DE3309175A1 - Im-ohr-hoergeraet - Google Patents
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Description
Be Schreibung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Im-Ohr-Hörgerät für Schwerhörige
mit einer hohlen Ohrmulde, welche durch eine eine ausklappbare Batterielade und einen Lautstärkeregler tragende Abdeckplatte
abgeschlossen ist, wobei die Abdeckplatte eine Öffnung aufweist, welche durch die Batterielade im eingeklappten
Zustand verschlossen ist.
Zum Aufbau derartiger Geräte liefern die einschlägigen Hersteller eine Montageplatte, in der in der Regel eine einschiebbare
oder schwenkbare Batterielade und ein Lautstärkeregler und gelegentlich auch noch eine Halterung für das Mikrofon, Einstellregler
u.dgl. integriert sind. Alle anderen Teile des Hörgerätes wie Verstärker, Mikrofon, Hörer, usw. werden lose mitgeliefert.
Beim Zusammenbau des Gerätes werden die oben erwähnten losen
Teile nach Maßgabe des individuell verschiedenen Platzangebotes in der hohlen individuell nach einem Ohrabdruck des Benutzers
angfertigten Ohrmulde montiert, z.B. durch Einkleben, und schließlich die Montageplatte als Deckel auf die Ohrmulde geklebt.
Die überstehende Fläche der Montageplatte wird durch Abfräsen entfernt. Abschließend wird die Fräskante geglättet und
poliert.
Die Figuren 1 und 2 zeigen ein derartiges bekanntes Hörgerät in Ansicht'und Querschnitt.
1 ist die ursprüngliche Kontur der Abdeckplatte 2, in der eine Batterielade 3 mit Kontaktfedern 4 und einem Lautstärkeregler 5
befestigt sind. Die Abdeckplatte 2, welche auf eine hohle Ohrmulde
6 aufgeklebt (Klebefuge 7) ist, wird schließlich entlang der Kontur der Ohrmulde 8 abgefräst. Weitere Einzelheiten wie
Verstärker und Wandler sind nicht dargestellt.
Ein wesentlicher Nachteil dieser, etwa aus der GB-PS 2 070 890 oder US-PS 2 950 357 bekannten Art des Aufbaues von Im-Ohr-Hörgeräten
ist das Verkleben der Abdeckplatte 2 mit der Ohrmulde 6, da diese Klebung bei jeder kleinsten Reparatur aufgebrochen
werden muß, um in das Geräteinnere zu gelangen. Nach der Reparatur wird die Abdeckplatte 2 neu geklebt und poliert. Diese Vorgangsweise
ist sehr zeitraubend und in vieler Hinsicht technisch nicht befriedigend.
Es wurde daher auch schon versucht, Batterielade und Lautstärkeregler
auf eine eigene kleinere Halteplatte zu bauen, die einen entsprechenden Ausschnitt in der Abdeckplatte abdeckt und an
dieser mit einigen Schrauben befestigt ist. Diese, etwa aus der US-PS 3 598 928 bekannte Lösung hat den Vorteil, daß bei Reparaturen
die Halteplatte von der nach wie vor mit der Ohrmulde
verklebten Abdeckplatte gelöst werden kann und dann das Innere des Gerätes gut zugänglich ist. Ein sehr großer Nachteil dieser
Lösung ist allerdings, daß einmal die Dicke der Abdeckplatte durch die Halteplatte praktisch verdoppelt wird - wodurch
das Gerät weiter aus dem Ohr hervorsteht - und zum anderen, daß sie für kleine Ohren, bzw. kleine Ohrmulden, nicht geeignet
ist. Um Öffnungen für Batterielade 3 und den Lautstärkeregler 5 sind gewisäe Mindestbreiten der Halteplatte in der Plattenebene
notwendig, was die Verwendungsfähigkeit dieser Anordnung bei kleinen Ohren erheblich einschränkt, umsomehr als ja
auch noch für die Befestigungsschrauben Platz erforderlich ist.
-5-Diese Lösung konnte sich daher nicht durchsetzen.
Aus der DE-OS 2 949 992 ist ferner ein Im-Ohr-Hörgerät bekannt,
bei welchem eine fertige, in einem Gehäuse angeordnete Baueinheit in die Ohrmulde eingesetzt ist. Diese Lösung hat jedoch
eine?n großen Raumbedarf, da auch für die Wand der Baueinheit
zusätzlich Raum benötigt wird. Diese Lösung ist daher nur für große Ohrmulden geeignet.
