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Verfahren zum Herstellen eines Abrichtwerkzeugs sowie bei
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der Durchführung des Verfahrens zu verwendende Teile Die Erfindung
betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Abrichtwerkzeugs, das zum formgenauen
Feinbearbeiten eines seinerseits zur seinbearbeitung von Werkstücken dienenden Deinbearbeitungs-Werkzeugs
verwendet wird, insbesondere zum erstellen eines Abrichtzahnrades zum Feinbearbeiten
eines Ronzahnrades, wobei der Grundkörper des Abrichtwerkzeugs eine dessen Arbeitsfläche
bildende und Schleifkörner, z. B Diamantkörner oder Körner aus kubischem Bornitrid,
enthaltende .Schleifschicht trägt.
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Werden an Werkstücke in Bezug auf Maß- und Formgenauigkeit sowie Oberflächengüte
hohe Anforderungen gestellt, werden sie am Ende ihrer Herstellung einer spanenden
Feinbearbeitung unterworfen. Ein solches Ronen von Werkstücken insbesondere aus
Metall ist allgemein bekannt, hierauf braucht nicht naher eingegangen werden. Auf
diese.Weise kann man beispielsweise zylinarische Bohrungen, Wellen oder dergleichen
- auch ebene Elächen- hoher Präzision erhalten.
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Für ein solches Honen benötigt man ein Beinbearbeitungs-oder Honwerkzeug,
das eine entsprechende Man- und Formgenauigkeit sowie Oberflächengüte besitzen muß.
Auch bei der Herstellung des Honwerkzeugs ist deshalb eine Feinbearbeitung erforderlich.
Hierzu verwendet man ein sogenanntes Abrichtwerkzeug, dessen mit dem Honwerkzeug
in Eingriff zu bringende Arbeitsfläche mit einem gekörnten Schleifmittel aus sehr
hartem Material, z. B. aus Diamant oder kubischem Bornitrid besetzt ist. Illit der
Herstellung eines solchen Abrichtwerkzeugs beschäftigt sich die vorliegende Erfindung.
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Dabei liegt der Erfindung folgendes spezielle Problem zugrunde: Zu
den Werkstücken, die man heutzutage hont, zählen auch Zahnräder, die präzise mit
niedrigem Geräuschpegel laufen sollen.
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Für dieses Zahnflankenhonen benutzt man ein Honzahnrad, dessen Zähne
eine entsprechende Gestalt besitzen und auf dessen Zahnkranz man das zu honenae
Zahnrad abrollen läßt. Dem entsprechend ist auch das zur Feinbearbeitung des Honzahnrades
dienende Abrichtwerkzeug ein Zahnrad, das durch eine Abrollbewegung die Zähne bzw.
die Zahnflanken des Honrades bearbeitet. Bei der Herstellung eines solchen Abrichtzahnrades
wurde nun seither so vorgegangen, daß man die Schleifkörner auf den Zahnkranz.
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des Grundkörpers unter zurhilfenahma, eines geeigneten Bindemittels
aufgebracht hat.
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Dieses Vorgehen bringt mit sich, daß die außenleenden und beim Abrichten
des Honrades an diesem angreifenden Kornspitzen nicht exakt auf einer zahnradförmigen
UShüllendon liegen sondern um diese sozusagen nach innen und außen streuen.
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Es handelt sich hier zwar nur um geringe haßabweichungen.
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Der Formgenauigkeit des abzurichtenden Honzahnrades werden hierdurch
jedoch Grenzen gesetzt. Dabei ist zu berücksichtigen, daß bei derartigen Werkzeugen
bereits toleranzen von wenigen em unerwunscht sind. Zum Beseitigen der genannten
Eiaßungenauigkeiten hat man deshalb seither die Zahnflanken des Abrichtrades mit
einer Diamantscheibe nachgeschliffen, was jedoch sehr arbeitsintensiv ist.
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Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein
Abrichtwerkzeug der eingangs genannten Art, insbesondere ein Abrichtzahnrad, auf
möglichst einfache Reise herzustellen, das formgenauer als seither ist, ohne daß
eine Nachbearbeitung erforderlich ist.
