Bitzellen vom gleichen ersten Typ des Informationssignals entspricht, wobei 1<m<-n.
Eine Ausführungsbeispiel nach der Erfindung und Signalformen werden nachstehend an Hand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen
Fig. 1, 2 und 3 Signalformen und die zugeordneten
Aufzeichnungszeichen zur Erläuterung des erfindungsgemässen
Verfahrens,
Fig. h ein Beispiel einer Anordnung zum Erhalten
der beim erfindungsgemässen Verfahren erforderlichen Strahlungsimpulse
und
Fig. 5 die in dieser Anordnung auftretenden Signalformen.
In Fig. 1 ist schematisch an Hand der sog. Miller-Modulation eine erste Ausführungsform des erfindungsgemässen
30Verfahrens dargestellt.
In Fig. 1a ist eine Bitreihe eines digitalen Signals dargestellt, das aus einer aufeinanderfolgende logischer
Nullen und Einsen besteht. Nach der Miller-Modulation wird dieses digitale Signal in ein in Fig. 1b dargestelltes binä-35res
Informationssignal umgesetzt. Dabei besitzt das binäre
Informationssignal nach der Miller-Modulation einen Übergang
halbwegs einer logischen "1" des zugeführten digitalen Signals und einen Übergang zwischen zwei aufeinanderfolgenden
PHN IO.317 X* *\ 27-8-1982
"O"-en dieses Signals.
Diese Miller-Modulation ist dadurch gekennzeichnet, dass die Dauer, die das Binärsignal ohne Unterbrechung einen
der beiden Werte einnimmt, nur eine bestimmte Anzahl diskreter Werte einnehmen kann, welche Werte der Formel nT
entsprechen. Darin ist T der grösste gemeinsame Teiler dieser möglichen diskreten Werte und entspricht bei der Miller-Modulation
der Hälfte der Bitdauer des ursprünglichen Digitalsignals. Der Parameter η kann bei dieser Miller-Modulation
den Wert 2, 3 oder k einnehmen, wie aus der Figur hervorgeht.
Für die Dauer T wird auf übliche Weise nachstehend die Bezeichnung Bitzelle verwendet.
Zum Aufzeichnen des binären Informationssignals auf einem Aufzeichnungsträger mit einer strahlungsempfindliehen
Schicht muss ein Strahlungsbündel derart moduliert werden, dass dadurch auf diesem Aufzeichnungsträger Aufzeichnungszeichen
entstehen, deren Aufeinanderfolge- das binäre
Informationssignal darstellt. Zu diesem Zweck kann selbstverständlich
dieses Strahlungsbündel direkt mit dem aufzuzeich-
20nenden binären Informationssignal moduliert werden. In der
bereits erwähnten DE-OS 31 °0 421 wird daneben die Möglichkeit
zum Aufzeichnen von Einheitsaufzeichnungsζeichen auf
dem Aufzeichnungsträger durch den pulsierten Betrieb der
Strahlungsquelle angegeben. Dazu wird für jede Bitzelle T, die eine logische "1" ist, ein Strahlungsimpuls erzeugt, wie
in Fig. 1c dargestellt. Ein jeder der angegebenen Strahlungsimpulse besitzt ausreichende Leistung zum Hervorrufen eines
Aufzeichnungszeichen auf dem. Aufzeichnungsträger entsprechend
einer Bitzelle. Auf diesem Aufzeichnungsträger entsteht daher
ein Muster von Aufzeichnungszeichen S (in Fig. 1d dargestellt)
mit festen Abmessungen, mit der Bezeichnung Einheitsaufzeichnungszeichen,
welches Muster wiederum das binäre Informationssignal darstellt.
Die Abmessungen dieser EinheitsaufZeichnungszeichen,
im allgemeinen der Durchmesser der runden Zeichen, haben in der Praxis ein Minimum. Eine Rolle spielen dabei einerseits
die Parameter des strahlungsempfindlichen Werkstoffs, und
zum anderen die Eigenschaften der bei der Aufzeichnung ver-
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•40·
wendeten optischen Komponenten. Wird beispielsweise als strahlungsempfindlicher Werkstoff ein Werkstoff benutzt, der
bei der Beleuchtung mit einem Strahlungsbündel ausreichender Stärke schmilzt, ist es häufig so, dass wegen der Zuverlässigkeit
des Einschreibverfahrens eine bestimmte Mindeststrahlungsenergie
gewünscht wird, bei welcher Strahlungsenergie über ein Erhitzungsverfahren des Werkstoffs ein Einheitsaufzeichnungszeichen
bestimmter Abmessungen entsteht. Sollte die Benutzung noch kleinerer Einheitsaufzeichnungszeichen
gewünscht werden, wird das Aufzeichnungsverfahren unzuverlässig.