Aufgabe der Erfindung ist es, die angeführten Nachteile der bekannten
Im-Ohr-Hörgeräte zu beseitigen.
Dies wird bei einem Im-Ohr-Gerät der eingangs angeführten Art
erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Öffnung in der -Abdeckplatte
seitlich über die Batterielade.hinaus erweitert ist und dieser erweiterte Öffnungsteil durch ein benachbart der
Batterielade angeordnetes Verschlußelement abdeckbar ist, welches als ein den Lautstärkeregler tragender, in der Abdeckplatte
einrastbar gehaltener Schlitten ausgeführt ist.
Auf diese Weise ergibt sich in der Abdeckplatte bei ausgehängtem Schlitten und Batterielade eine relativ große, im wesentlichen
Batterielade und Lautstärkeregler etwa rechteckförmig umschreibende
Öffnung, durch die im Gerät Reparatur- und Justagearbeiten durchgeführt .werden können, ohne daß die Klebung zwischen
der Abdeckplatte und Ohrmulde aufgebrochen werden muß.
Um eine gute Führung und einen festen Sitz des Schlittens in
der Abdeckplatte zu erhalten, kann erfindungsgemäß der Schlitten die Form eines flachen Kastens aufweisen, welcher an den
Seitenwänden Führungsrippen besitzt, und die Abdeckplatte an den Rändern der Öffnung in das Innere der Ohrmulde ragende
Fortsätze mit Nuten aufweist, in welche die Rippen des Schlittens fUhrbar sind.
Um. ein selbständiges Lockern des Schlittens zu' vermeiden, ist
* * ♦■ -W
-6-
bei einer Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, daß die
Seitenwände des Kastens an ihrem dem Inneren der Ohrmulde zugewandten
Ende mit den Fortsätzen der Abdeckplatte zusammenwirkende Rastnasen aufweisen.
Eine unauffällige Betätigung des Lautstärkereglers durch eine lineare Fingerbewegung läßt sich dadurch erreichen, daß der
Lautstärkeregler seitlich am Kasten drehbar befestigt ist und mit seinem Umfang über die Abdeckplatte hervorragt.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist der Lautstärkeregler
an der Oberseite des Kastens befestigt. Dadurch kann die Tiefe des Schlittens gering gehalten werden.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß zumindestens eine der Batterie-Kontaktfedern an dem Verschlußelement
befestigt ist und mit diesem zusammen aus der Abdeckplatte entfernt werden kann. Dadurch wird ein ungestörter
Zugang durch die erhaltene Öffnung in das Geräteinnere ermöglicht.
Die Erfindung wird nun näher unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. In den Zeichnungen zeigen die
Figur 1 und 2 eine bekannte Aus führungs form eines
Im-Ohr-Hörgerätes in Draufsicht und im Querschnitt,
die
Figur 3 eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes
Im-Ohr-Gerät und die
Figuren 4,5 und 6 Schnittansichten längs der Linie
IV-IV, V-V und VI-VI.