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Diese Aufgabe wirnerfindungsgemäß dadurch gelöst, daß man eine i'orm
mit einer zur Arbeitsfläche des herzustellenden Abrichtwerkzeugs komplementär geformten
und somit ein Negativ der Arbeitsfläche darstellenden Formfläche verwendet, auf
die man die Schleifschicht aufbringt oder aufformt, wonach man, wenn ein fester
Verbund zwischen der der Arbeitsfläche entgegengesetzten Schleifschichtseite mit
den Grundkörper hergestellt ist,
das fertige Abrichtwerkzeug von
der Form entfernt.
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Das Abrichtwerkzeug, im speziellen Fall das Abrichtzahnrad, wird also
sozusagen von der Schleifschicht her und nicht umgekehrt wie seither hergestellt.
Durch diese Schleifschichtfertigung gegen eine Dorm liegen die Kornspitzen exakt
auf der gewünschten Umhüllenden, die dem Verlauf der bormiläche entspricht. Somit
ergibt sich ein Abrichtwerkzeug höchster Präzision ohne Nachbearbeitung.
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Es versteht sich, daß sich das erfindungsgemäße Verfahren nicht nur
zur Herstellung von Abrichtzahnrädern sondern auch für die Herstellung anderer Abrichtwerkzeuge
verwenden läßt.
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Für Abrichtzahnräder ist es jedoch besonders günstig, da hier seither
die Nachbearbeitung besonders aufwendig war. Ferner lassen sich Abrichtzahnräder
entweder mit einem Außen- oder einem Innenzahnkranz fertigen. Es versteht sich,
daß sich in gleicher ei auch hbrichtzahnwellen herstellentlassen.
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Bei einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform ist vorgesehen, daß
man den die Formfläche bildenden Bereich der Xorm durch Gießen herstellt, indem
man ein Modell des herzustellenden Abrichtwerkzeugs einer Vorform mit Abstand gegenüberstellt
und den Zwischenraum zwischen der Vorform und dem Modell, zweckmäßiger Weise nachdem
das Modell mit einem Grennmittel versehen worden ist, mit einer aushärtbaren fließfähigen
Masse auslüllt, wonach nach dem Aushärten der Masse das Modell entfernt vird.und
die Vorform mit der ausgehärteten Nasse die
Form bildet. Aus Gründen
der Maßhaltigkeit ist es hierbei vorteilhaft, beim Aushärten auf die Masse eine
Druckkraft auszuüben.
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Desweiteren ist es zweckmäßig, daß man die Schleifschicht ebenfalls
durch einen Gießvorgang herstellt, indem man den vorgefertigten Grundkörper des
herzustellenden Abrichtwerkzeugs der Formfläche der Form unter Bildung eines Zwischenraums
gegenüberstellt, der sodann mit dem Schleifschichtmaterial, bestehend aus einem
aushärtbaren fließfähigen Bindemittel, insbesondere ein Gießharz, z. B. Spoxidharz,
mit in ihm verteilten Schleifkörner, ausgefüllt wird, wonach man das Schleifschichtnaterial
aushärten läßt, und das aus der ausgehärteten Schleifschicht und dem an diese fest
angegossenen Grundkörper bestehende Abrichtwerkzeug von der Form entfernt.
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Auch hier kann man zweckmäßigerweise beim Aushärten auf das Schleifschichtmaterial
eine Druckkraft ausüben, um das Auftreten einer Maßungenauigkeit durch ein eventuelles
Schrumpfen des Schleifschichtmaterials beim Aushärten zu vermeiden.
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Eine exakt dem Verlauf der Formfläche entsprechende hrbeitsfläche
kann man nicht nur durch den soeben geschilderten Gießvorgang sondern zweckmäßigerweise
auch dadurch erreichen, daß man vor dem Aufbringen oder Aufformen der Schleifschicht
auf die Formfläche der Form die Formfläche elektrisch leitend macht
und
dann die Schleifschicht dadurch herstellt, daß man die Schleifkörner auf die Formfläche
aufstreut und die Formfläche galvanisch mit einer die Schleifkörner einbettenden
Metallschicht z. B. aus Nickel beschichtet, wonach der Grundkörper befestigt, zweckmäßigerweise
angegossen wird. Bei diesem Vorgehen ist von vorne-herein die Gefahr von Abmessungstoleramzen
beseitigt, wie sie beim Herstellen der Schleif schicht durch Gießen und anschließendes
Aushärten z. B. durch Schrumpfen in für die Praxis allerdings unwesentlichem Ausmaße
möglicherweise auftreten können. Die galvanische Beschichtung kann mehrstufig erfolgen,
indem zunächst eine nur eine Lage von Körnern bindende dünne Schicht aufgalvanisiert
wird, wonach die überschüssigen Körner z. B. durch Abschütten oder Abstreifen entfernt
werden und sodann weiter galvanisiert wird, so daß eine geschlossene Metallschicht
entsteht.