Die in der Aufzeichnungsanordnung benutzten optischen
Komponenten bestimmen u.a. den Durchmesser des auf die Informationsschicht
projizierten Schreibflecks. Durch eine
kräftige Fokussierung kann diesem Schreibfleck zwar ein äusserst kleiner Durchmesser gegeben werden, der die grosse
Speicherkapazität dieser optischen Aufzeichnungsträger ergibt,
aber auch dieser Durchmesser hat in der Praxis Grenzen. Denn es muss, ungeachtet z.B. möglicher Unebenheiten der Informationsschicht
gewährleistet sein, dass dieser Durchmesser des Schreibflecks zu jeder Zeit aufrechterhalten wird, wodurch
u.a. sehr hohe Anforderungen an die Ebenheit der Informationsschicht
und an die Fokussierungsregelung der Aufzeichnungsanordnung gestellt werden.
Ausserdem ist zu bedenken, dass, sogar wenn es mit vorgeschrittenen Techniken gelingt, Einheitsaufzeichnungszeichen
äusserst geringer Abmessungen auf dem Aufzeichnungsträger
aufzuzeichnen, dies auch ihre Folgen für die Leseanordnung
hat, mit der dieser Aufzeichnungsträger auszulesen
ist. Denn diese Leseanordnung muss die Möglichkeit haben, dieser Einheitsaufzeichnungszeichen zuverlässig zu lesen, wodurch
sehr hohe Anforderungen'an die darin benutzten optischen
Komponen t en und Regelsysteme gestellt werden, beispielsweise an Spurnachführungssystem und Fokussierungssystem- Insbesondere
wenn diese Leseanordnung ein normales Kundengerät ist, beispielsweise zum Lesen digitaler Video- und/oder Audio-Informationen
sind die Anforderungen, die daran gestellt werden dürfen, mit maximalen Grenzen verknüpft.
Das Ergebnis davon ist, dass der Durchmesser der
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BinheitsaufZeichnungszeichen S nach Fig. 1 d in der Praxis
bestimmte Mindestabmessungen hat. Dieser Durchmesser bestimmt dabei im Zusammenhang mit dem Modulationssystem die
Speicherkapazität des Aufzeichnungsträgers.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, diese Speicherkapazität auf einfache Weise zu vergrössern. Dazu werden
erfindungsgemäss nicht mehr EinheitsaufZeichnungszeichen entsprechend
einer Bitzelle aufgezeichnet, sondern Einheitsaufzeichnungszeichen
entsprechend m aufeinanderfolgender Bitzellen
vom gleichen Typ im binären Informationssignal, wobei 1<m^n. Wie bereits erwähnt gilt bei der Miller-Modulation
n=2, so dass hierbei erfindungsgemäss automatisch m=n=2 und
daher entspricht ein EinheitsaufZeichnungszeichen S' zwei
Bitzellen. Weiter wird erfindungsgemäss eine grössere Anzahl aufeinanderfolgender Bitzellen vom gleichen Typ dabei durch
eine Anzahl sich zumindest berührender EinbaLtsaufzeichnungszeichen
dargestellt.
Bei Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens am
binären Informationssignal nach Fig. 1b ergibt dabei z.B.
das Muster vom EinheitsaufZeichnungszeichen gemäss Fig. 1f,
für das Strahlungsimpulse gemäss Fig. 1e erforderlich sind. Der Vergleich der Muster von EinheitsaufZeichnungszeichen
nach Fig. 1d und 1f zeigt z.B., dass die ersten zwei Einheitsauf Zeichnungszeichen S nach Fig. 1b durch ein einziges Ein-
25heitsaufZeichnungszeichen S' in Fig. 1f ersetzt sind, dass
die nachfolgenden drei aufeinanderfolgenden Einheitsaufzeichnungszeichen
nach Fig. 1d durch zwei einander teilweise überlappende EinheitsaufZeichnungszeichen S1 nach Fig. 1f
ersetzt sind, usw.