Bei den erfindungsgemäßen Ausführungen nach den Figuren 3 bis 5 ist die Öffnung der Ohrmulde 9 längs der Kante 21 durch eine
Abdeckplatte 11 verschlossen. Die Abdeckplatte besitzt eine Öffnung 12 längs der Kanten A bis L. Der Bereich der Öffnung 12
längs der Kontur ABIJKL ist durch eine herausklappbare Batte-
—7—
rielade 10 abgedeckt. Wie dies aus Figur 4 ersichtlich ist, besitzt
die Batterielade 10 ein halboffenes Scharnierauge 26, in welches federnd an der Abdeckplatte 11 befestigter Scharnierstifte
27 einrastet. Die Batterielade 10 weist einen Fortsatz 23 auf, welcher zum Aufklappen der Batterielade IO dient. Bei
halbgeöffneter Batterielade 10 läßt sich diese aus dem Scharnierstift
27 ausrasten. Im Bereich BC und HI der Öffnung 12 sind am Öffnungsrand in die Ohrmulde gerichtete Fortsätze 17
vorgesehen, welche Führungsnuten 13 aufweisen. Die Öffnung 12 in der Abdeckplatte 11 ist im Bereich B bis I durch ein Verschlußelement
24 verschlossen. Das Verschlußelement 24 besteht aus einem Kasten 15, welcher an seinen Seitenwänden 22 Rippen
16 aufweist. Die Rippen 16 wirken mit den Führungsnuten 13 in den Fortsätzen 17. zusammen. Neben dem Kasten 15 befindet sich
die Batterielade 10. Ein Teil des Verschlußelementes 24 ist weiters ein Lautstärkeregler 14, welcher mit dem Kasten 15
durch eine Mutter 28 verbunden ist. Die eine Batteriekontaktfeder 19 ist mit dem Kasten 15 und die andere Batteriekontaktfeder
19a mit der Abdeckplatte 11 verbunden. Vom Lautstärkeregler 14 und von den Batteriekontaktfedern 19,19a führen Anschlußdrähte
20 in das Gerät. Die Seitenwände 22 des Kastens 15 sind federnd ausgeführt und weisen an ihren Enden Rastnasen 18 auf.
Das aus dem Kasten 15 und dem Lautstärkeregler 14 gebildete Verschlußelement 24 bildet einen Schlitten, welcher in die Öffnung
12 (Bereich B bis I) der Abdeckplatte 11 einschiebbar ist und im eingeschobenen Zustand durch die Rastnasen 18 gehalten
wird. Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Lautstärkeregler an der Oberseite des Kastens 15 angeordnet.
Bei ausgerasteter Batterielade 10 kann das Verschlußelement 15 ausgeschoben werden, wodurch sich in der Abdeckplatte die Öffnung
12 (A bis L) ergibt, welche einen Großteil der Fläche der Abdeckfläche 11 freigibt und einen leichten Zutritt zum Inneren
der Hörmulde zu Reparaturzwecken ermöglicht.
Claims (6)
- PATENTANWALT
DiPL-INQ. BERNHARD RICHTEREedhovenstralk· U - *>«v« ,N J*t<»uti.G 20
Telefon (WIl) 59 üviö - TelexViennatone Gesellschaft m.b.H. in Wien (Österreich)Im-Ohr-HörgerätPatentansprüche:(l/ Im-Ohr-Hörgerät für Schwerhörige mit einer hohlen Ohrmulde, welche durch eine eine ausklappbare Batterielade und einen Lautstärkeregler tragende Abdeckplatte abgeschlossen ist, wobei die Abdeckplatte eine Öffnung aufweist, welche durch die Batterielade im eingeklappten Zustand verschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (12) in der Abdeckplatte (11) seitlich über die Batterielade (10) hinaus erweitert ist und dieser erweiterte Öffnungsteil (B bis I) durch ein benachbart der Batterielade (10) angeordnetes Verschlußelement (24) abdeckbar ist, welches als ein den Lautstärkeregler (14) tragender, in der Abdeckplatte (11) einrastbar gehaltener Schlitten (15) ausgeführt ist. - 2. Im-Ohr-Hörgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten die Form eines flachen Kastens (15) aufweist, welcher an den Seitenwänden (22) Führungsrippen (16)besitzt, und die Abdeckplatte (11) an den Rändern der öffnung (12) in das Innere der Ohrmulde (9) ragende Fortsätze
(17) mit Nuten (13) aufweist, in welche die Rippen (16) des Schlittens fUhrbar sind. - 3. Im-Ohr-Hörgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (22) des Kastens (15) an ihrem dem Inneren der Ohrmulde (9) zugewandten Ende mit den Fortsätzen (17) der Abdeckplatte zusammenwirkende Rastnasen (18) aufweisen.
- 4. Im-Ohr-Hörgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Lautstärkeregler (14) seitlich am Kasten drehbar befestigt ist und mit seinem Umfang über die Abdeckplatte (11) hervorragt.
- 5. Im-Ohr-Hörgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Lautstärkeregler an der Oberseite des Kastens befestigt ist.
- 6. Im-Ohr-Hörgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zumindestens eine der Batterie-Kontaktfedern (19) an dem Verschlußelement (24) befestigt ist und mit diesem zusammen aus der Abdeckplatte (11) entfernt werden kann.
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