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Die Erfindung betrifft auch eine bei der Durchführung des Verfahrens
zu verwendende Form. Diese Form ist dadurch gekennzeichnet, daß im Halle der Herstellung
eines Abrichtzahnrades, wenn also die Formfläche die negative Gestalt des Zahnkranzes
des Abrichtzahnrades besitzt, der aus der ausgehärteten Masse bestehende und die
Formfläche bildende Formbereich ein Zickzack-Ring ist und die zugewandte Fläche
der Vorform dementsprechend ebenfalls einen gezahnten Verlauf aufweist, derart,
daß der genannte Formbereich überall gleiche Wandstärke aufdurchgehend weist. Infolge
dieser/gleichen Wandstärke tritt - wenn überhaupt -nur
ein überall
gleichmäßiges Schrumpfen der Masse beim Aushärten auf.
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Desweiteren bezieht sich die erfindung auch auf einen bei der Durchführung
des Verfahrens, wenn die Schleifschicht durch Gießen hergestellt wird, zu verwendenden
Grundkörper. Auch hier ist vorgesehen, daß im Falle der Herstellung eines Abrichtzahnrades
der Umfang des Grundkörpers der Formfläche der Form bzw.
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dem Zahnkranz des herzustellenden Abrichtzahnrades entsprechend gezahnt
ist. Dies kann aus dem gleichen geschilderten Grund günstig sein.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sowie weitere zweckmäßige Maßnahmen
werden nun anhand der Zeichnung beschrieben.
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Es zeigen: Fig. 1 das Abrichten eines Honzahnrades in schematischer
Darstellung, Fig. 2-4 jeweils eine Verfahrensschritt bei der Herstellung der Form,
gegen deren Formfläche die Schleifschicht des zu fertigenden Abrichtzahnrades geformt
wird, jeweils im Querschnitt, Fig. 5+6 ausgehend von der Form gemäß Fig. 4 zwei
weitere Schritte einer ersten Variante des Verfahrens zur
Herstellung
eines Abrichtzahnrades, in gleicher Darstellungsweise wie die Fig. 2-4 Fig. 7 ein
mit dem Verfahren nach den Fig. 2-6 hergestelltes Abrichtzahnrad im Schnitt, Fig.
8 die Schnittdarstellung einer Vorrichtung zum Gießen des die Formfläche aufweisenden
Bereichs der Form bzw. zum Gießen der Schleifschicht, Fig. 9 ausgehend von der Form
nach Fig. 4 eine weitere Variante der Herstellung der Schleifschicht mittels Galvanisierens
Fig. 10 ein mit dem Verfahren nach den Fig. 2-4 und 9 hergestelltes Abrichtzahnrad
im Schnitt in Teildarstellung.
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In der Zeichnung ist die Herstellung eines Abrichtzahnrades zum Feinbearbeiten
eines Honzahnrades dargestellt, daß seinerseits zur Feinbearbeitung von Werkstücken
in Gestalt von Zahnrädern, z. B. Getriebezahnräder, dient.
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Beim Ausführungsbeispiel handelt es sich um ein Abrichtzahnrad 1
mit
Außenverzahnung, das zum Abrichten des einen größeren Durchmesser aufweisenden ringförmigen
Honzahnrades 2 mit Innenverzahnung innerhalb des Honzahnrades 2 lose drehbar an
einer Achse 3 gelagert ist. Zum Abrichten wird dann das Honzahnrad 2 auf nicht dargestellte
Weise in Rotation verversetzt. Hierbei stehen die Zahne des Abrichtzahnrades und
des Honzahnrades miteinander in Eingriff, so daß das Abrichtzahnrad 1 auf den Zahnkranz
des Honzahnrades abrollt. Bei diesem Abrollen werden die Zahnflanken des Zahnkranzes
des Honrades 2 feingeschliffen, da das Abrichtzahnrad 1 außen an seinem Grundkörper
eine Schleifkörner, z. B. Diamatkörner oder Körner aus kubischem Bornitrid, enthaltende
Schleifschicht trägt, die sozusagen eine Arbeitsfläche bildet. All dies ist an sich
bekannt, so daß die Fig. 1 dieses Abrichten nur grob schematisch zeigt. Erwähnt
sei in diesem Zusammenhang noch, daß beim Honen von Zahnrädern mit Hilfe des Honzahnrades
2 das Jeweilige Zahnrad (zu bearbeitendes Werkstück) an die Stelle des Abrichtzahnrades
n tritt.