Die Abmessung der EinheitsaufZeichnungszeichen nach Fig. 1f sind derart gewählt, dass ein direkter Vergleich mit
dem Muster nach Fig. 1d möglich ist. In der Realität wird das EinheitsaufZeichnungszeichen S1 gleich S gewählt. Das Muster
nach Fig. 1f wird dabei auf das Muster nach Fig. 1g reduziert, woraus direkt ersichtlich ist, dass duorch das Verfahren
nach der Erfindung die Speicherkapazität des Aufzeichnungsträgers um den Faktor 2 vergrössert ist.
Neben der vorgenannten Miller-Codierung gibt es
PHN 10.317 % . 27-8-1982
eine grosse Anzahl von Codierungen, bei der die Mindestanzahl
aufeinanderfolgender Bitzellen vom gleichen Typ grosser als
eins ist. Hierzu gehören serielle Codierungen (unter diesen die Miller-Codierung), wobei Datenbits des digitalen Quellensignals
aufeinanderfolgend in Bitzellen des binären Informationssignals
umgesetzt werden, und sog. Blockcodierungen, bei denen immer Wörter des digitalen Signals in ein eindeutiges
Muster von Bitzellen des binären Informationssignals
umgesetzt werden. Ein Beispiel einer derartigen Codierung ist die sog. EFM-Codierung (Eight to Fourteen Modulation),
die in der niederländischen Patentanmeldung 80 04 028 beschrieben
wird, und als Modulation beim Aufzeichnen von Audio-Informationen auf einer optischen Platte benutzt wird,
im sog. Compact Disc Digital Audio System. Bei dieser EFM-Modulation ist das gewonnene binäre Informationssignal dadurch
gekennzeichnet, dass zumindest 3 aufeinanderfolgende
Bitzellen vom gleichen Typ sind (n=3), während das Maximum 11 beträgt. An Hand eines mit dieser EFM-Modulation gewonnenen
Signals ist in Fig. 2 eine Anzahl von Alternativen des
20erfindungsgemässen Verfahrens erläutert.
In Fig. 2a ist das Binärsignal dargestellt. Der bei der Aufzeichnung benutzte Strahlungsimpuls ist derart,
dass ein Einbe itsaufZeichnungszeichen S entsprechend 3 Bitzellen
erhalten wird, der Mindestanzahl aufeinanderfolgender
25Bitzellen vom Typ "S", also m=n=3· Eine grossere Anzahl von
Bitzellen vom Typ "1" kann auf gleiche Weise wie in Fig. 1 durch eine Anzahl aufeinanderfolgender Strahlungsimpulse mit
gegenseitigem Zeitabstand gleich einer Bitzelle aufgezeichnet werden, wodurch sich das Muster nach Fig. 2c ergibt, das
30die Strahlungsimpulse nach Fig. 2b erzeugen. Aus der Figur
ist dabei ersichtlich, dass hierbei eine beträchtliche Überlappung der EinheitsaufZeichnungszeichen auftritt.
In dem in Fig. 2d angegebenen Muster der Strahlungsimpulse ist jeder zweite Strahlungsimpuls der Serie, die
eine Anzahl aufeinanderfolgender Bitzellen vom Typ "1" aufzeichnen
muss, unterdrückt, mit Ausnahme des letzten Strahlungsimpulses einer derartigen Serie. Aus dem diesen Strahlungsimpulsen
entsprechenden Muster von Einheitsaufzeich-
PHN TO. 317 1"$ *27-3-1°<82
nung-szeichen nach. Fig. 2c ist ersichtlich, dass es immer noch
eindeutig das Binärsignal darstellt. Der erreichte Vorteil ist selbstverständlich, dass die Verlustleistung der Strahlungsquelle
herabgesetzt ist.
Bei dem in Fig, 2f dargestellten Muster von Strahlungsimpulsen sind neben dem ersten und dem letzten Strahlungsimpuls, deren Auftreten und Position vorgeschrieben sind, nur
die Mindestanzahl zwischenliegender Strahlungsimpulse zugegeben,
um zu erreichen, dass immer eine Serie sich teilweise überlappender Einheitsaufzeichnungszeichen (Fig. 2g) entsteht,
was durch eine Positionierung der zwischenliegenden Strahlungsimpulse in gleichem Zeitabstand in bezug auf den
ersten und den letzten Strahlungsimpuls erreicht ist.