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Mit Hilfe des im einzelnen noch zu beschreibenden Verfahrens lassen
sich nicht nur Abrichtzahnräder mit Außenverzahnung sondern auch mit Innenverzahnung
herstellen, ebenso wie sich auch Abrichtwerkzeuge anderer Umfangsgestalt fertigen
lassen.
Wesentlich ist in jedem Falle, daß man eine Borm mit einer
zur Arbeitsfläche des herzustellenden Abrichtwerkzeugs komplementär geformten und
somit ein Negativ der Arbeitsfläche darstellenden Formfläche verwendet, auf die
man die Schleifschicht aufbringt oder aufformt, wonach man, wenn ein fester Verbund
zwischen der der Arbeitsfläche entgegengesetzten Schleifschichtseite mit dem Grundkörper
hergestellt ist, das fertige Abrichtwerkzeug von der Form entfernt.
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Die soeben erwähnte Form wird folgendermaßen gefertigt, wie aus den
Fig. 2-4 hervorgeht, die in größerem Maßstab als Fig. 1 gezeichnet sind: Benötigt
wird hierzu eine Vorform 4 (deren Herstellung interessiert hin'nicht weiter), die
rin*förmige Gestalt mit einem Innendurchmesser besitzt, der größer ist als der Außendurchmesser
des herzustellenden Abrichtzahnrades, sowie ein Modell 5 des Abrichtzahnrades, ein
sogenanntes Meisterrad. Dieses oell 5 wird konzentrisch in die Vorform 4 eingesetzt.
Aus einem später zu erläuternden Grunde weist die Vorform 4 eine Innenverzahnung
6 auf, die der Außenverzahnung des Modells 5 entspricht, wobei die beiden Verzahnungen
komplementär zueinander
ausgebildet sind und mit Abstand einander
gegenüber liegen.
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Allgemein gesprochen stellt man also ein Modell des herzustellenden
Abrichtwerkzeugs einer Vorform mit Abstand gegenüber, so daß ein Zwischenraum 7
zwischen der Vorform 4 und dem Modell 5 gebildet wird (Fig. 2).
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Der Zwischenraum 7 wird dann mit einer aushärtbaren fließfähigen Masse
8 ausgefüllt, für die man ein Gießharz, z. B. ein Epoxidharz, verwendet, in dem
die Härte erhöhende Füllstoffe, z. B. Hartmetallteilchen, enthalten sein können.
Diese Hartmetallteilchen dienen nicht nur zum Erzielen einer größeren Härte sondern
tragen auch zur Maßhaltigkeit der ausgehärteten Masse bei (Fig. 3).
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Ist die Masse 8 ausgehärtet, entfernt man das Modell 5, das zuvor
an seinem Umfang mit einem geeigneten Trenumittel versehen worden ist, und die Vorform
4 bildet zusammen mit der angegossenen Masse 8, die einen dem Zwischenraum 7 entsprechenden
Körper darstellt, die Form 9 (Fig. 4).
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Diese Form 9 weist somit am Innenumfang eine Formfläche 10 auf, die
der Arbeitsfläche des herzustellenden Abrichtwerkzeugs, d.h.
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dessen Zahnkontur genau entspricht und hierzu komplementär geformt
ist.
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In Falle der Herstellung eines Abrichtzahnrades, wenn also wie geschildert
die Formfläche 10 die negative Gestalt des Zahnkranzes des Abrichtzahnrades besitzt,
ist es zweckwäBig, daß der aus der ausgehärteten Nasse 8 bestehende und die Form
fläche 10 bildende Formbereich ein Dickzack-Ring ist und die zugewandte Fläche der
Vorform 4 dementsprechend ebenfalls einen gezahnten Verlauf (Zahnkranz 6 ) aufweist,
derart, daß der genannte Formbereich überall gleiche Wandstärke aufweist. Hierdurch
wird ein ungleichmäßiges Schwinden der Masse 8 beim Aushärten vermieden.