In dem in Fig. 2i dargestellten Muster von EinheitsaufZeichnungszeichen
ist es schliesslich erlaubt, dass eine Serie aufeinanderfolgender Bitzellen vom Typ "1" durch mehrere
sich nicht überlappender, sondern nur berührender Einheitsauf zeichnungsz eichen dargestellt wird, wodurch die Anzahl erforderlicher
Strahlungsimpulse (Fig. 2h) noch weiter reduziert
ist.
Es wird klar sein, dass es mit Hilfe von Logikschal tung-en einfach ist, aus dem binären Informationssignal
das gewünschter Muster von Strahlungsimpulsen abzuleiten. Die Wahl dieses Musters von Strahlungsimpulsen ist neben der
bereits angegebenen Verlustleistung auch von der gewünschten Zuverlässigkeit abhängig. Bei der Herabsetzung der Anzahl
von Einheitsaufzeichnungszeichen sinkt zu einem gegebenen
Zeitpunkt auch die Zuverlässigkeit ab.
In Fig. 3 ist eine Alternative des Verfahrens nach
30Fig. 2 dargestellt. In Fig. Ja. ist wieder das binäre Informationssignal
nach Fig. 2a dargestellt. Im Gegensatz zur Fig. 2 werden jetzt jedoch EinheitsaufZeichnungszeichen S
erzeugt, die 2 Bitzellen entsprechen, also m=2. Durch die Reihe von Strahlungsimpulsen nach Fig. 3b wird dann ein Mus-
35ter von EinheitsaufZeichnungszeichen S1 erhalten, wie nach
Fig. 3c Auch bei dieser Alternative kann eine Anzahl von
Strahlungsimpulsen unterdrückt werden, beispielsweise jeder zweite Strahlungsimpuls (mit Ausnahme dea letzten) einer
PHN 10.317 >* 27-8-1982
jeden Serie, "was die Reihe von Strahlungsimpulsen nach Fig. 3d.
und das Muster von EinheitsaufZeichnungszeichen nach Fig. 3e
ergibt.
In Fig. k ist beispielsweise eine logische Schalcung
zum Ableiten der Strahlungsimpulse aus dem binären Informationssignal
dargestellt, während Fig. ^a. bis 5d die zugeordneten
Signale darstellen.
Es ist von einem binären Informationssignal I ausgegangen,
in dem zumindest 3 aufeinanderfolgende Bitzellen
vom gleichen Typ sind, so dass EinheitsaufZeichnungszeichen
entsprechend 3 Bitzellen aufgezeichnet werden können.
In der Logikschaltung nach Fig. 4 wird das binäre
Informationssignal I (Fig. 5a) einer Anordnung 1 zugeleitet,
in der dieses Informationssignal über zwei Bitzellen verzögert
wird (Fig. 5b) . Das verzögerte Informationssignal I'-
und das Informationssignal I werden zwei Eingängen eines
UND-Gatters 2 zugeführt. Ein dritter Eingang dieses UND-Gatters 2 empfängt ein Taktsignal k (Fig. 5c), das aus Impulsen
halbwegs jeder Bitzelle besteht.· Am Ausgang dieses UND-Gatters 2 entsteht dabei die Impulsfolge nach Fig. ^d, die einer
Strahlungsquelle 3 zugeführt wird. Diese Strahlungsquelle 5
erzeugt beim Erscheinen eines jeden Strahlungsimpulses zum
Bewirken eines EinheitsaufZeichnungszeichen auf dem Aufzeichnungsträger
entsprechend 3 Bitzellen.
Die bei dieser Aufzeichnungsanordnung benutzten
optischen Komponenten und Regelsysteme wie Fokussierung und dgl. sind für die vorliegende Erfindung von untergeordneter
Bedeutung. Gleiches gilt für die Organisationstruktur auf dem Aufzeichnungsträger, beispielsweise das mögliche Vorhandensein
einer vorgerillten Spur auf diesem Aufzeichnungsträger.
Für ein Beispiel vorgenannter Aspekte der Aufzeichnungsanordnung
sei auf die bereits erwähnte DE-OS 31 OO 421 verwiesen,
die referenz¥eise in diese Anmeldung aufgenommen wird.