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Die Herstellung der Form 4 kann in einer Vorrichtung gemäß Fig. 8
erfolgen. Diese Vorrichtung besitzt einen Außenhaltering 11, dessen Innendurchmesser
dem Außendurchmesser der Vorform 4 entspricht. Ferner ist eine Bodenplatte 12 sowie
ein Innenhalter 13 vorhanden. Bei abgenommenen Innenhalter 13 wird die Vorform 4
und das Nusterrad oder Modell 5 innerhalb des Außenhalterings 11 auf die Bodenplattel2
in konzentrischer Weise aufgesetzt. Die Bodenplatte 12 ist gestuft, wobei ihr axialer
.Vorsprung 14 in die zentrale Ausnehmung 15 des Modells eingreift und an dessen
Innenumfang 16 anliegt. Der Schnitt gemäß Fig. 8 ist so gelegt, daß einer der Zähne
des Modells 5 in einen Zahnzwischenraum der Vorform 4 ragt (Vergl. Schnittlinie,
VIII - VIII in Fig. 3). Anschließend
setzt man den scheibenförmigen
Innenhalter 13 der Bodenplatte 12 gegenüberliegend von oben her zentral auf das
Modell 5 auf, wobei der Innenhalter 13 am Umfang ebenfalls gestuft ist und mit der
Umfangsfläche seines Vorsprungs 17 innen am Modell 5 anliegt. Der Innenhalter 13
wird dann mit der Bodenplatte 12 verschraubt (strichpunktiert angedeutet). Schließlich
füllt man die aushärtbare fließfähige Masse 8 in den Zwischenraum 7 zwischen der
Vorform 4 und dem Modell 5 ein.
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Der Außenhaltering 11 steht an der Oberseite über die Vorform und
das Modell vor und bildet mit dem auf dem Modell 5 aufsitzenden Bereich des Innenhalters
13 einen Ringraum, dem ein ringförmiger Druckstempel 18 zugeordnet ist. Mit Hilfe
dieses Druckstempels 18 kann beim Aushärten auf die Masse 8 eine Druckkraft ausgeübt
werden. Hierbei ist die Masse 8 nicht nur im genannten Zwischenraum 7 sondern auch
neben diesem im den Druckstempel 18 aufnehmenden Ringspalt vorhanden, d.h. der Druckstempel
18 lastet sozusagen auf einem von der überschüssigen Masse 8 gebildeten Kissen.
Die Anwendung dieser Druckkraft, die man auch mit Hilfe einer anderen geeigneten
Vorrichtung aufbringen könnte, steht einem Schwinden der Masse 8 beim Aushärten
entgegen.
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Ist die Form 9 fertiggestellt (Fig. 4), kann man zur weiteren Herstellung
des Abrichtzahnrades auf verschiedene Weise vorgehen.
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Die erste Möglichkeit zeigen die Fig. 5+6.
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Ein vorgefertigter Grundkörper 19 des herzustellenden Abrichtzahnrades,
der einen mit Bezug auf das Abrichtwerkzeug verminderten Durchmesser besitzt, wird
der Formfläche 10 der Form 9 wiederum unter Bildung eines Zwischenraums 20 gegenübergestellt,
d.h. der Grundkörper 19 wird konzentrisch in die Porm 9 eingesetzt (Fig. 5).
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Anschließend wird der Zwischenraum 20 mit dem Schleifschichtmaterial
ausgefüllt, das mit einem aushärtbaren fließfähigen Bindemittel, insbesondere ein
Gießharz, z. B.
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Epoxidharz, mit in ihm verteilten Schleifkörnern, z. B. aus Diamant
oder kubischem Bornitrid, besteht. Nach dem Aushärten bildet dieses Material die
Schleifschicht 21 (Fig. 6).
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Das aus der ausgehärteten Schleifschicht 21 und dem an diese fesfangegossenen
Grundkörper 19 bestehende Abrichtzahnrad braucht dann nur noch von der Form 9 entfernt
zu werden.
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Um das Abrichtzahnrad gut aus der Form 9 entnehmen zu können, wird
die Formfläche 10 der Form 9 vor dem Gießen der Schleifschicht 21 mit einem geeigneten
Trennmittel versehen.
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Das fertige Abrichtzahnrad 1a zeigt Fig. 7. Wie hier schon erwähnt1
besteht dieses aus dem zentralen Grundkörper 19 sowie aus der umfangsseitig aufgebrachten
Schleifschicht 21.
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Aus der obigen Beschreibung ergibt sich ohne weiteres, daß der Außenumfang
der Schleifschicht 21, also die Arbeitsfläche 22
des Abrichtzahnrades,
ein genaues Abbild der Formfläche 10 ist, die ihrerseits genau dem Außenumfang des
Meisterrades oder Modells 5 entspricht. Die außenliegenden Spitzen der Schleifkörner
liegen exakt auf einer Umhüllenden mit der Gestalt der Außenkontur des Modells 5.
Somit liegt ein Abrichtwerkzeug höchster Präzision vor.
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Beim Aushärten der Schleifschicht 21 kann zweckmäßigerweise ebenfalls
eine Druckkraft auf das Schleifschichtmaterial ausgeübt werden. Wiederum wird hierdurch
ein Schwinden vermieden.
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Das Gießen der Schleifschicht 21 kann ebenfalls mittels der Vorrichtung
gemäß Fig. 8 durchgeführt werden, wobei man zuvor nicht einmal die aus den Bereichen
4 und 8 bestehende Form entnehmen sondern lediglich das Modell 5 gegen den Grundkörper
19 des herzustellenden Abrichtwerkzeugs austauschen muß.
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Ferner kann es aus dem in Zusammenhang mit der Herstellung der Form
9 schon genannten Grunde zweckmäßig sein, im Falle der Herstellung eines Abrichtzahnrades
den Grundkörper 19 an seinem Außenumfang der Formfläche 10 der Form 9 bzw. dem Zahnkranz,
also der Arbeitsfläche 22 des herzustellenden Abrichtzahnrades entsprechend gezahnt
auszubilden, wie deutlich aus den Fig. 5,6 und 7 hervorgeht.
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Eine weitere Nöglichkeit zur Herstellung des Abrichtzahnrades geht
aus Fig. 9 hervor. Die Form 9 wird an ihrer Formfläche 10 zunächst elektrisch leitend
gemacht, wozu beispielsweise das hutdamSfen einer hauchdünnen Metallfolie genügt.
Bei einer ausreichenden Konzentration der erwähnten Netallteilchen In der Nasse
8 können auch diese die elektrische Leitfähigkeit bewirken. Sodann bringt man die
Form 9 in ein Galvanikbad, zl b. ein Nickelbad, das durch Wellenlinien angedeutet
ist.
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Hier werden auf die Formfläche 10 der in vertikaler Lage sich langsam
drehenden Form die Schleifkörner 23 aufbestreut. Sodann wird die Formfläche 10 galvanisch
mit einer die Schleifkörner einbettenaen Metallschicht beschicntet, indem durch
Anlegen eines negativen elektrischen Eotentials an die Form 9 die in dem Bad vorhandenen
Metallionen 24 zur Formfläche 10 wandern. Diese galvanische Beschichtung erfolgt
zweckmäßigerweise mehrstufig. In einer ersten Stufe wird eine nur eine Lage von
Körnern bindende dünne Schicht 25 aufgalvanisiert. Diese besitzt also eine geringere
Wanddicke als die Körner groß sind. Ist diese Schicht aufgebracht, kann man die
überschüssigen Körner z. B. durch Abschütteln oder Abstreifen entfernen. Ist dies
erfolgt (Fig. 9), wird weiter galvanisiert, so daß eine geschlossene Metallschicht
26 entsteht. Diese bildet schließlich einen umlaufenden ring, in dem sodann der
Grundkörper 19b befestigt, zweckmäßigerweise angegossen wird. Nan braucht also lediglich
den Metallring 26 auszufüllen, um zum Abrichtzahnrad zu gelangen. Dies kann
durch
Ausgießen mit einer Metallegierung erfolgen, die zweckmäßigerweise einen niedrigen
Schmelzpunkt besitzt, um ein Schwinden beim Aushärten möglichst zu vermeiden.
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Selbstverständlich kann man auch Gießharz usw. verwenden, wobei das
Ausfüllen des Rings bzw. das Aushärten des äeweiligen Materials wiederum unter Druckanwendung
erfolgen kann, Es versteht sich, daß das Ausfüllen des Metallrings 26 nach der Herausnahme
des die Schleifschicht bildenden Metallrings mit der Form 9 aus dem Galvanikbad
erfolgt.
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Das Entfernen des fertigen Abrichtzahnrads 1b (Fig. 10) wird durch
eine geeignete Vorbehandlung der Formfläche 10 der Borm erleichtert.