Claims (1)
- PHN 10.317 W 27-8-1982PATENTANSPRÜCHEι 1J Verfahren zum Aufzeichnen eines binären Informationssignals auf einem Aufzeichnungsträger mit einer strahlungsempfindlichen Informationsschicht, wobei eine diesem Informationssignal entsprechendes Aufzeichnungsmuster in der Informationsschicht des Aufzeichnungsträgers dadurch bewirkt wird, dass zu ausgewählten Zeitpunkten aus der Folge der den Bitzellen entsprechenden Zeitpunkte Strahlungsimpulse mit fester Dauer und Stärke erzeugt werden, die eine derartige Energie besitzen, dass dadurch Einheitsaufzeichnungszeichen auf dem Aufzeichnungsträger hervorgerufen werden, und wobei das Informationssignal aus einer Folge von Bitzellen besteht, wobei stets minimal η aufeinanderfolgende Bitzellen vom gleichen Typ sind, wobei n^i 2 ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlungsimpulse derart bemessen sind, dass die von diesen Strahlungsimpulsen hervorgerufenen EinheitsaufZeichnungszeichen m aufeinanderfolgende Bitzellen vom gleichen ersten Typ darstellen, wobei 1< m^ η (m und η ganzzahlig) ist, und dass eine grössere Anzahl aufeinanderfolgender Bitzellen vom gleichen ersten Typ durch eine An-zahl sich zumindest berührender Einheitsaufzeichnungszeichen dargestellt wird, die von einer Anzahl aufeinanderfolgender Strahlungsimpulse hervorgerufen werden.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass m = n.3· Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzahl aufeinanderfolgender Bitzellen vom gleichen ersten Typ grosser als η durch eine Anzahl einander teilweise überlappender Einheitsaufzeichnungszeichen dargestellt wird.k. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Aufzeichnen von (n+p) aufeinanderfolgenden Bitzellen vom gleichen ersten Typ (p+i) Strahlungsimpulse mit gegenseitigem Zeitabstand gleich einer Bitzelle erzeugt werden.PHN 10.317 i"9-"~ 27-8-1982·■5· Aufzeichnungsträger mit einem in einer Informationsspur gespeicherten digitalen Informationssignal, das aus einer Reihe von Bitzellen besteht, wobei stets minimal η (n-j!> 2) aufeinanderfolgende Bitzellen vom gleichen Typ sind und wobei eine Aufeinanderfolgende von Bitzellen eines ersten Typs stets von einer Anzahl von EinheitsaufZeichnungszeichen in der Informationsspur dargestellt wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein EinheitsaufZeichnungszeichen m aufeinanderfolgende Bitzellen vom ersten Typ darstellt, wobei Kmin (m und η ganzzahlig) und dass eine grössere Anzahl aufeinanderfolgender Bitzellen von diesem ersten Typ durch eine Anzahl sich wenigstens berührender Einheitsaufzeichnungszeichen dargestellt wird.
6. Aufzeichnungsträger nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, dass ein EinheitsaufZeichnungszeichen η aufeinanderfolgende Bitzellen vom ersten Typ darstellt und dass eine Anzahl aufeinanderfolgender Bitzellen vom ersten Typ grosser als η von einer Anzahl einander teilweise überlappender EinheitsaufZeichnungszeichen dargestellt wird.207. Aufzeichnungsträger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass Überlappung der einander teilweise überlappenden EinheitsaufZeichnungszeichen n-1 Bitzellen beträgt. 8. Anordnung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einer Strahlungsquelle, einem optischen System zum Fokussieren eines von der Strahlungsquelle ausgesandten Strahlungsbündels auf einer strahlungsempfindlichen Informationsschicht eines Aufzeichnungsträgers, und mit einer Steueranordnung zum Steuern der Strahlungsquelle abhängig von einem zugeführten binären Informationssignal, das aus einer Reihe30von Bifczellen besteht, wobei stets minimal η aufeinanderfolgende Bitzellen vom gleichen Typ sind, wobei η ;>2 ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Steueranordnung zum Erzeugen von Steuerimpulsen zur Strahlungsquelle und diese Strahlungsquelle zum Erzeugen eines Strahlungsimpulses in Beantwortung 9ines Steuerimpulses eingerichtet ist, welcher Strahlungsimpuls ein EinheitsaufZeichnungszeichen auf dem Aufzeichnungträger entsprechend m aufeinanderfolgender Bitzellen vom gleichen ersten Typ des Informationssignals bewirkt, wobeiPHN 10.317 44 27-8-19829. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steueranordnung derart ausgelegt ist, dass (n+p) aufeinanderfolgende Bitzellen vom gleichen ersten Typ des 5 Informationssignals (p+i) Steuerimpulse mit einem gegenseitigen Zeitabstand gleich einer Bitzelle für die Strahlungsquelle ergeben.
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